Gentechnik
Der Bischof unterwarf sich dem geforderten Ritual der politisch-korrekten Distanzierung
Der Vorteil des Vergleichsverbotes besteht darin, daß man heute das gleiche wie damals tun und anschließend behaupten kann, daß es etwas ganz anderes war. Von Hubert Hecker.
Mons. Gebhard Fürst
Mons. Gebhard Fürst
© Inge-Lyubov, CC
(kreuz.net) Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart hatte recht, als er bei der Stammenzellenfrage die Medizin der National-Sozialisten ins Spiel brachte.

Menschenversuche seien in Deutschland schon während der Nazizeit mit der Begründung, durchgeführt worden, daß man damit die Heilungschancen anderer Menschen verbessern könne – erklärte der Bischof nach Angaben der Stuttgarter Zeitung ‘Sonntag aktuell’ vom vergangenen 9. Dezember.

Ab Januar 1940 richteten die Nationalsozialisten im Deutschen Reich sechs Tötungsanstalten ein. Diese waren von Anfang an von der Maxime bestimmt: Töten, um zu heilen.

Bei der Planung der Euthanasie-Mordaktion ging man davon aus, daß von den 300.000 deutschen Anstaltsinsassen etwa ein Viertel unheilbar und damit dauernd pflegebedürftig wäre.

Entsprechend wurden 70.000 Menschen von NS-Medizinern und Pflegekräften vergast, um für die verbliebenen „heilbaren“ Patienten Ressourcen freizumachen.

Ein Vertreter der therapeutischen Tötungsmedizin war der Koblenzer Arzt Dr. Adolf Wahlmann († 1956). Er war von 1942 bis 1945 leitender Arzt in der Euthanasie-Anstalt Hadamar.

Im Jahr 1941 wurden dort mehr als 10.000 Behinderte aus dem mittelwestlichen Bereich Deutschlands vergast.

Völlig unheilbar und lebensunwert

Nach dem Stop dieser ersten Tötungsphase im August 1941 – unter anderem aufgrund der Protestpredigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen – wurde Wahlmann beauftragt, die zweite Tötungsphase einzuleiten.

In der Folge wurden ab 1942 noch einmal 4.500 Kranke durch Mangelernährung sowie mittels Tabletten und Spritzen umgebracht.

Wahlmann wurde 1947 vor dem Landgericht Wiesbaden angeklagt, 900 Krankenmorde begangen zu haben. Seine Verbrechen rechtfertigte er mit therapeutischen Zwecken und Zielen.

Der NS-Mediziner erklärte, daß sich unter den 320.000 Anstaltsinsassen in Deutschland 200.000 Geisteskranke – „die ich als völlig unheilbar und lebensunwert halte“ – befanden.

Weil diese Anstaltsgebäude, Pflegepersonal und Ärzte benötigten, müsse er daran denken, „diese Leute zu dezimieren, um diejenigen, die heilbar sind, in den Stand zu setzen, nun wirklich auch geheilt zu werden.“

In Hadamar habe man „bei 800 Kranken etwa 600 derartig unheilbare Fälle“ gehabt.

Millionen in den Sand gesetzt

Wahlmann hatte in den 30er Jahren an neuen Behandlungsmethoden für Schizophrenkranke geforscht und darüber publiziert.

Doch nach seinen Angaben stellten die Mediziner auf einem internationalen Kongreß in München im Jahr 1939 fest:

„Nachdem wir nun diese prachtvollen therapeutischen Methoden erfunden haben, die Kardiazol-, Elektroschock und Insulin-Methode, sind wir gar nicht imstande, sie durchzuführen und die Leute damit zu behandeln.“

Die große Masse der unheilbar Kranken würde die Ressourcen verbrauchen, die man dringend für die Anwendung der neuen Heilmethoden brauche.

Vor Gericht rechnete Wahlmann vor, daß bei einem Tagessatz von fünf Reichsmark für 200.000 unheilbare Kranke „täglich ein Million Reichsmark verloren“ gingen, „meine Herren“.

