Die Antisemitismus-Keule trifft in Polen einen Pater und in Wien den Papst. Aus dem Vatikan kommt auch in der zweiten Hälfte des ausklingenden Jahres viel Papier. Interessant sind die Details. Zeitraffer vom Juli bis zum Dezember 2007.
Ereignisse aus dem Jahr 2007
Juli
Am 7. Juli veröffentlicht Papst Benedikt XVI. das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Die schon
seit Monaten aufgebrachten Bischöfe beruhigt der Heilige Vater mit einem Beibrief. Darin erklärt er,
daß der überlieferte Ritus nie verboten war. Mit der Alten Messe sollen Irrtümer vermieden und der
vollständige Glaube weitergegeben werden.
Die Bischöfe Frankreichs und der deutschsprachigen Länder
versuchen, das Motu Proprio herunterzuspielen.
Nur zwei Tage später entbrennt in Polen eine Schlammschlacht
gegen das katholische ‘Radio Maryja’. Die polnischen Mediengeschäftsleute bezichtigten den Leiter des
Radios, Pater Tadeusz Rydzyk, angeblich antijüdische Äußerungen getätigt haben.
Am 10. Juli veröffentlicht
die Glaubenskongregation ein Dokument über das Kirchenverständnis. Der Text erklärt zum wiederholten
Mal, daß die in der Reformation entstandenen Gemeinschaften keine Kirchen sind. Die Protestanten reagieren
erbost.
Mitte Juli genehmigt der Papst das Abschlußdokument der jüngsten Versammlung der Lateinamerikanischen
Bischofskonferenz. Zuvor hatte der Vatikan befreiungsideologisches Gedankengut aus dem Dokument der brasilianischen
Bischöfe eliminiert
Der konservative
Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, veröffentlicht als erster europäischer Bischof sogenannte Ausführungsbestimmungen
zum Motu Proprio. Nach zwei Wochen und einer Falschmeldung relativiert Bischof Mixa sein Dokument. Er
verspricht den Altgläubigen eine größere Zahl von Kirchen.
Der Erzbischof von Bulawayo, Mons. Pius Ncube (60), wird mit einer Geliebten
im Bett gefilmt. Seit Jahren profiliert er sich in Zimbabwe als Oppositionsführer. Trotz internationaler
Unterstützung der Medien muß der gefallene Prälat Mitte September zurücktreten.
September
Anfang
September spielen die deutschen Medienkonzerne einen Pädophilieskandal im bayerischen Riekhofen hoch.
Die Presse beginnt eine gezielte Hetze gegen den Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller.
Ziel ist, eine Beförderung des Prälaten auf den vakanten Bischofsstuhl von München zu verhindern.
Mitte September besucht Papst Benedikt XVI. Österreich. Er zelebriert zwei öffentliche Messen in Wien
und Mariazell. Die Österreicher bejubeln den Papst, auch wenn die Reise klimatisch ins Wasser fällt.
Bei dem Besuch am Wiener Judenplatz geben die Begleiter des Papstes auf Befehl einiger Juden ihre christlich
gekennzeichneten Regenschirme ab.
Am 28. September veröffentlichen die deutschen Bischöfe Leitlinien zum Motu Proprio
‘Summorum Pontificum’. Der Text wird von der Schweizerischen Bischofskonferenz inklusive der dort ungebräuchlichen
Rechtschreibung mit „ß“ übernommen. Auch die Polen orientieren sich an dem Text.
Oktober
Anfang Oktober
ernennt Benedikt XVI. den Genueser Prälaten Guido Marini zum neuen päpstlichen Zeremonienmeister. Prälat
Marini ersetzt seinen namensgleichen Vorgänger Erzbischof Piero Marini. In den Päpstlichen Liturgien
weht ab nun ein neuer Wind, der auch die alte Kirche einbezieht.
Am 9. Oktober wirft der Hinrichtungsjournalist
Johannes B. Kerner die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman aus seiner Sendung. Er unterstellt ihr
national-sozialistisches Gedankengut. Davon hat sich Frau Herman gleich mehrmals distanziert.
Bischof
Walter Mixa von Augsburg beurlaubt Pfarrer Thomas Balogh auf fünf Jahre von einer Pfarrei in Lindau.
Die Entlassung begründet der Bischof nicht. Über den Generalvikar läßt er ausrichten, daß Hw. Balogh
die Gemeinde angeblich „gespalten“ habe.
