Pius XII.
Heißes Eisen auf Eis gelegt?
Sein Leistungsausweis ist eindeutig. Wie jeder Heilige kommt er der Welt ungelegen. Aber vielleicht ist nicht die Politik, sondern die Kirchenpolitik das größere Problem.
Pius XII. starb am 9. Oktober 1958
Pius XII. starb am 9. Oktober 1958
© Missionsagentur ‘Fides’
(kreuz.net, Vatikan) Der Papst verzögert den Seligsprechungsprozeß von Papst Pius XII. († 1958). Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Andrea Tornielli – den Vatikanisten der italienischen Tageszeitung ‘Il Giornale’.

Bereits im letzten Mai hatte die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen den heroischen Tugendgrad von Pius XII. anerkannt.

Seitdem fehlt nur noch die Unterschrift von Benedikt XVI., um die Seligsprechung einzuleiten. Inzwischen fehlt sie schon seit sieben Monaten.

Tornielli, der vier Bücher über Pius XII. geschrieben hat, erklärt sich die Verzögerungen mit kirchenpolitischer Strategie. Der Vatikan habe keinen Zweifel an der Heiligkeit von Pius XII. Doch man fürchte die Konsequenzen einer baldigen Seligsprechung.

Ein entsprechender Prozeß läuft schon seit dem Jahr 1967.

Eine einsame Stimme im Schweigen
Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli erblickt am 2. März 1876 das Licht der Welt.

Am 2. April 1899 empfing er die Priesterweihe.Im Juli 1933 unterschreibt er als Staatssekretär das bis heute gültige Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.Am 2. März 1939 wird Kardinal Pacelli zum Papst gewählt und nimmt den Namen Pius XII. an.

Nun will Papst Benedikt XVI. angeblich Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg genauer überprüfen lassen.

Er hat darum – so Tornielli – das Staatssekretariat mit der Einsetzung einer internationalen Kommission beauftragt. Ein Sprecher hat die Existenz einer solchen Kommission laut ‘Reuters’ nicht bestätigt.

Interessante Informationen kommen aber von ungenannten vatikanischen Quellen.

Offenbar handelt der Papst auf Anraten hochrangiger Kardinäle. Diese hätten um ein langsames Fortschreiten des Seligsprechungsprozesses gebeten, um – so die Begründung – die Beziehungen zu den Juden und zu dem Staat Israel nicht zu gefährden.

Seit den 60er Jahren behaupten jüdische und nichtjüdische Verleumder von Pius XII., daß dieser gegenüber dem national-sozialistischen Massenmorden an Juden angeblich „gleichgültig“ geblieben sei.

Kirchenfeindliche jüdische Gruppierungen wie die US-amerikanische Anti-Diffamierungs-Liga haben in der Vergangenheit sogar die Einstellung des Seligsprechungsprozesses gefordert.

Es gibt im Vatikan auch Stimmen, die diese politischen Rücksichtnahmen für einen Vorwand halten.

Denn nach dem Zweiten Vatikanum wurde Papst Pius XII. von altliberalen Kreisen mehr und mehr zum Symbol der vorkonziliären Kirche aufgebaut.

Nachdem Benedikt XVI. gerade die Alte Messe freigegeben hat, möchte er mit einer kurz darauf stattfindenden Seligsprechung von Pius XII. nicht den kirchenpolitischen Eindruck eine „Rückkehr hinter das Zweite Vatikanum“ geben.
      
