Piusbruderschaft
Leere Worte, die der Wind davonträgt
Der Bischof von Amiens, Mons. Jean-Luc Bouilleret, hat es geschafft, die Traditionalisten in seiner Stadt zu vereinigen. Von Dr. Jean-Pierre Dickès.
Messe in der Weihnachtsnacht auf den Straßen der Diözese Amiens
Messe in der Weihnachtsnacht auf den Straßen der Diözese Amiens
© amiens-catholiques-sdf.com
(kreuz.net) Am Morgen des 23. Dezember versammelten sich auf dem Vorplatz der Kirche Saint-Germain in der nordfranzösischen Stadt Amiens zahlreiche Gläubige zu einer weiteren Messe unter dem freien Himmel.

Die Menge der Gläubigen war seit der ersten Alten Messe unter freiem Himmel, die vor einem Monat stattfand, eher noch gewachsen.

Der Grund für die Freiluft-Messen: Der Bischof von Amiens weigert sich nach wie vor, den Altgläubigen eine der 350 unbenützten Kirchen der Diözese zur Verfügung zu stellen.

Die Temperatur lag bei minus drei Grad.

Auch die Kinder froren für die Alte Messe
Auch die Kinder froren für die Alte Messe
© amiens-catholiques-sdf.com
Ich habe an fast allen dieser Messen unter freiem Himmel teilgenommen. Doch nun stelle ich eine bedeutsame Änderung fest.

Anfangs waren wir so etwas wie eine verscheuchte kleine Herde, die den widrigen Umständen bei eisigem Regen und Wind trotze.

Jetzt ist die Stimmung anders. Die Gläubigen, die von überallher dazustoßen, haben begriffen, daß der Kampf noch lange dauern wird und daß sie durchhalten müssen.

Man hat darum den Eindruck eines ruhigen Vertrauens, das in entspannten und gelösten Gesichtern zum Ausdruck kommt.

Die Gläubigen, die von überall herkommen, halten durch, weil das ihre Pflicht ist und ihr Gewissen es ihnen befiehlt.

Ich danke dem Bischof von Amiens, daß er sie bestärkt hat.

Auf Anfrage vieler Organisationen verschiedenster Ausrichtung habe ich in ganz Frankreich ungefähr zweihundert Vorträge über Bioethik gehalten – auch in anderen Ländern.

Die Gläubigen sammeln sich auf Plastikstühlen vor der Kirche
Die Gläubigen sammeln sich auf Plastikstühlen vor der Kirche
© amiens-catholiques-sdf.com
Doch in Amiens habe ich nie gesprochen – obwohl die Stadt nur eine Autostunde von meinem Wohnort entfernt liegt. Warum nicht?

In Amiens gab es unter den Traditionalisten seit langem Spaltungen, die an dieser Stelle weder begründet noch erläutert werden sollen.

Ein Vortrag im Namen einer Gruppe, hätte als Benachteiligung einer anderen Gruppe aufgefaßt werden können.

Doch jetzt haben diese Gruppen zur Einheit gefunden. Nach zehn schwierigen Jahren haben sie es geschafft, das zu vereinen, was vereint gehört.

Auch dafür möchte ich dem Bischof von Amiens danken.

Das könnte für ganz Frankreich ein leuchtendes Vorbild sein. Wenn die traditionalistischen Gruppierungen der ganzen Welt sich einmal die Hand reichen – war das Handeln des Bischofs von Amiens vielleicht der Anlaß dafür.

Ich bin ein alter Haudegen. Seit fast vierzig Jahren feierten wir unsere Heiligen Messen in Garagen. Das Gemeindeleben fand im Wohnzimmer – zum Beispiel in meinem – statt. Wir kannten Mangel und Überfluß.

Unsere Gemeinden wuchsen. Doch unsere Hauptsorge galt der nachfolgenden Generation.

Würden unsere Kinder und Enkel die Botschaft der alten Kämpfer verstehen?

