Altliberale lieben es, einen angstmachenden Gott heraufzubeschwören, um ihn der Kirche vorzuwerfen. In Wirklichkeit ist das Gottesbild der Deutschen „durchweg positiv“. Ob mit gutem Grund oder nicht, ist eine andere Frage.
(kreuz.net) Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat eine viel beschworene Renaissance der Religion unter
den Jüngeren nicht bestätigen können.
Doch die Studie birgt dennoch eine Überraschung: Siebzig Prozent
der Deutschen halten sich für „religiös“.
Daraus schließt der Projektleiter der Bertelsmann-Stiftung,
daß „die Religion eine relativ stabile Bedeutung“ besitzt.
Für die international ausgerichtete Studie
wurden insgesamt 21.000 Personen in 21 Ländern aller Kontinente und Hochreligionen befragt.
Für Deutschland
ergab sie, daß rund siebzig Prozent der Bundesbürger Mitglieder einer Kirche sind. 29 Prozent der Deutschen
gehören keiner Religion an.
52 Prozent sind nach den Kriterien der Studie „durchschnittlich religiös“,
18 Prozent „tiefreligiös“.
Bei den 18 bis 29jährigen ist das Interesse an religiösen Fragen „im Vergleich
zu ihren Eltern erkennbar schwächer ausgeprägt“ – so die Studie.
Dennoch finde sich in dieser Gruppe
das größte Maß an Zustimmung bei der Frage, ob sie an Gott, ein Leben nach dem Tod, die Unsterblichkeit
der Seele oder eine Wiedergeburt glauben.
14 Prozent dieser Jüngeren finden den Gottesdienst-Besuch
wichtig. Sie sind damit sogar häufiger vertreten als ihre Eltern.
Immer mehr Jüngere neigten dazu,
sich aus mehreren Glaubensangeboten eine sogenannte Patchwork-Religion zusammenzustellen.
Und: der Glaube
hat bei allen nur geringen Einfluß auf die Sexualität.
Massiv ist die West-Ost-Trennung. In den alten
Bundesländern sind 78 Prozent der Befragten religiös – in den neuen gerade einmal 36 Prozent.
63 Prozent
erklären sich hier nicht religiös, während es im Westen lediglich 19 Prozent sind.
International gesehen
gibt es in Rußland mit fünfzig Prozent die wenigsten Religiösen, in den USA sind es 89 Prozent.
Das
Gottesbild der Deutschen ist „durchweg positiv“.
„Gefühle gegenüber Gott wie Freude, Hoffnung, Dankbarkeit,
Liebe, Kraft, überwiegen. Angst kam kaum vor.“ Dies gelte für Jung wie Alt.
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31 Lesermeinungen
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#31 obelix † 21:26:11 | Dienstag, 25. Dezember 2007
@Benedikt Das habe ich am Sonntag über Bischof Fürst von Stuttgart geschrieben: >>Sogar Fürst hat viel
mehr gegen Stammzellenforschung gewettert als gegen Hungerlohn, pardon, verweigerten Mindestlohn.<< So
leise hatte ich ja die Hoffnung, dass in seiner Weihnachtspredigt doch wenigstens eine Randbemerkung über
Armut und Ungerechtigkeit im Lande fällt (die ja die Hauptursachen für „Abtreibungsmorde“ sind). Die
Bäuche der Frauen waren ihm wieder wichtiger, als die bereits geborenen Kinder. Seine Hauptaussage ging
um den „Lebensschutz“ bei embryonalen Stammzellen. Die liegen den Kirchenfürsten eben VIEL MEHR am Herzen,
als Kinder, die bereits geboren sind, oder gar Frauen, die sich um ihre Kinder kümmern müssen. Verpasste
Chance, aber davon lassen wir uns ja nicht entmutigen bei der Tafel.
#30 Lutheraner 16:32:22 | Montag, 24. Dezember 2007
Der letzte macht das Licht aus Wie war das noch mit den Statistiken, die man nicht selber gefälscht hat?
