Eine Enzyklika ist eine präzise Antwort der höchsten kirchlichen Autorität auf ein konkretes Problem der kirchlichen Gegenwart. Oder auch nicht. Pressesplitter zur neuen Enzyklika ‘Spe Salvi’.
Von Gott oder von Ratzinger?
„Soweit in dem Weltrundschreiben das Verständnis der ‘letzten Dinge’ angesprochen
wird, darf man nicht vergessen, daß Joseph Ratzinger die Eschatologie – also die Lehre von Tod und Ewigem
Leben – als Theologe maßgeblich mitbestimmt hat. Dies ist besonders im letzten Teil der Enzyklika zu
spüren.“
Aus der Würdigung der Enzyklika durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl
Kardinal Lehmann von Mainz.
Ziemliche Funkstille
„Schon Deus Caritas Est hatte in den Expertenzirkeln
vor allem damit für Aufmerksamkeit gesorgt, daß sie vieles nicht war: keine strenge Zurechtweisung des
ehemaligen Großinquisitors, keine Scheidung der Geister, keine hochtheologische Spitzfindigkeit. All
das ist auch Spe Salvi nicht, und weil das beim zweiten Mal keine Sensation mehr ist, herrscht diesmal
ziemliche Funkstille: Keiner der sonst so flinken Papstdeuter hat sich in den Stunden nach der Veröffentlichung
am Freitag mittag zu Wort gemeldet.“
Aus einem Kommentar von Michael Prüller für die österreichische
Tageszeitung ‘Presse’.
Gute Frage
„‘Wir sind Kirche’ bezeichnete die Enzyklika als ‘eindrucksvolles
Dokument’, fragte aber gleichzeitig, warum der Papst keinerlei Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil
genommen habe, bei dem es doch auch um die Hoffnung gegangen sei.“
Aus einem Artikel der Berliner Zeitung
‘Tagesspiegel’.
Er spricht weniger
„Johannes Paul II. hat viel geschrieben und viel geredet. Fast schien
es, als wollte er mit der Gewalt der Worte dem Lauf der Dinge Einhalt gebieten, ihm eine andere Richtung
geben. Er sprach viel von Moral und Werten. Die Welt zu verändern war ihm wichtig, sein hohes Amt ein
Megaphon. All das ist Joseph Ratzinger nicht fremd. Und trotzdem ist, was er tut, grundverschieden. Er
spricht weniger, schreibt weniger. Wenn er es tut, klingt es ganz anders, nüchterner als der Ton Johannes
Pauls, den er gerne seinen hochverehrten Vorgänger nennt.“
Aus einem Kommentar von Thomas Götz für
die österreichische Regionalzeitung ‘Kleine Zeitung’.
Welches Handbuch?
„‘Spe salvi’ ist kein Meilenstein
in der katholischen Lehre. Sie führt in keinem Punkt über das hinaus, was schon im ‘Handbuch der Dogmatik’
nachzulesen ist. Aber sie ist deutlich besser geschrieben, konkret und dicht am Menschen.“
Aus einem
Kommentar des nicht katholischen Vatikanisten von ‘Spiegel Online’, Alexander Smoltczyk.
Teilweise sehr
persönlich
„Auffallend ist der werbende Ton. Verbindlich im Inhalt aber moderat in der Sprache legt
Papst Benedikt XVI. seine Gedanken dar. Teilweise sind sie sehr persönlich gehalten. An vielen Stellen
klingt es wie eine Einladung zur Auseinandersetzung mit den päpstlichen Gedanken.“
Aus einem Kommentar
von Jürgen Erbacher für die Webseite des ‘Zweiten Deutschen Fernsehens’.
Publizieren statt regieren
„Der Papst muß über dem Schreiben jedoch das Kirchenregiment, das ihm ohnehin keine so große Freude
bereitet, nur wenig vernachlässigen. Es ist der Theologe Joseph Ratzinger, der nun die Früchte eines
langen wissenschaftlichen Lebens vorlegt. Schon bei seiner Berufung durch Johannes Paul II. an die Spitze
der vatikanischen Glaubenskongregation hatte er sich ausbedungen, auch als Präfekt der obersten katholischen
Glaubensbehörde weiter publizieren zu dürfen.“
Aus der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ vom Samstag.
Was ist eine Enzyklika?
