Pfarrer Hendrick Jolie
Tanz auf dem Vulkan
„Man braucht eine robuste Gesundheit, ein starkes Nervenkostüm und ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde, sonst hält man das nicht aus.“ Ein Landpfarrer im Interview über sein Priesterleben.
Liturgieskandale bleiben gewöhnlich ohne Konsequenzen: Messe bei einem Fest in Deutschland.
Liturgieskandale bleiben gewöhnlich ohne Konsequenzen: Messe bei einem Fest in Deutschland.
(kreuz.net) Ein Priester, der seinen Weiheversprechen nachzukommen sucht und sich konsequent an das Kirchenrecht und die Lehre der Kirche hält, wird in der Gemeindeseelsorge in schwere Konflikte geraten.

Das erklärte Pfarrer Hendrick Jolie (45) am 5. Januar vor der Webseite ‘katholisches’.

Der Geistliche ist seit 1992 Priester des Bistums Mainz und seit zehn Jahren Pfarrer von vier kleinen Diasporagemeinden im vorderen Odenwald in der Nähe von Darmstadt.

Hw. Jolie bezeichnet die Situation eines rechtgläubigen Gemeindepfarrers als beständigen „Tanz auf dem Vulkan“.

Er spricht aus eigener Erfahrung: Gegen ihn und seine Amtsführung seien „schon mehrfach“ Unterschriften gesammelt worden.

Fazit: „Man braucht also eine robuste Gesundheit, ein starkes Nervenkostüm und ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde, sonst hält man das nicht aus.“

Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“, wackle sein Stuhl:

„Ich habe das erst jüngst bei einem Mitbruder aus nächster Nähe mitverfolgt, als er in seiner neuen Gemeinde gegen den liturgischen Wildwuchs vorgehen wollte. Zum Schluß wurde er versetzt, obwohl er zweifellos im Recht war.“

Hw. Jolie nennt auch eine Strategie, um aus der Defensive herauszukommen:

„Die Ablehnung, die ein Priester aufgrund seiner glaubenstreuen Haltung erfährt, kann er teilweise kompensieren, wenn er ansonsten »ein netter Kerl« ist, der sich um die Leute kümmert, bei Außenstehenden anerkannt und insbesondere bei Kindern und Jugendlichen beliebt ist.“

Letztere würden nach dem Herzen urteilen und nicht danach, ob der Pfarrer im karierten Hemd oder in Soutane komme.

Diese Anerkennung ist – so Pfarrer Jolie – ein Kapital, das dem Priester einen gewissen Schutz gewährt: „Aber eine Garantie ist das zweifellos nicht.“

Für den Priester hat diese Situation etwas Skurriles an sich: „Wenn mich Leute in der Pfarrei direkt kennenlernen, sagen sie oft: »Sie sind ja ganz nett. Wir hatten ganz andere Dinge über sie gehört.«“

Kommentar von Hw. Jolie: „Das ist ja schon fast comedy-reif, wenn es nicht so traurig wäre.“

Trotz allem glaubt Hw. Jolie, zur Zeit in der Pfarrei am richtigen Ort zu sein. Allerdings ist er davon überzeugt, daß die Lebenswirklichkeit des Gemeindepfarrers momentan keine Werbung für den Priesternachwuchs ist:

„Wer möchte schon in einem Klima latenten Mißtrauens gegen das katholische Priestertum leben?

Wer will es sich als Priester antun, daß seine Vollmacht und Kompetenz als Hirte und Lehrer der Gemeinde permanent angezweifelt wird?

Kein Kaffeekränzchen ohne Diskussion über Zölibat und Frauenfeindlichkeit – wer hat Lust dazu?“

Hw. Jolie kritisiert auch die sogenannte „kooperative Pastoral“ mit ihren unüberschaubaren „Seelsorgskolchosen“.

Dennoch sieht er im Priesterberufung eine große Gnade: „Das Priestertum gehört zum Größten, was der Herr seiner Kirche anvertraut hat.“

