Es sei auffällig, daß im Fasching zunehmend katholische Ordenstrachten verhöhnt wurden. Vor 300 Jahren hätte ihn das noch nicht gestört.
Reklame für katholikenverachtende Faschingskostüme von ‘Penny’ in der heutigen Ausgabe der ‘Frankfurter Neuen Presse’.
(kreuz.net, Maria Vesperbild) Die Supermarktkette ‘Penny’ hat den Verkauf von Mönchs- und Nonnengewändern
als Faschingskostüme in zwei Filialen des Kreises Krumbach gestoppt. Grund dafür ist der Protest des
Wallfahrtsdirektors von Maria Vesperbild, Mons. Wilhelm Imkamp.
Er erklärte vor der ‘Augsburger Allgemeinen
Zeitung’, daß seine „religiösen Gefühle schwerwiegend verletzt“ wurden.
Daraufhin reagierte der Bezirksleiter
von ‘Penny’ im Kreis Krumbach: „Wir nehmen die Bedenken sehr ernst und haben den Verkauf der Kostüme
in Thannhausen und Krumbach gestoppt.“
Der Wallfahrtsdirektor sieht in den Faschingskostümen eine „Verächtlichmachung
des katholischen Glaubens“.
Mons. Imkamp
Für Mons. Imkamp ist es auffällig, daß zunehmend nur Ordenstrachten der
katholischen Kirche ins Lächerliche gezogen würden. Die Trachten anderer kirchlicher Gemeinschaften
blieben verschont.
Die aus dem Verkauf gezogenen ‘Penny’-Kostüme äfften die Ordenstracht der Franziskaner
nach. Es handele sich dabei um Mönche die in der Entwicklungs- und Sozialhilfe Großes leisteten, erklärt
Mons. Imkamp der Zeitung.
Er bemerke hier eine Spirale der Gewöhnung, die nach unten zeige.
Der Wallfahrtsdirektor
gesteht: „Vor 300 Jahren, da hätte mich das noch nicht gestört. Da hat die Religion noch das Leben beherrscht,
da waren wir noch eine Mehrheit. Heute sind wir eine verfolgte Minderheit, die sich wehren muß.“
Dabei
habe der Fasching oder Karneval seinen Ursprung im Katholizismus. Vor der Fastenzeit solle die Freude
nochmal richtig zum Ausdruck gebracht werden.
Die Katholiken bejahten Fasching und Karneval, „aber durch
diese Kostüme werden religiöse Gefühle verletzt“, so Imkamp.
Über den Rückzug der Kostüme durch
die Supermarktkette ‘Penny’ ist der Prälat erfreut: „Ich bin mehr als zufrieden mit dieser Reaktion“.
Bereits in der Vergangenheit habe er den Verkauf eines Faschingskostüms sowie eines Halloweenkostüms
mit einem Kreuz durch seine Beschwerde stoppen können.
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85 Lesermeinungen
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ExBochumer Das wird den Rewe-Konzern wenig beeindrucken, wenn Sie da nicht mehr kaufen. Dann gehen Sie
halt zu Lidl, oder Aldi oder Norma. Möglicherweise gibt es da auch die beanstandeten Kostüme im Faschings-Sonderangebot.
Am Ende müssen Sie dann die Nahrungsmittel selbst erzeugen.
#84 ExBochumer † 11:19:38 | Montag, 14. Januar 2008
Also hier bei uns (NRW) sind die Nonnen- und Mönchskostüme bei Penny sehr wohl heute in den Auslagen.
Die Filialleiterin, die ich darauf ansprach, entgegnete lediglich: „Sie brauchen die Kostüme ja nicht
zu kaufen.“ Bei Penny (gehört übrigens zum REWE-Konzern) gehe ich ab sofort nicht mehr einkaufen.
#83 Nachtlaterne 11:01:57 | Freitag, 11. Januar 2008
dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über die „Du hast dich an mein Gebot gehalten, standhaft
zu blei-ben; daher werde auch ich zu dir halten und dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über
die ganze Erde kommen soll, um die Bewohner der Erde auf die Probe zu stellen. Ich komme bald. Halte fest,
was du hast, damit kein anderer deinen Kranz bekommt. Wer siegt, den werde ich zu einer Säule im Tempel
Gottes machen, und er wird immer darin bleiben. „ Offenbarung 3/ 10-12
@Friedgen Nazis hatte ich nicht im Sinn, es war die Soldatenuniform ganz allgemein die man gemeinhin als
Ehrenkleid bezeichnet hat, dazu brauchte man kein Nazi sein.
#81 k.h. Friedgen 18:43:34 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@Sozialkatholisch Bin ganz Ihrer Meinung! Noch ein Wort zur „Stimme bar jeder Vernunft“: Das Ehrenkleid,
das Sie meinen, habe ich nie kennengelernt, so alt bin ich noch nicht. Man sollte aber, wenn man schon
die Vernunft beschwört, nicht Äpfel mit Birnen verwechseln! Zwei meiner Onkels waren Priester, und die
haben, wenn sie von ihrem Ehrenkleid sprachen, bestimmt nicht an braune Uniformen gedacht. Nicht jedes
Wort, was die Nazis benutzt haben, ist schon allein deswegen unangebracht.
@ Friedgen Mit der Petruisbruderschaft könnte ich mich wohl auch anfreunden, habe aber keinen Zugang
dahin und ohne der Piusbruderschaft würde es die Petrusbruderschaft ja nicht geben. Die Zerstrittenheit
unter den Tradis schiebe ich ganz klar dem in die Schuhe, hoffentlich werden die vielen Risse überall
durch himmlischen Beistand bald irgendwann gekittet. Ich denke das das auch ganz klar im Sinne unseres
Papstes ist, der der Piusbruderschaft ja auch nicht feindlich gegenüber steht.