„Es ist ein päpstliches Rundschreiben, ein Hirtenwort an die ganze Katholische
Kirche. Es dient zur Orientierung, Ermutigung, Belehrung und Erläuterung von Glaubenswahrheiten. Eine
Enzyklika wendet sich an die ganze Katholische Kirche und ist ein Ausdruck der obersten Lehrgewalt des
Papstes. Sie ist von hoher Verbindlichkeit für alle katholischen Christen.“
Der Bischof von Görlitz,
Mons. Konrad Zdarsa, im Gespräch mit der ‘Lausitzer Rundschau’.
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64 Lesermeinungen
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#62 "Antisemit" † 15:49:12 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Pünktchen: Sie täuschen sich! Ich bin weder Johannes Rothkranz noch Anton Schmid! (Die beiden haben
weder einen Weltnetzzugang noch die Zeit zum „Surfen“.)
#60 "Antisemit" † 15:39:13 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Rudolfus: Bevor Sie sich hier weiter zum Thema „Religionsfreiheit“ auslassen… …sollten Sie vielleicht
doch erst einmal die Bücher von Johannes Rothkranz …ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_2.htm
lesen! Im ersten Band seines zweibändigen Standardwerks …ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_2.htm
gibt er einen chronologischen „Überblick … über die einmütig negative Haltung der Päpste zum Postulat
eines allgemeinen Rechts auf ‘Kult- und Gewissensfreiheit’“ (317): „a) Eine erste Antwort auf die mit
der Reformation ganz gezielt aufgeworfene ‘große Frage’ gab bereits das Konzil von Trient auf seiner
letzten, der 25. Sitzung, die am 3. und 4. Dez. 1563 noch unter Papst Pius IV. stattfand… [Decretum
de reformatione, c. XX] b) St. Pius V. (gab) mehrere Erklärungen ‘gegen ein von Kg. Sigismund von Polen
erlassenes Toleranzdekret für die Lutheraner’ ab u. wandte sich damit entschieden gegen ein gesetzlich
verbrieftes Recht auf Religionsfreiheit für die nichtkatholische Bekenntnisse. [Pie V., Epist. IV, Nr.
43] c) Neben den nachtridentinischen Theologen, darunter so berühmte wie St. Robert Bellarmin, Becano,
Laymann, Tanner und Kard. Albizzi…, waren es im weiteren Verlauf vor allem die Päpste Clemens VIII.
u. Innozenz X., die versch. jurist. Dokumente kategorisch ablehnten, in denen ein allgem. ‘Religionsfriede’
u. damit unterschiedslose ‘Religionsfreiheit’ für alle Konfessionen festgeschrieben wurde… d) Auf (der
gleichen) Linie liegen (die Vorbehalte) von Innozenz X. gegen den Westfälischen Vertrag (1648)…“ (318-321)
Im 18. u. 19. Jh. folgen die Päpste Pius VI. (1775-99), Pius VII. (1800-23), Gregor XVI. (1832), Pius
IX. und Leo XIII…
Nicht für Piusleute? Alleine ein Nichtkatholik kann nicht gültiger Papst sein. Dies hat mit liberalen
Anschauungen doch überhaupt nichts zu tun. Rudolfus @ Glückwunsch :(3 Da haben Sie ja noch eine berauschende
Karriere vor sich. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Oder ist die Karriere für Piusleute nicht
vorgesehen?
#58 "Antisemit" † 14:14:15 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Rudolfus: Der Syllabus – nur eine „Privatmeinung“ Pius IX.? Der Syllabus ist mit Sicherheit kein unfehlbares
Papstdokument, sondern ist eine persönliche Sätzesammlung des sel. Papstes Pius IX. Mitnichten! Die
Sammlung aus Enzykliken, Allokutionen und Briefen des genannten Papstes wurden vom damaligen Kardinals-kollegium
zusammengestellt; Pius IX. wollte sie ursprünglich sogar zusammen mit dem Dogma der Unbefleckten Empfängnis
Mariens verkünden. Anders als Ratzinger den Inhalt seines Jesusbuchs hat Pius IX. diese Sätze auch nie
als seine „Privatmeinung“ bezeichnet…!
#57 Rudolfus 21:17:49 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Glaubensverbindlichkeit eines Papstdokumentes bedeutet nicht automatische Unfehlbarkeit Auch das ordentliche
Lehramt (Predigt, Katechismen etc.) -wenn es eine Lehre durch den Papst in Gemeinschaft mit den Bischöfen
über den ganzen Erdkreis bezeugt-, gilt unter dieser Bedingung als unfehlbar. Es dürfte schwierig sein,
dies für die kath. Lehre zur „Religionsfreiheit“ in Zweifel zu ziehen. Der Syllabus ist mit Sicherheit
kein unfehlbares Papstdokument, sondern ist eine persönliche Sätzesammlung des sel. Papstes Pius IX.
