Kommentar
Ein authentisches Leeramt
Die theologische Basis der deutschen Protestanten ist inzwischen soweit erodiert, daß diese sich nur noch auf das inhaltliche Nichts einigen können. Ein Kommentar.
Annette Schavan: die erste Päpstin der Geschichte?
Annette Schavan: die erste Päpstin der Geschichte?
(kreuz.net) Unter der Überschrift „Auch der katholische Mensch kann irren“ hat Wolfgang Huber eine Verschiebung des Stichtages für die Benutzung embryonaler Stammzellen in Deutschland gefordert.

Huber ist Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Er äußerte sich in einem Artikel, der am 27. Dezember in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ publiziert wurde.

In Deutschland ist nur die Verwendung von Kinder-Stammzellen erlaubt, die vor dem Jahr 2002 ausgeschlachtet wurden. Doch Stammzellen-Experimentierer klagen über die „schlechte Qualität“ dieses Menschenmaterials.

Wolfgang Huber
Wolfgang Huber
Dazu erklärt Huber, daß ethische Bedenken gegen Embryonen-Stammzellen aus evangelischer Sicht zwar nicht ausgeräumt seien: Aber eine Verschiebung des Stichtages ließe sich respektieren „als ein ernsthafter Versuch, ethische Konflikte zu befrieden.“

Was Huber nicht bedenkt: Solche in sich widersprüchliche Zwar-Aber-Formulierungen sind der Grund für den galoppierenden kirchlichen Glaubwürdigkeitsverlust.

Billige Slogans

Die evangelische Kirche habe sich im Stammzellen-Streit zurückgehalten – so Huber weiter: „Sie sieht ihre Aufgabe nicht darin, Politik zu machen, sondern Politik möglich zu machen.“ Das ist ein billiger Slogan.

Denn die Frage der Verwendung embryonaler Stammzellen ist nicht in erster Linie politischer, sondern im engen Sinn ethischer Natur.

Im weiteren meditiert Huber mit antikatholischer Spitze über die Rolle des katholischen Lehramtes in der politischen Entscheidungsfindung.

Er zitiert einen Text der Glaubenskongregation aus dem Jahr 2002, wonach es nicht Aufgabe der Kirche sei, konkrete Lösungen für Fragen zu entwickeln, „die Gott dem freien und verantwortlichen Urteil jedes Einzelnen überlassen hat“.

Huber glaubt: „Bei welchen Fragen das gilt, entscheidet das Lehramt“.

Diese Feststellung zeigt, daß er nicht verstanden hat.

Denn das Dokument unterscheidet sauber zwischen politischen Fragen, die den Glauben und das Sittengesetz betreffen, und solchen, die das nicht tun.

Letztere – das sind in der Tagespolitik die meisten – sind dem freien und verantwortlichen Urteil des einzelnen überlassen.

Dagegen ist die Kirche verpflichtet, sich in die Politik einzumischen, wenn politische Entscheide den Glauben oder die Sitten betreffen.

Doch Huber ignoriert diese Unterscheidung und polemisiert statt dessen:

„Im ökumenischen Gespräch muß die evangelische Kirche fragen, ob die katholische Auffassung von der Aufgabe des Lehramts der menschlichen Irrtumsfähigkeit genügend Rechnung trägt, ob sie der Gewissensverantwortung der einzelnen Christen, gerade auch in der Politik, genügend Raum läßt und ob sie dem Verhältnis zwischen Kirche und Politik guttut.“
Die Frage:
Warum sollte die deutsche Forschungsministerin Annette Schavan unfehlbarer sein als das Lehramt?


Pathetisch endet er: „Ausdrücklich bekunde ich meinen Respekt vor der christlichen Gewissensbindung, aus der Annette Schavan zu ihrem Urteil gekommen ist.“

Hubers Hinweis auf die „menschliche Irrtumsfähigkeit“ ist eine Luftmasche: Denn warum sollte die deutsche Forschungsministerin Annette Schavan unfehlbarer sein als das Lehramt?

