[ « 109 110 111 112 113 » ]
Samstag, 8. Dezember 2007 14:25
Bischöfe predigen gerne mit medienwirksam feuchten Augen statt von Christus von Friede, Freude und sozialer Gerechtigkeit. Doch im eigenen Haus kämpfen sie beim Arbeitsrecht mit harten Bandagen. Ein Beispiel? Der neue Erzbischof von München.
Zurück zum Artikel 88 Lesermeinungen:
Freitag, 14. Dezember 2007 15:53
ralf fresena: Schade, immer noch nichts gelernt!
Bereits vor Jahren wurden unsere Kirchenfürsten über die NWO (Natürliche Wirtschaftsordnung) aufgeklärt bzw. informiert. Siehe auch Apfelbrief-Aktionen.
Weiterhin wird diese, vielleicht einzige, Möglichkeit den Kollaps, Inflation und (schlimmstenfalls) Bürgerkrieg zu vermeiden totgeschwiegen. Das ganze geschied hauptsächlich, um die Hochfinanz zu schützen. So wird unsere Kirche kein Vertrauen mehr erlangen können.
Wissend das Hunderttausende, vor allem deutsche Kinder, in Armut leben und kaum Chancen haben zu gläubigen, nächstenliebende Christen erzogen zu werden, schauen unsere Kirchenfürsten zu wie alles pervertiert und verführt wird.
Sozialpolitisch tätig werden, die natürliche Wirschaftsordnung predigen, das würde unserer Kirche auf Dauer gut tun. Das Volk retten wäre doch wohl die schönste Aufgabe, die die Kirche tragen könnte. Es gibt über die NWO ein sehr gut zu lesendes Buch. Der Titel lautet: Wer hat Angst vor Silvio Gesell?
Solche Themen wie „knallharter Sparkurs“ gehören dann der Vergangenheit an und auch die Kirche könnte ihr Personal sozialgerecht entlohnen.
Leider werden aber wohl unsere Entscheidungsträger so tief von der Hochfinanz beeinflußt sein, dass weiterhin die NWO totgeschwiegen wird. Schade, wirklich schade.
Solange ich meinen Glauben habe werde ich überall die Lehre des Silvio Gesell verkünden und das im Namen Gottes !!!
Mittwoch, 12. Dezember 2007 12:47
Rudolfus: @Benedikt: Der Reformgeist des Konzils von Trient wirkte bis 1962 fort
Der Reformgeist des Konzils von Trient setzte eben nicht sofort ein

Sie nehmen Bezug auf Zustände im 18. Jh. Das war 150 Jahre nach dem Tridentinum. Das muss ja ein sehr schwacher Reformgeist gewesen sein.
Nein, ein sehr starker Reformgeist, wenn er noch nach 150 Jahren und länger in der Kirche spürbar war, nämlich bis 1962!

dafür blieb dieser Reformgeist mit dem Streben nach Rechtgläubigkeit und Kirchendisziplin jahrhundertelang erhalten, der eine verkommene Kirche wiederaufbaute.

Das war kein Reformgeist, sondern der Jesuitenorden.
Der Jesuitenorden war bis 1962 Teil und ein wichtiger Träger des tridentinischen Reformgeistes.
Montag, 10. Dezember 2007 16:34
litterae sunt divitiae: @Ruhrgebietler
Marx – noch feister als Lehmann

Also da fällt mir spontan ein Erzbischof ein, der sogar noch feister sein dürfte. Ein paar Artikel weiter oben ist wieder einmal ein Foto mit seinem rosigen Mondgesicht zu sehen…
Montag, 10. Dezember 2007 15:27
Benedikt: @ Rudolfus
Der Reformgeist des Konzils von Trient setzte eben nicht sofort ein

Sie nehmen Bezug auf Zustände im 18. Jh. Das war 150 Jahre nach dem Tridentinum. Das muss ja ein sehr schwacher Reformgeist gewesen sein.

dafür blieb dieser Reformgeist mit dem Streben nach Rechtgläubigkeit und Kirchendisziplin jahrhundertelang erhalten, der eine verkommene Kirche wiederaufbaute.

Das war kein Reformgeist, sondern der Jesuitenorden.
Montag, 10. Dezember 2007 14:42
Rudolfus: Die Wirkung des Konzils von Trient setzte nicht sofort ein
im 18. jh. gab es in der diözese brixen zwei „priester“ (fratres leonberg), die a) 9 bzw b) 16 kinder von mehreren frauen hatten … scöne erfolge für das achso gute tridentinum und dessen wirkungen … denn war das nich schon im 16. jh. zu ende?
Der Reformgeist des Konzils von Trient setzte eben nicht sofort ein, und nicht in allen Regionen gleichzeitig, dafür blieb dieser Reformgeist mit dem Streben nach Rechtgläubigkeit und Kirchendisziplin jahrhundertelang erhalten, der eine verkommene Kirche wiederaufbaute.
Mit dem II. Vaticanum war es genau umgekehrt.
Montag, 10. Dezember 2007 08:47
thaumaturgos: @hvo … bessere zeiten vor dem vii
… runhuren …

im 18. jh. gab es in der diözese brixen zwei „priester“ (fratres leonberg), die a) 9 bzw b) 16 kinder von mehreren frauen hatten … scöne erfolge für das achso gute tridentinum und dessen wirkungen … denn war das nich schon im 16. jh. zu ende?
und, die aufarbeitung der brixner und trienter visitationsprotokolle werden noch weitere, nicht rreingere schweinereien aufdecken …

also, nicht aus historischer unkenntnis oder – vermutlich bei ihnen – bewußter geschichtsklitterung schimpfen …
Montag, 10. Dezember 2007 08:20
Ruhrgebietler, Sie sind der Mann, der unserem Herrn Jesus Christus sagen kann, was er gut finden kann und was nicht! Weiter so!
Montag, 10. Dezember 2007 07:12
r.ruhrgebietler: Marx – noch feister als Lehmann
…man wird den Eindruck nicht los, daß die Hochgradfreimaurer mit Blickrichtung auf die Zerstörung des röm.-kath. Kleruses sich gerade neu formiert haben!
Hlg. trid. Opfermesse und trid. Liturgie? FEHLANZEIGE!! Demütige und gottbefohlene Bescheidenheit ist so überhaupt kein Markenzeichen von Marx. Desgl. vorbildliches Gebetsleben. Sein ganzes Wirken ist seine persönliche Glorifizierung ausgerichtet. Ein klass. Fall, den Jesus Christus überhaupt nicht gut finden würde!!
Montag, 10. Dezember 2007 01:23
clarissa colonia: Lebensformen
Es gibt wohl nur zwei Lebensformen, die christlich erträglich sind: Freiwillige Armut und ungewollter Reichtum.
Sonntag, 9. Dezember 2007 22:33
Leblhuber: @litterae sunt divitiae:
„Als Priester sind Sie Seine Grosse Liebe. Er will Sie für Sich alleine. Schenken Sie Ihm Ihre ungeteilte Liebe. Erfüllen Sie Seine Wünsche. Er wird Ihnen alles Schenken, wenn Sie Ihm alles schenken. Er wird Ihnen jeden Wunsch erfüllen, erfüllen Sie Ihm jeden Wunsch!Er liebt Sie über alles, lassen sie alles stehen und gehen, suchen Sie Ihre Grosse Liebe – Ihn.“

Ersetzen Sie den 1. Satz durch „ Sie sind seine große Liebe!“ Dann haben Sie die Antwort der Tante aus der Lebens- und Liebesberatung, die vom Fräulein Eva um Rat gefragt wurde.

Aber Sie haben Recht, schwülstig, theatralisch, pathetisch trifft es besser.

Mich berühren solche Ergüsse peinlich. Übertreibungen und Überhöhungen religiöser Gefühle bekommen schnell den Beigeschmack der Unehrlichkeit, Bigotterie und Frömmelei.

Aber: Jedem das Seine!

