14:38:20 | Dienstag, 4. Dezember 2007
Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht das gleiche – erklärte kürzlich ein russischer Erzbischof.
(kreuz.net) Das Orthodoxe Patriarchat in Moskau glaubt, daß der Status der katholischen Diözesen in
Rußland auf den Zustand des Jahres 2000 zurückgestuft werden muß.
Das berichtete die russische Nachrichtenagentur
‘Interfax’ am 3. Dezember.
Im Jahr 2002 hatte Papst Johannes Paul II. die lateinischen Apostolischen
Administrationen des Landes zu Diözesen erhoben.
Doch die Russisch-Orthodoxen wollen diesen Status der
katholischen Diözesen in Rußland „niemals“ anerkennen.
Das erklärte der Leiter des Departements für
kirchliche Außenangelegenheiten im Moskauer Patriarchat, der 61jährige Metroplit Kyrill (Gundjajew)
von Smolensk und Kaliningrad:
„Wir werden die Präsenz regulärer katholischer Diözesen auf dem Gebiet
von Rußland immer in Frage stellen und sie als eine Herausforderung gegen die gemeinsame Idee ansehen,
wonach das territoriale Prinzip der Kirchenverwaltung zu beachten ist.“
Das erklärte der Metropolit
während eines Vortrages in Moskau.
Bereits bei der Errichtung der Diözesen im Jahr 2002 bezeichnete
Kyrill diesen Schritt als „Fehler“, der dem Katholisch-Orthodoxen-Dialog Schaden zufüge.
Kyrill rechtfertigte
sich auch bezüglich des Arguments, das auf die Tatsache Bezug nimmt, daß das Moskauer Patriarchat in
Westeuropa selber Diözesen eingerichtet hat.
Nach Angaben des Metropoliten sind die Diözesen des Moskauer
Patriarchates in der Diaspora nicht „regulär“. Sie würden auch keine örtliche Jurisdiktion besitzen:
„Sie wurden eingerichtet, um die Seelsorge für die Menschen in der Diaspora zu garantieren. Sie besitzen
keine klar definierten Grenzen. In einem gewissen Sinn handelt es sich um ungewöhnliche Diözesen. Wir
unterstreichen das in unserem Dialog mit den Katholiken immer.“
Nach Ansicht des Metropoliten wäre es
richtiger, die orthodoxen Diözesen in Westeuropa „Apostolische Administraturen“ zu nennen, sofern es
bei den Orthodoxen einen solchen Ausdruck gäbe:
„Wir besitzen aber nur das Konzept von Eparchie oder
Diözese.“
Der gegenwärtige Konflikt beruhe auf der Tatsache, daß die Orthodoxen absolut nicht verstehen
könnten, warum ein absolut angemessener Ausdruck – Apostolische Administratur – mit einem absolut unangemessenen
Ausdruck – Diözese – ersetzt wurde.
Darum besteht der Metropolit darauf, daß die katholischen Diözesen
in Rußland wieder zu Apostolischen Administraturen zurückgestuft werden.
Kyrill beantwortet auch der
Frage, warum das Moskauer Patriarchat nur die Katholische Kirche und nicht auch die Protestanten, die
in Rußland viel schneller wachsen als die Katholiken, mit diesem Vorwurf konfrontiere:
„Mit den protestantischen
Gemeinschaften teilen wir nicht die gemeinsame Quelle unserer Kirchenstruktur, die jene der kanonischen
Tradition der frühen ungetrennten Kirche ist. Diese Dinge haben wir mit unseren katholischen Brüdern
zu besprechen.“
Nach Meinung des Metropoliten ist das territoriale Prinzip bei der Definition der bischöflichen
Jurisdiktion entscheidend.
Ein Bischof sei an sein Diözesangebiet gebunden:
„Die fundamentale Bedeutung
dieser Idee in Zweifel zu ziehen, widerspricht unserer gemeinsamen kirchlichen Tradition“ – so der Metropolit.
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#16
Aleph † 08:10:26 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
#15
Ultramontanus 00:21:53 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
#13
Rudolfus 22:43:12 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#12
Kurt K. 22:38:59 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#11
Rudolfus 22:33:46 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#9
Rudolfus 21:10:27 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#8
Alois Bischof 21:02:50 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#7
Pünktchen 18:32:55 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#6
Karl Murx 18:18:06 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#5
clarissa colonia 17:17:19 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#4
Aleph † 16:05:48 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#3
Alois Bischof 15:20:21 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#2
Heggi 15:19:19 | Dienstag, 4. Dezember 2007
#1
Tridentinus 15:01:41 | Dienstag, 4. Dezember 2007