Nächstes Mal: Viele Pfarrer haben längst resigniert
      
48 Lesermeinungen
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#48   Rudolfus   01:11:35 | Samstag, 19. Januar 2008
Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten
Tarcisius
Ich habe jedenfalls noch nie von einem Heiligen gelesen, der die Legitimität des Heiligen Vaters und des Episkopates leugnend in einer Wohnung schmollend Messe gefeiert hätte.
Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten, auch zu Zeiten kanonisierter Heiliger, die teilweise auch irrten, welcher der Gegenpäpste der gültige Papst sei.
Der „Sedisvakantismus“ selbst ist klare Lehre des Papstlehramtes:
vgl. Päpstliches Lehrschreiben Cum ex apostolatus, Paul IV., 1559 (www.KatholischeDokumente.de.tl) –
auch wenn die Sedisvakantismusbehauptung für die letzten Päpste nicht verifiziert werden kann,
und ein Katholik deshalb den Petrusnachfolger prinzipiell nicht zurückweisen kann.
Etwas anderes ist die Gehorsamsfrage gegenüber den despotischen Päpsten Paul VI., insbesonders in der päpstlich verfügten Verfolgung der kanonisierten römischen Messe St. Pius’ V.,
die Papst Benedikt XVI. 2007 endlich abgestellt hat,
und damit dem verfolgten Erzbischof Lefebvre rechtgegeben hat.
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#47   Jörg Guttenberger, Köln   00:57:43 | Samstag, 19. Januar 2008
dominus vobiscum
Da stimme ich Ihnen zu. Wir brauchen nur die Abschiedsreden zu lesen, um zu erkennen, wie sehr die Einheit seiner Jüger dem Herrn am Herzen lag.
Es ergibt sich aber immer die Frage, welchen Preis wir für die Einheit bezahlen müssen. Als ihn nach seiner eucharistischen Rede viele verließen, hat er die Apostel gefragt. „Wollt auch ihr gehen?“ Einheit darf offenbar nicht zulasten der Wahrheit gehen.
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#46   dominus vobiscum   23:35:18 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@guttenberger
Stimme Ihnen zu! Spaltung, die die Spreu vom Weizen trennt, die aus aus dem Einsatz für die Wahrheit folgt, kann meiner Meinung nach nur heilsam sein.
Schwierig wird es, denke ich, wenn die Trennung einen endgültigen Charakter, vergleichbar eines Schismas, bekommt. Meiner Meinung nach muß man alles nur mögliche tun, um die schlimmste aller Strafen, die Exkumminizierung, zu verhindern.
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#45   Jörg Guttenberger, Köln   23:22:55 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Spalten und Polarisieren
ist einer der primitivsten Vorwürfe, die Priestern heute gemacht werden!
Jede Führungskraft ist üblicherweise umstritten, denn niemand kann es allen recht machen, selbst Gott in seiner Allmacht nicht.
Im Übrigen hat Jesus Christus selber gesagt, er sei nicht gekommen um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Das Schwert ist hier im Sinne des Trennenden zu verstehen. Es werden Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder um Christ willen ausliefern, so heißt es weiter.
Das Christentum ist zwar eine Religion des Friedens („der Friede sei mit euch“), aber nicht des Pazifismus! Zwar wurde Jesus Christus „wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt“, er hat aber auch den Pharisäern und selbst seinen Jüngern ordentlich den Marsch geblasen, ja sogar die Händler recht handgreiflich aus dem Tempelvorhof geprügelt!
An Jesus Christus scheiden sich die Geister, und an seinen Jüngern ebenfalls, denn der Jünger steht nicht über seinem Meister. Damit geht der Vorwurf zu spalten und zu polarisieren deutlich an Sinn und Text der Schrift vorbei.
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#44   Nachtlaterne   19:02:54 | Montag, 14. Januar 2008
Abtreibung, Pro-Familia und co
So spricht Gott, der Herr: Man sagt zu dir: Du bist eine Menschenfresserin und hast deinem eigenen Volk die Kin-der weggenommen. Aber du sollst keine Menschen mehr fressen und deinem eigenen Volk nicht mehr die Kinder wegnehmen – Spruch Gottes, des Herrn.
Ez: 36/13-14
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#43   Aleph †   13:40:05 | Montag, 14. Januar 2008
Mittagsruhe
Träge Mittagsruhe auf allen Threads und dabei wäre die Gelegenheit so günstig.
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#42   Tarcisius   18:07:32 | Sonntag, 13. Januar 2008
Pathologisch spricht man dabei von Schizophrenie
@Pater Lingen
Von Pathologie verstehe ich mehr als Sie.
Pfarrer Jolie, der übrigens nicht von einem Vaganten-Bischof geweiht wurde und auch kein Vaganten-Priester ist, sondern sich in Einheit mit dem rechtmäßigen Nachfolger Petri, Seiner Heiligkeit Ppast Benedictus XVI., sowie seinem Bischof, Kardinal Lehmann, befindet, ist in der Tat kein Gegner des II. Vat. Konzils – warum auch –, sondern einer nach dem Konzil in der Kirche ausgebreiteten Ideologie, die sie nennen können, wie sie wollen. Paul VI. hat es ja treffend formuliert: Der Rauch Satans.
Da ich Sie für intelligent halte, wundere ich mich, daß Sie diesen Unterschied nicht klar kriegen (wollen).
Na gut, Sie haben sich halt, verständlich angesichts der realen Mißstände in der Kirche, in eine andere Ideologie verrannt. Aber mal ohne Groll: Diese Kirche hat schon ärgere Krisen überstanden, und immer waren es Leute, die trotz aller Widrigkeiten gekämpft und ihren Dienst getan haben. Ich habe jedenfalls noch nie von einem Heiligen gelesen, der die Legitimität des Heiligen Vaters und des Episkopates leugnend in einer Wohnung schmollend Messe gefeiert hätte. Das paßt eher zu Leuten, mit denen Sie nicht verglichen werden möchten.