Das Gottesbild der Deutschen ist so positiv, daß sie die Kirchen für überflüssig halten und in Scharen
verlassen: Kirche zu verkaufen www.welt.de/…serviert_werden.html
Österreichs Staatsrundfunk ist auch traditionell unter mageblichem SPÖ-Einfluß Obwohl der Rest Österreichs
außerhalb Wiens und mancher SPÖ-Gemeinden bis 1938 ein katholisches Land war – bis zum Einmarsch des
NSDAP-Reiches, zur Freude vieler anderer Antikatholiken Österreichs.
wie religiös Wie „religiös“ die Menschen wirklich sind, ist hier nachzuhören: oe3.orf.at/comedy/stories/83539/
Was wird zu Weihnachten gefeiert? Die Auferstehung Jesu? Aber der ist da noch nicht geboren, oder? Köstlich!
Eine andere Bewertung der Umfrage Morgen zsamm! Hab grad zufällig eine Kritik an der Bertelsmann-Umfrage
gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte: hpd-online.de/node/3464/
@Florian Geyer das das momentane sich im zerfallstadium befindliche ausbeutersystem gegen den menschen
für einige wenige agiert da stimme ich zu. Na wenigstens etwas! dieses system widerspiegelt aber nur
den seelischen zustand des grosteils des modernen menschen. lesen sie quadragesimo anno – dort finden
sie alles zur haltung der kirche zur sozialen frage. Und seit sechsundsiebzig Jahren wird sie totgeschwiegen
von den Kirchenbeamten. Ganz zu schweigen von Populorum Progressio. Da steht viel zu viel kommunistisches
Zeug drin, dass man Arbeitern nicht ihren gerechten Lohn vorenthalten darf und so. Ach nein, das ist ja
eine himmelschreiende Sünde, die keiner mehr hören will. Alle reden ja nur noch über Embryonen- und
Abtreibungsmord. Um die geborenen Kinder schert sich kaum ein Kirchenfürst. A propos Fürst. Der Bischof
von Stuttgart, Gebhard Fürst ist über seinen Schatten gesprungen und hat (sehr milde!) die Ungerechtigkeit
der Einkommensverteilung angeprangert. Beim Embryonenmord ist er dafür zwanzig mal so eifrig und mindestens
zehnmal so laut. Was lernt uns das? Geborene Kinder sind, gegenüber den in den Bäuchen der Frauen, relativ
unwichtig.
#25 methusalix † 00:58:32 | Montag, 24. Dezember 2007
@Florian Geyer Florian Geyer: obelix in mitteleuropa verhungert keiner. Sie wissen, dass das nicht stimmt!
Auch in Deutschland sterben immer wieder Menschen wegen ihrer Armut. Ausserdem ist es Aufgabe einer Gesellschaft,
Menschen nicht nur vor dem Verhungern zu bewahren, sondern auch ein menschenwürdiges Leben zu geben (Ich
höre doch immer wieder, dass die Kirchenoberen dauernd das Wort „Menschenwürde“ immer dann auf den Lippen
führen, wenn es um die Bäuche von Frauen geht. Warum denn nicht im Zusammenhang mit Arbeit und Einkommen?),
indem man ihnen ermöglicht von eigener Hände Einkommen zu leben und zwar so viel, dass mit EINEM Gehalt
die Familie leben kann, damit der andere sich um die Kinder kümmern kann!!! sozialleistungen ermöglichen
jedem einigermassen zu überleben und ein bescheidenes auskommen zu finden ! Sie schäbiger Zyniker! Haben
Sie schon mal versucht von einem HARTZ IV-„Budget“ auch nur vier Wochen zu überleben? Womöglich mit
Kindern? Dann ist das Geld zu Ende, sobald auch nur ein Kind eine neue Winterjacke braucht oder ein Paar
warme Schuhe (wissen Sie, Kinder WACHSEN!). Essen sollten die Kleinen nämlich auch noch etwas. Aber von
einer gesunden Ernährung kann auf Hartz IV-Niveau sowieso nicht die Rede sein! Nudeln mit Ketchup sind
angesagt und das vielfach im Monat!