Jetzt darf ich diese Frage bejahen. Die Pfadfinder und Schüler, die am vierten Advent auf dem Vorplatz der Kathedrale während der Freiluftmesse schlotterten, haben dank des Bischofs von Amiens die Botschaft verstanden. Auch meine Enkel.

Die Messe vor der Türe war wirksamer und eindringlicher als hundert Predigten. Danke, Monseigneur.

Der Bischof von Amiens gibt dem ganzen Land ein großartiges Beispiel.

Jetzt versteht man ihn besser, wenn er von Liebe, Öffnung, Einfühlungsvermögen, Gastfreundschaft, Ökumene und Einheit spricht: Das sind alles leere Worte, die der Wind davonträgt.

Sie haben der Ökumenismus-Fassade einen ordentlichen Schlag versetzt. Danke, Monsigneur.

Immer mehr Katholiken verstehen jetzt, was der Bischof tut.

Die Leute von Amiens erzählen mir, daß sie Pfarrangehörige beobachten, die über die Hartherzigkeit ihres Bischofs verblüfft sind. Sie sind über seine Lügen erschreckt, daß wir exkommuniziert seien, wo doch die besagte Exkommunikation weder die Priester der Piusbruderschaft noch deren Gläubige trifft.

Diese Katholiken verstehen die Haltung ihres Bischofs nicht – auch Nichtgläubige sind erstaunt: Sie erschienen an Weihnachten, froren mit uns, vereinigten sich mit dem Opfer in der Krippe. Danke, Monseigneur.

Die Welt hat das Verständnis für den Sinn des Leidens verloren. Als Arzt weiß ich das.

Jeder möchte verwöhnt und bemuttert werden, möchte sich am heimeligen Feuer wärmen, möchte Weihnachten mit Freunden und der Familie verbringen.

Auf der Straße vor der Kirche
35 Jahre lang zelebrierte die Piusbruderschaft in der Kapelle "Guter Hirte" in Amiens.Doch die Verfügungsgewalt für die Kapelle besitzt das Ordinariat. Sie ließen die Gläubigen auf der Straße stehen.Messe am 11. November vor der Kirche St. Germain.

Wir waren auf der Straße. Wir warteten in eisiger Kälte. So lernt man den Sinn körperlicher und seelischer Leiden kennen.

Sicher war unser Opfer verglichen mit dem Kreuzesopfer Christi eher bescheiden.

Aber, was wir erleben durften, verdanken wir dem Bischof von Amiens. Danke, Monseigneur.

Wir haben in Amiens am Geheimnis der Menschwerdung teilhaben dürfen – dank der Kälte, die vor zweitausend Jahren auch in Jerusalem herrschte.

Für uns ist das eine große Freude. Der Bischof von Amiens hat sie uns ungewollt bereitet. Danke, Monseigneur.

Danke, Monseigneur. Gott möge Ihnen gnädig und barmherzig sein.

Der Verfasser ist Präsident der französischen ‘Vereinigung katholischer Ärzte und katholischen Pflegepersonals’. Sein Artikel erschien am 26. Dezember 2007 als Offener Brief an Bischof Jean-Luc Bouilleret, Bischof von Amiens.
      
