Deutschland
Ein ganz eigener Sinn für Pragmatismus
In einem Interview wurde der neue Bischof von Limburg vom Journalisten auch mit dem Dauerbrenner Zölibat konfrontiert: „ An der Ehelosigkeit der Priester, am Zölibat halten Sie unbedingt fest?“
Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst
Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst
(kreuz.net) Gespräch und Gebet sind die Mittel, mit denen der neuernannte Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, der Jugend begegnen will.

Das erklärte der Bischof am 12. Dezember vor dem ‘Deutschlandradio’.

Der Bischof wurde vom interviewenden Journalisten mit dem Dauerbrenner Zölibat konfrontiert: „An der Ehelosigkeit der Priester, am Zölibat halten Sie unbedingt fest“

Die Antwort des Bischofs: „Ja“.

Die Kirche habe zu allen Zeiten davon gelebt hat, das hat Jesus schon am Anfang gewollt, „daß Menschen sich ganz einbringen.“

Deswegen bekomme die zölibatäre Lebensform ihre größte Argumentationskraft durch ein überzeugendes Beispiel.

Dazu brauche es auch eine priesterliche Lebenskultur, die sich für Gott Zeit nehme:

„Ich erlebe das selber in meinem Dienst. Wenn ich ganz viel zu tun habe, wenn ich mir Zeit des Gebets nehme, auch wenn es äußerlich so scheint, als wenn vieles andere nach mir greift, dann merke ich, darin wird mir eine andere Zeit, im Sinne von innerer Geduld, von Gelassenheit geschenkt, um mich den Menschen zu widmen.“

Zum Thema der Mission erwähnt Mons. Tebartz-van Elst den Heiligen Paulus auf dem Athener Areopag:

„Er hört den Menschen zu, er bekommt mit, welche Fragen sie haben, welche Themen des Lebens sie bewegen“. Er bringe ihnen auch das „Christusereignis“ als Antwort nahe.

Im Hinblick auf die Seelsorge in den Landgebieten will der Bischof noch einmal neu wahrnehmen, wie sich das Leben auf dem Land abspielt:

„Ich komme aus dem Münsterland, das ist wieder anders. Ich habe gewisse Erfahrungen mit dem Landleben. Ich komme von einem Bauernhof am Niederrhein.“

Dennoch: „Aber es gibt doch immer auch noch mal wieder besondere mentalitätsmäßige Prägungen.“

Dagegen sei die Großstadt Frankfurt für ihn eine ganz neue Erfahrung:

„Ich stamme aus dem Bistum Münster. Münster ist eine große Stadt, aber Frankfurt hat doch noch mal eine ganz andere Prägung.“

In diesem Zusammenhang sind auch hohe Managergehälter für Mons. Tebartz-van Elst ein Thema.

Es sei wichtig, vom Evangelium her anzusprechen, daß Gerechtigkeit in der Gesellschaft notwendig sei.

Im Interview sprach Mons. Tebartz-van Elst auch über seine Zeit in den USA. Er habe dort „einen ganz eigenen Sinn für Pragmatismus“ in der Pastoral entdeckt.

Es gebe dort ein größeres Selbstbewußtsein dafür, den Blick nach vorne auf das zu richten, was wachse: „Wir sind in Deutschland manchmal mehr auf das fixiert, was alles weniger wird, was wegbricht.“

Als Beispiel für den Aufbruch in den USA nennt der Bischof die Sorge um erwachsene Taufbewerber. Das sei in den Vereinigten Staaten schon vor zwanzig Jahren ein Thema in der Seelsorge gewesen:

„Es waren kleine Zahlen, aber die Aufmerksamkeit für diese Gruppe hat dazu geführt, daß die Gemeinden selber darauf aufmerksam geworden sind und ihr Taufbewußtsein neu entdeckt haben.“

Dadurch sei ein positiver Stimmungswandel in die Gemeinden hineingekommen.