40 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#40   Agiafortuni   19:48:44 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Karl Murx: Seligsprechung unangemessen
wenn Sie die Gründe vortragen würden, weshalb Sie eine Seligsprechung Pius XII unangemessen halten, wären viele Gläubige mit ihnen unzufrieden und doch haben Sie recht, denn für die Unterlassung gegen Montini mit aller Schärfe vorzugehen gibt es keine Rechtfertigung. Zwar hat Pius XII mit Humani generis den katholischen Standpunkt mit aller Deutlichkeit festgelegt, jedoch daraus nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen.
Redaktion benachrichtigen
#39   Rudolfus   19:38:28 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Die polnisch-katholische Hierarchie unter Polens Primas Hlond hat sich klar am Völkermord an
der deutschen Nation beteiligt.
Der Papst hätte sie alle exkommunizieren müssen –
ihrer gerechten Strafe im Jenseits werden diese „Hierarchen“ aber für ihre Völkermordbeteiligung nicht entronnen sein.
Redaktion benachrichtigen
#38   Dr. Natterbach   16:27:19 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Pippifax: Warum hat den Pius XII Kard. Hlond nicht abgesetzt?
Sie zählen nur Dinge auf, die Pius XII angesichts der Vertreibung der Deutschen nicht gemacht hatte, wie z.B. die Nichtanerkennung der Administratoren Hlonds.
Hat Pius XII irgendetwas gegen Hlond unternommen?
Pius XII hätte gegen Montini die Mittel in der Hand gehabt, ihn wegen Hochverrats vor Gerichts zu stellen. Der Papst ist schließlich auch Staatschef. Der Verrat der per Fallschirm abgesetzten ukranischen Bischöfe durch Montinis Sekretär Tondi, hätte zu einer Anklage sowohl gegen Tondi, als gegen Montini führen müssen. Das wäre ein Prozess rein profanen Strafrechts gewesen, wobei man den italienischen Staat um Amtshilfe hätte bitten können, wie im Falle von Ali Aça auch.
Redaktion benachrichtigen
#37   Karl Murx   15:53:11 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Vielleicht kann dieser Herr da helfen, wie man mit aller Spitzfindigkeit zu einer Seligsprechung…
…von Pius XII kommen kann?
www.youtube.com/watch?v=NHPRSDeWfRE&…
Man braucht doch nur dieselbe Dialektik auf alles anwenden, und so kann man auch meinen Onkel Erich selig sprechen.
Redaktion benachrichtigen
#36   Tridentinus   11:36:32 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@Pippifax
Die „Liturgiereform“ war nicht „klein“ oder geringfügig. Weil sie auf der prinzipiellen Behauptung beruht, lex orandi und lex credendi beeinflussten sich gegenseitig, während das traditionelle Axiom in Anlehnung an die Mathematik gesprochen eine eindeutige Zuordnung von lex orandi zu lex credendi ist, waren Pius’ Massnahmen auch gegen diesen Grundsatz gerichtet, wenn das in einzelnen Reformen vielleicht noch nicht so deutlich zum Vorschein kam. Demgegenüber waren etwa die Reformen, die Johannes XXIII. in der editio typica 1962 verfügte, viel eher genuin und zu rechtfertigen.
Redaktion benachrichtigen
#35   SignumSalutis †   08:45:31 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@kreuznet-redaktion
Bernstein schickt mir eine ellenlange Mail mit ungebetenem, ungewaschenem verschwörungstheoretischem Zeug. Bitte hinern Sie ihn daran. Sicher bin nicht nur ich betroffen. Ich möchte mich nicht zumüllen lassen.
Danke.
Redaktion benachrichtigen
#34   clarissa colonia   01:22:02 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Satan auf dem Pergamonaltar?
das offenbart schon ein gerütteltes Maß an Ignoranz, war der doch (m.W.) dem Zeus als Schutzherrn Pergamons geweiht.
Aber, es ist ja schon ziemlich bezeichnend, daß Anonymität dazu verleitet jegliches mögliche Niveau mühelos zu unterbieten. Da frage ich mich in colonia (abl. loc.) schon manchmal, wo da der zerebrale Thrombus (vel vitium tecti) sitzen mag …
Redaktion benachrichtigen