Wenn man mit den neuen Methoden wirklich etwas zur Heilung erreichen wollte, dann sei dieser harte Standpunkt notwendig.

Wahlmann wurde 1947 zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt. 1953 entließ man ihn aufgrund seines Alters.

Beim Nürnberger Ärzteprozeß, der ab dem Jahr 1946 stattfand, zeigte sich, wie erschreckend verbreitet die Logik des Tötens-um-zu-heilen unter den Ärzten des Dritten Reiches war.

Fazit: Die katholische Kirche hat also für die Ablehnung der „verbrauchenden Embryonenforschung“ gute Gründe – historische wie ethische:

Politisch korrekter Rückzug

„Auch embryonale Menschen dürfen zum Zwecke einer erhofften besseren Heilung anderer Menschen nicht getötet werden“ – so Bischof Fürst im Originalzitat.

Im Anschluß an diese Stellungnahme drückten 18 Medizin-Direktoren im Namen von Stammzellenforschern und „Wissenschaftlern der ganzen Welt“ ihr Beleidigtsein über den Vergleich aus.

Daraufhin unterwarf sich der Bischof dem geforderten Ritual der politisch-korrekten Distanzierung:

„Die Verbrechen, die im menschenverachtenden System des Nationalsozialismus geschahen, seien durch keinen Vergleich zu relativieren.“

Mit Bezug auf das Diffamierungsgefühl der Wissenschaftler sagte der Bischof, er wolle die heutige Stammzellenforschung niemals in einen Zusammenhang mit dem damaligen „ideologischen und historischen Kontext bringen“.

Das heißt im Klartext: NS-Mediziner haben ihre Praxis des Tötens-um-zu-heilen aus völlig anderen ideologischen Gründen verfolgt als die heutigen Stammzellenforscher.

Die Praxis ist zu vergleichen, der Kontext nicht.

Der Autor war 13 Jahre lang pädagogischer Mitarbeiter in der Gedenkstätte Hadamar.
      
