Alte Messe
Die eigenen Ausführungsbestimmungen nicht ausgeführt
Konservative deutsche Bischöfe sind für ihre besondere Feindschaft gegen die Alte Messe bekannt. Sie geben sich zwar häufig päpstlicher als der Papst – vor allem dann, wenn ihnen die römischen Entscheidungen in den Kram passen.
Gerade für konservative Bischöfe ist die Alte Messe ein rotes Tuch.
Gerade für konservative Bischöfe ist die Alte Messe ein rotes Tuch.
(kreuz.net) Wie geht es den Antragstellern für eine Alte Messe in Deutschland? Dieser Frage widmeten sich die monatlich erscheinenden „IK-Nachrichten“ der Vereinigungen ‘Initiativkreise’ und ‘Pro Sancta Ecclesia’ in ihrer Dezemberausgabe.

Das Blatt berichtete einige Fallbeispiele.

Anfrage ignoriert

In der Stadt Gießen kämpfen mehrere hundert Gläubige seit Jahren um eine Alte Messe.

Der zuständige Bischof, Karl Kardinal Lehmann von Mainz ließ zwei Anfragen unbeantwortet.

Auch der örtliche Pfarrer kümmerte sich nicht um seine Schäfchen.

Jetzt haben die Gläubigen nach Angabe der ‘IK-Nachrichten’ keinen anderen Ausweg gesehen, als sich an die Päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’ zu wenden.

Konservative Bischöfe fürchten die Alte Messe

Die Altgläubigen in den konservativ geführten Bistümern Augsburg und Trier ereilte ein ähnliches Schicksal.

Im Bistum Augsburg baten 27 Altgläubige aus der Marktgemeinde Buch im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm – dreißig Kilometer südlich von Ulm – um eine Alte Messe.

Bischof Walter Mixa sandte den Antragstellern über den Generalvikar eine Absage: „Der Diözesanbischof empfiehlt, die Messe im außerordentlichen Ritus in Marienfried mitzufeiern.“

Damit unterläuft der Bischof seine eigenen umstrittenen Ausführungsbestimmungen. Diese fordern – wie im vorliegenden Fall gegeben – für die Erlaubnis einer Alten Messe, daß mindestens 25 Gläubige aus einer einzigen Pfarrei darum bitten.

Auch der neue Bischof von München und Freising, Mons. Reinhard Marx, erteilte noch als Bischof von Trier 32 Antragsteller aus der Stadt Zell-Merl – zwischen Trier und Koblenz – eine Absage.

Originalton der abgespeisten Gläubigen: „Wir haben heute von unserem Pfarrer den Bescheid erhalten, daß der Bischof [Marx] am Standort Zell keine Messe im altehrwürdigen Ritus genehmigt. Saarbrücken, Trier und Koblenz reichen aus. Die Gläubigen sollten zu diesen Messen fahren.“

Nächstes Mal: Die Bischöfe der Bistümer Görlitz und Hildesheim unterlaufen das Motu Proprio
      