Die Lehre über die „Religionsfreiheit“ ist eben nicht durch alle Bischöfe in gleicher Weise bezeugt,
sonst wäre nicht die Vaticanum-II-Erklärung möglich gewesen.
#56 Ultramontanus 21:06:07 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Rudolfus: Auch das ordentliche Lehramt (Predigt, Katechismen etc.) -wenn es eine Lehre durch den Papst
in Gemeinschaft mit den Bischöfen über den ganzen Erdkreis bezeugt-, gilt unter dieser Bedingung als
unfehlbar. Es dürfte schwierig sein, dies für die kath. Lehre zur „Religionsfreiheit“ in Zweifel zu
ziehen.
#55 Rudolfus 20:56:18 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Der Syllabus des sel. Pius IX. ist kein unfehlbares Papstdokument daß Ratzinger die „Pastoralkonstitution“
des „Konzils“ über „die Kirche in der Welt von heute“ Gaudium et Spes einen Gegen-Syllabus genannt hat?
Das kann er ja nur tun, wenn er den Syllabus gleichzeitig ablehnt…! Oder Aussagen wie „bei der Erbsünde
wird nichts vererbt“ usw. Der Syllabus ist nur im verbindlichen Glaubensgehorsam durch die Christgläubigen
anzunehmen, entsprechend der Vorgabe durch den Papst. Ansonsten wären mir keine formellen Dogmenleugnungen
durch den heutigen Papst bekannt. Die Erklärung der Erbsünde durch Joseph Ratzinger kann völlig rechtgläubig
sein, nachdem die Erbsünde der Mangel der heiligmachenden Gnade ist, und damit tatsächlich ein Vererbungsmangel.
#54 "Antisemit" † 13:12:16 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Rudolfus: Ratzinger weder häretisch noch modernistisch? Ist Ihnen nicht bekannt, daß Ratzinger die
„Pastoralkonstitution“ des „Konzils“ über „die Kirche in der Welt von heute“ Gaudium et Spes einen Gegen-Syllabus
genannt hat? Das kann er ja nur tun, wenn er den Syllabus gleichzeitig ablehnt…! Oder Aussagen wie „bei
der Erbsünde wird nichts vererbt“ usw. Alles weder häretisch noch modernistisch?
#53 Rudolfus 11:30:10 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Die Modernismusirrlehre wurde durch Papst St. Pius X. in Pascendi dominici gregis (1907) definiert Unter
den Päpsten hing niemand diesen Irrlehren an und wäre damit als Apostat zu bezeichnen. Papst Paul VI.
ist lediglich nicht seiner Verantwortung nachgekommen, um die Modernisten zu bekämpfen, da er erklärte:
„Jeder Schiedsspruch ist abgeschafft.“
#51 Rudolfus 11:07:25 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Antisemit: Nichtkatholik ist nur jener, der ein katholisches Dogma leugnet Das katholische Dogma wird
von den Modernisten geleugnet, aber von keinen Päpsten.
#50 "Antisemit" † 10:45:15 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Rudolfus: Liberalismus und Katholizismus widersprechen sich! Das haben bis weit ins 20. Jahrhundert hinein
alle Päpste (insbesondere die des 19. Jahrhunderts) übereinstimmend gelehrt. Musterbeispiel „Religionsfreiheit“:
Wer mit dem „Konzil“ (Dignitatis humanae) und seinen Epigonen einer bürgerlichen Religionsfreiheit im
Sinne eines allgemeinen Rechts auf Irrtum das Wort redet, kann nicht katholisch sein! o^/ Johannes Rothkranz
…ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_2.htm hat dies in seinem zweibändigen Werk über „Die
Konzilserklärung über die Religionsfreiheit …ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_2.htm“, Kurzfassung
„Vorsicht – Wölfe im Schafspelz! …ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_2.htm“, sehr anschaulich
und überzeugend dargelegt. :)3 Ich kann Ihnen die Lektüre nur wärmstens empfehlen!
