Deutschland
Viel Lärm um was auch immer
Mitte November hat ein nigerianischer Pfarrer seine Pfarrei im Bistum Osnabrück fast fluchtartig verlassen. Zurückgeblieben sind Rätsel.
Webseite Bistum Osnabrück
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(kreuz.net) Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Josef in Wallenhorst-Hollage im Bistum Osnabrück fielen aus allen Wolken.

Mitte November informierte sie ihr Pfarrer, Hw. Stephen Egwim aus Nigeria, daß er die Gemeinde vorzeitig verlassen werde.

Inzwischen scheint der Priester bereits nach Nigeria zurückgekehrt zu sein.

Jetzt rätselt man in der Gemeinde über die Gründe des überraschendes Abschieds des Pfarrers: „Pastor Egwim möchte sich im Moment nicht öffentlich äußern“ erklärte der Generalvikar des Bistums Osnabrück, Prälat Theo Paul, nach dem Abschied des Priesters:

„ Er hat auch mir gegenüber keine weiteren Einzelheiten zu den Vorwürfen genannt. Das ist bedauerlich, weil wir damit bei der Aufarbeitung der Geschehnisse nicht vorankommen“.

Es gibt Gerüchte, wonach der Priester sein Handtuch wegen Anfeindungen rassistischer Art geworfen haben soll.

Doch der Generalvikar erklärte, daß die Gründe für die Entscheidung von Hw. Egwims „vielschichtiger“ gewesen seien.

Gleichzeitig beeilte sich Bistumsleitung und Pfarrgemeinde zu betonen, daß fremdenfeindliche Äußerungen und Beleidigungen in der Katholischen Kirche keinen Platz hätten.

In einer Presseerklärung erklärte die verlassene Kirchengemeinde St. Josef, den nigerianischen Priester „mit offenen Armen“ und mit Dankbarkeit aufgenommen zu haben:

„Völlig überraschend hat Pastor Egwim die Verantwortlichen in Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat Ende über seine Absicht informiert, Hollage vorzeitig zu verlassen.“

Es sei der Gemeinde bedauerlicherweise trotz ausführlicher Gespräche nicht gelungen, den Priester von seiner Entscheidung abzubringen: „Zu den Gründen seines Ausscheidens wollte Pastor Egwim öffentlich keine Stellungnahme abgeben. Wir respektieren diese Entscheidung.“

Der Gemeinde gegenüber habe Hw. Egwim nicht zum Ausdruck gebracht, daß Beleidigungen für seine vorzeitige Abreise ausschlaggebend waren.

Auch die Gemeinde beeilt sich, „jegliche fremdenfeindlichen Beschimpfungen aufs schärfste“ zu verurteilen.

Am 22. November wurde Generalvikar Paul vor der ‘Neuen Osnabrücker Zeitung’ auf angeblich „zahlreiche verbitterte und wütende Äußerungen von Mitgliedern der Kirchengemeinde St. Josef“, die nicht fassen könnten, was mit Hw. Egwim passiert sei, angesprochen.

Die Antwort des Generalvikars blieb vage. Er verurteilte „Fremdenfeindlichkeit“ und erklärte, daß sich wohl verschiedene Dinge in der täglichen Zusammenarbeit zugetragen hätten: „Manches ist anscheinend auch ungeschickt oder leichtfertig gesagt worden.“

Es habe auch Belästigungen durch eine Stalkerin gegeben: „Diese Dinge und dann die Beleidigungen haben Pastor Egwim nach seinen Worten dazu veranlaßt, die Gemeinde zu verlassen.“

