„Besonders schöne Texte“ + Kein Interesse + Rückendeckung + Klare Sprache, viel Presse + Massive Kritik
Am Sonntag konsekrierte Papst Benedikt den neuen Mahltisch der römischen Pfarrei Santa Maria del Rosario. Unter der Kasel trug der Papst eine Dalmatik.
„Besonders schöne Texte“
Vatikan. Bei der letzten Mittwochsaudienz dieses Jahres auf dem Petersplatz
sprach Benedikt XVI. über die Liturgie der Vorweihnachtszeit: „Wachsame Erwartung und Vorbereitung prägen
die letzten Tage vor dem Weihnachtsfest, und auch die Liturgie der Kirche stimmt uns mit besonders schönen
Texten auf die Feier des großen Geheimnisses der Menschwerdung Gottes ein.“ Der Papst erwähnt die O-Antiphonen,
die Texte aus dem Alten Testament aufgreifen. Sie zeigten die Erwartungshaltung des Volkes Gottes. Die
Antwort auf die sehnsüchtigen Rufe sei: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“
Kein
Interesse
Deutschland. Es ist erstaunlich, wie beharrlich eine Mehrheit in Deutschland die Diskussion
um die Forschung auf Kosten des Lebens von Kleinstkindern ignoriert. Das erklärte die deutsche Lebensschützerin
Dr. Claudia Kaminski in einem Kommentar für die katholische Zeitung ‘Tagespost’. Frau Kaminski betont
auch, daß die Forschung mit den Zellen, die von geborenen Menschen oder aus dem Nabelschnurblut stammen,
viel zukunftsträchtiger seien.
Rückendeckung
Italien. Der Bischof von San Marino, Mons. Luigi Negri
(66), hat sich am 15. Dezember zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ geäußert. Der Bischof schrieb
Papst Benedikt XVI. ein Telegramm. Mons. Negri würdigt das Motu Proprio als Möglichkeit, das Kirchenvolk
im Glauben zu erziehen. Der Bischof bedauert, daß die katholische Welt mit zahlreichen Beschwerden –
„wenn nicht Distanz“ – auf das Motu Proprio reagiert hat.
Klare Sprache, viel Presse
Deutschland. Der
Augsburger Bischof Walter Mixa bereut den Konflikt mit der deutschen Familienministerin Ursula von der
Leyen (CDU) nicht. Das erklärte er nach einem Bericht des deutschen Boulevardmagazins ‘Focus’. Dadurch
sei es gelungen, das Thema Familie „wie nie zuvor“ in die Öffentlichkeit zu tragen. Gleichzeitig räumt
der Bischof ein, daß die Diskussionen heftig und auch unangenehm waren: „Im Rückblick betrachtet hat
sich der Einsatz gelohnt.“
Massive Kritik
Deutschland. Das Jesus-Buch des Papstes ist von Werner Zager –
evangelische Neutestamentler in Frankfurt – massiv kritisiert worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur
‘idea’. Das Buch verstoße gegen die intellektuelle Redlichkeit, behauptete Zager im evangelischen ‘Deutschen
Pfarrerblatt’. Der Papst zeichne ein Jesus-Verständnis, wie es „vor der Aufklärung üblich“ gewesen
sei, indem er den historischen Jesus mit dem Glauben der Kirche gleichsetze. Jesus habe sich nicht – wie
der Papst schreibt – als Gott verstanden, sondern nur „als jüdischer Prophet“ – glaubt Zager zu wissen.
Zager ist auch Präsident des sogenannten ‘Bundes für freies Christentum’
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26 Lesermeinungen
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Münstersche Weihnachtslieder @landorganistII „Menschen, die ihr wart verloren“ ist wirklich ein sehr
schönes Weihnachtslied aus dem münsterschen Anhang zum Gotteslob. Desgleichen auch „Seid nun fröhlich,
jubilieret“(mussten wir im Religionsunterricht auswendig lernen) und „Heiligste Nacht“ sowie „O selige
Nacht!“. Leider sind diese Lieder ausserhalb des Bistums Münster und evtl. der Nachbarbistümer kaum
bekannt.
