Die medial aufgeblähten klerikalen Mißbrauchsprozesse in den USA sind ein Mantel, unter dem sich blanker Haß gegen die Kirche versteckt. Jetzt wurde ein Kardinal sogar Opfer eines Gewaltverbrechens.
Roger Kardinal Mahony von Los Angeles
(kreuz.net, Los Angeles) Der sehr liberale Erzbischof von Los Angeles, Roger Kardinal Mahony (71), wurde
auf offener Straße zusammengeschlagen.
Das berichteten US-Medien am Dienstag.
Der Kardinal war dabei,
Postsendungen in einen Briefkasten in der Nähe der Kathedrale in der Innenstadt von Los Angeles einzuwerfen.
Dabei wurde er von einem Mann erkannt.
Dieser begann den Kardinal zu beschimpfen und schlug den Kirchenmann
mit den Fäusten zu Boden. Der dramatische Vorfall trug sich bereits im vergangenen Juli zu.
Doch Kardinal
Mahony gab den Überfall erst im Oktober während einer Priesterkonferenz bekannt.
Als Motiv für den
Überfall soll der Täter die „sexuellen Mißbrauchsskandale in der Erzdiözese Los Angeles“ vorgeschoben
haben.
Wenige Tage vor dem Gewaltverbrechen hatte die Erzdiözese Los Angeles die Riesensumme von umgerechnet
450 Millionen Euro an 508 angebliche Mißbrauchsopfer ausgezahlt.
Der Kardinal wurde bei dem Angriff
schwer verletzt. Er brauchte einen Monat, um sich von seinen Verletzungen zu erholen.
Ein Diözesanpriester,
der den Kardinal bei der Priesterkonferenz gehört hat, erklärte vor der Tageszeitung ‘Los Angeles Daily
News’, daß der Gewaltverbrecher jemand war, „den wir kennen und respektieren“.
Der Kardinal zeigte den
Überfall nicht bei der Polizei an.
Vor der Priesterkonferenz erklärte der offenbar von der jahrelangen
antikirchlichen US-Medienpropaganda eingeschüchterte Kardinal, daß Prellungen oder blaue Flecken innerhalb
eines Monats heilen könnten, während Opfer von sexuellen Mißbräuchen auch nach Jahren noch schwer
leiden würden.
Diese Wunden seien weit tiefer als das, was ihm widerfahren sei.
Jetzt fragen sich Gläubige
in Los Angeles, ob diese Worte des Kardinals als Ermutigung zu verstehen sind, bei menschlichen Begegnungen
die Fäuste sprechen zu lassen.
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44 Lesermeinungen
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#44 Rudolfus 13:46:02 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Die US-Kirchenhierarchie ist seit Jahrzehnten in Unmoral und Aufsichtslosigkeit versunken, insbesonders
in massiver Weise in den Jahren seit dem Pastoralkonzil mit dessen Geist des Unglaubens und der Unmoral.
Die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. haben jahrzehntelang ihre Verantwortung nicht wahrgenommen,
im Geiste von Spätmittelalterpäpsten. Das II. Vaticanum hat die Kirche in den Geist des dekadenten Spätmittelalters
katapultiert, mit Päpsten, die sich wenig bis gar nicht um die Kirchenregierung kümmerten.
#42 Florian Geyer 13:17:30 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
kros123 „hoffen wir, dass die evolution dafür sorgt, dass irgendwann die religionen aus den hirnen der
menschen verschwunden sind und sie sich auf das wesentliche konzentrieren können“ Sie wären ein perfekter
Logenbruder. Kleiner Tipp: die Leute ganz oben setzen sie sich das zum Ziel: Aber nicht weil sie wie sie
glauben dass dann die Welt „frei“ wird sondern vielmehr perfekt für die absolute Versklavung die seinesgleichen
suchen wird. Freimaurerischer Welteinheitsstaat = KZ+Gulag+SS+Hitler+Stalin
#41 kros123 13:03:16 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
@Raphael… … sie nennen es „Teufel“, ich würde es evolution nennen hoffen wir, dass die evolution
dafür sorgt, dass irgendwann die religionen aus den hirnen der menschen verschwunden sind und sie sich
auf das wesentliche konzentrieren können
#40 Raphael240889 12:33:00 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Teufel: habe Ziel bald erreicht Ziel war es , die katholische Kirche und das Christentum zu zerstören.
