Requiem
Kardinal Alfons Stickler gestorben
Den bedeutendsten Wechsel seines Lebensgleises erlebte der Verstorbene, als er am Aschermittwoch 1971 von Papst Paul VI. Post bekam.
Alfons Kardinal Stickler
Alfons Kardinal Stickler
(kreuz.net) Der frühere Präfekt der Vatikanischen Bibliothek, Kardinal Alfons Maria Stickler (97), ist am Mittwoch in Rom gestorben.

Der Kardinal wurde am 23. August 1910 in Neunkirchen geboren. Die Ortschaft befindet sich fünfzig Kilometer südlich von Wien in Niederösterreich.

Nach der Matura trat er in das Noviziat der Salesianer Don Boscos ein.

Nach dem römischen Studium der Philosophie und Theologie wurde er am 27. März 1937 in der römischen Lateranbasilika zum Priester geweiht.

Anschließend studierte der junge Pater kirchliches und weltliches Recht an der Lateran-Universität. Diese wird von der Diözese Rom geführt und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Basilika San Giovanni in Lateran.

Kardinal Stickler, RIP
Am 12. Dezember rief Gott den österreichischen Kardinal Alfons Maria Stickler zu sich.Kardinal Stickler war ein exponierter Freund der Alten Messe.Kardinal Stickler war mit 97 Jahren der älteste Kardinal der Kirche.

Der junge Salesianerpater lehrte zunächst an der Fakultät für Kirchenrecht am Päpstlichen Athenäum Salesianum in Turin in Norditalien.

Sein Forschungsgebiet war von Anfang an die kirchliche Rechtsgeschichte mit dem Schwerpunkt des Mittelalters und der entsprechenden Handschriften.

Den nach eigener Aussage bedeutendsten „Wechsel seines Lebensgleises“ erlebte er am Aschermittwoch 1971, als er von seiner Bestellung zum Leiter der Vatikanischen Bibliothek durch Papst Paul VI. erfuhr.

Am 8. September 1983 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. gleichzeitig zum „Pro-Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche“ zum Erzbischof mit dem Titularsitz Bolsena. Im November desselben Jahres wurde er zum Bischof geweiht.

Am 7. Juli 1984 übertrug ihm der Papst außerdem die Leitung des vatikanischen Geheimarchivs.

Im April 1985 wurde Erzbischof Stickler ins Kardinalskollegium berufen.

Während seiner Amtszeit setzte sich der Kardinal für die Erhaltung und Modernisierung der vatikanischen Bibliothek ein. Diese gilt als Aufbewahrungsort der weltweit reichsten Sammlung an Handschriften mit rund 70.000 Exemplaren.

Daneben finden sich dort auch eine Million gedruckter Bücher, rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung.

Unter anderem wurde unter der Leitung von Kardinal Stickler ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek – unter anderem der „Codex Vaticanus“ – atombombensicher untergebracht sind.

Der ‘Codex Vaticanus’ ist eine sehr berühmte griechische Bibelhandschrift aus dem 4. Jahrhundert, die sich seit dem Jahre 1481 im Vatikan befindet.

Im Sommer 1988 trat Kardinal Stickler aus Altersgründen von seinem Amt als Leiter der Vatikanbibliothek und des Geheimarchivs zurück.

Er lebte seither im römischen Ruhestand.

Im März dieses Jahres hatte er sein siebzigstes Priesterjubiläum gefeiert.

Während vieler Jahre war Kardinal Stickler Gast bei der Sommerakademie in Aigen/Schlägl und ein international bekannter Verteidiger der alten Lateinischen Messe.

Kardinal Stickler hat auch zahlreiche Bücher publiziert. Besonders lesenswert ist sein Buch über den Weltpriesterzölibat.
      
