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Freitag, 21. Dezember 2007 10:12
Jetzt wird es heiß
Der sogenannte Erneuerungsprozeß, den der Bischof von St. Pölten seiner Diözese verordnet hat, geht in die heiße Phase. Ein Fachmann für Konflikt-Management und Krisenintervention als sogenannter Prozeßbegleiter wurde bereits engagiert.
Die Kirche zieht sich im Kampf ums ewige Seelenheil der Gläubigen mehr und mehr auf runde Tische, Gremien und Konferenzen zurück.
Die Kirche zieht sich im Kampf ums ewige Seelenheil der Gläubigen mehr und mehr auf runde Tische, Gremien und Konferenzen zurück.
(kreuz.net, St. Pölten) Seit Monaten wird in der Diözese St. Pölten über einen von Bischof Klaus Küng verordneten sogenannten Erneuerungsprozeß diskutiert.

Dieser Prozeß steht unter dem Motto „Kirche auf dem Weg – gemeinsam die Zukunft gestalten“.

Sein Ziele sind unter anderem „das Miteinander zu stärken“, „den Weg gemeinsam zu suchen“, „viel Begegnung“, „Mitreden und Mitgestalten“ und die „Laien aufzuwerten“.

Im vergangenen Mai fand dazu bereits ein sogenannter Workshop für eine als „PastoralassistentInnen“ bezeichnete Körperschaft statt.

Diözesangebiet von St. Pölten
Diözesangebiet von St. Pölten
Im September waren die Priester und Diakone an der Reihe.

Zweimal mußten auch die „Zentralangestellten“ der Diözese an mehrtägigen sogenannten Zukunftskonferenzen teilnehmen.

Den Abschluß der Vorbereitungsphase bildete im vergangenen November ein „Tag der ehrenamtlichen Multiplikatoren/WegbegleiterInnen“.

Egbert Amann-Ölz (43) – ein eigens engagierter sogenannter Prozeßbegleiter – sorgte dafür, daß bei den Diskussionen „das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis herauskommt“ – wie Amann-Ölz kürzlich gegenüber der Tageszeitung ‘Kurier’ offenherzig eingestand.

Amann-Ölz ist professioneller sogenannter Coach und Unternehmensberater.

Schwerpunkte seiner Arbeit sind unter anderem das sogenannte Konflikt-Management, Krisenintervention, Sinn und Sinnfindung sowie „Team-Entwicklung / Team-Training“.

Prozeßbegleiter Amann-Ölz ist auch mit Bischof Klaus Küng verwandt.

Aufgabe des Prozeßbegleiters ist, „den Aufbruch strukturiert und professionell zu begleiten, ergebnisorientiert und mit klarem Rahmen“.

Wie der Prozeßbegleiter erklärte, sollten die Diskutanten zunächst „sich ruhig heiß reden“, denn im Osten Österreichs seien die Leute nicht daran gewöhnt, es direkt zu sagen.

Pater Udo Fischer (55), Herausgeber des kirchenfeindlichen Wochenblatts „Ja – die neue Kirchenzeitung“ und Vertrauter der exkommunizierten Frauenpriesterin Christine Mayr-Lumetzberger, findet es eine positive Sache, „daß die Führung auf so breiter Ebene diskutieren läßt“.

„Wir dürfen uns keine Illusionen machen“, fügte er jedoch hinzu, denn:

„Was am Ende herauskommt, ist längst festgelegt.“

© Titelbild: Giovanni Gallucci, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 28 Lesermeinungen:
Freitag, 11. Januar 2008 12:26
Rudolfus: Benedikt: Sie widersprechen der Praxis seit Paul VI.!
Folgerichtig gelten die Bestimmungen von Quo primum weiter, wonach kein Priester des lateinischen Ritus gezwungen werden kann, die Messe anders zu feiern, als sie im Missale Pius V. „für alle Zeiten“ kodifiziert wurde.

Das ist die Schlussfolgerung von Lochner, nicht das, was Stickler gesagt hat. Die Aussagen Lochners sind überaus zweifelhaft. Sie widersprechen der Praxis der Kirche, wie sie sich bei allen Neueditionen des Missale Romanum gezeigt hat.

Sie widersprechen der Praxis seit Paul VI. – das ist richtig, der Praxis.

Demgegenüber erklärt der jetzige Papst Benedikt XVI. in seinem dem Apostolischen Schreiben Summorum Pontificum hinzugefügten Brief an die Bischöfe („Brief an die Bischöfe anläßlich der Publikation des ‘aus eigenem Antrieb heraus gegebenen’ Apostolischen Schreibens Summorum Pontificum über die Römische Liturgie in ihrer Gestalt vor der 1970 durchgeführten Reform“):

„Was nun die Verwendung des Meßbuchs von 1962 als Forma extraordinaria der Meßliturgie angeht, so möchte ich darauf aufmerksam machen, daß dieses Missale nie rechtlich abrogiert wurde und insofern im Prinzip immer zugelassen blieb.
Im Augenblick der Einführung des neuen Meßbuchs schien es nicht notwendig, eigene Normen für den möglichen Gebrauch des bisherigen Missale zu erlassen.“

http://…atholischedokumente.de.tl/…war-nie-verboten.htm
Sonntag, 23. Dezember 2007 13:35
HeinrichderZweite: Lieber Benedikt,
Sie widersprechen der Praxis der Kirche, wie sie sich bei allen Neueditionen des Missale Romanum gezeigt hat.
… können Sie mir bitte erklären, wie Sie das meinen, ich verstehe es nicht.
Sonntag, 23. Dezember 2007 13:31
Benedikt: @ Rudolfus
Folgerichtig gelten die Bestimmungen von Quo primum weiter, wonach kein Priester des lateinischen Ritus gezwungen werden kann, die Messe anders zu feiern, als sie im Missale Pius V. „für alle Zeiten“ kodifiziert wurde.

Das ist die Schlussfolgerung von Lochner, nicht das, was Stickler gesagt hat. Die Aussagen Lochners sind überaus zweifelhaft. Sie widersprechen der Praxis der Kirche, wie sie sich bei allen Neueditionen des Missale Romanum gezeigt hat.
Sonntag, 23. Dezember 2007 09:52
Berengeria: @ Sani: Krankheit der Linken
Du leidest an der üblichen Krankheit der Linken – wenn es konkret wird, werden Sie ausfällig und greifen den Gesprächpartner persönlich an.
Im übrigen: Niemand zwingt Dich, kreuz.net anzusehen, wenn es Dir nicht paßt.
Sonntag, 23. Dezember 2007 06:05
sani †: Berengeria
Mein Papa hat mir beigebracht, nur dann den Mund aufzumachen und zu kritisieren, wenn man eine andere und bessere Lösung hat. Das nennt man halt Erziehung, von der hier viele nicht allzuviel mitbekommen haben.
Also wenn du nicht’s besseres weist (außer das hier übliche traditionalistische Phrasengedrusch), dann lass deine Elektronen in deinem eigenen PC – ich bin nicht heiß auf die Offenbarung deiner Nicht-Erziehung
Samstag, 22. Dezember 2007 19:50
Berengeria: Wenn Du Bischof Küng persönlich kennst,
was ich ja vermute, und übrigens sicher so gut wie ich, dann sag ihm einmal, wie peinlich sein Verhalten ist.
Im übrigen: Geh mit Deiner langen Leitung zum Elektriker…
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