Schimpfwort Ratzinger
„Daß die Treue zu den Weiheversprechen bei Priestern zu Konflikten in der Gemeindeseelsorge führt, ist eine traurige Erkenntnis, die wir tagtäglich machen müssen.“ Ein Landpfarrer im Interview über sein Priesterleben.
(kreuz.net) Er war fassungslos, als er erkannte, daß liturgische und seelsorgliche Richtlinien der Kirche
und des kirchlichen Gesetzbuches in den Pfarreien, wo er als Kaplan wirkte, mit der größten Selbstverständlichkeit
mißachtet wurden.
Das erklärte Pfarrer Hendrick Jolie (45) am 5. Januar vor der Webseite ‘katholisches’.
Der Geistliche ist seit 1992 Priester des Bistums Mainz und seit zehn Jahren Pfarrer von vier kleinen Diasporagemeinden im vorderen Odenwald in der Nähe von Darmstadt.
Aufgrund seiner Erfahrungen in der Pastoral gründete Hw. Jolie im Jahr 2001 mit dem Pfarrer von Herzogenrath im Bistum Aachen, Hw. Guido Rodheudt, das ‘Netzwerk Katholischer Priester’:
„Ausgangspunkt für mich war die irritierende Erfahrung, daß die Treue zu meinem Weiheversprechen schon in meinen ersten Priesterjahren in der konkreten Seelsorge zu extremen Konflikten führte.“
Der junge Kaplan war damals schon nach wenigen Jahren als „Hardliner“ verschrien. Dabei war ihm unklar, was er falsch gemacht hatte.
In „grenzenloser Naivität“ glaubte er, daß ein Neugeweihter in den Gemeinden mit offenen Armen empfangen werde: „Dies war jedoch nicht der Fall.“
„Daß die Treue zu den Weiheversprechen bei Priestern zu Konflikten in der konkreten Gemeindeseelsorge führt, ist eine traurige Erkenntnis, die wir tagtäglich machen müssen.“
Es sei ihm darum klar geworden, daß sich rechtgläubige Priester solidarisieren müssen – „ein im Grunde genommen abstruser Gedanke, denn wogegen soll man sich solidarisieren, wenn man doch katholisch und in der Kirche zuhause ist?“
Die „nicht ganz ungefährliche“ Frage nach den Schuldigen für diese Misere will Hw. Jolie im Interview nur indirekt beantworten.
In seiner Studienzeit seien Worte wie „Ratzinger“ oder „vorkonziliar“ Schimpfworte gewesen, mit denen man einen Seminaristen sozial und theologisch kaltstellen konnte:
„Da ich nicht aus dem katholischen Milieu komme, habe ich das am Anfang mit großer Verwunderung wahrgenommen.“
Hw. Jolie vermutet, daß es den meisten Bischöfen mittlerweile bei der Feststellung unwohl ist, daß die Gemeindewirklichkeit aus dem Ruder gelaufen ist: „Es wird Generationen dauern, bis in Deutschland wieder ein normales katholisches Leben möglich ist.“
„Was über Jahrzehnte verwahrlost ist, kann nicht über Nacht wieder aufgebaut werden.“
Hw. Jolie weist auch darauf hin, daß sich Papst Johannes Paul II. nach mehreren vergeblichen Anweisungen an die Bischöfe im Jahr 2004 in der Instruktion ‘Redemptionis sacramentum’ direkt an die Gläubigen wandte.
Dabei erinnerte er sie an ihr Recht, sich bei entsprechenden Mißbräuchen direkt in Rom zu beschweren:
„Dieses Vorgehen des Papstes muß doch gar nicht weiter kommentiert werden.“
Nächstes Mal: Tanz auf dem Vulkan.
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
Das erklärte Pfarrer Hendrick Jolie (45) am 5. Januar vor der Webseite ‘katholisches’.
Der Geistliche ist seit 1992 Priester des Bistums Mainz und seit zehn Jahren Pfarrer von vier kleinen Diasporagemeinden im vorderen Odenwald in der Nähe von Darmstadt.
Aufgrund seiner Erfahrungen in der Pastoral gründete Hw. Jolie im Jahr 2001 mit dem Pfarrer von Herzogenrath im Bistum Aachen, Hw. Guido Rodheudt, das ‘Netzwerk Katholischer Priester’:
„Ausgangspunkt für mich war die irritierende Erfahrung, daß die Treue zu meinem Weiheversprechen schon in meinen ersten Priesterjahren in der konkreten Seelsorge zu extremen Konflikten führte.“
Der junge Kaplan war damals schon nach wenigen Jahren als „Hardliner“ verschrien. Dabei war ihm unklar, was er falsch gemacht hatte.