#79 k.h. Friedgen 18:24:50 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@Sozialkatholisch Ich bin völlig auf Ihrer Linie. Allerdings ziehe ich der PSSPX doch eindeutig die Priesterbruderschaft
St. Petrus vor, die vorbehaltlos die Alte Liturgie pflegt und auch sonst eindeutig katholische Standpunkte
vertritt, aber auch an ihrer Treue zum Papst keinen Zweifel läßt.
Armer Prälat! Der arme Prälat sollte mal seine tschechischen oder albanischen Amtsbrüder fragen, die
in der Zeit des Kommunismus nun wirklich eine verfolgte Minderheit waren. Da wüsste er, unter welch himmlischen
Bedingungen er heutzutage in Deutschland seinen katholischen, verbeamteten (im Höheren Dienst!) Wohlstand
pflegen kann. Und: Keinen gläubigen Katholiken stört die alte Tradition, dass gerade in „rein-katholischen“
Gegenden die Fastnacht am Aschermittwoch um null Uhr „beerdigt“ wird, und zwar durch einen kostümierten
„Franziskanerpater“, der eine Persiflage der Allerheiligenlitanei singt und dem die „weinende“ Gemeinde
in kirchentonartigen Responsorien antwortet. Dies gibts im beispielsweise im Bistum Fulda schon seit Jahrhunderten
und hat weder die Fürstabte noch Bischof Dyba jemals gestört! Der arme Prälat!
@ Friedgen Ja, das gilt für die Priester genauso wie für Ordensleute, wer den Sohn vor den Menschen
verleugnet, na ja, der hat später eben nicht unbedingt die besten Karten. Da lieb ich mir die Priester
von der Piusbruderschaft, da kann man ja von halten was man will, aber sie bekennen sich zu Jesus Christus
in guten und in schlechten Zeiten! Der ein oder andere Amtskirchenpriester natürlich auch noch.
#76 k.h. Friedgen 17:51:24 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@Sozialkatholisch Sie haben recht, am besten hält man sich an Papst Benedikt XVI., gegen den kann man
die meisten unserer Bischöfe glatt vergessen. Hoffentlich bleibt er uns lange erhalten! Noch ein Wort
zu Prälat Imkamp: Auf dem beigegebenen Foto trägt er ja offensichtlich den Römischen Kragen, aber er
sollte mit seiner Kritik bei seinen Amtsbrüdern beginnen. Wer, wie die allermeisten von denen, seinen
eigenes Kleid nicht ehrt und sich zu ihm bekennt, der darf von anderen nicht mehr erwarten. Hätten unsere
Ordensmänner- und frauen nicht ganz überwiegend ihre jahrhundertealten Trachten in die Lumpenkiste befördert
und selbst in der Öffentlichkeit, wie vielfach geschehen, lächerlich gemacht, könnte man auch vom Publikum
mehr erwarten. Aber Kleider, zu denen man sich selbst nicht mehr bekennt, braucht man auch nicht gegen
Mißbrauch zu verteidigen. Was heißt nämlich Mißbrauch? Fälschlicher Gebrauch! Fälschlich kann man
aber nur das gebrauchen, was auch richtig gebraucht wird, und da fehlen mir weit und breit die Beispiele!
Wenn Priester selbst in sogenannten „Faschingsmessen“ mit Narrenkappe auftreten, muß man sich nicht wundern,
wenn die Narren das gleiche Recht für sich in Anspruch nehmen und Ordenskleider tragen.
@Sozi Ah, ok, die Kirche geht dir am Allerwertesten vorbei, du betreibst nur einen Personenkult. Ok, soll
es auch geben. Immer wieder interessant mit dir zu plaudern.
Braucht man als Benediktionalist ein Benediktionale, oder tuts auch eine Collectio Rituum oder ein Caeremoniale
Episcoporum; und wenn nicht, muß es das des ordentlichen oder des außerordentlichen Ritus’ sein?
@Sozi Ich halte mich da nur noch an unseren hl. Vater Benedikt, den Bischof von Rom, der meine Loyalität
hat Oh, dann bist du also gar kein Tradi, sondern ein Papalist. Naja, auch nicht wirklich besser. Im Gegensatz
zur römisch-katholischen Lehre sind beide.
Sozialk. In meinem Umfeld gibt es drei Klöster wo im Umfeld noch niemanden im Habbit rumgerannt ist,
sie sind alle aufrecht im Habbit gegangen. Und die ,,Kutten werden nicht geleckt,-sie werden gebügelt!
@ Friedgen Verlautbarungen und Amtshandlungen von Bischöfen etc. interessieren mich schon lange nicht
mehr, ich will auch nicht sagen das sie alle verkehrt sind, mir fehlt nur die Zeit mich mit allen von
denen eingehend zu beschäftigen. Ich halte mich da nur noch an unseren hl. Vater Benedikt, den Bischof
von Rom, der meine Loyalität hat.
