Deutschland lebt von den Extremen. Zuerst betrachtete man die Hurerei als sittenwidrig. Dann beschloß man, von den Hautverkäuferinnen Steuern einzutreiben.
(kreuz.net, Köln) Für die Stadt Köln ist die Hurerei ein beträchtliches Geschäft. Im Jahr 2006 holte
sich das Steueramt noch 828.000 Euro von Prostituierten und Puffetieren.
Dieses Jahr rechnet die Stadt
mit 1,4 Millionen Euro. Das berichtete die Tageszeitung ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ am 19. Dezember.
Der
Löwenanteil des Geldes stammt von den Kölner Huren – etwa 877.000 Euro. Hinter dieser Zahl verbergen
sich ungefähr 500 Prostituierte.
Betreiber von Entkleidungs-Bars, Kuppelungs-Clubs und obszönen Kinos
steuern den Rest bei.
Die Sex-Steuer wurde in Köln am 1. Januar 2004 eingeführt. Huren zahlen in Köln
pro Monat in der Regel eine Pauschale von 150 Euro. Wer seine Haut an weniger als 25 Tagen im Monat zu
Markte trägt, schuldet der Stadt sechs Euro pro Tag:
„Das führt dazu, daß uns die Frauen unaufgefordert
ihre Krankmeldungen oder Belege für Urlaubsreisen einreichen, weil sie in dieser Zeit ja nicht gearbeitet
haben“ zitiert der ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ eine Sprecherin des Steueramtes.
Bei den Betreibern einschlägiger
Lokale wird der Steuersatz nach Betriebsfläche berechnet.
Wieviel Huren in Köln die Prostitutions-Abgabe
begleichen, weiß das Steueramt nicht.
Denn hinter einer Steuernummer kann eine einzelne Prostituierte
oder auch ein ganzes Großbordell stecken.
Die Einführung der Steuer begründete die Stadt Köln damals
mit der Gerechtigkeit:
Vor Erhebung der Abgabe habe „diese Branche kaum zur Finanzierung des Gemeinwesens
beigetragen“.
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19 Lesermeinungen
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#19 Nachtlaterne 11:45:08 | Sonntag, 30. Dezember 2007
„Zitternd kommen sie zum Gericht über ihre Sünden; ihre Vergehen treten ihnen entgegen und überführe
„Zitternd kommen sie zum Gericht über ihre Sünden; ihre Vergehen treten ihnen entgegen und überführen
sie. Dann wird der Gerechte voll Zuversicht dastehn vor denen, die ihn bedrängt und seine mühen verachtet
haben. Wenn sie ihn sehen, packt sie entsetzliche Furcht, und sie geraten außer sich über seine unerwartete
Rettung. Jetzt denken sie anders; seufzend und voll Angst sagen sie zueinander: Dieser war es, den wir
einst verlachten, verspotteten und verhöhnten, wir Toren. Sein Leben hielten wir für Wahn-sinn und sein
ende für ehrlos. Jetzt zählt er zu den Söhnen Gottes, bei den Heiligen hat er sein Erbteil. Also sind
wir vom Weg der Wahrheit abgeirrt; das Licht der Gerechtig-keit strahlte uns nicht, und die Sonne ging
nicht für uns auf. Bis zum Überdruß gingen wir die Pfade des Unrechts und des Verderbens und wanderten
durch weglose Wüsten, aber den Weg des Herrn erkannten wir nicht. Was nützte uns der Übermut, was brachte
uns Reichtum und Prahlerei? Weisheit 5
„Deutschland lebt von Extremen“ Besser: Seine Politiker fallen von einem Extrem ins andere! Prostituierte
galten früher als kriminelles Gesindel, um das man einen großen Bogen zu machen hatte. Nur an abgelegen
Orten durften sie der unerhört unsittlichen erwerbsmäßigen Unzucht nachgehen. Aus der totalen Abwertung
zum Abschaum wurde eine ebenso bedenkliche Aufwertung zum Dazugehören zur Mitte der Gesellschaft: Heute
heißt es, Prostituierte, auch männliche, gingen doch einem ganz normalen, ehrbaren Beruf nach und hätten
auch ein Recht darauf, den Lohn für ihre sozial wichtige Leistung einzuklagen. Selbstverständlich dürften
sie auch um Kundschaft werben, sogar auf den Bildschirmen im Wohn-oder Kinderzimmer, nicht nur in Zeitungen (
Kürzlich entdeckt: Die Weihnachtsbotschaft eines Bischofs neben deftig bebilderten Bumskontaktanzeigen).