18 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#18   Duriel   12:59:59 | Donnerstag, 28. Juli 2011
Kommen die Zellhaufen nicht direkt ins Paradis? Hab’ fast vergessen nur katholisch getaufte kommen in den Himmel. Abgetriebene landen im Fegefeuer, sowie alle Nicht-Katholiken auch die die Nächstenliebe wirklich gelebt haben und die Welt verbesserten. Aber pädophile Priester werden nicht nur von der Kirche gedekt, sonderen haben einen Freifahrtsschhein nach oben.
Warum wird eigenentlich immer das Agument „man darf nicht Gott spielen“ verwendet? Laut kath. Kirche ist der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen und die Krone der Schöpfung, wenn das nicht den Menschen zu einer niederen Gottheit über sein Mitgeschöpfe macht (mache dir die Welt und die Geschöpfe untertan oder so ähnlich).
„Es handelt sich um menschliche Lebewesen in unterschiedlichem Entwicklungsstadium“ Zygoten/Embryonen im Blastozystenstadium haben nachgewiesener Weise kein Gehirn also keine Gefühle besitzen aber mehr Recht als jedes (empfindungsfähige) Tier oder so viele Rechte wie fühlende Menschen. Was ist das denn für eine krake Ethik jeder Zygote das Recht auf Leben zuzusprechen aber gleichzeitig das Leid Millonen Tiere in Massentier gut zu heißen?
Redaktion benachrichtigen
#17   Pünktchen   13:36:48 | Dienstag, 8. Januar 2008
Gudrun
die Rede war von Ihrem posting um 11:04 Uhr.
Aber ich bestehe nicht auf einer Antwort von Ihnen!
Grüße!
.chen
Redaktion benachrichtigen
#16   Gudrun †   13:28:32 | Dienstag, 8. Januar 2008
.Pünktchen.
hö?
wo hab ich denn in meinem letzten Posting Fettbuchstaben verwendet?
insofern…
…interessiert mich das eigentlich im Grunde praktisch nicht mehr.
Sie selbst haben das in Ihrem Zitat fett gedruckt.
…oder kapier ich was nicht?
Redaktion benachrichtigen
#15   Pünktchen   12:25:42 | Dienstag, 8. Januar 2008
Gudrun:
insofern…
…interessiert mich das eigentlich im Grunde praktisch nicht mehr.
Warum dann die plakativen und theatralischen Fettdruck-Großbuchstaben-Sätze von Ihnen?
Könnte es sein, daß Sie „eigentlich im Grunde praktisch“ ^-^ Unsicherheit durch gespielten Gesinnungseifer überdecken?
Redaktion benachrichtigen
#14   Gudrun †   12:18:32 | Dienstag, 8. Januar 2008
.chen
Seid nicht beleidigt, sondern argumentiert
da haben Sie (oder besser, er) natürlich Rech!
die Mühe mache ich mir aber nicht.
…vielleicht hätte ich aber auch einfach den Artikel komplett lesen sollen.
Aber auch diese Mühe mache ich mir hier schon lange nicht mehr.
kreuz.net ist ein „kurzer Spaß“ für zwischendurch und mitnichten eine Seite die man ernst nehmen muß.
insofern…
…interessiert mich das eigentlich im Grunde praktisch nicht mehr.
Grüß Gott :(3
Redaktion benachrichtigen
#13   Pünktchen   11:49:16 | Dienstag, 8. Januar 2008
Gudrun
Dämlich ist, wer ein Vergleichsverbot formuliert, denn Vergleichen ist eine Grundoperation des Urteilens. Dämlich sind Sie, weil sie den Unterschied zwischen „vergleichen“ und „gleichsetzen“ noch nicht begriffen haben. Dämlich sind Sie, weil Sie nicht begriffen haben, daß es in jedem Vergleich Gleiches und Ungleiches geben muß. Dämlich sind Sie, weil Sie nicht begriffen haben, daß Vergleichsverbote von denen aufgestellt werden, denen es an Argumenten mangelt!
Wie sagte Patrick Bahners richtig in der FAZ, in der er Prof. Flaig darin recht gibt, daß ein Vergleichsverbot auf „moralisch erzwungene Verdummung“ hinausliefe:
„Seid nicht beleidigt, sondern argumentiert!“
Worin liegt das prinzipiell Unvergleichliche, wenn zu medizinischen Erkenntniszwecken und erhofftem therapeutischen Nutzen Geborene getötet werden/wurden statt Ungeborener? Es handelt sich um menschliche Lebewesen in unterschiedlichem Entwicklungsstadium, aber in jedem Falle handelt es sich um menschliche Individuen, die für medizinische Zwecke „genutzt“ und „verbraucht“ werden. Der Art. 1 und 2 GG ist mit „Menschenverbrauch“ in keiner Weise vereinbar.