#24 Florian Geyer 00:36:25 | Montag, 24. Dezember 2007
obelix in mitteleuropa verhungert keiner. sozialleistungen ermöglichen jedem einigermassen zu überleben
und ein bescheidenes auskommen zu finden ! das das momentane sich im zerfallstadium befindliche ausbeutersystem
gegen den menschen für einige wenige agiert da stimme ich zu. dieses system widerspiegelt aber nur den
seelischen zustand des grosteils des modernen menschen. lesen sie quadragesimo anno – dort finden sie
alles zur haltung der kirche zur sozialen frage.
#23 methusalix † 00:24:55 | Montag, 24. Dezember 2007
@Florian Geyer (Schlusswort) Allen ein frohes Fest ! Aber ja! Vor allem den Leiharbeitern bei BMW und
natürlich dem Management dieser Firma. Der Aktienkurs ist ja in den letzten Tagen von knapp über vierzig
auf fast dreiundvierzig gestiegen. Das gibt Megaprämien für den Vorstand! Herr Reithofer erhielt ja
in 2006 schon drei Millionen sechshundertzwanzigtausend Euro (€ 3.620.000,00) mit einer Einkommenserhöhung
von fast zwanzig (20%) Prozent. Dafür bekommen die, die Ihre Arbeitsplätze bei BMW verlieren fast hundert
Prozent weniger. Also irgendwie gleicht sich der Materialismus, den Sie so lautstark bejammern Florian
Geyer, dabei völlig aus.
@Florian Geyer Florian Geyer: obelix die wahre armut heute ist nicht wenn irgendjemand wenig verdient
oder meinetw auch arbeitslos ist (was sicher sehr unangenehm ist) – Verhungern soll ziemlich unangenehm
sein. Haben zumindest die Nachbarn diverser verhungerter Kinder behauptet, als die die Kinder haben schreien
hören (wurde dann aber zunehmend stiller, deswegen wurde keine Hilfe geholt). nei die wahre armut besteht
in der seelischen verwahrlosung der emotionalen armut und geistigen verkrüppelung,… Na Hauptsache die
verhungerten Kinder sind römisch katholisch getauft und im Glauben unterwiesen. Dass sie dann verrecken
(oder irgendwo auf dem Weg zwischen ganz verrecken und halb verrecken sind, so ungefähr auf Hartz IV-
oder Hungerlohn-, pardon Mindestlohn-Niveau) ist dann gar nicht mehr so schlimm. Schlimm wäre gewesen,
wenn ihre Mütter sie erst gar nicht auf die Welt gebracht und abgetrieben hätten. Das wäre wirklich
schlimm gewesen. Dann hätten diese Kinder nie die Chance bekommen elend zu verenden. Und hätten, mangels
römisch katholischer Taufe, nie das Angesicht Gottes geschaut. … wahrscheinlich können sie dies allen
aber nicht verstehen mit ihrer materialistischen Seinsbetrachtungsweise. Also mir sind ungetaufte, aber
quietschlebendige Kinder (also mit „Material“ gefütterte Kinder) lieber, als getaufte und dann verhungerte.
Möglicherweise ist das bei guten Katholiken anders, aber dann bin ich lieber ein schlechter Katholik
und ein guter Mensch, der keine Kinder krepieren lässt.
#21 Florian Geyer 23:59:51 | Sonntag, 23. Dezember 2007
obelix die wahre armut heute ist nicht wenn irgendjemand wenig verdient oder meinetwegen auch arbeitslos
ist (was sicher sehr unangenehm ist) – nei die wahre armut besteht in der seelischen verwahrlosung der
emotionalen armut und geistigen verkrüppelung, in scheidungen usw. materielle not ist immer nur ein symptom
von glaubenlosigkeit und em daraus r4eultierenden Verfall nie aber selbst eine ursache. wahrscheinlich
können sie dies allen aber nicht verstehen mit ihrer materialistischen Seinsbetrachtungsweise. Allen
ein frohes Fest !