#25 LandorganistII 21:00:46 | Freitag, 21. Dezember 2007
@Signum Nein, die Vorhimmelhochfuge steht bei Peters Bd. VII !!! Im Münsterschen Anhang steht „Menschen
die Ihr wart verloren“ unter 908. Ich hab nie was davon gehört, dass das Lied umstritten sei. Es gehört
hier nach wie vor zu den „Weihnachtsschlagern“. Franzosen gehen auf meiner Orgel leider überhaupt nicht.
Sie ist relativ klein, barock disponiert und steht in einem Raum mit wenig Nachhall. Außerdem ist mir
das meiste zu mühsam.
#24 Benedikt 10:18:15 | Freitag, 21. Dezember 2007
Lieber Florianklaus man sollte sich hüten, seine eigene Meinung zu verabsolutieren und anderen das katholischsein
abzusprechen. Außerdem greifen Sie dadurch in Rudis Monopolstellung ein. Wie Sie weiter unten sehen können
war das lediglich eine Replik auf die Schlussfolgerung von Romulus.
#23 Alois Bischof 00:55:35 | Freitag, 21. Dezember 2007
Amerikanisches Sprichwort ‘Wenn it talks like a duck, quacks like a duck, then it is probably a duck!’
Das geht auch hier auf. Wenn der römische Pontifex einen holzernen Tisch konsekriert als ‘Altar’, und
zwar ein Ikea-Modell versus populum wie im obigen Bilde, dann ist die ironische Bezeichnung ‘Mahltisch’
nicht übertrieben. Unbelehrte heutige ‘moderne’ Katholiken werden schon wegen dieses Tisches, über „Abendmahl“
und „Teilen“ zu sprechen anfangen, was bei einem orientierten echten Holzaltar niemals der Fall gewesen
wäre. Auch in Rom gehen die Geister Bugnini und des 2. Vatikanums noch umher in den Pfarreien und Gremien
bei Nacht und Nebel.
@landi „Menschen, die ihr wart“ – ja, das Lied selbst ist ja unter Kirchenmusikern nicht unumstritten.
Mir hamse im C-Kurs immer vorgeführt, dass man die einzelnen Teile der Melodie beliebig miteinander austauschen
kann, um die mangelnde Qualität nachzuweisen. Bei „Ehre sei Gott“ hat dann bei uns zuhaus aber die Kirche
gewackelt. In meiner neuen Heimat steht es aber nicht im Diözesanteil. Die „Himmelhoch-Fuge“ steht im
Anhangsband IX bei Peters, wie? (Schade, kein Messiaen auf der Landorgel …?)
#21 haher 17:29:31 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Wir Katholiken nennen es Altar. Und es IST ein Altar, sobald das eucharistische Opfer darauf gefeiert
wurde! Diese hetz.neter merken schon gar nicht mehr in ihrem beißenden Zynismus und Gehässigkeit, dass
Sie sich mit ihrer Terminologie selbst treffen: wenn wir einmal mehr das Latein bemühen: die lateinische
Bezeichnung des Altares bzw. der Altarfläche lautet „mensa“ … WIE bitte schön, würde man das als
gebildeter Mensch anders übersetzen als mit MAHLTISCH?! Oder gehen die mittags in der Pause an den Altar
essen? Wahrscheinlich auch dieses, denn den hetz.netern ist ja jeder ansurde Schwachsinn zuzutrauen! :)3
#20 Florianklaus 15:41:47 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@benedikt man sollte sich hüten, seine eigene Meinung zu verabsolutieren und anderen das katholischsein
abzusprechen. Außerdem greifen Sie dadurch in Rudis Monopolstellung ein.
#18 Romulus 14:04:19 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Benedikt, der Nominalist? Wir Katholiken nennen es Altar. Anscheinend bist Du Nominalist, aber kein Katholik.
Auf das Wesen der Dinge kommt es also gar nicht mehr an.
#16 Burgorus 13:50:50 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@st.Georg Es handelt sich hier um eine Sache von Information, nicht um Kranksein oder nicht. Leute von
Ihrem Niveau müssen sich eben mit der allgemeinen Gutmenschen-Kost zufrieden geben!