Außerdem: Wann und wie hat Frau Schavan den Beweis einer „christlichen Gewissensbildung“ geliefert?

Es geht in der Stammzellen-Frage auch nicht in erster Linie um die „Gewissensverantwortung“ der katholischen (siehe den Titel des Huber-Artikels) Forschungsministerin, sondern um Menschen, die gezeugt werden, damit man sie umbringen kann.

Leeres Lehramt

Huber stellt die Kompetenz des Lehramts pauschal in Frage und bejubelt im Gegenzug das Privatgewissen eines beliebigen Politikers – als ob die Menschen, die im Namen des Lehramtes sprechen, selber nicht auch ein Privatgewissen hätten.

Um die Institution des Lehramtes dennoch zu retten, erklärt er mit bekannter Dialektik, daß auch die evangelische Kirche ein „Lehramt“ kenne.

Dieses werde von Kirchenleitung, Theologieprofessoren und auch von jenen wahrgenommen, „die Verantwortung tragen und handeln“:

„Aus theologischen Gründen vertretene Prinzipien müssen deshalb immer wieder dem Härtetest der Realität ausgesetzt werden“ – trumpft Huber auf.

Auch das sind schöne Worte.

Denn der „Härtetest der Realität“ bringt in Sachen „evangelisches Lehramt“ auch ans Tageslicht, daß man dessen Verlautbarungen im wesentlichen auf die Aussage „anything goes“ reduzieren kann.

Die Folge davon ist eine totale Orientierungslosigkeit, die heute in der Evangelischen Kirche vorherrscht.

Aus der Not eine Tugend gemacht

Huber sieht das selber nicht anders – und man könnte mit ihm geradezu Mitleid bekommen, wenn man sieht, wie er aus der Not der Orientierungslosigkeit eine Tugend zu machen versucht.

Treuherzig erklärt er, daß die evangelische Kirche „bewußt“ in Kauf nehme, daß es unter Umständen schwer werde, mit einer Stimme zu sprechen, die Orientierung gebe.

Doch das evangelische Lehramt könne zugleich die Gewissen schärfen: „Denn es dient der eigenen Urteilsbildung, unterschiedliche Positionen zu einem Problem zu vergleichen.“

Positionen vergleichen? Beim evangelischen Lehramt handelt es sich offensichtlich um ein authentisches Leeramt.

Hubers dünne Darstellung entspricht einer Selbstaufgabe: „In bioethischen Fragen will der Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands Forschern und Forschungspolitikern einschärfen, daß sie nach vorzugswürdigen Lösungen suchen.“

Glaubt Huber im Ernst, daß Forscher und Forschungspolitiker in Deutschland auf solche oberflächliche Ratschläge angewiesen sind?

Man einigt sich, sich nicht zu einigen

Huber zusammenfassend: „Das ethische Urteil hat seinen Ort in der persönlichen Verantwortung vor Gott, in welche Christen ihr gesamtes Leben und Handeln gestellt sehen.“

Mit anderen Worten: Jeder tut und denkt, was er will – und beruft sich anschließend auf seinen privaten Gott.

Damit löst sich die Evangelische Kirche in Deutschland in eine unnötige Dachorganisation beliebiger Individualisten auf.

Die theologische Basis der deutschen Protestanten ist inzwischen soweit erodiert, daß sie sich nur noch auf das inhaltliche Nichts einigen können.

Was bleibt, ist die normative Kraft des Faktischen.

Ein Beispiel gibt Huber in der Stammzellenfrage. Er kommt zur Erkenntnis, daß man mit Kinder-Stammzellen-Experimenten weiterfahren könne, weil diese gegenwärtig „notwendig“ seien.

Darum könne man eine Verschiebung des Stichtags für „hochrangige Forschungszwecke“ in Kauf nehmen.

Mit anderen Worten: Wenn das Ziel „hochrangig“ genug ist, kann man auch sittlich Verbotenes tun. Oder: Der Zweck heiligt die Mittel.
      