Sie sind auf dem Holzweg, und das tut mir leid. :'(
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#41   matt2 †   16:04:20 | Samstag, 12. Januar 2008
war das jetzt das Lingen-Tribunal?
wie bringen Sie denn die Leute dazu sich solchen Surveys auszuliefern? Ausserdem ist es bez. für Ihren Charakter, dass sie derlei hier veröffentlichen. Katholische Priester anschwärzen lässt Rückschlüsse auf Ihre Person zu. Vielleicht leiden Sie aufgrund Ihres unklaren Status ja doch unter Minderwertigkeitskomplexen.
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#40   Pater Lingen   15:57:39 | Samstag, 12. Januar 2008
Sensibelchen Hendrick Jolie
Ohne „ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde“ hält Jolie es also nicht aus? Selbst wenn man mal die Problematik der V2-„Weihe“ außen vor lassen will: Solche „Notwendigkeit“ besteht objektiv nicht.
Jolies Unfug (um deutlichere Bezeichnungen zu vermeiden) ist eingebettet in seine verlogene Scheuklappen-Ideologie. Als Beispiel meine Fragen an Jolie und seine Antworten:
a****
1. Wird bei der Erbsünde etwas vererbt?
###klar
2. Ist die Auferstehung Christi ein historisches Ereignis?
###logisch
3. Sind akatholische Gemeinschaften Wege des Heiles?
###nö.
4. Beten Christen und Muslime denselben Gott an?
###niemals
****e
Weil meine Fragen sich allesamt auf Sätze der V2-Ideologie beziehen, ist Jolie also bewiesenermaßen *gleichzeitig* Gegner und Anhänger der V2-Ideologie.
Pathologisch spricht man dabei von Schizophrenie.
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#39   Horst Metzker   12:54:05 | Samstag, 12. Januar 2008
@ Nachtlaterne,
„diesmal haben sie gar nicht so schlecht geschrieben,“ kommt aus Ihrem Munde, bzw. Fingern, einer Adelung gleich. Vergelt’s Gott.
Doch, hat Gott den Menschen aus dem Paradies verbannt, oder hat der Mensch nach neuer Erkenntnislage (Apfel) Gott rausgeschmissen? In jedem Fall hat der Mensch ohne Gott, einen sehr gepflegten Garten Eden, zu einem Dschungel seiner Gelüste verrotten lassen.
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#38   Aleph †   12:22:53 | Samstag, 12. Januar 2008
Zeit zum Jammern
Gotthard@ Ganz einfach: Der Pfarrer lässt sich dazu bestellen, damit er Zeit zum Jammern hat. Sonst wäre anzunehmen, es ginge ihm zu gut. Er darf jammern und die andern Mitarbeiter in der Gemeindeleitung dürfen sich mit dem „banalen“ Kleinkram beschäftigen. :-( :-( :-(
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#37   Gotthard   01:50:37 | Samstag, 12. Januar 2008
dieser Jammerlappen
Seit dem 01.09.2006 sind die katholischen Pfarreien von Nieder- und Ober-Ramstadt sowie von Modau und Roßdorf unter der Leitung eines Pfarrers zusammengefasst. Dem leitenden Pfarrer (Pfarrer Hendrick Jolie) stehen ein Pfarrvikar (Pfarrer Minh Dinh), zwei Diakone (Diakon Gerd Wagner und Diakon Michael Lück) sowie eine Pastoralreferentin (Christine Holle) zur Seite.
Wenn Hw Jolie das Leben als Pfarrer sooo schwer empfindet, warum lässt er sich dann zum Leiter eines Pfarrverbundes ernennen?
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#36   Benedikt   22:37:40 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Typ
Richtig. Aber auch die Zustände der Kirche von 1950 sind nicht mehr die der heutigen Kirche-
Ich will ja auch nicht zu 1950 zurück.
Der Papst müsste nur das Verfahren der Bischofsernennung ändern, schon wäre es da.
Jo, der Bundestag müsste auch nur mal die Hand heben und es gäbe kein BGB mehr. Ob das sinnvoll wäre steht auf einem anderen Blatt. Nur der Historie willen sollte nichts eingeführt werden, was aller Wahrscheinlcihkeit zu schweren Verwerfungen führen würde.
Was war denn der „Charakter von damals“?
Bei einer heutige Wahl würde man – analog zu den politischen Wahlen wohl eher einen persönlich genehmen Kandidaten bevorzugen, nicht aber einen, der einem auch mal etwas Unangenehmes aufs Brot schmiert. Das aber müsste ein Bischof schon mal machen, wenn er seine Herde führen und leiten will.
Das wäre heute dann auch kaum anders.
Es gibt einen Unterschied zwischen Verfassung und Verfassungswirklichkeit. Kein Metropolit könnte einen von der Basis gewählten Bischof ablehnen. Der würde medial vernichtet.
Dann hätte man die anderen eben nicht taufen dürfen. Wenn man sie tauft, haben sie auch Rechte.
Sie fänden es gut, wenn Leute, die es praktisch nicht betrifft Ihnen irgendeinen Pfarrer oder Bischof vorsetzen würden? Dann kann man es gleich so lassen, wie es jetzt ist. Denn die aktive Gemeinde hat so oder so nichts zu sagen.
Kamphaus, Krenn, Gaillot, Haas, Meisner: Da gab es natürlich niemals Grabenkämpfe!
Es würde schlimmer werden.
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#35   Florian Geyer   22:16:45 | Freitag, 11. Januar 2008
Typ--
„Aber auch die Zustände der Kirche von 1950 sind nicht mehr die der heutigen Kirche-“
Stimmt 1950 war der Glaube noch weitgehend vor Perversen Verzerrungen und Uminterpretationen verschont. DEnnoch gab es schon die halbverschworene Gruppe mit identer Ideologie welche zehn Jahre später durch Terror den Glauben aufs nihilistische zurechtstutzte. Doch auch dies ist eine vorübergehende Erscheinung.
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#34   Typ   22:10:51 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Benedikt
Die Zustände der Frühkirche sind nicht mehr die der heutigen Kirche.
