Was – angeblich – in der christlichen Mission geschieht + Gottlose Weihnachtskarten + Ein besonderes Weihnachtsgeschenk + Mehr klassische Gregorianik + Gekaufte Unschuld
Jahresrückblick vor der römischen Kurie
Was – angeblich – in der christlichen Mission geschieht
„Ist es auch heute noch legitim, zu evangelisieren?
Nun, so wie es wichtig ist, daß in der Menschheit Kräfte der Versöhnung, des Friedens, der Liebe und
der Gerechtigkeit zusammenfließen, so ist es auch wichtig, daß in der ‘Bilanz’ der Menschheit – angesichts
reeller Gewalt und Ungerechtigkeit – auch antagonistische Kräfte ermuntert und verstärkt werden. Genau
das geschieht in der christlichen Mission.“
Papst Benedikt XVI. – laut einer Übersetzung von ‘Radio
Vatikan’ – in seinem Jahresrückblick vor der Römischen Kurie.
Gottlose Weihnachtskarten
Großbritannien.
Die internationale Buchhandelskette Borders verteilt Weihnachtskarten für Gottlose. Das berichtete die
evangelische Nachrichtenagentur ‘idea’. Auf der Karte steht: „Herbei, o ihr Ungläubigen“. Jeder Käufer
des umstrittenen Werks ‘Der Gotteswahn’ des Atheismus-Fundamentalisten Richard Dawkins erhielt eine Karte
als Geschenk. Der Spruch äfft das Weihnachtslied „Herbei, o ihr Gläubigen“ nach.
Ein besonderes Weihnachtsgeschenk
Deutschland. Der Bischof von Eichstätt, Mons. Gregor Maria Hanke, hat in der früheren Dominikanerkirche
seiner Bischofstadt ein altrituelles Rektorat errichtet. Das gab die Diözese auf ihrer Webseite bekannt.
Das Bistum betont, daß es sich um ein „Zusatzangebot“ handle. Rektor ist der Vizeoffizial des Bistums,
Hw. Alexander Pytlik. Bei Abwesenheit vertritt ihn der Spiritual des Priesterseminars, Hw. Lorenz Gadient.
In der Kirche werden auch alle anderen Sakramente und Segnungen im Alten Ritus gespendet. Die Ernennungen
gelten seit dem 1. Adventsonntag und bis zum Christkönigssonntag 2010.
Mehr klassische Gregorianik
Deutschland. Nach der Freigabe der Alten Messe könnte im Gottesdienst auch der Anteil der Gregorianischen
Gesänge wieder steigen. Das erklärte der Hermann Kurzke, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte
an der Universität Mainz, im Gespräch mit ‘katholisch.de’. Kurzke ist ein Kenner des Kirchenliedes.
Die lateinischen Choräle nach mittelalterlichen Melodien der Mönche findet Kurzke „eigentlich sehr beeindruckend“:
„Obwohl sie lange Zeit nur mündlich überliefert wurden, haben sie sich seit tausend Jahren nicht verändert.“
Gekaufte Unschuld
Österreich. Der berüchtigte Kinderschlachthof am Fleischmarkt in der Wiener Innenstadt
bietet neben vorgeburtlichen Kindertötungen und operativer Entfernung der Manneskraft auch Hymenrekonstruktionen
an. Jetzt wird in Wien gerätselt, woher die Kundinnen für diesen Service stammen.
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27 Lesermeinungen
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@Rudi Rudi, du wendest dich gegen päpstlich approbierte Beschlüsse eines ökumenischen Konzils der Hl.
