Tanz auf dem Vulkan
„Man braucht eine robuste Gesundheit, ein starkes Nervenkostüm und ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde, sonst hält man das nicht aus.“ Ein Landpfarrer im Interview über sein Priesterleben.

Das erklärte Pfarrer Hendrick Jolie (45) am 5. Januar vor der Webseite ‘katholisches’.
Der Geistliche ist seit 1992 Priester des Bistums Mainz und seit zehn Jahren Pfarrer von vier kleinen Diasporagemeinden im vorderen Odenwald in der Nähe von Darmstadt.
Hw. Jolie bezeichnet die Situation eines rechtgläubigen Gemeindepfarrers als beständigen „Tanz auf dem Vulkan“.
Er spricht aus eigener Erfahrung: Gegen ihn und seine Amtsführung seien „schon mehrfach“ Unterschriften gesammelt worden.
Fazit: „Man braucht also eine robuste Gesundheit, ein starkes Nervenkostüm und ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde, sonst hält man das nicht aus.“
Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“, wackle sein Stuhl:
„Ich habe das erst jüngst bei einem Mitbruder aus nächster Nähe mitverfolgt, als er in seiner neuen Gemeinde gegen den liturgischen Wildwuchs vorgehen wollte. Zum Schluß wurde er versetzt, obwohl er zweifellos im Recht war.“
Hw. Jolie nennt auch eine Strategie, um aus der Defensive herauszukommen:
„Die Ablehnung, die ein Priester aufgrund seiner glaubenstreuen Haltung erfährt, kann er teilweise kompensieren, wenn er ansonsten »ein netter Kerl« ist, der sich um die Leute kümmert, bei Außenstehenden anerkannt und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen beliebt ist.“
Letztere würden nach dem Herzen urteilen und nicht danach, ob der Pfarrer im karierten Hemd oder in Soutane komme.
Diese Anerkennung ist – so Pfarrer Jolie – ein Kapital, das dem Priester einen gewissen Schutz gewährt: „Aber eine Garantie ist das zweifellos nicht.“
Für den Priester hat diese Situation etwas Skurriles an sich: „Wenn mich Leute in der Pfarrei direkt kennenlernen, sagen sie oft: »Sie sind ja ganz nett. Wir hatten ganz andere Dinge über sie gehört.«“
Kommentar von Hw. Jolie: „Das ist ja schon fast comedy-reif, wenn es nicht so traurig wäre.“
Trotz allem glaubt Hw. Jolie, zur Zeit in der Pfarrei am richtigen Ort zu sein. Allerdings ist er davon überzeugt, daß die Lebenswirklichkeit des Gemeindepfarrers momentan keine Werbung für den Priesternachwuchs ist:
„Wer möchte schon in einem Klima latenten Mißtrauens gegen das katholische Priestertum leben?
Wer will es sich als Priester antun, daß seine Vollmacht und Kompetenz als Hirte und Lehrer der Gemeinde permanent angezweifelt wird?
Kein Kaffeekränzchen ohne Diskussion über Zölibat und Frauenfeindlichkeit – wer hat Lust dazu?“
Hw. Jolie kritisiert auch die sogenannte „kooperative Pastoral“ mit ihren unüberschaubaren „Seelsorgskolchosen“.
Dennoch sieht er im Priesterberufung eine große Gnade: „Das Priestertum gehört zum Größten, was der Herr seiner Kirche anvertraut hat.“
Nächstes Mal: Viele Pfarrer haben längst resigniert
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Samstag, 19. Januar 2008 01:11
Rudolfus: Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten
Tarcisius
Ich habe jedenfalls noch nie von einem Heiligen gelesen, der die Legitimität des Heiligen Vaters und des Episkopates leugnend in einer Wohnung schmollend Messe gefeiert hätte.
Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten, auch zu Zeiten kanonisierter Heiliger, die teilweise auch irrten, welcher der Gegenpäpste der gültige Papst sei.
Der „Sedisvakantismus“ selbst ist klare Lehre des Papstlehramtes:
vgl. Päpstliches Lehrschreiben Cum ex apostolatus, Paul IV., 1559 (www.KatholischeDokumente.de.tl) –
auch wenn die Sedisvakantismusbehauptung für die letzten Päpste nicht verifiziert werden kann,
und ein Katholik deshalb den Petrusnachfolger prinzipiell nicht zurückweisen kann.
Etwas anderes ist die Gehorsamsfrage gegenüber den despotischen Päpsten Paul VI., insbesonders in der päpstlich verfügten Verfolgung der kanonisierten römischen Messe St. Pius’ V.,
die Papst Benedikt XVI. 2007 endlich abgestellt hat,
und damit dem verfolgten Erzbischof Lefebvre rechtgegeben hat.
Ich habe jedenfalls noch nie von einem Heiligen gelesen, der die Legitimität des Heiligen Vaters und des Episkopates leugnend in einer Wohnung schmollend Messe gefeiert hätte.
Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten, auch zu Zeiten kanonisierter Heiliger, die teilweise auch irrten, welcher der Gegenpäpste der gültige Papst sei.
