„Man braucht eine robuste Gesundheit, ein starkes Nervenkostüm und ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde, sonst hält man das nicht aus.“ Ein Landpfarrer im Interview über sein Priesterleben.
Liturgieskandale bleiben gewöhnlich ohne Konsequenzen: Messe bei einem Fest in Deutschland.
(kreuz.net) Ein Priester, der seinen Weiheversprechen nachzukommen sucht und sich konsequent an das Kirchenrecht
und die Lehre der Kirche hält, wird in der Gemeindeseelsorge in schwere Konflikte geraten.
Das erklärte
Pfarrer Hendrick Jolie (45) am 5. Januar vor der Webseite ‘katholisches’.
Der Geistliche ist seit 1992
Priester des Bistums Mainz und seit zehn Jahren Pfarrer von vier kleinen Diasporagemeinden im vorderen
Odenwald in der Nähe von Darmstadt.
Hw. Jolie bezeichnet die Situation eines rechtgläubigen Gemeindepfarrers
als beständigen „Tanz auf dem Vulkan“.
Er spricht aus eigener Erfahrung: Gegen ihn und seine Amtsführung
seien „schon mehrfach“ Unterschriften gesammelt worden.
Fazit: „Man braucht also eine robuste Gesundheit,
ein starkes Nervenkostüm und ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde, sonst hält man das nicht aus.“
Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“, wackle sein Stuhl:
„Ich habe
das erst jüngst bei einem Mitbruder aus nächster Nähe mitverfolgt, als er in seiner neuen Gemeinde
gegen den liturgischen Wildwuchs vorgehen wollte. Zum Schluß wurde er versetzt, obwohl er zweifellos
im Recht war.“
Hw. Jolie nennt auch eine Strategie, um aus der Defensive herauszukommen:
„Die Ablehnung,
die ein Priester aufgrund seiner glaubenstreuen Haltung erfährt, kann er teilweise kompensieren, wenn
er ansonsten »ein netter Kerl« ist, der sich um die Leute kümmert, bei Außenstehenden anerkannt und
insbesondere bei Kindern und Jugendlichen beliebt ist.“
Letztere würden nach dem Herzen urteilen und
nicht danach, ob der Pfarrer im karierten Hemd oder in Soutane komme.
Diese Anerkennung ist – so Pfarrer
Jolie – ein Kapital, das dem Priester einen gewissen Schutz gewährt: „Aber eine Garantie ist das zweifellos
nicht.“
Für den Priester hat diese Situation etwas Skurriles an sich: „Wenn mich Leute in der Pfarrei
direkt kennenlernen, sagen sie oft: »Sie sind ja ganz nett. Wir hatten ganz andere Dinge über sie gehört.«“
Kommentar von Hw. Jolie: „Das ist ja schon fast comedy-reif, wenn es nicht so traurig wäre.“
Trotz
allem glaubt Hw. Jolie, zur Zeit in der Pfarrei am richtigen Ort zu sein. Allerdings ist er davon überzeugt,
daß die Lebenswirklichkeit des Gemeindepfarrers momentan keine Werbung für den Priesternachwuchs ist:
„Wer möchte schon in einem Klima latenten Mißtrauens gegen das katholische Priestertum leben?
Wer
will es sich als Priester antun, daß seine Vollmacht und Kompetenz als Hirte und Lehrer der Gemeinde
permanent angezweifelt wird?
Kein Kaffeekränzchen ohne Diskussion über Zölibat und Frauenfeindlichkeit –
wer hat Lust dazu?“
Hw. Jolie kritisiert auch die sogenannte „kooperative Pastoral“ mit ihren unüberschaubaren
„Seelsorgskolchosen“.
Dennoch sieht er im Priesterberufung eine große Gnade: „Das Priestertum gehört
zum Größten, was der Herr seiner Kirche anvertraut hat.“
Nächstes Mal: Viele Pfarrer haben längst
resigniert
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48 Lesermeinungen
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Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten Tarcisius Ich habe jedenfalls noch nie von
einem Heiligen gelesen, der die Legitimität des Heiligen Vaters und des Episkopates leugnend in einer
Wohnung schmollend Messe gefeiert hätte. Gegenpäpste und Häretikerbischöfe gab es zu allen Zeiten,
auch zu Zeiten kanonisierter Heiliger, die teilweise auch irrten, welcher der Gegenpäpste der gültige
Papst sei. Der „Sedisvakantismus“ selbst ist klare Lehre des Papstlehramtes: vgl. Päpstliches Lehrschreiben
Cum ex apostolatus, Paul IV., 1559 (www.KatholischeDokumente.de.tl) – auch wenn die Sedisvakantismusbehauptung
für die letzten Päpste nicht verifiziert werden kann, und ein Katholik deshalb den Petrusnachfolger
prinzipiell nicht zurückweisen kann. Etwas anderes ist die Gehorsamsfrage gegenüber den despotischen
Päpsten Paul VI., insbesonders in der päpstlich verfügten Verfolgung der kanonisierten römischen Messe
St. Pius’ V., die Papst Benedikt XVI. 2007 endlich abgestellt hat, und damit dem verfolgten Erzbischof
Lefebvre rechtgegeben hat.
dominus vobiscum Da stimme ich Ihnen zu. Wir brauchen nur die Abschiedsreden zu lesen, um zu erkennen,
wie sehr die Einheit seiner Jüger dem Herrn am Herzen lag. Es ergibt sich aber immer die Frage, welchen
Preis wir für die Einheit bezahlen müssen. Als ihn nach seiner eucharistischen Rede viele verließen,
hat er die Apostel gefragt. „Wollt auch ihr gehen?“ Einheit darf offenbar nicht zulasten der Wahrheit
gehen.
