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Freitag, 7. Dezember 2007 19:05
Völlig unkritisch
Daß die Kirche ausstirbt, hat gute Gründe. Denn ihr Jugendapostolat ist nicht mehr als ein billiger Abklatsch der Unterhaltungsindustrie, die ihre Millionen auf dem Rücken geistig vergewaltigter Kinder scheffelt.
Webseite des Kinderverführungsmagazins "Bravo"
Webseite des Kinderverführungsmagazins „Bravo“
(kreuz.net) Einen besonderen Leckerbissen hat sich die ‘Jugendkirche Oberhausen’ im Bistum Essen einfallen lassen.

Noch bis zum 26. Dezember läuft dort die Ausstellung „50 Jahre Bravo“.

Sie ist einem deutschen Kinderverführungs-Magazin mit einer Auflage von über 500.000 Exemplaren gewidmet.

Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem ‘Bund der deutschen katholischen Jugend Oberhausen’ durchgeführt. Zusammengestellt wurde sie vom Berliner ‘Archiv für Jugendkulturen’.

Dabei werden Originalexponate der Beatles, lebensgroße Starschnitte, ‘Bravo’-Hefte zum Schmökern, Jugendzimmer verschiedener Jahrzehnte und zahlreiche Fan-Accessoires gezeigt.

Das Kinderverführungs-Magazin wird von der Webseite der Jugendkirche völlig unkritisch vorgestellt:

Es „spiegelte und prägte zugleich wie keine andere die unterschiedlichen Jugendkulturen in allen Jahrzehnten – von den Wirtschaftswunderjahren (Amerikanisierung, die Entdeckung des Teenagers) über die 60er Jahre (Beat, 68er-Bewegung, Hippies) bis zu der ‘individualisierten’ Vielfalt seit den 90er Jahren.“

Zudem gebe es weltweit wohl kein zweites Jugendmagazin, das so intensive Zielgruppenanalysen und -kommunikation betreibe:

Das Magazin stehe „damit für die professionelle Kommerzialisierung der jugendlichen Freizeitwelten.“

Es treffe mit seiner Themenwahl den „Nerv der jugendlichen Generation“ – glaubt die Jugendkirche etwas naiv.

Seit dem Jahr 1969 sei das „Thema Sexualaufklärung“ neben dem „Starkult“ zu einer zweiten tragenden Säule besagten Magazins geworden:

„Wir möchten Dich einladen diese Ausstellung zu besuchen und in die vergangenen Jahrzehnte dieser Jugendzeitschrift einzutauchen.“

Angepriesen wird auch ein „spannendes Rahmenprogramm“.

Daran nimmt auch der Bielefelder Arzt, Psychotherapeut und Religionslehrer Martin Goldstein (80) teil. Er trieb in dem Magazin jahrzehntelang als angeblicher Kinderaufklärer „Dr. Sommer“ sein Unwesen.

Während der Ausstellung gibt es weitere sogenannte Highlights.

Bereits Ende November fand eine „Bravo Lesenacht“ statt. Motto: „In alten und neuen ‘Bravos’ schmökern, chillen, Jugendfilme gucken“.

Am 5. Dezember gab es den Glaubenskurs „Weißt Du noch oder glaubst Du schon?“

Er stand unter dem Motto: „Zieh dem Nikolaus die Hosen aus…“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 130 Lesermeinungen:
Donnerstag, 13. Dezember 2007 18:34
methusalix †: @Nachtlaterne
Nachtlaterne: das wort „nichtaufklärung“…

echte aufklärungswerke …


Echt „katholisch“? Besser nicht, weil Ihre Aussage …

wer aber schon kinder der grundschule meint lobend mit dem sex der perversen bombardieren zu müssen, der begeht ein verbrechen an Kinderseelen

… so richtig ist:

Wer aber meint, schon Kinder in der Grundschule verächtlich und abwertend mit der Sexualität der Menschen indoktrinieren zu müssen, der begeht ein Verbrechen an Kinderseelen.

wir brauchen einen geistgigen streudienst gegen perversionen …

Nein, wir brauchen bestimmt keine Verunglimpfung der Liebe, so wie es die katholische Klerisei (aus Neid?) seit den grossen sexualneurotischen Kirchen“vätern“ betreibt.

und wir brauchen auch vorbilder dagegen.

Haben Sie doch! Was glauben Sie ist ein Priester? Ein Vorbild für liebeloses Leben. Will halt nur keiner mehr führen, so ein Leben, weil es sich als sinnlos herausgestellt hat.

ohne ständiges gebet …

Na dann beten Sie mal schön. Am besten gegen den Kapitalismus. Weil der alles, eben auch den Sex, zur Ware macht. Aber vorsicht; es könnte Ihnen ein Bussschweigen auferlegt werden. Der Kapitalismus ist der katholischen Hierarchie heilig.

… und der beichte mehr beachtung schenklen!

Sie wollen, dass man Liebe beichten muss? Das ist der Gipfel der katholischen Perversion!

… und zu was für glatten worten die gottlosigkeit führt.

Sie verwechseln schon wieder Gottlosigkeit mit Kapitalismus.