Richtig. Aber auch die Zustände der Kirche von 1950 sind nicht mehr die der heutigen Kirche-
Von daher kann man nicht einfach ein Bischofswahlverfahren durchsetzen, wie es das früher gab.
Der Papst müsste nur das Verfahren der Bischofsernennung ändern, schon wäre es da.
Es hätte nicht den Charakter von damals.
Was war denn der „Charakter von damals“?
Das kann man schon daran festmachen, dass Wahlen an sich heute einen völlig anderen Charakter haben: Der Wähler ist der Mächtige, der Souverän.
Naja, auch ein antiker Bischof brauchte die Bestätigung durch die Nachbarbischöfe bzw. den Metropoliten und musste von ihnen geweiht werden. Das wäre heute dann auch kaum anders.
Das wäre bei einer Bischofswahl völlig anders. Dazu kommt dann, dass nur noch 12-14% der Gläubigen überhaupt in die Messe gehen und ich es ehrlich gesagt nicht so toll finden würde, wenn die anderen den Bischof bestimmen könnten, obwohl sie kaum noch Kontakt zur Kirche haben.
Dann hätte man die anderen eben nicht taufen dürfen. Wenn man sie tauft, haben sie auch Rechte.
Schlussendlich würde eine solche Wahl stets im Grabenkrieg zwischen den verschiedenen Flügeln enden. Der Herr bewahre uns vor so etwas.
Na wie praktisch, dass bei den Bischofernennungen „von oben“ jegliche Grabenkämpfe ausbleiben: Kamphaus, Krenn, Gaillot, Haas, Meisner: Da gab es natürlich niemals Grabenkämpfe! :-D
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#33   RRR   22:04:07 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Rottenburg
Richtig stellt der Autor dieses Artikels fest, wie entsetzlich es ist, wenn in Festzelten und anderen Orten, die keine Kirchen sind, das Heilige Opfer dargebracht wird.
Ja, wie entsetzlich.
Und weil das so entsetzlich ist, berichten uns auch die Apostelakten davon, dass Petrus persönlich nach einer Taufe einen Holztisch aufzustellen pflegte, um an ihm mit dem Neugetauften das Herrenmahl zu feiern.
Entsetzlicher Petrus. Perverses Papstschwein. Abartiger Widerling. Hoffentlich wird er im Himmel dafür von Marcel Lefrevel, der zur Rechten Gottes sitzt, exkommuniziert.
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#32   Rottenburg   21:15:36 | Freitag, 11. Januar 2008
Der alltägliche Wahnsinn im „Liturgiezelt“!
Richtig stellt der Autor dieses Artikels fest, wie entsetzlich es ist, wenn in Festzelten und anderen Orten, die keine Kirchen sind, das Heilige Opfer dargebracht wird.
Liturgieskandale bleiben gewöhnlich ohne Konsequenzen: Messe bei einem Fest in Deutschland.
Noch ein Skandal: Ein weiterer Zeltgottesdienst www.kreuz.net/article.5950.html: Auch hier versucht der Autor des Artikels, das Festzelt, in dem sonst Trinkgelage stattfinden, als „Altarraum“ zu beschreiben. Aber bei einem genauen Blick enttarnt die Fotomeile die Verstöße!
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#31   Nachtlaterne   20:42:12 | Freitag, 11. Januar 2008
horst metzger,
diesmal haben sie gar nicht so schlecht geschrieben!
der urbiss in den apfel war mehr als nur ein regelverstoß, er sollte den menschen als absolut autonom von gott kennzeichnen. und gott wendete sich ein gutes stück ab und sagte: na dann macht mal, aber aus meinem besonderem eigentum, dem paradies geht ihr erstmal raus. ein wiedersehen ist nur möglich, wenn ihr euch demütigt und den anschluss an mich wieder sucht.
seit der zeit damals befindet sich die ganze schöpfung im freien fall, in tiefste widersprüche sind wir eingespannt. wir befinden uns im feindllichen gebiet in das allerdings die freundlichkeit gottes mit eingemischt ist und uns zum großen vertrauen und zur großen umkehr (hin zum kindlichen vertrauen) einlädt.
gebet, demut, buße! abkehr von allen lästerungen und glatten worten. aufhören gott anzuspucken oder sich einen eigenen christusgötzen zurecht zu legen, der mit dem wirklichen christus rein gar nichts zu tun hat.
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#30   Horst Metzker   20:00:44 | Freitag, 11. Januar 2008
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,
ist nicht die Ursünde des Menschen der Neid?
Der Mensch hat gegessen vom Baum der Erkenntnis, und glaubt seither sich seinen eigenen Bürgermeister, Doktor, Lehrer und Pfarrer, backen zu können. „Wenn der nicht macht was ich meine, ist das sowieso der Falsche.“
„In der Zeitung war doch gestanden, dass…“
„Im Fernsehen haben sie es doch gezeigt, dass…“
„Da sieht man wieder mal, dass…“
„Ja wir sind doch auch nicht blöder, …“
Nein, das sind wir nicht, denn wir haben schon von den Kreuzzügen, der Inquisition, der Hexenverbrennungen gehört Nichts genaues wissen wir nicht, aber gehört haben wir schon. Und überhaupt, die sollen die Pfarrer mal heiraten lassen!
In der Zeitschrift Frauenschicksale stand, dass bei meinem Leiden das Medikament xy sehr gut hilft. Mein Arschloch von Hausarzt hat mir aber ganz was anderes verschrieben.
Und überhaupt, der Lehrer von meinem Buben ist so blöd, dass er ihn gar nicht richtig erziehen kann. Jetzt wiederholt er zum 3. Mal die 5. Klasse und popelt immer noch.
Aber der Bürgermeister ist der Allerblödeste. darum will ich gar nicht anfangen, hat der doch…
Ja, seit dem wir die Medien haben, essen wir vom Baum der Erkenntnis, Teil 2, Kapitel 1, der Neid.
Und überhaupt: Die sollen die Priester mal heiraten lassen
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#29   zeitundewigkeit   19:52:24 | Freitag, 11. Januar 2008
Wenn ein Priester in Verdacht gerate,
Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“, wackle sein Stuhl:
Wer kirchliche Lehre unverfälscht und unverkürzt verkündet und korrekt nach dem Kirchenrecht handelt, wird schnell als „Spalter“ gebranntmarkt.
Konkret:
-Wenn sie das Bekenntnis eines evangelischen Christen ernstnehmen, und ihm die Hl. Kommunion verweigern, sind sie ein Spalter.
-wenn sie einem Geschiedenen und Wiederverheirateten die Hl. Kommunion verweigern, sind sie ein Spalter.
– wenn sie die Abtreibung als schwere Sünde deklarieren und auf der Ablegung einer gültigen Beichte bestehen, polarisieren sie.
-wenn sie am Sonntagmorgen einen ökumenischen Gottesdienst aus Anlass der 25-Jahrfeier des Hasenvereins ablehnen, sind sie – so der Geist der Zeit – gegen die Ökumene.
Es gibt fast keine priesterliche Tätigkeit oder Entscheidung, die nicht von irgendeinem abgelehnt oder in Frage gestellt oder (zu Unrecht) negativ beurteilt wird.
Man braucht manchmal Nerven so dick wie Drahtseile.
Gegen qualifizierte Kritik aus dem Geist der Liebe unter vier Augen ist nichts einzuwenden. Viel zu oft aber wird „hintenherum“ geredet und bei der Bischöflichen Behörde angeschwärzt. Die Beschwerdeschreiben über mich reichen wahrscheinlich, um mein Grabloch mit Papier zu füllen.
Ich kann damit leben, wenn nur Gott mit mir zufrieden ist.
Lieber Hochw. Herr Pfr. Jolie, Sie sind ein tapferer Kämpfer für Gott und sein Reich , ein rechtgläubiger Priester und ein überaus sympatischer Mensch.
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#28   Benedikt   19:23:19 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Typ
Die Zustände der Frühkirche sind nicht mehr die der heutigen Kirche. Von daher kann man nicht einfach ein Bischofswahlverfahren durchsetzen, wie es das früher gab. Es hätte nicht den Charakter von damals. Das kann man schon daran festmachen, dass Wahlen an sich heute einen völlig anderen Charakter haben: Der Wähler ist der Mächtige, der Souverän. Das wäre bei einer Bischofswahl völlig anders. Dazu kommt dann, dass nur noch 12-14% der Gläubigen überhaupt in die Messe gehen und ich es ehrlich gesagt nicht so toll finden würde, wenn die anderen den Bischof bestimmen könnten, obwohl sie kaum noch Kontakt zur Kirche haben. Schlussendlich würde eine solche Wahl stets im Grabenkrieg zwischen den verschiedenen Flügeln enden. Der Herr bewahre uns vor so etwas.
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#27   Samurai   18:51:02 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Hacki
Natürlich ist ein (römisch-katholischer) Priester zuerst Diener Gottes, da habe ich mich offenbar ein wenig mißverständlich ausgedrückt.
Aber ich habe geschrieben, daß sie sich als Diener und nicht als Herrscher der Gemeinde betrachten, und das finde ich immer noch richtig.
Denn es ist nicht Sinn des Priesteramtes, den Gläubigen zu sagen, was sie zu tun, zu sagen oder zu denken haben.
Aber ganz grundsätzlich wollte ich mit meinem Beitrag ausdrücken, daß die Priester, auf die ich mich bezog, glückliche, junge Priester sind, obwohl sie nicht traditionalistisch eingestellt sind, nicht der Pius-oder Petrusbruderschaft angehören.
Samurai
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#26   Hacki   18:41:43 | Freitag, 11. Januar 2008
@Samurai
Sie sehen sich alle als Diener der Gemeinde, nicht als Herrscher.
Sie sollen aber Diener des Herrn sein und Hirten der Herde.
Der Hirte soll die Herde zu guten Weideplätzen führen, und nicht den Schafen hinterhertrotteln.
Das ist eben der Fluch des V2-Klerikers:
Er muß dorthin laufen, wohin der Zeitgeist die Herde treibt.
Die zentrale Forderung Jesu „Bekehrt euch!“ wird von diesen verwirrten Schafen als Provokation verstanden.
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#25   Typ   17:28:44 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Geyer
Leonardo Boff ist ein absolut Romtreuer tiefgläubiger Mann der nur sein Bestes will aber leider von den hinterfotzigen bösen klerikalen Mittelalterlichen mißverstanden wurde – gell
Keine Ahnung, ich kenne sein Werk kaum.
Aber ich höre von Ihnen zum ersten Mal, dass er ein Schismatiker sei.
Dass er ein Häretiker sei, habe ich schon gehört, aber ich frage Sie, inwiefern er ein Schismatiker sei.
Das kann doch nicht so schwer zu beantworten sein, wenn Sie sich da so sicher sind.
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#24   Samurai   17:27:26 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Hacki Ich kenne glückliche, junge Priester
…zwei sind in der Gemeinschaft Emmanuel, einer bei der Gemeinschaft Christlichen Lebens, zwei sind Kapuziner, einer Salesianer und einige andere „nur“ normale Gemeindepfarrer (sie gehören keine Geistlichen Gemeinschaft oder einem Orden an).
Und das Schöne ist:
Sie sehen sich alle als Diener der Gemeinde, nicht als Herrscher.
Samurai
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#23   Lorenz   17:27:06 | Freitag, 11. Januar 2008
Lieber Typ, demokratiefromm bedeutet…
… dem Ergebnis demokratischer Präferenzaggregation irgendeinen Wahrheitsanspruch zuzusprechen. Ob Sie das tun, weiß ich nicht.
Sie schrieben: „Dass durch die Getauften als dem Leib Christi der Heilige Geist selbst spricht, scheint Ihnen jedenfalls noch nicht untergekommen zu sein.“
Das ist mir noch nicht untergekommen. Ich würde es auch gewiß nicht unterschreiben. Ist ein Getaufter denn gefeit gegen die Einflüsterungen dessen, der in der Finsternis herrscht?