45 Lesermeinungen
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#45   Sozialkatholisch   21:36:34 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Na Gott sei es gedankt
das ich kein Kuscheltradi bin und jeden Müll respektieren muss.
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#44   landorganist   20:02:16 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Ich verstehe Sie schon.
Allerdings halte ich Manipel, Spitzendeckchen und Latein nicht für ein probates Mittel, die Kirche auf die Aufgaben der Zukunft vorzubereiten. Ich gönne den „vernünftigen“ Tradis wirklich von Herzen alles, was sie sich für ihr Seelenheil erbitten, und was sie zu wahrer Andacht führt, selbstverständlich auch die Messe im außerordentlichen Ritus. Ich verbitte mir von selbigen aber eine Herabwürdigung meiner eigenen Glaubensüberzeugung. Und darin liegt die Crux! Die Tradis, zumindestens die Sorte, die sich hier herumtreibt, versucht doch, die eigenen Überzeugungen als alleingültig und allein seligmachend hinzustellen. Da wird die heilige Messe, wie sie unser Papst selber täglich feiert auf das Übelste diffamiert, Amtsträger werden verleumdet, Randgruppen beschimpft und alberene Verschwörungstheorien erfunden, das es einen normal denkenden Christenmenschen ekelt.
Ich werde sicher beim ordentlichen Ritus bleiben, ich werde sicher nicht die Mundkommunion nutzen, ich werde zum Pfarrer sicher nicht Hochwürden sagen etc. Und dennoch erwarte ich von den vernünftigen Tradis den gleichen Respekt, den ich ihnen zolle. Ich erwarte, dass sie meine Überzeugung tolerieren und als Katholik erwarte ich, dass sie alles tun, um die Einheit der Kirche und die Verbundenheit mit dem Papst fördern.
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#43   Tridentinus   15:45:36 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@landorganist
Dass Sie an dieser Stelle Tradition im Plural benutzen, zeigt mir tendentiell schon, dass Sie das, was ich meine, nicht verstehen!
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#42   landorganist   13:54:14 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Welche Tradition?
Die die hier das Wort führen, haben doch mit guten Traditionen nichts im Sinn.
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#41   Tridentinus   19:57:17 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Vernünftige Tradis
wünschen sich nicht irgendwelche Zeiten zurück, sondern sind ehrlich überzeugt, dass die Tradition d i e Zukunftsperspektive der Kirche ist. Technischer Fortschritt -wozu neben Heizungen ja auch das Internet gehört – hat damit an sich gar nichts zu tun!
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#40   landorganist   19:12:52 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Worüber regen sich die Tradis auf?
In den Zeiten, die die Tradis sich so sehnsüchtig zurückwünschen, gab es in den Kirchen kaum Heizungen. Da war es genau so kalt wie draußen. Also bitte, der Marktplatz ist doch grandios! Ich kann nur das sagen, was ich auch immer beim Verlassen der Sakristei sage: Gute Andacht!
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#39   Sozialkatholisch   16:24:59 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Ich habe die Oblaten
meiner Oma, Gott hab sie selig, immer aus dem Küchenschrank gemopst. Nicht um Messe zu spielen, sondern weil sie gut schmeckten und ich ihrer Veredelung zur Makrone gegenüber zu ungeduldig war.
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#38   Tridentinus   16:17:19 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Ich habe diese Oblaten
auch benutzt und mich allerdings damals schon geärgert,dass es keine kleineren für die „Gläubigenkommunionen“ gab.
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#37   Aleph †   14:55:26 | Mittwoch, 9. Januar 2008
clarissa colonia