#33   SignumSalutis †   01:08:07 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@clarissa
:)3 da möchte ich mich anschließen. Solche Theorien hat mir vor Jahren auch schon ein durchgeknallter Kirchenmusiker (war bestimmt nicht landi) unterbreitet: die Federal Reserve Bank und Fam. Rothschild regieren die Welt, indem sie den Dollar kontrollieren, die Nazis haben auf dem Original des Pergamonaltars Satan angebetet, die Russen haben diesen dann bei der Eroberung Berlins nach Moskau entführt (in Berlin steht seitdem eine Kopie), die Kommunisten haben seitdem damit Satanismus betrieben – über jüngste Entwicklungen seit 1990 bin ich nicht informiert …
Wir können Erich von Däniken oder andere Weltbildausdenangelnheber fragen: Verschwörungstheorien gibt es an jeder Straßenecke.
SignSal
Redaktion benachrichtigen
#32   Leblhuber   01:05:39 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Sehr verehrte Clarissa aus der Kolonie (Provinz?)!
Über den geistigen und geistlichen Zustand derer, die ihre Erkenntnisse aus solchen Quellen schöpfen wollen wir der Höflichkeit halber schweigen.
Der liebe Bernstein ist ein kreuz.net Gespenst, das uns schon seit langem unter vielen verschiedenen Namen unbeirrt und von Sperrungen unbeschadet begleitet. Jeder Versuch ihn zu fassen, ist vergeblich.
Redaktion benachrichtigen
#31   clarissa colonia   00:46:36 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
Ich weiß ja nicht,
ob bilderberg.org mit seinen inflationären Verschwörungshypothesen eine so seriöse Quelle für die vorgetragenen Behauptungen ist, wie Bernstein meint. Müsste man deren Seriösität in Zweifel ziehen, dann natürlich auch die sich darauf berufenden Postings. Über den geistigen und geistlichen Zustand derer, die ihre Erkenntnisse aus solchen Quellen schöpfen wollen wir der Höflichkeit halber schweigen.
Redaktion benachrichtigen
#30   SignumSalutis †   00:31:09 | Donnerstag, 20. Dezember 2007
@LennyB.
… Hitler war laut Handbuch des deutschen Reichstages zumindest im staatskirchenrechtlichen Sinne Katholik, sicherlich durch sein Treiben von den Sakramenten ausgeschlossen.
Woher wollen Wie wissen, dass er Satanist gewesen sei?
Apropos jüdische Herkunft: sie machen sich durch Ihr Nick verdächtig: wollen sie vielleicht im Auftrag der Weisen von Zion das Forum unterwandern?
Redaktion benachrichtigen
#29   Rudolfus   23:01:10 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Pius XII. ernannte Substitut Montini ausdrücklich nicht zum Cardinal,
angeblich, weil Montini diese Würde selbst zurückgewiesen hatte, wie Pius XII. anläßlich seiner Cardinalsernennungen öffentlich erklärte.
Aber wieso ernannte Pius XII. dann Montini zum Patriarch von Mailand –
dessen Träger doch traditionell Cardinal wird!
Redaktion benachrichtigen
#28   Agiafortuni   22:55:36 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Karl Murx: ein mit vielen Fragezeichen behaftetes Pontifikat
Ich geben Ihnen völlig recht, das Pontifikat Pius XII ist mit vielen Fragezeichen behaftet. Dabei spielte neben Montini eine weitere Figur traurigen Gedenkens eine nicht unwesentliche Rolle: Sein Beichtvater, Pater Augstin Bea SJ, von Johannes XXIII zum Kardinal ernannt mit der Auflage neben der Kurie ein Instrument zur Zerstörung der Rechtgläubigkeit zu errichten. Es handelt sich um den Zirkus zur Einheit der Christen an dessen Spitze heute Walter Kasper steht. Nochmals zu Montini weshalb Pius XII ihn nicht zum Teufel jagte ist mir ein Rätsel
Redaktion benachrichtigen
#27   Florian Geyer   21:04:57 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Auf deutsch
heißt das man spricht ihn nicht heilig weil es unter Umständen den Juden nicht in den Kram passt.
Ist das so richtig ?
Redaktion benachrichtigen
#26   Rudolfus   21:03:57 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Die Diözesen in den deutschen Ostgebieten („polnischen Westgebieten“) wurden erst nach den BRD-