Kirche: die Liturgiekonstitution des Vat. II fordert die actuosa participatio der Gläubigen, schon der
hl. Paulus forderte seine Adressaten auf, Psalmen, Hymnen und Lieder zu singen – der Mißstand läge sicher
eher im Fehlen des Gesanges des Gottesvolkes. Wie ist denn Deine Idealvorstellung von Liturgie? Alle sind
in der Kirchenbank und schweigen ergriffen, oder sagen hin und wieder „et cum spiritu tuo?“ Wie vereinbarst
Du das damit, dass Lit – urgie „-ourgia“, d. h. „ergon“, „Werk“, Arbeit, Dienst des Volkes ist (aber auch
und vor allem Gottes an seinem Volk). Zum Choral: zur Ed. Medicea, dem Endpunkt einer jahrhundertelangen
Verwässerung des Chorals (den Pius-Freaks wohl über alles zu schätzen scheinen) schrieb DER Gregorianikspezialist
G. Joppich: „Ein bis zur Unkenntlichkeit verstümmelter Leichnam wurde beigesetzt. Der Gregorianische
Choral war tot. Doch der Tote sollte auferstehen“. ‘(Vgl. Artikel auf der Homepage der Kiedricher Chorbuben).
Ich habe nichts hinzuzufügen.
#25 Rudolfus 16:13:59 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@Benedikt: Einige schätzen den Volksmeßgesang eben Und wie darf man dann Ihre Erwähnung bezüglich
des Volksgesangs bei der FSSPX verstehen? Wird dort nun dieser von Ihnen festgestellte Missstand fortgeführt,
oder was? Einige schätzen den Volksmeßgesang eben, und sehen das nicht als Mißstand.
#24 Benedikt 16:12:38 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@ Rudolfus Und wie darf man dann Ihre Erwähnung bezüglich des Volksgesangs bei der FSSPX verstehen?
Wird dort nun dieser von Ihnen festgestellte Missstand fortgeführt, oder was?
#23 Rudolfus 16:10:48 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@Benedikt: Unter anderem in den 1950ern Haben Sie nicht gerade noch geschrieben, der Volksgesang sei ein
Missstand der 50er Jahre gewesen? Unter anderem in den 1950ern.
#21 Rudolfus 15:44:59 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
Die FSSPX-Gemeindemessen wenden sich nicht gegen den Volksmeßgesang Das ist richtig, aber eine so lang
geübte Praxis kann nun nicht schlecht sein. Auch die FSSPX-Gemeindemessen wenden sich nicht gegen den
Volksmeßgesang, und haben das „Gotteslob“-Vorgänger-Bet- und Gesangsbuch aufliegen, das weitaus umfangreicher
ist als das „Gotteslob“.
#19 Rudolfus 15:28:31 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
Volksmeßgesänge haben zweifellos eine ältere Tradition, und wurden insbesonders im lutherischen Protestantismus
gefördert. Die katholische Liturgie bedurfte des Volksmeßgesanges nicht unbedingt.
#18 Benedikt 15:23:35 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@ Rudolfus Ich als Mainzer kann Ihnen sagen, dass das Mainzer Gesangbuch keine Erfindung der 50er ist.
Das erste dieser Gesangbücher war dort das Mainzer Cantual von 1607. Wenn der Forumsuser juergen hier
noch mitliest, dann wird er Ihnen auch sicher noch einiges über die Geschichte des Volksgesangs in Paderborn
erzählen können, der mW auch eine wesentlich ältere Tradition hat und dort sogar die klassischen lateinischen
Ordinarien überlagert hat.
#17 Rudolfus 14:59:51 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@Benedikt: Der Volksmeßgesang war bereits in den 1950ern ein Mißstand Das ist den Meßtraditionalisten
sehr bekannt und umfaßt auch die Warnung des „Neunzehnhundertfünzigerismus“, das der FSSPX-Weihbischof
Williamson prägte, und auch die Liturgiemißstände unter Papst Pius XII. betrifft.
#16 Benedikt 14:56:44 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@ Rudolfus Höchstens in Novus-Ordo-Klöstern – in Novus-Ordo-Pfarreien nur einige wenige, die unter traditionsverbundener
Führung stehen, zumindest was den Kirchengesang betrifft. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass das
vor 1970 wesentlich anders war. Gucken Sie sich doch die Kirchengesangbücher an, die damals im Umlauf
waren. Choral war in normalen Gemeinden jedenfalls im deutschen Sprachraum schon damals selten. Im übrigen
kenne ich etliche Pfarreien, die eine Choralschola haben. Ich spreche von wenigstens der Hälfte aller
Pfarreien, die ich jemals genauer kennengelernt habe.