Das sind prächtige Zusammenhänge, die sie da so schonungslos offenlegen. Und sie werden lachen: es macht Sinn… Das hat was :)3 :(3
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#36   clarissa colonia   14:43:27 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Messe gespielt …
und den Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ für die Fa. Küchle -Backoblaten wegen der vielen Priesterberufungen?
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#35   Tilly   10:22:39 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Einfach Irre
Währen die Piusbrüder oder andere Tradis Moslems oder Hindus hätte man ihnen längst mehrere Kirchen vor die Füße geschmissen!
Aber wahre Katholiken-das geht nicht…
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#34   stimme der vernunft †   09:31:21 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Christenverfolgung, lächerlich
Mitten auf einem Marktplatz kann man keine Untergrundmessen feiern.
Da wird niemand verfolgt, ganz im Gegenteil, wie der Pharisäer aus der Bibel stellen sich die radikalen Ideologen auf die öffentlichen Plätze, wo sie von den Menschen gesehen werden und frömmeln herum.
„Herr wir danken dir, dass wir so gerecht sind und nicht o verdorben wie die anderen Menschen, die NOM-Anhänger oder dieser Bischof da.“
Was sagt Christus doch gleich über solche Typen?
Achja, er sagt „wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn bereits erhalten.“
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#33   r.ruhrgebietler   06:48:26 | Mittwoch, 9. Januar 2008
Danke!
Die Christenverfolgung hat also schon eingesetzt, die hlg. Messe wird im Untergrund zelebriert, weil die Herren Würdenträger ihre unwürdigen Ideen und die seelenlose NOM durchsetzen wollen. Diese Würdenträger erwarten Gehorsam von ihren Untergebenen – sie selber aber folgen nicht den Weisungen des Hlg. Vaters!
Wer soll das als suchender verstehen. Nein, die Gruppierung um das V-II hat abgewirtschaftet – besonders zu sehen im Ruhrgebiet (um in Deutschland zu bleiben)
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#32   Gotthard   23:44:01 | Dienstag, 8. Januar 2008
Missbrauch
Die Gläubigen, die von überall herkommen, halten durch, weil das ihre Pflicht ist und ihr Gewissen es ihnen befiehlt.
Diese selbsternannten in der Kälte bibbernden Märtyrer tun mir nicht leid.
Sie folgen einer fixen Idee: die heutige Messe ist keine!
Diese Leute haben kein geschultes Gewissen – sollte es überhaupt eine Frage des Gewissens sein, was ich nicht nachvollziehen kann.
Sie missbrauchen die Messe zum Kampf gegen den Bischof – die Scharfmacher missbrauchen die Menschen für ihre Ideologie.
Es gibt in Amiens viele geheizte Kirche, in denen die hl. Messe gefeiert wird nach den Vorgaben der Kirche.
Diese Berichte und diese Aktionen im Stile der Kirchen-Verfolgung in den kommunistischen Ländern der Vergangenheit ist eine Verhöhnung echter Verfolgung.
Die Verantwortlichen sollten sich schämen!!
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#31   Der Rächer mit dem Becher   20:59:38 | Dienstag, 8. Januar 2008
Ach??
Über die Dresdner Bank die ganze Welt?
Weo hätt gedocht, dos mio mo widdo so mäschtsch wärn? :D
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#30   Der Rächer mit dem Becher   20:22:51 | Dienstag, 8. Januar 2008
Also, daß
fast alle Bundeswehr-Offiziere vom Kommandeur aufwärts,
den Rotariern oder dem Lions Club mit Hauptsitz in Chikago angehören
stimmt schlicht und einfach nicht. Glauben Sie mir, ich kenn mich in diesem Milieu aus ;-)
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#29   k.h. Friedgen   20:07:05 | Dienstag, 8. Januar 2008
Warum sind die Franzosen so zahm?