#49 Rudolfus 07:22:15 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Alleine ein Nichtkatholik kann nicht gültiger Papst sein 1. Ist es sehr fraglich, ob die FSSPX und ihre
Anhänger nicht auch häretisch sind. Wie Marcel Lefebvre gehen sie von der irrigen Annahme aus, ein zutiefst
Liberaler könne Papst sein. Alleine ein Nichtkatholik kann nicht gültiger Papst sein. Dies hat mit liberalen
Anschauungen doch überhaupt nichts zu tun. 2. Finden Sie den reinen katholischen Glauben ebenso garantiert –
wenn nicht sogar ausschließlich – in den sogenannten sedisvakantistischen Gemeinden! Die sedisvakantistisch-katholischen
Gemeinden befinden sich deshalb im Irrtum, weil sie gültig amtierende Päpste zurückweisen, und damit
das oberste, verbindliche und potentiell unfehlbare Lehramt der Kirche zurückweisen.
#48 "Antisemit" † 22:20:12 | Montag, 3. Dezember 2007
@Rudolfus: Einspruch, Euer Ehren! Der katholische Glaube in Deutschland ist unter Garantie nur mehr in
den Notstandspfarreien der FSSPX zu finden. 1. Ist es sehr fraglich, ob die FSSPX und ihre Anhänger nicht
auch häretisch sind. Wie Marcel Lefebvre gehen sie von der irrigen Annahme aus, ein zutiefst Liberaler
könne Papst sein. 2. Finden Sie den reinen katholischen Glauben ebenso garantiert – wenn nicht sogar
ausschließlich – in den sogenannten sedisvakantistischen Gemeinden!
Es steht jedenfalls außer Zweifel, daß in den regulären deutschen Pfarren nicht mehr der katholische
Glaube gelehrt wird, und daß dort auch nicht der ordentliche Römische Ritus vorschriftsgemäß zelebriert
wird. Der katholische Glaube in Deutschland ist unter Garantie nur mehr in den Notstandspfarreien der
FSSPX zu finden.
#46 "Antisemit" † 22:04:24 | Montag, 3. Dezember 2007
@Ultramonatus Der Verfasser von „Jesus, der Christus“wurde laut Aussage von Hw. Lingen von manchen auch
als „Walter, der Kasper“ tituliert. Auch von so manchem seiner Schüler!
In den Publikationen Walter Kaspers sind sicherlich genug Modernismen zu finden, wie sie Papst St. Pius
X. 1907 in Pascendi dominici gregis als Irrlehren gebrandmarkt hat, wie auch in den Publikationen zahlreicher
anderer Kirchenhierarchieokkupanten insbesonders in Deutschland.
#43 "Antisemit" † 21:58:08 | Montag, 3. Dezember 2007
@Rudolfus: Wenn Kasper sagt, „Dogmen können ‘dumm’ sein“… …muß das streng genommen noch nicht bedeuten,
daß er den Glaubensinhalt des betreffenden Dogmas leugnet, er leugnet aber die grundsätzlich Rationalität,
sprich Vernunftgemäßheit, der Dogmen. Die Vernunftgemäßheit aller Dogmen wird m.W. aber vom Vatikanum
I (zumindest indirekt) ausrücklich gelehrt. Jedenfalls war diese immer (implizit) Lehre der Kirche…
Priester- und Bischofsweihen sind gültig auf ewig Dies gilt auch für Apostaten. Apostaten können aber
nicht gültig die Ämter der Kirche innehaben, sondern diese nur widerrechtlich okkupieren. Bei Walter
Kasper und bei vielen deutschen Bischofsamtsokkupanten ist die Apostasie ganz klar dokumentiert.
#39 "Antisemit" † 21:36:25 | Montag, 3. Dezember 2007
@Rudolfus: Dogmenleugner wie Küng, Kapser und Ratzinger… …sind zunächst einmal „nur“ Häretiker!
Als solche können sie weder Priester noch Bischof noch Kardinal noch Papst sein! o^/
Dr. Walter Kasper hat sich bereits klar als Dogmenleugner betätigt, nachdem er sinngemäß erklärte,
„Dogmen könnten rechthaberisch und dumm sein“. Dr. Kasper ist mit Sicherheit kein rechtgläubiger Katholik –
die Frage ist, ob er dann gültig ein Cardinal der Kirche sein kann, nachdem er ein Apostat ist.