@ Pünktchen Unter anderem bin ich auch „vom Fach“; ich weiß um das muslimische Inspirationsverständnis
des Korans als inlibriertes (nicht inkarniertes) Wort Gottes in reinem Hocharabisch und die daraus resultierende
absolute Exegesefeindlichkeit des Islam (in manchen Veröffentlichungen wird das als strukturell angelegter
Fundamentalismus bezeichnet). Lachen, liebe/r/s Pünktchen ist gerade deshalb eine ernste Sache. Nicht
über den Inhalt zu lachen, sondern über die Attitüde der Haßprediger, mir mit ihrer Drohbotschaft
Angst einflößen und mich damit für ihre Absichten instrumentalisieren wollen. Niemand nimmt Haßprediger
ernster als der, der sie als lächerliche Abziehbilder auslacht!
#66 k.h. Friedgen 16:57:35 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@sozialkatholisch Ich vergaß noch zu erwähnen, daß in der letzten Woche der Kölner Erzbischof, Kardinal
Meisner, der sich ja sonst als Erzkonservativer einen Namen macht, im Kölner Dom eine Messe mit dem kompletten
Dreigestirn und Hunderten von Karnevalisten in Verkleidung gefeiert und dabei u.a. auch eine Karnevalsmütze
und ein Faß Kölsch gesegnet hat. Solange unsere sogenannten Kirchenfürsten sich zu solchen Albernheiten
hinreißen lassen und damit den Menschen mit schlechtem Beispiel vorangehen, muß man sich nicht wundern,
wenn diese sich dann bevollmächtigt sehen, als Mönch oder Nonne durch die Fastnacht zu ziehen. Da frage
ich mich, was das kleinere Übel ist, der biersegnende Kardinal oder ein Buchhalter, der gern an Karneval
einmal Pater sein will? Kann man sich vorstellen, daß ein Kardinal Frings, der schließlich Rheinländer
war, einen solchen Zirkus in seinem ehrwürdigen Dom veranstaltet hätte?
@ Friedgen Allerdings ist dieser Protest für mich solange wenig überzeugend, als die echten Ordensleute,
Männer und Frauen, ihre Ordenstrachten in die Altkleidersammlung gegeben haben. Absolut richtig, fast
außschlierßlich rennen die nur in zivil rum, außer in ihren Klöstern, da lassen sie sich in ihren
geleckten Kutten von den Gläubigen huldigen.
Liebe Stimme der Vernunft „Und ausserdem: Es wirkt einfach nur albern, wenn die, die jedem Volksverhetzungsartikel
hier Beifall zujohlen, dann auf einmal anfangen von „Verfolgung“ zu heulen, wenn jemand wagt über ihresgleichen
zu lachen.“ Zielen Sie damit auf meinen Kommentar von 15.01 Uhr? Es betrübte mich dann allerdings sehr,
dass Sie diesen nachdenklich gemeinten Beitrag ins Lächerliche ziehen und mich zu einem Volksverhetzer
stempeln. Nun ja, dieses Medium erzeugt zwangsläufig Oberflächlichkeit, wie ich schon heute Vormittag
erfahren musste.
#62 k.h. Friedgen 16:40:15 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Nicht überzeugend! Grundsätzlich bin ich voll mit Prälat Imkamp einverstanden. Allerdings ist dieser
Protest für mich solange wenig überzeugend, als die echten Ordensleute, Männer und Frauen, ihre Ordenstrachten
in die Altkleidersammlung gegeben haben. Wann sieht man außerhalb von Klostermauern, und selbst dort,
heute noch echte Ordensleute, die sich ihrer Tracht nicht schämen und stattdessen im Räuberzivil herumlaufen?
In unserem Ort sind die Waldbreitbacher Franziskanerinnen ansässig, aber die meisten der Schwestern laufen
in buntem Rollkragenpulli und Jeans durch die Landschaft. Da sollte der Prälat einmal protestieren! Aber
das ist ja heute in der kath. Kirche so üblich: Trotz mehrfacher Mahnungen aus Rom trägt kaum ein Kleriker
noch sein Gewand. Einige Pfarrer aus der Umgebung würde man eher für Lehrer oder Handwerker halten,
wenn sie außerhalb der Kirche auftreten. Man kann Gewänder, die uns in unserer Jugend noch als „Ehrenkleid“
hingestellt wurden, nur dann für sich reklamieren, wenn man auch im Alltag zu ihnen steht.
@ Stimme (bar je)der Vernunft hierzulande haben wir Glaubensfreiheit, da wirst sogar du geschützt. Laber,
laber fasel, du hast nicht die geringste Ahnung wovon du sprichst.
@sozi ok, dass dein Glaube ein recht seltsamer ist, wissen ja alle hier. Aber macht nichts, hierzulande
haben wir Glaubensfreiheit, da wirst sogar du geschützt.
#59 Pünktchen 16:31:55 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Beste clarissa, den Dokumentarfilm von Romuld Karmakar: Hamburger Lektionen, der am 24. um 21:00 Uhr in
Arte www.arte.tv/…430,CmC=1870424.html ausgestrahlt wird, habe ich schon in einem vollbesetzten Kino
anschauen können. Glauben Sie mir, da gab es gespannte Aufmerksamkeit über volle zwei Stunden, aber
keinen einzigen Lacher…
@sozi also wenn dich die Rechtschreibreformen nicht jucken, dann hattest du doch nen Fehler in dem Satz.
Naja, nobody is perfect und du heisst ja nicht Nobody, oder?