Es gebe manchmal in Deutschland viel Gejammer über das, was nicht mehr so ist, wie es mal war: „Aber damit behindern wir uns eigentlich nur selbst.“

Wichtiger sei, sich an dem zu freuen, was sich in all den Veränderungen und Umbrüchen auch neu ergibt und neu auf den Weg kommt:

„Das ist für mich so ein Grundimpuls, den ich aus der Zeit in den USA mitgenommen habe.“
      
36 Lesermeinungen
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#36   Aleph †   15:17:12 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Vom Hundertstel ins Tausendstel
Dann sind 1000 Jahre wie ein Tag und ein Tag wie 1000 Jahre – eine wahrhaft raschlebige Ewigkeit. Da fallen 50 Jahre überhaupt nicht ins Gewicht. Aber die Kirche denkt in Jahrhundert, um in Jahrtausenden zu handeln.
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#35   Regina 1961   15:07:09 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Zölibat?
Ich finde es gut, daß der Priestterkandidat so über den Zölibat nachdenkt. Und ein Zeichen für Weiheunfähigkeit sehe ich darin nicht. Eher ein Zeichen für Reife!
Regina1961
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#34   Benedikt   14:21:45 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@ Peter-Pan
Auch heute laufen große Entwicklungen in großen Zeitspannen ab. Schauen Sie sich nur die Beschlüsse zur Klimafrage an, oder die Heraufsetzung des Rentenalters. Gewisse Dinge können auch heute nicht vom einen auf den anderen Tag erledigt werden.
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#33   Peter-Pan   14:14:42 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Benedikt
50 Jahre sind in der Kirche so gut wie nichts.
Das war vielleicht vor tausend oder fünfhundert Jahren so. Heute sind fünfzig Jahre die Welt – überall, auch in der Kirche. Sehen Sie nur, was sich allein in den letzten fünfzig Jahren alles getan hat.
Es wird interessannt sein, zu sehen, was sich in weiteren fünfzig tut…
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#32   Benedikt   14:07:45 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@ Stimme der Vernunft
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Das eine schliesst aber das andere nicht aus.
Ich kenne Priesterkandidaten, die sind sehr marianisch, gegen Frauen am Altar, würden sehr gerne als Gemeindepriester auch (Betonung auf „auch“, also z. B. die Frühmesse am Sonntag) tridentinisch zelebrieren – und sagen dass die kirchliche Sexualmoral einer ganz dringenden Grundüberholung bedarf, dass päpstliche Aussagen zur Homosexualtät „Quatsch“ seien und dass es vernünftig wäre, weil das schon Paulus sagt, wenn Priester heiraten dürften.
Da wächst eine ganz und gar neue Generation heran, die sich nicht in die verstaubten Kategorien von „konservativ“ und „liberal“ einsortieren lässt.
Diese Entwicklung würde ich nicht ausschließen, da haben Sie Recht. 50 Jahre sind in der Kirche so gut wie nichts.
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#31   stimme der vernunft †   12:46:10 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Carla
Mit Gesetz waren die 10 Gebote gemeint (unter den zwei das Thema „Sexualmoral“ behandeln).
Da du die 10 Gebote so gut kennst, kannst du ja mal vergleichen, was in den genannten 2 Geboten zur Sexualmoral zu finden ist.
Vorehelicher Sex? Fehlanzeige
Homosexualität? Fehlanzeige
Selbstbefriedigung? Fehlanzeige
usw. usf.
Das einzige, was die beiden Gebote besagen, ist, dass man das Ehegelübde nicht brechen darf.
Das war wohl ein Schuss in den Ofen.
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#30   LandorganistII   11:46:07 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Ist es nicht schön,
wie unsere Tradis Ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, dem Ausspionieren von Schlafzimmern anderer Leute.
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#29   Carla   10:56:43 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@stimme der vernunft
aber die Lehre zu so nebensächlichen Dingen wie der Sexualmoral hat sich schon immer geändert und wird sich weiter ändern.
Dass Sie das für nebensächliche Dinge halten zeigt leider, dass Sie wenig vom Katholischen Glauben verstehen oder aber es zeigt, dass auf Ihren Fall zutriftt, was der Hl. Thomas von Aquin einst sagte: „Die erstgeborene Tochter der Unkeuschheit ist die Blindheit des Geistes.“
