Denkwürdig + Eine Entschuldigung klingt anders + Sex-Osterkerze? + Nicht allein + Keine Komödie
Paul VI. trifft Patriarch Athenagoras 1964
Denkwürdig
Heiliges Land. Heute vor 44 Jahren besuchte Paul VI. als erster Papst das Heilige Land. Er
kündigte seine Reise den für das Zweite Vatikanum versammelten Bischöfen nur vier Wochen vorher an.
Seit 150 Jahren hatte kein Papst mehr die italienische Grenze überschritten. Mit der Reise in das politisch
umkämpfte Gebiet anerkannte die Kirche de facto den Staat Israel. Paul VI. traf während seiner Reise
auch den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras. Die Begegnung führte zwei Jahre später
zur Aufhebung der gegenseitigen Exkommunikationen.
Eine Entschuldigung klingt anders
Deutschland. Frau
Eva Herman hat auf die vorgegebene Entschuldigung des ZDF-Moderator Johannes B. Kerner geantwortet. Sie
sprach mit der deutschen ‘Bildzeitung’: „Eine Entschuldigung klingt sicherlich anders. Aber es ist eine
christliche Pflicht, anderen Menschen zu vergeben“ – so Frau Herman: Sie habe von Kerner keinen Entschuldigungsbrief
bekommen. Wenn ihm das ein Anliegen gewesen wäre, hätte sie sich gefreut.
Sex-Osterkerze?
Deutschland.
Die Osterkerze in der Altöttinger Kapuzinerkirche St. Magdalene empörte im vergangenen Jahr viele Pilger.
Die Kerze zeigt kein Kreuz oder fünf Nägel sondern einen Regenbogen sowie ein unbekleidetes Stammelternpaar.
USA. Die Vorsitzende der US-Anglikaner, Katherine Jefferts Schori,
hat gestanden, daß in ihrer Gemeinschaft „eine Reihe“ von Bischöfen homo-unzüchtig sei. Frau Schori
sprach mit dem ‘Britischen Rundfunk’. Es sei unfair, ihre Gruppierung anzugreifen, nur weil Gene Robinson
offen zugibt, die Sodomie zu praktizieren: „Er ist mit Sicherheit nicht allein.“
Keine Komödie
„In
den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschah es bei einer feierlichen Papstmesse in St. Peter,
daß der ministrierende Kardinaldiakon Pius XI. falsch inzensierte, worauf der Zeremonienmeister den Purpurträger
aufforderte, das ganze Procedere zu wiederholen. Der donnernde Kommentar des Papstes war bis in die äußersten
Winkel der Vatikanischen Basilika zu hören: ‘Non facciamo una comedia’. Frei übersetzt: ‘Wir veranstalten
doch hier keine Komödie.’“
Aus einem Kommentar des Vatikanisten Ulrich Nersinger in der katholischen
Zeitung ‘Tagespost’.
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64 Lesermeinungen
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„Katholisch“: Nur der Geist macht die hl. Messe gültig, natürlich War die Messe überhaupt gültig,
wenn falsch inzensiert wurde. Hier zeigt sich wahres Verständnis dessen, was die Heilige Messe ist. Nicht
die Erfüllung von Rubriken, sondern der Geist ist es, der die Messe gültig macht. Darum gehen „moderne
Katholiken“ ja auch in die „Messe im Geiste“.
@rudi Naja, umgekehrt wird auch ein Schuh draus: das Konzil von Florenz im Lichte der ganzen kirchlichen
Lehrtradition sehen. Vereinfacht gesagt: die bloße Tatsache, dass einer nach Außen hin evangelisch,
Jude, Muslim, nach eigener Auffassung Atheist ist usw. reicht noch nicht aus für den Blickwinkel des
Herrn: der kennt die Herzen der Menschen besser als wir selbst, hat jedes Haar auf unserem Haupt gezählt.