Ich verstehe unsere französischen Freunde nicht. Warum nehmen sie nicht einfach eine von den ungenutzten Kirchen im Handstreich in Besitz? Sie haben doch in der Französischen Revolution bewiesen, daß sie nicht, wie wir Deutschen, bei einem Aufstand erst eine Bahnsteigkarte kaufen, um ihn anschließend zu stürmen. Die verschlossenen Kirchen sind doch bestimmt nicht das Privateigentum des Bischofs von Amiens, sondern sind von den einfachen Gläubigen und deren Spenden erbaut und unterhalten worden. Warum also so zimperlich?
Im übrigen sollte man schnellstens einen geharnischten Protest nach Rom schicken, um den Papst auf dieses unglaubliche Verhalten aufmerksam zu machen. Praktiziert der Bischof von Amiens Nächstenliebe nur bei denen, die auf seiner Linie liegen?
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#28   zwobbel   19:53:25 | Dienstag, 8. Januar 2008
Die Spalter sind die Modernisten, die alle
glaubenstreuen Katholiken wegmobben. Hab ich selbst oft genug erlebt. Wenn die dann etwas eigenes anfangen (müssen!) werden sie zu Spaltern umgelogen.
Aber:
Wer legt eigentlich fest welche Äußerung als „im Ton vergriffen“ zu werten ist? Ist diese Festlegung objektiv oder subjektiv. Ist es moraltheologisch gängige Lehrmeinung oder gar dogmatisch festgelegt, daß immer die Mimosen und Überempfindlichen den Maßstab setzen dürfen? Und das angesichts des totalitären Herummoralisierens der Zerstetzer, die verlogenen als Mimose auftreten.
Aber es stimmt, auch mir als Rauhbein gehen hier manche Wertungen doch zu heftig zur Sache.
Doch zur Sache: „In Amiens gab es unter den Traditionalisten seit langem Spaltungen,… Ein Vortrag im Namen einer Gruppe, hätte als Benachteiligung einer anderen Gruppe aufgefaßt werden können.
Doch jetzt haben diese Gruppen zur Einheit gefunden. Nach zehn schwierigen Jahren haben sie es geschafft, das zu vereinen, was vereint gehört.“
Haben die einen wirklich aufgehört die anderen als „Verrräter“ oder „V2-Sektierer“ zu bezeichnen? Oder haben sie diese nur als endlich bekehrt deklariert? Ja, alle Glaubenstreuen gehören vereint, gemeinsam mit dem Papst und zu seiner Unterstützung. Wen „verrät“ man denn bitte, wenn man Bischofsweihen gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes nicht gut heißt?
So eine Vereinigung der traditionellen und glaubenstreuen Katholiken ist in Deutschalnd wohl unmöglich.
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#27   Sozialkatholisch   19:41:53 | Dienstag, 8. Januar 2008
Warum?
Man muss doch mit dem Schwert in der Hand sterben um in den Himmel zu kommen!
Oder habe ich da in irgendwelchen Ökumenischen Gesprächen was falsch verstanden?
^-^
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#26   Don Camillo   19:38:42 | Dienstag, 8. Januar 2008
@Tridentinus
Tradis, die über kreuz.net die Nase rümpfen, sollten besser gelegentlich höfliche und fundiete Postings hier hinterlassen, so wie ich es zumindest versuche!
Aller Anfang ist schwer…
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#25   Rudolfus   19:38:24 | Dienstag, 8. Januar 2008
@RRR: Sind wir bei den NS-deutschen Protestanten?
und je kleiner die Gruppe sie ist, umso überzeugter ist sie, dass alle anderen freimaurerische, jüdisch unterwanderte Untermenschen sind.
Sind wir bei den NS-deutschen Protestanten?
Oder – noch schlimmer – positiv über die Kirche (II. Vatikanisches Konzil) denken.
Traditionstreue und Rechtgläubige denken ausschließlich positiv über die hl. Kirche, für die sie nach Lehre der Kirchedie makellose Braut Christi, heilig, apostolisch und einig ist, und der Corpus Mysticum Christi divinum – und lehrmäßig unfehlbar im Petrusnachfolger!
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#24   Florian Geyer   19:27:24 | Dienstag, 8. Januar 2008
Der Priester
der katholisch ist, katholisch predigt und lebt wird in den Institutionen die heute offiziell die katholisch Kirche vertreten in vielen Fällen zum Aussenseiter oder gar gemobbt oder verfolgt (verfolgung light – noch). Die Urache ist meiner Meinung nach ein eklatanter Glaubensabfall wobei der Atheist/Agnostiker heute keine Scheu zeigt in der Kirche zu verweilen und sie dadurch durch seine Art innerlich zu zersetzen und zu vergiften.