#15 Aleph † 14:39:35 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
Gregorianik bevorzugt für Benediktinerklöster Die Gregorianik sollte am besten in Klöstern gepflegt
werden. Da gehört die spezielle Forum der Musik hin. In gewöhnlichen Pfarreien ist nicht der richtige
Platz dafür. Zumindest würde das eine Scholatradition voraussetzen, und Sänger, die ständig bereit
sind, Gregorianik zu proben. Ob dann auf Dauer auch die Gottesdienstbesucher daran teilnehmen, steht auf
einem anderen Blatt. Deshalb sollte man vorsichtig sein, generell Gregorianik in den Gottesdiensten zu
verlangen, auch wenn in den päpstlichen Brevi stets die Schönheit der Gregorianik beschworen wird. Im
Petersdom stehen die Chöre zur Verfügung. In den Städten und Dörfern, in diesem unserem flachen Lande,
ist die Bereitschaft, in kirchlichen Chören zu singen nicht unbedingt als üppig zu bezeichnen. Wer dann
doch zum Singen in Chor oder Schola bereit ist, wird sich dann nicht gleich auf die Gregorianik stürzen.
Fünf oder sechs Personen sollten aber wenigstens in einer Schola mitsingen, sonst muss man nicht erst
damit beginnen.
#14 Rudolfus 14:17:27 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
In Novus-Ordo-Pfarreien kann man jedenfalls kaum Choral entdecken Höchstens in Novus-Ordo-Klöstern –
in Novus-Ordo-Pfarreien nur einige wenige, die unter traditionsverbundener Führung stehen, zumindest
was den Kirchengesang betrifft.
#13 SignumSalutis † 01:06:48 | Donnerstag, 27. Dezember 2007
@Sulpicius-Tunger … ich bin von jemandem, der sich auf seiner Homepage als arrivierter Kirchenmusikspezialist
ausweisen möchte, echt enttäuscht, v. a., wenn es um die „Tradition“ geht. Wenn man gräbt, dann muss
man auch tief graben dürfen, nicht nur bis 1570. – dann muss es Semiologie geben, die sovieles erst entschlüsselt
und erahnen läßt von der Ruminatio, der Meditation des Gotteswortes der monastischen Väter, deren Praxis
diesen einmaligen Schatz geschenkt hat. Wer sich davon überzeugen möchte, höre einmal Prof. Godehard
Joppich dazu, wenn er sich nicht davon abschrecken läßt, dass er ein „davongelaufener Mönch“ ist. – dann
kommt man auch liturgiewissenschaftlich zu Ergebnissen, die den römischen Ritus betreffen, die man bei
Jungmann nachlesen kann und die AUCH die Erneuerung des Meßbuches beeinflußt haben. Dass der Altar umschritten
wird, viele Kreuzzeichen und Gesten in der trid. Liturgie sekundär waren, Introitus von „Intro-ire“ kommt,
und nicht am Altar vom Zelebranten in den Bart gemurmelt werden soll usw… Es paßt wohl nicht in das
Weltbild gewisser Leute, dass in manchen OSB-Klöstern täglich Choral auf höchstem Niveau gesungen wird,
und dieselben Mönche eine offene, den jungen Menschen zugewandte „liberale“ Jugendarbeit betreiben …
#12 Sulpicius 13:55:12 | Montag, 24. Dezember 2007
„Palestrina“ postete im Juli 2006 und stellte richtig fest: „Richtig, wenn man zum Beispiel die Kölner
Schola von Dr. Gabriel Maria Steinschulte hört. Nix 4/4 Takt. Aber auch keine Vergewaltigung der Melodie
durch Wortbetonung. Beispiel aus einer ganz anderen Sparte: Wie würden die Semiologen wohl das Lied „Schneeflöckchen,
Weißröckchen“ singen, wenn es ohne definierten Rhythmus überliefert wäre? Fest steht: Die Liturgie
ist allgemein und sie braucht den Choral. Also muß es eine allgemeine Interpretationslehre geben, die
Spezialistentum unnötig macht. Das „Liber usualis“ muß genügen.“
@ Sulpicius Also auch nicht richtig… Da niemand von uns dabei war, als der Choral entstanden ist, können