Von innen und von außen. Bald ist nichts mehr da. Teufel: habe gewonnen! Ätsch.
#39 seraphincgn 08:46:34 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
Ich verstehe eure Diskussion nicht! Der Kardinal zeigte den Überfall nicht bei der Polizei an. …daß
Prellungen oder blaue Flecken innerhalb eines Monats heilen könnten, während Opfer von sexuellen Mißbräuchen
auch nach Jahren noch schwer leiden würden. Diese Wunden seien weit tiefer als das, was ihm widerfahren
sei. Jetzt fragen sich Gläubige in Los Angeles, ob diese Worte des Kardinals als Ermutigung zu verstehen
sind, bei menschlichen Begegnungen die Fäuste sprechen zu lassen. Man der Kardinal hat es erkannt, er
hat dem Täter verziehen und die Schuld der anderen Getragen. Mhh sind das nicht alles Christliche Werte,
sagte Jesus nicht das man auch die andere Wange hinhalten muss, genau das hat der Kardinal doch gemacht!
Ja jetzt ist er Verwirt weil er sich nicht rächen will und weil er die qual der Opfer sieht und offen
ausspricht? Dieser Kardinal handelt Menschlich und Christlich und hier schreibt man der arme sei verwirrt!
Und man schreibt von angeblichen Opfern um eine distanzierte sachliche Haltung vor zu gaukeln, dabei ist
aber eher eine Verachtugn der Opfer zu erkennen, ja diese Armen sind selbst SChuld und der Priester ist
das Opfer. Ihr hier die ihr diese SOGENANTE ARTICKEl schreibt solltet euch an dem Kardinal eher mal ein
Beispiel nähmen. Ein Mörder kommt nach 15 Jahren frei das ist falsch und genau so falsch ist es einen
Kinderschänder wieder in die nähe von Kindern zu lassen, 2 Chance ja aber unter auschluss der Versuchung.
#38 Peter-Pan 03:58:38 | Donnerstag, 6. Dezember 2007
@Rodolfo Panetta Reden wir hier von einer jungen Lehrerin, die eine Affäre mit einem Jugendlichen hat –
was auch falsch ist, kein Frage – oder von einem Priester, der sein Amt mißbraucht, um sich an Kindern
zu vergehen? In diesen Fällen würden Gerichte – die in beiden Fällen Tagen müssten – zu Recht, tatsächlich
mit zweierlei Maß messen. Und wer – außer ein paar Hardlinern – verlangt irgendwelche Radikalstrafen?
Ich glaube ebenfalls an zweite Chancen – nicht aber daran, eine solche Sache unterm Teppich zu kehren
und einfach weiter zu machen. Pädophilie gilt seit Jahrzehnten als unheilbare – aber kontrollierbare –
sexuelle Neigung. Jemanden, der diese Neigung auf so fürchterliche Weise demonstriert hat, sollte nicht
noch einmal die Chance dazu gegeben werden – zum Schutz der poteniellen Opfer ebenso wie um seinetwillen.
Ich habe nie ganz verstanden, was diese Sorge um die Frühsexualisierung soll. Historisch gesehen sind
wir eigentlich weit von den Spitzenwerten aller vorangegangenen Jahrhunderte entfernt, als Frauen in einem
Alter verheiratet und entjungfert wurden, das man heutzutage klar von Kindesmissbrauch sprechen würde.
Und was soll schon wieder der Seitenhieb auf die bösen, bösen Schwulen. Homosexualität wird heute einfach
nicht mehr verfolgt wie früher – was soll daran schlecht sein.
im einzelnen… Unser Staat läßt verurteilte Mörder auch nach 15 Jahren frei. Warum soll ein Mensch,
der gefehlt hat, nicht nochmals eine Chance erhalten? Er soll eine Chance haben, sich wieder ins Leben
„draußen“ einzufügen. Natürlich! Was ihm nicht zusteht, ist eine Chance, nochmals zu fehlen. Im konkreten
Fall: Ein Priester (oder Laie), der sich einmal an Kindern vergangen hat, gehört nicht mehr in eine Position,
sich ein zweites Mal an ihnen zu vergreifen. Resozialisierung ja, aber nicht um den Preis einer Wiederholungstat.