Freundliche Grüße
Sonntag, 9. Dezember 2007 20:13
Sie an möchtegern-kathole:
Noch selten habe ich einen sentimentaleren und realitätsferneren Wortschwall gelesen, der von vernebelter Erotik nur so trieft. Total neurotisch!!!

Zum ersten Mal lese ich hier auf kreuz.net einen Beitrag von Ihnen, an dem ich persönlich Anstoß nehme. Gut, das Posting vom Katholen ist natürlich schon recht … naja, ich weiß nicht, … ist da pathetisch der richtige Ausdruck?

Jedenfalls, wenn er Gott tatsächlich so sehr liebt, ist das doch schön. Er hat doch niemanden mit diesem Posting verletzt oder angegriffen. Vielleicht sollten SIE mal bei sich überlegen, warum sie sich durch so etwas provoziert fühlen.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich die Story mit der verpassten wichtigen Schulung zugunsten zweier Messen (womöglich noch Werktagsmessen!) auch etwas komisch finde.

Nichtsdestotrotz:

Suum cuique!!!
Sonntag, 9. Dezember 2007 19:06
Gotthard: @nachtlaterne
Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es!

Das macht mich froh, dankbar und stolz…
Sonntag, 9. Dezember 2007 11:15
Nachtlaterne: wir menschen…
…sind von a bis z armselige sünder und müssten uns in grund und boden schämen. schämen müssten wir und zutiefst, stattdessen aber laden wir uns gegenseitig zu schweren sünden, verführungen und irrtümern ein.

wehe uns im gericht gottes, wenn wir nicht gott alleine die ehre geben und uns selbst ganz klein machen.
Sonntag, 9. Dezember 2007 00:46
Leblhuber: @Shuka:
Sie fehlen mich noch in meiner Raupensammlung .
Ich gehöre zu der Fraktion von Katholiken die den kämpfenden Christus genauso mögen wie den liebenden .
. Und inUnd am wohlsten fühle ich mich wenn Er siegt diesem Forum findet ein knallharter Kampf um Ihn statt
.

Ob Motte oder Admiral, das erkennen Sie ganz bestimmt nicht!
Daher werden Sie auch nicht für den Ausgang dieses „knallharten Kampfes“ entscheidend sein.

Haben Sie noch ein paar solcher entlarvender Statements auf Lager?

Wer den feindlichen Kräften des Herrn angehört, wird sich erst erweisen. Sie jedenfalls sind nicht befugt, darüber ein Urteil zu fällen.
Sonntag, 9. Dezember 2007 00:17
Shuca: Leblhuber
Solche dem Herrn feindlichen Kräfte gefallen mir . Sie stärken meinen Glauben . Benehmen sie sich . Auch wenn es ihnen schwer fällt . Aber nur wenn es ihnen nichts ausmacht .
Sonntag, 9. Dezember 2007 00:12
Leblhuber: @Shuca:
Kann mir mal ein Sexualwissenschaftler erklären was eine vernebelte Erotik ist . Wie sieht die unvernebelte Erotik eigentlich aus . Ach jetzt weiß ich es . Die vernebelte Erotik hat den Kondom als Tarnung und die unvernebelte lehnt ihn ab .Man wird jeden Tag schlauer
Das hätten Sie auch bitter nötig!!!

Wenn ich mir allerdings Ihren obigen Beitrag anschaue, ist zu fürchten, dass hier der Wunsch der Vater des Gedankens ist.
Samstag, 8. Dezember 2007 23:58
Shuca: Vernebelte Erotik
Kann mir mal ein Sexualwissenschaftler erklären was eine vernebelte Erotik ist . Wie sieht die unvernebelte Erotik eigentlich aus . Ach jetzt weiß ich es . Die vernebelte Erotik hat den Kondom als Tarnung und die unvernebelte lehnt ihn ab . Man wird jeden Tag schlauer .
Samstag, 8. Dezember 2007 23:39
Leblhuber: @möchtegern-kathole:
Als Priester sind Sie Seine Grosse Liebe. Er will Sie für Sich alleine. Schenken Sie Ihm Ihre ungeteilte Liebe. Erfüllen Sie Seine Wünsche. Er wird Ihnen alles Schenken, wenn Sie Ihm alles schenken. Er wird Ihnen jeden Wunsch erfüllen, erfüllen Sie Ihm jeden Wunsch!Er hat Sie als Priester den irdischen Sorgen entrückt, machen Sie sich keine neuen. Er liebt Sie über alles, lassen sie alles stehen und gehen, suchen Sie Ihre Grosse Liebe – Ihn.
Noch selten habe ich einen sentimentaleren und realitätsferneren Wortschwall gelesen, der von vernebelter Erotik nur so trieft. Total neurotisch!!!

Kathole, Sie sollten Ihre Psyche einer Grundreinigung unterziehen. Ihre potenzielle „Lady“ ist zu bedauern.
Samstag, 8. Dezember 2007 23:31
Gotthard: @burgorus
Die Arbeiter im Weinberg des Herrn leben momentan fast alle in weltlichen Berufen und wirken dort.
hälst du dich für einen dieser Arbeiter im Weinberg des herrn?
Samstag, 8. Dezember 2007 23:25
Shuca: sich berufen fühlen
Ja die Berufung zum Priester und gleichzeitig der Ruf des Fleisches wird am Ende immer der letztere gewinnen .
Wer spricht hier von Ehe . Das heißt Partnerschaft . Es gibt doch gar keine Eheringe mehr . Es heißt Partnerschaftsringe . Wie lange dauert es bis ein katholischer Priester der eine Partnerschaft eingegangen ist , geschieden wird ? Was kann er den Gläubigen Sonntags noch in der Kirche erzählen . Der Herr ist lieb , der Herr ist gut macht ruhig so weiter . Ich bin einer von euch . Prost .
Samstag, 8. Dezember 2007 23:13
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
beides wurde verworfen, ja. Warum ich genau nicht berufen bin, weiß ich selbst nicht. Ich bin es jedenfalls nicht. Ich habe nie einen Ruf verspürt, auch nicht ansatzweise. Es ist halt so – mahr kann ich Ihnen nicht dazu sagen.

Die laienhafte Ehelosigkeit hatte ich bisher, aber auch sie ist durch bestimmte Dinge in Frage gestellt. Unkeuschheit meine ich damit übrigens nicht. Insofern haben Sie Recht: „Mehr Mann als die Priester sind sie nun auch nicht“ Aber das ist – Deo gratias – gar nicht von Belang.

Schlafen Sie gut. Ich gehe für heute.
Samstag, 8. Dezember 2007 23:03
Priesterkandidat: @möchtegern-kathole
Beides wurde geprüft und verworfen, also auch die Ehelosigkeit! Dann wundert es mich, wie Sie hier so glühend von der Ehelosigkeit vorschwärmen können. Können Sie sich nach Ihrer Selbstprüfung nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich berufen fühlen, aber denen die Ehelosigkeit grosse Nöte bereitet? Nehmen wir mal an, Sie arbeiten in ihren Traumberuf und man sagt Ihnen am Montag, dass Sie ab sofort keine Ehe eingehen dürfen. Was machen Sie dann? Wie verbiegen sie sich dann? Traumberuf, dafür Ehe nicht, Ehe, dafür Traumberuf nicht…
Und wieso verwerfen sie auch die Ehelosigkeit für sich? Wo ist das Problem? Sagten sie nicht, dass der Herr in der Kirche auf uns wartet… Ja, dann machen sie es mal, wie es die Priester ihrer Meinung tun sollen. Gehen sie in die Kirche, wenn sie mit der Ehelosigkeit ein Problem haben. Mehr Mann als die Priester sind sie nun auch nicht. Wenn die das Problem so lösen können, sollten sie es auch können.
Samstag, 8. Dezember 2007 22:57
Burgorus: @Priesterkandidat
Was machen Sie noch in der Welt in ihrem Beruf und verschwenden dort die Zeit, wo es so vieler Arbeiter im Weinberg mangelt?

