Die Türe links
Im Flughafen Wien gibt es eine wundersame Kapelle. Wer sich nach ihr auf die Suche macht, erlebt ein blaues Wunder. Von Magdalena Puczinska.
(kreuz.net, Wien) Ich war diesen Sommer auf dem Flughafen in Wien. Nachdem ich eingecheckt hatte, blieb
mir noch genügend Zeit, um in aller Ruhe den Reichtum der dortigen Einkaufsmeile zu bestaunen.
Da entdeckte ich einen interessanten Wegweiser. „Andachtsraum“. Daneben war ein Signet mit einer fromm knienden Person.
Österreich ist doch noch ein christliches Land – dachte ich mir und machte mich auf den Weg. Ich folgte den Pfeilen. Die Sache zog sich in die Länge.
Plötzlich sah ich keine Wegweiser mehr. Und fand mich – vor einem Sexshop.
O-o-o – das war die Art von Andacht, zu der ich nicht unterwegs war. Ich beschloß weiterzusuchen – aber wo?
Es schien mir unangemessen, die Angestellten des Sexshops nach dem Weg zum Himmel zu fragen.
Darum wandte ich mich an die Verkäufer eines etwas weiter entfernten Geschäftes. Sie waren ratlos.
Doch dann kam der entscheidende Hinweis. Jemand wies mich an, mit dem Aufzug – auf der anderen Seite des Sexshops – nach oben zu fahren. Dort sei der Andachtsraum.
Gesagt, getan. Als ich den Aufzug verließ, erblickte ich eine Art Reisebüro, sonst nichts.
Auf meine Anfrage beruhigte mich eine Frau: „Ja, Sie sind richtig.“
Die Dame wies mich geradeaus in die Richtung zweier Türen. Auf der ersten stand WC – auf der zweiten nichts. Ich versuchte die zweite.
Das war ein Putzraum: Besen usw. Auf jeden Fall keine Kapelle. Damit blieb nur die andere Türe – WC?
In meiner seelischen Not wandte ich mich wieder an die Frau. Die gab sich unbeirrt: „Genau dort. Sie brauchen nur hineinzugehen.“
Ich besann mich auf den lutherischen Fiduzialglauben und öffnete die WC-Türe.
Im Inneren sah alles aus wie in einer – Toilette. Der Raum war gefliest.
Es handelte sich um einen Vorraum. Doch dann, geradeaus, war tatsächlich eine Türe, wo ich die fromme kniende Figur von vorher wieder entdeckte.
Rechts davon war ein Pfeil mit einem Männchen, links davon ein anderer mit einem Weibchen. Die beiden knieten nicht, sondern standen aufrecht – ein Hinweis auf die Toiletten.
Ich öffnete die Türe zum Gebetsraum. Vorne erblickte ich einen Tisch. Darauf waren einige geöffnete Bücher – die Bibel, ein Koran und noch etwas.
Es gab auch kleine runde Hocker. An der Wand stand geschrieben, daß es sich hier um einen Ort des Gebetes, der Andacht, der Meditation und der Ruhe handle, für alle – „unabhängig von Religion und Rasse“.
Aus diesem Grund solle man sich hier respektvoll und tolerant verhalten und dem anderen – ich war alleine – wie in der U-Bahn seinen Platz anbieten.
Auf der gegenüberliegenden Wand war eine Tafel angebracht. Sie wies darauf hin, daß Papst Johannes Paul II. im Jahr 1983 Österreich besucht hat. Der erste Papstbesuch seit 200 Jahren.
Wurde diese Kapelle vielleicht ihm zu Ehren gebaut?
Etwas verunsichert verließ ich den Raum wieder. Im nachhinein fiel mir auf, daß ich ganz vergessen hatte, dort zu beten.
Da entdeckte ich einen interessanten Wegweiser. „Andachtsraum“. Daneben war ein Signet mit einer fromm knienden Person.
Österreich ist doch noch ein christliches Land – dachte ich mir und machte mich auf den Weg. Ich folgte den Pfeilen. Die Sache zog sich in die Länge.
Plötzlich sah ich keine Wegweiser mehr. Und fand mich – vor einem Sexshop.
O-o-o – das war die Art von Andacht, zu der ich nicht unterwegs war. Ich beschloß weiterzusuchen – aber wo?
Es schien mir unangemessen, die Angestellten des Sexshops nach dem Weg zum Himmel zu fragen.
Darum wandte ich mich an die Verkäufer eines etwas weiter entfernten Geschäftes. Sie waren ratlos.
Doch dann kam der entscheidende Hinweis. Jemand wies mich an, mit dem Aufzug – auf der anderen Seite des Sexshops – nach oben zu fahren. Dort sei der Andachtsraum.
Gesagt, getan. Als ich den Aufzug verließ, erblickte ich eine Art Reisebüro, sonst nichts.
Auf meine Anfrage beruhigte mich eine Frau: „Ja, Sie sind richtig.“
Die Dame wies mich geradeaus in die Richtung zweier Türen. Auf der ersten stand WC – auf der zweiten nichts. Ich versuchte die zweite.
Das war ein Putzraum: Besen usw. Auf jeden Fall keine Kapelle. Damit blieb nur die andere Türe – WC?