Also, Gudrun, vielleicht mal ein paar Argumente, statt gespielter Empörung und vorgetäuschter Gewißheit?
Redaktion benachrichtigen
#12   Sozialkatholisch   11:15:33 | Dienstag, 8. Januar 2008
@ HBR
Der Teufel belästigt nicht nur durch Besessenheit, da hat er noch mehr Spielarten auf Lager. Die ein oder andere Belästigung kann bestimmt durch eine Ruhephase in einer Klinik beseitigt werden.
Vielleicht wurde früher dem Teufel zuviel und heutzutage zuwenig in die Schuhe geschoben.
Redaktion benachrichtigen
#11   Gudrun †   11:04:30 | Dienstag, 8. Januar 2008
die Überschrift
läßt ja gar nicht vermuten wie
SELTEN DÄMLICH DIESER VERGLEICH IST!
Herr Hecker,
unterrichten Sie eigentlich noch?
unglaublich!
Redaktion benachrichtigen
#10   HBR   08:58:42 | Dienstag, 8. Januar 2008
@ruhrgebietler
Exorzismus stammt noch aus einer Zeit, als man von Psychologie noch keine Ahnung hatte. Da ging man dann auch sehr schnell von einer sogenannten Besessenheit aus. Mittlerweile sind aber 95% aller psychischen Störungen mit einem stationären Aufenthalt oder mit Medikamenten zu behandeln, so dass sie recht wenig mit dem Teufel zu tun haben. Deshalb halte ich Exorzisten eigentlich nicht so sehr für nötig.
Redaktion benachrichtigen
#9   r.ruhrgebietler   06:49:26 | Dienstag, 8. Januar 2008
alles Materialisten!
In dem gesamten Kontext kam nicht einmal das Wort „Seele“ vor. Es ist erstaunlich, wie wenig auf der Erde eine Seele wert ist. Noch erstaunlicher, daß das Seelenheil offenbar niemanden mehr stört. Da wundert es auch nicht, daß es in D keine haupt“amtlich“ bestellten Exorzisten mehr gibt!
Weshalb haben wir in D überhaupt noch „Priester“ und „Bischöfe“ (kurzum) Kleriker (obgleich fast nur V-II-Kleriker)?? Damit deisen den Lenz haben auf Erden?? Tötung ungeborenen Lebens ist Geilheit sich den irdischen Gelüsten mehr zu widmen als dem tagwerk in der Rettung der eigenen Seele (und des Nächsten) für das ewige Leben bei Gott, der den Menschen nach seinem Abbild geschaffen hat.
Gott-sei-uns-gnädig!
Redaktion benachrichtigen
#8   Vineta   21:51:28 | Montag, 7. Januar 2008
Fürst, noch so ein schwacher Bischof
„Die Verbrechen, die im menschenverachtenden System des Nationalsozialismus geschahen, sind durch keinen Vergleich zu relativieren“ , sagt er –
statt zu sagen:
Die heute das Sagen haben, haben sich in raffinierter Weise nahezu unangreifbar gemacht. Indem sie ständig auf Verbrechen in den 12 braunen Jahren verweisen, erscheinen sie selbst im strahlenden Licht von Engeln, so daß es kaum jemand merkt oder einfach nicht wahrhaben will, wenn ähnliche und andere Verbrechen gegen den Lebensschutz längst den Alltag bestimmen: 8 Millionen Abtreibungen schon, vom Steuerzahler finanziert, Verweigerung von Schmerzmitteln, teuren Medikamenten und anderer teurer ärztlicher Hilfe für Schwerkranke und Alte, schlimme Zustände bei der Altenpflege, Alte verhungern, verdursten, liegen wund und in den Körperausscheidungen, bis sie qualvoll sterben, werden ans Bett gefesselt, um Personal zu sparen usw., was noch dramatisch schlimmer wird, wenn eines Tages das ( für allerlei Unfug verpulverte) Geld fürs Allernötigste auch noch fehlen wird.
Redaktion benachrichtigen
#7   Dr. Christoph Heger   20:01:04 | Montag, 7. Januar 2008
Weiche Birne, hartes Herz.
S.E. Bischof Fürst mit seinem jüngsten Heldentum rückwärts entspricht dem Bild, daß ich mir im Laufe meines Lebens von vielen Prälaten machen mußte: Vollmundig fordern sie auf zu „mutigem Eintreten“ für Gott, Kirche und weiß ich was, aber wenn’s ernst wird, ist von ihnen nur noch eine Staubwolke zu sehen.
Aber gegen ihre Gläubigen, die ihre alte Messe haben wollten, da konnten sie jahrzehntelang gaanz entschieden auftreten.