In „grenzenloser Naivität“ glaubte er, daß ein Neugeweihter in den Gemeinden mit offenen Armen empfangen werde: „Dies war jedoch nicht der Fall.“
„Daß die Treue zu den Weiheversprechen bei Priestern zu Konflikten in der konkreten Gemeindeseelsorge führt, ist eine traurige Erkenntnis, die wir tagtäglich machen müssen.“
Es sei ihm darum klar geworden, daß sich rechtgläubige Priester solidarisieren müssen – „ein im Grunde genommen abstruser Gedanke, denn wogegen soll man sich solidarisieren, wenn man doch katholisch und in der Kirche zuhause ist?“
Die „nicht ganz ungefährliche“ Frage nach den Schuldigen für diese Misere will Hw. Jolie im Interview nur indirekt beantworten.
In seiner Studienzeit seien Worte wie „Ratzinger“ oder „vorkonziliar“ Schimpfworte gewesen, mit denen man einen Seminaristen sozial und theologisch kaltstellen konnte:
„Da ich nicht aus dem katholischen Milieu komme, habe ich das am Anfang mit großer Verwunderung wahrgenommen.“
Hw. Jolie vermutet, daß es den meisten Bischöfen mittlerweile bei der Feststellung unwohl ist, daß die Gemeindewirklichkeit aus dem Ruder gelaufen ist: „Es wird Generationen dauern, bis in Deutschland wieder ein normales katholisches Leben möglich ist.“
„Was über Jahrzehnte verwahrlost ist, kann nicht über Nacht wieder aufgebaut werden.“
Hw. Jolie weist auch darauf hin, daß sich Papst Johannes Paul II. nach mehreren vergeblichen Anweisungen an die Bischöfe im Jahr 2004 in der Instruktion ‘Redemptionis sacramentum’ direkt an die Gläubigen wandte.
Dabei erinnerte er sie an ihr Recht, sich bei entsprechenden Mißbräuchen direkt in Rom zu beschweren:
„Dieses Vorgehen des Papstes muß doch gar nicht weiter kommentiert werden.“
Nächstes Mal: Tanz auf dem Vulkan.
© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
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Freitag, 11. Januar 2008 10:21
Strepto von Kokke: @Regina Dummchen – Mäuschen …
Ihre Texte sind mir doch die liebsten.
@proll-kokke: Bei Ihnen ist doch mittlerweile jeder Kommentar überflüssig. Scheinbar gehören Sie in diesem Forum wohl zu den Redakteuren. Stilmäßig würde das zu Ihnen passen.
Na, dieser Stil scheint bei Ihnen eine gigantische Anziehungskraft auszuüben. Wohl ein wenig verliebt – in diesen Stil?
@sozialkatholisch: Noch mal genau: Ein Priesteramt, daß auf der Verppflichtung beruht, den Zölibat leben zu müssen, ist keine freiwillge Entscheidung, sondern steht unter einem Zwang. Erst wenn der abgeschafft ist, kann auch das Priestertum freiwillig sein. Wenn ein zukünftiger Priester darin die Lebensform für sich sieht, vollkommen in Ordnung. Ist er aber nicht in der Lage, dieses Opfer zu bringen, so darf das noch lange kein Grund sein, ihm den Zugang zum Priestertum zu verwehren.Ich verstehe nicht, was an diesem Sachverhalt so kompliziert sein soll.
Kokke steht schon geifernd für die nächste Antwort bereit…
Dass Sie nicht verstehen, versteht jeder. Von daher überaus viel Verständnis für Sie.
@proll-kokke: Bei Ihnen ist doch mittlerweile jeder Kommentar überflüssig. Scheinbar gehören Sie in diesem Forum wohl zu den Redakteuren. Stilmäßig würde das zu Ihnen passen.
Na, dieser Stil scheint bei Ihnen eine gigantische Anziehungskraft auszuüben. Wohl ein wenig verliebt – in diesen Stil?