Der „Sedisvakantismus“ selbst ist klare Lehre des Papstlehramtes:
vgl. Päpstliches Lehrschreiben Cum ex apostolatus, Paul IV., 1559 (www.KatholischeDokumente.de.tl) –
auch wenn die Sedisvakantismusbehauptung für die letzten Päpste nicht verifiziert werden kann,
und ein Katholik deshalb den Petrusnachfolger prinzipiell nicht zurückweisen kann.
Etwas anderes ist die Gehorsamsfrage gegenüber den despotischen Päpsten Paul VI., insbesonders in der päpstlich verfügten Verfolgung der kanonisierten römischen Messe St. Pius’ V.,
die Papst Benedikt XVI. 2007 endlich abgestellt hat,
und damit dem verfolgten Erzbischof Lefebvre rechtgegeben hat.
Samstag, 19. Januar 2008 00:57
Jörg Guttenberger, Köln: dominus vobiscum
Da stimme ich Ihnen zu. Wir brauchen nur die Abschiedsreden zu lesen, um zu erkennen, wie sehr die Einheit
seiner Jüger dem Herrn am Herzen lag.
Es ergibt sich aber immer die Frage, welchen Preis wir für die Einheit bezahlen müssen. Als ihn nach seiner eucharistischen Rede viele verließen, hat er die Apostel gefragt. „Wollt auch ihr gehen?“ Einheit darf offenbar nicht zulasten der Wahrheit gehen.
Es ergibt sich aber immer die Frage, welchen Preis wir für die Einheit bezahlen müssen. Als ihn nach seiner eucharistischen Rede viele verließen, hat er die Apostel gefragt. „Wollt auch ihr gehen?“ Einheit darf offenbar nicht zulasten der Wahrheit gehen.
Donnerstag, 17. Januar 2008 23:35
dominus vobiscum: @guttenberger
Stimme Ihnen zu! Spaltung, die die Spreu vom Weizen trennt, die aus aus dem Einsatz für die Wahrheit
folgt, kann meiner Meinung nach nur heilsam sein.
Schwierig wird es, denke ich, wenn die Trennung einen endgültigen Charakter, vergleichbar eines Schismas, bekommt. Meiner Meinung nach muß man alles nur mögliche tun, um die schlimmste aller Strafen, die Exkumminizierung, zu verhindern.
Schwierig wird es, denke ich, wenn die Trennung einen endgültigen Charakter, vergleichbar eines Schismas, bekommt. Meiner Meinung nach muß man alles nur mögliche tun, um die schlimmste aller Strafen, die Exkumminizierung, zu verhindern.
Donnerstag, 17. Januar 2008 23:22
Jörg Guttenberger, Köln: Spalten und Polarisieren
ist einer der primitivsten Vorwürfe, die Priestern heute gemacht werden!
Jede Führungskraft ist üblicherweise umstritten, denn niemand kann es allen recht machen, selbst Gott in seiner Allmacht nicht.
Im Übrigen hat Jesus Christus selber gesagt, er sei nicht gekommen um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Das Schwert ist hier im Sinne des Trennenden zu verstehen. Es werden Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder um Christ willen ausliefern, so heißt es weiter.
Das Christentum ist zwar eine Religion des Friedens („der Friede sei mit euch“), aber nicht des Pazifismus! Zwar wurde Jesus Christus „wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt“, er hat aber auch den Pharisäern und selbst seinen Jüngern ordentlich den Marsch geblasen, ja sogar die Händler recht handgreiflich aus dem Tempelvorhof geprügelt!
An Jesus Christus scheiden sich die Geister, und an seinen Jüngern ebenfalls, denn der Jünger steht nicht über seinem Meister. Damit geht der Vorwurf zu spalten und zu polarisieren deutlich an Sinn und Text der Schrift vorbei.
Jede Führungskraft ist üblicherweise umstritten, denn niemand kann es allen recht machen, selbst Gott in seiner Allmacht nicht.
Im Übrigen hat Jesus Christus selber gesagt, er sei nicht gekommen um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Das Schwert ist hier im Sinne des Trennenden zu verstehen. Es werden Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder um Christ willen ausliefern, so heißt es weiter.
Das Christentum ist zwar eine Religion des Friedens („der Friede sei mit euch“), aber nicht des Pazifismus! Zwar wurde Jesus Christus „wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt“, er hat aber auch den Pharisäern und selbst seinen Jüngern ordentlich den Marsch geblasen, ja sogar die Händler recht handgreiflich aus dem Tempelvorhof geprügelt!
An Jesus Christus scheiden sich die Geister, und an seinen Jüngern ebenfalls, denn der Jünger steht nicht über seinem Meister. Damit geht der Vorwurf zu spalten und zu polarisieren deutlich an Sinn und Text der Schrift vorbei.
Montag, 14. Januar 2008 19:02
Nachtlaterne: Abtreibung, Pro-Familia und co
So spricht Gott, der Herr: Man sagt zu dir: Du bist eine Menschenfresserin und hast deinem eigenen Volk
die Kin-der weggenommen. Aber du sollst keine Menschen mehr fressen und deinem eigenen Volk nicht mehr
die Kinder wegnehmen – Spruch Gottes, des Herrn.
Ez: 36/13-14
Ez: 36/13-14
Montag, 14. Januar 2008 13:40
Aleph: Mittagsruhe
Träge Mittagsruhe auf allen Threads und dabei wäre die Gelegenheit so günstig.
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