Die Arbeiter im Weinberg des Herrn leben momentan fast alle in weltlichen Berufen und wirken dort. Seit Langem läuft doch schon das Siebverfahren in der freimaurerisch unterwanderten Kirche, das dafür sorgt, dass kein opferbereiter Mensch mehr Priester werden soll.

Die Apostel lebten doch auch alle in der Welt. Haben die also ihre Zeit verschwendet?

Zur Demütigung der Theologen, die die katholische Lehre kaputttheologisiert haben, werden am Ende der Zeit wieder viele ohne Theologie-Studium Priester werden, wie eben auch die Apostel. Eine gewisse Ausbildung bekommen sie natürlich schon.

Ich kenne auch einen anfangs sehr opferbereiten Menschen, der hat während seines Theologie-Studiums komplett seinen Glauben verloren. Sie wissen ja, wie das so läuft: „historisch-kritische Methode, sodass am Ende nichts mehr Übernatürliches überbleibt.
Samstag, 8. Dezember 2007 22:56
Gotthard: @st.georg
ich habe mich mal bei meinem besten Freund, einem 60-jährigen Pfarrer kundig gemacht.
grundsätzlich ein volles 13. Monatsgehalt und Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen)…
kein Urlaubsgeld, kein 13. Gehalt, keine vermögenswirksamen Leistungen

wohnen Geistliche in einem Pfarrhaus
er zahlt überhaupt keine Miete – die Wohnung (in die er einziehen musste) wird allerdings als geldwerter Vorteil komplett versteuert – sämtliche Nebenkosten zahlt er.

Eigenbeitrag zur Krankenversicherung von etwa 150-200 EUR monatlich abzuziehen. Weitere Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an.
170 Euro zur Ruhegehaltskasse, rund 7% Krankenversicherungsbeitrag.

Auch können sie bei einer kirchlichen Bank ein gebührenfreies Gehaltskonto führen.
war wohl früher mal – heute nicht mehr.

Die Kosten der kath. Pfarrhaushälterinnen werden zu 50 bis 75 % (je nach Bistum) aus Kirchensteuern
bezahlt, nur den Restanteil zahlen die Pfarrer selbst.

er hatte nie eine – also kein Zuschuss; zur Putzhilfe gibt es keinen Zuschuss.

Fahrten zur Arbeitsstelle werden voll erstattet…
Arbeitsstätte ist das Pfarrhaus, in dem er wohnt.

Die Veranschlagung des monatlichen Pfarrer-Durchschnittseinkommens auf 4.500€ ist daher realistisch.Dienstältere Priester erhalten bis 5.30

dieser Pfarrer in der höchsten Gehaltsstufe hat ein Bruttoeinkommen – inkl. Wohnung – von 4042 Euro, macht ein Nettoeinkommen – nach Abzug der Krankenkasse – von 1928 Euro.
Einfach mal einige Fakten.
(Ich durfte diese Zahlen veröffentlichen)
Samstag, 8. Dezember 2007 22:50
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
beides wurde geprüft und verworfen
Samstag, 8. Dezember 2007 22:46
Priesterkandidat: @möchtegern-kathole
Sie müssen seinen Ruf auch zulassen! So wie Sie entbrannt zu sein scheinenn, spricht alles dafür, dass sie ein guter Priester werden. Stellen Sie sich mal vor, sie predigen so. Da tun sie viel fürs Reich Gottes.
Und wenn nicht; dann schenken Sie sich ihm wenigstens als Laie ganz und streben aus Liebe zu ihm nicht die Ehe an, damit sie ganz für ihn in der Welt da sind.
Samstag, 8. Dezember 2007 22:43
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Er entscheidet, wen Er dazu beruft, nicht ich
Samstag, 8. Dezember 2007 22:42
Priesterkandidat: @möchtegern-kathole
Sie schwärmen richtig von Gott, der seit Ewigkeit für uns entbrannt ist, trauern um einen potentiellen Verlust der Abendmesse, wenn Sie aus Fortbildungsgründen nicht hingehen können.
Lieber möchtegern-kathole, da frage ich mich, wieso
S I E denn nicht bereit sind, Priester zu werden und sich ihm ganz hinzuschenken? An Glaubensglut, Gottesliebe, Gebetsleben, Frömmigkeit mangelt es Ihnen scheinbar nicht. Was machen Sie noch in der Welt in ihrem Beruf und verschwenden dort die Zeit, wo es so vieler Arbeiter im Weinberg mangelt? Und wenn es der Priesterberuf nun nicht ist, aus welchen Gründen auch immer, wieso wollen sie u.U. noch heiraten, schenken sie sich als Laie ganz seiner Liebe und bleiben sie ehelos, wenn sie schon nicht Priester sind. Dann profitieren sie auch von den Früchten des ehelosen Lebens als Nichtpriester. Also dass sie da noch heiraten wollen, das verwundert mich.
Samstag, 8. Dezember 2007 22:25
Elisabeth v. H.: @Gotthard
Vielleicht will sie ja umklammert werden?
Samstag, 8. Dezember 2007 22:16
Zum Glück hat der Liebe Gott ja den Gotthard, der ihn immer rechtzeitig von zuviel Liebe zurückhält.
Samstag, 8. Dezember 2007 22:11
Gotthard: @möchtegern-k
In der Arbeit angekommen wurde mir erklärt dass eine Schulung, auf die ich mich freute und die bereits schriftlich zugesagt war, abgesagt wäre. Sie hätte mich beruflich weitergebracht, aber auch 2 Heilige Messen gekostet (die Schulung wäre in einem abgelegenen Hotel gewesen, ohne Möglichkeit zur Abendmesse).

solch ein „Klammer-Affe“ ist Gott nun mal wirklich nicht – und ich hoffe, dass du gegenüber der unbekannten Lady ebenso wenig klammern wirst.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:59
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Auf dem Weg zur Arbeit ging mir vor paar Wochen der Gedanke durch den Kopf, ob mir ein Fortkommen in der Arbeit oder Messen wichtiger wären. Ich entschied mich in Gedanken – hinter dem Steuer meines alten Autos sitzend – für Ihn.

In der Arbeit angekommen wurde mir erklärt dass eine Schulung, auf die ich mich freute und die bereits schriftlich zugesagt war, abgesagt wäre. Sie hätte mich beruflich weitergebracht, aber auch 2 Heilige Messen gekostet (die Schulung wäre in einem abgelegenen Hotel gewesen, ohne Möglichkeit zur Abendmesse).

So hat Er mich wegen 2er Abendmessen gefragt! So sehr liebt Gott also den Messbesuch!

Als Priester sind Sie Seine Grosse Liebe. Er will Sie für Sich alleine. Schenken Sie Ihm Ihre ungeteilte Liebe. Erfüllen Sie Seine Wünsche. Er wird Ihnen alles Schenken, wenn Sie Ihm alles schenken. Er wird Ihnen jeden Wunsch erfüllen, erfüllen Sie Ihm jeden Wunsch!

Er hat Sie als Priester den irdischen Sorgen entrückt, machen Sie sich keine neuen. Er liebt Sie über alles, lassen sie alles stehen und gehen, suchen Sie Ihre Grosse Liebe – Ihn.

