(kreuz.net) Am 23. und 24. November versammelten sich im St.-Johannes-Haus in Cottbus die Vertreter der
Pfarrgemeinderäte des Bistums Görlitz.
Trotz vieler Probleme wollen sie optimistisch in die Zukunft
sehen. Das berichtete die Webseite des Bistums Görlitz.
Görlitz befindet sich in Sachsen und ist die
östlichste Stadt Deutschlands. Der Ort mit fast 60.000 Einwohnern liegt in der Oberlausitz an der Neiße,
die hier seit 1945 die Grenze zu Polen bildet.
Bei dem gut besuchten Treffen der Vertreter der Pfarrgemeinderäte
stellte sich auch Bischof Konrad Zdarsa (63) von Görlitz vor. Er wurde erst im Juni dieses Jahres konsekriert.
Die Anwesenden lobten bei der Zusammenkunft das Engagement der Pfarrer und beklagten, daß es in den
Gemeinden kaum noch Kinder- und Jugendgruppen gibt.
Spätestens mit dem Beginn der Berufsausbildung seien
viele junge Leute für die Gemeinde verloren – so einige Vertreter.
Der Grund für den schweren Mißstand:
Es liege an den Eltern, daß die Kinder nur selten oder gar nicht mehr in die Gemeinden kommen.
„Katechetisches
Entertainment“
Mons. Zdarsa rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf.
Der Bischof kritisierte auch bestimmte liturgische Entwicklungen.
Wenn aus dem Sonntagsgottesdienst
manchmal ein „katechetisches Entertainment“ werde oder der Geräuschpegel so hoch sei wie auf einem Spielplatz,
müsse man sich nicht wundern, wenn dies Traditionalisten auf den Plan rufe.
Der Bischof rief dazu auf,
auch in einer manchmal hoffnungslosen Situation mutig den Glauben zu bekennen.
Wichtig sei es, den Mut
zu haben, sich selbst zu bekennen und zu bejahen.
Die Gemeinden wollen nach vorn blicken – so die Webseite.
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24 Lesermeinungen
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Traditionalisten Irgndwie mag ich diese Bezeichnung Traditionalisten, Modernisten nicht. Wann ist man
denn Tradi oder Moderni überhaupt? Wenn man trid. Messe will, ist man Tradi? Was ist denn dann der Papst
nach dem MP? Tradi und Mderni? Genauso die Bezeichnungen Piussekte, Konzilssekte etc. Da sollten mal diejenigen,
die sich dieser Begriffe bedienen, fragen, was eine Sekte überhaupt ist. Weder die Piusleute noch die
Konzilskirche sind im klassischen Sinne eine Sekte.
@ ordo62 Zu den südlichsten Städten Deutschlands zählen ja bekanntermaßen Venedig und Windhuk. @ alle
Hat sich mittlerweile irgendwem der SInn der Überschrift und ihr Zusammenhang zum Artikel erschlossen
?
Görlitz ist Schlesien!!! Görlitz befindet sich in Sachsen und ist die östlichste Stadt Deutschlands
Görlitz ist die östlichste Stadt der Bundesrepublik.
#21 virOblationis 09:22:30 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
nach oben „Die Gemeinden wollen nach vorn blicken – so die Webseite.“ Besser wäre es, die Gemeinden –
und vor allem deren Pfarrsowjets – würden nach „oben“ blicken.
Ordination/Konsekration Der traditionelle ausdruck für die Bischofsweihe ist „Konsekration“, im geltenden
Pontifikale wird bei allen drei Stufen (Diakon, Priester, Bischof) von der Ordination gesprocheen. Es
ist aber weiterhin die Rede vom Konsekrator und den Konkonsekratoren. Im Annuario Pontificio, dem Päpstlichen
Jahrbuch ist bei jedem Bischof das Datum der Bischofsweihe mit dem davorstehenden Kürzel „cons.“ angegeben.
Hauptsache katholisch Völkermord passé. Hauptsache die Gegend östlich der Oder ist jetzt wieder katholisch.
Da ist für Rudolfus doch einmal ein Wunsch in Erfüllung gegangen.
Ordination – Konsekration Laut einem Artikel in der „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ der bereits
vor Jahren erschienen ist, ist der richtige kirchenrechtliche Ausdruck für die Bischofsweihe „ordinatio“.
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist jedoch auch nach meiner Erfahrung „consecratio“ üblich.
#16 Rudolfus 22:01:59 | Dienstag, 4. Dezember 2007
In der Ost-BRD mag die Kirche aussterben, dafür ist Ostdeutschland unter polnischer Verwaltung seit dem
Völkermord an den Deutschen 1945-1948 wieder katholisch.
#15 thaumaturgos 19:53:57 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@tridentinus … unerträglich von kath. Priestern als von ordinierten Presbytern zu lesen … wo glauben
sie denn das das wort vom ordinarius localis / Ortsordinarius herkommt? von consecratus oder von … ordinans
Tridentinus! Salve! Salve Tridentine! Sie bringen es auf den Punkt: Wir Tradies sind nicht nur fortschrittlich.
Wir sind die junge Garde der neuen Zeit. Halten wir uns also nicht an den zahnlos gewordenen Greisen der
verstaubten 60ger und 70ger Jahre auf. Deren Tage sind gezählt. Gott zum Gruße KRAK DES CHEVALIERS :)3
@ zwobbel diese Andeutung:rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf. Heißt
für mich im Klartext: Katholiken auf die Knie vor dem Allerheiligsten! panis finitur ut consumatur –
sagt der Heilige Augustinus, und das Tridentinum so ähnlich (finde nur die Belegstelle nicht, aber das
mit dem „ut consumatur“ stimmt. Sobald ich es finde, poste ich die Stelle). Eucharistie heißt zuallererst:
Eucharistie FEIERN, am kyriakon deipnon („Herrenmahl“) teilnehmen. Eucharistische Anbetung ist ein möglicher
Weg der Vertiefung, aber Sinn der Sache ist die Vereinigung mit Christus in der TEILNAHME an der Eucharistie.