Man kann es auch so sagen: außer der katholischen Kirche gibt es kein Heil, aber vieles ist katholisch,
was sich nicht so nennt und hat somit an Gottes Heil Anteil. Die sichtbare Kirche ist „Zeichen und Werkzeug
für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ In der Kirche spiegelt
sich, möchte ich sagen, das, was in der Welt an „Gutem“, „Katholischem“ unausgesprochen und unerkannt
da ist. Auf alle Menschen guten Willens zuzugehen das aufgehen zu lassen, was vielleicht als kleiner Samen
in ihnen angelegt ist, ist Sendung der Kirche. Dies bedeutet aber nicht, allen die Taufe penetrant aufzudrängen:
gerade Dialogunfähigkeit, auch Gewalt, arrogantes Auftreten, Unglaubwürdigkeit, Nichtrespektieren fremder
Kulturen usw. haben immer wieder dazu geführt, dass das Evangelium Christi durch Menschen, die im Auftrag
der Kirche handelten, verdunkelt wurde und so zu „unüberwindlicher Unkenntnis“ im Sinne des hl. Thomas
führten. Klar muss sein: die Kirche will Heil bringen, und rechnet gemäß LG immer damit, dass Gottes
Geist schon unerkannt am Werke seinkann
@SignumSalutis: Herzlichen Dank für die ausgezeichnete Zusammenfassung, insbesonders auch für das Zitat
Pius’ XII. Nur unter diesen Vorraussetzungen sind die Erklärungen des Pastoralkonzils zu verstehen –
die Konzilstexte alleine können viele nicht verstehen, oder verstehen sie gewollt oder ungewollt als
Leugnung des Dogmas von Florenz. Die Kirche widerspricht aber keinem Dogma, und kann das auch gar nicht –
das wäre sonst Apostasie, wie dies die VII-Sektierer in ihren Irrlehren behaupten: als wäre das Pastoralkonzil
ein Apostatenkonzil gewesen!
@rudi Gut. Jetzt kommen wir an die Frage, wann ein Mensch sich im Sinne des Konzils von Florenz außerhalb
der kath. Kirche befindet. Sie haben selbst die Begierdetaufe als zureichend erwähnt. D. hl. Thomas von
Aquin betont selbst, das unüberwindliche Unkenntnis vom Heil NICHT ausschließt. (De Veritate 14,11 ad
1) Gegen die Jansenisten in Frankreich lehrte die Kirche, dass Christus FÜR ALLE gestorben ist. Heiden,
Juden und Häretiker erhalten zureichende Gnade. Ausdrücklich wird vom hl. Stuhl 1713 in der Konstitution
„Unigenitus Dei Filius“ die Auffassung zurückgewiesen „Außerhalb der Kirche wird keine Gnade gewährt.“
Enzyklika „Mediator Dei“ 1943 betont, daß nicht zur sichtbaren Kirche Gehörende „in einer Art unbewußtens
Verlangens und Wunsches hingeordnet sein auf den mystischen Leib des Erlösers“ sein können. Die Konstitution
Lumen Gentium und die genannten Beispiele zeigen, dass bloße instituttionelle Nichtzugehörigkeit zur
sichtbaren Kirche nicht als zureichende Annahme zur Nichtzugehörigkeit zur katholischen Kirche als Heilsgemeinschaft
im Sinne des florentiner Konzils anzunehmen ist. Die Aussage von Florenz kann auf Menschen, die notorisch
und in Bewußtsein seines Heilsangebotes in der Ablehnung Christi verharren, Anwendung finden. Ein Gott,
der die, die ihn ohne eigene Schuld nicht kennen, in die Verdammnis stürzen würde, wäre wohl schwerlich
als Gott Jesu Christi auszugeben. (schauen Sie mal in den Artikel „Heilsnotwendigkeit der Kirche“ im Lexikon
für Theologie und Kirche…
Das Dogma des Konzils Das Konzil von Florenz: Sie glaubt fest, bekennt und verkündet, daß „niemand,
der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur keine Heiden“, sondern auch keine Juden
oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können, sondern daß sie in das ewige
Feuer wandern werden, „das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist“ [Mt 25,41], wenn sie sich nicht
vor dem Lebensende ihr angeschlossen haben, und daß die Einheit mit dem Leib der Kirche eine solch große
Bedeutung hat, daß nur denen, die in ihr verharren, die Sakramente der Kirche zum Heil gereichen und
Fasten, Almosen und die übrigen Werke der Frömmigkeit und übungen des christlichen Kriegsdienstes ewige
Belohnungen zeitigen. „Und niemand kann, wenn er auch noch so viele Almosen gibt und für den Namen Christi
sein Blut vergießt, gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche
bleibt“. www.uibk.ac.at/…um/texte/250-38.html
@rudi Gut. Aber an welcher stelle hat die Kirche ein derartiges Dogma verkündet, wüßte ich gerne von
ihnen. Und ist das von mir zitierte Wort aus der Dogmatischen Konstitution des II. Vatikanums heterodox?
@SignumSalutis: Ich habe es falsch im Kopf gehabt – an welcher Stelle in diesem Forum soll ich mich zu
dem von ihnen postulierten „Dogma von der alleinseligmachenden Kirche“ geäußert haben? Ich nehme die
Behauptung zurück!