Als Laie muss ich mich mit den irdischen Sorgen rumschlagen, vielleicht werde ich sogar heiraten (das darf nun eine bestimme Lady nicht lesen). Und Sie? Schlagen sie sich mit Seinen Sorgen herum. Erfüllen Sie Seine Wünsche. Er ist Ihre Braut, Er Ihre ewige Liebe, Er denkt jede Sekunde an Sie, Er himmelt Sie an, Er will Sie für Sich alleine. Er wartet sehnsüchtig jeden Tag auf Sie im Tabernakel.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:39
Priesterkandidat: @möchtegern-kathole
Da haben Sie Recht! Gott wartet auf uns im Tabernakel und überall auf der Welt. Da fragt man sich aber, wieso es trotzdem hunderttausende von Laiisierungen gab. Wussten die nicht um die Liebe Gottes, um sein offenes Ohr, um seine Hilfe? Wieso wollen dann noch so viele Menschen heiraten? Vielleicht, weil sie als Leib-Seele Geschöpfe um die Liebe Gottes wissen, aber auch noch Mensch aus Haut, Haaren und Sexualität sind und sie sich auch als so geschaffen wissen? Die Ostkirche kennt die Problematik der Ehelosigkeit nicht und die Priester werden auch als nicht-zölibatäre sicherlich ein gottwohlgefälliges Leben führen.
Fazit: Zölibat kann, muss aber nicht um des himmelsreiches Willen sein.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:26
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Sie können jederzeit in die Kirche, dort wartet Gott, der Allmächtige, in einer unglaublichen Liebe auf Sie. Er will mit Ihnen eins sein, mit Ihnen alle Gedanken teilen, mit Ihnen alle Ihre (und auch seine) Probleme besprechen, Sie in Seinen Weinberg schicken, und für Sie jeden noch so niederen Dienst machen, für den Sie Ihn bitten.

Ich bin Single und lebe zölibatär. Und jeden Tag wartet Er auf mich, dass ich Ihn besuche, und freut sich darauf. Und ich empfehle Ihnen dasselbe. Er ist besser als jede Rentenversicherung, Er zahlt auch noch, wenn es die Kirchensteuer nicht mehr gibt, Er hat die Haare auf meinem Kopf gezählt, Er denkt jede Sekunde an mich. Vergessen Sie die Frauen und Ihr A13. Sie haben was besseres. Sie haben Ihn.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:17
Priesterkandidat: @Heinrich von Oft…
Sie können nicht 1:1 Ehe und Zölibat sehen. Wer im Zölibat lebt, hat keinerlei Beziehung, muss sich zeitlebens jeder sexuellen Handlung enthalten. Körperliche Nähe bleibt ihm verwehrt. Wenn dann ein Pfarrer abends in das leere Pfarrhaus kommt, niemanden hat, der ihn in die Arme nimmt, Probleme und Sorgen ihn noch umgeben, dann wird es nunmal schwer. Ein verheirateter hat dann wenigstens seine Frau, mit der er sprechen kann, Zärtlichkeit leben darf. Ein Priester ist dann ganz auf sich allein gestellt. In so einer Situation ist der Weg statt zum Gebet zum Alkohol bei manchen nicht weit. Wenn es zudem noch eine sympathische Frau in seiner Nähe gibt, ist der Schritt vom gemeinsamen Gespräch hin zur Beziehung nicht mehr fern. Vielleicht sollte man mal so eine Pfarrerleben bedenken, bevor man hier gross als Nicht-Zölibatärer den Zölibat verteidigt.
Ausserdem bedenke man mal, dass unter Paul VI. – auch Priester, die vorkonziliar ausgebildet wurden – sich laiisieren liessen. Wenn es hunderttausende waren, kann man nicht sagen, dass nur die nachkonziliaren, glaubensschwachen Priester so verweltlicht sind. Da scheinen wohl doch etliche auch in der Vorkonzilszeit darunter gelitten zu haben. Die Theorie ist eine Sache, die Praxis eine andere. Darüberhinaus ist der Zölibat keine konkrete Person. Ihn kann man also nicht mit der Ehefrau gleichsetzen.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:04
möchtegern-kathole: „Deswegen sollte man doch mal über die Freistellung des Zölibates dringend nachdenken.“
Ausserdem sollte man darüber nachdenken, ob nicht Ehe-Polygamie für Katholen erlaubt sein sollte. Damit liese sich aussereheliche Untreue vermeiden. Auch Abtreibung müsste man überdenken – sie ist nicht so schlecht, gerade in Notfällen. Wie Euthanasie eben auch ihre Vorteile hat, besonders für das Rentensystem. Schließlich sollte man Priestern, die – natürlich aus Gründen der Gottesfreundschaft – keine Frau haben wollen, die Homosexualität ermöglichen. Damit liese sich ein unordentliches Verhältnis zu einer Frau dauerghaft und sicher vermeiden. Und Kinder ja auch, man denke nur an die Alimente. Schließlich sollte die Kirche Ihr verkorkstes Verhältnis zum Okkultismus ändern und diesen erlauben, schließlich kann sich darin ja die Seele dem Überirdischen besonders gut öffnen.

Nur eines sollte man nicht ändern: die Bezahlung der Priester.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:03
Burgorus: @HeinrichvO @Priesterkandidat
@Heinrich: Das Armutsideal des heiligen Franziskus ist die einie Sache, andererseits gibt es auch die herrechende Kirche, die eben zum Herrschen auch Geld braucht. Wichtig ist, dass alles zum Dienst an den Gläubigen eingesetzt wird.

@Priesterkandidat: Ich hatte mal die Gnade des Glaubens verloren. Als ich dann, fasziniert von Berichten über Marienerscheinungen (Montichiari, Heroldsbach usw.) und auch Teufelsaustriebungen, wieder zur wahren katholischen Lehre zurückfand, hatte ich ein solches Vertrauen in die Kirche, dass ich alles, was die Bischöfe anordneten, für richtig hielt. Ich machte weiterhin, wie gelernt, die Handkommunion, und wenn mich einer gebeten hätte, die Kommunion auszuteilen, hätte ich das auch gemacht. Dazu kam es Gott sei Dank nicht.

Da ich mich aber weiter interessierte, traf ich viele Leute, die mir viel mehr von Hintergründen erzählten, von Freimaurerei, von weiteren Marienerscheinungen, wo Handkommunion und Austeilung durch Laien als grobes Verbrechen gebrandmarkt wurde. Ich erfuhr, dass Handkommunion im Ungehorsam gegen Rom eingeführt wurde usw. Mit anderen Worten, dass wir in der Zeit leben, wo der Feind die Kirche nahezu erobern wird.

Und hier auf diesem Forum sind Leute, die haben ähnliche Erfahrungen. Dass Sie mit diesen in Kontakt treten, ist ja schon mal der erste Schritt.

Fakt ist, wie es Ratzinger mal gesagt hat: Wir brauchen keine Laien aufgrund des Priestermangels, sondern wir haben keine Priester, weil die Laien alles machen dürfen.
Samstag, 8. Dezember 2007 21:02
ttoni: möchtegern-kathole
nun, ich nehme auch immer wieder den 1. kanon und feiere die messe sehr gerne in der gleichen ausrichtung mit meinen bruedern und schwestern, im wissen: wir wende uns gemeinsam an gott. jedoch ist mir die jeweilige landessprache einfach näher als das latein … noch zum thema: warum soll jemand spenden, wenn der, der dazu aufruft, mehr geld zur vefügung hat als die aufgerufen?
Samstag, 8. Dezember 2007 20:55
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Priesterkandidat, eheliche Treue??
Deswegen sollte man doch mal über die Freistellung von der ehelichen Treue dringend nachdenken. So viele Ehemänner, die dem Alkohol, Weibern zuneigen seit eh und je, das kann ja wirklich ein Indiz dafür sein, dass sich die eheliche Treue auch den zur Ehe Berufenen nur zu einem kleinen Prozentsatz eignet.

… Ihre Meinung??
Samstag, 8. Dezember 2007 20:52
wenn Sie den Text verwenden, der das Opfer Christi ignoriert, bitte predigen Sie den Menschen davon. Da die Predigt weitgehend frei ist, dürfen auch die Texte des Alten Ritus zitiert werden
Samstag, 8. Dezember 2007 20:49
typisch modernistisch Ihre Argumentation und falsch! Wenn ein Pfarrer 3 Töchter von 2 Frauen hat (Altersmäßig nicht so weit auseinander), dann bezeichnet man das als rumhuren. Schöner Klerus.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:49
Deswegen sollte man doch mal über die Freistellung des Zölibates dringend nachdenken. So viele Priester, die dem Alkohol, Frauen zuneigen seit eh und je, das kann ja wirklich ein Indiz dafür sein, dass das ehelose Leben auch den Berufenen nur zu einem kleinen Prozentsatz eignet.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:46
RRR: @ HvO
Zumal sich der Klerus dem Zölibat (auch so eine Nagelprobe für echte Berufungen) zunehmend entzieht.