(Sie sind eine Abfinsterung der deutschen Orthografie!)
Dienstag, 11. Dezember 2007 07:09
crossword: nachtlaterne – fakt ist
dass Sie weder viel ahnung von sexualität noch von kindern und auch ein völlig verdrehtes (pervertiertes) bild von „perversionen“ zu haben scheinen.
wie sonst könnten Sie aufklärung gleichsetzen mit der aufforderung, so früh und oft wie möglich sex zu haben – vielleicht auch noch auf eine art und weise, die den jungen menschen gar nicht anspricht?
damit verbreiten sie vorsätzlich unsinn und unwahrheit.
aufklärung soll verhindern, dass junge menschen das erwachen ihrer eigenen sexualität als bedrohlich und verwirrend erleben, wie das in der „heilen welt“ von früher standard war. es soll heranwachsende gleichgeschlechtlich empfindende junge menschen vor verzweiflung schützen und vor der angst, der/die einzige zu sein. zweitens soll es verhindern, dass mädchen völlig ahnungslos in eine ehe gehen und dann nolens volens gute miene zum unerwünschten sexualverkehr mit dem ehemann machen müssen, wie das ebenfalls üblich war. gegen diesen zwang zur sexualität hat ihresgleichen, dass sich so besorgt gibt, auffälligerweise nie etwas einzuwenden. drittens soll aufklärung den jungen menschen den verantwortungsbewussten und respektvollen umgang mit der eigenen sexualität vermitteln und mit der des partners/der partnerin.
das soll aufklärung bewirken und nichts anderes.
es ist seltsam, dass sich leute wie sie (oder beobachterin) nie mit ernsten argumenten auseinandersetzen, niemals stellung nehmen zu den nachweislichen schäden, die menschen erleiden, wenn sexualität tabuisiert wird.
Dienstag, 11. Dezember 2007 05:59
Nachtlaterne: das wort „nichtaufklärung“…
…war sarkastisch gemeint. die sogenannten aufklärer, die in wirklichkeit abfinsterer sind sehen echte aufklärung als nichtaufklärung an, die anleitung zur perversionen aber, die mit aufklärung nichts zu tun hat, die nennen sie aufklärung.

echte aufklärungswerke müssen daher in angriff genommen werden. wer aber schon kinder der grundschule meint lobend mit dem sex der perversen bombardieren zu müssen, der begeht ein verbrechen an kinderseelen.

wir brauchen einen geistgigen streudienst gegen perversionen und wir brauchen auch vorbilder dagegen. ohne ständiges gebet werden aber auch die guten sich die antennen am bombardement der perversionen verbiegen. wir müssen endlich wachsam werden und dem wort gottes und den gebet und der beichte mehr beachtung schenklen! schaut doocjh selbst hin zu was für einer pervertierten gerechtigkeit und frieden und zu was für glatten worten die gottlosigkeit führt.
Dienstag, 11. Dezember 2007 00:13
Benedikt: @ obelix
Ich hatte von dieser Sache bislang nichts gehört und werd mich erst mal einlesen. Leider verrät der Spiegel auch nicht, ob es sich um eine EU-Richtlinie handelt oder bloß um irgendeine Absprache(?).

Was die Abgeordneten des Bundestages indes generell machen können mit einem Rahmenbeschluss, der ihnen nicht passt, hat das Bundesverfassungsgericht schon vor zweieinhalb Jahren deutlich gemacht, als es das deutsche Gesetz zum Europäischen Haftbefehl kippte: einfach nicht umsetzen.

Das werden diese rückgratlosen Typen sowieso nicht machen. Die Anzahl der trotz offensichtlicher Rechts- oder Verfassungswidrigkeit beschlossenen Gesetze ist ja langsam Legion.
Montag, 10. Dezember 2007 23:51
methusalix †: @Nachtlaterne
nichtaufklärung ist das bewußt machen der eigenen, unsterblichen seele, die es in reinheit zu bewahren gilt.

Nichtaufklärung! Das hätten Sie gerne, Nachtlaterne! Damit die Kinder und Jugendlichen dann leichte und total verängstigte Opfer der Pädophilen werden.
Montag, 10. Dezember 2007 23:48
obelix †: @Benedikt
Benedikt: ?????
Was soll das denn …? Ich wüsste nicht, dass die EU auf diesem Gebiet überhaupt Kompetenzen hat.


Daher kommt das:

Der Anstoß dazu kommt von der Europäischen Union, die – unter Berufung auf die Uno-Kinderrechtskonvention – in einem Rahmenbeschluss von ihren Mitgliedstaaten nun gesetzgeberisches Handeln auch auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts verlangt.
Nicht nur der Beschluss an sich sorgt hierzulande unter Juristen und Sexualexperten für hilfloses Entsetzen, sondern auch die Art, wie er umgesetzt werden soll. Das Vorhaben sei von einem „sexual- und jugendfeindlichen Habitus getragen“, protestierten Sexualwissenschaftler schon auf EU-Ebene, die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung sprach sogar von „moralischer Kolonisierung“, da die neue europäische Definition der Kinderpornografie wortwörtlich auf den US-amerikanischen Criminal Code zurück geht.


Das sehen nicht nur Sie so, Benedikt:

Dabei bezweifeln Juristen, dass der Rahmenbeschluss überhaupt gültig ist: Denn nach dem EU-Vertrag ist Brüssel auf dem Gebiet des Strafrechts nur zuständig für Organisierte Kriminalität, Terrorismus und Drogenhandel – die EU hätte also ihre Kompetenzen überschritten.

Was die Abgeordneten des Bundestages indes generell machen können mit einem Rahmenbeschluss, der ihnen nicht passt, hat das Bundesverfassungsgericht schon vor zweieinhalb Jahren deutlich gemacht, als es das deutsche Gesetz zum Europäischen Haftbefehl kippte: einfach nicht umsetzen.
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