@guttenberger Stimme Ihnen zu! Spaltung, die die Spreu vom Weizen trennt, die aus aus dem Einsatz für
die Wahrheit folgt, kann meiner Meinung nach nur heilsam sein. Schwierig wird es, denke ich, wenn die
Trennung einen endgültigen Charakter, vergleichbar eines Schismas, bekommt. Meiner Meinung nach muß
man alles nur mögliche tun, um die schlimmste aller Strafen, die Exkumminizierung, zu verhindern.
Spalten und Polarisieren ist einer der primitivsten Vorwürfe, die Priestern heute gemacht werden! Jede
Führungskraft ist üblicherweise umstritten, denn niemand kann es allen recht machen, selbst Gott in
seiner Allmacht nicht. Im Übrigen hat Jesus Christus selber gesagt, er sei nicht gekommen um den Frieden
zu bringen, sondern das Schwert! Das Schwert ist hier im Sinne des Trennenden zu verstehen. Es werden
Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder um Christ willen ausliefern, so heißt es weiter. Das Christentum
ist zwar eine Religion des Friedens („der Friede sei mit euch“), aber nicht des Pazifismus! Zwar wurde
Jesus Christus „wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt“, er hat aber auch den Pharisäern und selbst seinen
Jüngern ordentlich den Marsch geblasen, ja sogar die Händler recht handgreiflich aus dem Tempelvorhof
geprügelt! An Jesus Christus scheiden sich die Geister, und an seinen Jüngern ebenfalls, denn der Jünger
steht nicht über seinem Meister. Damit geht der Vorwurf zu spalten und zu polarisieren deutlich an Sinn
und Text der Schrift vorbei.
#44 Nachtlaterne 19:02:54 | Montag, 14. Januar 2008
Abtreibung, Pro-Familia und co So spricht Gott, der Herr: Man sagt zu dir: Du bist eine Menschenfresserin
und hast deinem eigenen Volk die Kin-der weggenommen. Aber du sollst keine Menschen mehr fressen und deinem
eigenen Volk nicht mehr die Kinder wegnehmen – Spruch Gottes, des Herrn. Ez: 36/13-14
Pathologisch spricht man dabei von Schizophrenie @Pater Lingen Von Pathologie verstehe ich mehr als Sie.
Pfarrer Jolie, der übrigens nicht von einem Vaganten-Bischof geweiht wurde und auch kein Vaganten-Priester
ist, sondern sich in Einheit mit dem rechtmäßigen Nachfolger Petri, Seiner Heiligkeit Ppast Benedictus
XVI., sowie seinem Bischof, Kardinal Lehmann, befindet, ist in der Tat kein Gegner des II. Vat. Konzils –
warum auch –, sondern einer nach dem Konzil in der Kirche ausgebreiteten Ideologie, die sie nennen können,
wie sie wollen. Paul VI. hat es ja treffend formuliert: Der Rauch Satans. Da ich Sie für intelligent
halte, wundere ich mich, daß Sie diesen Unterschied nicht klar kriegen (wollen). Na gut, Sie haben sich
halt, verständlich angesichts der realen Mißstände in der Kirche, in eine andere Ideologie verrannt.
Aber mal ohne Groll: Diese Kirche hat schon ärgere Krisen überstanden, und immer waren es Leute, die
trotz aller Widrigkeiten gekämpft und ihren Dienst getan haben. Ich habe jedenfalls noch nie von einem
Heiligen gelesen, der die Legitimität des Heiligen Vaters und des Episkopates leugnend in einer Wohnung
schmollend Messe gefeiert hätte. Das paßt eher zu Leuten, mit denen Sie nicht verglichen werden möchten.
Sie sind auf dem Holzweg, und das tut mir leid.
war das jetzt das Lingen-Tribunal? wie bringen Sie denn die Leute dazu sich solchen Surveys auszuliefern?
Ausserdem ist es bez. für Ihren Charakter, dass sie derlei hier veröffentlichen. Katholische Priester
anschwärzen lässt Rückschlüsse auf Ihre Person zu. Vielleicht leiden Sie aufgrund Ihres unklaren Status
ja doch unter Minderwertigkeitskomplexen.
#40 Pater Lingen 15:57:39 | Samstag, 12. Januar 2008
Sensibelchen Hendrick Jolie Ohne „ein paar gleichgesinnte Priesterfreunde“ hält Jolie es also nicht aus?
Selbst wenn man mal die Problematik der V2-„Weihe“ außen vor lassen will: Solche „Notwendigkeit“ besteht
objektiv nicht. Jolies Unfug (um deutlichere Bezeichnungen zu vermeiden) ist eingebettet in seine verlogene
Scheuklappen-Ideologie. Als Beispiel meine Fragen an Jolie und seine Antworten: a**** 1. Wird bei der
Erbsünde etwas vererbt? ###klar 2. Ist die Auferstehung Christi ein historisches Ereignis? ###logisch
3. Sind akatholische Gemeinschaften Wege des Heiles? ###nö. 4. Beten Christen und Muslime denselben Gott
an? ###niemals ****e Weil meine Fragen sich allesamt auf Sätze der V2-Ideologie beziehen, ist Jolie also
bewiesenermaßen *gleichzeitig* Gegner und Anhänger der V2-Ideologie. Pathologisch spricht man dabei
von Schizophrenie.