@SignumSalutis: Die Kirche hat nicht immer einen Papst Die Kirche besteht unabhängig vom Papsttum Hört,
hört! Woran erkenne ich denn diese WAHRE Kirche, wenn sie die Einheit mit dem Nachfolger Petri aufgibt,
wenn doch LG sagt, sie sich zu allererst in der vom Papst geleiteten röm.-kath. Kirche verwirklicht?
Wer sagt mir denn, dass ich vom Papst verlautbarten Enzykliken wie Hum. Vitae folgen muss, oder nicht?
Die von Lefevre geweihten Bischöfe sind exkommuniziert: ja oder nein? Oder ist der hl. Vater exkommuniziert?
Die Kirche hat nicht immer einen Papst – und im Großteil der Kirchengeschichte hat sie viele persönlich
sehr schlechte Päpste: Siehe die Papstgeschichte, insbesonders seit dem Staatskirchentum!
#58 Florian Geyer 23:32:40 | Sonntag, 6. Januar 2008
@SS… natürlich ist die Kirche der Ansicht sie sei allein seligmachend. Das tut jede Glaubensgemeinschaft
die davon überzeugt ist im Besitz der Wahrheit zu sein. Die röm kath Kirche ist zurecht darüber überzeugt.
Wenn sie nicht davon überzeugt wäre allein seligmachend zu sein wäre das pervers. Ihnen würde aber
eh hare krishna besser zu Gesicht stehen. Ein römischer Katholik zu sein ist die größte Ehre die es
gibt – sowas passt irgendwie nicht zu ihnen.
Ist das ein Garant für Rechtgläubigkeit? Ein „Dogmatiker“, der eine solche Auskunft gibt, ist alles,
nur kein Katholik oder ein „katholischer Dogmatiker“. Prof. Greshake hat mehrere Jahrzehnte lang von Ortsbischöfen
und Glaubenskongregation (wer leitete die bisher doch gleich?) unbeanstandet katholische Dogmatik gelehrt.
Ist das ein Garant für Rechtgläubigkeit, wenn die Hierarchie gegen die Irrlehrer untätig ist, nach
dem Vorbild des untätigen Papstes Paul VI.: „Jeglicher Schiedsspruch und ebenso alle Formen von Intoleranz
und Absolutismus werden abgeschafft.“ (Paul VI., 9. Juli 1969)
@Rudiratlos Ein „Dogmatiker“, der eine solche Auskunft gibt, ist alles, nur kein Katholik oder ein „katholischer
Dogmatiker“. Prof. Greshake hat mehrere Jahrzehnte lang von Ortsbischöfen und Glaubenskongregation (wer
leitete die bisher doch gleich?) unbeanstandet katholische Dogmatik gelehrt. – ich vermisse eine Auskunft
darüber, werter H. Rudi, wann und wo die Kirche ein Dogma verkündet hat, sie sei „alleinseligmachend“.
Woher stammt der von ihnen eingefügte angebliche „Dogmentext“ (wenn nicht von Ihnen selbst?). Lumen Gentium
(eine DOGMATISCHE Konstitution): „Diese Kirche […] ist verwirklicht (susbsistit) in der katholischen
Kirche, die vom Nachfolger Petri […] geleitet wird. Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüges
vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind, die als der Kirche Christi eigene
Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.“ [klein]Die Kirche besteht unabhängig vom Papsttum![klein]
Hört, hört! Woran erkenne ich denn diese WAHRE Kirche, wenn sie die Einheit mit dem Nachfolger Petri
aufgibt, wenn doch LG sagt, sie sich zu allererst in der vom Papst geleiteten röm.-kath. Kirche verwirklicht?
Wer sagt mir denn, dass ich vom Papst verlautbarten Enzykliken wie Hum. Vitae folgen muss, oder nicht?
Die von Lefevre geweihten Bischöfe sind exkommuniziert: ja oder nein? Oder ist der hl. Vater exkommuniziert?
– an welcher Stelle in diesem Forum soll ich mich zu dem von ihnen postulierten „Dogma von der alleinseligmachenden
Kirche“ geäußert haben?
@SignumSalutis: Dogmatiker Greshake ist kein Katholik 1. Wann ist die Formulierung „alleinseligmachend“
zum Dogma erhoben worden? (Dogmatiker Greshake im LThK: „eine im kath. Glaubensbewußtsein u. in der kath.
