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Montag, 31. Dezember 2007 14:30
Motu Proprio: Irrtümer vermeiden, Glauben weitergeben
Die Antisemitismus-Keule trifft in Polen einen Pater und in Wien den Papst. Aus dem Vatikan kommt auch in der zweiten Hälfte des ausklingenden Jahres viel Papier. Interessant sind die Details. Zeitraffer vom Juli bis zum Dezember 2007.
Ereignisse aus dem Jahr 2007
Ereignisse aus dem Jahr 2007
Juli

Am 7. Juli veröffentlicht Papst Benedikt XVI. das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Die schon seit Monaten aufgebrachten Bischöfe beruhigt der Heilige Vater mit einem Beibrief. Darin erklärt er, daß der überlieferte Ritus nie verboten war. Mit der Alten Messe sollen Irrtümer vermieden und der vollständige Glaube weitergegeben werden.

Die Bischöfe Frankreichs und der deutschsprachigen Länder versuchen, das Motu Proprio herunterzuspielen.

Nur zwei Tage später entbrennt in Polen eine Schlammschlacht gegen das katholische ‘Radio Maryja’. Die polnischen Mediengeschäftsleute bezichtigten den Leiter des Radios, Pater Tadeusz Rydzyk, angeblich antijüdische Äußerungen getätigt haben.

Am 10. Juli veröffentlicht die Glaubenskongregation ein Dokument über das Kirchenverständnis. Der Text erklärt zum wiederholten Mal, daß die in der Reformation entstandenen Gemeinschaften keine Kirchen sind. Die Protestanten reagieren erbost.

Mitte Juli genehmigt der Papst das Abschlußdokument der jüngsten Versammlung der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz. Zuvor hatte der Vatikan befreiungsideologisches Gedankengut aus dem Dokument der brasilianischen Bischöfe eliminiert

5. Generalversammlung von CELAM, Mai 20075. Generalversammlung von CELAM, Mai 2007Klicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

August
Der konservative Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, veröffentlicht als erster europäischer Bischof sogenannte Ausführungsbestimmungen zum Motu Proprio. Nach zwei Wochen und einer Falschmeldung relativiert Bischof Mixa sein Dokument. Er verspricht den Altgläubigen eine größere Zahl von Kirchen.

Schulung in HerzogenrathSchulung in HerzogenrathKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 6 Bildern zu starten.

Der Erzbischof von Bulawayo, Mons. Pius Ncube (60), wird mit einer Geliebten im Bett gefilmt. Seit Jahren profiliert er sich in Zimbabwe als Oppositionsführer. Trotz internationaler Unterstützung der Medien muß der gefallene Prälat Mitte September zurücktreten.

September
Anfang September spielen die deutschen Medienkonzerne einen Pädophilieskandal im bayerischen Riekhofen hoch. Die Presse beginnt eine gezielte Hetze gegen den Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller. Ziel ist, eine Beförderung des Prälaten auf den vakanten Bischofsstuhl von München zu verhindern.

Mitte September besucht Papst Benedikt XVI. Österreich. Er zelebriert zwei öffentliche Messen in Wien und Mariazell. Die Österreicher bejubeln den Papst, auch wenn die Reise klimatisch ins Wasser fällt. Bei dem Besuch am Wiener Judenplatz geben die Begleiter des Papstes auf Befehl einiger Juden ihre christlich gekennzeichneten Regenschirme ab.

Messe in MariazellMesse in MariazellKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 9 Bildern zu starten.

Am 28. September veröffentlichen die deutschen Bischöfe Leitlinien zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Der Text wird von der Schweizerischen Bischofskonferenz inklusive der dort ungebräuchlichen Rechtschreibung mit „ß“ übernommen. Auch die Polen orientieren sich an dem Text.

Oktober
Anfang Oktober ernennt Benedikt XVI. den Genueser Prälaten Guido Marini zum neuen päpstlichen Zeremonienmeister. Prälat Marini ersetzt seinen namensgleichen Vorgänger Erzbischof Piero Marini. In den Päpstlichen Liturgien weht ab nun ein neuer Wind, der auch die alte Kirche einbezieht.

Am 9. Oktober wirft der Hinrichtungsjournalist Johannes B. Kerner die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman aus seiner Sendung. Er unterstellt ihr national-sozialistisches Gedankengut. Davon hat sich Frau Herman gleich mehrmals distanziert.

