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Montag, 7. Februar 2005 12:58
Befehl und Gegenbefehl
Während die kanadischen Bischöfe an den Ministerpräsidenten des Landes appellieren, das Homo-Konkubinat nicht staatlich anzuerkennen, hört der gleiche Politiker in seiner Pfarrei in Montreal genau das Gegenteil. Katholische Glaubwürdigkeitsprobleme.
Paul Edgar Philippe Martin (67), Ministerpräsident von Kanada
Paul Edgar Philippe Martin (67), Ministerpräsident von Kanada
(kreuz.net, Montreal) In den letzten Wochen haben die kanadischen Bischöfe heftige Anstrengungen unternommen, um eine staatliche Anerkennung des Konkubinates zwischen zwei Homosexuellen zu verhindern. Der kanadische Ministerpräsident Paul Martin, der von der Presse manchmal als „frommer Katholik“ bezeichnet wird, kämpft allerdings auf der Gegenseite. Immerhin wird von ihm gesagt, daß er mit seinem Glauben gerungen habe, bevor er sich mit der Vorstellung anfreundete, den Homosexuellen das Heiraten zu erlauben. Aus diesem Grund steigen einige kanadische Bischöfe jetzt gegen den Ministerpräsident auf die Barrikaden.

Doch wenn Ministerpräsident Martin des Sonntags in seiner Pfarrei in Montreal zur heiligen Messe eilt, hört er von der Kanzel beruhigende Worte. Denn der Priester, der dort im Namen seines Bischofs das Wort Gottes auslegt, ist ein militanter Kämpfer für die homosexuelle Sache. Was für einen katholischen Priester recht ist, sollte eigentlich für einen Ministerpräsidenten billig sein.

Pfarrer John Walsh ist der Administrator der Pfarrei des Ministerpräsidenten. Von „Pfarrei“ spricht er nicht gerne, sondern von „Christlicher Gemeinschaft von St. Jean de Brebeuf“. Pfarrer Walsh wird in der kanadischen Presse mit recht innovativen Ansichten zitiert: „Menschen sind nicht weniger menschliche Wesen, weil sie als Homosexuelle geboren wurden. Ich öffne mein Herz und meine Kirche für sie. Wir müssen Wege finden, damit sich diese Menschen nie zurückgewiesen fühlen.“

Der Priester glaubt auch, daß die katholische Kirche Homosexuelle mit offenen Armen empfangen sollte. Er persönlich fühle sich gehalten, eine staatlich anerkannte „Homosexuellen-Ehe“ zu respektieren.

Innovativ ist Pfarrer Walsh nicht nur in Sachen Moraltheologie. So erklärte der Pfarrer in seiner Predigt zum Hochfest der Muttergottes am 1. Januar 2005, daß die katholische Lehre über die Jungfräulichkeit Mariens „unvernünftig“ sei.

In seiner Predigt zitierte er zwar die Bibel falsch, stellt aber dafür die Marianischen Dogmen der Kirche als Ausdruck einer politischen Unterdrückung der Frauen in Frage. Es sei für eine normale Frau unmöglich, dem Bild der Muttergottes, wie es von der Kirche als Modell für die Frauen hingestellt werde, nachzuleben.

In der Zwischenzeit äußerten sich kanadische Lebensschützer und Verteidiger der Familie zu den Zuständen im Klerus. Katholische Bischöfe und Priester, die vom Christentum abgefallen seien, stellten eines der Haupthindernisse für ihre Anstrengungen dar.

Der Nationale Präsident der Lebenskoalition in Kanada meinte über Pfarrer Walsh: „Er ist ein sehr verwirrter Priester. Ich hoffe, daß er einfach zu jung ist und die Dinge nicht besser versteht. Darum möchte ich seinen Bischof aufrufen, ihn in den Katechismusunterricht zu schicken und ihm die Grundlagen des Glaubens beizubringen.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 10 Lesermeinungen:
Dienstag, 8. Februar 2005 13:43
sttn: @Bruno-Maria Schulz
Hallo Brunhilde. Danke für den Hinweis, ich werd Dich künftig sehr gerne so nennen.
Dienstag, 8. Februar 2005 12:27
GerdEric: Ach Bruno,
Bruno-Maria Schulz: endlose Weisheiten des NarrenDie von einer Sache am wenigsten verstehen, reden endlos darüber
Spr 15,2
Kluge Menschen zieren das Wissen durch treffende Worte; aber der Mund der Unverständigen quillt über von Torheit.
Koh 10,14: der Dumme redet endlos. Dabei kann doch der Mensch nicht erkennen, was geschehen wird. Und was nach ihm geschieht – wer verkündet es ihm?