22 Lesermeinungen
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#22   carolusmagnus   15:02:16 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Bistum Aachen…
Selbst wenn die Gläubigen, die den außerordentlichen Ritus wünschen, einen geeigneten Priester einer „Ecclesia-Dei“ – Gemeinschaft benennen können, der bereit wäre für diese Gruppe zu zelebrieren, will man es im Bistum Aachen nicht – auch wenn das Bistum selbst (noch?) keinen geeigneten Priester verfügbar hat. Eine plausible Erklärung für diese Verweigerung gibt man nicht, das wäre wohl auch schwer… da werden die Gläubigen manchmal von oben herab behandelt wie lästige bettelnde Bittsteller vor dem großen feudalen „Fürsterzbischof“. Hier spielt man nicht wie sonst so oft die Rolle der „machtlosen Liebeskirche“ sondern eher die der „lieblosen Machtkirche“. Rom scheint weit genug weg zu sein, hier darf scheinbar jeder selbst „Papst“ spielen, oder noch besser gesagt „Gegenpapst“. Übrigens detailliert nachzulesen bei kreuz.net unter „Das Bistum Aachen zieht die Bremse“.
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#21   Rudolfus   23:25:01 | Freitag, 28. Dezember 2007
Dank sei Gott gibt es die FSSPX-Notstandspfarrkirchen und -kapellen!
So ist man als Katholik erst gar nicht darauf angewiesen, daß die Ortshierarchen auch die katholische hl. Messe aller Zeiten zelebrieren, und den katholischen Glauben ordnungsgemäß lehren.
Erzbischof Lefebvre hat die Versorgung mit der katholischen Messe und Lehre sichergestellt, auch gegen einen untätigen und verblendeten Papst wie Paul VI. und dessen Nachfolger.
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#20   Benedikt   23:30:26 | Mittwoch, 26. Dezember 2007
@ sacerdos helveticus
Einen solchen Priester scheint es offenbar in der Gießener Umgebung nicht zu geben. Ansonsten hätten die 300 Antragsteller ihn wohl schon gefunden. Daher ist es auch richtig, sich an Ecclesia Dei zu wenden.
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#19   sacerdos helveticus   22:31:05 | Mittwoch, 26. Dezember 2007
Keine Pflicht der Gläubigen @Benedikt
Zumindest nach dem neuesten Motu Proprio ist es keineswegs Pflicht der die Messe wünschenden Gläubigen, selbst für einen Zelebranten Priester zu sorgen. Die Gläubigen dürfen sich an ihren Pfarrer wenden. Wenn der die Bitten der Gläubigen nicht selbst zu erfüllen bereit ist, indem er die Zelebration übernimmt (wozu das Motu proprio ihn berechtigt und auch letztendlich darum bittet) oder einen anderen Priester sucht bzw. beauftragt. , so ist es Aufgabe des Bischofs, dem Wunsch der Gläubigen nachzukommen durch die Suche und Beauftragung eines geeigneten Priesters.
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#18   Benedikt   15:52:34 | Mittwoch, 26. Dezember 2007
Gießen
Das heißt dann wohl, dass die Gläubigen in Gießen nie einen Zelebranten hatten, der für die in der außerordentlichen Form zelebriert hätte. Damit ist auch klar, warum der Kardinal den Bitten nicht nachkam: Es ging gar nicht. Wo nichts ist…
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#17   Aleph †   14:50:48 | Dienstag, 25. Dezember 2007
Wohlgefallen
Krak des Chevaliers@ Ich kann keinen guten Willen erkennen, sondern Wohlgefallen.
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#16   Krak des Chevaliers   14:30:45 | Dienstag, 25. Dezember 2007
na also, Aleph…
… mit ein bisschen gutem Willen geht’s doch :)3
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#15   Aleph †   11:35:37 | Dienstag, 25. Dezember 2007
Ihnen zur Freude
Krak des Chevaliers @ Ich will versuchen, die missliche Lage noch in diesem Leben und nicht erst im nächsten zu ändern. Ihnen zur Freude! :(3
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#14   Krak des Chevaliers   10:54:11 | Dienstag, 25. Dezember 2007