#37 "Antisemit" † 21:28:34 | Montag, 3. Dezember 2007
Auflösung der Preisfrage Die Sätze stammen von dem berühmten protestantischen Theologen und Leugner
der Gottheit Christi Albert Schweitzer, sie werden von keinem Geringeren als Walter Kasper in seinem Buch
„Jesus, der Christus“ zitiert (S. 35-36). Was die Bewertung betrifft, scheint er sich eher indifferent
(unentschieden) zu verhalten. So ist es zumindest aufgrund folgenden Satzes zu vermuten: „Es zeigte sich,
daß die durch die Aufklärung und die neuzeitliche Kritik aufgeworfenen Fragen nicht erledigt und nicht
bewältigt waren. Sie meldeten sich vor allem bei R. Bultmann und seiner Schule zu Wort. Die Aufarbeitung
der neuzeitlichen Problematik ist daher eine der wichtigsten Aufgaben der gegenwärtigen Theologie. Die
Frage nach der theologischen Relevanz des Historischen und damit auch der Leben-Jesu-Forschung bedarf
einer nochmaligen Klärung.“ (aaO, S. 38; Hervorh. vom Verf.)
#34 "Antisemit" † 21:13:18 | Montag, 3. Dezember 2007
@Ultramontanus: Preisfrage Von wem stammen folgende Sätze und von welchem berühmten Kardinal werdem
sie zitiert? „‘Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete,
das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werk die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es
ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie
in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde.’ Der Jesus, wie er wirklich war, ist kein moderner Mensch,
sondern ‘etwas Fremdes und Rätselhaftes’.“
Joseph Ratzinger leugnet sicherlich kein Dogma der Kirche Für die persönlichen Entscheidungen Papst
Johannes Pauls II. ist er nicht verantwortlich zu machen, für diese ist Papst Johannes Paul II. alleine
verantwortlich.
Lieber Rudolfus, das ganze gotteslästerliche Zeuchs von JoPa 2 hat er mitgetragen und vorbereitet. Wenn
es sich so verhielte, wie Sie sagen, dann hätte er beständig gegen sein Gewissen gehandelt. Glauben
Sie doch Ihre Märchen selbst!
@H.v.O.: Wahrscheinlich nur in der Joseph-Ratzinger-Frühphase … nun tun Sie doch nicht so als ob! Er
hat sie auch vertreten. Spätestens vor seiner Bischofsernennung war Joseph Ratzinger mit Sicherheit rechtgläubig.
#28 Ultramontanus 20:50:31 | Montag, 3. Dezember 2007
@„Antisemit“: „Diese sind eben iregendwann zu dem Ergebnis gekommen, daß der „historische Jesus“ noch
mal was ganz anderes ist als der „Jesus des Glaubens“… Wenn das zutreffend wäre, würde es den Kath.
Glauben vernichten. Es sei denn, man hält es für vernunftgemäß, dass Gott erst einmal ein schlechtes
Plagiat schickt, um dann erst den rechten Glauben durch die Kirche verkünden zu lassen. Absurd.
Lieber Rudolfus, Joseph Ratzinger hatte als Professor zweifellos viele solche modernistische Kollegen
und mußte sich mit solchen Ansichten befassen. … nun tun Sie doch nicht so als ob! Er hat sie auch
vertreten.
Für die Modernisten gibt es den irrenden Menschen Jesus, und den „Christus des nachösterlichen Glaubens“.
Joseph Ratzinger hatte als Professor zweifellos viele solche modernistische Kollegen und mußte sich mit
solchen Ansichten befassen. Allerdings habe ich sein Buch über Christus nicht gelesen. Ich habe den Eindruck,
daß er darin den Modernismus versucht zu entkräften und zurückzuweisen.
#25 "Antisemit" † 20:41:40 | Montag, 3. Dezember 2007
@Rudolfus: Konnte Jesus irren? Modernisten suchen stets bewußt jene Interpretation, um der Hl. Schrift
böswillig Fehler unterzuschieben. Das, was Sie „Modernisten“ nennen, sind in Wirklichkeit womöglich
aufrechte Wissenschaftler! Diese sind eben iregendwann zu dem Ergebnis gekommen, daß der „historische
Jesus“ noch mal was ganz anderes ist als der „Jesus des Glaubens“… Haben Sie denn schon das Jesusbuch
von Ratzinger gelesen? Wenn ja (ich habe es noch nicht): Können Sie uns sagen, wie er sich darin zu der
angesprochenen Problematik positioniert?
Die „Naherwartung der Wiederkunft Christi“ beruft sich ja insbesonders auf die bewußte Fehlinterpretation
der „Generation, die nicht vergeht, ehe dies alles eintrifft“, auf die Christus bezugnimmt, die sich auf
die „Christengeneration“ allgemein bezieht, und nicht bloß auf die nur damals lebende Zeitgenossengeneration.