Doch Hw. Egwim scheint nicht im Zorn geschieden zu sein. Er hat zugesagt, im nächsten Sommer wieder als Gast in das Bistum Osnabrück zu kommen.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Jörg Guttenberger, Köln   23:25:16 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Alte Liturgie
Ich war selber von 1952 bis 1967 Ministrant in unserer (r.-k.) Pfarre St. Cornelius und ab Einweihung im März 1954 in der Tochterkiche „Zum Göttlichen Erlöser“.
Unser Pfarrer hat selber die hl. Messe sehr andächtig gefeiert und darauf geachtet, daß auch die Ministranten die lateinischen Gebete andächtig rezitierten. Als Ausbilder der neuen Ministranten von 1959 bis 1963 war ich auch für die Vermittlung der lateinischen Gebete zuständig. Die Prüfung zum Ende der Ausbildung hat der Pfarrer selber abgenommen bzw. mir geglaubt, wenn ich
nach einer gewissenhaften Vorprüfung den erfolgreichen Abschluß der Ausbildung bestätigt habe.
Auch meine drei Nachfolger sind aus den von mir ausgebildeten Gruppen hervorgegangen und haben sichtlich gewissenhafte Arbeit geleistet.
Herunterlaiern hat es bei uns nicht gegeben. Man sollte einzelne Mißbräuche nicht veallgemeinern.
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#15   Gotthard   23:20:26 | Samstag, 1. Dezember 2007
@mathis Wagener
klar gibt es in rk-Kirche Pastoren – was denn sonst?
In den ev-Kirchen gibt es auch Pfarrer – was denn sonst?
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#14   Mathias Wagener   23:07:59 | Samstag, 1. Dezember 2007
Pastoren
Seit wann gibt es in der Römisch Katholischen Kirche Pastoren ?
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#13   ExBochumer †   16:44:48 | Samstag, 1. Dezember 2007
@ Leblhuber
Den Mist, den Sie in Ihrem Posting absonderten, können Sie sich sparen.
– Es gab den Schott. Darin waren alle lat.-dt. Texte enthalten. Ernsthafte Ministranten „leierten“ nichts herunter.
– Sie sind ein Hetzer gegen die katholische Kirche.
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#12   Leblhuber   16:39:59 | Samstag, 1. Dezember 2007
@möchtegern:
Die „Rosenkranzkampfbeter“ erfüllen einen Wunsch der allerseligten Jungfrau und Gottesmutter, täglich den RK zu beten. Die „Piussektierer“ halten gegen den inhaltlich zweifelhaften NOM die Messe aller Zeiten.
Diesen Wunsch der GOTTESMUTTER haben aber nur die allerwenigsten Katholiken gehört. Mich hat sie nicht gebeten!!!
Und was den NOM angeht, so ist er noch allemal besser, als jene Messen in meiner Kindheit und Jugend, wo die Ministranten ihren Lateinkauderwelsch herunterleierten und der Priester unverständliches murmelte, aber das dafür in Weihrauchschwaden und mit Geläute. Meistens war alles nach einer halben Stunde vorbei und dann gings auf ins Wirtshaus oder auf die Eisstock- bzw. Kegelbahn.
Ohne den damaligen sozialen Druck zum Kirchgang wären die, die dann später wegblieben, auch schon nicht gekommen.
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#11   ExBochumer †   16:03:34 | Samstag, 1. Dezember 2007
Also hier setze ich mal einige „???“.
– War der nigerianische Priester wirklich als „Pfarrer“ eingesetzt?
– War er nicht lediglich „Aushilfspriester“?
– Oder „Pfarradministrator“?
Nichts desto trotz: Mir sind ausländische Priester, die sich an die Normen der Liturgiebestimmungen halten viel lieber als die „Möchte-Gern-Papisten a la Breitenbach“.
Woher hat kreuz.net diese Daten erhalten? – Hier würde es mich schon interessieren …
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#10   möchtegern-kathole   15:54:03 | Samstag, 1. Dezember 2007
Immerhin …
… scheint die zugegebenermaßen manchmal deftige Kritik (und da danke ich den kreuz.net-ten Redakteuren) die Amtskirchen-Bankrotteure soweit aufzurütteln, dass sie die „Kampfbeter“ und „Piussektierer“ beschimpfen. Ein erster Erfolg.
Aber sie muss wohl deftig sein, um etwas zu bewegen. Ein Wecker ist ja auch nicht auf „stumm“ geschaltet, wenn er wecken soll.
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#9   Krak des Chevaliers   15:46:20 | Samstag, 1. Dezember 2007
Leblhuber, Type!
Zeigen Sie mir mal eine Gemeinde, in der die von Ihnen benannten Gruppen eine vergleichbare Macht haben, wie die ohne jede demokratische Legitimation herrschenden Gemeindesowjets.
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#8   möchtegern-kathole   15:44:07 | Samstag, 1. Dezember 2007
„Rosenkranz-Kampfbeter“ und „Piussektierer“