Der Geist soll über den Körper herrschen und nicht umgekehrt so wie es leider bei den meisten Mneschen heutzutage der Fall ist.
Christus hat sich im Detail nicht zur „Sexualmoral“ äußern müssen, es reichte, dass er sagte er sei gekommen, um Das Gesetz zu erfüllen und nicht, um es aufzuheben. Mit Gesetz waren die 10 Gebote gemeint (unter den zwei das Thema „Sexualmoral“ behandeln).
Außerdem redet der Hl.Paulus in seinen Briefen ausreichend über „Sexualmoral“ und mit welchen Taten man nicht in den Himmel kommen wird und da das gesamte Neue Testament von Hl. Geist inspiriert ist, gelten seine Worte unverändert bis zum Ende der Zeiten, also auch für Sie.
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#28   Rudolfus   10:24:19 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@stimme der vernunft: Den Untergang der Kirche Christi haben schon andere prophezeit
Die göttliche Kirche wird niemals untergehen -bis zur Wiederkunft Christi.
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#27   stimme der vernunft †   10:23:14 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@rudi
es mag zwar nicht in dein Weltbild passen, aber die Lehre zu so nebensächlichen Dingen wie der Sexualmoral hat sich schon immer geändert und wird sich weiter ändern.
Es ist mir klar, dass es für Sexisten (wie die heutigen Traditionalisten) nichts wichtigeres gibt als die Sexualmoral, aber das war nicht immer so, Christus selbst hat darüber z. B. kaum ein Wort verloren.
Ihr seid von einer aussterbenden Art, das Zeitalter des Viktorianismus ist endgültig vorüber.
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#26   Rudolfus   09:48:36 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@stimme der vernunft: Träumen Sie weiter
Es gibt entweder die katholische Lehre oder es gibt die Apostasie – eine Mischung gibt es nicht.
Wer ein Apostat ist, kann auch nicht Teil der Kirche sein und damit auch nicht in den Himmel kommen.
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#25   stimme der vernunft †   09:43:13 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Benedikt
Es wird sie sicher enttäuschen, aber nach allem, was ich gesehen habe kann ich nur konstatieren, dass die neue Generation von Priestern wesentlich konservativer sein wird.
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Das eine schliesst aber das andere nicht aus.
Ich kenne Priesterkandidaten, die sind sehr marianisch, gegen Frauen am Altar, würden sehr gerne als Gemeindepriester auch (Betonung auf „auch“, also z. B. die Frühmesse am Sonntag) tridentinisch zelebrieren – und sagen dass die kirchliche Sexualmoral einer ganz dringenden Grundüberholung bedarf, dass päpstliche Aussagen zur Homosexualtät „Quatsch“ seien und dass es vernünftig wäre, weil das schon Paulus sagt, wenn Priester heiraten dürften.
Da wächst eine ganz und gar neue Generation heran, die sich nicht in die verstaubten Kategorien von „konservativ“ und „liberal“ einsortieren lässt.
Gilt übrigens nicht nur für Priester(kandidaten), das gilt für die jungen Menschen heute ganz allgemein – einerseits sehr wertkonservativ, aber gleichzeitig auch sehr aufgeschlossen und modern.
Schade, dass es noch 50 Jahre dauern wird, bis einer aus dieser Generation Papst wird, denn natürlich werden, das war schon immer so, die Alten versuchen, ihre überkommenen Vorstellungen so lange wie möglich zu zementieren.
Das wird aber, auch das war schon immer so, nicht auf Dauer gelingen.
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#24   golfi   22:59:43 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Zeichen der Zeit
viele haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt, 68.-Generation u.s.w. Ich denke dass die vergangenen
40 J. sehr lehrreich waren,denn leer. Ein Umdenken ist angesagt
und es gibt mehr junge Priester oder angehende, die diese
Zeichen erkannt haben. Vorbei mit dem Song:“ Wir kommen
alle in den Himmle,“. Dies war der größte Betrug an der Menschheit.
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#23   Benedikt   17:57:30 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@ Stimme der Vernunft
Und dann wird auch über Dinge diskutiert werden, über die ein Josef Ratzinger zu seinen Seminarszeiten nicht mal geträumt hätte, da hat der Priesterkandidat völlig recht.
Es wird sie sicher enttäuschen, aber nach allem, was ich gesehen habe kann ich nur konstatieren, dass die neue Generation von Priestern wesentlich konservativer sein wird.
