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Freitag, 28. Dezember 2007 17:06
In dreckigen Geschäften herrscht Vorauszahlung
Wer Selbstzahler ist, muß mit etwa 700 bis 800 Euro rechnen. Der Betrag ist vor Inanspruchnahme der Dienstleistung zu bezahlen. Von Günter Annen, Weinheim.
Symbolfoto
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(kreuz.net) Vor einigen Wochen mußte ich zu einer Untersuchung in das Klinikum Ludwigshafen am Rhein – direkt gegenüber von Mannheim. Ich bin heute noch voll des Lobes, wie dort Patienten gewissenhaft und liebevoll behandelt werden.

Da ich nun schon da war, erinnerte ich mich an einen Bericht, den ich in der katholischen Zeitung ‘Der 13.’ gelesen hatte.

Darin wurde geschildert, daß in Kliniken und Krankenhäusern das Krankenhauspersonal bereitwillige Auskunft darüber gibt, wo Abtreiber in diesem Klinikum ihr finsteres Handwerk verrichten.

Ich wollte prüfen, ob das auch für das Klinikum in Ludwigshafen zutreffen würde. Zwischen zwei Untersuchungen hatte ich noch etwas Zeit und so begab ich mich zur Informationsstelle am Haupteingang.

Dort wurde mir meine Frage, an wen ich mich wegen der Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen wenden müsse und wer sie durchführe, von einer jungen Dame erschöpfend beantwortet.

Dank dieser guten Information fand ich die entsprechende Station schnell.

Vom Chefarztvorzimmer wurde ich zu einer Dame geschickt, die Termine besprechen sollte und um die notwendigen Papiere wußte.

Ich erhielt einen Termin innerhalb einer Woche. Die Mutter sollte aber zwei Tage vorher noch zu einem Gespräch und zu einer kurzen Untersuchung in die Klinik kommen.

Die Service-Abteilung würde ihr dann die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch exakt errechnen.

AbtreibungsleichenAbtreibungsleichenKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 5 Bildern zu starten.

Wenn die Mutter Selbstzahlerin sei, müsse sie mit etwa 700 bis 800 Euro rechnen und diesen Betrag nach der Voruntersuchung bezahlen.

Wenn man bedenkt, mit welcher Selbstverständlichkeit und Routine über diese Dienstleistung – das Töten eines ungeborenen Menschen – gesprochen wird, verschlägt es einem die Sprache.

Ich habe mir vorgenommen, die Klinikleitung und die Kinderabtreiber anzuschreiben, um zu protestieren.

Unmißverständlich werde ich zum Ausdruck bringen, daß ich eine solche Haltung nicht akzeptiere und in Zukunft die Klinik meiden werde.

Vielleicht kommen dadurch wenigstens die Verantwortlichen in diesem einen Krankenhaus zur Besinnung. Dafür arbeite ich jedenfalls.

Klaus Günter Annen ist Vorsitzender der Initiative ‘Nie Wieder! e.V.’ in Weinheim bei Mannheim.

© Titelbild: Flickr-Benützer „emdot“, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 35 Lesermeinungen:
Sonntag, 30. Dezember 2007 11:42
Nachtlaterne: Gerechtigkeit
Sät als Saat Gerechtigkeit aus, so werdet ihr ernten, wie es (der göttlichen) Liebe entspricht. Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und euch mit Heil überschütten. Ihr aber habt Schlechtigkeit eingepflügt; darum habt ihr Verbrechen geerntet und die Frucht der Lüge gegessen.
Hosea 10712-13
Als sie ihre Weide hatten, wurden sie satt. Als sie satt waren, wurde ihr Herz überheblich, darum vergaßen sie mich. Deshalb wurde ich für sie zu einem Löwen, wie ein Panther lauere ich am Weg. Ich falle sie an wie eine Bärin, der man die Jungen geraubt hat, und zerreiße ihnen die Brust und das Herz. Die Hunde fressen sie dann und die wilden Tiere zerfleischen sie. Hosea 13/6-8
Sonntag, 30. Dezember 2007 11:39
methusalix †: @Gotthard; völlig richtig! Damit macht sich jeder, der sich auf katholische „Moralleher“ beruft …
Solche Zeilen verwirken jegliche Argumentation gegen Abtreibung…
… denn der sprach ja bekanntlich 2000 Pius IX selig, der in Rom persönlich Hinrichtungen anordnete.