Aleph
Aleph, wir arbeiten dran. o.O
P.S. Mein Name ist
KRAK DES CHEVALIERS
ich bitte um die korrekte Schreibweise. Danke!
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#13   Aleph †   00:35:40 | Dienstag, 25. Dezember 2007
Im gewohnten Schrittmaß
Für diese Selbst-Demaskierung und Offenlegung der wahren Gründe für die Liturgiereform kann man Ihnen nur Danken.
Werter Krak de Chavalier@ Aufklärung tut immer not. Wer glaubt, Aufklärung nicht nötig zu haben, soll halt im gewohnten alten Schrittmaß weitermachen. Ob Sie mich auch einmal so zu Dank verpflichten können, wie Sie mir oben danken. Es möge Ihnen gegönnt sein.
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#12   Manwe †   23:57:44 | Montag, 24. Dezember 2007
Alternative…
…ich fordere die Wider-Einführung von Heilig-Geist Messen wie im Mittelalter!
Am Ruach Elohim bzw. der Sophia als Geist der Gnade und Wahrheit und Schützer gegen die Anklagen Satans nämlich mangelt es.
Ferner möchte ich auf die hervorragenden Messen des Engels-Werkes hinweisen. Engels-Messen wie im Mittelalter!
Die 7 Engel mit Planeten-Analogien findet man auch bei Paulus und Johannes. Paulus predigte auch den Engeln der 4 Elemente und unterwarf sie so Christi Herrschaft.
Odo Casel (Benediktiner-Mönch von Maria Laach und Spiritual der
Benediktinerinnen-Abtei Herstelle) hat in den 30er Jahren versucht, die
Theologumena der (sogenannten heidnischen) Mysterienkulte für die
katholische Sakramententheologie und Liturgie fruchtbar zu „verbinden“.
Seine „Mysterientheologie“ war und ist in der kath. Kirche nicht unumstritten.
Sein (leider vergiffenes) Hauptwerk „Das christliche Kultmysterium“ können
Sie kostenlos in der Diözesanbibliothek Osnabrück ausleihen.
Ferner sei hingewiesen auf die Exerzitien der Jesuiten…wo sie auch noch die 4 Elemente als Ritual-Bestandteil stossen können…wirksam.
Rheinischer Kapitalismus: Im 18. und 19. Jahrhundert gab es die in kommunaler Selbstverwaltung geführten katholischen Gemeindesparkassen…die auf zinsfreier Basis arbeiteten und günstig Kredite an meist mittelständische Unternehmen und Handwerker vergaben. Finanziert wurden sie über Gewinnbeteiligungen.
Im Mittelalter gab es auch von 1150 bis 1450 – 1500 ein wucherfreies Schwundgeld-System!
Wahr!
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#11   maliems   23:49:02 | Montag, 24. Dezember 2007
@manuwe
unsere ehelosen priester waren auch volkstümlich bis die klerikalisierte liturgie der 70er jahre kam und sie plötzlich etwas besseres waren
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#10   Manwe †   22:22:00 | Montag, 24. Dezember 2007
@Typ:
Im Mittelalter wurden noch Heilig-Geist Messen und Engels-Messen gefeiert.
Daher mehr Wunder!
Auch die Priester waren lebensnäher und besser im Volk verwurzelt…weil die Ehe noch erlaubt war (im Übereinklang mit den Bestimmungen des Neuen Testamentes) und der Zölibat noch nicht eingeführt wurde…
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#9   Krak des Chevaliers   17:19:38 | Montag, 24. Dezember 2007
Aleph, eins muss man Ihnen lassen…
… Sie sagen wenigstens ganz offen, dass Sie von Anbetung und Ehrfurchts nichts halten. Für diese Selbst-Demaskierung und Offenlegung der wahren Gründe für die Liturgiereform kann man Ihnen nur Danken. So wissen jetzt wenigstens alle Bescheid!
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#8   r.ruhrgebietler   15:42:14 | Montag, 24. Dezember 2007
@Typ(hus) – so war’s doch, oder?
bleiben Sie im Irrglauben mitsamt Ihrem V-II. Die ewig gestrigen von heute (so werde die Traditionalsiten doch von Ihresgleichen geschipft!) sind die Progressiten von Morgen! Dem V-II wird schon bald niemand mehr ein Träne nachtrauern.
Es lebe die trid. Liturgie und Jesus Christus, der Sohn des einen Gottes!