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#22   Alkuin   17:43:05 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Das Zölibat
@Priesterkandidat: Das rechtliche Grundlage des Zölibats ist mir sehr wohl bekannt.
Übrigen ist das Wort „plötzlich“ in der Geschichte der Kirche unbekannt.
Ich glaube Sie spekulieren jetzt schon damit, dass sie nach ihre Wehe heiraten dürfen. Keine gute Ausgangspunkt für ein Gelübde.
@stimme der vernunft: Träume nur weiter!
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#21   stimme der vernunft †   16:02:43 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Seminarist
Nun wurde zu Konzilszeiten wahrscheinlich über kein Thema mehr in Seminarien diskutiert wie über den Zölibat
Da war Ratzi schon lange nicht mehr im Seminar, jedenfalls nicht als Seminarist.
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#20   Seminarist   15:50:30 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Sittliche Verrottung stärkt Ehelosigkeit
XY schrieb: Und dann wird auch über Dinge diskutiert werden, über die ein Josef Ratzinger zu seinen Seminarszeiten nicht mal geträumt hätte, da hat der Priesterkandidat völlig recht.
Nun wurde zu Konzilszeiten wahrscheinlich über kein Thema mehr in Seminarien diskutiert wie über den Zölibat. Die Wellen der Laisierungen unter Paul VI. bezeugen, dass viele schon mit der Aufhebung desselben rechneten. Bei uns heute im Seminar steht angesichts der Versexualisierung der Gesellschaft die Notwendigkeit (im wahrsten Sinne des Worte) des Zölibats ausser Zweifel. Und wer deswegen aus dem Seminar geht, geht halt!
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#19   stimme der vernunft †   15:15:17 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Alkuin
… sondern um die Tatsache, dass seitens des Magisteriums der RKK, das Zölibat NICHT zur Diskussion steht.
Wie schrieb doch jemand im Nachbarthread gerade so schön: Es vollzieht sich ein Generationswechsel, der die am verwesenden Alten Klebenden wegspülen wird.
Naturgemäß dauert es am längsten, bis diese heilsame Spülung auch ganz oben ankommt.
Da aber inzwischen neuernannte Bischöfe teilweise schon Enkel des Papstes sein könnten, ist schon absehbar, wann der Generationswechsel auch in Rom ankommen wird.
Und dann wird auch über Dinge diskutiert werden, über die ein Josef Ratzinger zu seinen Seminarszeiten nicht mal geträumt hätte, da hat der Priesterkandidat völlig recht.
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#18   Priesterkandidat   14:44:23 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Alkuin
Zölibat bleibt nur so lange ein fester Bestandteil des Priestertums, bis der Papst einen Strich durch macht. Dann kann auch plötzlich die Ehe zum festen Bestandteil werden. Sie sehen, es ist ein relativer Bestandteil, kein wesenhafter.
Denn: Zölibat ist kein Dogma. Zölibat ist ein Kirchengesetz! Nicht mehr, nicht weniger.
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#17   Alkuin   13:57:14 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Priesterkandidat
Zölibat?
Sie verkennen die Lage hier. Es geht nicht darum was der „Stammtisch“ über das Zölibat diskutiert, sondern um die Tatsache, dass seitens des Magisteriums der RKK, das Zölibat NICHT zur Diskussion steht. Es ist und bleibt ein fester Bestandteil des Priesteramts und ggf. das Diakonats.
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#16   Florian Geyer   13:49:04 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Gottlieb
Die meisten sehen halt aus wie Klobesen da kann ich nichts für…
Meistens verbitterte lesbische Frauen um die Vierzig mit bunter Kleidung einer Jahrmarktzigeunerin, kuzen Haaren und Schal. Der (verfehlte) „Beruf“ prägt nunmal auch das Äußere.
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#15   Priesterkandidat   13:48:33 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Neuer Bischof
Es hätte der Kirche sicherlich mehr gedient, wenn er den Zölibat nicht mit einem klaren „Ja“ befürwortet hätte. Da frage ich mich wirklich, ob die Bischöfe nicht die Lage klar genug erkennen, die es einen nicht erlauben dürfte, mit einem „Ja“ zu antworten.
Er hätte ja nicht entschieden „Nein“ sagen müssen, jedoch hätte er sagen können, dass der Zölibat viele Probleme mit sich bringt und deswegen zur Diskussion steht.