Moskau-Warschau-Ostverträgen Willy Brandts zu polnischen Diözesen umstrukturiert – durch Paul VI., der bereits unter Pius XII. illegale Stalin-Kontakte unterhalten haben soll, und deswegen von Pius versetzt wurde.
Redaktion benachrichtigen
#25   Pippifax   20:46:53 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Hoffen auf Benedikt
Es bleibt zu hoffen, daß Benedikt XVI. auch hier am Ende „durchzieht“ und sich nicht von den Linken im und außerhalb des Vatikan kleinkriegen lässt. Es ist richtig, die Diskreditierung Pius XII. ist nur Mittel um die vorkonziliare Kirche zu diskreditieren.
@Tridentinus
Wie so oft kritisieren Sie Pius XII. zum einen wegen seiner „kleinen“ Liturgiereform; hier bin ich weniger kompetent. Aber mal ehrlich, geht die Kritik über ästhetische Fragen hinaus und betrifft sie die lex orandi? Zum anderen behaupten sie beständig, Pius Autorität wäre dem Papsttum unangemessen und Voraussetzung für für Paul VI. Gewaltakt gegen die überlieferte röm. Liturgie. Es mag in der Tat seltsam anmuten, daß sich der letzte Schlag gegen die vorkonziliare Kirche eines vorkonziliaren Mittels bediente (das ansonsten schon ein stumpfes Schwert war), aber päpstliche Autorität ist kein in-sich schlechtes Mittel, der Zweck ist entscheidend. Pius XII.: bewahren des Überlieferten(hierbei auf die ex-ante Sicht achten!); Paul VI.:Zerstörung des Überlieferten.
@Dr. Natterbach
Lesen Sie z.Bsp.: Urban, Deutsche in Polen, S. 178 ff. Pius XII. war der einzige prom. Nichtdeutsche weltweit, der 1947(!) die Rechtmäßigkeit der Vetreibung in Frage stellte und die Rückkehr der Deutschen forderte. Die von Kardinal Hlond eingesetzen Administratoren, wurden vom Vatikan nicht anerkannt, die Diezösen in den poln. Westgebieten wurden erst lang nach dem Tode Pius XII. anerkannt.
Redaktion benachrichtigen
#24   Rudolfus   20:22:52 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Wußten das auch Paul VI. und Johannes Paul II.?
Die ersten Obliegenheiten des Petrusnachfolgers
1. Das Heil der Seelen
2. Die Ausbreitung des Glaubens
3. Der Triumph der Kirche
4. Die Vernichtung der Irrlehren
Wußten das auch Paul VI. und Johannes Paul II.?
Papst Paul VI. am 9. Juli 1969: „Jeglicher Schiedsspruch und ebenso alle Formen von Intoleranz und Absolutismus werden abgeschafft.“
Papst Johannes Paul II. soll anläßlich seines Moscheenbesuches der St. Johannes-der-Täufer-Moschee geäußert haben (ca. 2000): „St. Johannes der Täufer segne den Islam!“
Orate pro eis!
Redaktion benachrichtigen
#23   Ydefix   20:17:48 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Das geht wohl in die gleiche Richtung…
„Nun will Papst Benedikt XVI. angeblich Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg genauer überprüfen lassen.“
…wie einige Abschnitte in dem obskuren Papier „Spe Salvi“. Ich halte Ratzinger für einen Süßholzraspler und Phrasendrescher.
Redaktion benachrichtigen
#22   Karl Murx   20:03:52 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Rudi: Die erste Obliegenheit des Papstes
1. Das Heil der Seelen
2. Die Ausbreitung des Glaubens
3. Der Triumph der Kirche
4. Die Vernichtung der Irrlehren
Das ist die so genannte „habituelle Meinung“ des Papstes gemäß dem überlieferten Kirchenrecht, wozu ich auch den Corpus Iuris zähle, welcher dem Codex von 1917 voranging.
In dieser Meinung ist der Schutz des Papstes enthalten, den er den Gläubigen hinsichtlich der Angriffe der Feinde der Kirche gegen den Glauben, schuldet. Dazu gehört ein großes Maß an Aufklärung. Mir ist nicht ganz klar, inwiefern Pius XII. die Katholiken vor den Attacken und Schlichen ihrer Hauptfeinde, des zionistischen Judentums nämlich, beschützt hatte und inwiefern er sie vor diesen Gefahren gewarnt hatte.
