Es ist ja schon ziemlich anders
Seit knapp vierzig Jahren gab es keine Alte Messe mehr in einer der Berliner Pfarrkirchen. Doch zu Beginn des Advents hatte die Zeit des Wartens ein Ende.
(kreuz.net, Berlin) Am 2. Dezember wurde in der Pfarrei „Zu den heiligen zwölf Aposteln“ in Berlin-Schlachtensee
eine Alte Messe zelebriert.
Es handelte sich um die erste überlieferte Messe in einer Pfarrkirche der deutschen Hauptstadt seit 1969.
Trotz der frühen Stunde um 8.30 Uhr fanden sich über hundert Gläubige ein. Sie erlebten ein wunderschön gefeiertes Choralamt.
Es wurde von einem jungen Kaplan aus der Nachbarpfarrei zelebriert. Der Priester berichtet darüber auch auf seinem Weblog. Es war für ihn die erste öffentlich gefeierte Messe im Alten Ritus.
Der Kaplan lernte die klassische Liturgie beim altgläubigen Berliner Institut ‘St. Philip Neri’ kennen.
Dem Geistlichen zur Seite standen sechs tadellos agierende Ministranten, eine gut aufgelegte vielköpfige Schola, sowie Gläubige, die an der Messe teilhatten, als ob sie seit Jahrzehnten nichts anderes gefeiert hätten.
Eine junge Dame meinte nach der Messe: „Es ist ja schon ziemlich anders.“ Die Antwort des Kaplans auf seinem Weblog: „Ja, genau! So außerordentlich vielleicht?“
Die Gläubigen hoffen jetzt, daß die Organisatoren – junge Männer aus der Gemeinde – in der Lage sind, der Alten Messe im Südwesten Berlins eine dauerhafte Heimat zu verschaffen.
Einer der Organisatoren bezeichnete den Pfarrer in der Kirche Zwölf Apostel vor dem Weblog ‘Rorate Caeli’ als frommen Seelenhirten.
Doch der Alten Messe gegenüber sei er sehr feindlich eingestellt.
Im Vorfeld konnten die jungen Organisatoren der Messe nur an einem einzigen Sonntag nach der Pfarrmesse eine Unterschriftenliste für die Alte Liturgie auflegen.
Die Liste wurde nicht angekündigt. Trotzdem unterschrieben fast vierzig Gläubige.
Es handelte sich um die erste überlieferte Messe in einer Pfarrkirche der deutschen Hauptstadt seit 1969.
Trotz der frühen Stunde um 8.30 Uhr fanden sich über hundert Gläubige ein. Sie erlebten ein wunderschön gefeiertes Choralamt.
Es wurde von einem jungen Kaplan aus der Nachbarpfarrei zelebriert. Der Priester berichtet darüber auch auf seinem Weblog. Es war für ihn die erste öffentlich gefeierte Messe im Alten Ritus.
Der Kaplan lernte die klassische Liturgie beim altgläubigen Berliner Institut ‘St. Philip Neri’ kennen.
Dem Geistlichen zur Seite standen sechs tadellos agierende Ministranten, eine gut aufgelegte vielköpfige Schola, sowie Gläubige, die an der Messe teilhatten, als ob sie seit Jahrzehnten nichts anderes gefeiert hätten.
Eine junge Dame meinte nach der Messe: „Es ist ja schon ziemlich anders.“ Die Antwort des Kaplans auf seinem Weblog: „Ja, genau! So außerordentlich vielleicht?“
Die Gläubigen hoffen jetzt, daß die Organisatoren – junge Männer aus der Gemeinde – in der Lage sind, der Alten Messe im Südwesten Berlins eine dauerhafte Heimat zu verschaffen.
Einer der Organisatoren bezeichnete den Pfarrer in der Kirche Zwölf Apostel vor dem Weblog ‘Rorate Caeli’ als frommen Seelenhirten.
Doch der Alten Messe gegenüber sei er sehr feindlich eingestellt.
Im Vorfeld konnten die jungen Organisatoren der Messe nur an einem einzigen Sonntag nach der Pfarrmesse eine Unterschriftenliste für die Alte Liturgie auflegen.
Die Liste wurde nicht angekündigt. Trotzdem unterschrieben fast vierzig Gläubige.
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Samstag, 8. Dezember 2007 01:25
NurEinLeser: …andersrum wird ein Schuh draus:
…nur bei Deiner beschränkten Sicht sind das keine Mißbräuche! Das Weglassen der Kommunionpatene resultiert fast zwangsläufig in Partikelverlust und damit der Entweihung des Allerheiligsten – was muß mehr passieren, damit man von Mißbräuchen sprechen „darf“?
Donnerstag, 6. Dezember 2007 20:49
Gotthard: @rudolfus
Tatsache ist, daß die zuständige Gottesdienstkongregation schon seit Jahren immer wieder umfangreiche
Liturgiemißstände aufzählt und verurteilt,
unter anderem so gewichtige und schwerwiegende Missstände wie:
* Überwurf-Stola
* Mantel-Albe
* keine Kommunionpatene – die ich noch nie gesehen haben – weltweit nicht!
usw
Bei dieser beschränkten Sicht diese Kongregation sind solche „Missbräuche“ kein Wunder.
unter anderem so gewichtige und schwerwiegende Missstände wie:
* Überwurf-Stola
* Mantel-Albe
* keine Kommunionpatene – die ich noch nie gesehen haben – weltweit nicht!
usw
Bei dieser beschränkten Sicht diese Kongregation sind solche „Missbräuche“ kein Wunder.