wir niemals wissen, ob wir die Originalintention wirklich exakt treffen. Die gesamte sog. „Semiologie“
ist doch Kokolores. Tolles Argument, jetzt bin ich überzeugt. Wo doch sogar der Papst den Forschritt
der Choralforschung in der Schule der Semiologie gewürdigt hat (publziert in „Beiträge zur Gregorianik“
Nr. 44, S. 8), ist es ja beeindruckend, dass Sie meinen, das alles mit dem Argument „Kokolores“ vom Tisch
wissen zu können. Begeisternde Sachargumente auf hohem Niveau präsentieren Sie da, alle Achtung! Diese
hat auch zum praktischen Untergang der Choralpflege in der Breite beigetragen. Choral ist NIE in der Breite
gepflegt worden, außer dass eine Generation lang nach Pius X. in allen Gemeinden die Missa mundi und
die Missa de angelis (Letztere keine Originalkomposition der Gregorianik, sondern viele Jahrhunderte länger)
gebrüllt wurden. Alles andere war nie „Breite“. Gepflegt, d.h. in der Liturgie wirklich verlebendigt,
wird der Choral in der Tat nur in den altrituellen Gemeinden. Ich weiß mindestens drei Benediktinerklöster,
die Choral täglich in der Messe nach den Büchern Pauls VI. singen, und mehrere Kirchengemeinden, die
das sonntäglich oder sonstwie regelmäßig (alle zwei Wochen, einmal im Monat) tun. Ihre Behauptung,
der Choral werde NUR in altrituellen Gemeinden gepflegt, ist daher definitiv falsch. Mal schauen, ob Sie
sich für diese Lüge entschuldigen…
#10 Sulpicius 13:45:12 | Montag, 24. Dezember 2007
@RRR et al. Es existieren eben keine Tonaufnahmen aus dem 10. Jahrhundert. Eben, ich dachte schon, Sie
waren dabei!!! Ansonsten zu Ihren Ausführungen: Nichts Neues unter der Sonne! Wer ist Dr. Tunger?
@ Sulpicius Unsinn, Herr Dr. Tunger. Pius X. wollte ausdrücklich den Choral in seiner ursprünglichen
Form wiederhergestellt sehen – und genau das leistet die Gregorianische Semiologie. Die Interpretationsschulen
zuvor konnten viele Phänomene der ältesten Neumenhandschriften nicht erklären, die Semiologie kann
es. Und dass das alles mit der Einschränkung „ungefähr“ zu sagen ist, liegt daran, dass Wissenschaft –
ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht – voranschreitet und daher immer den (scheinbaren) Makel des Hypothetischen
hat. Es existieren eben keine Tonaufnahmen aus dem 10. Jahrhundert. Aber die Hypothesen der Semiologie
sind um ein Vielfaches plausibler als die Hypothesen aller anderen bisherigen Interpretationsschulen,
somit stellen sie die beste der bisher vorhandenen Möglichkeiten dar, dem Willen Pius X. und der fränkisch-römischen
Choraltradition zu entsprechen – was nicht ausschließt, dass eine spätere Generation etwas noch Besseres
finden wird. Wieso die Semiologie zum Niedergang des Chorals beigetragen haben soll, erschließt sich
mir nicht. Schon 1928 erklärte Pius XI. das Projekt „Gregorianik als Gemeindegesang“ für weitgehend
gescheitert (Divini cultus sancititatem, Einleitung). Und da gab es die Semiologie noch gar nicht. Jedenfalls
wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Herunterhacken von Einzeltönen – wundern Sie sich nicht, wenn DAS
zum Niedergang des Chorals beiträgt…
@RRR et al. Erst seit ein paar Jahrzehnten kann man den Choral wieder ungefährso singen, wie er ursprünglich
gedacht war. Also auch nicht richtig… Die gesamte sog. „Semiologie“ ist doch Kokolores. Diese hat auch
zum praktischen Untergang der Choralpflege in der Breite beigetragen. Gepflegt, d.h. in der Liturgie wirklich
verlebendigt, wird der Choral in der Tat nur in den altrituellen Gemeinden.
