Familie
Andere prüfen die Fälle „überhaupt nicht besonders“
Ein katholischer Richter in Oberösterreich macht seine Arbeit gewissenhaft. Kein Wunder also, daß er dafür von der Vereinigung der Rechtsanwälte kritisiert wird.
Christus hat das Sakrament der Ehe gestiftet - unauflöslich.
Christus hat das Sakrament der Ehe gestiftet – unauflöslich.
(kreuz.net, Lambach) Der Bezirksrichter der Ortschaft Lambach, Karl Sturmayr, hat einem Ehepaar die Scheidung verweigert.

Das berichtete die Regionalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ am Freitag.

Der Ort Lambach besitzt 3.400 Einwohner und liegt rund fünfzig Kilometer südwestlich von Linz.

In einem Fall ermutigte der Bezirksrichter ein scheidungswilliges Ehepaar: „Probiert es noch einmal.“
Noch erlaubt?
„Er ist ein gläubiger Katholik und hat seine Ideal- und Wertvorstellungen von einer Ehe.“


Bekannt wurde der Fall durch einen sogenannten Wahrnehmungsbericht der Rechtsanwaltskammer. Der Bericht enthielt Beschwerdefälle aus Lambach und Umgebung.

Die Kammer kritisierte in dem Bericht, daß Scheidungswillige auf benachbarte Gerichtsstandorte ausweichen würden. Die dortigen Scheidungsrichter hätten sich deswegen über „Mehrarbeit“ beklagt.

Ein Richter mit Überzeugung

Der Gerichtspräsident der benachbarten Stadt Wels, Rainer Katzelberger, verteidigt die Vorgehensweise seines Kollegen:

„Er ist ein gläubiger Katholik und hat seine Ideal- und Wertvorstellungen von einer Ehe.“ Das sei an sich nicht anstößig.

Der Lambacher Richter prüfe bei einvernehmlichen Scheidungen die Voraussetzungen strenger als andere Kollegen.

Katzelberger erklärte auch, daß Sturmayr „sehr wohl“ Scheidungen durchführe. Allein in diesem Jahr habe er bis Ende Oktober 16 Ehepaare staatlich geschieden.

Andere Richter seien großzügiger und prüften die Fälle „überhaupt nicht besonders“. Deshalb hält es Katzelberger für möglich, daß Eheleute an andere Gerichte ausweichen.

Laut österreichischem Ehegesetz genügt der Konsens der Eheleute nicht, um eine Scheidung durchzuführen.

Die beiden müssen seit mindestens sechs Monaten getrennt leben und die „unheilbare Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses“ bekennen.

