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Samstag, 15. Dezember 2007 08:54
kreuzmeldungen
Die Pflicht der Kirche + Eine feste Gruppe + Rückzieher + Nicht ganz fachgerecht + Sportlichen Priester auf der Vespa
Papst Benedikt XVI. trifft einen brasilianischen Ureinwohner.
Papst Benedikt XVI. trifft einen brasilianischen Ureinwohner.
Die Pflicht der Kirche

Vatikan. Die Botschaft Jesus gelte der ganzen Welt. Jeder Mensch habe das Recht, sie zu hören. Daraus resultiere die Pflicht der Kirche zur Evangelisierung. Das ist die Kernaussage der gestern veröffentlichten ‘Lehrmäßigen Note zu einigen Aspekten der Evangelisierung’. „Es gebe oft die Auffassung, daß jeder Versuch, andere in religiösen Fragen zu überzeugen, die Freiheit einschränke“ – klagt das Dokument. Deswegen sei die Publizierung des Textes auch notwendig geworden.

Der Text im Wortlaut

Eine feste Gruppe

Deutschland. Gestern abend fand in Limburg an der Lahn die erste Alte Messe nach den Anordnungen des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ statt. Die sehr schöne und würdige Messe wurde von dem Limburger Resignaten Eberhard Spranz zelebriert. Der Geistliche wurde von drei Meßdienern assistiert. Die Kapelle war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Es waren etwa dreißig – nach anderen Schätzungen 45 – Gläubige und eine kleine Choralschola anwesend.

Rückzieher

Deutschland. Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst, hat einen Vorwurf zurückgewiesen, er habe Stammzellenforscher in die Nähe der Nationalsozialisten gerückt. Es liege ihm völlig fern, Wissenschaftler in dieser Weise zu diffamieren – so Mons. Fürst am Donnerstag. Am vergangenen Sonntag erklärte der Bischof in der Zeitung ‘Sonntag Aktuell’, „auch die Nationalsozialisten hätten Menschenversuche mit der Begründung gerechtfertigt, hiermit die Heilungschancen anderer Menschen zu verbessern“.

Nicht ganz fachgerecht

Schweiz. Das Bistum Chur distanziert sich von einem Bericht im Lokalblatt ‘Südostschweiz’ vom 11. Dezember. Das Blatt zitierte den Archivar der Diözese Chur, Hw. Albert Fischer. Dieser hatte behauptet, daß Mons. Haas vor seiner Transferierung nach Liechtenstein angeblich wertvolle Akten „gestohlen“ und nach Liechtenstein gebracht hätte. In einer Medienmitteilung vom gestrigen Freitag distanziert sich das Ordinariat Chur von dieser Darstellung. Sie entspreche „nicht der Wahrheit“ und sei „ehrverletzend“. Die Aktenübertragung sei „nicht ganz fachgerecht“ erfolgt, da kein Verzeichnis der transportierten Akten erstellt worden sei.

Sportlichen Priester auf der Vespa

„In seiner neuen Rolle als ermittelnder Pater drehte [der deutsche Schauspieler] Francis Fulton-Smith im Kirchenstaat. Für Außenaufnahmen knattert er mit einer Vespa durch Rom. Die Römer halten ihn für einen echten Priester, obwohl ein Wagen mit einer Kamera hinter ihm herfährt. »Hallo Monsignore«, ruft ein Römer ihm zu, die schicken Römerinnen pfeifen. Die Menschen freuen sich über den attraktiven. Als er am Petersplatz absteigt, salutiert selbst ein Schweizergardist.“

Aus einem Bericht der deutschen Boulevardzeitung ‘Bild’ vom 13. Dezember.

© Bild: Jose Cordeiro; vistiadopap.org.br
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 15 Lesermeinungen:
Montag, 17. Dezember 2007 22:55
Gotthard: Test bestanden!
ihr seid wirklich Forums-Fundamentalisten … Wort-für-Wort-Gläubige …
ohne Lehramt seid ihr wahrlich aufgeschmissen …
Sonntag, 16. Dezember 2007 21:32
Rudolfus: Gotthard hat’s richtig erfaßt:
Der NOM ist wirklich auf dem Rückzug … hoffentlich merkt der neue Bischof das auch und zieht daraus Konsequenzen.
35 Gläubige sind das kleine Senfkorn …

Das Gleichnis vom Senfkorn – das auch gegen alle Widrigkeit überlebt, selbst vonseiten der Hierarchie der Kirche!
Sonntag, 16. Dezember 2007 16:06
Nachtlaterne: danke für diesen beitrag!
es ist tatsächlich nicht mehr üblich zu misionieren, das wort gilt diesem zeitgeist als unbedingt negativ.

jesus soll gefälligst ein götze unter götzen sein und die bibel ist ja ohnehin ein märchenbuch.

so geht es aber nicht!
Sonntag, 16. Dezember 2007 09:48
iustus: @Rüdesheim
„Mehr als genug“ sind nicht „alle“. Gotthard sprach schilcht von „allen“. Dass es viele gibt, die würdig gefeiert werden, würde ich nie bestreiten.

Und warum bezeichnet der Heilige Vater die ältere Form wohl als die außerordentlich?

Ich meine: schlicht deshalb, weil die jüngere Form viel verbreiteter ist. Eine Wertigkeit ist damit nicht verbunden. Oder vielleicht doch: Die neue Form ist „ganz ordentlich“, die alte Form „ganz außerordentlich“ – mmh
Sonntag, 16. Dezember 2007 08:42
Rüdesheim: iustus
Es gibt heute mehr als genügend Eucharistiefeiern, die würdig gefeiert werden…ich sehe sehr wohl die Zeichen der Zeit…und überlegen Sie mal bitte…warum der Papst die tridentinische Messe als außerordentliche Form bezeichnet…gerade weil sie eben nicht die ordentliche Form der Eucharistiefeier darstellt!
Sonntag, 16. Dezember 2007 01:34
Stephanus: Wahrlich gotthard…
vielleicht haben sie heute zum ersten mal etwas richtiges gesagt: Senfkörner sind jedenfalls nicht zu verachten, ganz im Gegenteil!!!
Weiter so und eine friedvolle Adventszeit wünscht nicht nur ihnen,
ein begeisterter STEPHANUS
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