kreuzmeldungen
Kardinal Lustiger bekommt einen Nachfolger + Asche aufs päpstliche Haupt + Rausgeflogen + Hirtenbrief mit Filmtip + Wo bleibt der Protest?
Kardinal Lustiger bekommt einen Nachfolger

Frankreich. Der Erzbischof von Tours, Mons. André Armand Vingt-Trois (62), wird voraussichtlich Kardinal Jean-Marie Lustiger als Erzbischof von Paris ablösen. Mons. Vingt-Trois ist ein enger Freund des Kardinals und war früher sein Weihbischof. Tours befindet sich südwestlich von Paris. Nach Angaben von Vatikan-Experten wird die Ernennung morgen publiziert werden. Schon seit mehreren Monaten diskutierte der Vatikan über einen Nachfolger des 78-jährigen Kardinal Lustiger, der gesundheitlich angeschlagen ist und besonders Probleme mit seiner Stimme hat. Daß Mons. Vingt-Trois neuer Erzbischof von Paris werden soll, sei schon Ende Januar festgelegt worden. Entsprechend einem alten Abkommen zwischen dem Vatikan und Frankreich muß der Vorschlag der Französischen Regierung zur formellen Begutachtung unterbreitet werden. Das sei bereits geschehen. Im laizistischen Frankreich braucht es für die Ernennung eines Bischofs die förmliche Zustimmung des Staatspräsidenten.

Asche aufs päpstliche Haupt

Italien. Am gestrigen Mittwochmorgen hat der Heilige Vater in seinem Spitalzimmer der Gemelli-Klinik die Heilige Messe des Aschermittwochs zelebriert. Anwesend waren auch einige Konzelebranten. Die vom Papst gesegnete Asche wurde von einem der mitzelebrierenden Priester ausgeteilt. Am heiligen Ritus nahmen auch der päpstliche Leibarzt, Dr. Renato Buzzonetti, und die anderen Ärzte teil, die den Papst gegenwärtig behandeln.

Rausgeflogen

USA. Die Glaubenskongregation untersagt dem US-amerikanischen Dogmatiker P. Roger Haight SJ zu unterrichten. Dies berichtete die Nachrichtenagentur der US-amerikanischen Bischofskonferenz. Nach fünf intensiven Jahren der Prüfung hat der Vatikan in Haights Buch „Jesus, Symbol Gottes“ von 1999 „ernsthafte Lehrirrtümer“ festgestellt. In seinem Werk leugne Pater Haight die Gottheit Christi, seine Auferstehung und seine einzigartige Mittlerschaft, ebenso die Dreifaltigkeit des einen Gottes. Deshalb sei dem Autor die Lehrbefugnis solange entzogen, bis er seine Ansichten ändere. Joseph Kardinal Ratzinger unterzeichnete eine entsprechende Notifikation zum Buch. Das Schreiben ist in der italienischen Ausgabe des „L’Osservatore Romano“ vom 7./8. Februar veröffentlicht.

Hirtenbrief mit Filmtip

Philippinen. In seinem Hirtenbrief für die Fastenzeit wies Mons. Fernando Capalla, Erzbischof von Davao und Präsident der Philippinischen Bischofskonferenz, seine Gläubigen an, sich in der Fastenzeit den Sakramenten und kirchlichen Frömmigkeitsübungen zuzuwenden. Davao befindet sich im Südosten des Landes. Die Katholiken müßten das Übel der Sünde erkennen und umkehren. Die Beichte sei hier von besonderer Bedeutung. Neben den bewährten Mitteln wie dem Kreuzweg, der Schriftlesung, dem Fasten, der Beichte oder den Exerzitien, empfahl der Erzbischof auch Mel Gibsons Film „Die Passion Christi“ als Hilfe für die vorösterliche Bußzeit. Obwohl der Film nur „einen menschlicher Schatten des Leidens Christi“ darstelle, seien die bewegenden Bilder nach den Worten des Erzbischofs eine „mächtige Hilfe, um Reue zu wecken“.

Wo bleibt der Protest?

Deutschland. Ian Wilmut, der streitbare Erzeuger des geklonten Schafes „Dolly“, darf jetzt seine Experimente an Menschenembryos durchführen. Der gleiche Wilmut ist dazu ausersehen, Mitte März den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2005 zu erhalten. Die katholische Tageszeitung „Die Tagespost“ fragt in ihrer gestrigen Online-Ausgabe, wo der Protest bliebe. Müßten nicht die Frauenrechtlerinnen angesichts dieser Ehrung Sturm laufen, da ein Mann statt den Genen von Schafen nun das Erbgut von Frauen ausbeutet? „Wo bleibt der Protest von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gegen die Zweckentfremdung von Geldern ihres Ministeriums, mit denen die Zeugung und Tötung von Menschen im Ausland finanziert wird – etwas, worauf in Deutschland Gefängnis steht? Wo bleiben – sieht man von den üblichen Stimmen einmal ab – die Aufschreie der Politiker, die sich in Bundestag und Bundesrat mit überwältigender Mehrheit gegen jede Form des Klonens von Menschen ausgesprochen haben?“
      
Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
Weiterlesen:
kreuzmeldungenDer stumme Schrei nach Leben + … kreuzmeldungenKardinal appelliert an das Gewissen des Papstes + … kreuzmeldungenSpekulation um Play-Back Segen unsinnig + … kreuzmeldungenDer Papst wollte nicht verzichten + … kreuzmeldungenSoll er oder soll er nicht? + … kreuzmeldungenAsketischer Eifer + … kreuzmeldungenGrüße vom Papst + … kreuzmeldungenSexuelle Eignung + … kreuzmeldungenVerfolgter chinesischer Erzbischof von den Behörden bestattet + … kreuzmeldungenDer Papst im Kampf mit zwei Tauben + … kreuzmeldungenFalsches Mitleid + … kreuzmeldungen„Gott mit uns – doch Gott sind wir“ + … kreuzmeldungenDu sollst nicht töten – auch nicht die Halbtoten + … kreuzmeldungenHappy End + … kreuzmeldungenJe jünger desto besser + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net