Requiem
Der nächste Pfarrer von Ars?
Selbstverständlich muß das Leben und Wirken dieses Priesters aus dem Kontext seiner Zeit heraus gedeutet und verstanden werden.
Gemälde von Hw. Augustinus Hieber
Gemälde von Hw. Augustinus Hieber
(kreuz.net, Leutkirch) Am 4. Januar 1968 starb Hw. Augustinus Hieber. Er war 31 Jahre lang Pfarrer in Merazhofen.

Der kleine Ort ist einer der zahlreichen Weiler, die zur Stadt Leutkirch im Allgäu im Südosten des Bundeslandes Baden-Württembergs gehören.

Hw. Hieber wurde am 15. Februar 1886 in Straßdorf – fünfzig Kilometer östlich von Stuttgart – geboren. Der Ort wurde im April 1972 in die Stadt Schwäbisch Gmünd eingemeindet.

Der spätere Priester war nach vier Töchtern der einzige Sohn seiner Eltern. Er sollte ursprünglich den großen Bauernhof übernehmen.

Nach seiner Priesterweihe war er zunächst
Der Chauffeur Hw. Hieberers
„Was Pfarrer Hieber mit der rechten Hand bekommen hat, das hat er mit der linken Hand an die Armen weitergegeben.“
mehrere Jahre Kaplan in Stuttgart und Schramberg, danach Stadtpfarrer in Göppingen – vierzig Kilometer östlich von Stuttgart.

Wegen gesundheitlicher Probleme erhielt er die Pfarrei in Merazhofen. Dort wurde er als „Wunderpfarrer“ bekannt.

Gläubige aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich reisten in den winzigen Ort, um bei Pfarrer Hieber zu beichten.

Schon zu Lebzeiten war er für seine heilenden und segensspendenden Kräfte bekannt.

Nach Angaben der jüngsten Ausgabe der ‘Schwäbischen Zeitung’ pilgern heute mehr Pilger an das Grab des toten Priesters.

Die Zeitung befragte dazu Theodor Steur, der zu Zeiten von Pfarrer Hieber Kirchenpfleger in Merazhofen und Chauffeur des Geistlichen war: „Was Pfarrer Hieber mit der rechten Hand bekommen hat, das hat er mit der linken Hand an die Armen weitergegeben.“

Außerdem habe der Geistliche viel Charisma besessen: „Um seine Predigten zu hören, sind die Leute schon damals von weit her gekommen.“

In der Zeit des national-sozialistischen Regimes sollten die Kreuze in den Schulen abgehängt und der Religionsunterricht verboten werden.

Hw. Hieber betete mehrere Nächte, um dies abzuwenden. Darauf blieb im Dekanat Leutkirch im Allgäu alles beim alten.

Auf sein Gebet und seinen Segen hin wurden auch Kranke geheilt.

Die priesterliche Arbeit von Hw. Hieber wurde nach Angaben der ‘Stuttgarter Zeitung’ sehr geschätzt: „Selbstverständlich muß das Leben und Wirken dieses Priesters aus dem Kontext seiner Zeit heraus gedeutet und verstanden werden“ – relativiert das Blatt.

Diakon Kurt Susak – Vorsitzender des „Pfarrer Augustinus Hieber-Gedächtnisvereins“ – berichtet von einem Familienvater, der nach zehn Krebs- und Chemotherapien die Hoffnung auf Heilung schon aufgegeben hatte: „Dann betete er am Grab von Pfarrer Hieber und der Krebs verschwand.“

Der Diakon unterstreicht vor der ‘Schwäbischen Zeitung’, daß sich Hw. Hieber selber scharf gegen „Wundersucht und Aberglauben“ gestellt habe.

Inzwischen haben bereits 20.000 Menschen eine Bitte um die Seligsprechung des Geistlichen unterschrieben.