Modernisten suchen stets bewußt jene Interpretation, um der Hl. Schrift böswillig Fehler unterzuschieben.
Ich bin überzeugt, daß der heutige Papst dieser Modernismusirrlehre bereits durchschaut hat.
#23 "Antisemit" † 20:22:06 | Montag, 3. Dezember 2007
@Rudolfus: Joseph Ratzinger… …war zum einen an der Herausgabe des letzten Bandes der „Kleinen katholischen
Dogmatik“, in dem es eben um die „letzten Dinge“ geht, beteiligt, andererseits steht er m.W. der Theologie
des evangelischen Neutestamentlers Rudolf Bultmanns recht nahe, der wie viele andere ntl. Exegeten besonders
die „Naherwartung“ Jesu („das Reich Gottes ist nahe…“) besonders hervorhebt!
In welcher Weise „maßgeblich mitbestimmt“? „Soweit in dem Weltrundschreiben das Verständnis der ‘letzten
Dinge’ angesprochen wird, darf man nicht vergessen, daß Joseph Ratzinger die Eschatologie – also die
Lehre von Tod und Ewigem Leben – als Theologe maßgeblich mitbestimmt hat. Dies ist besonders im letzten
Teil der Enzyklika zu spüren.“ Die Lehre von den Letzten Dingen stammt also erst von Joseph Ratzinger,
und nicht von Christus!
#21 "Antisemit" † 20:03:55 | Montag, 3. Dezember 2007
*lol* „Soweit in dem Weltrundschreiben das Verständnis der ‘letzten Dinge’ angesprochen wird, darf man
nicht vergessen, daß Joseph Ratzinger die Eschatologie – also die Lehre von Tod und Ewigem Leben – als
Theologe maßgeblich mitbestimmt hat. Dies ist besonders im letzten Teil der Enzyklika zu spüren.“
Kein Bezug auf das Pastoralkonzil für die 1960er Vielleicht hat das Nichtzitieren des Pastoralkonzils
damit zu tun, daß das Pastoralkonzil ein Pastoralkonzil für die 1960er-Jahre war, und die 1960er seit
01. Jänner 1970 zu Ende sind.
Dem heiligen Vater sei Dank für den Anfang der Wende! „Gebt Gott durch Anbetung die Ehre, die die Frevler
Ihm zuteil werden lassen sollten. Anbetung ist tatsächlich die vollkommenste Glaubensübung, die der
Mensch seinem höchsten Herrn anbieten kann. Und dabei ist noch entscheidend, daß diese Anbetung nicht
nur äußerlich stattfindet. Es ist nur gerecht, daß jeder Mensch, jede Familie, jede Gemeinschaft ihren
göttlichen Schöpfer so ehrt. Aber für uns, die wir Ihm diese Anbetung unverzüglich leisten, ist es
notwendig, daß wir vor allem die innere Anbetung hinzufügen. Unser Herr sagt zur Samariterin: „Die Stunde
kommt, und sie ist schon gekommen, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten
werden; solche Anbeter erwartet der Vater.“ Diese innerliche Anbetung, genauer als Andacht und Hingabe
bezeichnet, soll unsere Herzen in eine stete Anbetung versetzen, die nach dem hl. Thomas „eine Haltung
der Unterwerfung vor Gott ist, um Ihm zu bezeugen, daß wir vor Ihm nichts sind, vor Ihm, dem Urheber
alles Guten.“ Euer christliches Leben soll kein oberflächliches Leben sein, sondern ein tiefinneres Leben,
das euer ganzes Sein erfaßt, um es Gott auszuliefern in allen seinen Handlungen, bei allen seinen Beschäftigungen.“
(Erzbischof Marcel Lefebvre, Hirtenbrief vom 24. Februar 1949)
Liebes Pünktchen, in dieser Allgemeinheit habe ich das nie behauptet. Ich habe dies auf einen einzigen
Irrtum beschränkt. Ausserdem würde ich das auch nicht auf Sie allein beschränken. Nachher habens natürlich
alle schon immer gewußt. Oder bestehen Sie darauf, dass Sie ausdrücklich ausgenommen werden?
#16 Pünktchen 17:12:52 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Gut, Heinr.v.O., halten wir aber fest, Sie haben mir vorgeworfen, falls ich einen Irrtum einsehen müßte,
würde ich bestreiten, diesem Irrtum je angehangen zu haben. Und dies hat mit einem unverhältnismäßigen
Pochen auf die eigene richtige Position gar nichts mehr zu tun! Wie ich schon sagte: Ich weiß sehr genau,
wann ich meine Positionen revidiere und ich sehe keinen Grund diesen Umstand zu verschleiern. Ich empfinde
Ihren Vorwurf daher als ungerecht.
