Heißes Eisen auf Eis gelegt?
Sein Leistungsausweis ist eindeutig. Wie jeder Heilige kommt er der Welt ungelegen. Aber vielleicht ist nicht die Politik, sondern die Kirchenpolitik das größere Problem.
(kreuz.net, Vatikan) Der Papst verzögert den Seligsprechungsprozeß von Papst Pius XII. († 1958). Das
berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ unter Berufung auf Andrea Tornielli – den Vatikanisten der
italienischen Tageszeitung ‘Il Giornale’.
Bereits im letzten Mai hatte die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen den heroischen Tugendgrad von Pius XII. anerkannt.
Seitdem fehlt nur noch die Unterschrift von Benedikt XVI., um die Seligsprechung einzuleiten. Inzwischen fehlt sie schon seit sieben Monaten.
Tornielli, der vier Bücher über Pius XII. geschrieben hat, erklärt sich die Verzögerungen mit kirchenpolitischer Strategie. Der Vatikan habe keinen Zweifel an der Heiligkeit von Pius XII. Doch man fürchte die Konsequenzen einer baldigen Seligsprechung.
Ein entsprechender Prozeß läuft schon seit dem Jahr 1967.
Nun will Papst Benedikt XVI. angeblich Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg genauer überprüfen lassen.
Er hat darum – so Tornielli – das Staatssekretariat mit der Einsetzung einer internationalen Kommission beauftragt. Ein Sprecher hat die Existenz einer solchen Kommission laut ‘Reuters’ nicht bestätigt.
Interessante Informationen kommen aber von ungenannten vatikanischen Quellen.
Offenbar handelt der Papst auf Anraten hochrangiger Kardinäle. Diese hätten um ein langsames Fortschreiten des Seligsprechungsprozesses gebeten, um – so die Begründung – die Beziehungen zu den Juden und zu dem Staat Israel nicht zu gefährden.
Seit den 60er Jahren behaupten jüdische und nichtjüdische Verleumder von Pius XII., daß dieser gegenüber dem national-sozialistischen Massenmorden an Juden angeblich „gleichgültig“ geblieben sei.
Kirchenfeindliche jüdische Gruppierungen wie die US-amerikanische Anti-Diffamierungs-Liga haben in der Vergangenheit sogar die Einstellung des Seligsprechungsprozesses gefordert.
Es gibt im Vatikan auch Stimmen, die diese politischen Rücksichtnahmen für einen Vorwand halten.
Denn nach dem Zweiten Vatikanum wurde Papst Pius XII. von altliberalen Kreisen mehr und mehr zum Symbol der vorkonziliären Kirche aufgebaut.
Nachdem Benedikt XVI. gerade die Alte Messe freigegeben hat, möchte er mit einer kurz darauf stattfindenden Seligsprechung von Pius XII. nicht den kirchenpolitischen Eindruck eine „Rückkehr hinter das Zweite Vatikanum“ geben.
© Titelbild: Missionsagentur ‘Fides’
Bereits im letzten Mai hatte die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen den heroischen Tugendgrad von Pius XII. anerkannt.
Seitdem fehlt nur noch die Unterschrift von Benedikt XVI., um die Seligsprechung einzuleiten. Inzwischen fehlt sie schon seit sieben Monaten.
Tornielli, der vier Bücher über Pius XII. geschrieben hat, erklärt sich die Verzögerungen mit kirchenpolitischer Strategie. Der Vatikan habe keinen Zweifel an der Heiligkeit von Pius XII. Doch man fürchte die Konsequenzen einer baldigen Seligsprechung.
Ein entsprechender Prozeß läuft schon seit dem Jahr 1967.
Nun will Papst Benedikt XVI. angeblich Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg genauer überprüfen lassen.
Er hat darum – so Tornielli – das Staatssekretariat mit der Einsetzung einer internationalen Kommission beauftragt. Ein Sprecher hat die Existenz einer solchen Kommission laut ‘Reuters’ nicht bestätigt.
Interessante Informationen kommen aber von ungenannten vatikanischen Quellen.
Offenbar handelt der Papst auf Anraten hochrangiger Kardinäle. Diese hätten um ein langsames Fortschreiten des Seligsprechungsprozesses gebeten, um – so die Begründung – die Beziehungen zu den Juden und zu dem Staat Israel nicht zu gefährden.
Seit den 60er Jahren behaupten jüdische und nichtjüdische Verleumder von Pius XII., daß dieser gegenüber dem national-sozialistischen Massenmorden an Juden angeblich „gleichgültig“ geblieben sei.
Kirchenfeindliche jüdische Gruppierungen wie die US-amerikanische Anti-Diffamierungs-Liga haben in der Vergangenheit sogar die Einstellung des Seligsprechungsprozesses gefordert.
Es gibt im Vatikan auch Stimmen, die diese politischen Rücksichtnahmen für einen Vorwand halten.
Denn nach dem Zweiten Vatikanum wurde Papst Pius XII. von altliberalen Kreisen mehr und mehr zum Symbol der vorkonziliären Kirche aufgebaut.