Und dann verstehe ich eines in diesem Staat nicht: Schwulsein und Frühsexualisierung gelten hierzulande
doch heute als normal, ja werden geradezu überall gefördert und propagiert. Das mag einem gefallen oder
nicht, aber nichts davon ist rechtswidrig oder strafbar. Sexueller Mißbrauch ist hingegen beides. Aber
wenn sich ein Priester einmal verfehlt, dann soll der fürs Leben weggesperrt werden?! Nicht fürs Leben,
aber lange genug, daß er die Strafe deutlich spürt (gilt auch für jeden Laien!). Zum Thema Wiederholungsgefahr:
siehe oben. Nichts gegen die Wiedereingliederung z.B. eines Alkoholikers, aber muß das ausgerechnet im
Wirtshaus sein? Ich meine nein.
@R. Panetta Unser Staat läßt verurteilte Mörder auch nach 15 Jahren frei. Warum soll ein Mensch, der
gefehlt hat, nicht nochmals eine Chance erhalten? – Und dann verstehe ich eines in diesem Staat nicht:
Schwulsein und Frühsexualisierung gelten hierzulande doch heute als normal, ja werden geradezu überall
gefördert und propagiert. Aber wenn sich ein Priester einmal verfehlt, dann soll der fürs Leben weggesperrt
werden?! Wo in disen Lesermeinungen haben Sie denn gelesen, dass ein Pädo-Priester „fürs Leben weggesperrt
werden soll“ und keine „zweite Chance“ erhalten soll?? Es geht vielmehr darum, dass Pädophile Menschen
wenigstens eine Tzherapie machen müssen, für ihr (vielleicht) einmaliges Vergehen bestraft werden müssen
und dass Sie – VERDAMMT NOCHMAL!! – in einer Position, in welcher Sie mit Kindern alleine sein können,
nicht tragbar sind. Sie würden doch auch keinen Alkoholiker als Bierbrauer einstellen, oder?? Sicher
gibts in der Kirche auch genug Priester-Positionen, die nichts mit Kindern zu tun haben – als zweite Chance
für den Priester (Millitärseelsorger, Beichtvater im Kloster, …).
@ Arkanum Unser Staat läßt verurteilte Mörder auch nach 15 Jahren frei. Warum soll ein Mensch, der
gefehlt hat, nicht nochmals eine Chance erhalten? – Und dann verstehe ich eines in diesem Staat nicht:
Schwulsein und Frühsexualisierung gelten hierzulande doch heute als normal, ja werden geradezu überall
gefördert und propagiert. Aber wenn sich ein Priester einmal verfehlt, dann soll der fürs Leben weggesperrt
werden?! Aber ich sage auch ganz offen: Mir wäre es lieber gewesen, das Konzil hätte den Zölibat gelockert
und dafür an der alten Glaubenslehre und an der alten Messe festgehalten als umgekehrt. Doch sittliche
Verfehlungen gibt es in allen Berufsgruppen.
zu Vineta ad 1.) nein. Bis dahin ist er nicht gutherzig, sondern ein etwas weniger schwarzes Schaf als
z.B. Erzbischof Law in Boston. Eben: richtiges Verhalten relativ zu diversen Kollegen, nicht absolut.
ad 2.) ja unter der Prämisse, daß die Haftungsansprüche in Deutschland ebenso konsequent durchgesetzt
werden in den USA (bistumseitige Fahrlässigkeit oder Vorsatz natürlich vorausgesetzt). Der Fall Peter
Kramer ist mir in der Tat bekannt und im Fall eines erneuten Schuldspruchs würde ich für zivilrechtliche
Schritte ebenso plädieren wie Sie.
@Arkanum.: Zwei Schwachpunkte in Ihrer Argumentation: 1) Selbstverständlich wäre es nur ein Tropfen
auf den heißen Stein gewesen, hätte Kardinal M. sein Gehalt und sein Privatvermögen fürs Entschädigen
geopfert – aber es wäre doch immerhin eine Geste der Glaubwürdigkeit gewesen, ein kleines Zeichen echter
Reue. Haben Sie davon gehört, daß er das tat??? 2)Soso, Sie haben also die Hoffnung, daß man aus Angst
vor einem finanziellen Debakel die Sache mit pädophilen Priestern ernster nimmt!??? a) Genau, nur aus
Angst vielleicht – aber nicht aus Einsicht, denn zu viele drängen in das mit 8000 – 11000 Euro pro Monat
dotierte ( Narrenfreiheit garantierende) Bischofsamt, die das elegante Verspritzen von Weihwasser für
eine gottgefälligere Tat halten als das Nichtbelästigen von Kindern. b) Offenbar ist Ihnen von den Vorgängen
im Bistum Regensburg noch nichts zu Ohren gekommen, sonst hätten Sie wohl den obigen hoffungsvollen Satz
nicht geschrieben!???
