Jetzt ist es wahr
In Finnland wurde ein Pfarrer und Gegner der Frauenordination verurteilt, weil er sich geweigert hatte, das Abendmahl mit einer Pfarrerin auszuteilen.
(kreuz.net) „Jetzt ist es wahr, obwohl ich dies im voraus nicht geglaubt hätte – oder nicht glauben wollte“.
Das erklärte der lutherische Pastor, Dr. Martti Vaahtoranta, am 30. November in einer privat ausgeschickten elektronischen Nachricht.
Vaahtoranta ist Finne und lebte bis vor kurzem als Mitglied der ‘Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche’ in Wiesbaden. Kürzlich kehrte er in sein Heimatland zurück.
Jetzt berichtete Vaahtoranta, daß das Bezirksgericht Hyvinkää – fünfzig Kilometer nördlich von Helsinki – zwei Pfarrer und eine Gläubige zu Geldstrafen verurteilt hat. Grund: Verstöße gegen das Antidiskriminierungsgesetz.
Bei den Verurteilten handelt es sich um den stellvertretenden leitenden Pastor Tauno Tuominen, um Pfarrer Ari Norro sowie um Frau Pirkko Ojala, Vorsitzende einer Ortsgruppe des ‘Finnisch Lutherischen Evangeliumsvereins’.
Pfarrer Norro ist ein überzeugter Gegner der Frauenordination. Er befand sich in einer lutheranischen Gemeinde als Gastprediger.
In der Sakristei hielten sich vor Gottesdienstbeginn neben Pfarrer Norro auch Frau Ojala auf.
Dann betrat eine Pfarrerin die Sakristei, die im Dienstplan als Abendmahlshelferin für den Gottesdienst vorgesehen war.
Gastprediger Norro und eine der Organisatorinnen des Gottesdienstes waren davon ausgegangen, daß – wie früher abgesprochen – keine Pfarrerinnen im Dienst seien.
Infolgedessen weigerte sich Pfarrer Norro zusammen mit der Pfarrerin zu amtieren.
Daraufhin erstattete ein anwesender Kirchenvorsteher Anzeige und Norro wurde wegen Diskriminierung verurteilt.
Der ebenfalls verurteilte Pfarrer Tuominen ist selber kein Gegner der Frauenordination. Er wurde aber offenbar deshalb schuldig gesprochen, weil er die Oberaufsicht über den Ort des Geschehens besaß.
Frau Ojala wurde verurteilt, weil sie als Vertreterin des Arbeitgebers von Pfarrer Norro nicht eingeschritten ist, um der Pastorin zu ihrem angeblichen Recht zu verhelfen und ihren Abgang sogar gutgeheißen hat.
Jetzt hofft Vaahtoranta, daß die Verurteilten gegen das Urteil Berufung einlegen werden:
„Sonst bildet die heutige Entscheidung einen Präzedenzfall, die jede Kirche und sogar jeden christlichen Verein jederzeit betreffen könnte.“
Das ganze sei eine enorme Provokation gewesen. Man habe genau gewußt, daß Pfarrer Norro aus Gewissensgründen niemals mit einer Pfarrerin amtieren würde:
„Prompt wurde ein Anzeige erstattet, nicht etwa beim Bischof oder Domkapitel, sondern bei einem weltlichen Gericht“.
© Titelbild: Transguyjay, CC
Das erklärte der lutherische Pastor, Dr. Martti Vaahtoranta, am 30. November in einer privat ausgeschickten elektronischen Nachricht.
Vaahtoranta ist Finne und lebte bis vor kurzem als Mitglied der ‘Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche’ in Wiesbaden. Kürzlich kehrte er in sein Heimatland zurück.
Jetzt berichtete Vaahtoranta, daß das Bezirksgericht Hyvinkää – fünfzig Kilometer nördlich von Helsinki – zwei Pfarrer und eine Gläubige zu Geldstrafen verurteilt hat. Grund: Verstöße gegen das Antidiskriminierungsgesetz.