#20 obelix † 23:34:44 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@Benedikt Siehe da! Nicht Glaubensabfall und Gottlosigkeit sind schuld an der „demografischen Katastrophe“,
sondern die Raffgier der Arbeitgeber, die um der Gewinnmaximierung willen ja „nur“ achttausend Arbeitsplätze
exekutieren. Und die Familiengleich mit. Zumindest was das halbe Einkommen angeht. Das der Frauen ist
ja noch da. Aber Moment mal. Die verdienen doch viel weniger als die Männer. Da hat sich die Klerisei
auch immer um ein allzu lautes Wort gedrückt, weil die Frauen ja am Herd bleiben sollen und nicht eigenes
Geld verdienen dürfen. Ein Elend das ganze. Aber noch lange nicht so elend, wie Abtreibungsmord. Dessen
Bekämpfung ist natürlich viel wichtiger für die Kirchenbeamten. Allerdings wird sich der eine oder
andere Abbruch vielleicht doch nicht vermeiden lassen (aus Sicht der Frauen natürlich!) Wenn der Leiharbeiter,
der bisher bei BMW Geld verdient hat, plötzlich keine Arbeit mehr hat. Die Leiharbeitsfirmen können
den ja auch nicht beliebig lange durchfüttern. Und wo bekommt man achttausend Arbeitsplätze für die
Leiharbeiter her? Also da wird es sicher die eine oder andere Überlegung geben, eine Schwangerschaft
zu beenden. Aber Schuld sind natürlich die Frauen. Und nur die! Die Kirchenbeamten könne da ein völlig
reines Gewissen haben, weil sie ja da ungeborenen Leben von Anfang an immer geschützt haben. Absolut
und ohne jede Ausnahme. Das können Sie prüfen. Sogar Fürst hat viel mehr gegen Stammzellenforschung
gewettert als gegen Hungerlohn, pardon, verweigerten Mindestlohn
#19 methusalix † 23:29:03 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@Benedikt Ihr Vergleich mit dem Einsatz für das ungeborene Leben hinkt allerdings: BMW plant keine Massenexekutionen.
Nicht von Menschen. Nur von Arbeitsplätzen. Arbeit brauchen aber die Menschen. Um ihre Nahrung zu bezahlen.
Um die Nahrung ihrer Frauen zu bezahlen. Um die Nahrung ihrer Kinder zu bezahlen (die geborenen sind zwar
nicht mehr ganz so heilig wie die in den Bäuchen der Frauen, aber das wissen Sie ja, Essen brauchen sie
trotzdem). Um die Wohnung ihrer Familien (und die ist der katholischen Kirche ja heilig!) zu bezahlen.
Um Kleidung der Familien zu bezahlen. Um so viel zu verdienen, dass die Frauen zu Hause am Herd bleiben
können. Nein, es sollen ja „nur“ Leiharbeitsplätze abgebaut werden. Die verdienen viel weniger als die
Stammbelegschaft, da müssen die Frauen sowieso mit verdienen, sonst langt es hinten und vorne nicht zum
Kinder kriegen und grossziehen. Siehe da! Nicht Glaubensabfall und Gottlosigkeit sind schuld an der „demografischen
Katastrophe“ in Deutschland, sondern die Raffgier der Arbeitgeber, die um der Gewinnmaximierung willen
ja „nur“ achttausend „Leih“ Arbeitsplätze exekutieren (sind ja nur geliehen!). Und die Familien gleich
mit. Zumindest was das halbe Einkommen angeht. Das der Frauen ist ja noch da. Aber Moment mal. Die verdienen
doch viel weniger als die Männer. Da hat sich die Klerisei auch immer um ein allzu lautes Wort gedrückt,
weil die Frauen ja am Herd bleiben sollen und nicht eigenes Geld verdienen dürfen. Ein Elend das ganze.
hi student, „Es kommt mir hier vor wie ein Club von 60 jährigen, oder gibts auch welche die nur gut 50
auf dem Buckel haben, die ihr Leben nicht gelebt haben und in der heutigen Welt die Orientierung verloren
haben, die Grenzen die sie mit SS und Wehrmacht noch „verteidigt haben verschwimmen, im Supermarkt liege
Sushi neben der guten Bratwurst und dauernd hört man Sprachen die man nicht versteht.“ Und mir kommt
es so vor, dass jemand der student ist mehr zu bieten haben sollte als dermaßen oberflächliches Gefasel.