Nicht mit zweierlei Maß messen – eine ausgezeichnete Idee! Hat das Land Baden-Württemberg diese Lehrerin
nach Bekanntwerden der Mißbrauchsvorwürfe von einer Schule in die andere, und damit von einer Beute
zur nächsten, weiterversetzt? Ohne die Schüler oder Eltern auch nur zu warnen? Damit Gelegenheit für
weitere Übergriffe geschaffen? Falls ja, trifft Ihr Vergleich, Herr Panetta. Falls nein, dann messen
Sie selbst mit zweierlei Maß.
Nicht mit zweierlei Maß messen! Also in unserer Stadt im Lande Baden-Württemberg hatte eine Lehrerin
eine Affäre mit einem minderjährigen Schüler. Drogen und Alkohol kamen auch noch dazu. Die Frau wurde
gerichtlich zur Rechenschaft gezogen. Aber würde das Land Baden-Württemberg deshalb Millionenbeträge
an windige Anwälte zahlen? Nie im Leben! Wieso soll das für die Kirche anders sein?
@Rodolfo Panetta, der dem Christentum einen Bärendienst erweist: Das ist ja wohl…!!!! 1) Statt die
Frage aufzuwerfen „ Was soll das ganze erpresserische Finanzgebaren“ sollten Sie lieber erst mal die wirklich
wichtige aufwerfen: „ Was soll der wiederholte Einsatz von unheilbar pädophilen Priestern in anderen
Gemeinden und das Zahlen von Schweigegeldern an die Mißbrauchsopfer aus der Kasse mit den Spenden der
so ebenfalls mißbrauchten Gläubigen? 2) Ein Lehrer, der sich gegenüber seinen Kindern bloß „ einmal
sexuell nicht im Griff hat“ , wie Sie es wirklich einmalig formulieren, ist seinen Job sofort los und
bangt auf der Anklagebank, ob er 1,2,3 oder 4 Jahre Knast kriegt. Ja natürlich , Priester sind nach Ihrer
Ansicht privilegiert, denen muß man ein weniger ethisches Leben zubilligen ! Ja und ein Bischof im Knast?
Undenkbar. Die Weihe macht ihn ja zu einem überirdischen Wesen!
Von gutherzig, Vineta, könnte man in der Tat erst reden, wenn er sich selbst beteiligte. Richtig war
das Verhalten nur relativ zu anderen Bischöfen, die nicht einmal das getan hatten. In anderen Fällen
gingen die Klagen auf Schadenersatz vor Gericht, und fünf US-Diözesen sind inzwischen bankrott (liegt
letztendlich auch nicht im kirchlichen Interesse). Das hat schlicht mit dem Haftungsrecht der jeweiligen
Länder zu tun. Soweit Diözesen juristische Personen sind, trifft sie natürlich auch zivile Haftpflicht,
soweit ihre Amtsträger fahrlässig oder gar (bedingt oder direkt) vorsätzlich zu Sexualstraftaten Untergebener
beigetragen haben. Den Ersatzanspruch bejahen im konkreten Fall auch die Versicherungen. Inwieweit sich
die Diözese dann die Beträge von den Amtsträgern zurückholen will, ist ihre Entscheidung (und bei
solchen Beträgen wäre das Privatvermögen ein Tropfen auf den heißen Stein, nicht einmal annähernd
geeignet, die Ansprüche zu begleichen). Jetzt besteht noch die Hoffnung, daß man künftig schon aus
Angst vor einem finanziellen Debakel Mißbrauchsvorwürfe ernster nimmt, als es bisher -in vielen Diözesen-
der Fall war. Anderenfalls würde durch künftige Prozesse dasselbe wie durch das Fernbleiben von den
Domen erreicht, vermutlich sogar schneller. (Logge mich erst einmal aus – bis später!)
#28 engelhardt † 21:34:56 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Abzocken? Die Kirche läßt sich abzocken und reagiert insgesamt falsch Wie haette sie denn reagieren
sollen? Die Verbrechen weiterhin leugnen und vertuschen?