Sie schrieben „Im Übrigen: Wenn der Bischof alleine seine Priester in der Diözese verteilt, spielt das dann nicht dem Hochmut (nämlich dem bischöflichen Hochmut!) in die Hände?“
Nun, wenn der Bischof sich nicht als servus servorum versteht, mag das sein. Ich meinte allerdings den Hochmut der Vielen die sich lieber als Souverän, denn als Diener auffassen und daher einer Meinungsherrschaft nach demokratischem Muster vor einer Herrschaft von Experten den Vorzug geben.
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#22   Florian Geyer   17:26:57 | Freitag, 11. Januar 2008
Aber nein Type
Leonardo Boff ist ein absolut Romtreuer tiefgläubiger Mann der nur sein Bestes will aber leider von den hinterfotzigen bösen klerikalen Mittelalterlichen mißverstanden wurde – gell :-D :-D
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#21   Typ   17:25:02 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Geyer
Ich bin mir sicher sie würden dasselbe auch über Leonardo Boff sagen gell
Wieso sollte Leonardo Boff ein Schismatiker sein?
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#20   Florian Geyer   17:24:13 | Freitag, 11. Januar 2008
Type-
„Marcel Lefrevel ist ein Schismatiker und zurecht exkommuniziert. „
Ich bin mir sicher sie würden dasselbe auch über Leonardo Boff sagen gell :-D
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#19   Typ   17:21:39 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Hacklschorsch
Über kurz oder lang wird es junge glückliche Priester nur noch bei der Petrus-, Pius-, etc. Bruderschaft geben, die von „Laienpfuschern“ ungestört berufsspezifisch wirken können.
Genau! Priester sind nämlich dazu da, anderen zu befehlen und nicht, ihnen zu dienen! Wo kämen wir denn da hin, wenn ein Priester sich auch noch mit den Meinungen anderer Leute abgeben müsste? Die haben nämlich keinen Glauben, keinen Heiligen Geist und sind einfach nur lästig. Von denen will man als Priester ja nicht gestört werden, also geht man lieber zu einer Sekte, wo man noch richtig stolzer, befehlender Despot sein kann! Denn nur so macht Priestersein Spaß!
Die vom Geist des Konzils erfüllten Bischöfe werden bald alle das Zeitliche gesegnet haben.
Alle Bischöfe, die ihr Amt in Einheit mit dem Papst ausüben, anerkennen das kirchliche Lehramt, auch das II. Vatikanische Konzil.
Schön zu sehen, wie dieser „Geist des Konzils“ seine „Mahltischgemeinschaft“ ad absurdum führt.
Watt? Wo steht das? Von Tischgemeinschaft spricht schon Paulus (1Kor), vom Mahl spricht der Herr selbst. „Mahltischgemeinschaft“ habe ich noch nie gehört. Bitte Belegstelle in den Konzilsdokumenten benennen.
Mons. Lefebvre hatte recht!
Marcel Lefrevel ist ein Schismatiker und zurecht exkommuniziert.
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#18   Hacki   17:14:23 | Freitag, 11. Januar 2008
@Priesterberufungen
Genau diese Strukturen werden zum Untergang der nachkonziliaren Kirche führen.
Über kurz oder lang wird es junge glückliche Priester nur noch bei der Petrus-, Pius-, etc. Bruderschaft geben, die von „Laienpfuschern“ ungestört berufsspezifisch wirken können.
Die vom Geist des Konzils erfüllten Bischöfe werden bald alle das Zeitliche gesegnet haben.
Schön zu sehen, wie dieser „Geist des Konzils“ seine „Mahltischgemeinschaft“ ad absurdum führt.
Mons. Lefebvre hatte recht!
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#17   Aleph †   17:11:58 | Freitag, 11. Januar 2008
Je mehr Gehalt, desto größer der Jammer
Je höher das Gehalt, desto mehr geziemt es, zu jammern und über das Tal der Tränen zu schimpfen, das jeden Monat ein sattes Gehalt für ordentliche Arbeit ohne Jammern abwirft.
Wenn sich die Gemeinden die Jeremiaden anhören wollen, soll es ihr Vergnügen sein. Alternativ könnte sich der jamernde Pfarrer ja auch dahin versetzen lassen wo er kein Kettenhemd (=starkes Nervenkostüm) braucht. Vielleicht hätte er nicht Pfarrer werden sollen.
Die Weh-Wehchen, über den Arbeitsplatz in aller Öffentlichkeit auflisten zu können, möchten viele haben, die einer geregelten Arbeit in Industrie, Wirtschaft und Verwaltung nachgehen müssen und keine Gemeinde zum Tränenabwischen zur Verfügung haben.
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#16   Typ   17:11:28 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Lorenz
Lieber Typ, wahrscheinlich sind Sie nicht demokratiefromm.
Ich weiß noch immer nicht, was „demokratiefromm“ eigentlich heißt.
[kusiv]Allerdings denke ich nicht, dass es guter Brauch wäre, wenn sich die Herde ihren Hirten künftig selbst aussuchen dürfte.Dass die Kardinäle den Papst wählen, ist also kein guter Brauch.
Dass Mönche ihren Abt wählen, ist also kein guter Brauch.
Interessant.Wer braucht so eine Kirche, die dem Hochmut in die Hände spielt?[kursiv]
Wieso Hochmut? Wenn das kirchliche Amt ein Dienst an der Kirche ist, dann darf doch wohl auch die Kirche auswählen, von wem sie sich dienen lassen will!
Der heilige Papst Gregor der Große hat jedenfalls – so lerne ich jetzt von Ihnen – dem Hochmut in die Hände gespielt.
Sehr interessant.
Dass durch die Getauften als dem Leib Christi der Heilige Geist selbst spricht, scheint Ihnen jedenfalls noch nicht untergekommen zu sein.
Im Übrigen: Wenn der Bischof alleine seine Priester in der Diözese verteilt, spielt das dann nicht dem Hochmut (nämlich dem bischöflichen Hochmut!) in die Hände?
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#15   Lorenz   17:06:57 | Freitag, 11. Januar 2008
Lieber Typ,
wahrscheinlich sind Sie nicht demokratiefromm.
