Deutschland
Bischof: Kein Wunder kommen die Traditionalisten
Auch in der ehemaligen DDR stirbt die Kirche. Aber man will dort immerhin den Mut haben, „sich selber zu bekennen und zu bejahen“.
Die Gläubigen wollen in der Liturgie Ordnung und Riten
Die Gläubigen wollen in der Liturgie Ordnung und Riten
© Daniel Kedinger, CC
(kreuz.net) Am 23. und 24. November versammelten sich im St.-Johannes-Haus in Cottbus die Vertreter der Pfarrgemeinderäte des Bistums Görlitz.

Trotz vieler Probleme wollen sie optimistisch in die Zukunft sehen. Das berichtete die Webseite des Bistums Görlitz.

Görlitz befindet sich in Sachsen und ist die östlichste Stadt Deutschlands. Der Ort mit fast 60.000 Einwohnern liegt in der Oberlausitz an der Neiße, die hier seit 1945 die Grenze zu Polen bildet.

Bei dem gut besuchten Treffen der Vertreter der Pfarrgemeinderäte stellte sich auch Bischof Konrad Zdarsa (63) von Görlitz vor. Er wurde erst im Juni dieses Jahres konsekriert.

Die Anwesenden lobten bei der Zusammenkunft das Engagement der Pfarrer und beklagten, daß es in den Gemeinden kaum noch Kinder- und Jugendgruppen gibt.

Spätestens mit dem Beginn der Berufsausbildung seien viele junge Leute für die Gemeinde verloren – so einige Vertreter.

Der Grund für den schweren Mißstand: Es liege an den Eltern, daß die Kinder nur selten oder gar nicht mehr in die Gemeinden kommen.

„Katechetisches Entertainment“

Mons. Zdarsa rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf.

Der Bischof kritisierte auch bestimmte liturgische Entwicklungen.

Wenn aus dem Sonntagsgottesdienst manchmal ein „katechetisches Entertainment“ werde oder der Geräuschpegel so hoch sei wie auf einem Spielplatz, müsse man sich nicht wundern, wenn dies Traditionalisten auf den Plan rufe.

Der Bischof rief dazu auf, auch in einer manchmal hoffnungslosen Situation mutig den Glauben zu bekennen.

Wichtig sei es, den Mut zu haben, sich selbst zu bekennen und zu bejahen.

Die Gemeinden wollen nach vorn blicken – so die Webseite.
      
