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Denkwürdig + Eine Entschuldigung klingt anders + Sex-Osterkerze? + Nicht allein + Keine Komödie
Denkwürdig
Heiliges Land. Heute vor 44 Jahren besuchte Paul VI. als erster Papst das Heilige Land. Er kündigte seine Reise den für das Zweite Vatikanum versammelten Bischöfen nur vier Wochen vorher an. Seit 150 Jahren hatte kein Papst mehr die italienische Grenze überschritten. Mit der Reise in das politisch umkämpfte Gebiet anerkannte die Kirche de facto den Staat Israel. Paul VI. traf während seiner Reise auch den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras. Die Begegnung führte zwei Jahre später zur Aufhebung der gegenseitigen Exkommunikationen.
Eine Entschuldigung klingt anders
Deutschland. Frau Eva Herman hat auf die vorgegebene Entschuldigung des ZDF-Moderator Johannes B. Kerner geantwortet. Sie sprach mit der deutschen ‘Bildzeitung’: „Eine Entschuldigung klingt sicherlich anders. Aber es ist eine christliche Pflicht, anderen Menschen zu vergeben“ – so Frau Herman: Sie habe von Kerner keinen Entschuldigungsbrief bekommen. Wenn ihm das ein Anliegen gewesen wäre, hätte sie sich gefreut.
Sex-Osterkerze?
Deutschland. Die Osterkerze in der Altöttinger Kapuzinerkirche St. Magdalene empörte im vergangenen Jahr viele Pilger. Die Kerze zeigt kein Kreuz oder fünf Nägel sondern einen Regenbogen sowie ein unbekleidetes Stammelternpaar.
Nicht allein
USA. Die Vorsitzende der US-Anglikaner, Katherine Jefferts Schori, hat gestanden, daß in ihrer Gemeinschaft „eine Reihe“ von Bischöfen homo-unzüchtig sei. Frau Schori sprach mit dem ‘Britischen Rundfunk’. Es sei unfair, ihre Gruppierung anzugreifen, nur weil Gene Robinson offen zugibt, die Sodomie zu praktizieren: „Er ist mit Sicherheit nicht allein.“
Keine Komödie
„In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschah es bei einer feierlichen Papstmesse in St. Peter, daß der ministrierende Kardinaldiakon Pius XI. falsch inzensierte, worauf der Zeremonienmeister den Purpurträger aufforderte, das ganze Procedere zu wiederholen. Der donnernde Kommentar des Papstes war bis in die äußersten Winkel der Vatikanischen Basilika zu hören: ‘Non facciamo una comedia’. Frei übersetzt: ‘Wir veranstalten doch hier keine Komödie.’“
Aus einem Kommentar des Vatikanisten Ulrich Nersinger in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.
Heiliges Land. Heute vor 44 Jahren besuchte Paul VI. als erster Papst das Heilige Land. Er kündigte seine Reise den für das Zweite Vatikanum versammelten Bischöfen nur vier Wochen vorher an. Seit 150 Jahren hatte kein Papst mehr die italienische Grenze überschritten. Mit der Reise in das politisch umkämpfte Gebiet anerkannte die Kirche de facto den Staat Israel. Paul VI. traf während seiner Reise auch den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras. Die Begegnung führte zwei Jahre später zur Aufhebung der gegenseitigen Exkommunikationen.
Eine Entschuldigung klingt anders
Deutschland. Frau Eva Herman hat auf die vorgegebene Entschuldigung des ZDF-Moderator Johannes B. Kerner geantwortet. Sie sprach mit der deutschen ‘Bildzeitung’: „Eine Entschuldigung klingt sicherlich anders. Aber es ist eine christliche Pflicht, anderen Menschen zu vergeben“ – so Frau Herman: Sie habe von Kerner keinen Entschuldigungsbrief bekommen. Wenn ihm das ein Anliegen gewesen wäre, hätte sie sich gefreut.
Sex-Osterkerze?
Deutschland. Die Osterkerze in der Altöttinger Kapuzinerkirche St. Magdalene empörte im vergangenen Jahr viele Pilger. Die Kerze zeigt kein Kreuz oder fünf Nägel sondern einen Regenbogen sowie ein unbekleidetes Stammelternpaar.