Donnerstag, 6. Dezember 2007 18:17
sacerdos helveticus: Adresse webblog @Athanasius 1956
Die Adresse des Webblogs des Berliner Kaplans lautet:
www.vivacatholica.blogspot.com
www.vivacatholica.blogspot.com
Donnerstag, 6. Dezember 2007 18:02
st.georg: @benedikt
…treffend beobachtet…3. Zahlen von 1950-60 als Standard zu setzen ist Unsinn. Damals gab es so viele Priester, dass sich bis zu 5 Kapläne in manchen Pfarren gegenseitig auf die Füße traten.…hatte zum beispiel zur folge, dass hervorragende priester bis zu 16 !!!! jahren als kaplan tätig waren, ehe sie eine eigene pfarrei erhielten…
Donnerstag, 6. Dezember 2007 17:08
Benedikt: Priestermangel
Bei der Betrachtung des Phänomens Priestermangel in Deutschland muss man doch viele Fakten beachten.
1. Es gibt heute wesentlich weniger Gottesdienstbesucher als noch 1950. Folglich gibt es auch weniger Priester. Diese würden eigentlich für die verbliebenen Gläubigen ausreichen, nur ist natürlich die Struktur der Kirche gleich geblieben, weil sich die Gläubigen ja immer noch über das ganze Land verteilen.
2.Es gibt in Deutschland auch heute noch wesentlich mehr Priester pro Gläubigen als in den allermeisten Regionen der Welt
3. Zahlen von 1950-60 als Standard zu setzen ist Unsinn. Damals gab es so viele Priester, dass sich bis zu 5 Kapläne in manchen Pfarren gegenseitig auf die Füße traten. Etliche Priester mussten in alle Welt geschickt werden, weil es für sie in D. schlicht keine Verwendung gab.
4. Es kann bezweifelt werden, dass die Bistümer sich überhaupt wesentlich mehr Priester leisten können. Neueinstellung von Gemeindereferenten waren sogar bisweilen nur möglich, weil die bereits Eingestellten auf Gehalt verzichteten. Deshlab sind auch die Forderung nach Lockerung des Zölibat etc ökonomisch gesehen sinnlos. Die Bistümer könnten es sich nicht mal leisten, die in den letzetn 30 Jahren laiisierten Priester wieder aufzunehmen. Und Stellen gäbe es für die auch nicht viele.
Immer weniger Gläubige und trotzdem ein gleichbleibendes Angebot an Seelsorgern ist nicht machbar und auch nicht sinnvoll.
1. Es gibt heute wesentlich weniger Gottesdienstbesucher als noch 1950. Folglich gibt es auch weniger Priester. Diese würden eigentlich für die verbliebenen Gläubigen ausreichen, nur ist natürlich die Struktur der Kirche gleich geblieben, weil sich die Gläubigen ja immer noch über das ganze Land verteilen.
2.Es gibt in Deutschland auch heute noch wesentlich mehr Priester pro Gläubigen als in den allermeisten Regionen der Welt
3. Zahlen von 1950-60 als Standard zu setzen ist Unsinn. Damals gab es so viele Priester, dass sich bis zu 5 Kapläne in manchen Pfarren gegenseitig auf die Füße traten. Etliche Priester mussten in alle Welt geschickt werden, weil es für sie in D. schlicht keine Verwendung gab.
4. Es kann bezweifelt werden, dass die Bistümer sich überhaupt wesentlich mehr Priester leisten können. Neueinstellung von Gemeindereferenten waren sogar bisweilen nur möglich, weil die bereits Eingestellten auf Gehalt verzichteten. Deshlab sind auch die Forderung nach Lockerung des Zölibat etc ökonomisch gesehen sinnlos. Die Bistümer könnten es sich nicht mal leisten, die in den letzetn 30 Jahren laiisierten Priester wieder aufzunehmen. Und Stellen gäbe es für die auch nicht viele.
Immer weniger Gläubige und trotzdem ein gleichbleibendes Angebot an Seelsorgern ist nicht machbar und auch nicht sinnvoll.
Donnerstag, 6. Dezember 2007 15:44
Rudolfus: Ihre „Übervorsorgung“ betrifft wohl das Verhältnis auf den Gläubigenschwund der „Ausgetretenen“
st. georg
das waren die zahlen für deutschland…bitte richtig lesen ! es gab bloß früher eine überversorgung und heute mit 19.500 priestern immer noch eine bessere versorgung als in vielen –
Die Millionen staatlich aus der Kirche Ausgetretenen sind allerdings lt. Papst Benedikt XVI. nicht als tatsächlich vor der Kirche Ausgetretene zu werten.
Somit gibt es auch in Deutschland noch einige Millionen mehr offizielle Katholiken, die lediglich keine Kirchensteuer zahlen.
das waren die zahlen für deutschland…bitte richtig lesen ! es gab bloß früher eine überversorgung und heute mit 19.500 priestern immer noch eine bessere versorgung als in vielen –
Die Millionen staatlich aus der Kirche Ausgetretenen sind allerdings lt. Papst Benedikt XVI. nicht als tatsächlich vor der Kirche Ausgetretene zu werten.
Somit gibt es auch in Deutschland noch einige Millionen mehr offizielle Katholiken, die lediglich keine Kirchensteuer zahlen.
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