Aber nein, die Herren Bischöfe und Kardinäle schlafen weiter in der Sache vor sich hin und alle müssen sehn, wie sie durchs Leben kommen. Na dann: Frohe Zukunft der Kirche!
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#14   Aleph †   13:28:53 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Heilsame Ent-Täuschung
Benedikt @ Wie auch immer. Auch in dem Fall gibt es entweder die komplette Täuschung. Falls man der erlegen sein sollte, gibt es die heilsame Ent-Täuschung, weil man sich der Täuschung hingegeben hat.
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#13   Gotthard   13:28:05 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Geyer
Er trägt auch die Verantwortung dafür wenn Klobesen die sich „Seelsorgerinnen“ nennen buntbekleidet und beschalt ihr „spirituelles“ Unwesen treiben, die Leute verscheuchen und die hl Kirche dabei ins Lächerliche ziehen.
Trag lieber Verantwortung für Deinen eigenen menschenverachtenden Schwachsinn … daran hast du schon genug zu tragen und musst nicht noch andere belästigen.
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#12   Benedikt   13:21:39 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@ Aleph
Jedem seine Interpretationsgabe.
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#11   Nachtlaterne   13:21:35 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Für ein Leben ohne Entwertung
www.mutev.de/…Keine_Entwertung.jpg
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#10   Aleph †   13:15:59 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Sympathische Offenheit
Benedikt @ Sie mögen mir verzeihen, aber ich sehe es nicht ganz so wie Sie. Das ist mein gutes Recht. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat die Notwendigkeit des Zölibat zwar deutlich betont. Er hat aber nicht davon geredet, wie er sich vorstellt, dass das Thema in der Zukunft behandelt werden soll oder was sich für ihn als einzig mögliche Lösung darstellt. Trotz der persönlichen Bezüge, die er zu dem Thema herstellt, verbindet er damit keine abschließende Antwort. Er sich zurück und signalisiert somit sympathische Offenheit.
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#9   zwobbel   13:09:52 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Das ist ein Aufruf zur Missionierung!
Als Beispiel für den Aufbruch in den USA nennt der Bischof die Sorge um erwachsene Taufbewerber. Das sei in den Vereinigten Staaten schon vor zwanzig Jahren ein Thema in der Seelsorge gewesen:
„Es waren kleine Zahlen, aber die Aufmerksamkeit für diese Gruppe hat dazu geführt, daß die Gemeinden selber darauf aufmerksam geworden sind und ihr Taufbewußtsein neu entdeckt haben.“
Dadurch sei ein positiver Stimmungswandel in die Gemeinden hineingekommen.
Erwachsene Taufbewerber! Excellenz erwähnt sie als erstrebenswert. Ein Bischof sagt öffentlich, daß es gut ist wenn, sich die Menschen taufen lassen. Hatte nicht sein Vorgänger in Gesprächen noch die Heilsnotwendigkeit der Taufe bezweifelt? Oder welcher Bischof war das noch gleich ? :-$
Ja, entdecken wir unser Taufbewußtsein neu. Z.B. durch das allsonntägliche „asperges me“.
Letztlich ist das auch ein Aufruf zur Missionierung (paßt ja zu dem neuen Dokument aus dem Vatikan). Denn wo sollen die erwachsnene Taufbewerber herkommen? Man muß den Glauben schon zu den Leuten tragen.
Hat sogar vor 2000 Jahren schon einer gesagt. „Geht hinaus in die ganze Welt und…“
Daher auch hier: Möge der Hl. Geist seine sieben Gaben überschwenglich in Ex. Tebartz-van Elst’s Herz eingießen. :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3
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#8   LandorganistII   13:01:46 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Geyer
Tut mir leid, mein Lieber, auf diesem Niveau bin ich nicht bereit, mich mit Ihnen auseinanderzusetzen. Suchen Sie sich besser einen anderen Stammtisch. Sie sind ordinär!
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#7   HarroMeyer †   12:14:46 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Was soll er denn anderes Sagen
zum Zölibat? Er kann doch nicht sein eigenes Tun in Frage stellen. Aber der US-Vergleich hat mir gefallen: Ist es doch unsere Wehleidigkeit und die an Masochismus erinnernde Freude, gequält zu werden, die uns den Weg nach vorn verstellt. Ist es doch für viele ein Glückszustand, mit Vorwürfen aus der Vergangenheit konfrontiert zu werden, die Kleriker nicht ausgeschlossen o.O