#14 Burgorus 13:23:14 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
So einfach ist das nicht mit Zellen von geborenen Menschen oder aus der Nabelschnur! Es geht um die Beherrschung
der Menschen durch den Antichrist, den die Zionisten bald der Welt vorstellen wollen. Eine Tyrannis kann
eine Zeitlang gut gehen, aber nicht auf Dauer, wie die Geschichte gezeigt hat. Und erwartet man nicht
auch vom Antichristen: Seines Reiches wird kein Ende sein? Um die Menschen auf Dauer beherrschen zu können,
planen die Zionisten, ihnen Hunde-Gene einzureihen, damit sie den Herrschenden zujohlen und ihnen eifrig
und in treuer Ergebenheit dienen. Nur eine Herrschaft, der sich die Menschen dermaßen ergeben und treu
unterwerfen, dass sie ihren treuen Dienst sowie das Wohlergehen der herrschenden Schicht als ihre Lebensaufgabe
betrachten, ist von Dauer. Und da helfen nun mal keine Zellen von Erwachsenen oder aus der Nabelschnur.
Da braucht man Stammzellen, in die man die Hundegene einreiht, bevor man sie in die Gebärmutter einpflanzt
und zu Menschen heranzüchtet, die den Vorgesetzten ihrer Kinderkrippen und den Vorgesetzten, denen sie
später zugeordnet werden, treu ergebenen sind. Das Festhalten an der Stammzellenforschung seitens Annette
Schawan und Angela Merkel ist also unerlässlich; auf das Land, das weltweit die meisten Patente herausbringt,
kann man in einer so wichtigen und zukunftsweisenden Forschungsangelegenheit nicht verzichten!
#12 ExBochumer † 11:37:03 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Zager sollte zum Judentum konvertieren, wenn er die einfachsten Grundgebete und -bekenntnisse nicht anerkennt.
Wir Christen beten: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der
Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen
in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt
zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die
Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung
der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen. Ein einfaches Glaubensbekenntnis. Wenn
er nicht will, dann Tschüss, Zager.
florianklaus auch da haben Sie schon Recht: Den Protestantismus als einheitlichen Block gibt es ja gar
nicht. Da ist jeder ein eigener Papst und jedes Presbyterium ist seine eigene Kurie. Schlimm nur, wenn
dann zwischen Pfarrer und Presbyterium Differenzen auftreten. Dann wirds haarig und der Pfarrer zieht
mit Sicherheit den Kürzeren. Aber solche Tendenzen gibt es auch schon in der deutschen katholischen Kirche:
Linke PGRs lehnen sich gegen den Pfarrer auf oder rebellieren gegen den ach so schrecklich konservativen
Kaplan der es auch noch wagt, in Priesterkleidung aufzutreten und auch mal von der Hölle predigt. Auch
daran erkennt man, dass die katholische Kirche in deutschen Landen (einschließlich A und CH) immer weiter
verprotestantisiert. Die Bischöfe werden nur noch aktiv, wenn ein Priester ohne Genehmigung die Alte
Messe zelebriert.
#10 Florianklaus 10:37:17 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@romulus Ihre Kritik wird m.E. der Vielgestaltigkeit der verschiedenen protestantischen Denominationen
und Richtungen nicht gerecht und ist daher so nicht zutreffend.
#9 jeremy 09:59:49 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
aleph Besonders schöne Texte – nun, die biblischen Texte vor dem Hochfest Weihnachten haben nun mal einen
anderen Tenor als die vor der Heiligen Woche vor dem Osterfest. Damit sind die Lesungen vor Ostern mit
Sicherheit keine „besonders häßlichen“ Texte, sie haben eben einen anderen Inhalt. Nur als „besonders
schöner Text“ kann die Passion ja nun nicht beschrieben, werden. Vielleicht als „besonders eindringlich“.
#8 LandorganistII 09:58:55 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@signum Also, es gibt u. a. eine „Vom Himmel Hoch-Fuge“ von Bach, BWV weiß ich gerade nicht, steht in
der Peters-Ausgabe in Bd. VII, dann von C. Sattler, einem kölner Organisten und Komponisten der Romantik,
Variationen über „Menschen, die ihr wart verloren“, dann ein paar Stücklein von Buxtehude (ist ja noch
Jubiläumsjahr), u. a. Lobt Gott ihr Christen allzugleich, dann einige vom Blatt spielbare Pastorellen
von Rathgeber, und natürlich auch was Improvisiertes. Also nix wirklich Großartiges, aber für einen
Landörgler reichts.