#39 Horst Metzker 12:54:05 | Samstag, 12. Januar 2008
@ Nachtlaterne, „diesmal haben sie gar nicht so schlecht geschrieben,“ kommt aus Ihrem Munde, bzw. Fingern,
einer Adelung gleich. Vergelt’s Gott. Doch, hat Gott den Menschen aus dem Paradies verbannt, oder hat
der Mensch nach neuer Erkenntnislage (Apfel) Gott rausgeschmissen? In jedem Fall hat der Mensch ohne Gott,
einen sehr gepflegten Garten Eden, zu einem Dschungel seiner Gelüste verrotten lassen.
Zeit zum Jammern Gotthard@ Ganz einfach: Der Pfarrer lässt sich dazu bestellen, damit er Zeit zum Jammern
hat. Sonst wäre anzunehmen, es ginge ihm zu gut. Er darf jammern und die andern Mitarbeiter in der Gemeindeleitung
dürfen sich mit dem „banalen“ Kleinkram beschäftigen.
dieser Jammerlappen Seit dem 01.09.2006 sind die katholischen Pfarreien von Nieder- und Ober-Ramstadt
sowie von Modau und Roßdorf unter der Leitung eines Pfarrers zusammengefasst. Dem leitenden Pfarrer (Pfarrer
Hendrick Jolie) stehen ein Pfarrvikar (Pfarrer Minh Dinh), zwei Diakone (Diakon Gerd Wagner und Diakon
Michael Lück) sowie eine Pastoralreferentin (Christine Holle) zur Seite. Wenn Hw Jolie das Leben als
Pfarrer sooo schwer empfindet, warum lässt er sich dann zum Leiter eines Pfarrverbundes ernennen?
@ Typ Richtig. Aber auch die Zustände der Kirche von 1950 sind nicht mehr die der heutigen Kirche- Ich
will ja auch nicht zu 1950 zurück. Der Papst müsste nur das Verfahren der Bischofsernennung ändern,
schon wäre es da. Jo, der Bundestag müsste auch nur mal die Hand heben und es gäbe kein BGB mehr. Ob
das sinnvoll wäre steht auf einem anderen Blatt. Nur der Historie willen sollte nichts eingeführt werden,
was aller Wahrscheinlcihkeit zu schweren Verwerfungen führen würde. Was war denn der „Charakter von
damals“? Bei einer heutige Wahl würde man – analog zu den politischen Wahlen wohl eher einen persönlich
genehmen Kandidaten bevorzugen, nicht aber einen, der einem auch mal etwas Unangenehmes aufs Brot schmiert.
Das aber müsste ein Bischof schon mal machen, wenn er seine Herde führen und leiten will. Das wäre
heute dann auch kaum anders. Es gibt einen Unterschied zwischen Verfassung und Verfassungswirklichkeit.
Kein Metropolit könnte einen von der Basis gewählten Bischof ablehnen. Der würde medial vernichtet.
Dann hätte man die anderen eben nicht taufen dürfen. Wenn man sie tauft, haben sie auch Rechte. Sie
fänden es gut, wenn Leute, die es praktisch nicht betrifft Ihnen irgendeinen Pfarrer oder Bischof vorsetzen
würden? Dann kann man es gleich so lassen, wie es jetzt ist. Denn die aktive Gemeinde hat so oder so
nichts zu sagen. Kamphaus, Krenn, Gaillot, Haas, Meisner: Da gab es natürlich niemals Grabenkämpfe!
Es würde schlimmer werden.
#35 Florian Geyer 22:16:45 | Freitag, 11. Januar 2008
Typ-- „Aber auch die Zustände der Kirche von 1950 sind nicht mehr die der heutigen Kirche-“ Stimmt 1950
war der Glaube noch weitgehend vor Perversen Verzerrungen und Uminterpretationen verschont. DEnnoch gab
es schon die halbverschworene Gruppe mit identer Ideologie welche zehn Jahre später durch Terror den
Glauben aufs nihilistische zurechtstutzte. Doch auch dies ist eine vorübergehende Erscheinung.
@ Benedikt Die Zustände der Frühkirche sind nicht mehr die der heutigen Kirche. Richtig. Aber auch die
Zustände der Kirche von 1950 sind nicht mehr die der heutigen Kirche- Von daher kann man nicht einfach
ein Bischofswahlverfahren durchsetzen, wie es das früher gab. Der Papst müsste nur das Verfahren der
Bischofsernennung ändern, schon wäre es da. Es hätte nicht den Charakter von damals. Was war denn der
„Charakter von damals“? Das kann man schon daran festmachen, dass Wahlen an sich heute einen völlig anderen
Charakter haben: Der Wähler ist der Mächtige, der Souverän. Naja, auch ein antiker Bischof brauchte
die Bestätigung durch die Nachbarbischöfe bzw. den Metropoliten und musste von ihnen geweiht werden.
Das wäre heute dann auch kaum anders. Das wäre bei einer Bischofswahl völlig anders. Dazu kommt dann,
dass nur noch 12-14% der Gläubigen überhaupt in die Messe gehen und ich es ehrlich gesagt nicht so toll
finden würde, wenn die anderen den Bischof bestimmen könnten, obwohl sie kaum noch Kontakt zur Kirche
haben. Dann hätte man die anderen eben nicht taufen dürfen. Wenn man sie tauft, haben sie auch Rechte.