Wie sagte ein französischer Schriftsteller (habe den Namen gerade vergessen) so schön: Man muß einen harten Schädel und ein weiches Herz haben, die meisten haben aber ein hartes Herz und eine weiche Birne.
MfG
Christoph Heger
Redaktion benachrichtigen
#6   Nachtlaterne   19:08:52 | Montag, 7. Januar 2008
Ist nicht mein Wort wie Feuer – Spruch des Herrn – und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?
Ist nicht mein Wort wie Feuer – Spruch des Herrn – und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? Jer. 23/29
Denn seht, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich mit dem Unheil, und da sollt ihr ungestraft bleiben? Nein, ihr werdet nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert gegen alle Bewohner der Erde – Spruch des Herrn der Heere. Jer. 25/29
Redaktion benachrichtigen
#5   Der Rächer mit dem Becher   17:58:11 | Montag, 7. Januar 2008
Also…
So absurd ist der Vergleich ja nicht…
Redaktion benachrichtigen
#4   stimme der vernunft †   17:23:34 | Montag, 7. Januar 2008
Naja,
„bei der Wahrheit bleiben“ und einen unsinnigen Schmarrn in Form eines absurden Vergleiches verzapfen sind allerdings zwei völlig verschiedene dinge.
Redaktion benachrichtigen
#3   HBR   16:57:40 | Montag, 7. Januar 2008
Traurig traurig
Es ist traurig, wie ein katholischer Bischof sich der political correctness unterordnet. In der Nazizeit gab es mal eine Enzyklika, die in Deutschland unter Katholiken ziemlich bekannt sein sollte. Dieser Enzyklika können wir folgenden Satz entnehmen:
Die erste, die selbstverständlichste Liebesgabe des Priesters an seine Umwelt ist der Dienst an der Wahrheit und zwar der ganzen Wahrheit, die Entlarvung und Widerlegung des Irrtums, gleich in welcher Form, in welcher Verkleidung, in welcher Schminke er einherschreiten mag. Der Verzicht hierauf wäre nicht nur ein Verrat an Gott und Eurem heiligen Beruf, er wäre auch eine Sünde an der wahren Wohlfahrt Eures Volkes und Vaterlandes
Da auch ein Bischof ein Priester ist, sollte dieser auch bei der Wahrheit bleiben und sich nicht einigen beleidigten Wissenschaftlern unterordnen, denen offenbar ihre Arbeit über die Moral geht
Redaktion benachrichtigen
#2   Florian Geyer   16:50:18 | Montag, 7. Januar 2008
Aber aber
Herr Fürst schämen Sie sich. Das kostet sie 217 Bußwallfahrten zu Mahnmäern ihrer Wahl. Gott segne Sie und möge sich ihr Fallschirm immer öffnen !
Redaktion benachrichtigen
#1   Pünktchen   16:45:02 | Montag, 7. Januar 2008
In einem Artikel in der FAZ fragte der Journalist
Patrick Bahners neulich:
„Warum soll aus den zwölf Jahren der Lebenswissenschaften von 1933 bis 1945 nichts gelernt werden dürfen?“ Bahners verteidigte den Bischof und mahnt die Biotechniker, nicht auf das Argumentieren zu verzichten. Er bezieht sich auch zustimmend auf Egon Flaigs Aufsatz gegen Vergleichsverbote als Versuche einer „moralisch erzwungenen Verdummung“. Bahners wörtlich: „Was die Öffentlichkeit von den Muslimen erwartet, die uns Karikaturen des Propheten untersagen wollen, das darf sie erst recht von den Vorkämpfern der schrankenlosen Wissenschaft verlangen: Seid nicht beleidigt, sondern argumentiert!“
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
GentechnikGeschwächter Einfluß GentechnikGründlich verirrt KommentarEin authentisches Leeramt GentechnikGetroffene Hunde bellen KinderzellenSchon nach drei Tagen von der Realität eingeholt GentechnikVöllig überraschend GentechnikHeute sollten wir eigentlich schlauer sein GentechnikAbgekanzeltes Recht Forschung mit KinderzellenAus reiner Lust am Töten? GentechnikDas Tor in den Abgrund MenschenversucheMakabre Alternative GentechnikMoralische Enthemmung US-WahlkampfJesus gegen Michael Fox Pillen-ErfinderSemantischer Mordanschlag Embryonale StammzellenforschungDie Europäische Union will mit Kinder-Ersatzteilen spielen
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net