26 Lesermeinungen
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#28   Rudolfus   16:59:10 | Sonntag, 6. Januar 2008
Das ist korrekte protestantische Lehre:
2. Ich bin genauso unfehlbar wie der Papst oder Sie oder jeder hier im Forum! Ich sage hier einfach nur meine Meinung!
Das ist korrekte protestantische Lehre!
1. Was um alles in der Welt sind denn „Marranen“?
„Marranen“ wurden die Scheinkonvertiten in der jahrhundertelangen spanischen Katholizismusdiktatur genannt, die sich lediglich zum Schein hin taufen ließen, und sogar katholische Hierarchieämter anstrebten und erlangten – obwohl sie innerlich Antikatholiken blieben, insbesonders sind damit lediglich zum Schein konvertierte Juden gemeint.
Zwangsbekehrungen widersprechen allerdings der katholischen Lehre,
obwohl sie katholische bzw. katholizistische Diktaturen immer wieder praktizierten, ebenso aber auch die Protestanten in Großbritannien.
Der Name „Marranenjäger“ ist ein völliger antikatholischer Forumsname und wurde auch bereits mehrmals der Redaktion gemeldet, daß dieser antijüdische Name gesperrt werden sollte.
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#27   Benedikt   20:22:05 | Freitag, 4. Januar 2008
@ Protestant
2. ja erst mit dem 1. Vat. Konzil die Unfehlbarkeit mit knapper Mehrheit „beschlossen“ wurde!
Die komplette Glaubenslehre, also bis 1517 auch Ihre, ist auf Konzilien durch Abstimmung verbindlich geworden.
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#26   Protestant   20:15:40 | Freitag, 4. Januar 2008
@maranenjäger
Zum ersten-Sie haben mir nicht gesagt,was Marranen sind! Ich kenne sog. Kommodowarane- dass sind wohl irgendwelche Echsen, die in Indonesien beheimatet sind!
Zum zweiten: 1. haben irgendwelche Päpste irgendwann festgelegt, welche Bücher zur Bibel gehören, Luther hat dies übrigends auch getan. Ich denke mal, das 1. weder irgendwelche Päpste, noch Luther, unfehlbar waren, da das einfach 1. meinem Glauben widerspricht und 2. ja erst mit dem 1. Vat. Konzil die Unfehlbarkeit mit knapper Mehrheit „beschlossen“ wurde!
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#24   Protestant   20:09:28 | Freitag, 4. Januar 2008
@marranenjäger
1. Was um alles in der Welt sind denn „Marranen“?
2. Ich bin genauso unfehlbar wie der Papst oder Sie oder jeder hier im Forum! Ich sage hier einfach nur meine Meinung!
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#22   Protestant   19:57:22 | Freitag, 4. Januar 2008
Unfehlbarkeit
Man mag ja zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen haben – das ist auch unser aller gutes REcht! Aber Frau Schavan ist weder fehlbarer noch unfehlbarer als jeder Andere! Frau Schavan ist genausoviel oder wenig unfehlbar, wie Herr Huber, der Bischof von Rom (genannt Papst) oder irgendein Lehramt!
Es geht hier einzig und allein um Meinungen und Stellungnahmen!Das gilt auch für das sogenannte Lehramt!
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#21   Rudolfus   08:38:57 | Donnerstag, 3. Januar 2008
„Bischof“ Huber ist eben ein typischer staatstreuer Reichsbischof
Dazu erklärt Huber, daß ethische Bedenken gegen Embryonen-Stammzellen aus evangelischer Sicht zwar nicht ausgeräumt seien: Aber eine Verschiebung des Stichtages ließe sich respektieren „als ein ernsthafter Versuch, ethische Konflikte zu befrieden.“
„Bischof“ Huber ist eben ein typischer staatstreuer Reichsbischof, dessen Funktion nur darin besteht, die jeweilige Staatsideologie abzusegnen, egal ob unter den preußischen Landesfürsten oder unter dem National-Sozialismus oder unter dem International-Sozialismus seit 1949 in der DDR bzw. seit den 1960ern in der BRD.