Dogmatik vis z. Mitte des 20. Jh. (allerdings mit einer Reihe v. Einschränkungen) verwendete Bez., die
z. Ausdruck bringen will, daß nur die römisch-kath. Kirche, dem Willen Christi entsprechend, dem Menschen
das Heil vermittelt. Ein „Dogmatiker“, der eine solche Auskunft gibt, ist alles, nur kein Katholik oder
ein „katholischer Dogmatiker“. Siehe den Dogmentext unten. 2. Die Kirche führt zum Heil, unüberbietbar
und einzig, die sichtbare röm.-kath. Kirche ist aber (schon bei Augustinus) nicht deckungsgleich mit
denen, die am Heil Anteil haben (vgl. Lumen gentium 8). Andere Menschen, die ehrlichen Herzens Gott suchen,
empfangen von ihm Heil (vgl. Hebr. 11,6; Apg. 10,35). Die Kirche Christi auf Erden ist ausschließlich
die römisch-katholische Kirche unter dem Bischof v. Rom. Wer das ewige Seelenheil erlangt, erlangt es
ausschließlich durch Christus und durch die Kirche, zu der man auch durch die implizite Begierdetaufe
gehören kann. 4. Hört die Kirche Ihrer Ansicht nach auf, alleinseligmachend zu sein, wenn Päpste, die
aus Ihrer Sicht das Allerheiligste nachlässig behandeln und einem relativistischen Ökumenismus frönen,
an ihrer Spitze stehen? Die Kirche besteht unabhängig vom Papsttum! 5. Sie gehören zur Kirche! 3. Haben
Sie das Dogma nicht geleugnet?
@ SignumSalutis Die beanstandete Osterkerze ist doch wohl theol. sauber, verweist sie doch auf die Erlösung
der Schuld Adams, Mit dieser Begründung ließe sich praktisch jedes Motiv auf die Osterkerze bringen.
Das aber würde gleichzeitig zu einer Bedeutungslosigkeit der Darstellung führen. Eine Osterkerze ist
zudem keine Kerze, die irgendwelche mit Ostern verbundenen theologischen Botschaften transportieren soll.
Fehlen die klassischen Elemente, so ist es einfach keine Osterkerze.
@Rudiratlos 1. Wann ist die Formulierung „alleinseligmachend“ zum Dogma erhoben worden? (Dogmatiker Greshake
im LThK: „eine im kath. Glaubensbewußtsein u. in der kath. Dogmatik vis z. Mitte des 20. Jh. (allerdings
mit einer Reihe v. Einschränkungen) verwendete Bez., die z. Ausdruck bringen will, daß nur die römisch-kath.
Kirche, dem Willen Christi entsprechend, dem Menschen das Heil vermittelt. 2. Die Kirche führt zum Heil,
unüberbietbar und einzig, die sichtbare röm.-kath. Kirche ist aber (schon bei Augustinus) nicht deckungsgleich
mit denen, die am Heil Anteil haben (vgl. Lumen gentium 8). Andere Menschen, die ehrlichen Herzens Gott
suchen, empfangen von ihm Heil (vgl. Hebr. 11,6; Apg. 10,35). 3. Wann soll ich mich von dem (nicht vorhandenen)
Dogma von der alleinseligmachenden Kirche distanziert haben? 4. Hört die Kirche Ihrer Ansicht nach auf,
alleinseligmachend zu sein, wenn Päpste, die aus Ihrer Sicht das Allerheiligste nachlässig behandeln
und einem relativistischen Ökumenismus frönen, an ihrer Spitze stehen? 5. Sind die Herren, denen der
ehemalige Erzbischof Lefevre unerlaubterweise die Bischofsweihe gespendet hat, alleinseligmachend?
@SignumSalutis: Haben Sie sich schon von Ihrer Leugnung des Dogmas von der alleinseligmachenden Kirche
distanciert? Katholik ist, wer die katholische Lehre vollständig glaubt, wie sie die Kirche unter dem
Petrusnachfolger zu allen Zeiten lehrt!
Nackt?@rudi usw. Auch Michelangelos Jüngstes Gericht ist bekanntermaßen umgearbeitet und zensuriert
worden! … offensichtlich nicht besonders gründlich. Die beanstandete Osterkerze ist doch wohl theol.
sauber, verweist sie doch auf die Erlösung der Schuld Adams, auf Christus, den neuen Adam, den erneuerten
Bund (Regenbogen). Wer anders darin entdeckt, denkt nur mit dem Schw… Sorry. Eher spiegelt sich der
Frust gewisser Tradi-Kreise, dass auch das gute, alte Ötting nicht nur ewig gleiches in Liturgie und
Verkündigung nachbetet, sondern nach neuen, dem Traditum entsprechenden Formen sucht. Ach Rudi: weshalb
sollen Leser hier im KKK nachsehen, herausgegeben vom jetzigen und vorherigen Inhaber des Stuhles Petri,
denen du vorwirfst, durch Ökumenismus „Millionen von der Kirche wegeführt“ zu haben. Also: entweder
Katechismus UND „Ökumenismus-Papst“ oder weder das eine noch das andere. Wie legitimierst du Patchwork-Glaube
a la Rudolfus? Du widersprichst dich laufend und ich erhoffe mir Aufklärung, wo da der rote Faden zu
finden ist? Soll ich noch den KKK zum Ökumenismus zitieren??? Sag doch lieber offen, dass DU mit ROM
nix am Hut hast!