Schlussendlich würde eine solche Wahl stets im Grabenkrieg zwischen den verschiedenen Flügeln enden.
Der Herr bewahre uns vor so etwas. Na wie praktisch, dass bei den Bischofernennungen „von oben“ jegliche
Grabenkämpfe ausbleiben: Kamphaus, Krenn, Gaillot, Haas, Meisner: Da gab es natürlich niemals Grabenkämpfe!
@ Rottenburg Richtig stellt der Autor dieses Artikels fest, wie entsetzlich es ist, wenn in Festzelten
und anderen Orten, die keine Kirchen sind, das Heilige Opfer dargebracht wird. Ja, wie entsetzlich. Und
weil das so entsetzlich ist, berichten uns auch die Apostelakten davon, dass Petrus persönlich nach einer
Taufe einen Holztisch aufzustellen pflegte, um an ihm mit dem Neugetauften das Herrenmahl zu feiern. Entsetzlicher
Petrus. Perverses Papstschwein. Abartiger Widerling. Hoffentlich wird er im Himmel dafür von Marcel Lefrevel,
der zur Rechten Gottes sitzt, exkommuniziert.
#32 Rottenburg 21:15:36 | Freitag, 11. Januar 2008
Der alltägliche Wahnsinn im „Liturgiezelt“! Richtig stellt der Autor dieses Artikels fest, wie entsetzlich
es ist, wenn in Festzelten und anderen Orten, die keine Kirchen sind, das Heilige Opfer dargebracht wird.
Liturgieskandale bleiben gewöhnlich ohne Konsequenzen: Messe bei einem Fest in Deutschland. Noch ein
Skandal: Ein weiterer Zeltgottesdienst www.kreuz.net/article.5950.html: Auch hier versucht der Autor des
Artikels, das Festzelt, in dem sonst Trinkgelage stattfinden, als „Altarraum“ zu beschreiben. Aber bei
einem genauen Blick enttarnt die Fotomeile die Verstöße!
#31 Nachtlaterne 20:42:12 | Freitag, 11. Januar 2008
horst metzger, diesmal haben sie gar nicht so schlecht geschrieben! der urbiss in den apfel war mehr als
nur ein regelverstoß, er sollte den menschen als absolut autonom von gott kennzeichnen. und gott wendete
sich ein gutes stück ab und sagte: na dann macht mal, aber aus meinem besonderem eigentum, dem paradies
geht ihr erstmal raus. ein wiedersehen ist nur möglich, wenn ihr euch demütigt und den anschluss an
mich wieder sucht. seit der zeit damals befindet sich die ganze schöpfung im freien fall, in tiefste
widersprüche sind wir eingespannt. wir befinden uns im feindllichen gebiet in das allerdings die freundlichkeit
gottes mit eingemischt ist und uns zum großen vertrauen und zur großen umkehr (hin zum kindlichen vertrauen)
einlädt. gebet, demut, buße! abkehr von allen lästerungen und glatten worten. aufhören gott anzuspucken
oder sich einen eigenen christusgötzen zurecht zu legen, der mit dem wirklichen christus rein gar nichts
zu tun hat.
#30 Horst Metzker 20:00:44 | Freitag, 11. Januar 2008
Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, ist nicht die Ursünde des Menschen der Neid? Der Mensch hat gegessen
vom Baum der Erkenntnis, und glaubt seither sich seinen eigenen Bürgermeister, Doktor, Lehrer und Pfarrer,
backen zu können. „Wenn der nicht macht was ich meine, ist das sowieso der Falsche.“ „In der Zeitung
war doch gestanden, dass…“ „Im Fernsehen haben sie es doch gezeigt, dass…“ „Da sieht man wieder mal,
dass…“ „Ja wir sind doch auch nicht blöder, …“ Nein, das sind wir nicht, denn wir haben schon von
den Kreuzzügen, der Inquisition, der Hexenverbrennungen gehört Nichts genaues wissen wir nicht, aber
gehört haben wir schon. Und überhaupt, die sollen die Pfarrer mal heiraten lassen! In der Zeitschrift
Frauenschicksale stand, dass bei meinem Leiden das Medikament xy sehr gut hilft. Mein Arschloch von Hausarzt
hat mir aber ganz was anderes verschrieben. Und überhaupt, der Lehrer von meinem Buben ist so blöd,
dass er ihn gar nicht richtig erziehen kann. Jetzt wiederholt er zum 3. Mal die 5. Klasse und popelt immer
noch. Aber der Bürgermeister ist der Allerblödeste. darum will ich gar nicht anfangen, hat der doch…
Ja, seit dem wir die Medien haben, essen wir vom Baum der Erkenntnis, Teil 2, Kapitel 1, der Neid. Und
überhaupt: Die sollen die Priester mal heiraten lassen
Wenn ein Priester in Verdacht gerate, Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“,
wackle sein Stuhl: Wer kirchliche Lehre unverfälscht und unverkürzt verkündet und korrekt nach dem
Kirchenrecht handelt, wird schnell als „Spalter“ gebranntmarkt. Konkret: -Wenn sie das Bekenntnis eines
evangelischen Christen ernstnehmen, und ihm die Hl. Kommunion verweigern, sind sie ein Spalter. -wenn
sie einem Geschiedenen und Wiederverheirateten die Hl. Kommunion verweigern, sind sie ein Spalter. – wenn
sie die Abtreibung als schwere Sünde deklarieren und auf der Ablegung einer gültigen Beichte bestehen,
polarisieren sie. -wenn sie am Sonntagmorgen einen ökumenischen Gottesdienst aus Anlass der 25-Jahrfeier
des Hasenvereins ablehnen, sind sie – so der Geist der Zeit – gegen die Ökumene. Es gibt fast keine priesterliche
Tätigkeit oder Entscheidung, die nicht von irgendeinem abgelehnt oder in Frage gestellt oder (zu Unrecht)
negativ beurteilt wird. Man braucht manchmal Nerven so dick wie Drahtseile. Gegen qualifizierte Kritik
aus dem Geist der Liebe unter vier Augen ist nichts einzuwenden. Viel zu oft aber wird „hintenherum“ geredet
und bei der Bischöflichen Behörde angeschwärzt. Die Beschwerdeschreiben über mich reichen wahrscheinlich,
um mein Grabloch mit Papier zu füllen. Ich kann damit leben, wenn nur Gott mit mir zufrieden ist. Lieber
Hochw. Herr Pfr. Jolie, Sie sind ein tapferer Kämpfer für Gott und sein Reich , ein rechtgläubiger
Priester und ein überaus sympatischer Mensch.