Nicht allein
USA. Die Vorsitzende der US-Anglikaner, Katherine Jefferts Schori, hat gestanden, daß in ihrer Gemeinschaft „eine Reihe“ von Bischöfen homo-unzüchtig sei. Frau Schori sprach mit dem ‘Britischen Rundfunk’. Es sei unfair, ihre Gruppierung anzugreifen, nur weil Gene Robinson offen zugibt, die Sodomie zu praktizieren: „Er ist mit Sicherheit nicht allein.“
Keine Komödie
„In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschah es bei einer feierlichen Papstmesse in St. Peter, daß der ministrierende Kardinaldiakon Pius XI. falsch inzensierte, worauf der Zeremonienmeister den Purpurträger aufforderte, das ganze Procedere zu wiederholen. Der donnernde Kommentar des Papstes war bis in die äußersten Winkel der Vatikanischen Basilika zu hören: ‘Non facciamo una comedia’. Frei übersetzt: ‘Wir veranstalten doch hier keine Komödie.’“
Aus einem Kommentar des Vatikanisten Ulrich Nersinger in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.
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Samstag, 2. Februar 2008 12:53
Rudolfus: „Katholisch“: Nur der Geist macht die hl. Messe gültig, natürlich
War die Messe überhaupt gültig, wenn falsch inzensiert wurde. Hier zeigt sich wahres Verständnis dessen,
was die Heilige Messe ist. Nicht die Erfüllung von Rubriken, sondern der Geist ist es, der die Messe
gültig macht.
Darum gehen „moderne Katholiken“ ja auch in die „Messe im Geiste“.
Darum gehen „moderne Katholiken“ ja auch in die „Messe im Geiste“.
Montag, 7. Januar 2008 01:00
SignumSalutis: @rudi
Naja, umgekehrt wird auch ein Schuh draus: das Konzil von Florenz im Lichte der ganzen kirchlichen Lehrtradition sehen. Vereinfacht gesagt: die bloße Tatsache, dass einer nach Außen hin evangelisch, Jude, Muslim, nach eigener Auffassung Atheist ist usw. reicht noch nicht aus für den Blickwinkel des Herrn: der kennt die Herzen der Menschen besser als wir selbst, hat jedes Haar auf unserem Haupt gezählt. Man kann es auch so sagen: außer der katholischen Kirche gibt es kein Heil, aber vieles ist katholisch, was sich nicht so nennt und hat somit an Gottes Heil Anteil. Die sichtbare Kirche ist „Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ In der Kirche spiegelt sich, möchte ich sagen, das, was in der Welt an „Gutem“, „Katholischem“ unausgesprochen und unerkannt da ist. Auf alle Menschen guten Willens zuzugehen das aufgehen zu lassen, was vielleicht als kleiner Samen in ihnen angelegt ist, ist Sendung der Kirche. Dies bedeutet aber nicht, allen die Taufe penetrant aufzudrängen: gerade Dialogunfähigkeit, auch Gewalt, arrogantes Auftreten, Unglaubwürdigkeit, Nichtrespektieren fremder Kulturen usw. haben immer wieder dazu geführt, dass das Evangelium Christi durch Menschen, die im Auftrag der Kirche handelten, verdunkelt wurde und so zu „unüberwindlicher Unkenntnis“ im Sinne des hl. Thomas führten. Klar muss sein: die Kirche will Heil bringen, und rechnet gemäß LG immer damit, dass Gottes Geist schon unerkannt am Werke seinkann
Montag, 7. Januar 2008 00:32
Rudolfus: @SignumSalutis: Herzlichen Dank für die ausgezeichnete Zusammenfassung,
insbesonders auch für das Zitat Pius’ XII.
Nur unter diesen Vorraussetzungen sind die Erklärungen des Pastoralkonzils zu verstehen –
die Konzilstexte alleine können viele nicht verstehen, oder verstehen sie gewollt oder ungewollt als Leugnung des Dogmas von Florenz.
Die Kirche widerspricht aber keinem Dogma, und kann das auch gar nicht – das wäre sonst Apostasie, wie dies die VII-Sektierer in ihren Irrlehren behaupten: als wäre das Pastoralkonzil ein Apostatenkonzil gewesen!
Nur unter diesen Vorraussetzungen sind die Erklärungen des Pastoralkonzils zu verstehen –
die Konzilstexte alleine können viele nicht verstehen, oder verstehen sie gewollt oder ungewollt als Leugnung des Dogmas von Florenz.