Unsinn. Um die EInhaltung des Zölibats war es noch nie gut bestellt. Es gibt dazu genügend Untersuchungen, bischöfliche Visitationsberichte, Synodenbeschlüsse etc. aus allen Jahrhunderten.

Vielleicht kommt in unserer Mediengesellschaft mehr ans Tageslicht, aber es spricht historisch so gut wie gar nichts dafür, dass sich der Klerus dem Zölibat „zunehmend“ entzieht, sondern vielmehr dafür, dass der Zölibat noch nie breit beachtet wurde.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:44
ttoni: „die armut ist wie ein schönes maedchen,
in ihren augen lese ich vom reichtum gottes“ dieses wunderschöne lied haben wir in unserer priesterausbildung (weihejahrgang 1997) oft gesungen. und ich meine, es ist die voraussetzung zu einem authentischen priesterleben. wer als priester ein „bürgerliches“ leben mit ausbildungsrelevanten gehalt fordert, wird sich schwer tun. manchmal schmerzt es mich, wenn ich einen „priesterbeamten“ erlebe. nein, ich zelebriere immer nom
Samstag, 8. Dezember 2007 20:41
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Burgorus,
als Lackmustest für Rechtgläubigkeit wäre Armut beim Klerus sicher nicht ungeeignet. Zumal sich der Klerus dem Zölibat (auch so eine Nagelprobe für echte Berufungen) zunehmend entzieht. Ich kenne einen Pfarrer, der hatte 3 Töchter! Und ich glaube, die waren nicht mal alle von einer Frau.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:36
Burgorus: @möchtegern-kathole:
Die Geschichte geht aber noch weiter. Weiß aber nicht mehr, woher ich Folgendes habe: Der Mann ging zwar traurig weg, aber das Gesagte ließ ihn nicht mehr los. So verkaufte er später doch alles, was er hatte, und tat, wie Jesus sagte.

@Priesterkandidat:
Sie müssen die besprochene Sache mit dem Geld schon auf den Artikel beziehen, wo es um einen Sparkurs geht. Also ist es doch nur logisch, in Ewägung zu ziehen, ob diejenigen, die den Sparkurs fordern, nicht bei sich selbst anfangen sollten.

Hören wir nicht laufend vom Sparen an Arbeitslöhnen, während sich die Manager ihre Gehälter verdoppeln?

Und es ist nun mal eine Tatsache, dass viele Priester ihre Berufung wie einen Beruf sehen. Montags frei. Urlaub. Predigen so, dass es nirgends Anstoß erregt, nicht mehr von der Hölle, nicht mehr von der Ehrwürdigkeit des Heiligen Messopfers, nicht mehr von der Notwendigkeit von Gebet und Fasten. Sie verkünden Gott als liebes Herrgöttle, der mit jedem Sünder einverstanden ist, dem man mal ab und zu was vorjammern darf.

Aber von der Majestät und Erhabenheit Gottes, von einem ehrfürchtigen Zittern vor Gott keine Rede mehr.

Und davon sind nun mal Diözesanpriester mehr betroffen als Priester, die ohne festes Gehalt auskommen.

Da fragt man sich doch zurecht, was man tun muss, um diese Priester aus dem Zeitgeist, in dem sie stecken, herauszureißen, damit sie wieder das unverfälschte Evangelium verkünden.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:30
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Priesterkandidat,
Andererseits muss man sagen, dass man froh sein sollte, dass Pastoralreferenten einen Wortgottesdienst vorbereiten und die Kommunion austeilen, sonst hätten die Gläubigen und besonders alten Menschen gar keine Möglichkeit zum Empfang der Kommunion.
… wenn man einmal in den modernistischen Denkfallen sich verfangen hat, dann ist es schwer wieder rauszukommen. Ich hoffe für Sie, dass es Ihnen gelingt.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:22
Priesterkandidat: @Burgorus
Keine Angst, ich bringe die Gläubigen nicht um das HL. Messopfer, da ich ja PRIESTERKANDIDAT bin.
Andererseits muss man sagen, dass man froh sein sollte, dass Pastoralreferenten einen Wortgottesdienst vorbereiten und die Kommunion austeilen, sonst hätten die Gläubigen und besonders alten Menschen gar keine Möglichkeit zum Empfang der Kommunion.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:19
Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:15
Priesterkandidat: Unverständlich
Eines verstehe ich nicht: Wieso regen sich einige über die Bezahlung von Pfarrern auf? Werden Pfarrer durch ihre Bezahlung zu schlechteren Priestern? Führt weniger Geld sie zu mehr Gebet und Glauben?
Man brauch nur einen Blick in die letzten Jahrhunderte werfen. Da sieht man, dass der Klerus auch ohne gute Bezahlung nicht nur sehr ungebildet, sondern auch teilweise nicht ihrem Stand entsprechend gelebt hat. Also mit Gehaltskürzungen bekommen wir auch nicht bessere Priester. Zudem muss man auch sagen, dass Priester aufgrund des Zölibates seit eh und je zur Kompensation neigten. Das werden sie mit mehr als auch mit weniger Geld tun.
Dann möge man eben den Zölibat freistellen, dann kann der Pfarrer sein Geld in die Familie investieren und das Argument mit den Familienvätern ist vom Tisch.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:15
HeinrichvonOfterdingen: Also mal ganz ehrlich, lieber Priesterkandidat,
einerseits ist die Armut natürlich etwas, was irgendwie dem Ideal priesterlichen Lebens entspricht, andereseits ist die Verantwortung eines Priesters sicher höher als die eines Gymnasiallehrers. Es handelt sich um einen akademischen Beruf mit einem nicht einfachen Studium und um einen Beruf, der üblicherweise ein hohes Maß an Flexibilität erfordert. Ein Priester ist, wie beispielsweise ein Bürgermeister nie im Wochenende und in der Freizeit mit vielen Problemen seiner Zeitgenossen beschäftigt.

Fazit: Ein guter Priester (Pfarrer) ist sicher sein Geld wert, ein schlechter nicht. Aber das ist auch in anderen Berufen so.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:11
Burgorus: @Priesterkandidat:
Da glaube noch einer, dass man da noch Zeit, Lust und Spaß am Geld hätte.
Das glaube ich Ihnen. Also ist das Geld entweder eine Last, weil man mit der Sorge belastet ist, es richtig einzusetzen, oder es wäre tatsächlich besser, der Priester hätte sich nicht um so viel Geld zu kümmern.

Ich möchte aber mal wissen, ob Sie wirklich eine Berufung haben. Und folgende Frage könnte zur Beantwortung dieser Frage hilfreich sein:

Haben Sie wirklich vor, als Pastoralassistent aus eigenen Stücken den Pfarrei-Angehörigen durch eine sonntägliche Wortgottesdienstfeier das heilige Messopfer zu entziehen?
Samstag, 8. Dezember 2007 20:06
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Nehmen Sie ruhig das Geld, es steht Ihnen zu.
Samstag, 8. Dezember 2007 20:04
Priesterkandidat: Nette Ratschläge
Schön zu wissen, dass Menschen, die keinen kirchl. Beruf innehaben, so gut Ratschläge erteilen können, was das Leben der Priester angeht. Scheinbar ist das Leben der Priester in Saus und Braus doch für viele aber nicht verlockend, da doch viele, die sich berufen fühlen, aber wegen des Zölibates ihrer Berufung nicht nachgehen wollen, lieber das Eheleben anstreben. Was ich damit sagen will ist, dass das Geld keineswegs verlockend ist am Priesterberuf. Wer erstmal Priester ist, wird schnell erfahren, welch’Opfer von ihm verlangt werden… und da ist der Zölibat noch gar nicht mitgedacht. Da glaube noch einer, dass man da noch Zeit, Lust und Spass am Geld hätte.
Samstag, 8. Dezember 2007 19:57
Maurice Corvisier: Ohne allzu sehr ins Detail gehen zu wollen:
die Kirche wußte früher, daß gerade der Priester in seinem Leben Versuchungen ausgesetzt ist, die den Sinn haben, ihn und seine Mission (!) zum Scheitern zu bringen.