Ansonsten müssten Sie ja das erste christliche Jahrtausend, das keine Monstranz und keine Aussetzung
kannte (und schon mal gar nicht pauschal „auf Knien“, das war nämlich an Sonntagen und in der ganzen
Osterzeit verboten – ein Verbot, das noch etwa bis zur Jahrtausendwende auch von den Lateinern streng
beachtet wurde). Aber egal. Tradis meinen wohl wirklich, die „Tradition“ sei im 19. Jahrhundert direkt
von Gott offenbart worden und alles, was davor war, sei nicht der Ursprung, sondern nur eine widerwärtige,
abartige, perverse unfromme Spielart gewesen… Wie sagt doch Jesus Christus selbst? Wer mein Fleisch
KAUT (!) und mein Blut TRINKT, der hat das ewige Leben. Von „auf die Knie“ hat er nicht geredet, von der
Verweigerung der Kelchkommunion auch nicht und von hauchdünnen weißen Scheiben auch nicht… Aber die
Tradition steht ja über dem Wort des Herrn
Merkwürdig, merkwürdig… Ein Blick ins Pontifikale genügt, um zu sehen, dass da von der ordinatio
eines presbyters die Rede ist… Genau so sagte es die frühe Kirche, genau so sagt es die Liturgie. Sacerdos
sind alle – so sagt es 2 Petr und so sagt es die Taufliturgie –, deswegen kann das Amt den presbyters
nur im abgeleiteten Sinne auch sacerdotal sein, nichtsdestotrotz ist aber die Bezeichung presbyter die
ursprüngliche und grundlegende. Und ebenso auch die ordinatio. Dinge – Brot und Wein, Kirchen etc. –
können konsekriert werden, Personen werden ordiniert. Ich verlass mich da lieber aufs Pontificale als
auf die Privatmeinung von kreuz.net-Lesern :)3
Oho, scheint als ob Ex. Zdarsa etwas kapiert hat Ich kenne Ex Zdarsa nicht, und hier steht zu wenig, aber
diese Andeutung:rief die Eltern darum zu einer „eucharistischen Erziehung“ der Kinder auf. Heißt für
mich im Klartext: Katholiken auf die Knie vor dem Allerheiligsten! Wenn ihr den Glauben für die beiden
Lausitzen retten wollt, wie einst Johannes Leisentritt, dann fängt der Weg dazu bei der Anbetung an.
Eine „eucharistischen Erziehung“ der Kinder kann nur gelingen, wenn die Eltern selbst zu Anbetern des
Heilandes im Allerheiligsten Altarssakrament werden. Und „mutig den Glauben zu bekennen“setzt voraus ihn
zu kennen! Da sind wir wieder bei dem, woran der Papst beim Taufritus erinnert hat: „Was verlangst Du
von der Kirche?“ „Den Glauben“ Dazu muß man erstmal ganz einfach WISSEN was denn die unveränderlichen
Aussagen der Kirche sind. Glaubenswissen statt pastoralem Gewäsch! Der katholische Glaube ist so klar
und logisch, für den Gläubigen ganz einfach zu kapieren. Man muß nur drüber sprechen bzw. lesen.
#8 Tridentinus 17:02:03 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Selbstverständlich ist der klassische Ausdruck für die Bischofsweihe Konsekration. In dem sonst nicht
uninteressanten Buch Ist Kirche planbar? Mainz 2002 steht sogar unerträglich von kath. Priestern als
von ordinierten Presbytern zu lesen. Immer diese Urkirchennostalgie! Wie fortschrittlich sind doch Tradis
#6 Oratefratres 16:52:46 | Dienstag, 4. Dezember 2007
@Typ Konsekratoren Selbstverständlich kann ein Bischof auch konsekriert werden. Das war früher auch
die übliche Formulierung. Beispielsweise wurde von Kokonsekratoren gesprochen. Diese Weihehandlung verdeutlicht
gerade den Unterschied z.B. zwischen Lutheranern (dort wird ja auch von einer Beauftragung gesprochen)
und Katholiken. Vielleicht sollte Typ in Zukunft ein bißchen leiser nach liturgischer Bildung schreien
und sich darum bemühen …
Type – voll daneben Type! Sie liegen mal wieder voll daneben. Bischöfe werden tatsächlich konsekriert.
So kann man es in jedem Bistumsschematismus nachlesen.
Null Ahnung von Sakramenten Bei dem gut besuchten Treffen der Vertreter der Pfarrgemeinderäte stellte
sich auch Bischof Konrad Zdarsa (63) von Görlitz vor. Er wurde erst im Juni dieses Jahres konsekriert.
Bischöfe werden nicht „konsekriert“, sondern „ordiniert“. Etwas mehr theologische Bildung würde der
„Redaktion“ nicht schaden.
Ordnung und Riten Die Gläubigen wollen in der Liturgie Ordnung und Riten. Ordnung allein kann (?) hilfreich
sein, ist aber kein anbetungswürdiges Gut und nach christlicher Lehre auch kein Selbstzweck, sondern
immer nur Mittel zum Zweck. Nur Riten und Ordnung zu haben, ist ein kaum in der christlichen Wertordnung
unterzubringender Wunsch. Beides kann nämlich ganz schön benebeln. Im Dritten Reich und in jedem anderen
undemokratischen System gab es Riten und pseudoliturgische Feiern zuhauf, mit dem Ziel die Massen des
Volkes zu benebeln und mit Reden für das Staatsziel dienstbereit zu machen.