… absolut unglaubwürdig!
Sonntag, 30. Dezember 2007 02:26
Vineta: @Gotthard: Na dann viel Spaß beim Beantworten folgender Fragen:
1) Meinen Sie nicht, daß zwischen einem schwer schuldigen Massenmörder, der entweder bei Freilassung weitermordet oder eben bei Verwahrung hohe Kosten verursacht, und einem völlig unschuldigen Kind im Mutterleib ein gravierender Unterschied besteht?

2) Sind Sie etwa so ein Gutmensch, daß Sie in einer wirklich schlimmen Notzeit ( deren es in der Geschichte schon viele gab) lieber verhungern und Ihre Kinder verhungern lassen, als zu sagen: Wir können nur überleben, wenn wir wirklich an jeder Ecke sparen, auch bei der Brotzufuhr und den übrigen Kosten der Schwerstkriminellen?

3) Dem Römischen Katechismus war bis vor kurzem noch zu entnehmen, in gewissen Notsituationen könne die Todesstrafe auch heute noch ihre Berechtigung haben. Wollen Sie ganze Berge von Katechismen seit Petrus Canisius für verbrecherisch erklären?
Das verbrecherische Tun Papst Johannes Paul II dürften Sie dann auch nicht in Abrede stellen, denn der sprach ja bekanntlich 2000 Pius IX selig, der in Rom persönlich Hinrichtungen anordnete.
Sonntag, 30. Dezember 2007 01:13
Gotthard: @vineta
Wenn der rechtschaffene Bürger vor Elend nicht mehr ein noch aus weiß, geht es doch nicht an, Schwerverbrecher durchzufüttern, die ja ihrer Unmenschlichkeit wegen den Anspruch auf eine menschenfreundliche Behandlung eigentlich verwirkt haben.
Lebensschutz und Lebensrecht von Anfang bis Ende?
Solche Zeilen verwirken jegliche Argumentation gegen Abtreibung…
Sonntag, 30. Dezember 2007 01:06
Maria Escorial: der stumme Schrei auf Bild eins,
ist es ganz deutlich zu sehen, dass auch solch winzige Wesen bereits den Schrei auf dem Antlitz zeigen.
Bittet für diese greulichen Schlächter, ihr armen unschuldigen Kinder! Sonst gibt es keine Rettung und die Hölle ist tief, so tief und so schwarz wie wir es uns nicht vorstellen können.
Sonntag, 30. Dezember 2007 00:33
Vineta: @methusalix: Zu Ihrer Lebensschutzideologie!
1)Prinzipiell bin ich natürlich gegen die Todesstrafe, aber realistischerweise sollte man sie doch nicht ausschließen für Notzeiten, …


Gut zu wissen Vineta! Wenns Ihnen (bzw. der Kirche) nicht mehr in den Kram passt, dann ist es mit dem „Lebensschutz“, dem absoluten, unverfügbaren, von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod-Lebensschutz gar nicht mehr so weit her.

Oder trauen Sie sich etwa zu, in der vom Erdbeben zerstörten und von Banden heimgesuchten Stadt Los Angeles ohne standrechtliche Erschießungen wieder halbwegs Ordnung zu schaffen?

Ja, genau so wie das bei einer viertel Million Todesopfer durch die Flutwelle geschehen ist.

Warum müssen die starkgläubigen Katholiken nur so blutgierige Monster sein? Dabei brüsten wir uns mit dem zentralen Gebot der Nächstenliebe. Ist nicht allzu weit her mit Ihrer Nächstenliebe, Vineta, die manche Katholiken demonstrativ vor sich her tragen wie ein Kreuz. Ich möchte diese Diskussion hier lieber beenden. Gute Nacht.
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