Sie wußte damals, daß die Versuchung, den Verzicht auf Sexualität durch anderes zu kompensieren, sehr schnell zu Übertreibungen führen kann.

Dazu kommt heute: Wir sollten jetzt wirklich nicht unbedingt all die Dinge anführen, die heute Priestern in Deutschland durch ihren materiellen Reichtum ermöglicht werden, und die recht schnell zum Fall führen können. Nur: es kann manchmal ganz gut sein, manche Dinge nicht tun zu können – nun ja, das wissen wir Laien ja auch aus eigener Erfahrung.

Eingeschränkte materielle Beweglichkeit und dazu die Kenntlichkeit durch die Soutane können sehr, sehr hilfreich sein.

Das französische Beispiel zieht hier übrigens nicht: ich weiß aus eigener Kenntnis, daß vielen völlig überforderten und bedauernswerten Diözesanklerikern weniger das Materielle als vielmehr Kenntnisse und Möglichkeiten fehlen.

Nicht umsonst ist die FSSPX drüben in kontinuierlichem Wachstum, und der Zustand der Amtskirche ist bedauernswert.

Wenn man aus den Erfahrungen beider Länder eine Summe ziehen würde, könnten sich gangbare Wege auftun.
Samstag, 8. Dezember 2007 19:54
Burgorus: @Priesterkandidat
Deswegen muss man aber auch nicht so tun, als ob man nur was zu essen haben darf und am besten um sein Geld bettelt.

Nein, das muss der Priester nicht tun. Aber viele Familienväter, die um nicht viel mehr Geld fünf mal so viele Köpfe zu stopfen haben, müssen das tun, müssen ihre Frauen zum „Betteln“ schicken und dafür die Kinder in Kinderkrippen zum Verwahrlosen stecken, wo sie keine Bindung zu ihrer Mutter mehr bekommen.

Das sollten Sie schon mal einsehen, dass Familien die Verlierer unserer Gesellschaft sind. Früher durfte eine verheiratete Frau nur mit Genehmigung des Mannes erwerbstätig sein. Damals verdiente also im Allg. der Mann noch so viel, dass er allein seine Familie ernähren konnte. Und das muss wieder so werden.

Die Familie eines Pfarrers ist seine Pfarrgemeinde. Sowie ein Familienvater sein Gehalt zu vielleicht 70% für Frau und Kinder einsetzt, sollte auch ein Pfarrer 70% seines Gehaltes für seine Pfarrgemeinde verwenden!
Samstag, 8. Dezember 2007 19:53
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Nehmen Sie den Hl. Paulus als Vorbild. Er nahm kein Geld, sondern verdiente sein Brot neben dem Priestertum mit Arbeit (war er nicht Zeltmacher?). Das war auch vor 100 Jahren so, dass Priester nebenbei was machten, bis hin zum bäuerlichen Kleinbetrieb bei Landpfarrern. Auch Ihr oberster Dienstherr nahm den Menschen nichts weg. Sein Vater war einfacher Schreiner, er selbst dürfte auch viel gearbeitet haben. Sehen Sie die Weltpriester ausserhalb Deutschlands, sehen Sie die Brüder und Schwestern in den Klöstern. Sie arbeiten und beten. Sie helfen den Menschen geistlich und arbeiten für sie auch körperlich.

Natürlich haben alle die Möglichkeit, einen A13-Beruf anzustreben. Ich kann auch Sie dazu ermuntern. Aber bitte neben dem Dienst, den Sie Gott leisten. Nicht als Lohn für Ihren Gottesdienst. Ansonsten, wie unten geschrieben, haben Sie Ihren Lohn bereits erhalten, hier auf Erden. Wenn Sie das wollen, Gott in seiner Demut wird sie nicht hindern.

Wo mir jedoch fast die Spucke wegbleibt, wenn Sie als Priesterkandidat schreiben:

manch einer, der im Alter von 16 Jahren die Schule verlassen hat, geheiratet und sein Haus gebaut und schon zig Tausende verdient, wo der angehende Priester noch als Bettelstudent

Ein Priester hat sein Leben Gott geweiht. Aus Ihrem Beitrag spricht – gefühlsmässig – ein Mensch, der sein Leben dem Mammon geweiht hat. Lassen Sie die zig Tausende andere fischen, fischen Sie nach Seelen.
Samstag, 8. Dezember 2007 19:39
Priesterkandidat: @möchtegern-kathole
Auch die Familienväter hatten Gelegenheit, einen Beruf anzustreben, der mit A13 entlohnt wird. Also nur weil andere weniger verdienen, muss man nicht das Gehalt von Priestern kürzen.
Dass Priester kein „normaler“ Beruf ist, ist klar. Deswegen muss man aber auch nicht so tun, als ob man nur was zu essen haben darf und am besten um sein Geld bettelt. Wenn Sie das so verlockend finden, dann weden Sie doch Priester im entsprechenden Orden…
Samstag, 8. Dezember 2007 19:33
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
So bitter wie heute wurden wohl noch nie Pfründe verteidigt, nicht mal von den barocken Fürst-Erzbischöfen. Machen Sie ruhig so weiter. Ihr Generalfehler ist, dass Sie den Gottesdienst wie Arbeitsdienst „entlohnt“ haben wollen. Sie werden Ihren Lohn hier auf Erden bekommen, per Überweisung.

Es ist ein prinzipieller Unterschied, ob jemand für Geld Arbeit macht, oder für den Gottesdienst frei gehalten wird. Wenn Sie diesen Unterschied nicht sehen – und Ihr Beitrag läßt darauf schließen – sollten Sie arbeiten, und nicht Priester werden.

Lassen Sie sich also nach Bildung und Arbeit bezahlen und gönnen Sie den ewigen Lohn jenen Familienvätern mit 3 Kindern und 2000,- netto, denen Sie das Geld wegnehmen, um sich selbst 3000,- netto zu genehmigen.
Samstag, 8. Dezember 2007 19:24
Priesterkandidat: Gehälter
Die Pfarrergehälter sind wie bereits erwähnt z. B. denen der Lehrer im Schuldienst angepasst. Dass Pfarrer A 13 – A 14 bekommen, ist vollkommen O.K. Es ist gar nicht einzusehen, wieso ein Pfarrer, nur weil er Theologie studiert hat, auf Niveau eines Nichtakademikers bezahlt werden soll. Schliesslich haben sie auch wie alle anderen Gehaltsempfänger dieser Klasse ein Hochschulstudium absolviert, das Zeit und Geld kostete… und in dieser Zeit hat manch einer, der im Alter von 16 Jahren die Schule verlassen hat, geheiratet und sein Haus gebaut und schon zig Tausende verdient, wo der angehende Priester noch als Bettelstudent über seinen Büchern gesessen hat und nun noch Studienschulden von etlichen Tausend Euros abzuzahlen hat.
Das Argument, dass Pfarrer keine Familie zu unterhalten haben, hat nichts mit dem Gehalt zu tun. Zudem können Pfarrer ja auch keine Familie haben, deswegen soll man sie nicht noch deswegen mit geringerer Bezahlung bestrafen. Bezahlt wird man zudem nicht nach Familienstand, sondern nach Bildung und Arbeit. Von eheloslebenden Studienräten verlangt ja auch keiner, dass sie weniger bezahlt bekommen sollen.
Und wer den Pfarrern ihr Gehalt immer noch nicht gönnt, der möge doch selbst Pfarrer werden und einmal dieses Lusxusleben leben, in welchem man im Geld schwimmt. Mal sehen, wie schnell dann so einige lautstarke Gemüter sich in ihren alten und vielleicht auch schlechterbezahlten Beruf zurückwünschen.
Samstag, 8. Dezember 2007 18:58
möchtegern-kathole: „Dienstältere Priester erhalten bis 5.300“
300-400 bekommt ein Harz4-Empfänger. Mit 1000 Euro netto kann ein Alleinstehender problemlos auskommen und ein einfaches Auto wie eine einfache Wohnung zahlen. Richtiggehend „sparen“ oder beim Aldi nach billigen Sachen suchen muss er nicht. 2000 Euro sind fürstlich. Bei 5300 brutto erhält der „dienstältere Priester“ aber mindestens 3000 netto. Viele Familienväter haben 2000 und weniger, um 5 Mäuler zu stopfen.