24 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#25   Priesterkandidat   12:27:05 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Traditionalisten
Irgndwie mag ich diese Bezeichnung Traditionalisten, Modernisten nicht. Wann ist man denn Tradi oder Moderni überhaupt? Wenn man trid. Messe will, ist man Tradi? Was ist denn dann der Papst nach dem MP? Tradi und Mderni?
Genauso die Bezeichnungen Piussekte, Konzilssekte etc. Da sollten mal diejenigen, die sich dieser Begriffe bedienen, fragen, was eine Sekte überhaupt ist. Weder die Piusleute noch die Konzilskirche sind im klassischen Sinne eine Sekte. :-[
Redaktion benachrichtigen
#24   Benedikt   09:06:19 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
@ Rudolfus
dafür ist Ostdeutschland unter polnischer Verwaltung
Bitte den 2+4 Vertrag lesen.
Redaktion benachrichtigen
#23   RRR   11:26:41 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@ ordo62
Zu den südlichsten Städten Deutschlands zählen ja bekanntermaßen Venedig und Windhuk.
@ alle
Hat sich mittlerweile irgendwem der SInn der Überschrift und ihr Zusammenhang zum Artikel erschlossen ?
Redaktion benachrichtigen
#22   ordo62   10:10:37 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Görlitz ist Schlesien!!!
Görlitz befindet sich in Sachsen und ist die östlichste Stadt Deutschlands
Görlitz ist die östlichste Stadt der Bundesrepublik.
Redaktion benachrichtigen
#21   virOblationis   09:22:30 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
nach oben
„Die Gemeinden wollen nach vorn blicken – so die Webseite.“
Besser wäre es, die Gemeinden – und vor allem deren Pfarrsowjets – würden nach „oben“ blicken.
Redaktion benachrichtigen
#20   sacerdos helveticus   09:14:39 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Ordination/Konsekration
Der traditionelle ausdruck für die Bischofsweihe ist „Konsekration“, im geltenden Pontifikale wird bei allen drei Stufen (Diakon, Priester, Bischof) von der Ordination gesprocheen. Es ist aber weiterhin die Rede vom Konsekrator und den Konkonsekratoren.
Im Annuario Pontificio, dem Päpstlichen Jahrbuch ist bei jedem Bischof das Datum der Bischofsweihe mit dem davorstehenden Kürzel „cons.“ angegeben.
Redaktion benachrichtigen
#19   monti   23:15:53 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Ostdeutschland unter polnischer Verwaltung
Hier tummelt sich ein braunes Gesocks rum… :-!
Redaktion benachrichtigen
#18   Aleph †   23:12:22 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Hauptsache katholisch
Völkermord passé. Hauptsache die Gegend östlich der Oder ist jetzt wieder katholisch. Da ist für Rudolfus doch einmal ein Wunsch in Erfüllung gegangen.
Redaktion benachrichtigen
#17   Jörg Guttenberger, Köln   22:44:56 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Ordination – Konsekration
Laut einem Artikel in der „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ der bereits vor Jahren erschienen ist, ist der richtige kirchenrechtliche Ausdruck für die Bischofsweihe „ordinatio“. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist jedoch auch nach meiner Erfahrung „consecratio“ üblich.
Redaktion benachrichtigen
#16   Rudolfus   22:01:59 | Dienstag, 4. Dezember 2007
In der Ost-BRD mag die Kirche aussterben,
dafür ist Ostdeutschland unter polnischer Verwaltung seit dem Völkermord an den Deutschen 1945-1948 wieder katholisch.
Redaktion benachrichtigen
#15   thaumaturgos   19:53:57 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@tridentinus
… unerträglich von kath. Priestern als von ordinierten Presbytern zu lesen …
wo glauben sie denn das das wort vom
ordinarius localis / Ortsordinarius
herkommt?
von consecratus oder von … ordinans
Redaktion benachrichtigen
#14   Krak des Chevaliers   19:29:25 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Tridentinus! Salve!
Salve Tridentine! Sie bringen es auf den Punkt: Wir Tradies sind nicht nur fortschrittlich. Wir sind die junge Garde der neuen Zeit. Halten wir uns also nicht an den zahnlos gewordenen Greisen der verstaubten 60ger und 70ger Jahre auf. Deren Tage sind gezählt. Gott zum Gruße
KRAK DES CHEVALIERS :)3
Redaktion benachrichtigen
#13   thaumaturgos   18:39:23 | Dienstag, 4. Dezember 2007
naja, da die kirche
ja auf jesus christus nicht auf marcellus impii schismatici gegründet ist, wird sie auch in deutschlands osten nicht untergehn …
Redaktion benachrichtigen
#12   RRR   18:20:06 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@ zwobbel
diese Andeutung:rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf. Heißt für mich im Klartext: Katholiken auf die Knie vor dem Allerheiligsten!
panis finitur ut consumatur – sagt der Heilige Augustinus,
und das Tridentinum so ähnlich (finde nur die Belegstelle nicht, aber das mit dem „ut consumatur“ stimmt. Sobald ich es finde, poste ich die Stelle).
Eucharistie heißt zuallererst: Eucharistie FEIERN, am kyriakon deipnon („Herrenmahl“) teilnehmen. Eucharistische Anbetung ist ein möglicher Weg der Vertiefung, aber Sinn der Sache ist die Vereinigung mit Christus in der TEILNAHME an der Eucharistie.
Ansonsten müssten Sie ja das erste christliche Jahrtausend, das keine Monstranz und keine Aussetzung
kannte (und schon mal gar nicht pauschal „auf Knien“, das war nämlich an Sonntagen und in der ganzen Osterzeit verboten – ein Verbot, das noch etwa bis zur Jahrtausendwende auch von den Lateinern streng beachtet wurde).
Aber egal. Tradis meinen wohl wirklich, die „Tradition“ sei im 19. Jahrhundert direkt von Gott offenbart worden und alles, was davor war, sei nicht der Ursprung, sondern nur eine widerwärtige, abartige, perverse unfromme Spielart gewesen…