Besonders der Satz mit „Wehrmacht und SS“ lässt nichts gutes ahnen.
#17 Benedikt 18:35:47 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@ methusalix Dass Sie meine Einstellung für „unmoralisch“ halten, stört mich in diesem Fall herzlich
wenig. Sorry, das war ein Formulierungsirrtum von mir. Wie ich schrieb, teile ich Ihre Kritik. Ich finde
sie nicht gleichzeitig unmoralisch, wie man das unten verstehen könnte, unmoralisch finde ich vielmehr
das Vorgehen von BMW und den anderen Konzernen, die ähnliches praktizieren. Ihr Vergleich mit dem Einsatz
für das ungeborene Leben hinkt allerdings: BMW plant keine Massenexekutionen. Dennoch wären da viel
deutlichere Worte des Klerus gefordert. Doch leider musste man sehen, dass Kirchenleute wie Lehmann und
Abtprimas Wolf Werbung für die Initiative „Neue soziale Marktwirtschaft“ machten. Eine sehr peinliche
Art, sich vereinnahmen zu lassen .
#16 Peter-Pan 18:04:55 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@Nachtlaterne „das gottesbild…der deutschen ist durchweg positiv“ ? man sollt esich aber klar machen
was „positiv“ alles umschließt. positiv kann unter anderen auch meinen, dass man sich ein eigenes gottesbild
gemachht hat oder überstülpen hat lassen was mit dem wirklichen gott nicht unbedingt viel zu tun haben
muss. Und das ist schlechter, als ein altes Gottesbild einfach zu übernehmen?
#15 Nachtlaterne 18:02:40 | Sonntag, 23. Dezember 2007
„das gottesbild… …der deutschen ist durchweg positiv“ ? man sollt esich aber klar machen was „positiv“
alles umschließt. positiv kann unter anderen auch meinen, dass man sich ein eigenes gottesbild gemachht
hat oder überstülpen hat lassen was mit dem wirklichen gott nicht unbedingt viel zu tun haben muss.
#14 methusalix † 17:48:12 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@Benedikt … dass BMW derzeit keine betriebbedingten Kündigungen plant. Und? Achttausend Arbeitsplätze
sind trotzdem weg. Vernichtet. Um einer noch höheren Rendite willen. BMW gehts nämlich blendend. Mit
sehr guten Zukunftsprognosen. Aber nein, die Rendite muss noch höher hinauf und dafür wird den Arbeitnehmeren
eben „abspecken“ verordnet. Sehr „moralisch“ das ganze. Aber das habe ich hier ja schon immer betont.
Mit dem ausbeuterischen Kapitalismus (auch bekannt unter dem Namen Leiharbeit u. ä.) hatten die Kirchenfürsten
sehr lange kein Problem. Vielleicht bringt die, (nicht von der Kirche angestossene!) Diskussion um Gerechtigkeit
ein wenig für die Gruppe der Hungerlöhner (auf Amtsdeutsch: Aufstocker). Dass Sie meine Einstellung
für „unmoralisch“ halten, stört mich in diesem Fall herzlich wenig. Es geht um Menschen und menschliches
Leben. Es ist halt geborenes Leben. Wenn es ungeborenes Leben im Bauch der Frau wäre, hätten die Meisners,
Mixas und Launs schon längst Alarm gebrüllt. Aber so muss halt Fürst aus Rottenburg ran. Besser als
gar nix.
#13 Benedikt 17:32:36 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@ methusalix Wer kann sich schon für theoretischen „Lebensschutz“ interessieren, wenn er nicht weiss,
ob er in sechs Monaten überhaupt noch Geld zum Leben hat, weil er das Pech hat bei BMW zu arbeiten, aber
leider nicht im Management. Ach richtig, in Deutschland gibt es ja kein soziales Netz, gell methusalix.