Seine Excellenz Erzbischof Marx hat noch viel zu tun. Walte Deines Amtes.
Samstag, 8. Dezember 2007 18:25
st.georg: @gotthard
immer brutto-beträge…schönen sonntag !
Samstag, 8. Dezember 2007 18:03
Aleph: Staatliches Eigeninteresse
dass die Predigten entsprechend kritisch über das Sozialsystem in diesemunserem Landeausfallen. Das könnte in der breiten Bevölkerung zu revolutionärer Stimmung führen. Dazu wären Priester durchaus auch in der Lage.
Gotthard @ Das Zitat oben stammt von einem meiner vorhergehenden Beiträge. Darin wird nachvollziehbar beschrieben, warum der Staat aus Eigeninteresse sehr wohl daran interssiert ist, dass die Priester und Pfarrer in öffentlich rechtlichen Institutionen, wie es die Kirchen, trotz Trennung von Kirche und Staat, keine Minigehälter beziehen. Wenn der Staat daran kein Interesse hätte, brauchte er auch keine Zahlungen zu leisten. In der BRD ist das anders als in Frankreich geregelt, wo die Geistlichen ausschließlich von den, milden Gaben ihrer Gemeinden leben müssen. Dafür gibt es in Frankreich, außer im Elsaß und Lothringen keine Kirchensteuer. Die Konkordatsbestimmungen zur Besoldung der Geistlichen in Deutschland sind völlig anders strukturiert, weil Geistliche nicht nur eine kirchliche sondern eine staatlich kulturelle Aufgabe wahrnehmen.
Samstag, 8. Dezember 2007 17:57
ExBochumer †: Bischof Marx ist mir bekannt.
Knallhart – und vielleicht auch durchgeknallt?

Es wird sich zeigen.
Samstag, 8. Dezember 2007 17:36
Gotthard: @st.georg
Die Veranschlagung des monatlichen Pfarrer-Durchschnittseinkommens auf 4.500€ ist daher realistisch.Dienstältere Priester erhalten bis 5.300
brutto oder netto?
Samstag, 8. Dezember 2007 17:18
st.georg: @gotthard
Die Besoldung von Geistlichen der beiden Großkirchen entspricht in Deutschland der von Staatsbeamten
im höheren Dienst; Details sind in jeder Landeskirche bzw. Diözese unterschiedlich geregelt.
In beiden Kirchen werden Pfarrer zunächst nach A 13 (entspricht im Grundgehalt einem Regierungsrat)
und ab ca. dem 40. Lebensjahr fast überall nach A 14 (= Oberregierungsrat) eingestuft…
Geistliche erhalten grundsätzlich ein volles 13. Monatsgehalt und alle im öffentlichen Dienst
üblichen Zuschläge (z.B. Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen)…
Fast immer wohnen Geistliche in einem Pfarrhaus o. ä., wo sie nur eine geringe Miete entrichten.
Im Vergleich zum Normalbürger sparen sie je nach Wohnort und Lage einen Mietaufwand von
300 bis 1200 (im Schnitt etwa 500) Euro…
Von den Bruttogehältern ist neben der Steuer nur noch ein Eigenbeitrag zur Krankenversicherung
von etwa 150-200 EUR monatlich abzuziehen. Weitere Sozialversicherungsbeiträge fallen
nicht an.
Bei der Krankenversicherung, der Kfz-Haftpflicht und anderen Versicherungsarten erhalten
Pfarrer Vorzugstarife. Auch können sie bei einer kirchlichen Bank ein gebührenfreies Gehaltskonto
führen.
Die Kosten der kath. Pfarrhaushälterinnen werden zu 50 bis 75 % (je nach Bistum) aus Kirchensteuern
bezahlt, nur den Restanteil zahlen die Pfarrer selbst.
Fahrten zur Arbeitsstelle werden voll erstattet…
Die Veranschlagung des monatlichen Pfarrer-Durchschnittseinkommens auf 4.500€ ist daher realistisch.Dienstältere Priester erhalten bis 5.300
Samstag, 8. Dezember 2007 16:43
Gotthard: @aleph
Aber er wird die Personalkosten nicht allein schultern. Daran ist schon auch der Staat daran beteiligt.
Hast Du da konkretes Wissen oder ist das lediglich eine Vermutung?

Wieso sind die Priester besoldungsrechtlich Beamte? Sie haben doch nichts mit dem Staat zu tun – und irgendeine Art von Arbeitsvertrag haben die auch nicht – geschweige denn ein Tarifvertrag.
Samstag, 8. Dezember 2007 16:36
Aleph: Geben und Nehmen
Was hat denn die Regierung mit der Besoldung der Priester zu tun?
Für die Besoldung der Priester ist einzig und allein der jeweilige Bischof zuständig!

Zuständig ist der Bischof ja. Aber er wird die Personalkosten nicht allein schultern. Daran ist schon auch der Staat daran beteiligt. Schließlich gelten Priester besoldungsrechtlich als Beamte. Auch hier gibt es ein stetes Geben und Nehmen
Samstag, 8. Dezember 2007 16:31
möchtegern-kathole: Dem einzelnen …
… Priester oder Bischof kann man keinen Vorwurf machen, denn man weis ja im Einzelfall nicht, wieviel der für sich selbst verbraucht, und wieviel er von seinem Gehalt den Armen gibt.

Gut, bei manchen ist es irgendwann bekannt, dass sie von ihrem Geld Konkubine, Kinder und deren Krippenplätze bezahlen, aber das muss man im Einzelfall klären, bevor man einen Vorwurf macht.
Samstag, 8. Dezember 2007 16:19
Aufrechter †: So sind sie halt,
die schleimigen Pharisäer. Ob in Kirchen- oder politischen Ämtern: Sobald einer aus dem Gewimmel des Kaulquappenteiches in höhere Spähren aufgestiegen ist, dünkt er sich gleicher als seine Brüder.
Wissend, daß die Masse zu dumm und zu träge zur Rebellion ist, nutzt er den Umstand, daß soziales Gelaber ohne Einschnitte bei sich selbst ausreichend ist, um wohlalimentiert über die Runden zu kommen.
Samstag, 8. Dezember 2007 15:59
Gotthard: @aleph
Deshalb ist auch die Regierung der BRD nicht daran interessiert, dass die Besoldungspraxis für Geistliche geändert wird und daran wird sich auch kaum etwas ändern.
Was hat denn die Regierung mit der Besoldung der Priester zu tun?
Für die Besoldung der Priester ist einzig und allein der jeweilige Bischof zuständig!
Samstag, 8. Dezember 2007 15:57
Burgorus: @möchtegern-kathole
Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass Priester weniger Gehalt brauchen, da sie ja keine Familie ernähren müssen. Das wäre sicherlich eine enorme Verbesserung für die Kirche, da diejenigen Priesteramtskandidaten ferngehalten werden, die nur ein bequemes Leben wollen.