Liebes Pünktchen, Sollte ich aber objektiv im Recht sein in einer Frage, hätte es für diese Frage auch
objektiv keinen Sinn, mir Rechthaberei vorzuwerfen! … nicht einmal das stimmt. Wenn man Recht hat braucht
man noch lange nicht in Rechthaberei verfallen. Rechthaberei bezeichnet ja nicht, dass man Recht hat,
sondern dass man – ob man nun Recht hat oder nicht – auf seinem vermeintlichen Recht in einer unangenehmen
Weise rumreitet. Lieber Aspergil, ach was sind Sie modern! Darauf können Sie wirklich stolz sein.
#14 Pünktchen 14:30:01 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Aspergil „gestern“, „vorgestern“ oder „heutig“ sind keine theologischen Kategorien, sie gehören vielleicht
eher in eine Modenschau! Lesen Sie das www.kath-info.de/spaemann_forts.html hier! Ich habe HvO auch widersprochen!
Ich würde aber sicher nie das Argument benutzen, eine kirchliche Lehre / ein kirchlicher Brauch sei nicht
mehr „aktuell“…
Der publizierende Papst Dass sich Benedikt XVI. publizistisch engagiert. ist in vollem Umfang zu begrüßen.
Mit „Deus Caritas“, seiner ersten Enzyklika, nach dem Motu Proprio im Sommer und dem Buch „Jesus von Nazareth“
hat er auf eine sehr sympathischeWeise auf sich aufmerksam gemacht und im großen Publikum Interesse für
seine Veröffentlichungen geweckt. Mit „Deus Caritas“ hat er eine Bresche geschlagen und einen völlig
neuen Stil der „päpstlichen Lehrschreiben“ vorgestellt. Damit versteht er zu begeistern und um Zustimmung
für seine Gedankengänge zu werben. Er verkündet keine unvermittelbare Theologie, sondern versucht,
anhand des Bibeltextes schlicht von der Sache Gottes zu überzeugen. Das ist allemal besser, als Dogmen
zu verkünden. Wenn er mit seiner neuesten Enzyklika die Saite der „Hoffnung“ anschlägt, bleibt zu wünschen,
dass diese Saite auch für alle Menschen wohlklingend ist. Auch wenn er nicht die Hoffnung als Prinzip
statuiert, kann sie als Kraft aus dem Glauben erfahren werden, die bei aller Unwegsamkeit menschlicher
Lebenssituationen zuletzt stirbt. Benedikt XVI. hat seine Möglichkeit entdeckt, das Interesse der Menschen
zu wecken, in dem er publiziert und auf diese Weise Orientierung gibt. Das sprcht für ihn, mehr als perfekt
inszenierte Weltreisen und betäubende Medienevents, deren Wirkung unmittelbar nach dem Ereignis sofort
verpufft ist.
Kommentar HvO wenn es das v2 nicht gegeben hätte, man hätte es erfinden müssen, denn sonst wäre das
christentum schon untergegeangen… gell irgendwie sind die ewig gestrigen, sogar von vorvorgestern…
und darauf sollten SIE nicht stolz sein!!!
#11 Pünktchen 14:12:22 | Sonntag, 2. Dezember 2007
_HvO_ … die Fälle in denen Sie tatsächlich Recht haben sind jedenfalls nur eine Teilmenge der Fälle
in denen Sie glauben Recht zu haben. Das stimmt! Insofern ist der Vorwurf für Sie subjektiv vielleicht
unsinnig, objektiv aber nicht unsinnig. Das würde nur stimmen, wenn ich in den Fällen, in denen ich
nicht recht habe, unbelehrbar oder besseren Argumenten nicht zugänglich wäre. Das ist aber m.E. nicht
der Fall. Ich habe mich im Laufe meines Lebens schon von vielen Dingen überzeugen lassen und eigene Auffassungen
korrigiert. Sollte ich aber objektiv im Recht sein in einer Frage, hätte es für diese Frage auch objektiv
keinen Sinn, mir Rechthaberei vorzuwerfen!
