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Dienstag, 18. Dezember 2007 18:05
„Der Angriff sollte nicht übertrieben werden“
Der 19jährige Bursche, der am Sonntag einen Franziskanerpater in Smirna niederstach, hat nicht zum ersten Mal zugeschlagen.
Smirna ist heute die drittgrößte Stadt der Türkei.
Smirna ist heute die drittgrößte Stadt der Türkei.
(kreuz.net, Smirna) Pater Adriano Franchini ist wohlauf. Der Franziskaner wurde am Sonntag nach der Messe von R.B. – einem 19jährigen Jugendlichen – mit einem Messer angegriffen und am Magen verletzt.

Die Tat ereignete sich in der Sankt-Antonius-Kirche in der westtürkischen Küstenstadt Smirna.

Pater Franchini war bei Bewußtsein, als man ihn ins Spital brachte.

Vor der englischsprachigen Zeitung ‘Today’s Zaman’ erklärte der Franziskaner, daß der Angriff gegen ihn weder übertrieben noch mit anderen ähnlichen Vorkommnissen in Zusammenhang gebracht werden sollte:

Pater Franchini
Pater Franchini
„Es geht mir gut. Meine Gesundheit ist in Ordnung. Ich bin noch im Spital, hoffe aber, schon bald entlassen zu werden.“

Ein Arzt der Klinik, in der sich Pater Franchini befindet, erklärte, daß der Geistliche sich in guter moralischer und körperlicher Verfassung befinde: „Vielleicht wird er schon heute entlassen werden.“

Die Verletzung des Paters sei nicht sehr ernsthaft und nicht lebensbedrohend.

„Er war eine ruhige Person“
Der Angreifer wurde von der Polizei in Smirna festgenommen. Er hat seine Schuld während der Verhöre zugegeben.

Nach eigenen Angaben nahm er an der Sonntagsmesse in der Antoniuskirche teil und wollte dem Priester anschließend eine Frage zum Christentum stellen: „Dann begannen wir zu streiten und ich stach ihm in den Magen“ – so der Täter.

R.B. stammt aus der Millionenstadt Balıkesir im Norden von Smirna. Sein Onkel zeigte sich über die Tat erstaunt: „Ich kann nicht glauben, daß mein Neffe eine solche Tat begangen hat. Er war eine ruhige Person.“

Die Mutter des Täters starb, als R.B. neun Jahre alt war. Nachdem er das Gymnasium abgebrochen hatte, begann er zu arbeiten:

„Er verließ sein zuhause vor fast einer Woche. Uns erklärte er, eine neue Arbeit gefunden zu haben. Er sagte uns aber nicht, wohin er reiste“ – so der Onkel.

Der Vater des Täters erklärte, über die Tat seines Sohnes sehr traurig zu sein: „Er ist von der Schule entlassen worden, weil er einen seiner Freunde im dritten Jahr des Gymnasiums mit einem Messer angegriffen hatte.“

Der Erzbischof von Smirna, Mons. Ruggero Franceschini, besuchte Pater Franchini im Spital.

Vor der Zeitung erklärte er, mit dem Geistlichen nur kurz gesprochen zu haben:

„Ich konnte nicht lange bleiben und hoffe, daß er sich schnell erholen wird.“
2 Lesermeinungen:
Mittwoch, 19. Dezember 2007 09:55
SignumSalutis: Scholl-Latour? Kronzucker? Antonia Rados?
„(kreuz.net, Smirna)“ … das ist von dem Türkei-Korrespondenten des hochkompetenten professionellen weltweiten +.net – Korrespondentennetzes.

(wer weiß, wo die den Artikel wieder abekupfert haben).
Dienstag, 18. Dezember 2007 23:37
Arkanum/kreuts.net: Smirna (von griech. Smyrna)
ist auch besser unter dem türkischen Namen İzmir bekannt.
Davon abgesehen: Ein angenehm sachlicher Bericht!
Weiter so.
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