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Mittwoch, 2. Januar 2008 16:03
Christen sind Volksfeinde
Eine Filmserie warnt vor Christen und Missionare und bringt sie mit Organhandel, Mafia und Prostitution in Zusammenhang.
Szene aus der Serie "Tal der Wölfe"
Szene aus der Serie „Tal der Wölfe“
(kreuz.net) Der bekannte landesweite türkische Fernsehsender ‘Show-TV’ hat am 8., 15. und 29. November 2007 eine neue Folge der alten Serie „Kurtlar Vadisi-Pusu“ – Tal der Wölfe – ausgestrahlt.

Das berichtete das ‘Institut für Islamfragen’ der ‘Deutschen Evangelischen Allianz’ am 28. Dezember auf seiner Webseite.

In dem Film geht es um die Beziehungen zwischen dem Staat, der Mafia und vier mächtigen Familien, welche im Film das ökonomische Leben des Landes kontrollieren.

In dem Streifen wird auch die christliche Missionsarbeit erwähnt und in engem Zusammenhang mit Organhandel, Mafia und Prostitution gebracht.

Christen werden als Volksfeinde dargestellt.

Das Ziel der Christen ist es in der Serie, Türken zu betrügen und das Nationalbewußtsein zu schwächen, um so das Land unter sich aufteilen zu können.

"Tal der Wölfe" handelt von Organhandel, Prostitution, Mafia und den bösen Christen.
„Tal der Wölfe“ handelt von Organhandel, Prostitution, Mafia und den bösen Christen.
Außerdem wird unterstellt, daß türkische Christen mit ausländischen Mächten gemeinsame Sache machen und so das türkische Volk verraten.

In der Folge vom 29. November wurde zum Beispiel wörtlich gesagt:

„Jemand muß in der Lage sein, diese Leute aufzuhalten.“

Und weiter: „Wie wir die Kreuzzügler [aus der Türkei] hinausgeworfen haben, so werden wir auch sie hinausbefördern. Wenn Du keine Waffe hast, will ich Dir eine geben.“

Das ‘Institut für Islamfragen’ weist auf das Gesetz der staatlichen Medienaufsichtsbehörde „RTÜK“ hin.

Es enthält die Nr. 3984 Paragraph 4. Diese will verhindern, daß Medien zu Gewalt, Terror oder ethnischen Benachteiligungen aufrufen.

Ebenso untersagt es den Aufruf zum Haß gegen andere Volks-, Klassen-, Herkunfts- oder Religionsgruppen und die Anstiftung zur Volksverhetzung.

In einem Kommentar erklärt das ‘Institut für Islamfragen’, daß christliche Missionsarbeit laut der türkischen Verfassung nicht verboten ist.

Doch gegenwärtig stünden Christen im Land stark unter Druck, weil gesellschaftliche Probleme den Christen und christlichen Missionaren angelastet würden.

Die Art der Darstellung von Christen in der Serie „Kurtlar Vadisi-Pusu“ sei geeignet, gewisse moslemische Türken zu ermutigen, es als ihre Aufgabe anzusehen, gegen türkische Christen und Gemeinden vorzugehen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 57 Lesermeinungen:
Dienstag, 8. Januar 2008 18:21
Sind sie Quäker, oder haben sie Kontakte dahin?
Dienstag, 8. Januar 2008 18:18
Aleph: Rudolfus
Wenn Sie nicht manchmal so apart banal wären, könnte man Sie kaum ertragen. Sie lassen dann aber auch kein Fettnäpfchen aus, nach all den bombastischen Kirchenleeren, die Sie hier verbreiten. Der Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen ist übrigens hundert K…Dies nur zur orientierenden Unterteilung.
Dienstag, 8. Januar 2008 18:13
Rudolfus: Daß Hitler nicht an die katholische Lehre glaubte, weiß doch jeder!
Aleph
Mit welchen Kriterien wollen Sie den Glauben Hs. messen, wägen oder sonstwie bestimmen. Sie waren doch gar nicht dabei. Schließlich betet sogar die heilige Kirche nach der heiligen Wandlung für Menschen, deren Glauben nur Gott allein kennen kann.

Daß Hitler nicht an die katholische Lehre glaubte, weiß doch jeder!
Kein Katholik kann rassistischer Antisemit sein, wie Hitler,
Papst Pius XI. erließ eigens das Apostolische Schreiben Mit brennender Sorge, das im ganzen Reich in einer geheimen Kirchenaktion gedruckt und von allen Kanzeln in deutscher Sprache verlesen wurde.

Pius XI. nahm ausgiebig gegen Hitler Stellung, und ließ den Vatikanpalast demonstrativ schließen, als Hitler Mussolini in Rom besuchte.
Dienstag, 8. Januar 2008 18:02
Aleph: Rudolfus
Mit welchen Kriterien wollen Sie den Glauben Hs. messen, wägen oder sonstwie bestimmen. Sie waren doch gar nicht dabei. Schließlich betet sogar die heilige Kirche nach der heiligen Wandlung für Menschen, deren Glauben nur Gott allein kennen kann. Bingo!
Dienstag, 8. Januar 2008 17:58
Rudolfus: @Aleph: Hitler war Taufscheinkatholik, weil er im katholischen Habsburgreich geboren ist
Hitler war kein gläubiger Katholik, und überhaupt kein gläubiger Christ, obwohl er formell nie aus der Kirche austrat –
im Gegensatz zu Millionen NSDAP-Mitgliedern.
Dienstag, 8. Januar 2008 17:55
Aleph: Braunauer war Katholik
das genügte, das der antichristliche Braunauer Kanzler wurde.
Und Hindenburg gewann als Präsident gegen Hitler 1932 auch nur wegen der katholischen Wählerstimmen.

Rudolfus @ Der Braunauer war Katholik, obwohl das stramme Katholiken immer gern unter den Teppich der Geschichte kehren wollen. Aber es war nun einmal so. Manchmal ist Geschichte ganz schön unbarmherzig und für katholische Winkelbiegungen nicht immer geeignet.
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