21 Lesermeinungen
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#22   Marcelus   10:56:24 | Sonntag, 23. März 2008
@Pfarrverweser1: Auf ein persönliches Gespräch mit einem irrlehrenden Kardinal
kann man getrost verzichten,
es sei denn, es bestünde Aussicht auf Bekehrung des Irrlehrers.
Ich frage mich als einer, der den halben Klerus der ED Wien kennt, wie oft dieser Rudi mit Kardinal König zusammengetroffen ist, mit ihm geplaudert hat, ungezwungen und unter vier Augen! Wahrscheinlich kennt er ihn nur aus der Zeitung, und was die Heinis schreiben, wissen wir ja. Aber unser Rudi ist da um nichts besser: er betet einfach daher, was ihm irgendein Fundi eingeflüstert hat!
Hier gilt: die Redenden wissen wenig, die Wissenden reden wenig!
Si tacuisses!
Ein Kardinal wird immer noch nach seinen kirchenpolitischen Entscheidungen und seinen theologischen Aussagen beurteilt, und nicht, ob er privat sympathisch oder unsympathisch ist.
Tatsache ist, daß Kardinal König 1968 zusammen mit der gesamten ÖBK und der DBK vom päpstlichen Lehramt abgefallen ist,
und in diesem Irrglauben – zumindest öffentlich – bis zu seiner Abberufung von Gott verharrte.
Eine ewige Verdammnis dieses Kardinals ist leider nicht auszuschließen.
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#21   Pius XII   19:31:01 | Montag, 17. Dezember 2007
Genug ist genug
Lieber Herr van Laack, wann endlich beenden Sie Ihren FSSPX-Komplex? Es ist schon ein Kunststück, vom Tod des (ohne Frage ehrenwerten) Kardinals auf die Bruderschaft zu kommen. Gerade weil Sie die Sache offenbar immer noch nicht abgeschlossen haben, empfehle ich eine einfache Methode: Nehmen Sie sich selbst vor, für 2008 nichts, gar nichts über die FSSPX zu schreiben.
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#20   Burgorus   19:25:17 | Montag, 17. Dezember 2007
@Michael von Laack:
Ihrem Wunsch kann ich mich anschließen.
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#19   Agiafortuni   15:35:41 | Montag, 17. Dezember 2007
nach welchem Ritus
nach welchem Ritus wurde sein Totenamit zelebriert?
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#18   Rudolfus   19:46:49 | Freitag, 14. Dezember 2007
pfarrverweser1: Cardinal König ist ausreichend bekannt
Er ist 1968 vom päpstlichen Lehramt abgefallen, zusammen mit der Österreichischen und der Bundesdeutschen Bischofskonferenz – in Erklärungen, die dem Papst in seiner in Humanae vitae verbindlich gelehrten Lehre widersprachen!
Cardinal König war deshalb ein Apostat und hat mit den anderen ÖBK- und DBK-Bischöfen Millionen Katholiken in die Irre geführt und gegen den Papst aufgebracht!
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#17   Frater Meinrad   15:04:23 | Freitag, 14. Dezember 2007
K-TV überträgt das Requiem live aus Rom
So eben bekam ich die Nachricht von K-TV, dass heute um 17 Uhr das Requiem für Se. Em. Alfons Maria Card. Stickler SDB aus dem Petersdom übertragen wird. Das Requiem wir Papst Benedikt XVI. zelebrieren.
R. I. P.
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#16   Guiseppe   11:45:31 | Freitag, 14. Dezember 2007
Michael van Laack, wie recht Sie haben …
Michael van Laack: „Zweifellos hat der Kardinal gegenüber der Bruderschaft zumindest nicht durchgängig eine positive Haltung eingenommen. Er hat aber definitiv ohne Rücksicht auf das eigene Ansehen eine Haltung eingenommen, die ihm innerhalb der Amtskirche mancherorts Spott und Hohn eingetragen hat.“
Wie recht Sie, Michael van Laack, haben, zeigt folgendes Zitat von S. Em. Kardinal Stickler (27. 11. 2004): „Die Ergebnisse der Reform werden heute von vielen als verheerend beurteilt. Es war das Verdienst der Kardinäle Ottaviani und Bacci, sehr schnell herausgefunden zu haben, daß die radikale Veränderung des Ritus zu einem tiefgehenden Bruch in der Lehre führen konnte. Glücklicherweise ist die vom hl. Papst Pius V. geordnete Lateinische Messe niemals verboten worden: Priester und Gläubige können sich dort an der Quelle der Lex orandi nähren und so in Treue zur Lex credendi leben.“
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#15   Michael van Laack   00:58:56 | Freitag, 14. Dezember 2007
Eine Bitte an die FSSPX
Vielleicht ist es nur der Wunsch eines Einzelnen, vielleicht erscheint dieser Wunsch oder ist er tatsächlich unangemessen. Dennoch spreche ich den Wunsch aus: Ich würde mich sehr freuen, wenn die FSSPX in Hochachtung von Alfons Maria Kardinal Stickler auf Ihrer Internetpräsenz fsspx.info und/oder im nächsten Mitteilungsblatt eine kurze Würdigung dieses Verteidigers der Messe aller Zeiten veröffentlichen würde. Zweifellos hat der Kardinal gegenüber der Bruderschaft zumindest nicht durchgängig eine positive Haltung eingenommen. Er hat aber definitiv ohne Rücksicht auf das eigene Ansehen eine Haltung eingenommen, die ihm innerhalb der Amtskirche mancherorts Spott und Hohn eingetragen hat.