Bischof Walter Mixa von Augsburg beurlaubt Pfarrer Thomas Balogh auf fünf Jahre von einer Pfarrei in Lindau. Die Entlassung begründet der Bischof nicht. Über den Generalvikar läßt er ausrichten, daß Hw. Balogh die Gemeinde angeblich „gespalten“ habe.

In Fulda regt sich erstmals Widerstand gegen das schon seit Jahren aufgeführte Sex-Verführungsspektakel ‘Nase, Bauch und Po’. Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen verhindert im letzten Moment, daß die Kinder in katholischen Kindergärten und Schulen durch die Aufführung zur Masturbation angeleitet werden.

Aufklärung oder Kinderschändung?Aufklärung oder Kinderschändung?Klicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 9 Bildern zu starten.

November
Am 24. November kreiert Benedikt XVI. 24 neue Kardinäle. Bei dem Anlaß benützte er eine Mitra, die dem Seligen Pius IX. († 1878), dem letzten Papst-König, geschenkt wurde.

In Wien wird bekannt, daß der berüchtigte Abtreiber Christian Fiala Kampfpersonal beschäftigt, um Psychoterror gegen Lebensschützer auszuüben.

Die Fiala-Angestellten mißbrauchen die Lebensrechtler sexuell und werfen ihnen Obszönitäten und Blasphemien an den Kopf.

Ende November ernennt Benedikt XVI. zwei neue deutsche Bischöfe. Der Papst beförderte den Weihbischof von Münster, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst (48), zum Bischof von Limburg und den Bischof von Trier, Mons. Reinhard Marx (54), auf den Erzbischofsstuhl von München und Freising.

Am 30. November veröffentlicht der Heilige Vater seine zweite Enzyklika über die Hoffnung. Der Text enthält keinen einzigen Verweis auf das Zweite Vatikanische Konzil. Dabei hätte die Konstitution ‘Gaudium et Spes’ – Freude und Hoffnung – das Thema der Enzyklika sogar im Titel gehabt. Das Rundschreiben enthält auch eine kleine Gegenüberstellung des neuen und alten Taufritus.

Dezember
Am 2. Dezember feiert das Erzbistum Vaduz sein zehnjähriges Bestehen. Zu dem Anlaß bezichtigen Schweizer Medienkonzerne Erzbischof Wolfgang Haas des angeblichen Diebstahls von Pfarreiakten aus dem Diözesanarchiv. Doch der Schuß geht nach hinten los.

Mitte Dezember veröffentlicht die Glaubenskongregation ein Dokument über die Mission. Der Text möchte den seit dem Zweiten Vatikanum verpönten Missionsgedanken rehabilitieren.

Am 19. Dezember ernennt der Heilige Vater den Weihbischof von Paderborn, Mons. Karl-Heinz Wiesemann, zum Bischof von Speyer.

Vier Tage vor Weihnachten kehrt der ehemalige britische Premierminister Tony Blair in den Schoß der Mutter Kirche zurück. Seine Konversion war seit Jahren erwartet worden.

Im Jahr 2007 sind auch drei Bischöfe der Episkopalkirche – wie sich die Anglikaner in den USA nennen – zur Kirche heimgekehrt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 9 Lesermeinungen:
Mittwoch, 2. Januar 2008 09:53
engelhardt: Fiala
Was ist eigentlich aus dem angeblich im Dezember stattfindenden Prozess gegen Fiala geworden?

Offensichtlich nichts, ich folgere also, dass die ganze Geschichte von vorn bis hinten erlogen war und es gar keine Anzeige gegeben hat.
Dienstag, 1. Januar 2008 12:22
Aleph: An Ostern
Aber an Ostern singen die Nonnen in den Klostern…!
Dienstag, 1. Januar 2008 07:49
Don Camillo: Doch wenn
es am Karfreitag schneit,
dann ist Ostern nicht mehr weit!
Dienstag, 1. Januar 2008 03:23
Aleph: Handschellen für Gott
Richtet nicht auf das ihr nicht gerichtet werdet!“Matth. 7,1

Wenn die Katholibans bereit wären, diesen Vers aus dem NT zu beherzigen, anstatt zu urteilen, wer in die Hölle zu kommen habe und wer dem lieben Gott Handschellen anzulegen habe…
Montag, 31. Dezember 2007 21:34
Annette: Gottes Wort ist DIE Wahrheit
Der HERR JESUS sagt:
„Richtet nicht auf das ihr nicht gerichtet werdet!“
Matth. 7,1
Montag, 31. Dezember 2007 17:26
st.georg: @arkanum
mit bestem dank und guten wünschen zurück!
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