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Montag, 17. Dezember 2007 18:05
Gab es etwa sprachliche Kommunikationsprobleme?
Es ist leicht und heute akzeptiert, die Moslems verantwortlich zu machen – vor allem, wenn man die Umstände nicht kennt. Von Dr. Heidemarie Seblatnig, Wien.
Christliche Ruinen im Felsen der türkischen Landschaft Kappadokien
Christliche Ruinen im Felsen der türkischen Landschaft Kappadokien
(kreuz.net) Vor fünf Tagen kehrte ich aus der Türkei von Dreharbeiten zu meinem Film „Die Säule und das Fundament. Christen in der Türkei“ zurück.

Ihr gestriger Bericht über den Angriff auf einen italienischen Pater schockt mich sehr, denn mir hat sich in diesem Land ein ganz anderes Bild geboten.

Vertreter der Katholischen Kirche sowie der orthodoxen und armenischen Gemeinschaft zeigten mir ihre Gemeinden und das gute Verhältnis der Gläubigen zu ihrer moslemischen Umgebung.

Die Kirchen waren in sehr gutem Zustand.

Die Kontaktaufnahme mit den Bischöfen und Patriarchen vor meiner Reise in die Türkei klappte hervorragend. Die öffentlichen Stellen gaben völlig unproblematisch die Erlaubnis, die Kulturgüter zu filmen.

Vertreter der Glaubensgemeinschaften boten mir Führungen und jegliche Hilfe an. Ich erhielt Interviews von vielen Christen und muslimischen Historikern und Wissenschaftern.

Mons. Franceschini
Mons. Franceschini
Das einzige Kommunikationsproblem hatte ich mit dem gestern von ‘kreuz.net’ zitierten Erzbischof Ruggero Franceschini von Smirna (65).

Ich muß vorwegnehmen, daß ich katholisch bin, und sich dieser Film mit Glaubensfragen und mit der Sakralarchitektur in der Türkei beschäftigt.

Wir schickten zuerst ein türkisches Fax mit dem Inhalt des Projekts an Erzbischof Franceschini sowie an alle anderen kirchlichen Vertreter. Nachdem wir nur von Erzbischof Franceschini keine Antwort erhalten hatten, versuchte mein türkischer Dolmetscher den Kontakt mit ihm telephonisch herzustellen.

Er wurde von einer Mitarbeiterin, die kaum Türkisch konnte, sehr unfreundlich abgewiesen. Die Frau erklärte, nicht zuständig zu sein.

Da ich das ganze für ein sprachliches Mißverständnis hielt, bat ich Bischof Luigi Padovese (60) – den Apostolischen Vikar von Anatolien – in Iskenderun um Hilfe.

Mons. Padovese empfahl mir, ein italienisches Fax zu schicken. Das taten wir und erhielten wieder keine Antwort.

Da wir niemanden zur Hand hatten, der Italienisch sprach, ließen wir es dabei bewenden.

Für mich stellt sich nun die Frage, ob es hier etwa sprachliche Kommunikationsprobleme gibt?

Ich halte es für vordringlich, daß kirchliche Mitarbeiter, die in der Türkei tätig sind, auch die türkische Sprache beherrschen.

Den Christen helfen Meldungen, die nicht genau recherchiert wurden, sicher nicht.

Die Verfasserin ist Drehbuchautorin, Regisseurin und Universitätsdozentin in Wien. Im Juni 2006 publizierte sie das Buch „Profane Sakralarchitektur in Wien ab 1960“.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 86 Lesermeinungen:
Montag, 7. Januar 2008 07:54
Pünktchen: Abu zu VirO:
Es kommt auf den Inhalt eines Buches an. Den können Sie prüfen. Wie alt der Autor ist und welchen Weg er gegangen ist, das ist zweitrangig. Ebenso der Verlag, die Reihe usw.

Dagegen verstoßen Sie doch selber auf Schritt und Tritt. Überall reicht Ihnen der Hinweis darauf, daß dieser o. jener Autor in einem angeblich zionistisch-freimaurerisch-geheimdienstlich kontaminierten Verlag oder Organ (z.B. der Zeitung „Die Welt“) publiziere – schon ist das A-priori-Urteil über ihn gefällt.