@ Typ Die Zustände der Frühkirche sind nicht mehr die der heutigen Kirche. Von daher kann man nicht
einfach ein Bischofswahlverfahren durchsetzen, wie es das früher gab. Es hätte nicht den Charakter von
damals. Das kann man schon daran festmachen, dass Wahlen an sich heute einen völlig anderen Charakter
haben: Der Wähler ist der Mächtige, der Souverän. Das wäre bei einer Bischofswahl völlig anders.
Dazu kommt dann, dass nur noch 12-14% der Gläubigen überhaupt in die Messe gehen und ich es ehrlich
gesagt nicht so toll finden würde, wenn die anderen den Bischof bestimmen könnten, obwohl sie kaum noch
Kontakt zur Kirche haben. Schlussendlich würde eine solche Wahl stets im Grabenkrieg zwischen den verschiedenen
Flügeln enden. Der Herr bewahre uns vor so etwas.
@ Hacki Natürlich ist ein (römisch-katholischer) Priester zuerst Diener Gottes, da habe ich mich offenbar
ein wenig mißverständlich ausgedrückt. Aber ich habe geschrieben, daß sie sich als Diener und nicht
als Herrscher der Gemeinde betrachten, und das finde ich immer noch richtig. Denn es ist nicht Sinn des
Priesteramtes, den Gläubigen zu sagen, was sie zu tun, zu sagen oder zu denken haben. Aber ganz grundsätzlich
wollte ich mit meinem Beitrag ausdrücken, daß die Priester, auf die ich mich bezog, glückliche, junge
Priester sind, obwohl sie nicht traditionalistisch eingestellt sind, nicht der Pius-oder Petrusbruderschaft
angehören. Samurai
@Samurai Sie sehen sich alle als Diener der Gemeinde, nicht als Herrscher. Sie sollen aber Diener des
Herrn sein und Hirten der Herde. Der Hirte soll die Herde zu guten Weideplätzen führen, und nicht den
Schafen hinterhertrotteln. Das ist eben der Fluch des V2-Klerikers: Er muß dorthin laufen, wohin der
Zeitgeist die Herde treibt. Die zentrale Forderung Jesu „Bekehrt euch!“ wird von diesen verwirrten Schafen
als Provokation verstanden.
@ Geyer Leonardo Boff ist ein absolut Romtreuer tiefgläubiger Mann der nur sein Bestes will aber leider
von den hinterfotzigen bösen klerikalen Mittelalterlichen mißverstanden wurde – gell Keine Ahnung, ich
kenne sein Werk kaum. Aber ich höre von Ihnen zum ersten Mal, dass er ein Schismatiker sei. Dass er ein
Häretiker sei, habe ich schon gehört, aber ich frage Sie, inwiefern er ein Schismatiker sei. Das kann
doch nicht so schwer zu beantworten sein, wenn Sie sich da so sicher sind.
@ Hacki Ich kenne glückliche, junge Priester …zwei sind in der Gemeinschaft Emmanuel, einer bei der
Gemeinschaft Christlichen Lebens, zwei sind Kapuziner, einer Salesianer und einige andere „nur“ normale
Gemeindepfarrer (sie gehören keine Geistlichen Gemeinschaft oder einem Orden an). Und das Schöne ist:
Sie sehen sich alle als Diener der Gemeinde, nicht als Herrscher. Samurai
Lieber Typ, demokratiefromm bedeutet… … dem Ergebnis demokratischer Präferenzaggregation irgendeinen
Wahrheitsanspruch zuzusprechen. Ob Sie das tun, weiß ich nicht. Sie schrieben: „Dass durch die Getauften
als dem Leib Christi der Heilige Geist selbst spricht, scheint Ihnen jedenfalls noch nicht untergekommen
zu sein.“ Das ist mir noch nicht untergekommen. Ich würde es auch gewiß nicht unterschreiben. Ist ein
Getaufter denn gefeit gegen die Einflüsterungen dessen, der in der Finsternis herrscht? Sie schrieben
„Im Übrigen: Wenn der Bischof alleine seine Priester in der Diözese verteilt, spielt das dann nicht
dem Hochmut (nämlich dem bischöflichen Hochmut!) in die Hände?“ Nun, wenn der Bischof sich nicht als
servus servorum versteht, mag das sein. Ich meinte allerdings den Hochmut der Vielen die sich lieber als
Souverän, denn als Diener auffassen und daher einer Meinungsherrschaft nach demokratischem Muster vor
einer Herrschaft von Experten den Vorzug geben.