Nachdem Benedikt XVI. gerade die Alte Messe freigegeben hat, möchte er mit einer kurz darauf stattfindenden Seligsprechung von Pius XII. nicht den kirchenpolitischen Eindruck eine „Rückkehr hinter das Zweite Vatikanum“ geben.
© Titelbild: Missionsagentur ‘Fides’
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Donnerstag, 20. Dezember 2007 19:48
Agiafortuni: Karl Murx: Seligsprechung unangemessen
wenn Sie die Gründe vortragen würden, weshalb Sie eine Seligsprechung Pius XII unangemessen halten, wären viele Gläubige mit ihnen unzufrieden und doch haben Sie recht, denn für die Unterlassung gegen Montini mit aller Schärfe vorzugehen gibt es keine Rechtfertigung. Zwar hat Pius XII mit Humani generis den katholischen Standpunkt mit aller Deutlichkeit festgelegt, jedoch daraus nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007 19:38
Rudolfus: Die polnisch-katholische Hierarchie unter Polens Primas Hlond hat sich klar am Völkermord an
der deutschen Nation beteiligt.
Der Papst hätte sie alle exkommunizieren müssen –
ihrer gerechten Strafe im Jenseits werden diese „Hierarchen“ aber für ihre Völkermordbeteiligung nicht entronnen sein.
Der Papst hätte sie alle exkommunizieren müssen –
ihrer gerechten Strafe im Jenseits werden diese „Hierarchen“ aber für ihre Völkermordbeteiligung nicht entronnen sein.
Donnerstag, 20. Dezember 2007 16:27
Dr. Natterbach: @Pippifax: Warum hat den Pius XII Kard. Hlond nicht abgesetzt?
Sie zählen nur Dinge auf, die Pius XII angesichts der Vertreibung der Deutschen nicht gemacht hatte,
wie z.B. die Nichtanerkennung der Administratoren Hlonds.
Hat Pius XII irgendetwas gegen Hlond unternommen?
Pius XII hätte gegen Montini die Mittel in der Hand gehabt, ihn wegen Hochverrats vor Gerichts zu stellen. Der Papst ist schließlich auch Staatschef. Der Verrat der per Fallschirm abgesetzten ukranischen Bischöfe durch Montinis Sekretär Tondi, hätte zu einer Anklage sowohl gegen Tondi, als gegen Montini führen müssen. Das wäre ein Prozess rein profanen Strafrechts gewesen, wobei man den italienischen Staat um Amtshilfe hätte bitten können, wie im Falle von Ali Aça auch.
Hat Pius XII irgendetwas gegen Hlond unternommen?
Pius XII hätte gegen Montini die Mittel in der Hand gehabt, ihn wegen Hochverrats vor Gerichts zu stellen. Der Papst ist schließlich auch Staatschef. Der Verrat der per Fallschirm abgesetzten ukranischen Bischöfe durch Montinis Sekretär Tondi, hätte zu einer Anklage sowohl gegen Tondi, als gegen Montini führen müssen. Das wäre ein Prozess rein profanen Strafrechts gewesen, wobei man den italienischen Staat um Amtshilfe hätte bitten können, wie im Falle von Ali Aça auch.
Donnerstag, 20. Dezember 2007 15:53
Karl Murx: Vielleicht kann dieser Herr da helfen, wie man mit aller Spitzfindigkeit zu einer Seligsprechung…
…von Pius XII kommen kann?
http://www.youtube.com/watch?v=NHPRSDeWfRE&…
Man braucht doch nur dieselbe Dialektik auf alles anwenden, und so kann man auch meinen Onkel Erich selig sprechen.
http://www.youtube.com/watch?v=NHPRSDeWfRE&…
Man braucht doch nur dieselbe Dialektik auf alles anwenden, und so kann man auch meinen Onkel Erich selig sprechen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007 11:36
Tridentinus: @Pippifax
Die „Liturgiereform“ war nicht „klein“ oder geringfügig. Weil sie auf der prinzipiellen Behauptung beruht, lex orandi und lex credendi beeinflussten sich gegenseitig, während das traditionelle Axiom in Anlehnung an die Mathematik gesprochen eine eindeutige Zuordnung von lex orandi zu lex credendi ist, waren Pius’ Massnahmen auch gegen diesen Grundsatz gerichtet, wenn das in einzelnen Reformen vielleicht noch nicht so deutlich zum Vorschein kam. Demgegenüber waren etwa die Reformen, die Johannes XXIII. in der editio typica 1962 verfügte, viel eher genuin und zu rechtfertigen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007 08:45
SignumSalutis: @kreuznet-redaktion
Bernstein schickt mir eine ellenlange Mail mit ungebetenem, ungewaschenem verschwörungstheoretischem
Zeug. Bitte hinern Sie ihn daran. Sicher bin nicht nur ich betroffen. Ich möchte mich nicht zumüllen
lassen.
Danke.
Danke.
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