Überall sehen Sie sich enthoben, gegnerische Meinungen inhaltlich zur Kenntnis zu nehmen und zu „prüfen“, wenn sie sie mit den geringsten Indizien als Teil der großen Weltverschwörung ausgemacht haben wollen.
Montag, 7. Januar 2008 07:41
Abu: virOblationis
Es kommt auf den Inhalt eines Buches an. Den können Sie prüfen. Wie alt der Autor ist und welchen Weg er gegangen ist, das ist zweitrangig. Ebenso der Verlag, die Reihe usw. Wenn Sie nach Altvätermanier vorgehen, dann werden Sie ausschließlich Zugang zum Mainstream finden. Sie glauben doch nicht im Ernst, daß sich auch nur ein einziger Ordinarius, ein einziger bekannter Verlag, eine einzige renommierte Reihe auf etwas einläßt, das derart heikel ist? Gewiß, ich habe gesagt, man muß Abstriche machen. Das müssen Sie aber bei „seriösen“ und „ordentlichen“ Werken auch. Wir können nicht darauf warten, daß jemand Großes, der nichts mehr zu verlieren hat, ein Thema wie den politischen Einfluß der Freimaurerei angeht. Selbst wenn es sich bei einem solchen Buch um eine Nischen-Existenz handelt, ich bleibe dabei, es Ihnen und allen zu empfehlen, weil es eine vergleichbare Materialsammlung nicht gibt. Und ich wette eines: Würde die steile These des Autors sich apriori mit Ihren eigenen Vermutungen und Anschauungen decken, würden Sie ganz schnell den REst hintanstellen und sich höchstens über die seltsamen Úmstände mokieren: z.B. daß da ein junger unerfahrener Historiker kommen muß, um sich da endlich einmal dranzumachen; daß da kein ordentlicher Verlag zugreift usw. Aber wie Sie wollen: Bleiben Sie immun. Pech für Sie.
Sonntag, 6. Januar 2008 09:27
virOblationis: Hobby-Historiker
Ein junger Historiker muß erst einmal Studien in eng begrenzten Feldern unternehmen, um mit den Methoden seines Faches ganz vertraut zu werden. Dann schreitet er fort zu erster selbständiger, wissenschaftlicher Arbeit. Nach vielen Jahren der Beschäftigung mit bestimmten Themen, kommt er vielleicht als einer der wenigen Historiker zu einer umfassenden These, die sich auf eine größeres Gebiet bezieht.

All diese Jahre der Mühe und Arbeit lassen sich nicht überspringen. Wenn jemand wie Wolfgang Eggert (geb. 1962) sogleich ein dreibändiges Werk mit einer – vorsichtig ausgedrückt – überaus steilen These – vorlegt, dann kann es nur ein wissenschaftlicher Rohrkrepierer sein.

Wenn ich dann auch noch lese, daß das Werk in einer „Edition Hermetika“ erschienen ist, dann liefert diese Information noch das i-Tüpfelchen.

Wenn man schließlich erfährt, daß der Autor schon wieder ein ganz anderes Geheimnis aufgedeckt haben will, nämlich die Entstehung der AIDS-Erkrankung, kann man nur noch rufen: „Genug, genug!“
Sonntag, 6. Januar 2008 07:38
Abu: VirOblationis, lassen Sie sich mal nicht kirre machen.
Eine „Verschwörungstheorie“ meinen Sie? „Der Begriff wird oft dazu verwendet, Ansichten als unbegründet, irrational, abseitig, paranoid und weltanschaulich geschlossen hinzustellen.“ (Wikipedia)

Die „Ansicht“, die Eggert vorträgt, belegt er. Er behauptet also nicht einfach irgendetwas und biegt die Wirklichkeit in diesem Sinne zurecht. Er hat Material gesammelt und es historisch zugeordnet. Sie sind ein gebildeter Mensch, Sie können sich das ansehen. Wenn Ihnen Quellen suspekt sind, können Sie die in der Bibliothek überprüfen (sind sogar Pius-X-Quellen dabei). Und da ich nicht annehme, daß Sie Sympathien für Freimaurer (das eigentliche Thema des Buches) haben, werden Sie nicht beichten müssen, daß Sie das gelesen haben (Leblhuber geht doch nicht beichten!).
Samstag, 5. Januar 2008 21:31
Protestant: @heimwehr
Naja, bei dem Namen und dem Dialekt dürftest du wohl kaum treffen!
Samstag, 5. Januar 2008 21:30
heimwehr: Protestant
herns passns auf dassma net vorm Lauf komman !
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