@ Stimme (bar je)der Vernunft Ach ja, irgendwelche Rechtschreibreformen jucken mich auch nicht! Aufrechter
Tradi? Danke fürs Kompliment, aber das stimmt wohl vorne und hinten nicht und zeigt die Gültigkeit des
bar je bei dir. o^/
#55 defendor 16:26:36 | Donnerstag, 10. Januar 2008
„Fasching“ ist kein Freibrief für Balsphemie ! Es war schon immer eines der „erfolgreichsten Waffen“
des Vaters der Lüge, Satan, die Lüge und den Hass hinter „harmlosen“ Maskierungen zu verbergen ! Und
heute scheint sein widerwärtiges Treiben genügend Lakaien gefunden zu haben, die dieses verächtliche
Gift streuen ! Unter dem Deckmantel „Fasching“ wird das Allerheiligste, GOTT, die Heiligste Dreifaltigkeit,
aufs Schändlichste beledigt, verhöhnt und lächerlich gemacht ! Eine röm kath. Ordensschwester ist
eine „Braut CHRISTI“ und das Ordenskleid erhält somit eine heilige Würde ! Wer dieses zu schändlichem
Tun missbraucht, der verhöhnt und beleidigt das ALLERHEILIGSTE, GOTT ! Auch der Missbrauch der Ordenskleider
von röm katholischen Ordensmännern ist ein Sakrileg ! Das Ordenskleid zeugt von der „Immitatio Christi“
und wird durch das schändliche Tun in einer abscheulichen Art und Weise verhöhnt und so das Ordensleben
nachgeäfft ! Wir wissen , wer der grosse „Nachäffer“ ist, Satan ! Leider scheint er genügend „Nachäff-Zöglinge“
gefunden zu haben, deren Verstand offenbar noch hinter eines Affen zu sein scheint ! „Fasching“ ist kein
Freibrief für Blasphemie in Form von Sakrilegen jeglicher Art ! Wer dennoch dieser irriger Meinung ist,
der wird spätestens im Angesichte der GÖTTLICHEN MAJESTÄT CHRISTI diesen Frevel vor „Augen geführt
bekommen“ ( im Buch des Lebens !) Wehe denen, die nicht reuevoll die Barmherzigkeit CHRISTI erbitten…vor
der Gerechtigkeit des Vaters werden sie nicht bestehen können !
@Sozi boah, das war jetzt der erste fehlerfreie Satz von dir heute! Allerdings ist „im Geringsten“ neue
Rechtsschreibung. Solltest du als aufrechter Tradi da nicht besser in der Orthographie des Messbuchs Pauls
VI „im geringsten“ schreiben?
Haßprediger, Extremisten und sonstige gemeingefährliche Ideologen zu observieren und zu verfolgen, können
wir getrost der Staatsgewalt überlassen, die können das sicher besser als wir. Außerdem halte ich Lachen
für eine überaus ernste Sache; sollte das so verstanden worden sein, als riete ich, das auf die leichte
Schulter zu nehmen, wäre ich gründlich mißverstanden worden. Wer aber darüber lachen kann, fügt sich
nicht der Angstlogik der Drohung und der Drohenden. Ich bin überzeugt davon, daß man das Reich Gottes,
mag damit nun die „basileia ton ouranon“, oder einr andersreligiöse Vorstellung gemeint sein, nicht herbeibomben
kann. Ich jadenfalls habe nicht vor, mich persönlich der subtilen Logik des Terrors und der Angst zu
unterwerfen und lache deshalb darüber (natürlich auch deshalb, weil es lächerlich ist).
#51 ladonna 16:17:20 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@+net Er erklärte vor der ‘Augsburger Allgemeinen Zeitung’, daß seine „religiösen Gefühle schwerwiegend
verletzt“ wurden. Daraufhin reagierte der Bezirksleiter von ‘Penny’ im Kreis Krumbach: „Wir nehmen die
Bedenken sehr ernst und haben den Verkauf der Kostüme in Thannhausen und Krumbach gestoppt.“ geh bitte…regts
euch net so auf! +net legt es darauf an, andauernd die Gefühle anderer Menschen zu verletzen. Also seids
doch nicht wehleidig mit euren ANGEBLICH verletzten religiösen Gefühlen, sondern nehmt euch ein Beispiel
an „Penny“… LG und einen schönen Nachmittag!
@Sozi Ja, wie man an deinem letzten Posting sehen kann, hört unsere Gemeinsamkeit schon bei der Grammatik
wieder auf. Die zumindest beherrsch ich nämlich (komm, sei ehrlich, bei dir sind das gar keine Vertipper
sondern echte Rechtschreibfehler!)
@ Stimme (bar je)der Vernunft Gibt es in der Nirdie Bar den gutes billiges Export? War das jetzt nicht
auch ein geniales Wortspiel? Für dich ganz O.K., aber gegen Pünktchen kommste aber noch lange nicht
gegenan. ich vertipp mich auch regelmässig. Eigentlich bist du ja ein einziger Tippfehler schlecht hin,
aber ertrage es tapfer Ist aber zum Glück unsere einzige Gemeinsamkeit. Ja, ich denke auch zu mehr wird
es wohl nie kommen. Und das ist auf jedem Fall aus meiner Sicht auch gutso!
#47 Pünktchen 16:03:54 | Donnerstag, 10. Januar 2008
clarissa Wer Ideologen oder Haßprediger nämlich ernst nimmt, wertet sie doch nur auf! Dieser Auffassung
kann ich nicht ganz folgen. Der Haßprediger Fazazi hatt im Jahre 2000 die Koranerörterungen in einer
Hamburger Moschee vorgenommen. Zu seinen „Fans“ zählten auch die späteren Selbstmordattentäter (u.a.