Und natürlich verlinken Sie keinen aktuellen Artikel, denn dort würde ja stehen, dass BMW derzeit keine
betriebbedingten Kündigungen plant www.welt.de/…n_Arbeitspltzen.html. Ihre Kritik an Konzernen, die
immer weitere Gewinnsteigerungen melden und nichts desto trotz Leute entlassen teile ich sogar und finde
sie moralisch verwerflich. Nur schießt man sich selbst ins Bein, wenn die Kritik nicht präzise ist.
#12 methusalix † 17:18:26 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@Benedikt Benedikt: @ methusalix Ja denken Sie… Habe ich mir nicht ausgedacht, ich lese das in Casti
connubii, in Humanae vitae und Evangelium vitae und im Hauptvorschriftenbuch dem KKK, etc. pp. Aber es
gibt einen Lichtblick in den Verlautbarungen der Kirchenoberen: Bischof Fürst von Stuttgart hat sich
zur Ungerechtigkeit der Einkommen in Deutschland geäussert www.domradio.com/…l/artikel_37056.html.
Es scheint ihm also nicht ganz unwichtig zu sein. Allerdings liegt der Schwerpunkt seiner Äusserungen
immer noch auf dem, was er für „Lebensschutz“ hält und geht damit völlig am Leben der Menschen vorbei.
Vielleicht mit ein Grund für leere Kirchen. Wer kann sich schon für theoretischen „Lebensschutz“ interessieren,
wenn er nicht weiss, ob er in sechs Monaten überhaupt noch Geld zum Leben hat, weil er das Pech hat bei
BMW zu arbeiten, aber leider nicht im Management. www.tagesspiegel.de/…ebnis;art115,1880334
naja was ich nicht verstehe und was doch überlasse ich dann mal den fleißigen Bibelstellenlesern. Dann
aber nicht die Stellen mit der Versklavung der Nachbarvölker und das Fernhalten von Frauen während ihrer
Periode vergessen… Es kommt mir hier vor wie ein Club von 60 jährigen, oder gibts auch welche die nur
gut 50 auf dem Buckel haben, die ihr Leben nicht gelebt haben und in der heutigen Welt die Orientierung
verloren haben, die Grenzen die sie mit SS und Wehrmacht noch „verteidigt haben verschwimmen, im Supermarkt
liege Sushi neben der guten Bratwurst und dauernd hört man Sprachen die man nicht versteht. Dazu niemals
guten Sex gehabt und während man hart geschuftet hat dankts einem die Frau daheim am Herd nicht… Und
wer dankt es einem heute?? niemand. Das kann schon deprimimieren. So ist das hier wohl der Treffpunkt
der verbitterten Rentner. So entwickelt sich überraschenderweise der gleiche Hass wie in vielen teilen
des Islam, den man im aufgeklärten Christentum eigentlich nicht erwartet hätte. Ich habe meine glückliche
Beziehung, guten Sex (klar könnte öfter sein aber das kann ich halt nicht alleine entscheiden ) das
studium läuft gut und ich entscheide nach Sinn und Verstand den mir Gott gegeben hat, arbeite ehrenamtlich
und helfe meinen Mitmenschen. Mich wird jedenfalls gleich meine Freundin abholen, heute abend feiern wir
bei ihren und morgen bei meinen Eltern, und ich hoffe es wird ein fröhliches und besinnliches Fest, leider
ganz ohne Fundis, egal welcher Art :-
@ student Über viele Meinungen der Amtskirche, und auch hier, grad wenns um Sachen wie Sex, Kondome,
Schwule oder Evolutionstheorie geht, kann man aber eigentlich nur lachen. Ja, die schwulenfreundliche
und kondomverhüllte Verkündigung der nachkonziliaren Kirche hat mit dem Glauben der Kirche Jesu eh nicht
viel zu tun – was du sowieso nicht kapierst. Da meint man die hören den ganzen Tag nur Wolfgang Petri,
ich sag nur „hölle hölle hölle…“ Und was hörst du denn, den ganzen Tag? Nana Mouskouri?
#8 stat crux 14:43:08 | Sonntag, 23. Dezember 2007
„il fumo di Satana“ Auch wenn die hardliner von Kreuz.net vielleicht Weihnachten nur als die künftig
wegfallende Ermächtigungsgrundlage zum Erlass des Missale Romanum von 1570 feiern: Frohes Fest!