Nachdem die „Amtskirche“ seit 40 Jahren ihren eigenen Bankrott vorantreibt, versucht sie die Schuld am Untergang jenen in die Schuhe zu schieben, die eben diesen aufhalten wollen.
Damit werden dann wohl die letzten Luftkammern geflutet, die das Schiff kieloben wenigstens an der Wasseroberfläche halten.
Die „Rosenkranzkampfbeter“ erfüllen einen Wunsch der allerseligten Jungfrau und Gottesmutter, täglich den RK zu beten. Die „Piussektierer“ halten gegen den inhaltlich zweifelhaften NOM die Messe aller Zeiten.
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#7   Aleph †   15:14:58 | Samstag, 1. Dezember 2007
Qualgeister-Pandämonium
Man muss kein afrikanischer oder asiatischer Priester sein, um angesichts der in den Gemeinden herrschenden Hetzer – Rosenkranz-Kampfbeter, jede Demut verspottende Frömmler, „Anbetungs“grüppchen, Schönborn- Scheuer- Schüllerbeschimpfer, freischaffende Piussektierer, vorzeitig und frustriert das Handtuch zu werfen.
Leblhuber @ Danke für die sehr prägnante Zusammenstellung des Quälgeister-Pandämoniums, die sich zwar katholisch nennen, aber meilenweit davon entfernt sind katholisch zu sein, weil sie ewig dem Wahn nachrennen, zu kurz gekommen zu sein und aufrechte Personen damit in die Flucht drängen. Das ist ihr ganzer Stolz.
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#6   Leblhuber   14:57:00 | Samstag, 1. Dezember 2007
Lieber Typ!
Ich habe mir erlaubt, die von Ihnen aufgezählten Perlen etwas abzuwandeln, damit sie auch auf Österreich passen.
Vielleicht sollte man noch die anonymen Vernaderer anfügen, die tatkräftig mitmischen.
Man muss kein afrikanischer oder asiatischer Priester sein, um angesichts der in den Gemeinden herrschenden Hetzer – Rosenkranz-Kampfbeter, jede Demut verspottende Frömmler, „Anbetungs“grüppchen, Schönborn- Scheuer- Schüllerbeschimpfer, freischaffende Piussektierer, vorzeitig und frustriert das Handtuch zu werfen. :)3
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#5   Typ   14:45:00 | Samstag, 1. Dezember 2007
RJK, Sie haben vollkommen Recht
Man muss kein afrikanischer oder asiatischer Priester sein, um angesichts der in den Gemeinden herrschenden Hetzer – Rosenkranz-Kampfbeter, jede Demut verspottende Frömmler, „Anbetungs“grüppchen, Algermissen-Lehmann-Kamphaus-Beschimpfer, freischaffende Piussektierer, vorzeitig und frustriert das Handtuch zu werfen. Immer wieder hört oder liest man davon, dass auch einheimische Priester von selbstermächtigten Glaubenswächtern oder anonymen Internetseiten mit ihrem Anhang angegriffen werden. Rückdendeckung durch die Bistumsleitungen ist nicht immer garantiert. Jedoch dürfte den Strategen in den Chefetagen allmählich klar werden, dass ihnen die Priester ausgehen, die noch so mit sich herumspringen lassen.
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#4   Krak des Chevaliers   14:20:31 | Samstag, 1. Dezember 2007
RJK, Sie haben vollkommen Recht
Man muss kein afrikanischer oder asiatischer Priester sein, um angesichts der in den Gemeinden herrschenden Sowjets – PGR, KV, „Liturgie“grüppchen, Kirchenvolksbegehrer, freischaffende Linkskatholiken, vorzeitig und frustriert das Handtuch zu werfen. Immer wieder hört oder liest man davon, dass auch einheimische Priester von selbstermächtigten KV- oder PGR Vorsitzenden mit ihrem Anhang angegriffen werden. Rückdendeckung durch die Bistumsleitungen ist nicht immer garantiert. Jedoch dürfte den Strategen in den Chefetagen allmählich klar werden, dass ihnen die Priester ausgehen, die noch so mit sich herumspringen lassen. o.O
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#3   Graffitiblue   13:16:16 | Samstag, 1. Dezember 2007
Wir können ja alle weiterhin…
gleichbleibend freundlich darüber hinweg schauen
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#2   RJH   13:16:09 | Samstag, 1. Dezember 2007
Na ja, wer kanns ihm verdenken
Jeder halbwegs normal denkender Priester wird wohl Fluchtgedanken haben, wenn er sich mit den deutschen Laienräten/Wsk/Kvu und sonstigen „engagierten“ SchwesterInnen konfrontiert sieht. WsK hat sich ja ganz aktuell sogar öffentlich erdreistet dem neuen Erzbischof von München Ratschläge zur Amtsführung zu erteilen. :-@
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#1   Pünktchen   13:09:55 | Samstag, 1. Dezember 2007
„Nichts genaues weiß man nicht“
Irgendwie klingt der ganze Artikel so, als wisse man mehr oder vermute doch irgendetwas sehr bestimmt, wolle es aber nicht aussprechen. Frei nach dem Motto:
Wir wissen nichts, aber das schon ziemlich lang!
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