Besonders nützlich machen, meint man, könne sich eine Dirne wenn sie die Arbeitslosenstatistik dadurch
verbessern helfe: Bei der Bundesanstalt für Arbeit sich eine Starthilfe von einigen tausend Euros abholen
für eine Ich-AG , d.h.für ein luxuriös ausgestattetes Etablissement. In Holland,ja da ist man schon
noch weiter: Für Sex mit psychisch Kranken gibt’s Geld von den Krankenkassen, und für Sex mit Behinderten
Geld vom Sozialamt. Nur weiter so: Ehre, wem Ehre gebührt, und auch noch Geld!
#17 Nachtlaterne 19:45:43 | Freitag, 28. Dezember 2007
aus der botschaft von la salette Sie werden eine sehr große Macht über die Natur haben. Es wird Kirchen
geben, in denen man diesen bösen Geistern dient. Manche Personen werden von diesen bösen Geistern von
einem Ort zum anderen versetzt, und sogar Priester, weil diese sich nicht vom guten Geiste leiten lassen,
der ein Geist der Demut, der Liebe und des Eifers für die Ehre Gottes ist. Man wird Tote und selbst Gerechte
auferstehen lassen (im Spiritismus! d. h., diese Toten werden die Gestalt der gerechten Seelen annehmen,
die auf Erden gelebt haben, um die Menschen besser verführen zu können. Diese sogenannten Toten, unter
deren Gestalten sich nur Teufel verbergen, werden ein anderes Evangelium predigen, das dem des wahren
Jesus Christus entgegengesetzt ist, das das Dasein des Himmels sowie die verdammten Seelen leugnet. Alle
diese Seelen werden wie mit ihren Leibern vereinigt erscheinen. Zusatz von Melanie selbst.) überall werden
außergewöhnliche Wundertaten vorkommen, da der Glaube erloschen ist und das falsche Licht die Welt erleuchtet.
Wehe den Kirchenfürsten, die nur nach Reichtümern und nach Erhaltung ihrer Autorität und nach stolzer
Herrschaft trachten. Der Stellvertreter meines Sohnes wird viel zu leiden haben, da die Kirche eine Zeitlang
schweren Verfolgungen ausgesetzt sein wird. Das wird die Zeit der Finsternisse sein. Die Kirche wird eine
schreckliche Krise durchmachen. Da der heilige Glaube an Gott in Vergessenheit geraten ist, will jeder
einzelne sich selbst leiten und über seinesgleichen stehen…
#16 HarroMeyer † 17:05:32 | Freitag, 28. Dezember 2007
Das war schon immer das Markenzeichen der christlichen Entwicklung im alten Rom (nach Cassiodorus): ein
gut funktionierendes und einträgliches Dirnenwesen. Noch heute sieht man, wie in alten Zeiten die einschlägigen
Strassen immer einen Konex zur Hauptkirche hatten. Z.B. heute noch in der Krönungsstadt Karls des Großen,
Aachen, die Antoniusstrasse (der Name gibt auch zu denken).Die Kirche hatte für das Sexuelle immer einen
Platz!
Lieber Gallowglas Wenig später sagte sich Johannes XII. jedoch vom Kaiser los und wurde daher im Dezember
963 durch eine von Otto I. einberufene Synode wegen Unwürdigkeit abgesetzt. Zum neuen Papst wurde Leo
VIII. erhoben, der sich jedoch gegen Johannes nicht durchsetzen konnte. Nach verschiedenen Überlieferungen
erlitt Johannes einen gewaltsamen Tod, wobei die Art des Todes je nach Überlieferung variiert. Die wohl
bekannteste besagt, dass er während des Geschlechtsaktes mit einer römischen Aristokratin von deren
eifersüchtigem Ehemann überrascht wurde, der ihn daraufhin mit einem Hammer erschlug. Nach Johannes’
Tod wählten seine Anhänger Benedikt V. zum Papst.(aus WIKIPEDIA) … liest sich ein wenig anders als
das was Sie da schreiben.
endlich besinnt kreuz.net sich wieder auf seine stärken Betreiber von Entkleidungs-Bars, Kuppelungs-Clubs
und obszönen Kinos steuern den Rest bei. genial!