Oder will jemand es als Heroismus geltend machen, wenn Pius XII Montini nach dem Verrat seines Sekretärs Tondi, gerade mal eben nach Mailand geschickt hatte? Montini hätte angesichts der Erschießung der ukranischen Bischöfe an italienische Behörden ausgeliefert gehört, wo man ihm den Prozess hätte machen sollen. Sixtus V. hätte die eine Brücke Roms mit dem Kopf Montinis geschmückt.
Es ist das wahr geworden, was in Apk13 geschrieben steht, daß nämlich Gott dem Tier erlaubte Krieg zu führen, gegen die Heiligen und sie zu besiegen. Nach Aussagen von Schwester Lucia ist das der Sinn des 3. Geheimnisses. „Die Heiligen“ bedeuten hier die Hierarchie der Kirche.
Redaktion benachrichtigen
#21   Rudolfus   20:01:35 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
„Der Spiegel“ brachte in einem seiner Geschichtsaufsätze ein sehr interessantes Präsident-Roosevelt-
Zitat
warum dieser es ablehnte, die KZs zu bombardieren:
„Wenn wir ein deutsches KZ bombardieren würden, dann würden sie es doch nur auf der anderen Straßenseite wiederaufbauen!“
Sämtliche deutsche Städte, auch das mit Hunderttausenden Flüchtlingen überfüllte Dresden, wurden aber sehr wohl zumindest durch London bombardiert –
und auch die USA zerstörten nach britischem Beispiel die Zivilstädte, wie dies London seit 1918 in den Schubladen hatte – Kaiser Wilhelm war aber aus dem Krieg ausgestiegen (nach dem USA-Kriegseintritt 1917).
Redaktion benachrichtigen
#20   Agiafortuni   19:54:51 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Rudolfus: Sie haben recht
wenn ich mich nicht täusche hiess anfangs der vierziger Jahre der Verbündete Stalins Hitler und einige Jahre später Franklin Delano Roosvelt, der Stalin bekanntlich für einen guten Demokraten hielt und ihm deshalb bei der Konferenz von Yalta halb Europa überliess. Obschon Roosvelt vom damaligen Präsidenten des jüdischen Weltverbandes Gerhard Riegler über die geplante Endlösung unterrichtet wurde und auch wusste wo dieser Plan umgesetzt wurde, hat er niemals daran gedacht die Zufahrtswege nach Auschwitz zu bombardieren. Hätte er es getan, wäre die ganze Logistik der Nazis durcheinandergeraten und möglicherweise Menschenleben gerettet worden. Wann wird Amerika sich endlich für Yalta und somit auch für das Ehepaar Roosevelt entschuldigen?
Redaktion benachrichtigen
#19   Rudolfus   19:50:07 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Papst Pius XII. hat mit Sicherheit alles ihn seiner Macht Stehende getan, auch was die deutschen
Ostflüchtlinge betrifft.
Es wäre aber wünschenswert gewesen, den völkermordenden polnischen Episkopat vollständig zu exkommunizieren!
Redaktion benachrichtigen
#18   Dr. Natterbach   19:48:13 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Ob Franco mit seiner Pass-Aktion für 60.000 Ladino-Juden in Saloniki…
…auch wirklich 60.000 Menschenleben gerettet hatte, das ist genau die Frage.
Gedankt wird es ihm nicht. Vor ein paar Tagen forderte der Dachverband von 4 1/2 Millionen sephardischen Juden die spanische Staatsangehörigkeit für alle Sepharden.
Für die deutschen Vertriebenen hatte Pius XII. jedenfalls so gut wie nichts getan, außer drei Ansprachen in drei Jahren. Besten Dank, Heiliger Vater!
Redaktion benachrichtigen
#17   Rudolfus   19:43:23 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Franco hat Tausenden Juden das Leben gerettet
Das ist Tatsache.
Redaktion benachrichtigen
#16   Dr. Natterbach   19:42:20 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Franco dürfte kaum über so genannte Vernichtungspläne Hitlers informiert gewesen sein.
Und dieses Märchen von 860.000 geretteten Juden stammt von diesem Spinner Pinchas Lapide.
Redaktion benachrichtigen
#15   Rudolfus   19:41:54 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Alois Bischof: So ist es!