Mohhammed Atta) auf das World Trade Center. Wie gesagt: Ort dieser geistigen Radikalisierung war nicht
irgendein muslimisches land, sondern alles spielte sich in unseren Nachbarschaften ab. Wer … Haßprediger
ernst nimmt, … verhindert u.U. Massen-Verbrechen, clarissa. Es ist eines der ganz großen Probleme,
daß der Islam und seine Primärquellen nicht ernst genommen werden, obwohl es einer wachsenden Zahl von
Muslimen bitter ernst ist mit den Haßparolen und Mordaufrufen, die es schon im Koran gibt! Dagegen wird
ein Kardinal, der sich gegen die Homo-Ehe ausspricht, schon als „Haßprediger“ ausgeschrieen …
@sozi Soviele Begriffe die dir fremd sind in einem Satz: Wissenschaft, Vernunft… Naja, bleibt nir die
Bar! War das jetzt nicht auch ein geniales Wortspiel?
@Sozi Ja, das ist absolut das genialste, was das pünktchen in ihrem Leben bisher zustandebegracht hat
nein, das war nicht dogmatisch, das wissenschaftlich.
@ Stimme bzw.@ Pünktchen das Wortspiel Stimme (bar je)der Vernunft ist genial :)3 @ Stimme (bar je)der
Vernunft war das jetzt eine dogmatische Aussage?
@ Pünktchen Na, na! Immer sachlich bleiben! Nach dem Gebet ist unsere stärkste Waffe gegen Dummschwätzer
und Ideologen das Lachen. Wer Ideologen oder Haßprediger nämlich ernst nimmt, wertet sie doch nur auf!
#38 Pünktchen 15:48:22 | Donnerstag, 10. Januar 2008
stimme (bar je)der vernunft Ich habe nirgends irgendeiner Volksverhetzung Beifall geklatsch! Ich nehme
mir aber weiterhin heraus, auf die Doppelzüngigkeit und Hirnschäden von GRÜNEN-Politikern hinzuweisen:
wie in diesem Fall. Interssanterweise ist es ja derselbe Politiker, der den Kölner Kardinal als „Haßprediger“
verunglimpft hatte, der sich hier für den Rufschutz der echten (nämlich muslimischen) Haßprediger starkmacht!
Merkwürdig, merkwürdig! Und falls wieder jemand kommt, der bahauptet, es geben doch keine Haßpredigten
in deutsche Moscheen, der sei schon jetzt auf eine Arte-Sendung hingewiesen: HAMBURGER LEKTIONEN (Dokumentarfilm)
Donnerstag • 24. Januar • 21.00 www.arte.tv/…430,CmC=1870424.html
Gott hat Humor, meinte Chesterton, denn er schuf den Menschen; und sagte nicht Philippo Neri, der sicherlich
noch rechtgläubig, rechtmäßig und gültig versus oriente zelebrierte, das Lachen über sich selbst
sei das größte Geschenk Gottes an den Menschen? Was soll der ganze Sturm im Wasserglas über Karnevalskostüme?
Nicht jede Kleinigkeit ist doch gleich der status confessionis.
@Pünktchen Dein wiederholter Hinweis auf Volker Beck lässt dich auch nicht intelligenter erscheinen.
Wie nämlich jeder in dem Link, den du freundlicherweise zur Verfügung gestellt hast, lesen kann, hat
sich Volker Beck darüber erregt, dass Moslems generell als Mörder dargestellt wurden. Angesichts der
Tatsache, dass man hier schon zu flennen anfängt, wenn über Christen nur gelacht wird, sollte man ja
Verständnis dafür haben, wenn Moslems pauschal als Mörder dargestellt werden. Und ausserdem: Es wirkt
einfach nur albern, wenn die, die jedem Volksverhetzungsartikel hier Beifall zujohlen, dann auf einmal
anfangen von „Verfolgung“ zu heulen, wenn jemand wagt über ihresgleichen zu lachen.
#32 Pünktchen 15:22:46 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Lorenz Sie haben vollkommen recht! Und die selben Leute, die sonst hypersensibel gegen jede Diskriminierung
und „Ausgrenzung“ zu Felde ziehen und bei jeder Gelegenheit „Wehret den Anfängen“ herumgröhlen, empfinden
alle Formen von Christen-Ausgrenzung plötzlich als akzeptabel. Und nochmals dieser Hinweis: Ausgerechnet
Homo-Beck findet einen Themenwagen im Düsseldorfer Karneval, der Mullahs zeigt, „alles andere als witzig
www.netzeitung.de/…tschland/542912.html“. Jede Form von Verächtlichmachung der Kirche in CSD-Umzügen
jedoch, kann gar nicht primitiv und geschmacklos genug sein, um in den Augen von Homo-Beck nicht doch
als witzig und akzeptabel gelten zu dürfen.
wenn eine Beschwerde nicht fruchtet, gibts noch andere Wege… Z.B. Aufruf zum Boykott des Unternehmens.
Das wird in Amerika von christlichen Org. sehr konsequent betrieben und auch effektiv. Wenn der Umsatz
erst fällt und die Anleger böse werden, dann überlegt es sich mancher Unternehmer, ob er nicht von
unsittlichen/unchristlichen Marketingstrategien absieht.
#29 Kurt K. 15:06:50 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@ Loenz: So dünnhäutig? Ich würde aber sagen, dass kollektives Auslachen eines für lächerlich Erklärten
zumindest eine Vorform kollektiver Verfolgung ist Dafür, dass Ihre Organisation hunderte und tausende
von Jahren ihre Gegner leider nicht nur ausgelacht, sondern ganz andere Dinge mit ihnen angestellt hat,
sind Sie aber ganz schön dünnhäutig. Noch bis vor ganz kurzer Zeit wurde das Gegenteil praktiziert,
d.h. jeder, der zugab, nicht an Gott zu glauben, wurde geschnitten und in den Ruin getrieben. Und Sie
bezeichnen Auslachen als Verfolgung?? Pah! Kommen Sie zu sich!