#27 Peter-Pan 21:27:10 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Rodolfo Panetta In den Fällen von Mißbrauch ist der Täter schuldig, nicht die Kirche. Dieses Argument
fand ich schon immer lächerlich. Dann nennen wir es eben nicht Schuld, sondern Verantwortung. Und wollen
Sie wirklich behaupten, dass die römisch katholische Kirche keine Verantwortung für das trägt, was
ihre Priester tun – wozu sie ihr Amt und ihre Stellung mißbrauchen. Oder keine Verantwortung für Bischöfe,
die eben diese Priester decken und einfach nur versetzen? Wenn das keine Schuld ist, was dann? Diese exorbitante
Geldgier ist noch viel schlimmer, als wenn sich ein Mensch einmal sexuell nicht im Griff hat und zum Täter
wird? Gratulation, das ist eine der ekelhaftesten Behauptungen, die hier bislang aufgestellt wurde – und
auf kreuz.net will das wirklich was heißen. Als wenn sich ein Mensch einmal sexuell nicht im Griff hat???????
Wir reden hier von sexuellem Missbrauch an Kindern, und sie benutzen eine derart verharmlosende Wortwahl.
Und unterstellen auch noch, dass ein Mensch, der sich einer Entschädigungsklage anschließt ein noch
schäbigeres Verhalten an den Tag legt. Widerwärtig. In Dickens’ „Oliver Twist“ ist Fagin ein Hehler,
der Jugendliche zum Stehlen schickt Ja, ich habe Olliver Twist auch gelesen. Und wenn ich mich recht erinnere,
sind sowohl Fagin als auch seine stehlenden Kinder die Opfer einer Gesellschaft, die sie aufgegeben und
vergessen hat. Oder anders: Vielleicht haben Sie ja ein Problem mit den Anwälten, aber die waren Schurken
sind die Priester und Bischöfe.
Bitte das Thema nicht so zerreden, daß es wieder mal ausgeht wie das Hornberger Schießen! @Peter Pan:
Bitte genau nachlesen! Nirgendwo habe ich behauptet, Mißbrauchsfälle hätte es früher weniger gegeben ,
sie würden sich erst in letzter Zeit häufen! @Arkanum: Das Reden vom gutherzigen Mahony macht hier wenig
Sinn, da es dem ja im Traum nicht mal einfiel, sein ganzes eigenes Geld den Opfern als Entschädigung
zukommen zu lassen. Er setzte sich ja nur für den Griff in die Kirchenkasse mit den Spenden der Gläubigen
ein, so daß bis heute die dummen Gläubigen 2,6 Milliarden Dollar für die Schandtaten der Bischöfe
dahingaben. Die Reformation wurde übrigens von Luther wegen einer weit geringeren Summe an Ablaßgeldern
angezettelt, die der Erzbischof von Mainz zur Begleichung seiner Privatschulden abzweigte. Verdient etwa
Lob, wer sich dafür einsetzt, das Geld anderer zu verteilen? @Arkanum:Wie ich sagte: Nur das Fernbleiben
von den Domen ist die angemessene Reaktion auf solche Bischöfe! Schlägerattacken? Damit würde man es
den besagten geistlichen Barockfürsten nur erleichtern, von der Täterrolle in die Opferrolle zu schlüpfen!
@ Peter Pan In den Fällen von Mißbrauch ist der Täter schuldig, nicht die Kirche. Und überhaupt: Was
soll das ganze erpresserische Finanzgebaren? Diese exorbitante Geldgier ist noch viel schlimmer, als wenn
sich ein Mensch einmal sexuell nicht im Griff hat und zum Täter wird. – In Dickens’ „Oliver Twist“ ist
Fagin ein Hehler, der Jugendliche zum Stehlen schickt. Die heutigen „Fagins“ sind raffinierte Anwälte,
welche die Schuld von Menschen zu grenzenloser, erpressender Abzocke ausnützen.
#24 Peter-Pan 20:50:07 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Rodolfo Panetta Kampagne offenbart Haß gegen die Kirche Genau so ist es. Der Kardinal mag als Christ
konsequent gehandelt haben, indem er dem Schläger verziehen hat, aber das Problem bleibt. Die Kirche
läßt sich abzocken und reagiert insgesamt falsch Was für ein Kampagne?? Hier ist von einem Einzeltäter
die Rede, der den Kardinal angeblich angegriffen hat und angeblich Missbrauchsskandale als Grund dafür
angegeben hat. Aber wie wäre denn die richtige Reaktion der Kirche? Die Schuld gegenüber den Missbrauchsopfern
einfach verleugnen?