Bereits 1582 machte sich der Erzbischof von Bologna, Gabriele Cardinal Paleotti, in seinem Discorso sulle
immagini sacre e profane Gedanken darüber, ob man die Kriterien für den römischen Bücherindex nicht
auch auf die bildenden Künste anwenden könnte; als 1595 der Index der verbotenen Bücher gesamtkirchlich
vorgeschrieben wurde, machte Cardinal Paleotti, unterstützt vom hl. Cardinal Robert Bellarmin auch beim
Petrusnachfolger einen Vorstoß zugunsten eines Bilderindexes, denn: Das Auge sei nicht nur der Spiegel
der Seele, es sei vielmehr auch die Tür, durch die das Böse in die Seele eindringe. (…) Daher sollten,
so ihr Vorschlag, alle bildlichen Darstellungen daraufhin überprüft werden, ob sie Anlaß zur Sünde
gäben. Auf jeden Fall müßten umgehend alle bildlichen Darstellungen, die zu einem lasterhaften Leben
verführten, den Blicken der Öffentlichkeit entzogen werden. Papst Clemens VIII. (1592-1605) fand Gefallen
an dem Projekt und machte sich persönlich auf den Weg durch Roms Kirchen, und bestimmte, welche Bilder
zu zensurieren oder zu entfernen seien. (Nach: Rüdiger Achenbach, Hartmut Kriege: Die Päpste und die
Macht, Düsseldorf, Zürich, 2002, Ss. 200 f.) Auch Michelangelos Jüngstes Gericht ist bekanntermaßen
umgearbeitet und zensuriert worden!
Nun ja, geschmackssache Dass ein Symbol ausschließlich Abstrakter Natur ist, stimmt leider nicht. Der
Ikonizitätsgrad ist gerade bei religöser Malerei eher eine Frage des Stils als eine Frage der Bildbedeutung.
Die christlich sakrale Malerei hat eine fülle von immer wieder verwendeten Motiven bzw. Symbolen hervorgebracht.
Diese Bilder lassen sich einfach lesen. Eine Christusdarstellung zeichnet sich in der Regel durch ihre
Wundmale aus, den Diversen Aposteln sind Tiere und Utensilien zugeordnet und so weiter. Und der nackte
Körper ist genau so ein Element. Er taucht in der christlich Sakralen Malerei praktisch nur an zwei Stellen
auf (vor allem wenn mehr als eine nackte Person dargestellt ist): • die Schöpfung bzw. das Paradies
• die Wiederauferstehung/Tag des jüngsten Gerichtes Da wir es gewohnt sind, Texte zu lesen – ja überhaupt
lesen zu können – vergessen wir oft, dass Bilder eine wichtige Rolle in der Vermittlung des Glaubens
spielten, zu Zeiten als noch wesentlich weniger Menschen des Lesens mächtig waren. Die Bedeutung einer
Darstellung ist immer von der Zeit und dem kulturellen Rahmen abhängig. Und im Rahmen der Christlichen
Malerei, ist die Aussage der Kerze recht eindeutig: die Osterbotschaft. Ich will hier nicht behaupten,
dass die Kerze besonders hübsch währe. Ganz im Gegenteil – kitschig trifft es schon. Ich meine nur,
dass sich keine sexuelle Anspielung ergibt – außer man hat ist notgeil oder ist einfach zu faul sich
mit der Kunstgeschichte der eigenen Kultur auseinanderzusetzen.
@stephanSchmidt Was bitte soll an diesen kitschigen „James-Bond-Vorspann-Nackedeis“ denn symbolisch sein?
Sorry, aber Symbolik arbeitet eben mit dem – oft abstrakten- Symbol und nicht mit pseudorealistischen
Nacktfigürchen.
Sex?!?!?!!? Also, kann mir mal bitt jemand sagen wie man in dieser Kerze eine Sexuelle Anspielung entdecken
will? Man kann auch nackt sein (egal of unter männern, Frauen oder in der gemischten Sauna) ohne gleich
sex zu haben. Und gerade in der Religiösen Symbolik ist sie üblich, wenn es um die Unschuld oder die
Rückkehr zur unschuld geht. Den Packt Gottes mit den Menschen in Form des Regenbogens ist Ihnen ja bekannt.