„Staatstreue“ Absegnungsbischöfe sind allerdings keine „evangelische“ Domäne, auch wenn die „Evangelischen“ da immer schon die Nase vorne hatten, sowohl 1933-1945 als auch unter den heutigen antichristlichen Regimen.
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#20   Nachtlaterne   14:24:28 | Montag, 31. Dezember 2007
„Auf seinem weg nach Jerusalem zog er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. da fragte
„Auf seinem weg nach Jerusalem zog er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden? Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.“
Lukas 13
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#19   Pünktchen   11:33:38 | Montag, 31. Dezember 2007
Dr. Otterbeck
wichtig ist auch der Hinweis in Spiekers Artikel www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=37042, daß die Festlegung des Stichtages 1. Jan. 2002 keine beliebige war, sondern eine wohlbegründete. Spieker wörtlich:
„Die Stichtagsregelung ist der Kern des Stammzellgesetzes. Bis zu dessen Verabschiedung 2002 war die embryonale Stammzellforschung gesetzlich nicht geregelt. Wohl war die Herstellung von Embryonen zu Forschungszwecken durch das Embryonenschutzgesetz von 1990 verboten. Nun sollte der Import von Stammzelllinien erlaubt werden, die vor dem 1. Januar 2002 bereits hergestellt worden waren. Es sollte aber jeder Anreiz zur erneuten Tötung von Embryonen ausgeschlossen werden. Deshalb die Einführung eines Stichtages.“
Wir der Stichtag nun pragmatisch verschoben, dann nützt es auch nichts mehr, dies als einmalige Ausnahme zu beschwören, wie Huber es in seinem euphemistisch-schwafeligen Statement getan hatte. Denn wenn (in Menschenwürde- und Lebensrechtsfragen!) eine Ausnahme möglich sein soll, warum dann nicht auch eine weitere und eine weitere und eine weitere … immer mit Rekurs auf das gequält-hilflose evangelische „Gewissen“! :-!
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#18   Dr. Otterbeck   11:02:42 | Montag, 31. Dezember 2007
@Preßlmayr, Pünktchen
Ja. Der Artikel ist sehr beachtlich!
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#17   Josef Preßlmayer   10:21:38 | Montag, 31. Dezember 2007
„Pünktchen“, Ja, auf Prof. Spieker könnt Ihr Deutschen stolz sein!
Ich kenne ihn von KTV und er gibt auch einen Kommentar im Dokumentarfilm „Maria und ihre Kinder“, von dem es Ausschnitte auf gloria.tv www.gloria.tv/ gibt.
Dort läuft auch aktuell ein Interview mit mir über mein „Lebensschutz-Musuem“ sowie ein weiteres über mein „Kreuz aus Abtreibungsinstrumenten“ unter „meist gesehen“, damit Sie einmal sehen, welch „Alten Knochen“ Sie vor sich haben, solange ich noch auf dieser Erde wandeln darf.
Den Artikel von Prof. Spieker habe ich auf Ihrem link nachgelesen. Er tat mir in der Seele gut, während mich das Zeugnis des „Bischofs“ Huber schmerzte. Er hat „seinen Lohn schon bekommen!“
Da sind mir die evangelikalen Christen in den USA weit lieber! Sie haben zwar nicht die vollen Gnaden des Glaubens, aber sie setzen sich für Jesus in unseren geringsten Nächsten ein.
Ich sah kürzlich einen Beitrag über die Evangelikalen und ihre „Jesus-camps“, wo schon Schulkinder, von 7, 8 Jahren an, vom Heiligen Geist mit dem Funken der Liebe für die Babys im Mutterschoß berührt werden.
Welche Liebe habe ich da schon von diesen kleinen Kindern für die kleinen Baby-Modelle aus deren Augen leuchten gesehen!
Wie armselig steht da der Kreuz-behangene Bischof Huber gegen diese evangelischen Kinder da!
