Weihnachten
Schaut der Papst auch aus dem Fenster?
Geschichtsklitterung auf dem Petersplatz – die Entstehung des bekanntesten Weihnachtsliedes – Johannes Paul II. bringt das Christkind nach Kuba. Merkwürdigkeiten zum Weihnachtsfest.
Christi Geburt auf dem Isenheimer Altar
Christi Geburt auf dem Isenheimer Altar
Weihnachtsgeschichte umgeschrieben

„Hätte der Papst öfter aus dem Fenster gesehen, hätte er vielleicht noch eingegriffen: Die Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz stellt in diesem Jahr zur Verwunderung der Italiener nicht die Geburt Jesu in einem Stall in Bethlehem dar, sondern erstmals das Familienleben der Heiligen Familie in Nazareth. »Warum Nazareth?«, fragen italienische Zeitungen. »Will der Vatikan die Weihnachtsgeschichte umschreiben?«“

Aus einem Bericht der ‘Osnabrücker Zeitung’ zur Krippe auf dem Petersplatz.

Zum Heulen

„Beim Weltjugendtag in Köln waren indonesische Mädchen in Düsseldorf im Rotlichtviertel untergebracht. Wenn sie abends von den gottesdienstlichen Begegnungen zurückkehrten, kamen sie immer an einer Prostituierten vorbei, der sie begeistert von ihren Erlebnissen bei diesem internationalen Christentreffen erzählten. Am letzten Tag aber fingen sie plötzlich hemmungslos zu weinen an. Die Prostituierte fragte, was denn los sei und da sagten sie, sie seien so traurig, daß sie, die Prostituierte, diese Freude des christlichen Glaubens nicht erleben könne. Wir wissen diese Geschichte nicht von den Indonesierinnen, die waren in ihre ferne Heimat zurückgekehrt, wir wissen sie von der Prostituierten, die wenig später bei einem Priester anrief und fragte, wie man Christin werden könne. Es sei das erste Mal in ihrem Leben gewesen, daß Menschen ihretwegen geweint hätten.“

Der Psychiater, Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz im Artikel „Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten“ für die katholische Zeitung ‘Tagespost’

Das Fleisch im Fleische zu befrei’n
A solis ortus cardine Ad usque terrae limitem, Christum canamus Principem, Natum Maria Virgine. Vom Morgentor des sonnenwegs Bis zu der Erde letztem Raum Schall unser Sang dem Fürsten Christ, Marien Sohn, der reinen Frau.Beatus auctor saeculi Servile corpus induit: Ut carne carnem liberans, Non perderet quod condidit. Der hohe Bildner allen Seins Ummantelt sich mit Sklavenkleid Um, Fleisch durch Fleisch entschimpflichend, Nicht preiszugeben, die er schuf.Clausae parentis viscera Caelestis intrat gratia: Venter puellae baiulat Secreta, quae non noverat. In keuscher Mutter Werdestatt Schmiegt Gnade sich des Himmels ein; Geheimstes trägt der Jungfrau Schoß, Was keine Jungfrau noch erfuhr.

Eine Gitarrenmesse

„In einer kleinen Pfarrei in Oberndorf bei Salzburg war die Orgel kaputt. Der Hilfspriester Joseph Mohr hat am 24. Dezember 1818 den Text eines selbstverfaßten Gedichtes dem Organisten Franz Gruber gegeben. Dieser hat in aller Eile eine Melodie dazu komponiert. In der Christmette wurde es dann mit Gitarrenbegleitung uraufgeführt und fand ‘allgemeinen Beifall’.“

Aus einem Artikel auf der Webseite ‘katholisch.de’ über die Entstehung des Liedes „Stille Nacht“.

Eine kurze Antwort

„Der Schauspieler und Kabarettist Helmut Qualtinger wurde in seiner berühmte Rolle als ‘Herr Karl’ einmal gefragt, was er sich denn so wünsche beim Anblick der Wiener Einkaufsstraße Mariahilferstraße, wenn sie im Glanze tausendfacher Lichter vor ihm erstrahlt. »Einen Kurzen«, nuschelte er als Antwort vor sich hin.“

Christian Stelzer in einem Artikel für die österreichische Monatsschrift ‘Oase des Friedens’

25 jährige Pause

„Es gab Jahre, in denen in Kuba kein Weihnachten gefeiert wurde, von 1970 bis 1997. Mehr als 25 Jahre, während derer ein Mantel des Schweigens über die Erinnerung an die Geburt Jesu gebreitet wurde. Im Vorjahr des Besuches von Papst Johannes Paul II. in Kuba erklärte die kubanische Regierung – auf Bitte des Heiligen Vaters hin – den 25. Dezember zum Feiertag und von da an wurde Weihnachten wieder öffentlich gefeiert.“

Aus einem in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ übersetzten Textes des Erzbischofs von Havanna, Jaime Lucas Kardinal Ortega Alamino.

Schwer zu erklären?

katholisch.de „Wie können Eltern ihrem Kind die Jungfrauengeburt erklären?“

Dr. Albert Biesinger: „Dank göttlicher Kraft kommt Jesus als Sohn Gottes in diese Welt. Ohne eine Mutter geht das nicht. Deshalb hat Gott Maria ausgewählt, und sie hat Ja dazu gesagt. Dass sie ein Kind erwartet, ohne vorher mit Josef, ihrem Verlobten, intim gewesen zu sein, ist und bleibt das große Geheimnis – ebenso wie die Auferweckung Jesu von den Toten. Beides geht weit über unsere menschliche Vorstellung hinaus.“

Albert Biesinger, Professor für Religionspädagogik an der Universität Tübingen und Vater von vier Kindern, im Gespräch mit der Webseite ‘katholisch.de’.
      