Wer dagegen nichts zur Rettung der Juden bis Frühjahr und Mai 1945 unternahm, das waren die Inhaber der Lufthoheit über Deutschlands Städte und Zuggleise,
London und Washington –
während die deutschen Städte in unmittelbarer KZ-Nähe in Schutt und Asche gelegt wurden – lange vor dem Mai 1945, als die SS-Lager durch Bodentruppen befreit wurden.
Hitler hatte zudem mehrmals angeboten, alle Juden London und Washington zu übergeben (siehe „Das St. Louis-Drama“ von Mauthner-Markhoff).
Wer hat außerdem den bankrotten Hitler finanziert bis 1932, obwohl dieser noch 1932 in der Reichspräsidentenwahl gegen Hindenburg unterlag? Die Finanziers waren US-Amerikaner in Einheit mit London, das den Luftkrieg gegen Deutschland seit 1918 wollte.
Redaktion benachrichtigen
#14   Alois Bischof   19:35:23 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
KGB und Israel-Extremisten
haben die Lüge des ‘Hitler-Papstes’ verbreitet und erschaffen. Da jetzt die Lüge schon längst von Ion Pacepa, General der Sowjet-Rumänischen Geheimdienstzusammenarbeit in den späten 1950ern und frühen 1960ern, und vielen objektiven Historikern (da soll man nicht nur Lapide, sondern auch den Rabbiner David A. Dalin erwähnen), jetzt auch mehr und mehr im ‘Mainstream’, entlarvt wurde, gibt es keinen Grund warum der Vatikan die Seligsprechung verzögern sollte. Außer man ist Schoßhund des Staates Israel und der internationalen Lügenkräfte, in dieser Angelegenheit also Marxismus, Freimaurerei und sogar Serbien (wo ja die Lügen gegen die Katholische Kirche wegen der Ustasche seit Tito kultiviert wurden).
Es gibt Verräter und Spione im Vatikan, Verbündete des geistigen Antichristen, sonder vor allem sehr viele Feigling und feige Katholiken.
Papst Pius XII. hat fast eine Million Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Übrigens haben auch Franco, Salazar und sogar Neutralirland (in Zusammenarbeit mit Portugal) in dieser Hinsicht vieles geleistet. Da gab es bis 1943-44 auch der gute Wille des slowakischen Staatsführers Monsignore Tiso, der slowakische Juden von 1942 bis September 1944 erlaubte das Land über Ungarn zu verlassen, wo sie ins sichere franquistische Spanien flohen. Franco hat sich ja u.a. wegen Hitlers Antisemitismus und Vernichtungskriegspläne aus der Allianz mit den Achsenmächten gehalten, obwohl ideologisch Oktober 1940 nichts gegen einen Bund mit Dtl. einzuwenden war.
Redaktion benachrichtigen
#13   Rudolfus   19:05:33 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Tridentinus: Nicht die erste Obliegenheit des Papstes?
Das Engagement für die Juden lasse ich gelten. Das war aber nicht die erste Obliegenheit des Papstes und ist mehr politisch zu würdigen.
Die Rettung von Juden vor Hitler nicht die erste Obliegenheit des Papstes und eines Christen?
Was denn sonst?
Redaktion benachrichtigen
#12   Tridentinus   18:59:57 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Rudolfus
Welche Erneuerung??? Viele Neuerungen, ja. Pius war theatralisch und selbstüberschätzend. Das hat Paul VI. geprägt. Das Engagement für die Juden lasse ich gelten. Das war aber nicht dieersteObliegenheit des Papstes und ist mehr politisch zu würdigen. Deswegen bestreite ich entschieden die Überschrift Ihres Postings!
Redaktion benachrichtigen
#11   Rudolfus   18:35:09 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Pius XII. ist einer der größten Päpste und Kirchenerneuerer der Geschichte
und rettete Tausende Juden vor der NS-Verfolgung, einer Partei die mit US-Finnazierung und wegen der protestantischen Wähler an die Macht gekommen war.
Redaktion benachrichtigen
#10   Tridentinus   18:31:24 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Warum sollte man Pius XII.
beatifizieren oder kanonisieren?
Redaktion benachrichtigen
#9   Benedikt   18:01:02 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Entscheidung gefordert