Kampagne offenbart Haß gegen die Kirche Genau so ist es. Der Kardinal mag als Christ konsequent gehandelt
haben, indem er dem Schläger verziehen hat, aber das Problem bleibt. Die Kirche läßt sich abzocken
und reagiert insgesamt falsch.
#22 Peter-Pan 20:39:02 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Vineta Wie gesagt, wie kommen Sie darauf, dass sich die Missbrauchsfälle seit früher, seit – sagen
wir – dem letzten oder dem vorletzten Jahrhundert gehäuft haben. Alles was wir sicher wissen, ist dass
die Aufdeckung dieser Missbrauchsfälle sich gehäuft hat. Ist es nicht naheliegend, dass die Priester
noch viel häufiger ihren Trieben nachgingen, als sie noch größere Kontrolle über ihre Schäffchen
hatten und die Medien noch nicht jeden Fall in der Öffentlichkeit breit traten (wie sie es heute zu Recht
tun). In einem bin ich allerdings Ihrer Meinung: Es ist erstaunlich, für was Menschen schon exkommuniziert
wurden – da mutet es umso erstaunlicher an, dass pädophile Priester von ihren Bischöfen oft nur versetzt
und diese Bischöfe nach Aufdeckung einfach im Amt belassen werden…
Zustimmung, Vineta, wer so etwas duldet, gehört in jedem gesellschaftlichen Bereich gefeuert! Dabei war
Erzbischof Mahony (ich habe zwischenzeitlich noch etwas in der Vorgeschichte gekramt) wenigstens im Nachhinein
bereit, sich für eine Entschädigung einzusetzen. Einige seiner Kollegen, in deren Diözesen sich ein
vergleichbarer Saustall gebildet hatte, waren auch dazu nicht willens. Insofern überrascht mich, daß
ausgerechnet er Ziel einer Schlägerattacke (was nie sein darf!) wurde.
@Peter Pan+Arkanum+santa maria: Nicht vom Wichtigsten abkommen! @PeterPan+Arkanum: Mißbrauchsfälle hat
es immer gegeben und wird es immer geben. Skandalös wird es erst, wenn sie sich häufen. Aber daß besagte
Bischöfe, die in besagter Weise drauf reagierten, bis heute vom Papst nicht gefeuert wurden, das ist
unerhört und der Skandal aller Skandale. @santa rita: „ Abgestumpft und verblödet“ muß man in der Tat
eine Volksmenge nennen, die den Domen besagter Bischöfe nicht einfach fernbleibt und sich nicht die Ohren
zuhält, wenn der Papst über alles mögliche dauert redet und gehört werden will, aber zum Verhalten
besagter Bischöfe schweigt und sie nicht aus ihren Ämtern entfernt.
Das Umdenken will ich auch gar nicht abstreiten, Ultramontanus, aber das hat natürlich in verschiedene
Richtungen gewirkt. Zum einen kommt ein Umdenken in der Sexualmoral in Frage, zum anderen auch eine höhere
Anzeigebereitschaft bei den Opfern (in wieweit das Konzil oder außerkirchliche Vorgänge dazu geführt
haben, wird sich kaum noch quantifizieren lassen). Das große Problem bei der ganzen Angelegenheit ist
die Unmöglichkeit, gerade für die älteren Vorgänge genaue und mit den heutigen vergleichbare Zahlen
zu finden. Die Übergriffe vor „V2“ zeigen jedenfalls, daß auch vorher nicht alles in Ordnung war und
eine scharfe Trennlinie vor/nach „V2“ zumindest im Bereich des Kindesmißbrauchs nicht existiert (in anderen
Bereichen natürlich).
Massenlaisierungen? „Laiisierte“ Massen sind wohl kaum haltbar. Und, wenn es so wäre, wären die in ihrer
Sexualmoral so fragwürdigen Kleriker ja längst massenhaft aus dem klerikalen Stand entlassen, so daß
das wohl kaum als Argument taugt. Grundsätzlich jedoch halte ich die Anwendung körperlicher Gewalt nicht
für beifallswürdig, sei deren Opfer nun ein Mitglied des Hl. Konsistoriums oder „nur“ ein einfacher
Mensch; egal ob ich nun im Einzelfall mit dessen Auffassungen oder Handlungen einverstanden bin, oder
nicht.
