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Mittwoch, 9. Februar 2005 15:22
Der Seligsprechungsprozeß von Pius XII. ist weit fortgeschritten
Der Papst, der von 1939-1958 den Nachen Petri durch stürmische Wasser führte, soll in absehbarer Zeit zu den Ehren der Altäre emporsteigen. Pius XII. wurde für seine bedeutenden Enzykliken und für seinen furchtlosen Einsatz während des Zweiten Weltkrieges bekannt.
(kreuz.net, Rom) In einem Interview mit einer italienischen Presseagentur erklärte José Kardinal Saraiva Martins, daß der Seligsprechungsprozeß für Papst Pius XII. „problemlos“ vorwärtsgeht. Kardinal Saraiva ist der Präfekt der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen.

Der portugiesische Kurienkardinal informierte, daß im März 2005 das erste Treffen der Historikerkommission, die bei Selig- und Heiligsprechungen jeweils in Aktion tritt, stattfinden wird. Diese Kommission hat den Auftrag, das umfangreiche geschichtliche Material zu sichten, das in den langen Jahren der Vorbereitung der Seligsprechung zusammengetragen wurde.

Auf die Arbeit der Historiker folgt eine Überprüfung durch Theologen und schließlich das Urteil der zuständigen Kardinalskommission.

„Die Vorbereitung der Seligsprechungsakte von Pius XII. schreitet ohne Probleme voran. In keinem Augenblick ist sie wegen der Polemiken dieser Tage beeinträchtigt oder aufgehalten worden,“ erklärte Kardinal Saraiva vor der Presseagentur.

„Wie bekannt handelte es sich um journalistische Unterstellungen, die mit der Arbeit während der Hauptuntersuchung sowie mit einer seriösen geschichtlichen Aufarbeitung oder mit der Komplexität des zu erforschenden Zeitabschnittes nichts zu tun haben.“

Der Jesuitenpater Peter Gumpel, einer der wichtigsten Experten zu Pius XII., der zugleich auch Promoter seines Seligsprechungsprozesses ist, erklärte vor der italienischen Presse, „daß der Seligsprechungsprozeß normal voranschreitet und Fortschritte macht.“

Es stimme nicht, daß der Seligsprechungsprozeß wegen der jüngsten Verleumdungen gegen Pius XII. in der italienischen Presse verlangsamt oder gar aufgehalten worden sei, meinte Pater Gumpel. Diese „absurden Meldungen“ seien von den bedeutendsten historischen Experten für diese Zeitepoche schnell durchschaut und dementiert worden.
1 Lesermeinung:
Mittwoch, 9. Februar 2005 18:42
Athanasius: Pius XII. bitte für uns
Sehr gut.

Trotz der Desinformationen über diesen „antisemitischen“ Papst welcher von Golda Meir bei seinem Tode und schon vorher gepriesen wurde als „der grösste Freund des jüdischen Volkes während des Krieges“, setzt man doch seine Seligsprechung weiter.

Sehr gut.
Auch ein Zeichen.
Pius XII. hat sich gegen einen neuen Ritus gewehrt und mit der Heiligsprechung des Sankt Pius X. ein deutliches antimodernistisches Zeichen gesetzt.

Pastor angelicus, ora pro nobis.
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