Kreuz.net muss sich mal entscheiden, ob es für schnelle oder für präzise Heiligsprechungsprozesse ist. Es wird so oder so kommen, von daher machen ein oder zwei Jahre auch nichts aus.
Redaktion benachrichtigen
#8   Berengeria   17:45:29 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Traurige Nachgiebigkeit
der Kirche den Juden gegenüber. Ein historisches Beispiel war der Karmel in Auschwitz, soll dies ein weiteres sein, wie sich die Kirche in ihre internen Angelegenheiten von Juden hineinreden läßt?
Redaktion benachrichtigen
#7   maliems   17:30:48 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
wir haben genug
kanonisierte päpste der letzten 150 Jahre.
es ist einfach lächerlich wenn bald jeder papst heiliggesprochen wird, egal wie heilig er auch sein mochte.
Redaktion benachrichtigen
#6   stimme der vernunft †   16:41:09 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
@Heinerich
dieser Satz … darf durchaus bezweifelt werden
Wieso denn? Was findest du an Thomas Morus polarisierend und umstritten?
Redaktion benachrichtigen
#5   Rudolfus   16:18:57 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
„Umstritten“ ist Pius XII. nur für Häretiker und Uninformierte
Pius XII. wurde ausdrücklich durch sämtliche jüdische Organisationen und durch Israel gelobt – das änderte sich erst nach der Moskau-KP-gesteuerten Anti-Papst-Pius-XII.- und Anti-Vatican-Campagne,
weil Pius XII. den KP-Wahlsieg in Italien der 1950er verhindert hat!
Italien wäre dann auf demokratischem Weg ein KP-Regime geworden wie die Tschechoslowakei dies tatsächlich wurde!
Redaktion benachrichtigen
#4   HeinrichvonOfterdingen   16:18:52 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Dieser Satz:
Ein heiliger Thomas Morus ist auch erst nach mehr als 300 Jahren kanonisiert worden, und der war keine derartig polarisierende und umstrittene Figur wie Pius XII
… darf durchaus bezweifelt werden!
Redaktion benachrichtigen
#3   stimme der vernunft †   16:15:27 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Wenn Pius
heilig ist, dann ist er auch ohne formale Kanonisation heilig, wenn nicht, dann wird es auch nicht durch eine formale Kanonisation.
Es ist also geraten, alle Tatsachen genau und sorgfältig zu prüfen und den guten Mann nicht nur zu kanonisieren, weil das ein paar Tradis gerne so hätten.
Ein heiliger Thomas Morus ist auch erst nach mehr als 300 Jahren kanonisiert worden, und der war keine derartig polarisierende und umstrittene Figur wie Pius XII
Redaktion benachrichtigen
#2   Florianklaus   16:08:21 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
Pius XII
daß dieser Papst ein Heiliger ist, dürften ernsthaft nur eingefleischte Kirchenfeinde bezweifeln. Andererseits ist wegen der übergroßen Aufmerksamkeit, die dieser Prozeß international findet, besonders große Sorgfalt bei der Tatsachenermittlung angezeigt.
Redaktion benachrichtigen
#1   Agiafortuni   16:07:12 | Mittwoch, 19. Dezember 2007
politische Korrektheit scheint ihm wichtiger zu sein
wenn der Seligsprechung nur aus politischer Korrektheit nicht vorgenommen wird, so ist dies bedenklich.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Sr. Pascalina LehnertDie letzte Päpstin im Vatikan Pius XII.„Wir fürchten uns nicht, in ein Konzentrationslager zu gehen“ Pius XII.Kardinal Pacelli wird Papst Pius XII.Ein verständnisloser Papst Pius XII.Die Enzyklika des Papstes gegen die Nationalsozialisten Pius XII.Auch ein Vorläufer des Pastoralkonzils? Pius XII.Ein Vorreiter der Liturgiereform? Pius XII.An den Galgen mit ihm? Pius XII.Er leugnet hemmungslos weiter Pius XII.Ein genuin schlechter Mensch Pius XII.Rufmord zahlt sich nicht aus Pius XII.Der Mythos von „Hitlers Papst“ Pius XII.Der Verdacht gegen Rolf Hochhuth erhärtet sich Pius XII.Ein jüngster Angriff Pius XII.Fußball-Illusionen eines Papstes?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net