Die Entscheidung darüber liegt beim Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Rudolfus   21:45:49 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Wenn sich da „Gunsenum“ nicht einmal wieder täuscht!
Dazu, dazu mein lieber, wirst Du sicher nicht gehören!
In Gefahr ist da wohl Herr „Gunsenum“ selbst, später nicht dazu zu gehören, wie die törichten Bräute ohne Öl in der Brennkerze :-@
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#12   Jörg Guttenberger, Köln   01:40:39 | Samstag, 5. Januar 2008
Stuttgarter Zeitung: Relativierung
Was soll das? Heilungswunder müssen nur insweit im Zusammenhang (neudeutsch: Kontext) der Zeit gesehen werden, als sie unter Zugrundelegung der damaligen wissenschaftlichen Erkenntnisse als solche anerkannt werden. Was vor 50 Jahren als unheilbar galt, ist zum Teil heute medinzinisch therapierbar. Es blebt aber ein Wunder, daß der Kranke trotz fehlender Therapie geheilt wurde.
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#11   Gunsenum   15:54:29 | Freitag, 4. Januar 2008
@ruDOLLFUß
Dazu, dazu mein lieber, wirst Du sicher nicht gehören!
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#10   Rudolfus   14:30:19 | Freitag, 4. Januar 2008
Was man auf kreuz.net nicht alles lernt!
Der Rübezahl erklärt exklusiv den neuen päpstlichen Selig- und Heiligsprechungsmodus.
Vielleicht wird ja der eine oder der andere, der heute Christus die Treue hält, morgen auch eine Sache für die zuständige Kongregation für Seligsprechungen sein.
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#9   LandorganistII   14:20:00 | Freitag, 4. Januar 2008
Lieber Rübezahl,
sauber recherchiert! Bravo! Sowas erwarte ich allerdings von der „Redaktion“ bevor die etwas veröffentlichen. Und der in Rede stehende Artikel sagt eindeutig nicht das aus, was Sie freundlicher Weise zugesteuert haben, und was mir ebenfalls bekannt ist. Aber an Eindeutigkeit und Beweisbarkeit hapert es hier ja in fast jedem Artikel. Ich denke wir sind uns einig darin, dass es nicht Aufgabe der Leser ist, ständig irgendwelche Veröffentlichungen eines sich „katholisch“ nennenden Mediums zu korrigieren.
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#8   Rübezahl   14:13:18 | Freitag, 4. Januar 2008
Landorganist = schlecht informiert!
Staunen kann ja nie schaden – so kann man in der eigenen Verwunderung ja eventuell noch das ein oder andere dazulernen…
Ich empfehle in diesem Fall die Lektüre der apostolischen Konstitution „Divinus perfectionis magister“, vom 25. Januar 1983, durch welche der Hl. Vater, JPII., die Selig- und Heiligsprechungsverfahren neu ordnete.
Hier wird der Landorganist – aber auch jeder andere Interessierte – dann lesen können, dass die erste Beurteilung eines „Falles“ (und auch der weitere Fortgang & die Zulassung überhaupt) de facto in der Hand des Ortsbischofs liegt.
Erst wenn die ganze „Sache“ tatsächlich spruchreif und gut vor-geprüft ist, wird sie der Kongregation für Heiligsprechungsverfahren in Rom vorgelegt.
… In diesem Sinne, lieber VORHER sich informieren – sonst trifft jenes auf einen SELBST zu, was man anderen vorwirft …
liebe Grüße,
der Rübezahl
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#7   LandorganistII   11:37:11 | Freitag, 4. Januar 2008
Ich bin erstaunt!
Jetzt entscheiden die Diözesanbischöfe über Seligsprechungen! Hört, hört! Gut, dass sich die +net-Redaktion so gut in kirchenrechtlichen Fragen auskennt. Wir lernen nie aus!
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#6   Kurt K.   11:29:51 | Freitag, 4. Januar 2008
Natürlich gibts Zombies!
Die werden sogar öffentlich gezeigt und treten Scharenweise bei Arabella und Anreas Türk auf!
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#5   Abaelard   11:19:28 | Freitag, 4. Januar 2008
@ Nachtlaterne: Lebende Tote?
Es gibt sie also doch: Zombies!
;-)
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#4   stimme der vernunft †   11:11:23 | Freitag, 4. Januar 2008
@Nachtkappe
Wow, du kannst ja doch noch was anderes als sinnlose Bibelstellen kopieren! Ich bin beeindruckt!
Ob das noch ein Wunder ist?
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#3   Nachtlaterne   11:06:08 | Freitag, 4. Januar 2008
stimme der unvernunft,
ein wunder ist, dass sie bei so viel dummheit, bosheit und verblendung noch leben können. ihr leben ist doch eigentlich gar nicht als leben zu rechnen. sie sind das was man einen „lebenden toten“ nennt vor denen christus schon so gewarnt hat.
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#2   stimme der vernunft †   10:54:51 | Freitag, 4. Januar 2008
Ein Wunder
Hw. Hieber betete mehrere Nächte, um dies abzuwenden. Darauf blieb im Dekanat Leutkirch im Allgäu alles beim Alten.
Ich hab mir gewünscht, dass im neuen Jahr die Sonne scheint.
An Silvester und Neujahr hab ich die ganze Nacht und den ganzen Tag feuchtfröhlich gefeiert, und siehe, die Sonne scheint!
Ein Wunder, ein Wunder!
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#1   Nachtlaterne   10:50:55 | Freitag, 4. Januar 2008
„Die Vernichtung ist beschlossen, die Gerechtigkeit flutet heran. Ja, Gott, der Herr der Heere, voll
„Die Vernichtung ist beschlossen, die Gerechtigkeit flutet heran. Ja, Gott, der Herr der Heere, vollstreckt auf der ganzen Erde die Vernichtung, die er beschlossen hat.“
Jesaja 10/23
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