In der Erzdiözese Wien wird ein neuer Weihbischof ernannt. Der Badener Pfarrer schreibt auch selber Gebete.
Homepage der Pfarre Baden St. Josef
(kreuz.net, Wien) Bereits seit zwei Jahren wartet die Erzdiözese Wien auf einen zweiten Weihbischof.
Das Rücktrittsgesuch des 76jährigen liberalen Weihbischofs Mons. Helmut Krätzl liegt bereits seit einem
Jahr im Vatikan.
Nun weiß die österreichische Tageszeitung ‘Die Presse’, wer der Nachfolger des altliberalen
Weihbischofs wird.
Es handelt sich um den Pfarrer der Stadt Baden, Hw. Stephan Turnovszky (43). Nach
Angaben der Presse wurde Pfarrer Turnovszky in der Schweiz geboren. Er studierte in Wien technische Chemie,
bevor er als sogenannter „Spätberufener“ in das Wiener Priesterseminar eintrat.
1997 wurde er von Weihbischof
Krätzl zum Diakon geweiht. Ein Jahr später empfing er die Priesterweihe.
Seit Juni 2006 gehört er
dem Priesterrat der Erzdiözese Wien – dem Beratungsgremium von Kardinal Schönborn – an.
Im Klerus gelte
Hw. Turnovszky als „mit beiden Beinen im Leben stehender rühriger, eher unauffälliger Pfarrer“, so die
‘Presse’.
„Du diskreter Mächtiger“
Pfarrer Turnosvszky schrieb im Jahr 2005 für das katholische Wiener
Radio ‘Stephansdom’ auch Gebete. Eine Kostprobe:
Pfingsten ist da, das Fest der Vollendung – und zugleich
des Neubeginns. Die 50 Tage der Osterzeit sind vollendet, ja sogar die ganzen drei Monate des Osterfestkreises
liegen hinter uns. Doch dieses heiligen Wochen haben uns verändert, verwandelt:
Heiliger Geist, du diskreter
Mächtiger, brenne du in unsere Herzen, was wir gefeiert und geahnt haben in den österlichen Gehemnissen.
Hilf uns zu glauben und zu lieben in der Zeit des kirchlichen Alltags, die vor uns steht. Sei du in uns
die Kraft zum Weitergehen, zum Aufbruch, halte du uns jung und vorwärts gewandt, nimm von uns alle Angst
und Verzagtheit, dränge uns hin zum Wagnis für Christus: „Duc in altum,“ hat der Herr die Jünger aufgefordert:
„Hinaus ins Tiefe,“ für den Fischfang, den wir nicht für möglich halten, du aber möglich machst.
Ehre sein dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in
Ewigkeit. Amen.
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13 Lesermeinungen
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angesichts solcher Ergüsse weiß ich wieder, warum ich mir jedes Gebet erspare… irgendwann ist alles
nur pathetisches Geplappere. Besser man hält den Mund und geht in sich.
Was für ein geistiger Unflat! Bleibt zu hoffen, daß dieser „Spätberufene“ neben seinem Gekritzel nicht
noch mehr Schaden anrichtet! Der hlg. Josef könnte da sicherlich helfen und die Seelen vor solchem geistigen
Unflat bewahren!
Spätberufene Dieses Wort ist doch völlig überholt… Menschen, die mit Lebenserfahrung ins Theologiestudium
gehen sind doch wohl für die anschließende Seelsorge oftmals geeigneter als diese Bubis, die von Mutters
Schürze an den Tisch des Regens ins Seminar wechseln … und von der Welt außer der Sakristei nicht
viel kennengelernt haben.
@Früh übt sich … Heiliger Geist, du diskreter Mächtiger, brenne du in unsere Herzen, was wir gefeiert
und geahnt haben in den österlichen Gehemnissen. Naja, er hat es wohl gut gemeint. Nur manchmal reicht
eben die gute Meinung allein nicht …
Chemie Die Absolvierung eines Chemiestudiums finde ich eine gute Voraussetzung für einen guten Weihbischof
und späteren Bischof. Damit hat er eine lebendige Bodenhaftung zu den Fragen der Menschen heute – und
zu ihren Lebensbedingungen und Fragen. In die österreichische Bischofskonferenz würde er eine Menge
Sachverstand einbringen können zur heutigen Lebenswelt. Es wäre eine gute Entscheidung, diesen Pfarrer
zum Weihbischof zu ernennen – und dann zum Bischof zu weihen.
Spätberufener Was heißt das? Jesus Christus war in diesem Sinne, d. h., was seinen äußeren Lebensweg
begrifft ebenfalls Spätberufener. Jedenfalls hat er vor seinem apostolischen Wirken als Zimmerman gearbeitet.
Der neue Weihbischof macht, nach dem veröffentlichten Gebet zu schließen, einen hervorragenden Eindruck.
Gott sei Dank gibt es Bischofskandidaten, die gläubig sind. Was immer kreuz.net vorurteilsfreudig denken
mag, den Heiligen Geist habt Ihr nicht gepachtet, hoffentlich sind wir uns da einig.
„Spätberufener“ oder … doch Spätberufener ohne die „ „ ? Ja, es gibt auch Menschen, die erst später
merken, was ihre Berufung ist, und oft sehr gute, lebensnahe Priester sind. Samurai