Liebe Stimme der Vernunft, ganz so apodiktisch, wie Sie hier, würde ich nicht daran zweifeln, dass es
Ansätze zu Christenverfolgung gibt. Vielleicht verstehen Sie auslachen nicht als Verfolgung. Ich würde
aber sagen, dass kollektives Auslachen eines für lächerlich Erklärten zumindest eine Vorform kollektiver
Verfolgung ist. Dieses kollektive Auslachen kann einem hierzulande heutzutage schon recht leicht zuteil
werden, wenn man christliche oder auch nur religiöse Begriffe wie Schöpfung(-sordnung), Wille Gottes,
Sünde oder gar Seelenheil) öffentlich verwendet. Man erntet dann nicht nur Kopfschütteln, sondern eben
auch Narreteibescheide, weshalb man vernünftigerweise viel vorsichtiger christliche Positionen vertritt,
als man es bei Anerkennung solcher Begriffe könnte. Immerhin: Gelegenheit für’s Märtyrium bietet ein
solches Umfeld bereits.
Ein mir bekannter Pater … … wurde vor kurzem in seinem Habbit von einer Mutter mit Kind gefragt, von
welcher Karneval-Veranstaltung er kommen würde. Er kam von der hl. Messe welche er gehalten hatte…!
#25 Pascal123 14:46:45 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@Stimme Wie soll das den von statten gehen, kann Amorth jeden Laden auf einmal exorzieren, oder muss er
jeden Dose Erbsen und Möhren besonders fein einzeln exorzieren. Vor allen Dingen was macht er in der
Damen Hygieneabteilung, wird die Verbrannt oder geht er da mit der Spülbürste Weihwasser drüber. Stell
ich mir alles doch sehr kompliziert vor.
@ stimme d.v. ups da hab ich mich doch glatt beim ersten mal verlesen: Da sollte man dioch gleich mal
den Pater Amorth zu PIUS schicken, damit er den Laden exorzieren kann! ein schelm – oder narr? – wer böses
dabei denkt …
korr… Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, dann ist das meiste vom Teufel. damit meinte ich nicht
speziell die Kommentare in diesem Threat, sondern über das ganze kreuz.net gesehen… ihr wisst schon
was ich meine… aber ich ersetzte „das meiste“ (etwas übertrieben) durch „vieles“.
@matt Jede scheinbar zufällige Provokation gegen christliche Kultur ist ein bewußter Angriff des Teufels.
Oh, das ist ja entsetzlich! Da sollte man dioch gleich mal den Pater Amorth zu Plus schicken, damit er
den Laden exorzieren kann! Plus hat ca. 2900 Filialen, das könnte Amorth ja in einer guten Woche schaffen,
die alle zu exorzieren, er soll darin ja Weltmeister sein.
#21 matt2 † 14:32:30 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Menschen, die Gott entfremdet sind können die Empörung nicht verstehen… aus ihnen spricht der Teufel…
es ist eine große Dummheit die Existenz des Teufels in dieser Welt nicht zu sehen, auch wenn er sich
geschickt so kaschiert, dass kein Verdacht auf ihn fällt. Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese,
dann ist das meiste vom Teufel. Das ganze relativistische Gesindel ist eine Teufelsbrut. Jede scheinbar
zufällige Provokation gegen christliche Kultur ist ein bewußter Angriff des Teufels. Er ist hier überall
am werken. Daher ist es auch wichtig sein Treiben zu erkennen und ihn zu stellen, ihn zu konfrontieren.
Denn der Teufel hasst das Licht der Wahrheit. Er kann dagegen keifen, aber er kann es nicht aushalten
und muss sich trollen. Wir müssen als Gläubige viel stärker wahrnehmen, wie unser konkretes Dasein
in dieser Welt bestimmt ist von diesem Kampf gegen die Bosheit bei der der Teufel die Fäden zieht. Bei
all dem, was der Teufel an Schlichen und Erfindungskraft besitzt in bösen Dingen, kann man noch was lernen
und ihn darin auch neutralisieren. Wir müssen die Naivität ablegen. Das Gute ist nicht naiv, sondern
erhaben über alle Klugheit des Bösen.
@Pfr aus RE An diesem Vorfall kann man ja deutlich erkennen, wie brutal die Verfolgung ist, die die Kirche
in diesem Land erleiden muss. Nach einem kurzen Anruf wurde bereits das Angebot einer großen Kaufhauskette
geändert? Wirklich entsetzlich, diese Christenverfolgung. Der Herr Prälat von Versperbild hat völlig
Recht!