Ferner benötigen sie eine schriftliche Vereinbarung über Sorgerecht und Unterhalt.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Rudolfus   09:05:15 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Obelix: Das kann nur ein Geistwesen sein
Ich WEISS, dass in meiner Garageneinfahrt ein grosser rosa Drache lebt. Unsichtbar natürlich, aber er ist immer da. Wenn wir mit dem Wagen kommen, schwebt er majestätisch nach oben und gibt die Einfahrt frei. Danach nimmt er wieder vor der Garage seinen Platz ein.
Dieses Wesen kann nur ein Geistwesen sein.
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#16   Pedi   10:48:43 | Montag, 3. Dezember 2007
@stimme der vernunft
sie sollten nicht andere menschen vorschnell beschimpfen, wenn sie selbst kein ahnung haben. im von ihnen geschilderten fall einer zwar ungültigen ehe deren ungültigkeit noch nicht festgestellt ist liegt eine putativehe vor. das sexuelle lebend er partner wird nicht als sünde betrachtet. auch kinder die aus dieser verbindung hervorgehen werden nicht als unehelich betrachtet.
zur information: es gibt fälle, in denen zwar mit recht eine ungültigkeit der ehe vermutet werden darf, diese jedoch nicht festgestellt/bewiesen werden kann. in diesen Fällen wird auch ein kirchliches gericht die ungültigkeit nicht feststellen und die ehe bleibt weiterhin bestehen.
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#15   stimme der vernunft †   09:20:33 | Montag, 3. Dezember 2007
Was ist das für ein Schwachkopf
von Richter! Ohne kanonische Untersuchung weiss er ja gar nicht, ob die Ehe überhaupt kanonisch gültig ist! Vielleicht liegt ja ein Formfehler vor, dann leben die „Ehepartner“ in schwerer Sünde! Und dieser Mann des Teufels ermuntert sie „probiert es nochmal“!
Es ist doch offensichtlich, dass hier Satan selbst am Werk ist, wenn Menschen zur Todsünde ermutigt werden!
>:) :-! o^/
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#14   obelix †   01:34:58 | Montag, 3. Dezember 2007
Fabelwesen? Nö, ganz real!
Rudolfus: @Rusty Nail: Es gibt Leute, die an die Existenz von Echsenmenschen glauben
Es wird auch noch von anderen Fabeltieren berichtet, die manche für real existent halten.
Nicht nur halten, Rudolfus! Ich WEISS, dass in meiner Garageneinfahrt ein grosser rosa Drache lebt. Unsichtbar natürlich, aber er ist immer da. Wenn wir mit dem Wagen kommen, schwebt er majestätisch nach oben und gibt die Einfahrt frei. Danach nimmt er wieder vor der Garage seinen Platz ein.
Vielleicht können hier Leute Beweise für die Existenz dieser Wesen liefern.
Sie verlangen einen Nachweis? Wieso, für Gott gibt’s auch keinen Nachweis und er ist da.
Die wissenschaftliche Bezeichnung für Fabelwesenforschung lautet „Kryptozoologie“.
Einen Teil eines Grosspraktikums zur Physiologie mussten wir an der Bayerischen Wildererakademie am Hohenpeissenberg (Dort wo der Wildschütz Jennerwein hinterrücks von einem Jäger erschossen wurde) machen, um die Spezies Wolpertinger bavariensis zu studieren. Ein Studienkollege soll dabei gar einen im Mondenschein gesehen haben. In verschiedenen Museen finden sich Präparate und Zeichnungen bis hin zum Lusitanischen W. aus Portugal.
Wer etwas über diese Wesen weiß, kann das gerne zum Besten geben.
Für die Nicht-Pfälzer sei am Rande noch die Elwetritsche erwähnt.
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#13   Rudolfus   00:00:33 | Montag, 3. Dezember 2007
@Rusty Nail: Es gibt Leute, die an die Existenz von Echsenmenschen glauben
Es wird auch noch von anderen Fabeltieren berichtet, die manche für real existent halten.
Vielleicht können hier Leute Beweise für die Existenz dieser Wesen liefern.
Die wissenschaftliche Bezeichnung für Fabelwesenforschung lautet „Kryptozoologie“.
Wer etwas über diese Wesen weiß, kann das gerne zum Besten geben.
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#12   Rusty Nail   23:57:22 | Sonntag, 2. Dezember 2007
@ Rudolfus
Bester Kommentar überhaupt! :-D
Völlig aus dem Zusammenhang gerissen aber gerade deshalb das goldene Kalb unter den genialen Kommentaren – ich werde Sie beizeiten mal anbeten :-D :-D
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#11   Rudolfus   23:45:11 | Sonntag, 2. Dezember 2007
@Sirilo: Haben Sie Belege für die Existenz von Echsenmenschen?
Ich bezweifle, daß die Existenz von Echsenmenschen erwiesen ist.
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#10   Sirilo   23:27:10 | Sonntag, 2. Dezember 2007
KindGottes = Bokrug
Der Echsenmensch betritt mit neuem Namen die Bühne…
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#9   Rudolfus   23:24:16 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Es ist allgemein bekannt, daß die illegalen Braunen und Roten 1934-1938 die engsten Verbündeten
waren
Fragender:
Die SPÖ ist bis heute dem NSDAP-Einmarsch 1938 zu großem Dank verpflichtet, und lehnt deshalb das Österreich vor 1938 strikt ab.
Viele österreichische Rote gingen über die Grenze ins Deutsche Reich und traten in NSDAP- und SA-Dienste, um den katholischen Bundestaat Österreich zu bekämpfen.
Aus diesem Grund bekämpfen sie bis heute das Andenken an den katholischen Bundesstaat Österreich und an dessen Staatsgründer des vorbildhaften Katholiken Engelbert Dollfuß.
Andere Rote traten nicht in Hitlers Dienste, dafür in die des Stalin.
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#8   Fragender   23:16:59 | Sonntag, 2. Dezember 2007
@ Rudolfus
Die SPÖ ist bis heute dem NSDAP-Einmarsch 1938 zu großem Dank verpflichtet, und lehnt deshalb das Österreich vor 1938 strikt ab.
???????????????????????????????
