Atombombensicher für die Alte Messe
Der verstorbene österreichische Kardinal Alfons Stickler war ein großer Freund der Alten Messe. Die Erzdiözese Wien unterschlug dieses besondere Anliegen des Verstorbenen. Sogar die antikirchlichen Medienkonzerne waren objektiver. Pressesplitter.
Der Papst kondoliert
„Benedikt XVI. sandte zum Tod des 97jährigen Kardinals Alfons Maria Stickler, Archivar und emeritierter Bibliothekar der Römischen Kirche zwei Kondolenzschreiben: eines an die Geschwister des verstorbenen Kardinals und eines dem Generaloberen der Salesianer Don Boscos, Pater Pascual Chavez Villanueva. Der Heilige Vater beschreibt den Kardinal als »aufrichtigen und eifrigen« Mitarbeiter des Heiligen Stuhls. […] Er erwähnte auch das kulturelle und kirchliche Engagement des herausragenden Juristen und bekannten Kardinals.“
Aus der täglichen Medienmitteilung des Pressesaales des Heiligen Stuhls.
Scheidung der Geister
„Überaus ablehnend äußerte sich der konservative Traditionalist Stickler zu dem hierarchiekritischen ‘KirchenVolksBegehren’ in Österreich. Der Kardinal, der ein vehementer Befürworter des vorkonziliaren tridentinischen Meßritus war, sagte damals wörtlich, das »Aufbegehren« richte sich gegen den Papst und »gegen das Wesen unseres Glaubens«. Der Autorität des Lehramtes müsse sich auch das Gewissen des Einzelnen unterordnen.“
Aus einem Bericht der antikirchlichen österreichischen Tageszeitung ‘Standard’.
Seit siebzig Jahren Priester
„In den letzten Jahren lebte Kardinal Alfons Maria Stickler zurückgezogen in seiner Wohnung im Palast der Glaubenskongregation. Doch der gebürtige Österreicher konnte auf ein bewegendes Leben im Dienst der Kirche zurückblicken. Als zweites von insgesamt zwölf Kindern 1910 in Neunkirchen geboren, trat Stickler nach dem Abitur in den Orden der Salesianer Don Boscos ein. Nach seinem Theologiestudium, unter anderem in Turin und Rom, promovierte er an der Päpstlichen Lateranuniversität zum Doktor beider Rechte. [Am 27. März] 1937 wurde er dann zum Priester geweiht.“
Aus dem Nachruf auf Kardinal Stickler auf ‘Radio Vatikan’.
Tendenziöse Berichterstattung
„Während seiner Amtszeit setzte sich Stickler unermüdlich für die Erhaltung und Modernisierung der Vatikan-Bibliothek ein, die nicht nur als Aufbewahrungsort der weltweit reichsten Sammlung an Handschriften (rund 70.000) gilt, sondern auch eine Million gedruckter Bücher, rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung umfaßt. Unter anderem wurde unter der Leitung des österreichischen Kardinals ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek – unter anderem der ‘Codex Vaticanus’ – atombombensicher untergebracht sind.“
Aus dem Pressetext der Erzdiözese Wien. Die Verdienste des Kardinals für die Alte Messe unterschlägt der Text.
Auch ein Verdienst
„Ich bin stolz, daß Österreich eine Persönlichkeit mit der moralischen Autorität wie Kardinal Stickler hervorgebracht hat, der sich auch in aufopfernder Weise um die Rompilger bemüht hat.“
Pressemitteilung des österreichischen Christdemokraten und früheren Bundeskanzlers, Wolfgang Schüssel
Fromm, gütig und gebildet
„»Mit Kardinal Alfons Stickler ist ein zutiefst frommer und gütiger Mensch von uns gegangen«, sagte der Zweite Präsident des [österreichischen] Nationalrates Dr. Michael Spindelegger heute, Donnerstag. Spindelegger bezeichnete Stickler als »hochgebildeten Kleriker«, der sich vor allem durch seine Umgänglichkeit und Menschlichkeit ausgezeichnet habe.“
Presseaussendung des österreichischen Christdemokraten Michael Spindelegger.