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#7   Aleph †   15:28:19 | Montag, 24. Dezember 2007
Theatergardine weggenommen
die Taktik der verbrannten Erde eingeführt worden ist: Rückgang der Anbetung, Rückgang der Ehrfurcht im Umgang mit dem Altarsakrament, Ausrottung der Beichte, Rekordzahlen bei den Kirchenaustritten.
Krak de Chevalier@ Das war ja wohl sind so tief in den Menschen drin damals, sonst hätten sie diese religiösen Zusatzübungen nicht von jetzt auf nachher aufgegeben. Die Zeit war reif, diesen Anbetungseifern und gespielte Ehrfurcht aufzugeben. Gott sei Dank wurde die Theatergardine endlich weggenommen.
Schönes Fest +Amen+
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#6   Krak des Chevaliers   15:12:05 | Montag, 24. Dezember 2007
Aleph und die verbrannte Erde
O Mann, Aleph! Was reden Sie da nur für einen Blödsinn? Der NOM wird also von der Mehrheit der Katholiken akzeptiert? Wo leben Sie eigentlich? In meiner Gegend sind es mal gerade so 10 % der eingeschriebenen Katholiken, die regelmäßig (in Ermangelung einer liturgischen Alternative) an einer NOM Messe teilnehmen. Den restlichen 90 % geht das Ganze am Hut vorbei. Es war die LiturgieDEform, mit der vor 40 Jahren die Taktik der verbrannten Erde eingeführt worden ist: Rückgang der Anbetung, Rückgang der Ehrfurcht im Umgang mit dem Altarsakrament, Ausrottung der Beichte, Rekordzahlen bei den Kirchenaustritten. Ihnen wünsche ich trotzdem ein friedvolles Weihnachtsfest. KRAK DES CHEVALIERS
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#5   Aleph †   15:06:56 | Montag, 24. Dezember 2007
Cool bleiben
maliems@ Das machen Sie mal bitte vor, bei einem Flächenbrand cool bleiben. Cool bleiben ist nicht alles. Trotzdem wollen die Bischöfe ganz bestimmt einen Flächenbrand verhindern und Ritenmix wie Gitarrenmusik in einer außerordentlichen Messe.
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#4   maliems   14:02:29 | Montag, 24. Dezember 2007
at aleph
flächenbrand????
bleib mal cool
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#3   Typ   13:53:12 | Montag, 24. Dezember 2007
@ ruhrinfizierter
Es wird Zeit … das Jesus Christus wieder so verehrt wird, wie vor 1950!
Gut, dann möchte ich das gerne haben in der Variante des 9. Jahrhunderts (war ja auch vor 1950, oder?). Also ohne die ganzen später entstandenden Feste (Fronleichnam, Herz-Jesu, Christkönig), ohne die Beschlüsse des Konzils von Trient, ohne das Verbot der Ambonen, ohne tägliche Messe, ohne Schlussevangelium.
Das müsste doch in Ihrem Sinne sein, oder?
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#2   r.ruhrgebietler   13:26:25 | Montag, 24. Dezember 2007
Es wird Zeit
… das Jesus Christus wieder so verehrt wird, wie vor 1950! Allen Seelen geistiger Minderbemittlung zur Erbauung, insbesondere den geistigen Heckenschützen aus dem V-II-Lager.
Weihnacht 2007 – kommt lasset uns anbeten, gut beichten, eine würdige hlg. Kommunion empfangen – in Demut und Buße uns VOR IHM NIEDERWERFEN und anflehen zur Rettung unserer Seele für die ewige Weihnacht in SEINEM REICH, IHM ZUR EHRE!
Gesegnete Weihnacht den Seelen guten Willens!
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#1   Aleph †   12:42:42 | Montag, 24. Dezember 2007
Verbrannte Erde
Jetzt werden die Bischöfe, die für den außerordentlichen Ritus verbindliche Regeln festgelegt haben, von kreuz.net. in die konservative Ecke gestellt. Dabei gibt es keinen Grund, für den außerordentlichen Ritus den Roten Teppich auszurollen, wenn NOM von der Mehrheit der Katholiken akzeptiert ist. Die Bischöfe werden sehr wohl wissen, wie man keinen Flächenbrand legt, der möglicherweise nur verbrannte Erde zurücklässt.
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