Wie sagt doch Jesus Christus selbst? Wer mein Fleisch KAUT (!) und mein Blut TRINKT, der hat das ewige Leben. Von „auf die Knie“ hat er nicht geredet, von der Verweigerung der Kelchkommunion auch nicht und von hauchdünnen weißen Scheiben auch nicht… Aber die Tradition steht ja über dem Wort des Herrn :-D
Redaktion benachrichtigen
#11   Typ   18:11:05 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Merkwürdig, merkwürdig…
Ein Blick ins Pontifikale genügt, um zu sehen, dass da von der ordinatio eines presbyters die Rede ist… Genau so sagte es die frühe Kirche, genau so sagt es die Liturgie. Sacerdos sind alle – so sagt es 2 Petr und so sagt es die Taufliturgie –, deswegen kann das Amt den presbyters nur im abgeleiteten Sinne auch sacerdotal sein, nichtsdestotrotz ist aber die Bezeichung presbyter die ursprüngliche und grundlegende.
Und ebenso auch die ordinatio. Dinge – Brot und Wein, Kirchen etc. – können konsekriert werden, Personen werden ordiniert.
Ich verlass mich da lieber aufs Pontificale als auf die Privatmeinung von kreuz.net-Lesern :)3
Redaktion benachrichtigen
#10   Sirilo   17:47:33 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Kryptischer Titel
„Kein Wunder kommen die Traditionalisten“ – weiß jemand, was dieser Satz (der jeder deutschen Grammatik spottet) bedeuten soll?
Redaktion benachrichtigen
#9   zwobbel   17:36:57 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Oho, scheint als ob Ex. Zdarsa etwas kapiert hat
Ich kenne Ex Zdarsa nicht, und hier steht zu wenig, aber diese Andeutung:rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf.
Heißt für mich im Klartext:
Katholiken auf die Knie vor dem Allerheiligsten!
Wenn ihr den Glauben für die beiden Lausitzen retten wollt, wie einst Johannes Leisentritt, dann fängt der Weg dazu bei der Anbetung an.
Eine „eucharistischen Erziehung“ der Kinder kann nur gelingen, wenn die Eltern selbst zu Anbetern des Heilandes im Allerheiligsten Altarssakrament werden.
Und „mutig den Glauben zu bekennen“setzt voraus ihn zu kennen! Da sind wir wieder bei dem, woran der Papst beim Taufritus erinnert hat: „Was verlangst Du von der Kirche?“ „Den Glauben“ Dazu muß man erstmal ganz einfach WISSEN was denn die unveränderlichen Aussagen der Kirche sind. Glaubenswissen statt pastoralem Gewäsch!
Der katholische Glaube ist so klar und logisch, für den Gläubigen ganz einfach zu kapieren. Man muß nur drüber sprechen bzw. lesen.
Redaktion benachrichtigen
#8   Tridentinus   17:02:03 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Selbstverständlich ist der klassische
Ausdruck für die Bischofsweihe Konsekration. In dem sonst nicht uninteressanten Buch Ist Kirche planbar? Mainz 2002 steht sogar unerträglich von kath. Priestern als von ordinierten Presbytern zu lesen. Immer diese Urkirchennostalgie! Wie fortschrittlich sind doch Tradis ;-)
Redaktion benachrichtigen
#6   Oratefratres   16:52:46 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Typ Konsekratoren
Selbstverständlich kann ein Bischof auch konsekriert werden. Das war früher auch die übliche Formulierung. Beispielsweise wurde von Kokonsekratoren gesprochen. Diese Weihehandlung verdeutlicht gerade den Unterschied z.B. zwischen Lutheranern (dort wird ja auch von einer Beauftragung gesprochen) und Katholiken. Vielleicht sollte Typ in Zukunft ein bißchen leiser nach liturgischer Bildung schreien und sich darum bemühen …
Redaktion benachrichtigen
#5   Krak des Chevaliers   16:51:56 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Type – voll daneben
Type! Sie liegen mal wieder voll daneben. Bischöfe werden tatsächlich konsekriert. So kann man es in jedem Bistumsschematismus nachlesen. o.O
Redaktion benachrichtigen
#4   Typ   16:21:19 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Null Ahnung von Sakramenten
Bei dem gut besuchten Treffen der Vertreter der Pfarrgemeinderäte stellte sich auch Bischof Konrad Zdarsa (63) von Görlitz vor. Er wurde erst im Juni dieses Jahres konsekriert.
Bischöfe werden nicht „konsekriert“, sondern „ordiniert“.
Etwas mehr theologische Bildung würde der „Redaktion“ nicht schaden.
Redaktion benachrichtigen
#3   Theotimus   16:17:53 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Redaktion benachrichtigen
#2   Aleph †   16:14:58 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Ordnung und Riten
Die Gläubigen wollen in der Liturgie Ordnung und Riten.
Ordnung allein kann (?) hilfreich sein, ist aber kein anbetungswürdiges Gut und nach christlicher Lehre auch kein Selbstzweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck. Nur Riten und Ordnung zu haben, ist ein kaum in der christlichen Wertordnung unterzubringender Wunsch. Beides kann nämlich ganz schön benebeln. Im Dritten Reich und in jedem anderen undemokratischen System gab es Riten und pseudoliturgische Feiern zuhauf, mit dem Ziel die Massen des Volkes zu benebeln und mit Reden für das Staatsziel dienstbereit zu machen.
Redaktion benachrichtigen
#1   Guiseppe   16:07:40 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Website
Hat jemand den Link zur genannten Website gefunden?
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
DeutschlandViel Lärm um was auch immer Mons. MixaEin Mann, ein Wort? DeutschlandAuf christlichem Hintergrund Wortgottesdienste„Sowas hat es hier noch nie gegeben“ DeutschlandGrüne rot vor Haß Eva HermanHussah! Hussah! Die Hatz geht los! DeutschlandDas ist das Tolle an diesem Fest DeutschlandDen Mund voller genommen, als er schlucken kann? DeutschlandEs fehlt das nötige Wohlwollen DeutschlandKatholische Gemeinden könnten wachsen DeutschlandHalligalli und Ramba-Zamba gibt es in jeder Diskothek Grüne gegen Mons. MixaLinkspolitikerin sorgt sich um den Teufel DeutschlandWiderspruch auf Kardinalsrede DeutschlandNationalismus führt zum Krieg Kardinal MeisnerAbseits der Trampelpfade
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net