© Titelbild: G. Schneeweiß-Arnoldstein, couleurstudent.at
Kardinal Stickler zelebriert ein altrituelles Requiem
„Benedikt XVI. sandte zum Tod des 97jährigen Kardinals Alfons Maria Stickler, Archivar und emeritierter Bibliothekar der Römischen Kirche zwei Kondolenzschreiben: eines an die Geschwister des verstorbenen Kardinals und eines dem Generaloberen der Salesianer Don Boscos, Pater Pascual Chavez Villanueva. Der Heilige Vater beschreibt den Kardinal als »aufrichtigen und eifrigen« Mitarbeiter des Heiligen Stuhls. […] Er erwähnte auch das kulturelle und kirchliche Engagement des herausragenden Juristen und bekannten Kardinals.“
Aus der täglichen Medienmitteilung des Pressesaales des Heiligen Stuhls.
Scheidung der Geister
„Überaus ablehnend äußerte sich der konservative Traditionalist Stickler zu dem hierarchiekritischen ‘KirchenVolksBegehren’ in Österreich. Der Kardinal, der ein vehementer Befürworter des vorkonziliaren tridentinischen Meßritus war, sagte damals wörtlich, das »Aufbegehren« richte sich gegen den Papst und »gegen das Wesen unseres Glaubens«. Der Autorität des Lehramtes müsse sich auch das Gewissen des Einzelnen unterordnen.“
Aus einem Bericht der antikirchlichen österreichischen Tageszeitung ‘Standard’.
Seit siebzig Jahren Priester
„In den letzten Jahren lebte Kardinal Alfons Maria Stickler zurückgezogen in seiner Wohnung im Palast der Glaubenskongregation. Doch der gebürtige Österreicher konnte auf ein bewegendes Leben im Dienst der Kirche zurückblicken. Als zweites von insgesamt zwölf Kindern 1910 in Neunkirchen geboren, trat Stickler nach dem Abitur in den Orden der Salesianer Don Boscos ein. Nach seinem Theologiestudium, unter anderem in Turin und Rom, promovierte er an der Päpstlichen Lateranuniversität zum Doktor beider Rechte. [Am 27. März] 1937 wurde er dann zum Priester geweiht.“
Aus dem Nachruf auf Kardinal Stickler auf ‘Radio Vatikan’.
Tendenziöse Berichterstattung
„Während seiner Amtszeit setzte sich Stickler unermüdlich für die Erhaltung und Modernisierung der Vatikan-Bibliothek ein, die nicht nur als Aufbewahrungsort der weltweit reichsten Sammlung an Handschriften (rund 70.000) gilt, sondern auch eine Million gedruckter Bücher, rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung umfaßt. Unter anderem wurde unter der Leitung des österreichischen Kardinals ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek – unter anderem der ‘Codex Vaticanus’ – atombombensicher untergebracht sind.“
Aus dem Pressetext der Erzdiözese Wien. Die Verdienste des Kardinals für die Alte Messe unterschlägt der Text.
Auch ein Verdienst
„Ich bin stolz, daß Österreich eine Persönlichkeit mit der moralischen Autorität wie Kardinal Stickler hervorgebracht hat, der sich auch in aufopfernder Weise um die Rompilger bemüht hat.“
Pressemitteilung des österreichischen Christdemokraten und früheren Bundeskanzlers, Wolfgang Schüssel
Fromm, gütig und gebildet
„»Mit Kardinal Alfons Stickler ist ein zutiefst frommer und gütiger Mensch von uns gegangen«, sagte der Zweite Präsident des [österreichischen] Nationalrates Dr. Michael Spindelegger heute, Donnerstag. Spindelegger bezeichnete Stickler als »hochgebildeten Kleriker«, der sich vor allem durch seine Umgänglichkeit und Menschlichkeit ausgezeichnet habe.“
Presseaussendung des österreichischen Christdemokraten Michael Spindelegger.