#22 Florian Geyer 17:26:57 | Freitag, 11. Januar 2008
Aber nein Type Leonardo Boff ist ein absolut Romtreuer tiefgläubiger Mann der nur sein Bestes will aber
leider von den hinterfotzigen bösen klerikalen Mittelalterlichen mißverstanden wurde – gell
@ Hacklschorsch Über kurz oder lang wird es junge glückliche Priester nur noch bei der Petrus-, Pius-,
etc. Bruderschaft geben, die von „Laienpfuschern“ ungestört berufsspezifisch wirken können. Genau! Priester
sind nämlich dazu da, anderen zu befehlen und nicht, ihnen zu dienen! Wo kämen wir denn da hin, wenn
ein Priester sich auch noch mit den Meinungen anderer Leute abgeben müsste? Die haben nämlich keinen
Glauben, keinen Heiligen Geist und sind einfach nur lästig. Von denen will man als Priester ja nicht
gestört werden, also geht man lieber zu einer Sekte, wo man noch richtig stolzer, befehlender Despot
sein kann! Denn nur so macht Priestersein Spaß! Die vom Geist des Konzils erfüllten Bischöfe werden
bald alle das Zeitliche gesegnet haben. Alle Bischöfe, die ihr Amt in Einheit mit dem Papst ausüben,
anerkennen das kirchliche Lehramt, auch das II. Vatikanische Konzil. Schön zu sehen, wie dieser „Geist
des Konzils“ seine „Mahltischgemeinschaft“ ad absurdum führt. Watt? Wo steht das? Von Tischgemeinschaft
spricht schon Paulus (1Kor), vom Mahl spricht der Herr selbst. „Mahltischgemeinschaft“ habe ich noch nie
gehört. Bitte Belegstelle in den Konzilsdokumenten benennen. Mons. Lefebvre hatte recht! Marcel Lefrevel
ist ein Schismatiker und zurecht exkommuniziert.
@Priesterberufungen Genau diese Strukturen werden zum Untergang der nachkonziliaren Kirche führen. Über
kurz oder lang wird es junge glückliche Priester nur noch bei der Petrus-, Pius-, etc. Bruderschaft geben,
die von „Laienpfuschern“ ungestört berufsspezifisch wirken können. Die vom Geist des Konzils erfüllten
Bischöfe werden bald alle das Zeitliche gesegnet haben. Schön zu sehen, wie dieser „Geist des Konzils“
seine „Mahltischgemeinschaft“ ad absurdum führt. Mons. Lefebvre hatte recht!
Je mehr Gehalt, desto größer der Jammer Je höher das Gehalt, desto mehr geziemt es, zu jammern und
über das Tal der Tränen zu schimpfen, das jeden Monat ein sattes Gehalt für ordentliche Arbeit ohne
Jammern abwirft. Wenn sich die Gemeinden die Jeremiaden anhören wollen, soll es ihr Vergnügen sein.
Alternativ könnte sich der jamernde Pfarrer ja auch dahin versetzen lassen wo er kein Kettenhemd (=starkes
Nervenkostüm) braucht. Vielleicht hätte er nicht Pfarrer werden sollen. Die Weh-Wehchen, über den Arbeitsplatz
in aller Öffentlichkeit auflisten zu können, möchten viele haben, die einer geregelten Arbeit in Industrie,
Wirtschaft und Verwaltung nachgehen müssen und keine Gemeinde zum Tränenabwischen zur Verfügung haben.
@ Lorenz Lieber Typ, wahrscheinlich sind Sie nicht demokratiefromm. Ich weiß noch immer nicht, was „demokratiefromm“
eigentlich heißt. [kusiv]Allerdings denke ich nicht, dass es guter Brauch wäre, wenn sich die Herde
ihren Hirten künftig selbst aussuchen dürfte.Dass die Kardinäle den Papst wählen, ist also kein guter
Brauch. Dass Mönche ihren Abt wählen, ist also kein guter Brauch. Interessant.Wer braucht so eine Kirche,
die dem Hochmut in die Hände spielt?[kursiv] Wieso Hochmut? Wenn das kirchliche Amt ein Dienst an der
Kirche ist, dann darf doch wohl auch die Kirche auswählen, von wem sie sich dienen lassen will! Der heilige
Papst Gregor der Große hat jedenfalls – so lerne ich jetzt von Ihnen – dem Hochmut in die Hände gespielt.
Sehr interessant. Dass durch die Getauften als dem Leib Christi der Heilige Geist selbst spricht, scheint
Ihnen jedenfalls noch nicht untergekommen zu sein. Im Übrigen: Wenn der Bischof alleine seine Priester
in der Diözese verteilt, spielt das dann nicht dem Hochmut (nämlich dem bischöflichen Hochmut!) in
die Hände?
Lieber Typ, wahrscheinlich sind Sie nicht demokratiefromm. Allerdings denke ich nicht, dass es guter Brauch
wäre, wenn sich die Herde ihren Hirten künftig selbst aussuchen dürfte. Wie gesagt. Wer braucht so
eine Kirche, die dem Hochmut in die Hände spielt?