In Fulda regt sich erstmals Widerstand gegen das schon seit
Jahren aufgeführte Sex-Verführungsspektakel ‘Nase, Bauch und Po’. Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen
verhindert im letzten Moment, daß die Kinder in katholischen Kindergärten und Schulen durch die Aufführung
zur Masturbation angeleitet werden.
Am 24. November kreiert
Benedikt XVI. 24 neue Kardinäle. Bei dem Anlaß benützte er eine Mitra, die dem Seligen Pius IX. († 1878),
dem letzten Papst-König, geschenkt wurde.
In Wien wird bekannt, daß der berüchtigte Abtreiber Christian
Fiala Kampfpersonal beschäftigt, um Psychoterror gegen Lebensschützer auszuüben.
Die Fiala-Angestellten
mißbrauchen die Lebensrechtler sexuell und werfen ihnen Obszönitäten und Blasphemien an den Kopf.
Ende November ernennt Benedikt XVI. zwei neue deutsche Bischöfe. Der Papst beförderte den Weihbischof
von Münster, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst (48), zum Bischof von Limburg und den Bischof von Trier,
Mons. Reinhard Marx (54), auf den Erzbischofsstuhl von München und Freising.
Am 30. November veröffentlicht
der Heilige Vater seine zweite Enzyklika über die Hoffnung. Der Text enthält keinen einzigen Verweis
auf das Zweite Vatikanische Konzil. Dabei hätte die Konstitution ‘Gaudium et Spes’ – Freude und Hoffnung –
das Thema der Enzyklika sogar im Titel gehabt. Das Rundschreiben enthält auch eine kleine Gegenüberstellung
des neuen und alten Taufritus.
Dezember
Am 2. Dezember feiert das Erzbistum Vaduz sein zehnjähriges
Bestehen. Zu dem Anlaß bezichtigen Schweizer Medienkonzerne Erzbischof Wolfgang Haas des angeblichen
Diebstahls von Pfarreiakten aus dem Diözesanarchiv. Doch der Schuß geht nach hinten los.
Mitte Dezember
veröffentlicht die Glaubenskongregation ein Dokument über die Mission. Der Text möchte den seit dem
Zweiten Vatikanum verpönten Missionsgedanken rehabilitieren.
Am 19. Dezember ernennt der Heilige Vater
den Weihbischof von Paderborn, Mons. Karl-Heinz Wiesemann, zum Bischof von Speyer.
Vier Tage vor Weihnachten
kehrt der ehemalige britische Premierminister Tony Blair in den Schoß der Mutter Kirche zurück. Seine
Konversion war seit Jahren erwartet worden.
Im Jahr 2007 sind auch drei Bischöfe der Episkopalkirche –
wie sich die Anglikaner in den USA nennen – zur Kirche heimgekehrt.
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9 Lesermeinungen
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#9 engelhardt † 09:53:15 | Mittwoch, 2. Januar 2008
Fiala Was ist eigentlich aus dem angeblich im Dezember stattfindenden Prozess gegen Fiala geworden? Offensichtlich
nichts, ich folgere also, dass die ganze Geschichte von vorn bis hinten erlogen war und es gar keine Anzeige
gegeben hat.
Handschellen für Gott Richtet nicht auf das ihr nicht gerichtet werdet!„Matth. 7,1 Wenn die Katholibans
bereit wären, diesen Vers aus dem NT zu beherzigen, anstatt zu urteilen, wer in die Hölle zu kommen
habe und wer dem lieben Gott Handschellen anzulegen habe…
da dieser Artikel noch am besten zum Thema Neujahr paßt, hier: allerseits einen guten Rutsch! :(3 Und
im Jahr 2008 hoffentlich ein Wiedersehen in alter Frische.
der erste… …teil september ist wieder einmal hetz.net vom feinsten… es ging nicht um eine medienkampagne,
sondern um das unvermögen und das fehlverhalten eines bischofs, seine – ihm anvertrauten – kinderseelen
vor pädophilen priestern zu schützen und richtige, wirkungsvolle und angemessene konsequenzen zu ziehen…müller
hat sich selbst für höhere ämter disqualifitziert…das er in der engeren wahl für münchen war, zeigt
die hochnotpeinliche anschliessende berufung durch den hl.vater in die vatikanische glaubenskongegration…
#1 Nachtlaterne 14:31:43 | Montag, 31. Dezember 2007
„Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht mehr fern vom
„Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht mehr fern vom
Reich Gottes.“ Markus 12/34 „Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort
wird er heulen und mit den Zähnen knir-schen.“ Matthäus 25 „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung
geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Markus 14