Am unteren Ende sieht man die gesprengten irdischen Fesseln, mit dem Schwedenden Jesus darüber. Eine
einfachere Auferstehungs-Symbolik sollte schwerlich zu finden sein. Und da Jesus in Ihrem Weltbild am
Kreuz starb um die Synden der Menschen zu sühnen und ihnen damit das Himmelreich zu eröffnen ist das
Motiv doch recht gut für eine Osterkerze geeignet. Man könnte höchstens anmerken, dass die Beckengegend
der jungen Dame recht üppig ausgearbeitet ist. Aber es werden weder Geschlechtsteile dargestellt. Die
detailierte Darstellung der Frau (im vergleich zu männlichen Figur) weist auf einen heterosexullen Künstler
hin, der wahrscheinlich aus diesem Grund Jesus zur männlichen statt zur weiblichen Figur blicken lässt:
um Missverständnisse zu vermeiden, und zu zeigen dass es eben nicht um Sex geht. Also entschuldigen Sie
bitte, aber man kann auch Sex oder gar Homo-Erotik dort sehen, wo keine ist.
@ Brech innen Becher Das bedeutet daß sie nichtn nur unzüchtig sind (Sex haben), sondern das auch noch
mit Männern, was eine Steigerung darstellt, quasi doppeltschlimm ist. Da wird wohl endlich mal etwas
Licht in deinem finsteren Verstandskasten! Glückwunsch!! :)3
@rächer Dann hätte die Redaktion aber besser die Copy/Paste-Funktion gewählt und „HOMO_UNZUCHT“ geschrieben.
Die adjektivische Form gibt meiner Auslegung recht. Merke: Es ist also nicht böse, homosexuelle veranlagt
zu sein, sondern als Schwuler mit frauen zu verkehren!
Neinnein! Das bedeutet daß sie nichtn nur unzüchtig sind (Sex haben), sondern das auch noch mit Männern,
was eine Steigerung darstellt, quasi doppeltschlimm ist.
@rächer Hörnsemal! Aber was bitte ist dann homounzüchtig in diesem Zusammenhang! Die Dame beklagt sich
laut Artikel also,dass es unzüchtige homosexuelle Bischöfe gibt. Was heißt das? Das diese Bischöfe
schwul sind und es, unzüchtigerweise, mit Frauen getrieben haben?
Ganz einfach! „Unzüchtig“ bedeutet: Seine Sexualität ausleben, das allein ist bereits Unzucht. Wenn
man das ganze auch noch homosexuell tut, dann ist man „homounzüchtig“, was noch schlimmer ist als „heterounzüchtig“.
homo-unzüchtig Was soll dieses kreuznetsche Sprachmonstrum „homo-unzüchtig“bitte ausdrücken ???? Entweder
sind homosexuell veranlagte Menschen unzüchtig; dann sollten wir eher von „unzüchtigen Homosexuellen“sprechen.
Oder könnte der Autor meinen, es seien homosexuell veranlagte Menschen, die ihrer homosexuellen Veranlagung
untreu wurden, und sich gar, horribile dictu, im heterosexuellen Tectelmechtel der Geschlechter vergnügten?
Kreuz.net, merke: Nicht immer läßt sich das Wort Unzucht geschickt mit einem anderen Lemma kombinieren!
Alles was nicht ihrer spießigen Sexualmoral entspricht, nennen sie unzüchtig. Leider kreieren sie dabei
unzüchtige Worte, hinsichtlich der Sprachkorrektheit!
Der liebe Gott… …ist barmherzig und vergibt allen. Auch wenn das einige Menschen hier nicht wahrhaben
wollen und allen Spaß und alle Freude als widergöttlich abtun- wohl ob Ermangelung derselbigen im eigenen
Leben.
@ amadeus Das Deckenfresko weist locker über 100 splitterfasernackte Menschen auf, das Jüngste Gericht
an der Stirnwand bestimmt auch 100, dazu noch paar Halbnackte (Jesus z.B. nur mit flüchtigem Lendenschurz).
Da kommt man sich ja vor wie in einem mittelalterlichen Badehaus bzw. in einer Großsauna…Wenn sogar
schon Gottvater uns seinen nackten Hintern entgegenstreckt…
Nacktes Stammelternpaar Der Unsinn ist doch nicht die Nacktheit, sondern der, dass man auf einer Osterkerze
die Stammeltern abbildet. Das ist dann eben keine Osterkerze, auch wenn man sie als solche bezeichnet.
@Bibelsektierer Pascal123 Christus lehrt ewige Hölle?? Welche Bibelstelle gibt klarheit darüber?? Sehr,
sehr, sehr viele Zitate Christi! Lesen Sie in den Evangelien nach – oder in einem Dogmatikbuch der Kirche,
oder im KKK oder KKK-K.