Bei den Verurteilten handelt es sich um den stellvertretenden leitenden Pastor Tauno Tuominen, um Pfarrer Ari Norro sowie um Frau Pirkko Ojala, Vorsitzende einer Ortsgruppe des ‘Finnisch Lutherischen Evangeliumsvereins’.
Pfarrer Norro ist ein überzeugter Gegner der Frauenordination. Er befand sich in einer lutheranischen Gemeinde als Gastprediger.
In der Sakristei hielten sich vor Gottesdienstbeginn neben Pfarrer Norro auch Frau Ojala auf.
Dann betrat eine Pfarrerin die Sakristei, die im Dienstplan als Abendmahlshelferin für den Gottesdienst vorgesehen war.
Gastprediger Norro und eine der Organisatorinnen des Gottesdienstes waren davon ausgegangen, daß – wie früher abgesprochen – keine Pfarrerinnen im Dienst seien.
Infolgedessen weigerte sich Pfarrer Norro zusammen mit der Pfarrerin zu amtieren.
Daraufhin erstattete ein anwesender Kirchenvorsteher Anzeige und Norro wurde wegen Diskriminierung verurteilt.
Der ebenfalls verurteilte Pfarrer Tuominen ist selber kein Gegner der Frauenordination. Er wurde aber offenbar deshalb schuldig gesprochen, weil er die Oberaufsicht über den Ort des Geschehens besaß.
Frau Ojala wurde verurteilt, weil sie als Vertreterin des Arbeitgebers von Pfarrer Norro nicht eingeschritten ist, um der Pastorin zu ihrem angeblichen Recht zu verhelfen und ihren Abgang sogar gutgeheißen hat.
Jetzt hofft Vaahtoranta, daß die Verurteilten gegen das Urteil Berufung einlegen werden:
„Sonst bildet die heutige Entscheidung einen Präzedenzfall, die jede Kirche und sogar jeden christlichen Verein jederzeit betreffen könnte.“
Das ganze sei eine enorme Provokation gewesen. Man habe genau gewußt, daß Pfarrer Norro aus Gewissensgründen niemals mit einer Pfarrerin amtieren würde:
„Prompt wurde ein Anzeige erstattet, nicht etwa beim Bischof oder Domkapitel, sondern bei einem weltlichen Gericht“.
© Titelbild: Transguyjay, CC
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Donnerstag, 13. Dezember 2007 16:49
Jörg Guttenberger, Köln: Bruder Theophil: Einheit
Jede Kirchenspaltung angefangen mit der nach dem 2. Konzil nach dem die Assyrer eigene Wege gegangen sind,
hat zu einer spürbaren Entdynamisierug der Gesamtkirche geführt. Am spürbarsten für uns war das nach
der Reformation.
Zweck heiligt nie die Mittel. Ihr Vorschlag wird von der Bibel ganz klar verworfen: siehe das Gebet Jesu Christi für die Einheit und das Gleichnis vom guten Hirten.
Zweck heiligt nie die Mittel. Ihr Vorschlag wird von der Bibel ganz klar verworfen: siehe das Gebet Jesu Christi für die Einheit und das Gleichnis vom guten Hirten.
Mittwoch, 12. Dezember 2007 11:02
Bruder Theophil: Nein, das glaube ich nicht…
…denn die Kirche hat ganz andere Stürme überstanden. Und vielleicht täte es dem Kern der Gemeinde ganz gut, wieder zu einem Senfkorn zu schrumpfen, um daraus erstarkt hervorzugehen. Befreit von ideologischem Ballast.
Mittwoch, 12. Dezember 2007 04:10
Jörg Guttenberger, Köln: Bruder Theophil
Das Problem ist die Einheit der Kirche!
Dienstag, 11. Dezember 2007 18:15
Bruder Theophil: Dann last doch die Frauen…
…die ordiniert sein wollen, Ihre eigene Glaubensgemeinschaft gründen. Wo ist das Problem ?