9 Lesermeinungen
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#9   Arkanum/kreuts.net †   17:51:21 | Montag, 24. Dezember 2007
Frohes Fest!
Und dort geht’s zu den Threads für gute Wünsche www.kreuz.net/…entry.2158-page.html. :(3 :&) :)3 :-)
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#8   Alois Bischof   17:28:38 | Montag, 24. Dezember 2007
Frohe Weihnachten
gesegnetes neues Jahr!
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#7   zum Glück katholisch   17:22:43 | Montag, 24. Dezember 2007
Frohe Weihnachten!
Allen Postern ein gesegnetes, gnadenreiches Weihnachtsfest in der Freude des Herrn, auf daß das Jesukind nicht nur in der Krippe liegen, sondern immer mehr in uns Platz finden möge
Gesegnete Weihnachten!
zum Glück katholisch
(Morgen ab 12:00 Uhr: Urbi et orbi!)
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#6   Samurai   17:04:19 | Montag, 24. Dezember 2007
@ Aleph
Ja,ja, die berühmte „Stille Nacht“.
Fakt ist, daß der berühmte Joseph Mohr sich damals für die Menschen des Ortes einsetzte, auch für die Flößer, denen es wirtschaftlich schlecht ging.
Kurz um:
Er war ein wahrer Seelsorger.
Darüberhinaus entstand das Lied aus einer Notsituation heraus, weil kurz vor Heiligabend die Orgel der Kirche ausfiel. Also wurde das Lied nicht an der Orgel, sondern mit der Gitarre begleitet.
Samurai,
allen Usern gesegnete Weihnachten wünschend!
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#5   matt2 †   15:06:16 | Montag, 24. Dezember 2007
wieso immer so heuchlerisch übertrieben?
Beides geht weit über unsere menschliche Vorstellung hinaus
Wieso das? Kann es der Mensch nicht fassen in der Vorstellung? Ich finde es ärgerlich, wenn Menschen ihren Mangel an Vorstellungsgabe absolut setzen.
Qualtinger war ein großer Kabarettist und Gesellschaftskritiker.
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#4   Aleph †   15:01:00 | Montag, 24. Dezember 2007
Ja, ja die Macht der Musik
Modernismus pur
Gotthard@ Und das 1818 als noch kein Mensch etwas von Modernismus wusste und die Christmette ganz bestimmt im außerordentlichen Ritus gefeiert. Und dazu Gitarrenmusik, ohne dass liturgisches Wehgeschrei ertönt wäre. Vielleicht war es doch die Macht der Musik.
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#3   Sirilo   14:51:07 | Montag, 24. Dezember 2007
„Oramon“ = Bokrug
Achtung – Bokrug feiert wieder fröhliche Urständ. Diesmal nennt er sich „Oramon“ („Gold des Ammon“?)
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#2   Oramon †   14:39:50 | Montag, 24. Dezember 2007
Diese Sicht der Hl. Schrift öffnet uns in der Mariologie auch die Perspektiven:
Der hl. Geist wirkt in und durch Maria: Sophia
www.stjosef.at/…ia_stickelbroeck.htm
Diese Sicht der Hl. Schrift öffnet uns in der Mariologie auch die Perspektiven:
Gott bereitet die Menschen des Alten Bundes auf die Annahme des Wortes vor. Maria nimmt hier eine immer deutlichere Gestalt an. In Gen 3,15 haben wir das sogenannte Protoevangelium. Das II. Vatikanische Konzil bezieht diese Aussage eindeutig auf Maria, so wie auch die ganze Tradition diese Stelle – anknüpfend an die Vulgata-Übersetzung – deutet. Dann können wir Maria auch als Typus Israels, Tochter Zion, Tempel des Heiligen Geistes und als Bundeslade deuten, in der Gott als Erlöser inmitten seines Volkes gegenwärtig ist (Vgl. Zef 3,14-17; Joel 2,21-27; Sach 9,9). Maria ist nicht in erster Linie Privatperson. Sie ist Anfang und Repräsentantin der erlösten Schöpfung. Maria repräsentiert vor Gott das neue Gottesvolk. Sie ist die fruchtbare Mutter des Lebens, die sich in Umkehrung der Verweigerung Evas dem Wirken der Gnade öffnet, das göttliche Leben in sich aufnimmt und zur Welt bringt. Maria ist die neue Eva. Wir haben im AT die großen Mütterpaare, Sarah und Hagar, Anna und Penina, Rachel und Lea. In ihnen treten sich Fruchtbare und Unfruchtbare gegenüber, und in einer merkwürdigen Umkehr erweist sich schließlich die Unfruchtbare als die Gesegnete und Fruchtbare. Die Gnade erwählt sich eine Frau, um sie für alle Welt zur Mutter des erlösten Lebens und zum Geburtsort des neuen Israel zu machen.
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#1   Gotthard   14:35:50 | Montag, 24. Dezember 2007
Schon 1818
In der Christmette wurde es dann mit Gitarrenbegleitung uraufgeführt und fand ‘allgemeinen Beifall’.
Modernismus pur…!!!!!!!!!!!!!
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