In meiner seelischen Not wandte ich mich wieder an die Frau. Die gab sich unbeirrt: „Genau dort. Sie brauchen nur hineinzugehen.“
Ich besann mich auf den lutherischen Fiduzialglauben und öffnete die WC-Türe.
Im Inneren sah alles aus wie in einer – Toilette. Der Raum war gefliest.
Es handelte sich um einen Vorraum. Doch dann, geradeaus, war tatsächlich eine Türe, wo ich die fromme kniende Figur von vorher wieder entdeckte.
Rechts davon war ein Pfeil mit einem Männchen, links davon ein anderer mit einem Weibchen. Die beiden knieten nicht, sondern standen aufrecht – ein Hinweis auf die Toiletten.
Ich öffnete die Türe zum Gebetsraum. Vorne erblickte ich einen Tisch. Darauf waren einige geöffnete Bücher – die Bibel, ein Koran und noch etwas.
Es gab auch kleine runde Hocker. An der Wand stand geschrieben, daß es sich hier um einen Ort des Gebetes, der Andacht, der Meditation und der Ruhe handle, für alle – „unabhängig von Religion und Rasse“.
Aus diesem Grund solle man sich hier respektvoll und tolerant verhalten und dem anderen – ich war alleine – wie in der U-Bahn seinen Platz anbieten.
Auf der gegenüberliegenden Wand war eine Tafel angebracht. Sie wies darauf hin, daß Papst Johannes Paul II. im Jahr 1983 Österreich besucht hat. Der erste Papstbesuch seit 200 Jahren.
Wurde diese Kapelle vielleicht ihm zu Ehren gebaut?
Etwas verunsichert verließ ich den Raum wieder. Im nachhinein fiel mir auf, daß ich ganz vergessen hatte, dort zu beten.
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Donnerstag, 13. Dezember 2007 14:21
Googler: ich glaube…
…dass das noch mehrmals gesagt werder muss. Übrigens entschuldige ich mich für die vielen Rechtschreibfehler…spätabends sollte man lieber doch keine Beiträge mehr schreiben.
Mittwoch, 12. Dezember 2007 01:38
kubiska: Danke, Googler!
Für so manchen kleingeistigen Fundamentalisten auf dieser Seite wäre eine gesunde Portion christliche Nächstenliebe dringendst vonnöten.
Dienstag, 11. Dezember 2007 22:51
Fragender: @ Googler
Ultrakatholischen Fundamentalisten ist es sch…egal, was Jesus sagt. Fundamentalismus ist eine Ideologie,
und keine religion… eine Idelologie des Hasses, perfiderweise in diesem Forum der Katholiban getarnt
als Religion der Nächstenliebe…
… bei Fundi-Ideologen ist es traurigerweise auch völllig egal, ob es sich um Taliban, Katholiban, Nazis, Linksradikale oder sonst etwas handelt: die Methoden sind immer die Gleichen, die Argumente auch, nur ein paar Begriffe werden halt variiert (z.B. Juden vs. Homos, Volkszersetzer vs. VII-Sektierer etc.)
… bei Fundi-Ideologen ist es traurigerweise auch völllig egal, ob es sich um Taliban, Katholiban, Nazis, Linksradikale oder sonst etwas handelt: die Methoden sind immer die Gleichen, die Argumente auch, nur ein paar Begriffe werden halt variiert (z.B. Juden vs. Homos, Volkszersetzer vs. VII-Sektierer etc.)
Dienstag, 11. Dezember 2007 22:45
Googler: Wie wärs mal
…wenn ihr alle mal drüber nachdenkt, besonder diese Fraktion heirich, pünkchen etc…was Jesus dazu sagen würde…Meint ihr ernsthaft, er würde sich darüber freuen, wie ihr mit seinen Kindern -jeglicher Art- umgeht? Jeder mensch ist ein Geschöpf Gottes, auch Muslime, Homos und sonstige Arten von „Rassen“ (Vllt in eurer Sprache: Untermschen!?). Und wen ihr Beischten ghet, dann setzt man Reue vorraus, aber die habt ihr nicht… Jesus will sich doch glatt nochmal ans Kreuz schlagen wenn er sieht, wer hier rumläuft, damit auch IHR erlöst werdet…
Dienstag, 11. Dezember 2007 22:31
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Samurai,
heute bin ich großzügig, suchen Sie sichs raus.
Dienstag, 11. Dezember 2007 22:31
Aleph: WIR WOLLEN EINE BUSS- UND BETKAPELLE
Wer sich zum Flughafen chauffieren lässt, will in der Regel nicht zur Kirche oder in eine Betstube, sondern ein Flugzeug besteigen, abheben, am Ziel sanft wieder aufsetzen und gut ankommen. Gebete und andere Verrichtungen der religiösen Art lassen sich in der Regel während des Fluges hervorragend erledigen. Deshalb braucht man keinen Glaubenskrieg auf Erden anzuzetteln, weil die Kapelle am Wiener Flughafen Schwechat angeblich nicht ausfindig zu machen ist. Möglich ist ja, dass sich der Sucher ganz dusselig angestellt hat und die Gelegenheit gern nutzt, hier in +net. mal wieder ein bißchen Stunk zu machen, vielleicht auch, um eine Demonstration anzetteln: Wir wollen eine Buß- und Betkapelle auf dem Flughafen Schwechat. Das ist viel medienträchtiger als der verschämte Artikel hier im Forum.
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