#19 st.georg 14:28:25 | Donnerstag, 10. Januar 2008
wer imkamp… …persönlich kennt, weiss was für ein eitler selbstdarsteller der herr prälat ist…seine
grösste sorgen ist, das pensionsalter als wallfahrtsdirektor in der mittelschwäbischen provinz zu beenden
und nicht als bischof…da ist jedes thema zur gewinnung von überregionaler aufmerksamkeit recht… o^/
#18 Pfr. aus RE 14:26:51 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Auch C & A ist vernünftig Vor drei Jahren hat das Bekleidungshaus C & A auch Ordens“karnevals“kleidung
angeboten … als kirchlicher Amtsträger kann ich damit wohl leben. Was mich allerdings weiland störte
war, dass es gleichzeitig ein großen Umhängekreuz dazu gab. Ich habe Kontakt mit der Geschäftsleitung
in Düsseldorf aufgenommen (ganz unkompliziert und es hat auch nicht viel Zeit gekostet) und auch an die
Geschäftsphilosophie und die Geschichte der Familie Brenninkmeyer (eine gute katholische Familie) erinnert …
und tatsächlich bei C & A wurden das aus dem Sortiment genommen. Ohne jetzt Werbung machen zu wollen:
Bei C & A kann man schon aus diesem Grunde gut einkaufen …
#17 Pünktchen 14:25:49 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Ihr lügt Euch alle in die Taschen, ihr Feiglinge! Als regelmäßiger Besucher der Rosenmontagsumzüge
im Rheinland und auch als Beobachter mancher CSD-Paraden kann ich sehr gut beurteilen, ob es viele Ayatollah-/Mullah-Kostüme
gibt oder nicht. Es gibt sie fast überhaupt nicht! Im Vergleich zu Bischofsgewändern, Soutanen, Mönchskleidung
etc. spielen sie eine zu vernachlässigende Rolle. Lediglich Mullahs aus Pappe wagt man zu zeigen. (Die
haben nämlich kein Leben zu verlieren!) Natürlich protestieren die GRÜNEN gegen diese „Beleidigung
des Islam“ postwendend und gesinnungskorrekt-devot ! Volker Beck wörtlich: „Das ist alles andere als
witzig! www.netzeitung.de/…tschland/542912.html“ Ich kann mich nicht erinnern, daß Homo-Beck sich über
die regelmäßige Verächtlichmachung der christlichen Religion news.bbc.co.uk/…436623_epsisters.jpg
auf den CSD-Umzügen auch nur ein einziges Mal erregt hätte. Wie kommt das bloß alles? Ist der Islam
zu den Schwulen um so vieles freundlicher?
#16 Pascal123 14:19:40 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Herr Prälat Der Herr Prälat hat ja Probleme. Mann richtig Weltbewegend sowas. Er müsste doch wissen
das es ums verkaufen geht, in seinem Wallfahrtsort wird auch „kirchlicher“ Tand an den Gläubigen Wallfahrer
verscherbelt, da geht es auch um das Geld machen. Oder werden die Einnahmen aus Rosenkränzen und anderen
Devotionalien gespendet?? Ständig das gejammer, das darf nicht sein, das will ich nicht. Das verletzt
mein christliches Gefühl. Können Katholiken nur Jammern und anprangern, könnt Ihr nicht mal das schöne
sehen was in unserer Welt passiert, anstatt ständig zu jammern. Bringt euch das Gott näher, das ist
ein Fetisch der RKK an dem sich aller ergötzen.
@clarissa Das hat der Herr Prälat ja ausgeführt: Weil Katholiken eine arme, verfolgte Minderheit sind.
Und weil in unserem Gutmenschenstaat arme verfolgte Minderheiten der braven Mehrheit ihre Meinung gewaltsam
aufzwingen können, wie das ja auch die Homolobby täglich vormacht, darum hat auch ein einziges Interview
das redikalen Ideologen einer verfolgten minderheit, nämlich des herrn Prälaten, genügt, und eine große
Supermarktkette hat sofort ihr Angebot geändert. oder so ähnlich.
#14 Ratibor 14:18:58 | Donnerstag, 10. Januar 2008
@ Typ Weil Christen – im Gegensatz zu anderen Religionen – sich durch Milde, Demut und die Bereitschaft,
auch Spott und Verfolgung zu ertragen, auszeichen sollten. Es verlangt ja keiner, dass Christen deswegen
gleich Scheiben einschlagen, Supermärkte in Brand setzen oder irgendwelche x-beliebigen Leute – vielleicht
sogar noch kollektiv – mit dem Tod bedrohen sollen. Geschmacklosigkeiten, Verhöhnungen oder sogar gezielte
Angriffe unwidersprochen zu lassen, stellt ein schwaches Zeugnis dar und wirft ein trauriges Licht auf
die Christen. Bei manchen Themen kann es nicht einfach damit getan sein, sie zu ignorieren (weil man vielleicht
die gesteigerte Aufmerksamkeit vermeiden möchte … wie es das Argument bei unseren tanzenden „Nonnen“
war).
„Bischöfe“ auch mit Narrenkappen Der Bischof von Würzburg ist ja auch so ein Karnevalbischof der mit
Narrenkappe rumläuft und sich dann schon mal mit he du anreden lässt.
Lt. Reichskonkordat genießt zwar die priesterliche Amtskleidung den gleichen Rechtsschutz wie staatliche
Uniformen, aber es wäre mir nicht bekannt, daß es Strafverfolgungen wegen Amtsanmaßung gegeben hätte,
weil jemand im Karneval eine Polizsten- oder Soldatenuniform oder einen Richtertalar getragen hätte.
Weshalb daher die Welle wegen nicht rechtlich geschützter Ordenstrachten?
@ Pünktchen Ich kenne zwar das entsprechende Sortiment nicht, aber ich wette, es gibt unter den Kostümen
kein Modell „Mullah“ oder „Ayatollah“ … Warum wohl??? Weil Christen – im Gegensatz zu anderen Religionen –
sich durch Milde, Demut und die Bereitschaft, auch Spott und Verfolgung zu ertragen, auszeichen sollten.
Leider sind diese christlichen Tugenden in Tradi-Kreisen nicht besonders ausgeprägt. Ausgeprägt ist
dort aber das Gejammere und die Forderung nach den starken Staat und der Todesstrafe. Echter Bekennermut
eben!