Montag, 10. Dezember 2007 09:28
Rudolfus: @Regina1961: Die Unmöglichkeit von katholischen „Priesterinnen“ ist endgültig
@Rudolfus
Ich weiß auch, was Johannes Paul II geschrieben hat. Aber es gibt auch hierfür Möglichkeiten der Veränderung. Bin im Kirchenrecht momentan nicht ganz so fit, aber endgültig ist diese Sache noch nicht.
Anscheinend wissen Sie nicht, was Papst Johannes Paul II. geschrieben hat bzw. nicht, welche Bedeutung der Lehre des Römischen Papstes zukommt, wenn der Papst eine Frage ein für allemal und in verbindlicher Weise durch sein päpstliches Lehramt klärt,
und nicht in einem CIC-§.
Ich weiß auch, was Johannes Paul II geschrieben hat. Aber es gibt auch hierfür Möglichkeiten der Veränderung. Bin im Kirchenrecht momentan nicht ganz so fit, aber endgültig ist diese Sache noch nicht.
Anscheinend wissen Sie nicht, was Papst Johannes Paul II. geschrieben hat bzw. nicht, welche Bedeutung der Lehre des Römischen Papstes zukommt, wenn der Papst eine Frage ein für allemal und in verbindlicher Weise durch sein päpstliches Lehramt klärt,
und nicht in einem CIC-§.
Sonntag, 9. Dezember 2007 00:24
Jörg Guttenberger, Köln: Fraenodination
Die Begründung einer Frauenordnation mit fehlendem biblischem Verbot geht weit an der Wirklichkeit vorbei!
Ein ausdrückliches verbales Verbot gibt es zwar tatsächlich nicht. Aber:
Maßgebend für die krichliche Tradition ist eben nicht nur die Schrift, sondern auch das Handeln Jesu Christi! Für die ersten Christen war völlig selbstverständlich, daß die Apostel und ihre Nachfolger immer im Sinne des Herrn handelten, ohne zu fragen ob der Herr das auch jeweils ausdrücklich angeordnet oder verboten hat oder nicht.
Es bedarf damit keines ausdrücklichen Verbotes einer Frauenordnation, es genügt vielmehr, daß der Herr in sein Apostelkollegium ausschließlich Männer berufen hat. Damit ist diese Frage endgültig beantwortet, wie bekanntlich JPII bestätigt hat.
Die Frage des Zölibates ist eine Frage der Kirchendisziplin und hat keinen dogmatischen Charakter. Auch in den mit Rom in voller Kirchengemeinschaft lebenden Ecclesiae sui iuris gibt es verheiratete Priester, von Rom in keiner Weise beanstandet.
Die Zölibatsfrage ist beim derzeitgen Priestermangel berechtigt. Andererseits hat die Kirche, wie die Entwicklung nach dem Konzil bestätigt, durch wesentlichen Forderungverzicht noch nie gewonnen, sondern immer an Substanz verloren.
Maßgebend für die krichliche Tradition ist eben nicht nur die Schrift, sondern auch das Handeln Jesu Christi! Für die ersten Christen war völlig selbstverständlich, daß die Apostel und ihre Nachfolger immer im Sinne des Herrn handelten, ohne zu fragen ob der Herr das auch jeweils ausdrücklich angeordnet oder verboten hat oder nicht.
Es bedarf damit keines ausdrücklichen Verbotes einer Frauenordnation, es genügt vielmehr, daß der Herr in sein Apostelkollegium ausschließlich Männer berufen hat. Damit ist diese Frage endgültig beantwortet, wie bekanntlich JPII bestätigt hat.
Die Frage des Zölibates ist eine Frage der Kirchendisziplin und hat keinen dogmatischen Charakter. Auch in den mit Rom in voller Kirchengemeinschaft lebenden Ecclesiae sui iuris gibt es verheiratete Priester, von Rom in keiner Weise beanstandet.
Die Zölibatsfrage ist beim derzeitgen Priestermangel berechtigt. Andererseits hat die Kirche, wie die Entwicklung nach dem Konzil bestätigt, durch wesentlichen Forderungverzicht noch nie gewonnen, sondern immer an Substanz verloren.
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