#7 Romulus 09:53:39 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Krak Wer wie die Protestanten einmal umgefallen ist, wird wieder umfallen. Der Protestantismus ist wie
ein Chamäleon. Er paßt sich dem jweiligen Zeitgeist optimal an.
#6 Aleph † 09:12:50 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Besonders schöne Texte Wachsame Erwartung und Vorbereitung prägen die letzten Tage vor dem Weihnachtsfest,
und auch die Liturgie der Kirche stimmt uns mit besonders schönen Texten auf die Feier des großen Geheimnisses
der Menschwerdung Gottes ein. Welchen Wert haben eigentlich „besonders schöne Texte“ und was sollten
diese besonders schönen Texte konkret bewirken. Wer legt fest, dass die Texte als besonders schön zu
gelten haben. Geht es am Ende darum, die Schönheit der Texte zu bewundern. Was gheiht aber, wenn die
besonders schönen Texte nicht als solches zelebriert werden und unverständlich vorgetragen werden. Das
legt doch den Gedanken nahe, wenn es keine besonders schöne Texte gäbe, könnte auch nicht Weihnachten
gefeiert werden. Werden bei anderen Feiern und Festen etwa weniger schöne Texte, gar besonders hässliche
Texte bevorzugt verwendet.
stimmt schon, florianklaus Ich muss Ihnen da leider Recht geben. Ich habe manchmal den Eindruck, dass
sich manche Hauptamtlichen in Deutschland – ebenso wie die Protestanten es ja grundsätzlich tun – durch
eine Abgrenzung von Rom her definieren. Überhaupt machen nicht wenige die Kuschelökumene mit den von
der Kirche abgefallenen Protestanten zum Hauptfeld ihrer Aktivitäten und sind auch bereit, die von der
Kirche vorgegebenen Grenzen eigenmächtig zu überschreiten. Ich kenne Gemeinden, in denen die Protestanten
ganz selbstverständlich und mit Wissen, ja mit Einladung des Pfarrers, die Hl. Kommunion empfangen. Ich
kenne sogar Gemeinden, in denen man ein katholisches Hochfest wie Fronleichnam „ökumenisch“ begeht. Da
darf dann der protestantische „Amtsbruder“ im schwarzen Lutherrock mit seiner Lutherbibel unter dem Baldachin
neben, vor oder hinter dem Allerheiligsten hermarschieren. Wären diese Protestanten doch wenigstens der
eigenen Sache treu und würden am Fronleichnamstag Wäsche raushängen! Aber sie sind bereit, das eigene
Selbstverständnis hintanzustellen, um ins Bild zu kommen. Hätten die protestantischen Pfarrer die von
vielen katholischen Klerikern so liebevoll gepflegte Kuschelökumene nicht, wären sie doch längst vollkommen
arbeitslos.
#4 Florianklaus 08:55:41 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@krak leider sind die Protestanten mit ihrer Kritik mit vielen namhaften katholischen Theologen einig.
Im übrigen funktioniert die Ökumene in Deutschland aufgrund des auch von den meisten Katholiken gepflegten
antirömischen Affektes doch nahezu reibungslos.
@landi @moin landi, Gruß ins schöne Münsterland! Da hat der Papst ja was gaaanz schlimmes (einen Mahltisch,
nach +.net also mit unserem Eßzimmertisch zuhause vergleichbar) mit etwas gaaanz schönem verbunden:
liturgische Gewänder übereinander getragen, obschon jeder weiß, dass der Papst vor der Priester- auch
die Diakonen- und damals auch die Subdiakonenweihe empfangen hat. Üb schön auf deiner Landorgel für
Weihnachten – was wird denn gegeben zu den Feiertagen?
massive Kritik Wieder einmal beweisen die Protestanten mit ihrer Kritik am Buch des Hl. Vaters und am
Jesus-Verständnis der katholischen Kirche, dass die protestantische Theologie und die protestantischen
Glaubensgemeinschaften insgesamt mit der katholischen Kirche nicht kompatibel sind. Wieder einmal machen
sie deutlich, dass jede Ökumene mit ihnen ins Nichts führt.