Hw. Alois Aßmayr (+1980)
Der Schrei des Gewissens eines Seelsorgers
Daß Menschen mit Rückgrat und heldenhafter Treue unter den Priestern, Bischöfen und Kardinalen selten sind, lehrt die Geschichte. Ein alter Pfarrer über die Reformen des letzten Konzils. Von Hw. Alois Aßmayr († 1980).
"Daß Menschen mit Rückgrad und heldenhafter Treue unter den Priestern, Bischöfen und Kardinalen selten sind, lehrt die Geschichte."
„Daß Menschen mit Rückgrad und heldenhafter Treue unter den Priestern, Bischöfen und Kardinalen selten sind, lehrt die Geschichte.“
(kreuz.net) Der Herr hat mich zu Seinem Priestertum berufen.

Einige Zeit habe ich diesem Ruf widerstrebt, dann aber Folge geleistet. Ich habe es nie bereut, auch heute nicht, und ich werde es nie bereuen.

Als Seelsorger habe ich erst recht die Pflicht, den zerstörenden modernistischen Ideen mutig und entschieden entgegenzutreten.

Diese Ideen aber werden heute selbst von den Vertretern der Kirche propagiert. Da soll ich noch mithelfen? Kommt nicht in Frage!

Als Kind Gottes, als Soldat und erst recht als Priester und Seelsorger bin ich Unserm Herrn und den Gläubigen zur unbedingten Treue verpflichtet.

Lest einmal das 33. Kapitel aus dem Prophet Ezechiel, dann brauche ich nicht mehr viel sagen.

Als Pfarrer habe ich keine große, aber schwierige Gemeinde, in der noch keiner viel ausgerichtet hat. Ein widerspenstiges Volk!

Mein Vorgänger, ein sehr eifriger Priester, ist nach sechs Jahren gern gegangen.

Man beruft sich immer wieder auf den Gehorsam. Ich sagte schon, ich schätze den Gehorsam sehr hoch. Aber heute mißbraucht man die Pflicht zum Gehorsam nur noch als Druckmittel.

Doch merkt euch – ihr hochwürdigsten Herren, nicht alle Priester sind Furchthasen und Waschlappen und gesonnen, sich dem Modernismus zu beugen.

Daß Menschen mit Rückgrat und heldenhafter Treue unter den Priestern, Bischöfen und Kardinalen selten sind, lehrt die Geschichte, die heutige ganz besonders, erst recht im verweichlichten Westen.

Den Machthabern sind solche Menschen meist freilich recht. Ich weiß, daß es eine gefährliche Sache ist, Mächtigen ungeschminkt unangenehme Wahrheiten zu sagen, besonders wenn man selber über keine Macht verfügt.

Johannes den Täufer hat man enthauptet und Jesus ans Kreuz geschlagen. Ich kenne noch einen Bischof, dem man auch unangenehme Wahrheiten sagen darf, ohne sich seinen Zorn zuzuziehen. Ich schätze ihn deshalb sehr.

Wer die Wahrheit nicht verträgt, dem sagt man sie auch nimmer, und das kann sehr schlimme Folgen haben.

Nicht der ist mein Freund, der mir schön tut, sondern der, welcher mir die Wahrheit sagt. Dem soll ich dankbar sein. Ich hasse die Lüge und Hinterlist, aber auch jede Kriecherei. Ich bin gewohnt zu reden, wie ich denke – anders reden als man denkt, heißt lügen.

Meine hochwürdigen und hochwürdigsten Herren, die es angeht: Schaut nicht so sehr auf die grobe Verpackung dieses Appells, sondern auf das, was er sagen will:

Euch ins Gewissen reden, mahnen und warnen. Er soll auch ein Schrei des Gewissens eines Seelsorgers sein, das sich gegen jede Vergewaltigung zur Wehr setzt.

Gegen besseres Wissen und Gewissen handle ich nicht. Ihr könnt dann mit mir tun, was euch gut scheint. Ihr könnt sicher sein, daß ich nicht mit Verbitterung oder Haß reagiere.