#27 timpressum † 13:28:34 | Freitag, 4. Januar 2008
Schon klar Überall, wo ein Regenbogen drauf ist, isses gleich schwul. Überall, wo nackte Menschen sind,
kommts gleich zum ach so sündigen Geschlechtsverkehr. Wisst ihr was, liebe Kreuz.net’ler? Ich glaube,
ihr denkt den ganzen Tag nur an Sex!
Michelangelo Aus einer Sonette Michelangelos, gewidmet dem Tommaso Cavalieri Wenn wahr die Hoffnung leuchtet,
Dir zum Preis, Wenn wahr der Sehnsucht Feuer in mir brennt, So reiß die Mauer nieder, die uns trennt,
Verborgner Kummer peinigt doppelt heiß. Ja, das hört sich wirklich nach einer bloßen Männerfreundschaft
an.
@ Rudolfus: Michelangelo Kein Problem mit einer Konkubine Michelangelos (falls es sie gegeben hat; sie
spielen auf Vittoria Colonna an? – Kann durchaus sein.). Das schließt ja eine Beziehung zu dem verdammt
gutaussehenden römischen Adligen Cavalieri nicht aus. Nochmal Sixtinische Kapelle: Da gibt’s auch eine
Szene, bei der Adam mit seinem Penis direkt und dicht vor dem Gesicht Evas steht. Die Szene wird im letzten
Moment von Michelangelo dadurch entschärft, daß er Evas Kopf zur Seite dreht… Und bei dem „Jüngsten
Gericht“ an der Stirnwand beißt die Schlange in den Penis des Minos, der das Gesicht des päpstlichen
Zeremonienmisters Biagio da Cesena trägt… Die gute alte Renaissance. Bella Italia.
Christus lehrt ewige Hölle Christus lehrt ewige Hölle?? Welche Bibelstelle gibt klarheit darüber??
Ach und nur weil die RKK etwas zum Dogma erklärt ,heisst das noch lange nicht das dies wirkliche Göttliche
Wahrheit ist. Nur mal so als kleiner Tipp.
@Papst Rudi Was ist denn eine Konkubinin? Ist ja auch egal, Hauptsache, Sie legen hier Beweise für Ihre
Behauptung vor, Michelangelo sei nicht hs gewesen.
@Sozialkatholisch: Eine wichtige, aber erschütternde Bemerkung! Dann besteht ja die Möglichkeit das
sie mit den einen oder anderen Altrituellen Priester die Ewigkeit verbringen! Eine wichtige, aber erschütternde
Bemerkung! Denn die Ewigkeit ist es, die die furchtbare HÖLLE erst zur HÖLLE macht!! Ewig, ohne Widerkehr –
was täte man nicht alles, um die Existenz der Hölle auszulöschen: Aber man kann an dieser schrecklichen
Glaubenswahrheit leider nichts ändern: Christus und die Kirche lehren es als Dogma: Die Hölle ist ewig!
@ RRR Ein Priester, der versehentlich zwei Wörter im Hochgebet auslässt und dann an einem Herzinfarkt
verstirbt, kommt ohne Verzögerung in die Hölle, und Gott freut sich drüber! Dann besteht ja die Möglichkeit
das sie mit den einen oder anderen Altrituellen Priester die Ewigkeit verbringen!
Witze über die Altritualisten werden leider ernstgenommen Genau! Denn der gute Altritualist weiß: Ein
Priester, der versehentlich zwei Wörter im Hochgebet auslässt und dann an einem Herzinfarkt verstirbt,
kommt ohne Verzögerung in die Hölle, und Gott freut sich drüber! Leider nehmen diese Witze viele Neuritusgläubige
ernst. Bezüglich Michelangelo ist zu bemerken, daß die Behauptung, Michelangelo wäre homosexuell gewesen,
eine Mär ist, denn Michelangelo hatte eine Konkubinin. Alle derartige Behauptungen über Michelangelo
sind deshalb üble Nachrede ohne historische Beweise.
@ Überpapst Rudi Einen solchen Schwachsinn hört man mit Regelmäßigkeit auch nur von Modernisten und
Neuritualisten! Genau! Denn der gute Altritualist weiß: Ein Priester, der versehentlich zwei Wörter
im Hochgebet auslässt und dann an einem Herzinfarkt verstirbt, kommt ohne Verzögerung in die Hölle,
und Gott freut sich drüber!