Jammerlappen Ein Priester, der seinen Weiheversprechen nachzukommen sucht und sich konsequent an das Kirchenrecht
und die Lehre der Kirche hält, wird in der Gemeindeseelsorge in schwere Konflikte geraten. Was ist dieser
„Pfarrer“ denn für ein Jammerlappen? Statt konkret aufzuzeigen, wie er gegen seine Weiheversprechen –
welche meint er? – verstoßen muss, ein allgemeines Lamento über die schlechte Welt. Wird dieser Herr
nicht mehr mit „Gelobt sei Jesus Christus, Hochwürden“ gegrüßt? Wer nimmt ihn denn ernst?
Außerdem Viele Pfarrer haben längst resigniert Ich kenne sogar einen resignierten Bischof persönlich!
Und mehrere resignierte Pfarrer. Und zwei resignierte Äbte. Für gewöhnlich resigniert ein Bischof mit
75. So skandalös ist das gar nicht.
Die abgebildete Messe auf dem Photo findet ohne Speis und Trank auf dem Tisch statt, und sieht darum auch
nicht sehr skandalhaft aus. Im Gegenteil: Optisch könnte das durchaus eine der heutigen Papstmassenmessen
sein, die auch Papst Benedikt weiterhin ähnlich abhält. o^/
@ landorganist Weiß eigentlich der Herr „Landpfarrer“, dass er seit neuestem einer der Protagonisten
dieser Seite ist? Er beteiligt sich hier ja häufiger (na gut, nachweisen kann man es nicht, aber ein
User namens „Jolie“, dessen Meinungen exakt mit denen des Priesterhetzwerks übereinstimmen und der schon
mal gepostet hat, er dürfe hier nichts mehr schreiben – gab wohl schon Ärger mit dem Bischof, dem er
ursprünglich mal Gehorsam gelobt hat). Wenn nicht, sollte es ihm jemand stecken, damit er die Chance
hat, dagegen etwas zu unternehmen. Unwahrscheinlich, dass er das nicht weiß, aber ich werd ihn mal anschreiben.
Weiß er es aber und billigt dies auch noch, stellt sich die Frage wie er es mit dem eigenen Gehorsam
gegenüber seinem Bischof hält, der ja bekanntlich in diesem Portal ständig auf das Übelste verleumdet
wird. Eine kluge und gute Frage! Sollte der Herr „Landpfarrer“ diese Seite als Sprachrohr nutzen, wäre
ein klärendes Gespräch mit seinen Vorgesetzten wohl angebracht. Irgendwelche streng klausurierten Schwestern,
denen er die katholische Lehre beibringen kann, wird man schon finden. Sonst nimmt ihn sicher noch der
Dekan von Liechtenstein unter seine Fittiche.
#10 landorganist 16:43:11 | Freitag, 11. Januar 2008
Weiß eigentlich der Herr „Landpfarrer“, dass er seit neuestem einer der Protagonisten dieser Seite ist?
Wenn nicht, sollte es ihm jemand stecken, damit er die Chance hat, dagegen etwas zu unternehmen. Weiß
er es aber und billigt dies auch noch, stellt sich die Frage wie er es mit dem eigenen Gehorsam gegenüber
seinem Bischof hält, der ja bekanntlich in diesem Portal ständig auf das Übelste verleumdet wird. Sollte
der Herr „Landpfarrer“ diese Seite als Sprachrohr nutzen, wäre ein klärendes Gespräch mit seinen Vorgesetzten
wohl angebracht.
Der Geistliche ist für mich auch ncht unbedingt herrschende Autorität… das ist auch nach meiner Auffassung
nicht das Wesen der Kirche. Ich meine nur: in seinem Aufgabenfeld muss es ihm gestattet sein selbst zu
bestimmen. Vielleicht habe ich auch eine etwas andere Sicht. Für mich ist der Priester nicht so eine
Ikone, sondern mehr ein Dienstleister an der Gemeinde. Natürlich ist seine Dienstleistung schon zu unterscheiden
von einer profanen Arbeitstätigkeit – ohne diese geringzuschätzen, aber letztlich bietet er etwas an,
was man konsumieren kann, oder nicht. Also kann ich beim besten Willen keinen Minderwertigkeitskomplex
daran anknüpfen, wenn mir ein Mitbestimmungsrecht in seinem Tätigkeitsbereich untersagt ist. Ich kann
ja auch nicht in die Bäckerei gehen und dem Bäcker mit einem freundlichen „Guten Tag“ in den Teig spucken.
Das wird er sich nicht gefallen lassen. Darum meine ich eben auch, man soll den Priester halt seine Arbeit
machen lassen nach seinen Vorstellungen. Was anderes ist natürlich, wenn er offensichtlich gegen Kirchenrichtlinien
verstößt und ein unwürdiges und anstößiges Auftreten hat, oder wenn er in der Liturgie Unfug treibt.
Dann hat man sicherlich einen Grund sich darüber zu beschweren. Bloß dann werde ich einmal zunächst
mit ihm selbst sprechen und nicht gleich die nächsthöhere Instanz mit Beschwerden bombadieren.
@ Lorenz Ihre Demokratiefrömmigkeit… ist ja sehr beachtlich. Meinen Sie, eine Kirche-sind-wir-Kirche,
die eines niemandem Hochmut in die Quere kommt, von niemandem Gehorsam fordert und sich mit der lokalen
Prominenz ins Bett legt, hätte irgendeine Daseinsberechtigung? Wo bin ich „demokratiefromm“? Ist Papst
Gregor der Große auch „demokratiefromm“, wenn er fordert, niemand dürfe Bischof werden, der nicht von
Klerus und Volk seiner Stadt gewählt wurde? Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Struktur „Der Priester
hat in der Gemeinde alles zu entscheiden“ keineswegs die einzige ist, die die katholische Tradition hervorgebracht
hat. Die katholische Geschichte kennt sehr viele alternative Modelle, einige davon habe ich genannt. Das
heutige Pfarrersmodell ist relativ modern, letztlich erst von 1917. Selbst unter Pius X. gab es das so
noch nicht. Sind Sie etwa modernismusfromm?