Ich bin jedoch nicht bereit, bei der Zerstörung der Katholischen Kirche mitzuarbeiten und auch nicht, dazu zu schweigen. „Caritas Christi urget…“ – die Liebe Christi drängt uns.

Erinnert euch an eure eigenen Worte: „Gesetze sind nicht deshalb gut, weil sie von einer Mehrheit beschlossen wurden.“ (Österreichische Bischöfe am 6. November 1975).

Bei den vielen Erpressungsversuchen und brutalen Maßnahmen gegen treu gebliebene Priester und Bischöfe klingt es fast wie ein Hohn, wenn Paul VI. am 9. Juli 1969 sagte:

„Jeglicher Schiedsspruch und ebenso alle Formen von Intoleranz und Absolutismus werden abgeschafft.“

Hw. Alois Aßmayr war Pfarrer in Biberwier im Bistum Innsbruck.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. „Eure Reformen legen Zeugnis ab von eurem Unglauben“ 2. Wenn einer Bedenken äußerte, wußte man, ihn zu beruhigen 3. Nur wenige leisteten Widerstand 4. Man wollte Waschlappen und Kriecher
5. Der Schrei des Gewissens eines Seelsorgers
      
18 Lesermeinungen
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#18   r.ruhrgebietler   12:17:25 | Samstag, 1. Dezember 2007
@st.georg – verirrtes Schäfchen, SIE
bevor Sie anderen professionelle Hilfe verordnen, sollten Sie vielleicht einen Spiegel kaufen und sich selber ‘mal betrachten. Da ist einiges im Argen. Besonders in Glaubensfragen sind Sie nicht up-to-date!
Wider V-II und niemals NOM!
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#17   Rudolfus   21:03:26 | Freitag, 30. November 2007
Diese Heiligsprechungen kann Christus bei Seiner Wiederkunft
gleich persönlich vornehmen
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#16   Gotthard   21:01:29 | Freitag, 30. November 2007
@rudolfus
wird er da noch den Glauben auf der Erde vorfinden?
Bei der FSSPX mit Sicherheit!
und noch eine Heiligsprechung!!!!!!!!!!!
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#15   Rudolfus   20:50:49 | Freitag, 30. November 2007
Christus stellt selbst die Frage: Wenn der Menschensohn zurückkommt,
wird er da noch den Glauben auf der Erde vorfinden?
Bei der FSSPX mit Sicherheit!
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#14   Gotthard   20:46:04 | Freitag, 30. November 2007
@rudolfus … wer wird noch übrig bleiben?
Sie leugnen die Lehre und den Glauben der Kirche und sind damit ein Ungläubiger.
wird am Ende diesen Tages noch ein Katholik neben Dir übrig bleiben?
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#13   raindance1 †   20:45:47 | Freitag, 30. November 2007
und wie hat Pfr. Aßmayr gehandelt, nachdem
er nichts erreicht hat?
das würde mich schon sehr interessieren.
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#12   matt2 †   20:23:14 | Freitag, 30. November 2007
das klingt alles gut und schön…
Von der Einstellung passt das ja. Was hat er denn nun für Schlüsse daraus gezogen? Ich meine, wenn es eine Institution nicht erlaubt, dass man sich in ihr gemäß seiner Überzeugung verhalten kann, dann muss man die Institution eben verlassen und auf eigene Faust handeln. Da gefällt mir schon das Vorgehen von dem Lefebvre. Der Mann hat Mut und Entschlossenheit bewiesen seine Überzeugung einfach fortzuführen. Vielleicht sogar mehr Mut, als die Himmlischen aufgebracht hätten. Sowas imponiert mir einmal.
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#11   Aspergil   20:20:22 | Freitag, 30. November 2007
„PFARRER“ aßmayr
warum gräbt kreuz net text aus die 26 jahre oder noch älter sind, sie können schreiben was sie wollen, aber PFARRER aßmayr kann sich nicht wehren…ist vielleicht auch besser so, wenn ich soviel quatsch auf einmal lese…