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#6   Florian Geyer   12:09:27 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Musikant
Spüren Sie eigentlich auch Freude am Glauben und Freude am Christsein?
Na sowieso…
Wobei „Freude“ für mich nicht gegenseitiges Schunkeln, sich die Eier kraulen und um den Altar hopsen bedeutet sondern die Glaubensgewissheit an die Realität der Ewigkeit in Glückseligkeit.
Dafür nehme ich auch Opfer in Kauf und jedes weltliches Sinnangebot wird gnadenlos relativiert.
Das ist echte Freiheit mein Lieber !
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#5   LandorganistII   12:02:52 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Geyer
Wenn man sich Ihre Botschaft anhört, mein Lieber, kann man ja glatt in Depressionen verfallen. Spüren Sie eigentlich auch Freude am Glauben und Freude am Christsein? Oder speist sich Ihr religiöses Leben nur aus Ihren Erwartungen an andere (z. B. dem Bischof) und dem was er tun muss, um Ihren Ansprüchen zu genügen?
Außerdem sollten Sie Ihre Wortwahl bedenken. Auch wenn Ihnen Frauen am Altar nicht passen, Sie sind doch Ihre und meine Schwester im christlichen Sinn. Dafür das Wort „Klobürste“ zu benutzen ist in höchstem Maße verächtlich und wenig christlich. In wenigen Tagen ist Weihnachten. Sie sollten über die Botschaft dieses Festes mal ernsthaft nachdenken.
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#4   Benedikt   11:48:32 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@ Aleph
Was anderes als „Ja“ sollte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auch antworten auf die Frage ob er unbedingt am Zölibat festhalte.
Er hat nicht nur einfach „ja“ gesagt, sondern eine ausführliche Begründung geliefert. Insofern ist das ganze nicht bloß die Wiedergabe der kirchenrechtlichen Lage, sondern auch eine ganz persönliche Überzeugung.
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#3   Florian Geyer   11:37:43 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Der Bischof
trägt verantwortung für Liturgie aber auch für die Unart von „Pastoral“ die in seinem „Wirkungsbereich“ passiert.
Er trägt auch die Verantwortung dafür wenn Klobesen die sich „Seelsorgerinnen“ nennen buntbekleidet und beschalt ihr „spirituelles“ Unwesen treiben, die Leute verscheuchen und die hl Kirche dabei ins Lächerliche ziehen.
Außerdem trägt er indirekt die Veantwortung dafür wenn es verabseumt wird heilsnotwendige Botschaften zu predigen indem der mensch den Mittelpunkt einnimmt und nicht Gott. Er trägt die Verantwortung dafür wenn ein Priester nur über diesseitige Dinge wie Armut usw spricht. Er trägt die Verantwortung für fortscheitende Entfremdung der Kirche in den globalen humanistischen Geist der antiklerikalen Aufklärungsideologen jeglichen Glaubensinhalten entfremdet wird oder sie höchstens als Zierde betrachtet und die eine Mensch-Kirche und einen Mensch-Glauben ohne Gott wollen. Er trägt die Verantwortung für die Überbewertung einer Pastoral die sich nur darum kömmert dass der Mensch im Diesseits zufrieden ist und sich nicht um das Ziel des Lebens, den Tod und den Himmel kümmert.
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#2   Aleph †   11:32:24 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Gesagt was Sache ist
Was anderes als „Ja“ sollte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auch antworten auf die Frage ob er unbedingt am Zölibat festhalte. Hätte der neuernannte Bischof von Limburg „Nein“ sagen sollen? Die Antwort dürfte aber nur ein Aspekt in dem Interview gewesen sein, über den Gegner des Zölibats genausowenig in abgrundtiefe Enttäuschung verfallen sollten wie die Befürworter ebensowenig in klammheimliche Freude ausbrechen dürfen. Er hat gesagt was Sache ist und was er als Bischof zu vertreten hat, nicht mehr und nicht weniger, ob gelegen oder ungelegen.
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#1   Nachtlaterne   11:27:13 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
immerhin hat der bischof…
…die ehelosigkeit der priester nicht in frage gestellt. ein großer pluspunkt. wird er auch deutliche worte gegen abtreibung, gegen pornografie und gegen falsche aufklärer finden?
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