@ Rudolfus Der Choral wird flächendeckend im Klerus ausschließlich in den altrituellen Gemeinschaften
gepflegt Nein. Da wird er misshandelt und abgearbeitet, aber nicht gepflegt. Gepflegt wird er nur an wenigen
Orten, und unter denen ist – jedenfalls meines Wissens – kein altritueller.
Der Choral wird flächendeckend im Klerus ausschließlich in den altrituellen Gemeinschaften gepflegt,
Novus-Ordo-Gemeinschaften mit Choralgesang kann man leider nur an einer Hand abzählen, und sind damit
für die Gläubigen deutschlandweit und weltweit irrelevant. Der Choral soll allen Gläubigen in allen
Kirchen und Pfarreien verfügbar sein.
Frohes Fest Allen Mitdiskutanten ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest! Verbum caro factum est
et habitavit in nobis, et vidimus Gloriam eius Gloriam. Alleluia.
@RRR … :)3 Weise gesprochen. Wenn sich die Pius-Hanseln als Gralshüter des Chorals aufblasen – mir
ist nicht bekannt, dass es in diesen Kreisen wirkliche Choral-Kenner gäbe, die z. B. auch neuere Ergebnisse
der Choralforschung (älteste Neumanhandschriften aus St. Gallen, Einsiedeln, Metz usw.) berücksichtigen.
Die Editio Medicea war ja eigentlich eher ein Fehlschuss des Tridentinums – wenn auch ein gut gemeinter.
Führend im Choralgesang und -forschung sind einige deutsche „liberale“ Benediktinerklöster. Wer dort
ein lateinisches Choralamt gemäß dem Meßbuch von 1970 erlebt hat, geht beschenkt heim.
Choral Die lateinischen Choräle nach mittelalterlichen Melodien der Mönche findet Kurzke „eigentlich
sehr beeindruckend“: „Obwohl sie lange Zeit nur mündlich überliefert wurden, haben sie sich seit tausend
Jahren nicht verändert.“ Da hat er nicht viel Ahnung. Die Urfassung der Gesänge ging schon nach etwa
200-300 Jahren verloren. Die Gregorianik, wie sie das Konzil von Trient erarbeiten ließ („Medicea“) hatte
damit nicht mehr viel gemein. Die Gregorianik, wie sie in der Zeit Pius X. erarbeitet wurde, klang wieder
völlig anders und hatte nicht viel mit der Ausdrucksform des Ursprungs zu tun. Erst seit ein paar Jahrzehnten
kann man den Choral wieder ungefähr so singen, wie er ursprünglich gedacht war. So habe ich ihn aber
noch in keiner Petrus-Messe und auch in keiner schismatischen Pius-Messe gehört, sondern nur in Messen
nach dem Messbuch von 1970. Denn nur dort gibt es intelligente Menschen, die auch aktuelle Forschung zur
Kenntnis nehmen. Beim Petrus- und Pius-Club gibt es hingegen nur Rubrizisten, die meinen, wenn sie 100
im Graduale stehende Töne hintereinander herunterhacken, hätten sie etwas Sakrales getan.
Datt ist doch jans klar! … auch Hymenrekonstruktionen an. Jetzt wird in Wien gerätselt, woher die Kundinnen
für diesen Service stammen. … aus dem nahen Osten. Die Mohamedaner legen doch viel Wert auf solche
Äußerlichkeiten.