Ich glaube und hoffe, dass von diesen Kindern und Jugendlichen zusammen mit den katholischen Pro-Lifern in den USA der Umschwung zugunsten des Lebens und gegen die Industríe der Fleischwolf-Ausräumung von Millionen Gebärmuttern kommen wird.
Die Liebes-„Evolution“ wird siegen!
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#16   RRR   19:40:35 | Sonntag, 30. Dezember 2007
@ virOblationis
Sie ist und bleibt gemäß ihrem Selbstverständnis Teil der Kirche, des mystischen Leibes Christi.
Gut. Dann gründe ich auch eine Privatkirche. Gemäß meinem Selbstverständnis (das ich dann in einigen Schriften niederlegen würde) bleibe ich dabei Teil der Kirche, des mystischen Leibes Christi.
Genau wie die Piussekte suche ich mir aus dem kirchlichen Lehramt nur die Teile heraus, die mir passen, z.B. das Konzil von Chalkedon, lehne aber das Konzil von Trient ab. Ich erkläre dem Papst, er müsse auch endlich hinter das Konzil von Trient zurück. Ich hänge Papstbilder auf, bete für den Papst, gehorche ihm aber nicht. Ich suche mir ein paar Priester. Der Papst suspendiert diese, ich ignoriere das. Ich eröffne Internetforen, auf die ich dick „katholisch“ schreibe.
Und jemand wie Sie kommt mir dann auch gleich argumentativ zu Hilfe. Sehr praktisch, danke!
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#15   virOblationis   19:30:21 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Selbstverständnis
Der Protestantismus versteht sich als reine Glaubensgemeinschaft und verwirft darum die Kirche als Institution.
Nicht so die Priesterbruderschaft St. Pius’ X. Sie ist und bleibt gemäß ihrem Selbstverständnis Teil der Kirche, des mystischen Leibes Christi.
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#14   Nachtlaterne   18:33:14 | Sonntag, 30. Dezember 2007
„Ich machte sie satt, doch sie trieben Ehebruch und waren zu Gast im Dirnenhaus. Hengste sind sie ge
„Ich machte sie satt, doch sie trieben Ehebruch und waren zu Gast im Dirnenhaus. Hengste sind sie geworden, feist und geil, jeder wiehert nach der Frau seines Nächsten. Sollte ich das nicht bestrafen – Spruch des Herrn – und an einem solchen Volk keine Rache nehmen?“ Jer. 5/7-9
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#13   RRR   16:49:59 | Sonntag, 30. Dezember 2007
@VirOblationis
Der Protestantismus ist stets nur eine Ansammlung von „Individualisten“ gewesen, die sich dem entsprechend in immer weitere Denominationen aufspalten, weil es keine echte kirchliche Autorität über ihnen gibt. So ist schließlich jeder sein eigener Papst und tut, was ihn gut dünkt.
Demnach fällt für Sie die Piussekte auch unter die Definition des Protestantismus. Danke!
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#12   Pünktchen   14:58:23 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Preßlmayer, Aloah
gern erwidere ich Ihre Wünsche für ein gutes neues Jahr! Behalten Sie Ihre Standfestigkeit im Prinzipiellen, auch wenn wieder einmal brustkreuzbehangene Reichsbischöfe vor den Berliner Machthabern auf die Knie fallen!
In der neuesten Nummer der „Tagespost“ (Nr. 156 vom 29. 12. 07, S. 9) hat der Professor für Christliche Sozialwissenschaft Manfred Spiker den bioethischen Reflexionsausfall von Huber bloßgestellt. Seine Antwort auf Huber unter dem Titel: Die Stammzell-Debatte ist kein Konfessionsstreit ist im Internet veröffentlicht:
>>>> hier www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=37042 <<<< !
Spiker erinnert daran, daß auch Amtsbrüder von Huber, u.a. die evangel. Landesbischöfe July und Friedrich einer Verschiebung des Stichtages widersprechen.