Du auch?

)
Dienstag, 8. Februar 2005 11:27
Bruno-Maria Schulz: endlose Weisheiten des Narren
Die von einer Sache am wenigsten verstehen, reden endlos darüber
Spr 15,2
Kluge Menschen zieren das Wissen durch treffende Worte; aber der Mund der Unverständigen quillt über von Torheit.
Koh 10,14: der Dumme redet endlos. Dabei kann doch der Mensch nicht erkennen, was geschehen wird. Und was nach ihm geschieht – wer verkündet es ihm?
Dienstag, 8. Februar 2005 10:17
GerdEric: wenn Jesus zu den „Ausgestossenen“ ging,
dann sicher auch zu den heute noch ausgestossenen.
Aber,
die Gesellschaft,
die so sich nennende christliche,
hat es nie anders gehalten,
und tut es noch heute,
als man es der damaligen noch heute vorwirft.

Auch hier,
in diesem erlauchten Kreis.
Es wird gesagt,
dass Jesus auch zu den Zöllnern (Staatsdienern/Kollaborateure)) ging,
zu den Dirnen (ich gehe mal davon aus, seelsorgerlich).

Jesus nahm die Zöllner genauso wenig als rein vor Gott an,
wie die Dirne (allerdings liegen die Massstäbe bei der Geistlichkeit (damals eben nur die Priester (die Schriftgelehrten waren auch Nichtpriester)) höher, weit höher),
jedoch gab er den Ausgestossenen die Gewissheit,
dass Gott sie doch liebt,
sie nicht vergisst,
denn Gott gedenkt derer,
die im Staube (der Gesellschaft) schlafen (müssen).

Wie Gott die Homosexualität bannte,
so legte er den Priestern ein normales Leben auf,
mit Familie,
und das heisst auch heute noch,
Mann und Frau und Kinder,
Zölibat?
Sicher nicht.
Denn Gott hat Sexualität zwischen Mann und Frau nie als Sünde benannt.

So legter er Wert darauf,
dass Abraham,
der vor Jesus lebte,
denn er war einer der Väter Jesu (Ahne),
mit Sarah einen Sohn zeugte (Sex in hohem Alter (so alt muss mann und frau erst mal werden)).

Wenn hier gasagt wird,
Jesus sei Gott,
warum hat er dann nicht,
zB die Speisegebote gleich vor Ort aufgehoben?
sondern erst noch den !unzuverlässigen Petrus,
der sich doch so leicht hat beeinflussen lassen,
der so wankelmütig war,
der sich verzog,
wenn es schwierig wurde,
mit einem Traum bedacht?

Gott hat seine Gebote gegeben,
die sind einfach zu erkennen,
man muss nur lesen.

Man muss keinen Klerus fragen,
kein Konzil,
keinen Papst.

Und wer behauptet,
dass Gott als Jesus zu den Menschen gekommen sein,
der kann einen Papst als dessen Vertreter nicht akzeptieren,
denn wenn Gott direkt zum Menschen kommt,
dann braucht er keinen Vertreter.

Weder Jesus noch Moses haben je etwas für sich genommen,
sie bauten keine Paläste,
sie horteten keine Schätze.

Wer die Bibel liest,
und sie nicht versteht,
der wird sie auch nicht erkennen,
wenn jemand sie erklärt,
denn es fehlt der Heilige Geist (das ist nicht Gott).

amen
Dienstag, 8. Februar 2005 09:33
Bruno-Maria Schulz: sttn darf sagen was er/sie/es will ;-)
mein Hund bellt mich ja auch mal so und mal so an und es ist mir wurscht. Sag also Brunella, oder wie es dir gefällt, wie wärs mit Brunhilde ))
Über den Rest brauchen wir uns nicht zu unterhalten, wer falsch verstehen will tut’s eben
Love
Bruno-Maria Schulz
Montag, 7. Februar 2005 19:37
sttn: Liebe Bruno-Maria Schulz
Meine liebe Bruno-Maria ich habe Dich sehr genau verstanden und Du hast gemeint es sei „Schwachsinnig“ zu sagen das das was Jesus damals gesagt hat Heute noch aktuell ist ewc… Das waren Deine Worte.
Und da ich Dich sehr genau verstanden habe, habe ich Dich ja gefragt ob Dir mal wieder Dein Temprament durchgegangen ist.
Passiert mir ja auch des öfteren …

P.S.: Stört es Dich wenn ich künftig Brunella zu Dir sage – so unter uns Frauen. Tippt sich schneller als Bruno-Marie
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