Die schwachsinnige Modernistenbehauptung von „ungültigen Messen“ bei einigen Abweichungen Katholik Pius
Xi., ein grosser Papst. Vielen Herrschaften in Kreuznet klingeln wohl die Ohren. War die Messe überhaupt
gültig, wenn falsch inzensiert wurde. Hier zeigt sich wahres Verständnis dessen, was die Heilige Messe
ist. Nicht die Erfüllung von Rubriken, sondern der Geist ist es, der die Messe gültig macht. Einen solchen
Schwachsinn hört man mit Regelmäßigkeit auch nur von Modernisten und Neuritualisten!
@romulus ach übrigens, jetzt wird mir klar wie du darauf kommst, mich dem Bistum Würzburg zuzuordnen.
Das Muttergottesle von Schmerlenbach ist auch in der Pfalz wohlbekannt, Schmerlenbach war schliesslich
lange genug kurmainzisch…
@ Dummköpfe – da braucht man noch nicht einmal Phantasie, da muss man nur Augen im Kopf haben, um die
Aussage dieser Darstellung eindeutig unzweideutig zuordnen zu können.
@ Katholisch Ist das der Geist der Messe der die Leute auf den Rücken fallen läßt? Oder ist dr Geist
der Messe der solche erotischen Osterkerzen hervorbringt? Oder ist der Geist der Messe der, das man da
machen kann was man will? Was bei Pius 11 vielleicht ein wenig übertrieben wurde ist heute leider absolut
untertrieben, bzw. in manchen (hl.) Messen kaum noch vorhanden.
@Stimme der Vernunft – Homosexuell angehaucht Die Auferstehungsszene wird missbräuchlich oft gern homosexuell
angehaucht dargestellt. Deshalb hat auch der Bischof von Ihrem Bistum Würzburg, wo Sie ja herstammen,
ein homosexuell angehauchtes Auferstehungsbild aus dem Diözesanmuseum vor ein paar Jahren entfernen lassen.
Und dieser Bischof hat wirklich Ahnung von Kunst, sogar einen Doktortitel hat er darin.
Kitsch Sorry, die Typen die sich so einen Kitsch in die Kirche stellen und inzensieren, haben eine Meise.
Stimmt genau! Richtiger Kitsch ist aus Gips, verdreht die Augen nach oben und schaut, naja, eben wie das
Muttergottesle von Schmerlenbach. Alternativ kann er auch feist und pausbäckig sein. Und Blattgold ist
wichtig für religiös korrekten Kitsch. Und wenn das alles nicht verfügbar ist, muss wenigstens Franco
oder Dollfuß dargestellt sein, dann ist es auch gut.
Noah ein Homo? Gott setzt einen Regenbogen an den Himmel als Zeichen des Bundes zwischen ihm und der Erde.
(Gen 9, 12 ff.) Ein homosexuelles Angebot? Sixtinische Kapelle (ja genau, da, wo der Papst gewählt wird):
Alles voll von nackter Haut. Gott zeigt seinen nackten Hintern (was wollte Michelangelöo uns damit sagen?),
Adam und Eva zeigen ihre primären Geschlchtsmerkmale in aller Offenheit, athletische Jünglinge in den
Zwickeln in allen möglichen Stellungen… Wo bleibt da der Protest? OK, Michelangelo allerdings war homosexuell,
wie so viele herausragene Künstler.
Also wann ich mir … … so manche barocke Engerl anschau’, dann sind die noch gewagter – meiner Meinung
nach ist die Kerze schon ein wenig kitschig – ins moderne gewendeter Nazarenerstil – aber aufregen …
tun sich da möglicherweise nur Leute, die mit der Badehose (die sie sich im stockdunkeln angezogen haben)
duschen gehen
Rainbow-Sex-Osterkerze Diese Rainbow-Sex-Osterkerze zeigt mal wieder ganz deutlich wie weit heruntergekommen
die Kirche ist. Sorry, die Typen die sich so einen Kitsch in die Kirche stellen und inzensieren, haben
eine Meise. Diese Kapuziner sind alles nur eben nicht mehr katholisch.
Unbekleidete Stammeltern? So eine Sauerei, Adam und Eva waren nie nackt. Eva hatte immer ein schwarzes
Taschentuch auf dem Kopf, eine weisse Spitzenbluse und einen knöchellangen Rock an, Adam trug einen dunklen
Anzug.
Pius XI. Pius Xi., ein grosser Papst. Vielen Herrschaften in Kreuznet klingeln wohl die Ohren. War die
Messe überhaupt gültig, wenn falsch inzensiert wurde. Hier zeigt sich wahres Verständnis dessen, was
die Heilige Messe ist. Nicht die Erfüllung von Rubriken, sondern der Geist ist es, der die Messe gültig
macht.
Keine Kommödie Da hat der Papst Pius also den Rubrizismus seines Zeremonienmeisters als Kommödie bezeichnet.
Na, da steigt er ja richtig in meiner Achtung!