(… Sie sind wohl nicht nur im Kirchenrecht ein genialer Experte sonder auch noch in Geschichte… bin schwer beeindruckt… O:) )
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#7   Rudolfus   22:35:32 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Hitlers standesamtliche Eheschließungen von 1938 ist für Katholiken ohnehin nicht von Belang
In Österreich ist diese erst seit 1938 verpflichtend, seit dem Ende des katholischen Bundesstaates Österreich durch den Einmarsch des national-sozialistischen Deutschen Reiches.
Viele säkulare Änderungen Österreichs gelten seit 1938 bis heute, einschließlich der Hitler’schen „Kirchensteuer“, die inzwischen vom Hl. Vater Gott sei Dank für unverbindlich erklärt wurde: …atholischedokumente.de.tl/…T-VOR-DER-KIRCHE.htm
Die SPÖ ist bis heute dem NSDAP-Einmarsch 1938 zu großem Dank verpflichtet, und lehnt deshalb das Österreich vor 1938 strikt ab.
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#6   HeinrichvonOfterdingen   22:27:00 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Lieber KIndgOTTES;
was soll der Müll? Das gehört alles doch nicht zum Thema! Hier bitte nicht rummüllen!
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#5   HeinrichvonOfterdingen   21:05:16 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Navon, Matt,
nein, die anderen Richter, die ihre Arbeit nicht gewissenhaft erledigen, die sind unhaltbar. Wenn der Gesetzgeber eine besondere Prüfung vorgeschrieben hat, so ist diese durchzuführen. Dieser Richter hält sich offensichtlich an die Vorgabe des Gesetzgebers, auch weil er privat eine hohe Meinung von der Ehe hat (im Übrigen hat jeder Richter private Überzeugungen!!!). Falls die Voraussetzungen gegeben sind, dann spricht er die Scheidung aus. Die anderen Richter haben keine hohe Meinung von der Ehe. Dies führt dazu, dass Sie die an sich von Gesetz wegen vorgeschriebene Prüfung bestimmter Voraussetzungen unterlassen. Nach deutschen Recht könnte eine solche Unterlassung durchaus dazu führen, dass ein solches fehlerhaftes Urteil rechtskräftig angefochten wird. Aufgrund ihrer Voreingenommenheit arbeiten diese Richter nicht vorschriftsgemäß und somit schlampig. Klar, dass so Konsorten wie Sie, Navon, Matt, aufgrund Ihrer persönlichen Voreingenommenheit diese schlampige und rechtswidrige Arbeitsweise noch verteidigen.
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#4   matt2 †   20:19:31 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Die Situation ist in der Tat etwas komisch…
Also hat der Richter das Urteil verweigert, damit die Scheidung von Rechtswegen nicht vollzogen werden konnte. Das wird nicht viel nützen. Offenbar wären die Eheleute sonst zur Eheberatung gegangen. Wenn man sich erstmal soweit entzweit hat, dass man vor dem Scheidungsrichter landet, dann ist der Schaden schon geschehen, dann wird auch die Weigerung des Richters nichts mehr bringen. Er sollte in dem Fall amtshandeln auch wenn es das mitfühlende Herz nicht befriedigt.
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#3   Navon   19:25:55 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Ein Richter
ist den Menschen verpflichtet und ans Gesetz gebunden. Nicht an einen Gott oder ein Märchenbuch! Ein solcher Richter ist unhaltbar für einen freien und demokratischen Staat.
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#2   timpressum †   19:05:19 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Was kommt demnächst?
Ist ja sicher lieb gemeint, daß der Richter einem Paar sagt: Versucht es nochmal! Dennoch muss ich mich fragen, was passiert, wenn der persönliche Glaube Einfluss auf eine Urteilsfindung hat… Kommt dann demnächst die Veruteilung zum Tode bei Ehebruch?
Und: man stelle sich vor, ein muslimischer Richter wäre seinem Glauben gefolgt und würde nach der Schria urteilen und nicht nach dem StGB! Das wäre ein Theater hier auf dieser Seite!
Der Mann soll bitte den Katholiken ausziehen, wenn er die Robe anzieht. Ansonsten ist er für das Richteramt nicht geeignet!
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#1   matt2 †   17:59:55 | Sonntag, 2. Dezember 2007
Mensch, was zweifelst Du?
Der Zweifel ist einer der der schlimmsten Begleiter des Menschen durchs Leben. Und meist kommt er leider erst so richtig zum tragen nachdem man eine Enscheidung gefällt hat. Ich kenne das. Zweifeln ist schrecklich, es ist eine Qual, ja es ist sogar tödlich. Es kann den Tod einer Beziehung bewirken, den seelischen Tod eines Menschen, es kann einen in die Verzweiflung stürzen.
Und man kann dem nicht einfach entkommen, weil das Leben eben auch aus – teilweise notwendigen – Entscheidungen besteht, die sich hinterher aber auch wieder anzweifeln lassen. Vorallem Bindungen bedürfen klarer Entscheidungen. Entscheidungen, die Verantwortung bedeuten, Entscheidungen, die zur Basis werden für ein positives Wachstum. Da kann man nicht einmal so und am nächsten Tag anders. Man muss sich zu einer Kontinuität in der Person verpflichten, muss sich festlegen und auf das andere einstimmen und fixieren.
Ich glaube, dass der westlich zivilisierten Welt heute eine Bindungsangst innewohnt, weil sie einen Egoismus kultiviert hat, der sie umbringen kann. Es ist so dieser Drang immer das Beste für sich zu wollen, der Beste zu sein und sei es auch, indem man andere dabei überfährt. Das Schlimme dabei ist, dass man das andere meist garnicht richtig wahrgenommen und erkannt hat. Man hat es nur in egozentrischer Weise abgeurteilt. Die Menschen sind sich garnicht bewußt, was sie für ein Schindluder mit der Liebe und mit sich treiben. Sie wollen alles und sofort, aber so läuft das eben nicht.
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