#17 Ultramontanus 20:09:48 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Arkanum: Das kann man nicht stehen lassen Nach dem V2 trat in weiten Teilen des Klerus ein „Umdenken“
auch in der Sexualmoral ein, was sich unter anderem in Massenlasisierungen von Priestern oder „heimlichen
Geliebten“ dieser Prister niederschlug bzw. schlägt.
mediale Kontrolle? Lag das an der (mutmaßlichen) kirchlichen Medienkontrolle, an einer Minderzahl der
Vorfälle, oder am mangelnden öffentlichen Interesse an solchen Vorfällen/Berichten, oder am Schweigen
der Betroffenen? Die Behauptung, heiligmäßige „tidentinische“ Priester hätten über eine andere moralische
Stärke oder moraltheologische Fundieung verfügt, so daß dies ein Problem moralisch fragwürdiger Priester
seit dem II. Vatikanum sei, halte ich für abenteuerlich.
Die ältesten Fälle, Peter-Pan, gehen hier bis in die 40er Jahre religion.orf.at/…70717_missbrauch.htm
zurück, also zwei Jahrzehnte vor dem II.Vaticanum… deswegen „V1“ verantwortlich machen zu wollen wäre
genauso abwegig. Sexuellen Mißbrauch gab es vor dem letzten Konzil und danach. Ganz einfach.
#14 Peter-Pan 19:47:26 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Wo kommt eigentlich diese V2-Fixierung her? Ich wette, dass die Mißbrauchsfälle früher eher noch zahlreicher
waren, als die Medien noch nicht „außer Kontrolle“ und die Macht der Kirche über ihre eingeschüchterten
Gläubige noch nicht so zerstört war, wie heute.
#13 santa rita 19:42:16 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
@Vineta Volle Zustimmung. Dass der Herr Kardinal mal eins auf die Mütze bekommen hat, ist eher ein ermutigendes
Zeichen. Es zeigt, dass es noch so etwas wie ein gesundes Volksempfinden gibt, dass der Mann auf der Strasse
noch nicht so abgestumpft und verblödet ist, dass er nicht einen heiligen Zorn aufbringen könnte angesichts
der himmelschreienden Verbrechen, die die V2-Kleriker Kindern antun.
#12 Peter-Pan 19:28:02 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Angeblich… Dieser angebliche Gewalttäter, der den Kardinal angeblich im Juli zusammengeschlagen haben
soll – angeblich wegen angeblicher sexueller Missbrauchsskandale – ist also ein Unbekannter, der dank
der Passivität des Kardinals nicht ermittelt werden konnte – angeblich jedenfalls… Die Art und Weise,
wie hier Missbrauchsopfer zum Ziel von Hass und Verachtung der kreuz(net)zügler werden, sagt eine Menge
über diese Seite aus. Alles gar nicht so schlimm mit dem Missbrauch – und lohnt sich ja schließlich
auch, so will einem hier regelmäßig weisgemacht werden. Die eigentliche Schuld liegt schließlich beim
Opfer – eine Teilschuld vielleicht beim Priester und gar keine Schuld bei den vertuschenden Bischöfen
und Kardinälen. Als eigentliches Opfer wird wieder und wieder die arme, arme Mutter Kirche vorgeführt –
Zielscheibe der grausamen Medien, ohne die sich die ganze Angelegenheit doch still und friedlich klären
ließe. Jetzt fragen sich Gläubige in Los Angeles, ob diese Worte des Kardinals als Ermutigung zu verstehen
sind, bei menschlichen Begegnungen die Fäuste sprechen zu lassen. Nein, das fragen sich nicht die Gläubigen
von L.A., sondern der anonyme Autor diesen kreuz.net-Artikels. Und überhaupt, was ist eigentlich aus
diesem Andere-Wange-hin-halten-Quatsch geworden. Da wagt es ein Kardinal kleinlaut zuzugeben, dass sexueller
Missbrauch schlimmer ist, als die Schläge die er (angeblich) eingesteckt hat und das wird hier zur Gewaltakzeptanz
uminterpretiert.
#11 engelhardt † 19:23:47 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
v2v2v2v2v2 Hier die Antworten auf Ihre Fragen: zu 1) V2-Bischöfe zu 2) V2-Bischöfe zu 3) V2-Bischöfe
zu 4) V2-Päpste Bullshit, das gab’s alles schon vor V2.