@sozialkatholisch: Noch mal genau: Ein Priesteramt, daß auf der Verppflichtung beruht, den Zölibat leben zu müssen, ist keine freiwillge Entscheidung, sondern steht unter einem Zwang. Erst wenn der abgeschafft ist, kann auch das Priestertum freiwillig sein. Wenn ein zukünftiger Priester darin die Lebensform für sich sieht, vollkommen in Ordnung. Ist er aber nicht in der Lage, dieses Opfer zu bringen, so darf das noch lange kein Grund sein, ihm den Zugang zum Priestertum zu verwehren.Ich verstehe nicht, was an diesem Sachverhalt so kompliziert sein soll.
Kokke steht schon geifernd für die nächste Antwort bereit…
Dass Sie nicht verstehen, versteht jeder. Von daher überaus viel Verständnis für Sie.
Freitag, 11. Januar 2008 09:01
Regina 1961: Proll-von-Kokke
@proll-kokke: Bei Ihnen ist doch mittlerweile jeder Kommentar überflüssig. Scheinbar gehören Sie in
diesem Forum wohl zu den Redakteuren. Stilmäßig würde das zu Ihnen passen.
@matt: Von Ihnen lasse ich mir gerne die Hand küssen. Auch nach der Handkommunion. Teilen wir uns eben den Leib des Herrn
!
@sozialkatholisch: Noch mal genau: Ein Priesteramt, daß auf der Verppflichtung beruht, den Zölibat leben zu müssen, ist keine freiwillge Entscheidung, sondern steht unter einem Zwang. Erst wenn der abgeschafft ist, kann auch das Priestertum freiwillig sein. Wenn ein zukünftiger Priester darin die Lebensform für sich sieht, vollkommen in Ordnung. Ist er aber nicht in der Lage, dieses Opfer zu bringen, so darf das noch lange kein Grund sein, ihm den Zugang zum Priestertum zu verwehren. Ich verstehe nicht, was an diesem Sachverhalt so kompliziert sein soll.
Kokke steht schon geifernd für die nächste Antwort bereit…
LG Regina1961
@matt: Von Ihnen lasse ich mir gerne die Hand küssen. Auch nach der Handkommunion. Teilen wir uns eben den Leib des Herrn
@sozialkatholisch: Noch mal genau: Ein Priesteramt, daß auf der Verppflichtung beruht, den Zölibat leben zu müssen, ist keine freiwillge Entscheidung, sondern steht unter einem Zwang. Erst wenn der abgeschafft ist, kann auch das Priestertum freiwillig sein. Wenn ein zukünftiger Priester darin die Lebensform für sich sieht, vollkommen in Ordnung. Ist er aber nicht in der Lage, dieses Opfer zu bringen, so darf das noch lange kein Grund sein, ihm den Zugang zum Priestertum zu verwehren. Ich verstehe nicht, was an diesem Sachverhalt so kompliziert sein soll.
Kokke steht schon geifernd für die nächste Antwort bereit…
LG Regina1961
Donnerstag, 10. Januar 2008 23:18
Strepto von Kokke: @Schach-Matt
Auf keinen Fall hat sie so eine rüpelhafte Behandlung verdient.
Na, dann küssen Sie ihr doch die Hand.
Am besten nach dem Kommunionempfang, da hat sie die Hostienpartikel noch nicht an der Kirchtürklinke abgeschmiert.
Na, dann küssen Sie ihr doch die Hand.
Am besten nach dem Kommunionempfang, da hat sie die Hostienpartikel noch nicht an der Kirchtürklinke abgeschmiert.
Donnerstag, 10. Januar 2008 23:15
Sozialkatholisch: @ Kurt
So einfach ist das nicht, u.a. kommen die Punkte von zeitundewigkeit unten noch dazu.
Man darf die Zölibatsfrage nicht nur sexuell betrachten.
Man darf die Zölibatsfrage nicht nur sexuell betrachten.
Donnerstag, 10. Januar 2008 23:12
matt2 †: was ist das für ein Verhalten gegenüber einer Dame?
dieser Strepto gehört einmal übers Knie gelegt und ihm der Popo ausgehaut. Wenn Zölibatsvernarrtheit zu solchen Unmanieren führt, dann bin ich auch für die Freistellung. Ich finde die Regina argumentiert doch recht vernünftig. Auf keinen Fall hat sie so eine rüpelhafte Behandlung verdient.
Donnerstag, 10. Januar 2008 23:05
Sozialkatholisch: Also ich für meinen Teil
man möge es mir verzeihen, betrachte den Priesterschwund und den dummbatzigen Priesternachwuchs der Amtskirche fast genüßlich!
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