Liebes Pünktchen, Der Vorwurf (der Rechthaberei) ist aber unsinnig in den Fällen, wo ich tatsächlich
recht hatte und habe! I can’t help ist! … die Fälle in denen Sie tatsächlich Recht haben sind jedenfalls
nur eine Teilmenge der Fälle in denen Sie glauben Recht zu haben. Insofern ist der Vorwurf für Sie subjektiv
vielleicht unsinnig, objektiv aber nicht unsinnig. Daran ändert Ihre Rechthaberei und Vestocktheit jedenfalls
dann auch nichts. Die machens nur schlimmer!
HvO: Mir wird manchmal Rechthaberei vorgeworfen! Der Vorwurf ist aber unsinnig in den Fällen, wo ich
tatsächlich recht hatte und habe! I can’t help ist!
Heinrich v.O. … genau aus diesem Grund wird das V2 auch im Mülleimer der Geschichte verschwinden. ALLE
echten Konzilen haben die rechte Lehre der Kriche vertreten und entfaltet … genau aus diesem Grund wird
das V2 auch NICHT im Mülleimer der Geschichte verschwinden. ALLE echten Konzilen haben die rechte Lehre
der Kriche vertreten und entfaltet. Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen I. Adventstag, HvO!
Liebes Pünktchen, Die rechte Lehre der Kirche wird durch alle Konzilen vertreten und entfaltet, gleich
welches „Hintergrundrauschen“ sie begleitet hat und begleitet! … genau aus diesem Grund wird das V2
auch im Mülleimer der Geschichte verschwinden. ALLE echten Konzilen haben die rechte Lehre der Kriche
vertreten und entfaltet.
werbend „Auffallend ist der werbende Ton. Verbindlich im Inhalt aber moderat in der Sprache legt Papst
Benedikt XVI. seine Gedanken dar. Teilweise sind sie sehr persönlich gehalten. An vielen Stellen klingt
es wie eine Einladung zur Auseinandersetzung mit den päpstlichen Gedanken.“ Enzykliken und Hirtenworte
und Predigten sollten immer diesen werbenden Ton haben. Den Glauben den Menschen vorschlagen – für ihn
werben … DAS ZDF hat es sehr gut erkannt!
HvO: Die Zeit sei noch nicht gekommen, das II. Vatikanum als „Räuberkonzil“ zu erkennen, meinten Sie!
da haben Sie recht! Und die Zeit wird auch nie kommen! Benedikt XVI: erinnert in seiner von mir unten
verlinkten Ansprache an die heftigen Aufgeregtheiten nach dem Konzil von Nicaea, als Basilius der Große
schrieb: »Das heisere Geschrei derer, die sich im Streit gegeneinander erheben, das unverständliche
Geschwätz, die verworrenen Geräusche des pausenlosen Lärms, all das hat fast schon die ganze Kirche
erfüllt und so durch Hinzufügungen oder Auslassungen die rechte Lehre der Kirche verfälscht …« Die
rechte Lehre der Kirche wird durch alle Konzile vertreten und entfaltet, gleich welches „Hintergrundrauschen“
sie begleitet hat und begleitet!
Lieber Seminarist, es ist wohl noch nicht an der Zeit das 2.Vatikanum da einzuordnen, wo es hingehört:
Im Mülleimer der Geschichte. Als Vatikanisches Räuberkonzil, als Dokument einer feindlichen Übernahme
der Kirche durch die Feinde der Kirche.
Seminarist: So ist es! Nicht die früheren Konzilien sind im Lichte des II. Vatikanums zu lesen, sondern
umgekehrt! Das ist ausdrücklich auch die Meinung des Hl. Vaters www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html,
der einer „Hermeneutik der Diskontinuität“ eine Absage erteilt, die die Kirchengeschichte einfach in
„vorkonziliar – nachkonziliar“ einteilt. Das letzte Konzil habe die Tradition fortführen und neuformulieren
wollen, es habe diese aber nicht aufgehoben!
#1 Seminarist 11:14:11 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Konziliare Normalität… „‘Wir sind Kirche’ bezeichnete die Enzyklika als ‘eindrucksvolles Dokument’,
fragte aber gleichzeitig, warum der Papst keinerlei Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil genommen
habe, bei dem es doch auch um die Hoffnung gegangen sei.“ Noch nicht einmal mehr bei uns im Studium interessiert
sich irgendwer für die Texte des letzten Konzils. So dürfen wir hoffen, dass sich das II. Vatikanum
langsam dort einordnet wo es hingehört: Weg von seiner sakrosankten Position, hinein in die Linie aller
anderen 22 ökumenischen Konzilien.