„Der Konflikt um die Stichtagsregelung im Stammzellgesetz ist kein Konfessionsstreit. Er ist vielmehr ein klassischer Konflikt zwischen Rechtspflichten und Tugendpflichten. Unschuldige nicht zu töten ist eine Rechtspflicht. Kranken durch die Entwicklung neuer Therapien zu helfen ist eine Tugendpflicht. Für beide Pflichten treten Christen aller Konfessionen ohne jeden Vorbehalt ein. Wenn es aber zu einem Konflikt zwischen beiden Pflichten kommt, wenn neue Therapien nur zu entwickeln sind um den Preis, Embryonen zu töten, kommt der Rechtspflicht immer der Vorrang vor der Tugendpflicht zu. Der Zweck heiligt nicht das Mittel.“
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#11   Nachtlaterne   11:35:35 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Hunde Hunde
Ihr Tiere auf dem Feld, kommt alle, und freßt, kommt alle, ihr Tiere im Wald! Die Wächter des Volkes sind blind, sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, sie können nicht bellen. Träumend liegen sie da und haben gern ihre Ruhe. Aber gierig sind diese Hunde, sie sind unersättlich. So sind die Hirten: Sie verstehen nicht aufzu-merken. Jeder geht seinen eigenen Weg und ist ausschließ-lich auf seinen eigenen Vorteil bedacht;“
Jes.56/9-11
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#10   Aloah   09:02:46 | Sonntag, 30. Dezember 2007
@Pünktchen
Pünktchen, Ihnen ein herzliches Dankeschön für Ihr unentwegtes Engagement für das Leben, gegen eine Kultur des Todes, ich bin ganz auf Ihrer Seite.
Gott segne Sie, für das kommende Jahr 2008.
In der Liebe Christi verbunden, der Heiligen Mutter Kirche die Treue haltend
grüßt,
Aloah
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#9   Josef Preßlmayer   07:51:06 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Wer braucht so ein Waschlappen-Leeramt?
Als die hohe evangelische Leerversammlung der deutschen Tötungs-Lizenzvergabe für ungeborene Kinder zustimmte, wollte Christa Meves, Mitglied dieses Gremiums, laut schreiend um sich schlagen bis sie aus dem Saal getragen würde, wie sie bei einem Vortrag eingestand.
Sie tat es nicht und bedauerte es bei diesem Vortrag.
Aber sie konvertierte daraufhin zur katholischen Kirche, die im damaligen großen Papst Johannes Paul II. einen unerbittlichen, klasklaren Verteidiger der ungeborenen Kinder hatte.
Auch Karin Struck, die als Autorin des Buches „Ich sehe mein Kind im Traum“ auch mit allen lauherzigen Nein-zur Abtreibung-Verweigerern abrechnete, konvertierte wegen dieses Papstes, der immer ein klares Nein zur Abschlachtung der Kinder im Mutterleib sprach und für alle Welt eine leuchtende Orientierung war.
Nach dem schwachen Widerstand gegen den NS-Holocaust, folgt nun ein noch schwächerer gegen den Baby-Holocaust!
Der Kreuz-behangene Bischof Huber fordert die Menschen auf, nach ihrem Gewissen zu handeln, das ihm fehlt, um in den ungeborenen Kindern unsere geringsten Nächsten und Jesus Christus zu erkennen!
Evangelische Christen folgt daher Eurem Gewissen und verlasst diese gewissenlose Waschlappen-„Kirche“ und folgt dem wahren Lehramt, wo noch das Gebot „Du sollst nicht töten!“ gilt!
Auch von mir, „Pünktchen“, einen guten Rutsch und Gottes Segen, damit Sie im nächsten Jahr in alter Frische und Gedankenschärfe wieder hier den Weinberg des Herren beackern und säen mithelfen!
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#8   Vineta   23:46:36 | Samstag, 29. Dezember 2007
Über einem kaum benannten Problem
türmen sich ethische und theologische Gedankenkonstrukte im doxischen Raum: das von Bischof Huber, das Zerpflückkonstrukt des Artikelschreibers und die Kommentare hier.
Aber die eigentliche, allem zugrundeliegende Frage bleibt von alldem hier unberührt:
Sind nur mit embryonalen Stammstellen Fortschritte in der Medizin möglich, oder können mit anderen genauso, evtl. sogar bessere Erfolge erzielt werden?
In den Zeitungen liest man darüber in rascher Abfolge einander widersprechende Ansichten.
Mehr als eine Handvoll Forscher weiß darüber wohl nicht, was wirklich Sache ist.
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#7   virOblationis   17:54:26 | Samstag, 29. Dezember 2007
Jeder sein eigener Papst
„Damit löst sich die Evangelische Kirche in Deutschland in eine unnötige Dachorganisation beliebiger Individualisten auf.“
Der Protestantismus ist stets nur eine Ansammlung von „Individualisten“ gewesen, die sich dem entsprechend in immer weitere Denominationen aufspalten, weil es keine echte kirchliche Autorität über ihnen gibt. So ist schließlich jeder sein eigener Papst und tut, was ihn gut dünkt.
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#6   Pünktchen   17:37:56 | Samstag, 29. Dezember 2007
Dr. O.: Guten Rutsch auch Ihnen!
.
Reichsbischof Huber hat auch die großen Brustkreuze, Kollarkragen und weiße liturgische Gewänder wiederentdeckt und setzt sie für seine medialen Auftritte wirkungsvoll ein. Das authentische Leeramt braucht einen auf Hochglanz polierten Inhaber. Wer breite Kreuze trägt, der verbreitet auch Wahrheiten und wo „Bischof“ draufsteht, ist auch Bischof drin, sollen die Leute denken. Und wenn der der Huber-Wolfgang viel von „Verantwortung“ und „Gewissen“ redet, dann hat er auch recht viel davon, denken so manche simplen Gemüter … :'(
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#5   Dr. Otterbeck   17:17:06 | Samstag, 29. Dezember 2007
@Pünktchen
Na ja, Huber ist nunmal so eine Art „Reichsbischof“ und fühlt sich wohl dabei. Allerdings wird Kardinal Lehmann, zu seinem Verdruss, trotz aller Anstrengung, nicht neben ihm als „deutscher Riechelieu“ in die Fußnoten der Geschichte eingehen. Guten Rutsch!
;-)
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#4   Pünktchen   16:45:45 | Samstag, 29. Dezember 2007
Ihre Scheinheiligkeit Päpstin Annette I.
Gelungene Fotomontage!
Bravo! :-D :)3
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#3   Nachtlaterne   16:16:37 | Samstag, 29. Dezember 2007
immer mehr lösungen…
…der dekadentebn demokratie sind endlösungen gegen das leben. unsere geistlichen stehen da an forderster front…für den zeitgeist.
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#2   jolie   15:07:47 | Samstag, 29. Dezember 2007
super kommentar.
danke!
:)3 :)3 :)3 :)3
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#1   Pünktchen   14:24:10 | Samstag, 29. Dezember 2007
Glänzende Polemik!
Der mit wohlkingenden Leerformeln gespickte Text Hubers läuft im Ganzen auf eine ethische Selbstermächtigung hinaus. Aus diesem Grunde ist für Huber das katholische Lehramt der eigentliche Stein des Anstoßes in der bioethischen Debatte um die Forschung mit und an embryonalen Stammzellen. Einen Brechreiz muß beim Lesen des Beitrages von Huber in der FAZ jeder bekommen, der bestimmte Begriffe noch zum Nennwert nimmt: z.B. „Verantwortung“, „Gewissen“, „Lehramt“… Dies alles löst sich bei Huber auf in Selbstherrlichkeit, Beliebigkeit und „schöne“ Worte ohne Inhalt:
z.B. „nach vorzugswürdigen Lösungen suchen“ hört sich schön und irgendwie verantwortungsbewußt an, wenn man nicht zuvor geklärt hat: wer eine bestimmte „Lösung“ (!!!) unter welchen Gesichtspunkten (z.B. ethischen, geschäftlichen, forschungspraktischen, politischen … Gesichtspunkten) für „vorzugswürdig“ hält oder halten könnte… :-!
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