@Typ: Ihre Demokratiefrömmigkeit… … ist ja sehr beachtlich. Meinen Sie, eine Kirche-sind-wir-Kirche,
die eines niemandem Hochmut in die Quere kommt, von niemandem Gehorsam fordert und sich mit der lokalen
Prominenz ins Bett legt, hätte irgendeine Daseinsberechtigung?
@ matt2 Nun zeigt aber gerade die Tradition der Kirche, dass dieses Priesterbild (ist für alles in der
Gemeinde verantwortlich) ein relativ modernes ist: – Erst der CIC von 1917 schrieb vor, dass jede Pfarrei
von einem Priester geleitet werden muss. Bis dahin gab es Pfarreien, die z.B. bei Frauenklöstern inkorporiert
waren: Eine Frau (z.B. die Äbtissin) war die Leiterin der Pfarrei, und der Priester übte sein Amt nur
nach Maßgabe dieser Quasi-„Pfarrerin“ aus – über viele Jahrhunderte gab es das Eigenkirchenwesen: Adlige
„hielten“ sich Priester, die die Messen zelebrierten und bezahlten sie – aber der Priester war weisungsgebunden
an den Adligen – das Mönchtum kennt den Priester als „liturgischen Funktionär“ ohne besondere Rechte
in der Mönchsgemeinschaft (ist heute im orthodoxen Mönchtum immer noch so) Laut Papst Gregor dem Großen
ist es die Berufung und Aufgabe aller Christen, sich ihre Hirten selbst auszuwählen! Wurde die Gemeinde
von Jolie gefragt, ob sie ihn will? Und wurden die Katholiken von Rom gefragt, ob sie Joseph Ratzinger
als Bischof wollen? Übrigens ist laut Vat II der Pfarrgemeinderat ohnehin ein reines Beratungs-, kein
Entscheidungsgremium des Pfarrers. Aber wenn Pfarrer meinen, die ihnen anvertrauten Christen durch lautes
Geschrei demütigen, herablassend behandeln und durch rustikale Strenge vor den Kopf stoßen zu sollen,
dann ist es nur recht, wenn die Gläubigen sich das nicht gefallen lassen.
@Typ: Sie bringen da was durcheinander… es geht hier um die Kompetenz innerhalb der Institution, innerhalb
der Pfarre, im Berufsfeld des Priesters. Dafür ist er eingesetzt um diese ganzen seelsorgerischen Aufgaben
gewissenhaft zu erfüllen, die Messen zu organisieren und würdig zu gestalten, für die Menschen natürlich
und auch durch die Mitwirkung selbiger. Das sagt nichts über den Status eines gläubigen Menschen aus.
Ein Laie kann nach meiner Auffassung ein genauso guter und sogar besserer Christ sein als manch ein Priester…
unbestritten. Ich z.B. halte mich mitnichten für einen weniger vollwertigen Christen, als einen Priester,
aber ich würde mich nicht in das Wirkungsfeld eines Priesters einmischen, weil das eben seine zugedachte
Kompetenz ist. Wenn ich jetzt nicht zufrieden bin mit der Art, wie ein Priester seinen Dienst erfüllt
und ich aber gerne kirchliche Dienste in Anspruch nehme, steht es mir ja frei mich zu einer anderen Pfarre
zu begeben.
@ matt2 Wer kein Priester ist, ist ohnehin ein Untermensch. Für die Kirche unnütz, durch Taufe und Firmung
nur mit einer minderwertigen Variante des Heiligen Geistes ausgestattet. Und wenn der Dreckspapst Gregor
der Große gefordert hat, niemand dürfe als Bischof eine Gemeinde leiten, der nicht von Klerus und Laien
seiner Stadt gewählt worden sei, dann zeigt das nur, dass die ganze frühe Kirche ein Hort der Häresie
war! Wir sind aber ein sauberer Verein, bei uns regieren Befehl und Gehorsam! JOLIE BEFIEHL, WIR FO-HO-HOLGEN
DIR! Scheißlaie, halt’s Maul! Christen halten das Maul!
der Pfarrer soll auch das Sagen haben in seiner Pfarre… da bin ich sehr dafür. Er muss sich aber auch
durchsetzen können in der heutigen Zeit. Die Pfarrer dürfen sich einfach nicht unterkriegen und von
diesen Gemeinderäten bequatschen lassen. Natürlich muss man nicht auftreten wie ein herrschsüchtiger
Despot, davon redet keiner. Aber die Entscheidung über die Verfahrensweisen im seelsorgerischen Bereich
muss beim Priester liegen. Die Priester sollen sich ihre Autorität nicht untergraben lassen, meine ich.
Da würde ich eher die Konsequenzen einsehen und mich versetzen, oder suspendieren, als mir von den Laien
am Kopf herumtanzen lassen.
Priester, die spalten Wenn ein Priester in Verdacht gerate, zu „spalten“ oder zu „polarisieren“, wackle
sein Stuhl. Und zwar völlig zu Recht – denn zu den Aufgaben des Hirten (also auch des Pfarrers) gehört
es, die Gläubigen zu einen.