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#14   pfarrverweser1   21:42:18 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
@ Rudolfus & Kardinal König
Ich frage mich als einer, der den halben Klerus der ED Wien kennt, wie oft dieser Rudi mit Kardinal König zusammengetroffen ist, mit ihm geplaudert hat, ungezwungen und unter vier Augen! Wahrscheinlich kennt er ihn nur aus der Zeitung, und was die Heinis schreiben, wissen wir ja. Aber unser Rudi ist da um nichts besser: er betet einfach daher, was ihm irgendein Fundi eingeflüstert hat!
Hier gilt: die Redenden wissen wenig, die Wissenden reden wenig!
Si tacuisses!
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#13   ExBochumer †   19:55:07 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Die Hölle ist DEM bestimmt sicher.
Trotz Allem, Landorganist – ich bete für Ihre Bekehrung. Kommen Sie endlich aus Ihren Wahnvorstellungen.
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#12   Alois Bischof   16:00:19 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Ruhe in Frieden
+ Requiem aeternam dona eis, Domine:
et lux perpetua luceat eis.
Te decet hymnus, Deus, in Sion,
et tibi reddetur votum in Jerusalem:
exaudi orationem
meam, ad te omnis caro veniet.
Requiem aeternam dona eis, Domine:
et lux perpetua luceat eis.
Lectio Libri Apocalypsis 14:13.
In diebus illis: Audivi vocem de caelo, dicentem mihi: Scribe: Beati mortui, qui in Domino moriuntur. Amodo jam dicit Spiritus, ut requiescant a laboribus suis: opera enim illorum sequuntur illos.
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#11   Benedikt   15:40:50 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Alfons Maria Kardinal Stickler R.I.P.
Der Herr schenke ihm die ewige Ruhe
und das ewige Licht leuchte ihm.
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#10   Rudolfus   15:19:09 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
@landorganist: Wenn der rechte katholische Glaube für Sie eine Krankheit ist,
werden Sie „gesund“ in die ewige Hölle kommen.
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#8   Rudolfus   15:00:01 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Christus möchte jede einzelne Seele retten
Cardinal König kann in seiner Todesstunde gerettet worden sein, trotz seiner Irrlehre, wenn er bereute und beichtete, aber dann ist er mit Sicherheit noch in den tiefen des Fegefeuers bis zum Weltende.
Vergleiche, was Unsere Liebe Frau in Fátima über den jenseitigen Verbleib eines jungen Mädchens sagte, das nach der Aussage Unserer Lieben Frau bis zum Weltende im Fegefeuer ist.
Wie viel schwerer müßte dann Cardinal König im Fegefeuer bis zum Weltende brennen – falls er überhaupt gerettet wurde.
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#7   Peter-Pan   14:53:38 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
@ecclesia-semper-reformanda, landorganist
Aber versteht ihr denn nicht? Der Rudi weiß nicht nur um die Entscheidung, Er trifft sie!!
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#6   ecclesia-semper-reformanda   14:50:32 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Hallo Rudolfus!
Woher Ihr Wissen? Schon mal da gewesen? Im Himmelreich? ;-)
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#5   landorganist   14:48:14 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
@Rudi
So,so, hört hört. Jetzt weiß Rudi also schon, wer Eingang ins Himmelreich findet. Ich verneige mich in Ehrfurcht und Demut.
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#4   Rudolfus   14:31:15 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Damit verliert Österreich seinen zweiten verbliebenen Cardinal,
allerdings an die himmlische Kirche im Himmelreich als Fürbitter vor Gott.
Den 1968 vom päpstlichen Lehramt abgefallenen Cardinal König wird man dort nicht finden.
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#3   Tilly   12:27:01 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Große Persönlichkeit abberufen in die Ewigkeit
Der HERR sei seiner Seele gnädig.
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#2   r.ruhrgebietler   12:19:48 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
Er ruhe in Frieden!
sic transit gloria mundi -r.i.p.
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#1   ExBochumer †   12:18:09 | Donnerstag, 13. Dezember 2007
R.i.p., Alfons Card. Stickler
Eine große Persönlichkeit ist gestorben.
Mein Gebet für ihn ist sicher.
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