#10 Gallowglas 14:48:35 | Freitag, 28. Dezember 2007
@Beobachterin Es stellt sich auch die Frage, ob es in Köln keine sozialen Probleme mehr gibt, weil der
Sozialdienst katholischer Frauen hier Huren unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz betreut. Wozu dies gut sein
soll und warum die Kirche diese Sache unterstützt, verschließt sich meinem Verständnis. Na komm, das
hat doch Tradition in der katholischen Kirche, schließlich hat sie lange selbst Bordelle betrieben (z.B.
im Vatikan, genau gesagt in der Peterskirche unter Papst Johannes XII (955-963), dieser wurde dann ja
auch beim „Vollzug“ ermordet vom eifersüchtigen Ehemann der „Beglückten“)
#9 Beobachterin 14:37:58 | Freitag, 28. Dezember 2007
Obelix irrt sich Obelix: Die Liebesdienerinnen mussten schon immer Steuern zahlen. Das ist richtig. Aber
er irrt sich insofern, als diese „Sexsteuer“ etwas einmaliges ist, was es nur in Köln gibt. Genauso gibt
es in Köln auch einen Bordell im Freien (sog. „Drogenstrich“), das von der Stadt Köln finanziert wird
und vom Sozialdienst katholischer Frauen betreut wird. Beileibe finden sich dort nicht nur drogensüchtige
Frauen, sondern Prostituierte jedweder Art, deren Gewerbe hier von der Stadt Köln geschützt und gefördert
wird. Die Sexarbeiterinnen in dieser Einrichtung brauchen diese Sexsteuer nicht zu bezahlen. Es stellt
sich auch die Frage, ob es in Köln keine sozialen Probleme mehr gibt, weil der Sozialdienst katholischer
Frauen hier Huren unmittelbar an ihrem Arbeitsplatz betreut. Wozu dies gut sein soll und warum die Kirche
diese Sache unterstützt, verschließt sich meinem Verständnis. Nachvollziehen läßt sich dies alles
kaum mehr.
Hautverkäuferinnen? Hautverkäuferinnen Steuern einzutreiben. Wer verkauft da seine Haut…,wa? In dem
Fall wäre es besser, Ross und Reiter zu nennen, anstatt einen fragwürdigen Nebenkriegsschauplatz auf
das Podest zu hieven. Bekanntlich verkaufen Prostituierte etwas anderes als ihre Haut. Die Haut ist viel
zu notwendig zum Überleben, als auf den Markt getragen zu werden. Hautverkäuferinnen – so ein Schmarren.
@Wolkenstein So können sich die guten katholischen Familienväter nicht mehr ohne Bezahlung davonschleichen.
Sie diskriminieren, beleidigen eine Minderheit und verhetzen! Ein Fall für den Staatsanwalt…
#6 Nachtlaterne 13:28:01 | Freitag, 28. Dezember 2007
wolkenschwein gute katholische familienväter besuchen garantiert kein bordell, nur schlechte tun das.
wenn es nach ihnen ginge dürfte es keine guten christen geben, höchstens dem scheine nach. in der tat
sagt ja die bibel: da ist keiner der gutes tut, auch nicht ein einziger. aber sie, sie vergeessen ihre
eigenen frevel und haben schadenfreude. christus sagt: ohne mich könnt ihr nichts tun! wer etwas gutes
tun will ohne christus oder nur zum schein mit christus, der/die wird schweren schiffbruch erleben.
gut so Natürlich ist es gut, daß der Lohn einklagbar wurde. So können sich die guten katholischen Familienväter
nicht mehr ohne Bezahlung davonschleichen.
#4 Beobachterin 13:21:37 | Freitag, 28. Dezember 2007
Geld stinkt nicht Geld stinkt nicht – das weiß man offenbar ganz besonders in Köln. Unklar ist, ob man
in Köln auch von den männlichen Strichern (es soll über tausend davon dort geben) die Sex-Steuern eintreibt.
Sicherlich hätte man in dieser Stadt kein Problem damit, in dieser Hinsicht die weiblichen Sexarbeiter
zu benachteiligen. Und: Je mehr Unzucht, umso mehr sprudeln die Steuern. Sonderbares Köln.
Pecunia non olet! Das gilt übrigens auch für die Kirchensteuer, die man von den Damen schon immer gerne
nahm! Allerdings hat sich, wie bei kreuz.net usus, ein kleiner Fehler eingeschlichen. Die Liebesdienerinnen
mussten schon immer Steuern zahlen. Wenn sie keine Einkommensteuer bezahlten, begingen sie Steuerhinterziehung
und wurden von den Steuerfahndern aufs Korn genommen. Was ihnen bis vor nicht allzu langer Zeit verwehrt
wurde, waren Kranken- und Sozialversicherung. Man nahm von den Damen gerne Geld, aber gab ihnen im Notfall
keines; die übliche allerchristlichste Doppelmoral eben, die anscheinend in diesem kreuz.net Artikel
angemahnt wird. Dass die Stadt Köln jetzt Gewerbesteuer eintreibt hängt wahrscheinlich mit der Anerkennung
des ältesten Gewerbes der Welt als Beruf zusammen.