#10 ottaviani 19:00:12 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
ich habe mich weder bei dir noch bei sonst jemand hier zu entschuldigen oder zu rechtfertigen das ich
sehr vielseitig bin entspricht meinem fröhlichen wesen damit versuche ich die oben erwähnte hinfälligkeit
auszugleichen also wie gesagt bitte nicht sich einbilden das ich mich hier für irgendetwas entschuldige
Der Kardinal legt eine falsche Fährte! Wenn der Kardinal sagt, seine nur etwa einen Monat lang anhaltenden
blauen Flecken seien kaum der Rede wert im Vergleich zu den den Mißbrauchsopfern zugefügten seelischen
Wunden , so ist das ein Versuch, den alle Dimensionen sprengenden Skandal in ganz engen Grenzen zu halten.
Bis heute schuldet nämlich die sich taub stellende Kirche eine Antwort auf folgende brisante Fragen:
1) Was sind das für Bischöfe, die aus 10, 100, nein, auch aus 1000 Fällen von Kinderschänder-Priestern
keine Lehre zogen und keine scharfen Kontrollen auf den Weg brachten, um möglichst viele unheilbar-pädophile
Priesterkandidaten vom Priesteramt fernzuhalten? 2) Was sind das für Bischöfe, die jahrzehntelang der
Kinderschändung überführte Priester nicht feuerten, sondern Schweigegelder ( also veruntreute Spenden
von Gläubigen) an die Opfer zahlten und die Täter in bis zu 100 anderen Gemeinden erneut einsetzten?
3) Was sind das für Bischöfe, die für ihr antichristliches Treiben bisher insgesamt 2,6 Milliarden
Dollar Spenden von naiv-gutgläubigen Christen (Kirchensteuern gibt es in den USA nicht) ausgaben, aber
weiterhin von ihren Gehältern gut leben? 4) Was sind das eigentlich für Päpste, die solche Männer
zu Bischöfen machten und sie in ihren Ämtern belassen und nicht feuern??? Und was ist daran Wahres:
Manche Zeitungen wollen wissen, im Vatikan habe man nicht nur von den Zahlungen der Schweigegelder und
der erneuten Einsätze gewußt, sondern es gewünscht.???
#7 ExBochumer † 18:45:18 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Seine eigene Gebrechlichkeit als Entschuldigungsgrund vortragen … das langt mir um ein Urteil über
Sie zu bilden. Wegen Gebrechlichkeiten in Satanistenforen, kirchenkritischen und religiös-traditionalistischen
Foren zeitgleich zu posten – das sollte man wirklich man mit einem Ehrenkreuz belohnen. Ach ja, den haben
Sie ja schon – von kreuts.net.
#5 ExBochumer † 18:12:57 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Der ottaviani … scheint mitunter sehr schwerfällig zu sein. Seine Doppel-, Dreifach- und Mehrfachanwesenheit
in diversen Foren, – auch ausgezeichnet in einem Hassforum – stehen da schon für sich.
Eine gute Frage, Ottaviani, ob der Grund darin liegt? Ein Diözesanpriester, der den Kardinal bei der
Priesterkonferenz gehört hat, erklärte vor der Tageszeitung ‘Los Angeles Daily News’, daß der Gewaltverbrecher
jemand war, „den wir kennen und respektieren“. Das Verhalten des Täters ist noch viel widersinniger,
wenn er über das Motiv die Wahrheit sagt: Er hatte sich zu den Fällen von Mißbrauch in seiner Erzdiözese,
anders als so mancher unter seinen Kollegen, vorbildlich verhalten. Der Annahme eines vorgeschobenen Motivs
schließe ich mich an.
Ungeachtet grundsätzlichen Interesses an katholischer Berichterstattung auf dieser Seite, ist der Verweis
auf ungenannte Kreise als Beleg für die Bedeutung oder Aktualität der Berichterstattung ungeeignet.
Sinn würde dieser Hinweis nur im Rahmen des Autoritätsarguments machen, falls man der Redaktion eine
dem „Philosophen“ des hl. Thomas vergleichbare zubillgte.
@ artikel Jetzt fragen sich Gläubige in Los Angeles, ob diese Worte des Kardinals als Ermutigung zu verstehen
sind, bei menschlichen Begegnungen die Fäuste sprechen zu lassen…es geht immer noch blöder auf hetz.net…