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#10   Rudolfus   20:11:40 | Freitag, 30. November 2007
@St. Georg: Sie sind kein Katholik
Das ist eine objektive Feststellung.
Wer die Lehre der Kirche nicht glaubt, ist kein Katholik.
Verschonen Sie andere Forenteilnehmer mit persönlichen Wertungen.
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#9   st.georg   20:09:36 | Freitag, 30. November 2007
@rudolfus
verehrtester, sie verrennen sich…vielleicht sollten sie doch ärztliche hilfe in anspruch nehmen… und beim schreiben bitte nicht mehr so sehr hyperventilieren…danke! o.O
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#8   Rudolfus   20:07:00 | Freitag, 30. November 2007
@St. Georg: Sie sind kein Katholik
Das ist eine objektive Feststellung.
Wer die Lehre der Kirche leugnet, ist gar kein Katholik.
Sie leugnen die Lehre und den Glauben der Kirche und sind damit ein Ungläubiger.
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#7   st.georg   20:05:13 | Freitag, 30. November 2007
@rudolfus
Allerdings sind Sie ein Ungläubiger und haben keinen Glauben…nun, da sie sicher nicht der typ mensch sind, der sich entschuldigt und um verzeihung bittet, hoffe ich für sie , dass sie mit guten vorsätzen gültig mit einem guten beichtvater sprechen… o^/
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#6   thaumaturgos   19:52:12 | Freitag, 30. November 2007
die Heiligsprechung dieses Pfarrers ist nicht mehr nötig …die Verehrung durch das gläubige Volk hat
in unserer (also seiner) heimat und diözese ist davon nichts zu finden … wir haben auch rechte und echte heilige wie pf. otto neururer, da brauchen wir solche spinner, die unter schischmatici impii marcelli gefeiert werden nicht …
und, auch ein jakob gapp ist in tirol bekannt, ein einstiger pfarrer aus biberwir nicht !
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#5   Rudolfus   19:47:01 | Freitag, 30. November 2007
@St. Georg: Das Alter eines katholischen Textes ist völlig gleichgültig
spricht ja nicht gerade für sie, wenn sie ein 30 jahre alter text so in verzückung versetzt…
Die katholische Lehre ist seit 2000 Jahren dieselbe.
Allerdings sind Sie ein Ungläubiger und haben keinen Glauben.
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#4   Gotthard   19:45:31 | Freitag, 30. November 2007
Heiligsprechung
die Heiligsprechung dieses Pfarrers ist nicht mehr nötig …die Verehrung durch das gläubige Volk hat schon begonnen … eine erste Kapelle wird im Ruhrgebiet gebaut.
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#3   st.georg   19:35:25 | Freitag, 30. November 2007
@ruhrgebietler
na sie sind ja leicht zu begeistern…spricht ja nicht gerade für sie, wenn sie ein 30 jahre alter text so in verzückung versetzt… wann hat das antiquarische gefasel dieses provinzpfarrers des letzten jahrhunderts endlich ein ende… *gähn* :-[
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#2   r.ruhrgebietler   19:16:00 | Freitag, 30. November 2007
bin begeistert!
Als Seelsorger habe ich erst recht die Pflicht, den zerstörenden modernistischen Ideen mutig und entschieden entgegen zu treten.
Wie muss es doch heute in den Seelen der V-II-Sektierer brennen sich den Worten und Taten des Hochwürden anzuschließen und ihm nachzueifern!
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#1   Joseph von Eichendorff   18:51:33 | Freitag, 30. November 2007
@ Redaktion
Sie schrieben: „Daß Menschen mit Rückgrad und heldenhafter Treue unter den Priestern, Bischöfen und Kardinalen selten sind, lehrt die Geschichte.“
Das tut schon physisch weh! Rückgrat schreibt man immer noch mit „t“! Bitte ändern!
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