Allerdings denke ich nicht, dass es guter Brauch wäre, wenn sich die Herde ihren Hirten künftig selbst aussuchen dürfte. Wie gesagt. Wer braucht so eine Kirche, die dem Hochmut in die Hände spielt?
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#14   Gotthard   16:59:22 | Freitag, 11. Januar 2008
Jammerlappen
Ein Priester, der seinen Weiheversprechen nachzukommen sucht und sich konsequent an das Kirchenrecht und die Lehre der Kirche hält, wird in der Gemeindeseelsorge in schwere Konflikte geraten.
Was ist dieser „Pfarrer“ denn für ein Jammerlappen? Statt konkret aufzuzeigen, wie er gegen seine Weiheversprechen – welche meint er? – verstoßen muss, ein allgemeines Lamento über die schlechte Welt.
Wird dieser Herr nicht mehr mit „Gelobt sei Jesus Christus, Hochwürden“ gegrüßt?
Wer nimmt ihn denn ernst?
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#13   Typ   16:57:45 | Freitag, 11. Januar 2008
Außerdem
Viele Pfarrer haben längst resigniert
Ich kenne sogar einen resignierten Bischof persönlich! Und mehrere resignierte Pfarrer. Und zwei resignierte Äbte.
Für gewöhnlich resigniert ein Bischof mit 75. So skandalös ist das gar nicht. :-D
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#12   Rudolfus   16:55:53 | Freitag, 11. Januar 2008
Die abgebildete Messe auf dem Photo findet ohne Speis und Trank auf dem Tisch statt,
und sieht darum auch nicht sehr skandalhaft aus.
Im Gegenteil: Optisch könnte das durchaus eine der heutigen Papstmassenmessen sein, die auch Papst Benedikt weiterhin ähnlich abhält. o^/
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#11   Typ   16:50:46 | Freitag, 11. Januar 2008
@ landorganist
Weiß eigentlich der Herr „Landpfarrer“, dass er seit neuestem einer der Protagonisten dieser Seite ist?
Er beteiligt sich hier ja häufiger (na gut, nachweisen kann man es nicht, aber ein User namens „Jolie“, dessen Meinungen exakt mit denen des Priesterhetzwerks übereinstimmen und der schon mal gepostet hat, er dürfe hier nichts mehr schreiben – gab wohl schon Ärger mit dem Bischof, dem er ursprünglich mal Gehorsam gelobt hat).
Wenn nicht, sollte es ihm jemand stecken, damit er die Chance hat, dagegen etwas zu unternehmen.
Unwahrscheinlich, dass er das nicht weiß, aber ich werd ihn mal anschreiben.
Weiß er es aber und billigt dies auch noch, stellt sich die Frage wie er es mit dem eigenen Gehorsam gegenüber seinem Bischof hält, der ja bekanntlich in diesem Portal ständig auf das Übelste verleumdet wird.
Eine kluge und gute Frage!
Sollte der Herr „Landpfarrer“ diese Seite als Sprachrohr nutzen, wäre ein klärendes Gespräch mit seinen Vorgesetzten wohl angebracht.
Irgendwelche streng klausurierten Schwestern, denen er die katholische Lehre beibringen kann, wird man schon finden. Sonst nimmt ihn sicher noch der Dekan von Liechtenstein unter seine Fittiche.
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#10   landorganist   16:43:11 | Freitag, 11. Januar 2008
Weiß eigentlich
der Herr „Landpfarrer“, dass er seit neuestem einer der Protagonisten dieser Seite ist? Wenn nicht, sollte es ihm jemand stecken, damit er die Chance hat, dagegen etwas zu unternehmen.
Weiß er es aber und billigt dies auch noch, stellt sich die Frage wie er es mit dem eigenen Gehorsam gegenüber seinem Bischof hält, der ja bekanntlich in diesem Portal ständig auf das Übelste verleumdet wird. Sollte der Herr „Landpfarrer“ diese Seite als Sprachrohr nutzen, wäre ein klärendes Gespräch mit seinen Vorgesetzten wohl angebracht.
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#9   matt2 †   16:36:48 | Freitag, 11. Januar 2008
Der Geistliche ist für mich auch ncht unbedingt herrschende Autorität…
das ist auch nach meiner Auffassung nicht das Wesen der Kirche. Ich meine nur: in seinem Aufgabenfeld muss es ihm gestattet sein selbst zu bestimmen. Vielleicht habe ich auch eine etwas andere Sicht. Für mich ist der Priester nicht so eine Ikone, sondern mehr ein Dienstleister an der Gemeinde. Natürlich ist seine Dienstleistung schon zu unterscheiden von einer profanen Arbeitstätigkeit – ohne diese geringzuschätzen, aber letztlich bietet er etwas an, was man konsumieren kann, oder nicht. Also kann ich beim besten Willen keinen Minderwertigkeitskomplex daran anknüpfen, wenn mir ein Mitbestimmungsrecht in seinem Tätigkeitsbereich untersagt ist. Ich kann ja auch nicht in die Bäckerei gehen und dem Bäcker mit einem freundlichen „Guten Tag“ in den Teig spucken. Das wird er sich nicht gefallen lassen. Darum meine ich eben auch, man soll den Priester halt seine Arbeit machen lassen nach seinen Vorstellungen.
Was anderes ist natürlich, wenn er offensichtlich gegen Kirchenrichtlinien verstößt und ein unwürdiges und anstößiges Auftreten hat, oder wenn er in der Liturgie Unfug treibt. Dann hat man sicherlich einen Grund sich darüber zu beschweren. Bloß dann werde ich einmal zunächst mit ihm selbst sprechen und nicht gleich die nächsthöhere Instanz mit Beschwerden bombadieren.
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#8   Typ   16:32:37 | Freitag, 11. Januar 2008
@ Lorenz
Ihre Demokratiefrömmigkeit… ist ja sehr beachtlich. Meinen Sie, eine Kirche-sind-wir-Kirche, die eines niemandem Hochmut in die Quere kommt, von niemandem Gehorsam fordert und sich mit der lokalen Prominenz ins Bett legt, hätte irgendeine Daseinsberechtigung?
Wo bin ich „demokratiefromm“?
Ist Papst Gregor der Große auch „demokratiefromm“, wenn er fordert, niemand dürfe Bischof werden, der nicht von Klerus und Volk seiner Stadt gewählt wurde?