© Titelbild: G. Schneeweiß-Arnoldstein, couleurstudent.at
Kardinal Stickler zelebriert ein altrituelles Requiem
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Freitag, 14. Dezember 2007 16:24
Aleph: Persönliche Entscheidung
Clarissa Colonia @Dazu möcht ich mich nicht weiter äußern. Ich denke mal, dass es zwei völlig unterschiedliche Ebenen sind. Wenn Kardinal Stickler den außerordentlichen Ritus bevorzugt hat, ist das seine persönliche Entscheidung, die braucht nicht in irgendein Atombombensicherheitprogramm eingebaut zu werden und sollte auch der kreuz.net-Redaktion sich die Finger daran wund zu reiben. Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt für den gestorbenen Kardinal auch völlig egal. Darüber wird vermutlich auf ganz anderen Ebenen beraten, wenn überhaupt. + Amen +
Freitag, 14. Dezember 2007 16:08
clarissa colonia: Lieber א
Nun ja, es hat schon etwas reißerisches, die Messe als atombombensicher zu bezeichnen. Gleichwohl: Ists
sie’s etwa nicht? Bisher glaubte ich, das durch die Hl. Messe (welchen Ritus’ auch immer, hauptsache gültg)
gewirkte Heil sei insofern sogar atombombensicher, daß es durch nichts mehr zerstört oder entrissen
werden könnte. Muß ich da umdenken? Ist etwa das durch die Mitfeier einer novus-ordo-Messe (ein schreckliches
Wort; zu LTI-Beobachtungen: Ist es schon mal aufgefallen, daß keine sprachlich und sachlich zufriedenstellende
begriffliche Unterscheidung zwischen „alter“ und „neuer“ Messe existiert; vielleicht ein Hinweis darauf,
daß man das Hail und die vermittelte wie vermittelnde Gnade nicht teilen kann?) nicht atombombensicher,
während das der „alten“ Messe es ist?
Schon wieder Fragen über Fragen.
Schon wieder Fragen über Fragen.
Freitag, 14. Dezember 2007 15:41
Aleph: Atombombensicher
clarissa colonia@ Mir ging es darum, die sprachliche Verkommenheit zu präsentieren: Was hat die Messe, sei es NOM oder die außerordentliche Messe denn wirklich mit Atombombensicherheit zu tun. Was soll damit ausgesagt werden, Kardinal Stickler sei atombombensicherfür die außerordentliche Messe gewesen. Das ist für meine Begriffe sprachliche Verkommenheit, die sich eine Redaktion nicht erlauben sollte. Was ist atombombensicher? Das ist Mehrheitsbeschaffung mit Hilfe von LTI-orientierten Sprachbildern. So machen es auch ganz große Bouleward-Zeitungen. Wenig TExt, aber grelle Bilder und wenn es der größte Schmonzes ist. Hauptsache die Auflage steigt.
Freitag, 14. Dezember 2007 15:27
clarissa colonia: Lieber א
Viktor Klemperer mit seinen sprachlichen Beobachtungen zu zitieren mag seinen Reiz haben, ist hier aber nicht einschlägig, denn den totalitären Charakter der LTI machte er meines Wissen doch an ihrer schleichend zunehmenden Gewalttätigkeit fest; eine Charakteristik, die auf das offene Ausleben von Vulgarismen in diesem Forum kaum zutrifft. Oder?
Freitag, 14. Dezember 2007 11:52
r.ruhrgebietler: @M.v.L. – mach ich!
Kardinal Stickler zu einem ehrenden Andenken auch innerhalb der katholischen Tradition.Soll er doch haben!
Freitag, 14. Dezember 2007 11:51
Guiseppe: Bernd Stromberg – volle Zustimmung!
Danke für Ihre klaren Worte.
Anbei ein Zitat von S. Em. Kardinal Stickler vom 27. 11. 2004: „Die Ergebnisse der Reform werden heute von vielen als verheerend beurteilt. Es war das Verdienst der Kardinäle Ottaviani und Bacci, sehr schnell herausgefunden zu haben, daß die radikale Veränderung des Ritus zu einem tiefgehenden Bruch in der Lehre führen konnte. Glücklicherweise ist die vom hl. Papst Pius V. geordnete Lateinische Messe niemals verboten worden: Priester und Gläubige können sich dort an der Quelle der Lex orandi nähren und so in Treue zur Lex credendi leben.“
Anbei ein Zitat von S. Em. Kardinal Stickler vom 27. 11. 2004: „Die Ergebnisse der Reform werden heute von vielen als verheerend beurteilt. Es war das Verdienst der Kardinäle Ottaviani und Bacci, sehr schnell herausgefunden zu haben, daß die radikale Veränderung des Ritus zu einem tiefgehenden Bruch in der Lehre führen konnte. Glücklicherweise ist die vom hl. Papst Pius V. geordnete Lateinische Messe niemals verboten worden: Priester und Gläubige können sich dort an der Quelle der Lex orandi nähren und so in Treue zur Lex credendi leben.“
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