Wo der Glaube fehlt blüht der Relativismus und die Wahrheit wird zum Objekt des Diskurses.
Es gibt 2 Möglichkeiten. Entweder man trennt sich von der geistigen Pestilenz oder der ganze Körper verfault.
Da aber Christus der Kirche eine Heilszusage gegeben hat wird sich das problem irgendwie so – oder so lösen.
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#23   Maurice Corvisier   19:26:24 | Dienstag, 8. Januar 2008
Liebe Regina, ich möchte mich Tridentinus
anschließen – aber auch Ihnen durchaus recht geben: Tradis und Nomis (welch’ netter Ausdruck!!) lassen es oft an dem fehlen, was für Austausch nötig ist.
Ich kann aber meinerseits ein gewisses Glücksgefühl über die Entwicklung nicht verhehlen (ohne den NOM – trotz schwerster Bedenken – kategorisch abzulehnen: ich habe ihn auch durchaus würdig zelebriert erlebt in St. Peter oder in Santa Maria Maggiore).
Erzbischof Lefebvre bat immer wieder darum, doch das „Experiment der Tradition“ zuzulassen. Das ist nun geschehen, und wir sind darüber sehr froh und dankbar.
Ach, und sonntags zu Ihnen kommen… ist denn bei Ihnen eine traditionelle Messe erreichbar, und: gibt’s denn auch einen Apéritif?
Mit Gruß!
M.C.
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#22   Tridentinus   19:03:00 | Dienstag, 8. Januar 2008
@Regina
Tradis, die über kreuz.net die Nase rümpfen, sollten besser gelegentlich höfliche und fundiete Postings hier hinterlassen, so wie ich es zumindest versuche!
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#21   Regina 1961   18:55:35 | Dienstag, 8. Januar 2008
Ach Maurice,
in welchem Ritus meine Kinder spielen, ist mir eigentlich herzlich egal. Wenn sie sich nur untereinander nicht so im Ton vergreifen, wie dies einige Forumsteilnehmer nur zu gerne tun. Sowohl Tradis als auch Nomis. Mir fällt es immer schwerer in diesem Forum zwischen Tradis, Sedis und noch anderen Menschen zu unterscheiden. Die Tradis,die ich kenne, sind alles sehr freundliche Menschen, die über kreuz.net und .forum die Nase rümpfen. Das was hier gepredigt und von einigen Forumsteilnehmern verbreitet wird, erinnert mich eher an Gift- und Galle-Speiererei als an ein friedvolles Miteinander. Eigentlich schade.
Liebe Grüße
Regina1961
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#20   Maurice Corvisier   18:47:33 | Dienstag, 8. Januar 2008
Lieber Tridentinus, ich kann mir durchaus
vorstellen, daß spätestens die Enkel von Regina1961 wieder im „außerordentlichen“ Ritus spielen werden. Spätestens.
Die Zeichen stehen gut.
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#19   Tridentinus   18:40:34 | Dienstag, 8. Januar 2008
Angesichts meiner Selbsteinschätzung vorhin:
Ab 4 Jahren NOM, ab spätestens 8 trid. Messe gespielt, fällt mir eine prophetische Dimension dieses kindlich-frommen Spiels auf. Als die grossen Leute in echt gerade mal Quatuor abhinc annos hatten, war bei mir schon Summorum Pontificum Cura; mindestens :-)!
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#18   Maurice Corvisier   18:40:24 | Dienstag, 8. Januar 2008
Ach Du meine Hacke, Bokrug ist wieder da
und nennt sich jetzt Waran.
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#17   RRR   18:38:05 | Dienstag, 8. Januar 2008
@ Seminarist
Seminarist schrieb: Meine Güte RRR – sie sind ja zu dumm einen Text zu verstehen!
(Schlagen Sie mal im Wörterbuch unter Ironie nach!)
Meine Güte Seminarist – Sie sind ja zu dumm, einen Text zu verstehen!
(Schlagen Sie mal im Wörterbuch unter Ironie nach!)
P.S.: Zu dumm, deutsche Rechtschreibregeln korrekt anzuwenden, scheinen Sie (sic!) ebenfalls zu sein.
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#16   Seminarist   18:31:05 | Dienstag, 8. Januar 2008
Richtig Riesendummer Rätekatholik?