Die Kirche widerspricht aber keinem Dogma, und kann das auch gar nicht – das wäre sonst Apostasie, wie dies die VII-Sektierer in ihren Irrlehren behaupten: als wäre das Pastoralkonzil ein Apostatenkonzil gewesen!
Montag, 7. Januar 2008 00:27
SignumSalutis: @rudi
Gut. Jetzt kommen wir an die Frage, wann ein Mensch sich im Sinne des Konzils von Florenz außerhalb der kath. Kirche befindet. Sie haben selbst die Begierdetaufe als zureichend erwähnt. D. hl. Thomas von Aquin betont selbst, das unüberwindliche Unkenntnis vom Heil NICHT ausschließt. (De Veritate 14,11 ad 1) Gegen die Jansenisten in Frankreich lehrte die Kirche, dass Christus FÜR ALLE gestorben ist. Heiden, Juden und Häretiker erhalten zureichende Gnade. Ausdrücklich wird vom hl. Stuhl 1713 in der Konstitution „Unigenitus Dei Filius“ die Auffassung zurückgewiesen „Außerhalb der Kirche wird keine Gnade gewährt.“ Enzyklika „Mediator Dei“ 1943 betont, daß nicht zur sichtbaren Kirche Gehörende „in einer Art unbewußtens Verlangens und Wunsches hingeordnet sein auf den mystischen Leib des Erlösers“ sein können. Die Konstitution Lumen Gentium und die genannten Beispiele zeigen, dass bloße instituttionelle Nichtzugehörigkeit zur sichtbaren Kirche nicht als zureichende Annahme zur Nichtzugehörigkeit zur katholischen Kirche als Heilsgemeinschaft im Sinne des florentiner Konzils anzunehmen ist. Die Aussage von Florenz kann auf Menschen, die notorisch und in Bewußtsein seines Heilsangebotes in der Ablehnung Christi verharren, Anwendung finden. Ein Gott, der die, die ihn ohne eigene Schuld nicht kennen, in die Verdammnis stürzen würde, wäre wohl schwerlich als Gott Jesu Christi auszugeben. (schauen Sie mal in den Artikel „Heilsnotwendigkeit der Kirche“ im Lexikon für Theologie und Kirche…
Sonntag, 6. Januar 2008 23:49
Rudolfus: Das Dogma des Konzils
Das Konzil von Florenz:
Sie glaubt fest, bekennt und verkündet, daß „niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur keine Heiden“, sondern auch keine Juden oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können, sondern daß sie in das ewige Feuer wandern werden, „das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist“ [Mt 25,41], wenn sie sich nicht vor dem Lebensende ihr angeschlossen haben, und daß die Einheit mit dem Leib der Kirche eine solch große Bedeutung hat, daß nur denen, die in ihr verharren, die Sakramente der Kirche zum Heil gereichen und Fasten, Almosen und die übrigen Werke der Frömmigkeit und übungen des christlichen Kriegsdienstes ewige Belohnungen zeitigen. „Und niemand kann, wenn er auch noch so viele Almosen gibt und für den Namen Christi sein Blut vergießt, gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt“.
http://www.uibk.ac.at/…um/texte/250-38.html
Sie glaubt fest, bekennt und verkündet, daß „niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur keine Heiden“, sondern auch keine Juden oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können, sondern daß sie in das ewige Feuer wandern werden, „das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist“ [Mt 25,41], wenn sie sich nicht vor dem Lebensende ihr angeschlossen haben, und daß die Einheit mit dem Leib der Kirche eine solch große Bedeutung hat, daß nur denen, die in ihr verharren, die Sakramente der Kirche zum Heil gereichen und Fasten, Almosen und die übrigen Werke der Frömmigkeit und übungen des christlichen Kriegsdienstes ewige Belohnungen zeitigen. „Und niemand kann, wenn er auch noch so viele Almosen gibt und für den Namen Christi sein Blut vergießt, gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt“.
http://www.uibk.ac.at/…um/texte/250-38.html
Sonntag, 6. Januar 2008 23:46
SignumSalutis: @rudi
Gut. Aber an welcher stelle hat die Kirche ein derartiges Dogma verkündet, wüßte ich gerne von ihnen. Und ist das von mir zitierte Wort aus der Dogmatischen Konstitution des II. Vatikanums heterodox?
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