Hinsichtlich Auto: Ein deutsches Auto muss es schon sein!
Samstag, 8. Dezember 2007 15:49
Aleph: Deftige Sparpolitik
Wer den Priestern das Geld nimmt und jährliche Auslandsreisen mit deftiger Sparpolitik verhindert, riskiert, dass die Predigten entsprechend kritisch über das Sozialsystem in diesemunserem Landeausfallen. Das könnte in der breiten Bevölkerung zu revolutionärer Stimmung führen. Dazu wären Priester durchaus auch in der Lage. Deshalb ist auch die Regierung der BRD nicht daran interessiert, dass die Besoldungspraxis für Geistliche geändert wird und daran wird sich auch kaum etwas ändern.
Samstag, 8. Dezember 2007 15:41
möchtegern-kathole: Natürlich steckt der Bischof …
… in dem Dilemma, dass, wenn er den Mitarbeitern pro Nase mehr zahlt, er weniger Mitarbeiter hat. Er muss also einen Ausgleich suchen zwischen dem, was die Caritas leisten kann und dem, was die Mitarbeiter derselben bekommen.

Aber würden die Priestergehälter drastisch gekürzt, die Priester könnten mehr leisten, nicht weniger. Zu was braucht ein Priester einen Fernseher? Zu was zahlt er öffentlich-rechtliche Sauerein mittels GEZ? Warum fahren nicht wenige Autos der Marken VW oder besser?

Nehmt ihnen soviel Geld, bis sie sich sowas nicht mehr leisten. Und das Vertrauen der Menschen in die Kirche wird steigen, nicht abnehmen. Ihre Predigten werden besser, da weniger Fernseh-Zeit weg geht, ihre Haltung demütiger, wenn das Auto manchmal liegenbleibt (wie meines).
Samstag, 8. Dezember 2007 15:35
Nachtlaterne: HABE SELBST EINMAL:::
…vor vielen jahren in einem kinderheim für einen hungerlohn also quasi um gotteslohn gearbeitet. die sache hat mir schnell gestunken und ich habe mit erfolg eine ganze ecke mehr gefordert. ein arbeitslkollege, der daraufhin auch mehr bekam war so dumm deswegen wütend auf mich zu sein. ials ich ihn fragte ob er den erfolg nicht auch für sich sähe schlug er sich sozusagen mit der flachen hand auf den flachen kopf und sagte: du hast recht. ihm ging ein ganzer christbaum auf!
Samstag, 8. Dezember 2007 15:34
Aleph: Das eigene Image stärken
Ein Sprecher der kirchlichen Dienstgeber räumt vor der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ ein, daß die Kirche in einem Dilemma stecke:

„Man kann nicht sozialpolitische Forderungen stellen, wenn man sie selbst nicht erfüllen kann“.

Man kann sehr wohl soziale Forderungen stellen, besonders wenn man sie nicht erfüllen kann. Das schafft eine unglaubliche Solidaritätsschiene gerade bei den Personen, die nicht im Hause der Forderers beschäftigt sind. Aus diesen Forderungen erwachsen schließlich Sozialbischöfe. So war es wenigstens zu Zeiten als um die „soziale Frage“ in Deutschland gerungen wurde. Heute sitzen Manager auf den Bischofsstühlen und die interpretieren die Sache zwar nicht viel anders, aber sie wissen sehr wohl was dem persönlichen Image nützt. Die kirchlichen Angestellten werden ja kaum etwas nach außen dringen lassen von den real existierenden binnenkirchlichen Verhältnissen und die anderen Werktätigen wissen ja nicht um die Realität. Also ist es doch geboten, das eigene Image zu stärken.
Samstag, 8. Dezember 2007 15:18
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Warum arguemntieren Sie nicht inhaltlich, sondern vergleichen die allgemeine Situation mit meiner persönlichen? Haben Sie keine allgemeinen Argumente?

Im übrigen erfülle ich Ihre Kriterien in etwa, ich arbeite und verbrauche doch nur das nötigste, z.B. nur uraltes Auto.

Und Sie?
Samstag, 8. Dezember 2007 15:17
Aleph: Heile, Heilige Welt
Weltfremdes Reden ist haben sich Vertretern des Klerus’ sehr zu eigen gemacht. Sie leben in einem Kokon, den ihnen Mutter Kirche vorsorglich bereitet hat: Keine finanziellen Sorgen haben, keine keifenden Ehefrauen, keine lärmenden Kinder, die bei der Predigtvorbereitung stören könnten, außer den fremden Gören im Religionsunterricht. Damit lässt sich ganz schön eine Welt zusammenbasteln, die einfach heil und heilig ist und ebenso gut lässt sich darüber predigen.
Samstag, 8. Dezember 2007 15:09
Priesterkandidat: @möchtegernkathole
Es gibt so viele Gutverdienende, die keine Familie zu unterhalten haben. Sollten sie auch keine Familie haben, verzichten Sie mal auf Ihr Gehalt, sodass sie am Existenzminimum leben. Wenn es dann ihren Glauben fördert uns ansonsten guttut, dann leben sie so weiter und fordern es für alle…
Samstag, 8. Dezember 2007 15:05
möchtegern-kathole: @Priesterkandidat
Die Laien müssen eine Familie erhalten – damit geht oft mehr weg als bei vielen reinkommt. Und es gibt keinen Fahrer, keine Dienstwohnung, keine Köchin, keine Privat-Krankeversicherung. Dafür die Chance den Arbeitsplatz zu verlieren.

Na ja, Sie können ja argumentieren, die modernen Priester müssten auch Kinder unterhalten, und Freundinnen, und Frauen sind nun mal teuer
Samstag, 8. Dezember 2007 14:55
Sirilo: Aha, der erste Schuß!
Kreuz.net schießt sich offensichtlich schon auf den neuen Erzbischof von München ein.

Im übrigen hat auch ein Bischof nicht die Lizenz zum Gelddrucken. Er kann nur ausgeben, was hereinkommt, aus Kirchensteuern und Spenden. Und wenn die Kirchensteuern zurückgehen, muß gespart werden. So einfach ist das!
Samstag, 8. Dezember 2007 14:54
Priesterkandidat: @möchtegern kathole
Dann gehen Sie mal mit gutem Beispiel voran und verzichten auf ihr Gehalt… oder überlassen ihrem Arbeitgeber mal so viel ihres Gehaltes, dass sie auf gleichen Niveau mit den Priestern in Frankreich etc. leben. Dann melden sie sich nochmal, wie es ihnen dabei ergeht.
Samstag, 8. Dezember 2007 14:50
möchtegern-kathole: Die Priester haben …
… im Vergleich zu vielen Caritasmitarbeitern keine Familie zu versorgen und sind deshalb mit ihren Beamten-Gehältern wohl zu gut versorgt. Ohne das Gehalt geht’s auch, wie die Kleriker in Frankreich oder jene der Bruderschaften in Deutschland zeigen. Die Bischöfe könnten mit gutem Beispiel vorangehen und auf Ihr Gehalt ganz verzichten (Kost und Unterkunft erhalten die wohl sowieso, das Dienstauto mit Fahrer auch).
Samstag, 8. Dezember 2007 14:50
Priesterkandidat: @Logos + @ all
Apropos dummer Kmmentar:

Wieso ist es eigentlich nicht möglich, dass man beim Artikel „Misstände im Seminar“ seine Lesermeinung schreiben kann. Ich habe diese Frage schon der Redaktion gestellt, sie blieb bislang jedoch unbeantwortet.
Samstag, 8. Dezember 2007 14:40
Logos: mehr als dumm
Selten so was dumm-dämliches gelesen wie diesen Kommentar. Es gibt doch arme Menschen…
Samstag, 8. Dezember 2007 14:38
Typ: @ Burgorus
Na klar doch! Auch kirchliche Schulen und Universitäten gehören geschlossen!

Und Katechesestunden suspendierter FSSPX-Priester ebenfalls!
Samstag, 8. Dezember 2007 14:37
Dass gespart werden muss, ist ja kein Geheimnis. Zudem sind die Pfarrergehälter auch nur durchschnittlich.
Samstag, 8. Dezember 2007 14:34
Burgorus: Kindergärten schließen
ist ja schon mal was Positives. Ein Kindergarten ist ja nur der erste Schritt von der Grundschule zur Kinderkrippe und damit zur Entfremdung der Kinder von den Müttern.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.