RRR schrieb: „Interessant ist jedenfalls der Kurswechsel, den kreuz.net hier einschlägt: Wurde bisher jeder Bischof beschimpft und verunglimpft, der nicht auf kreuz.net-Linie war, wird jetzt erstmals einer dafür gelobt!“
Meine Güte RRR – sie sind ja zu dumm einen Text zu verstehen!
(Schlagen Sie mal im Wörterbuch unter Ironie nach!)
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#15   Maurice Corvisier   18:10:34 | Dienstag, 8. Januar 2008
Nun, Regina, ich muß ja zugeben, daß da-
mals (weil mein „kleiner“ Bruder noch viel zu klein war), meine Schwester mir ministriert hat.
Dieser Anflug von Modernismus avant la lettre erledigte sich schnell von selbst: sie hatte bald keine Lust mehr und spielte lieber mit ihren Puppen Schule.
All’ das ändert nichts an der Tatsache, daß die ruhige Standhaftigkeit der Tradis aus Amiens ganz einfach beeindruckend ist.
Übrigens gefällt mir auch Dr. Dickès Formulierung mit der Kälte heute und der Kälte vor 2000 Jahren … Herbergssuche, halt.
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#14   Regina 1961   17:58:26 | Dienstag, 8. Januar 2008
Maurice Corvisier
Dann kommen Sie doch Sonntags mal zu uns. Nach der Heiligen NOM Messe spielen meine Kinder mit Begeisterung „Kirche“. Auch unsere Tochter. Sie darf sogar predigen. >:)
Regina1961
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#13   RRR   17:52:32 | Dienstag, 8. Januar 2008
Interessanter Kurswechsel
In Amiens gab es unter den Traditionalisten seit langem Spaltungen, die an dieser Stelle weder begründet noch erläutert werden sollen.
Der Grund ist – wie immer in Tradi-Kreisen – offensichtlich: Jeder ist sein eigener Papst, alle exkommunizieren sich gegenseitig, und je kleiner die Gruppe sie ist, umso überzeugter ist sie, dass alle anderen freimaurerische, jüdisch unterwanderte Untermenschen sind. Oder – noch schlimmer – positiv über die Kirche (II. Vatikanisches Konzil) denken.
Interessant ist jedenfalls der Kurswechsel, den kreuz.net hier einschlägt: Wurde bisher jeder Bischof beschimpft und verunglimpft, der nicht auf kreuz.net-Linie war, wird jetzt erstmals einer dafür gelobt!
Also, im Namen von kreuz.net: Liebe Bischöfe, untersagt die Alten Messen, widersetzt Euch dem Motu proprio – der Dank der Tradis wird Euch gewiss sein und sogar hier veröffentlicht werden!
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#12   Rudolfus   17:14:08 | Dienstag, 8. Januar 2008
@HBR: Achten Sie auf Ihre Begriffsweise
Klar gibt es in der katholischen Kirche diverse Rithen. Etwa der caldäische Ritus oder der alexandrinische Rithus. Das ist ja auch ok. Fakt ist aber, dass die Anhänger der tridentinischen Messe in der Kirche ein teilweise recht militantes Verhalten an den Tag legen. Dies tun die Unierten nicht.
Die Unierten sind auch dann „militant“, wenn man sie verfolgt –
so wie dies auch die St.-Pius-V.-Ritustreuen sind, die durch die Hierarchie jahrzehntelang verfolgt wurden, nämlich auf hierarchisch-militanter Weise.
Daß die Gläubigen im Recht waren, und nicht die Hierarchie, hat der jetzige Papst in Summorum Pontificum schriftlich gegeben.
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#11   Aleph †   17:13:46 | Dienstag, 8. Januar 2008
-HBR-
Das was die sogenannten „Traditionalisten“ betreiben, ist nichts anderes, als die Spaltung unserer heiligen katholischen Kirche
Das Betreiben die „Traditionalisten“ mit Lust und großem Eifer, aber sie glauben es nicht und sind deshalb wie immer ganz fein raus.
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#10   Sozialkatholisch   17:11:21 | Dienstag, 8. Januar 2008
@ Rudolfus
Ja, nicht sichtbar ist wohl der verkehrte Ausdruck, noch nicht richtig offenbar geworden ist wohl besser.
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#9   HBR   17:10:23 | Dienstag, 8. Januar 2008
@Rudolfus