@ Sirilo: vielleicht wegen dem Schlussatz des Artikels? „Gefühle gegenüber Gott wie Freude, Hoffnung,
Dankbarkeit, Liebe, Kraft, überwiegen. Angst kam kaum vor.“ Dies gelte für Jung wie Alt.
#4 methusalix † 13:16:38 | Sonntag, 23. Dezember 2007
@student student: ist ja auch kein Wunder Da meint man die hören den ganzen Tag nur Wolfgang Petri, ich
sag nur „hölle hölle hölle…“ Eine sehr gute, römisch-katholische Tradition student. Alles, aber
auch wirklich alles, bis in die allerintimsten Details des Lebens, ausschliesslich sub ratione peccatis
zu sehen. Ein Katholik strenger Observanz muss sich, in jeder Sekunde seines Lebens, immer fragen: ist
das, was ich gerade tue, auch wirklich erlaubt? Was sagt die Amtskirche dazu? Besonders intensiv sind
diese Fragen selbstverständlich auf dem Gebiet der Liebe zu stellen. Da muss jeder Gedanke hinterfragt
werden. Wenn Sie das alles ein wenig lässig sehen, dann mangelt es Ihnen ganz eindeutig an Gottesfurcht!
Das absolut unvermeidliche Ergebnis wird sein, dass Sie das Angesicht Gottes auf ewig nicht schauen werden.
Um mal bei der verschwurbelten Diktion der Kirchenbeamten zu bleiben. Es gibt eigentlich nur eine weitere
Stufe nach unten in der Misanthropie: den protestantischen Pietismus. Da ist sogar das Lachen sündhaft
(wirklich!) und natürlich auch das hübsche Äussere einer Frau. Sie könnte damit ja einen Mann zur
„Unzucht“ verführen (wahrscheinlich sogar ohne es zu wollen!).
Ist ja lustig! Jetzt wird hier die von Leser „Luther“ gepostete Bertelsmann-Umfrage verwurstet… Naja…
Wie ich schon in dem Thread www.kreuz.net/article.6386.html, wo er das hineingepostet hat, sagte: Kommt
eben ganz drauf an, was man unter „religiös“ versteht. Jeder von Ihnen kann ja mal die Fragen www.religionsmonitor.com/
dieser Umfrage lesen und sich selber testen. Wenn jemand schon als religiös gilt, wenn er so ein Wischi-Waschi
von sich gibt wie z.B.: Naja, ich glaub schon, dass es einen Gott gibt, nur eben kein persönlicher Gott,
mehr sone Art höheres Prinzip oder ne Form der Energie… bla blub! dann sind ne Menge Menschen in der
Tat „religiös. Dabei sind all jene, die sowas sagen, im Grunde ohne es zu wissen oder zugeben zu wollen,
doch schon mindestens Agnostiker oder Deisten. Und ob es einen Deistischen Gott gibt oder nicht ist letztlich
egal.
ist ja auch kein Wunder Ich sehe mich zwar auch als religiös und kann dem letzten Satz mit Hoffnung,
Liebe und Kraft auf jeden Fall zustimmen. Über viele Meinungen der Amtskirche, und auch hier, grad wenns
um Sachen wie Sex, Kondome, Schwule oder Evolutionstheorie geht, kann man aber eigentlich nur lachen.
Da meint man die hören den ganzen Tag nur Wolfgang Petri, ich sag nur „hölle hölle hölle…“
Da ist was dran Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat eine viel beschworene Renaissance der Religion
unter den Jüngeren nicht bestätigen können. Dem kann ich aus intensiver Erfahrung nur zustimmen. Leider.
Doch die Studie birgt dennoch eine Überraschung: Siebzig Prozent der Deutschen halten sich für „religiös“.
Achtung! Religiös heißt noch lange nicht christlich! In einem blinden Wohlgefühl glaubt die Amtskirche,
dass alle Religiösen schon irgendwie christlich sind. Diese irgendwie „Religiösen“ werden einmal die
treuesten Anhänger des Antichristen sein.