#10 Ratibor 14:08:32 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Gläubige Christen – eine Minderheit Natürlich sind wir eine Minderheit. Vom Konfessionsmerkmal in der
Lohnsteuerkarte dürfen wir schon lange nicht mehr auf die Situation der Christen im Land folgern. Und
je nach Thema sind manche Katholiken auch innerkirchlich eine Minderheit. Vor einem Jahr trat in unserer
Umgebung eine Tanzgruppe auf, die zunächst in Nonnengewändern frommen Choral sangen und dann eine (fast)
Stripshow abzogen – mehrmals groß gefeiert in den Lokalzeitungen. Nur ein Schulrektor der Stadt wollte,
dass man da als Kirche auch Position bezieht. In den Pfarrgemeinderäten der Umgebung scheiterte seine
Initiative und auch bei den betroffenen Pfarrern fand er dazu keine Unterstützung: „Es ist doch Fasching“,
„da sind engagierte Leute aus meiner Gemeinde dabei, die kann ich als Pfarrer nicht vor den Kopf stoßen“ …
Der Rektor war dann der einzige, der über einen Leserbrief die Sache anging und musste sich in der Folge
noch dumme Kommentare (auch von den Pfarrern) anhören. Aber dieses Thema ist ja nicht das einzige, bei
dem viele Christen heute keine profilierte Meinung (und Hintergrundwissen) haben. Liegt es vielleicht
daran, dass manche von ihnen sich nur (passend zum Fasching) in ihrem Leben als Christen „verkleiden“ –
manche sogar nur zur Weihnachtszeit?
Ayatollahs im Karneval Als der Schah in Iran (Persien) gestürzt wurde und die Ayatollahs dort das Regiment
übernahmen (1979/80) gab es jede Menge von Leuten, die hier im Karneval als Ayathollahs maskiert waren,
mit und ohne Turban, geschminkt und ungeschmikt. In allen möglichen Variationen, wie man sich halt Ayatollahs
vorstellte. Aber das war vor fast 30 Jahren. Das ist nicht mehr aktuell.
Verschiedenes @Lorenz: Was genau verstehst du denn nicht? @Pünktchen: Ich kenne zwar das entsprechende
Sortiment nicht, aber ich wette, es gibt unter den Kostümen keinModell „Mullah“ oder „Ayatollah“ …
Warum wohl??? Warum nicht? Na weil das jeder mit einem Nachthemd und deinem Schal einfach selbst machen
kann. Bei uns ist „Ajatollah“ seit Khomeinis Zeiten ein sehr beliebtes kostüm.
Kluger Makrtleiter Abaelard @ Der Marktleiter von Penny hat schon gewusst was er tut. Er ist bestimmt
ein Einheimischer und weiß, welche Energien ein Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild entfesseln kann,
wenn er nur will. Wenn nämlich in der Filiale niemande mehr einkauft, ist dem Marktleiter auch nicht
geholfen. Nach Vesperbild kommen aber immer ganze Wallfahrtsgruppen und viele einzelne fromme Pilger das
ganze Jahr über. Da wird sich immer eine Gelegenheit finden, über die verderblichen Sitten in Verkaufsketten,
die man namentlich nicht nennen will, zu predigen… o^/
Verächtlichmachung Der Vorwurf der Verächtlichmachung des Glaubens durch das Tragen von Ordenstrachten
scheint mir etwas spekulativ. Die Motive für eine bestimmte Faschingsverkleidung müssen ja nicht immer
satirisch sein. Vielleicht gibt der Karneval ja auch jemandem die Chance in eine Rolle zu schlüpfen,
die er insgeheim bewundert. Den Beitrag von Stimme d.V. (13.34 Uhr) verstehe ich nicht.
@ stimme des herrn Prälaten scheint wohl ziemlich getrübt zu sein, wenn er allen ernstes sagt „Heute
sind wir eine verfolgte Minderheit“. Und hätte er ein bisschen Ahnung von der kirchlichen Tradition,
dann wüsste er, dass es für die ersten Christen kaum etwas Schöneres gab als das Martyrium! Soll er
doch froh sein, dass ihm diese Chance gegeben wird, und nicht so peinlich rumjammern. So eine Memme.
#3 Abaelard 13:44:46 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Pfaffe Wo Pfaffe herrscht, hat Kreuz kein Ende… Als Marktleiter hätte ich dem Pfaffen meine Meinung
gegeigt und nochmal extra Ordenskostümchen bestellt.
Ordenstracht im Karneval Es muss nicht sein, den Karneval in Ordenstracht zu begehen, auch wenn eine Reihe
von Leuten meint, das sei’s. Der Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild hat da viellecht etwas stark
auf die Pauke gehauen und Penny hat in seinem unmittelbaren Umkreis postwendend reagiert. Ist doch nett.
Ob davon alle Penny-Filialen in der Diözese Augsburg, die geht immerhin von Nördlingen bis Lindau und
im Osten bis kurz vor München, oder im gesamten Freistaat betroffen sind, geht nicht aus dem Bericht
hervor. Man könnte sich also schon eine Ordenstracht anderswo besorgen, wenn man unbedingt wollte. Auch
davon ginge die Welt nicht unter.
Der Realitätssinn des herrn Prälaten scheint wohl ziemlich getrübt zu sein, wenn er allen ernstes sagt
„Heute sind wir eine verfolgte Minderheit“. Der Gute leidet offenkundig unter Paranoia, zu gut deutsch
Verfolgungswahn. Ein guter Psychiater könnte ihm sicher helfen.