Klar gibt es in der katholischen Kirche diverse Rithen. Etwa der caldäische Ritus oder der alexandrinische Rithus. Das ist ja auch ok. Fakt ist aber, dass die Anhänger der tridentinischen Messe in der Kirche ein teilweise recht militantes Verhalten an den Tag legen. Dies tun die Unierten nicht.
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#8   Rudolfus   17:09:07 | Dienstag, 8. Januar 2008
@sozialkatholisch: Nicht sichtbar?
Ich sehe auch ohne Traditionalisten einen Riss in der Kirche, er ist nur noch nicht richtig sichtbar.
Der Riß in der Kirche ist doch jahrzehntelang völlig unübersehbar:
Sichtbar in organisierten Funktionärsdemos gegen päpstliche Vertrauensleute, die als Bischöfe eingesetzt wurden – insbesonders in der österreichischen Kirche: von West bis Ost, in nahezu allen Diözesen, die von Papst Johannes Paul II. Bischöfe erhielten,
abgesehen von jahrelanger Medienstimmungsmache gegen die papsttreuen Bischöfe.
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#7   Sozialkatholisch   17:05:24 | Dienstag, 8. Januar 2008
@ HBR
Ich sehe auch ohne Traditionalisten einen Riss in der Kirche, er ist nur noch nicht richtig sichtbar.
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#6   Tridentinus   17:02:56 | Dienstag, 8. Januar 2008
Ich habe ungefähr ab 4 Jahren
NOM gespielt, aber spätestens ab 8 sozusagen Summorum Pontificum Cura und dann nur noch tridentinische Messe. ;-) o^/ O:)
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#5   Rudolfus   16:52:23 | Dienstag, 8. Januar 2008
@HBR: Die katholische Kirche ist niemals in der Vielfalt ihrer Riten gespalten
Das was die sogenannten „Traditionalisten“ betreiben, ist nichts anderes, als die Spaltung unserer heiligen katholischen Kirche
Die katholische Kirche ist niemals in der Vielfalt ihrer Riten gespalten, sondern diese sind Teil der katholischen Einheit – die alte Anordnung St. Pius’ V. in Quo primum über die Ritentoleranz bestätigte auch das II. Vaticanum: „Allen katholischen Riten gleiche Ehre.“
Es gibt 22 Ritenkirchen innerhalb der einen Kirche, und noch mehr Unterriten.
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#4   Vineta   16:49:31 | Dienstag, 8. Januar 2008
Keiner versteht diesen Bischof außer…
Man liest hier, keiner verstehe die Haltung und das Vorgehen dieses Bischofs – einer offenbar doch: Ein gewisser Ratzinger, denn der könnte ja darauf drängen, daß der hartherzige Bischof seine Meinung ändert, tut es aber nicht.
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#3   HBR   16:47:59 | Dienstag, 8. Januar 2008
Traditionalismus hin oder her
Das was die sogenannten „Traditionalisten“ betreiben, ist nichts anderes, als die Spaltung unserer heiligen katholischen Kirche
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#2   Maurice Corvisier   16:33:25 | Dienstag, 8. Januar 2008
Mich würde interessieren, wie viele sich
für eine NOM-Meßfeier so oft und so lange in die eisige Kälte stellen würden…
Das hat schon etwas mit der Messform zu tun: früher haben alle Jungen ganz selbstverständlich irgendwann einmal „Messe gespielt“, das war eben faszinierend. Ich habe noch von keinem Jungen gehört, der heute eine NOM-Messe „spielt“.
Den tapferen Tradis von Amiens jedenfalls gebührt Respekt für ihr Engagement!
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#1   stimme der vernunft †   16:27:36 | Dienstag, 8. Januar 2008
jaja die Kinder
Die Pfadfinder und Schüler, die am vierten Advent auf dem Vorplatz der Kathedrale während der Freiluftmesse schlotterten, haben dank des Bischofs von Amiens die Botschaft verstanden. Auch meine Enkel.
Aber sicher haben die verstanden.
Woanders hat man kinder zu den jungen Pionieren geschleppt oder zur Hitlerjugend, hier werden sie in Schismatikergottesdienste geschleppt.
„Verstehen“ werden sie erst Jahre später, aber zu einem Großteil nicht die Botschaft, die der „alte Haudegen“ von Autor glaubt.
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