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Struktur „Der Priester hat in der Gemeinde alles zu entscheiden“ keineswegs die einzige ist, die die katholische Tradition hervorgebracht hat. Die katholische Geschichte kennt sehr viele alternative Modelle, einige davon habe ich genannt.
Das heutige Pfarrersmodell ist relativ modern, letztlich erst von 1917. Selbst unter Pius X. gab es das so noch nicht.
Sind Sie etwa modernismusfromm?
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#7   Lorenz   16:26:22 | Freitag, 11. Januar 2008
@Typ: Ihre Demokratiefrömmigkeit…
… ist ja sehr beachtlich. Meinen Sie, eine Kirche-sind-wir-Kirche, die eines niemandem Hochmut in die Quere kommt, von niemandem Gehorsam fordert und sich mit der lokalen Prominenz ins Bett legt, hätte irgendeine Daseinsberechtigung?
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#6   Typ   16:21:40 | Freitag, 11. Januar 2008
@ matt2
Nun zeigt aber gerade die Tradition der Kirche, dass dieses Priesterbild (ist für alles in der Gemeinde verantwortlich) ein relativ modernes ist:
– Erst der CIC von 1917 schrieb vor, dass jede Pfarrei von einem Priester geleitet werden muss. Bis dahin gab es Pfarreien, die z.B. bei Frauenklöstern inkorporiert waren: Eine Frau (z.B. die Äbtissin) war die Leiterin der Pfarrei, und der Priester übte sein Amt nur nach Maßgabe dieser Quasi-„Pfarrerin“ aus
– über viele Jahrhunderte gab es das Eigenkirchenwesen: Adlige „hielten“ sich Priester, die die Messen zelebrierten und bezahlten sie – aber der Priester war weisungsgebunden an den Adligen
– das Mönchtum kennt den Priester als „liturgischen Funktionär“ ohne besondere Rechte in der Mönchsgemeinschaft (ist heute im orthodoxen Mönchtum immer noch so)
Laut Papst Gregor dem Großen ist es die Berufung und Aufgabe aller Christen, sich ihre Hirten selbst auszuwählen! Wurde die Gemeinde von Jolie gefragt, ob sie ihn will? Und wurden die Katholiken von Rom gefragt, ob sie Joseph Ratzinger als Bischof wollen?
Übrigens ist laut Vat II der Pfarrgemeinderat ohnehin ein reines Beratungs-, kein Entscheidungsgremium des Pfarrers. Aber wenn Pfarrer meinen, die ihnen anvertrauten Christen durch lautes Geschrei demütigen, herablassend behandeln und durch rustikale Strenge vor den Kopf stoßen zu sollen, dann ist es nur recht, wenn die Gläubigen sich das nicht gefallen lassen.
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#5   matt2 †   16:11:46 | Freitag, 11. Januar 2008
@Typ: Sie bringen da was durcheinander…
es geht hier um die Kompetenz innerhalb der Institution, innerhalb der Pfarre, im Berufsfeld des Priesters. Dafür ist er eingesetzt um diese ganzen seelsorgerischen Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen, die Messen zu organisieren und würdig zu gestalten, für die Menschen natürlich und auch durch die Mitwirkung selbiger. Das sagt nichts über den Status eines gläubigen Menschen aus. Ein Laie kann nach meiner Auffassung ein genauso guter und sogar besserer Christ sein als manch ein Priester… unbestritten.
Ich z.B. halte mich mitnichten für einen weniger vollwertigen Christen, als einen Priester, aber ich würde mich nicht in das Wirkungsfeld eines Priesters einmischen, weil das eben seine zugedachte Kompetenz ist. Wenn ich jetzt nicht zufrieden bin mit der Art, wie ein Priester seinen Dienst erfüllt und ich aber gerne kirchliche Dienste in Anspruch nehme, steht es mir ja frei mich zu einer anderen Pfarre zu begeben.
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#4   Typ   15:59:52 | Freitag, 11. Januar 2008
@ matt2
Wer kein Priester ist, ist ohnehin ein Untermensch. Für die Kirche unnütz, durch Taufe und Firmung nur mit einer minderwertigen Variante des Heiligen Geistes ausgestattet.
Und wenn der Dreckspapst Gregor der Große gefordert hat, niemand dürfe als Bischof eine Gemeinde leiten, der nicht von Klerus und Laien seiner Stadt gewählt worden sei, dann zeigt das nur, dass die ganze frühe Kirche ein Hort der Häresie war!
Wir sind aber ein sauberer Verein, bei uns regieren Befehl und Gehorsam!
JOLIE BEFIEHL, WIR FO-HO-HOLGEN DIR!
Scheißlaie, halt’s Maul! Christen halten das Maul!
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#3   matt2 †   15:56:46 | Freitag, 11. Januar 2008
der Pfarrer soll auch das Sagen haben in seiner Pfarre…
da bin ich sehr dafür. Er muss sich aber auch durchsetzen können in der heutigen Zeit. Die Pfarrer dürfen sich einfach nicht unterkriegen und von diesen Gemeinderäten bequatschen lassen. Natürlich muss man nicht auftreten wie ein herrschsüchtiger Despot, davon redet keiner. Aber die Entscheidung über die Verfahrensweisen im seelsorgerischen Bereich muss beim Priester liegen. Die Priester sollen sich ihre Autorität nicht untergraben lassen, meine ich. Da würde ich eher die Konsequenzen einsehen und mich versetzen, oder suspendieren, als mir von den Laien am Kopf herumtanzen lassen.
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#2   solideo   15:55:18 | Freitag, 11. Januar 2008
an Typ
Um was vereinen ?
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#1   Typ   15:45:24 | Freitag, 11. Januar 2008
Priester, die spalten
Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“, wackle sein Stuhl.
Und zwar völlig zu Recht – denn zu den Aufgaben des Hirten (also auch des Pfarrers) gehört es, die Gläubigen zu einen.
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