Liturgiker und liturgische Institute dienen offenbar vor allem dazu, die gegenwärtigen Probleme im Bereich des kirchlichen Glaubensvollzugs zu leugnen statt zu lösen. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Erfurt) Am 17. Dezember feierte das ‘Deutsche Liturgische Institut’ sein 60jähriges Bestehen.
Angesichts des bisher Erreichten und des gegenwärtigen Zustandes der Liturgie gibt es nicht viel zum
Feiern.
Doch der Erfurter Liturgiker Benedikt Kranemann (48) – Vorsitzende der ‘Arbeitsgemeinschaft katholischer
Liturgiewissenschaftler’ – läßt sich von der harten Wirklichkeit nicht beirren:
„Das Liturgische Institut
kann nicht nur auf eine glanzvolle Geschichte zurückblicken. Es hat angesichts einer veränderten Situation
von Religion und Kirche in der Gesellschaft auch ein breites Aufgabenfeld in der Zukunft vor sich“ – jubelt
er vor sich hin.
Das Zitat entstammt einem Artikel, der am 14. Dezember auf der Webseite des Bistums
Erfurt publiziert wurde.
Kranemann glaubt, daß das ‘Liturgische Institut’ neue Feierformen der Kirche
„aufmerksam“ beobachtet und in wissenschaftlichen und seelsorglichen Publikationen darüber berichtet
und diskutiert.
Als Beispiele erwähnt er das Erfurter Weihnachtslob oder die Lebenswendefeier für konfessionslose
Jugendliche: „In Trier wurde nicht nur nach-, sondern auch vorgedacht.“
Auf vielen Themenfeldern sei
das Institut „seiner Zeit voraus gewesen“ – fährt Kranemann im Jubelton weiter und gipfelt in der Aussage:
Allen Unkenrufen zum Trotz bewege sich die katholische Liturgie in Deutschland „auf einem hohen Niveau“.
An dieser Stelle stellt sich die Frage, ob Kranemann ein praktizierender Katholik ist oder ob er die
Wirklichkeit nur aus beschönigenden Berichten welt- und kirchenfremder Stubengelehrter kennt.
Aussagen
wie die folgende lassen das zweite vermuten:
„Auch wenn sich das Gottesdienstverhalten geändert hat,
spielt die Liturgie im Leben der Gläubigen eine zentrale Rolle und wird auch in der Gesellschaft als
spirituell bedeutsam wahrgenommen“ – so der jubelumnachtete Kranemann:
„Ohne das ‘Deutsche Liturgische
Institut’ sähe die Katholische Kirche in Deutschland anders aus und besäße die Liturgie in der Praxis
nicht den hohen Stellenwert, den sie heute hat.“
Wenigstens bezüglich des ersten Teiles seiner Aussage
kann man Kranemann zustimmen.
Kranemann bejubelt auch die „Forschungsbibliothek“ des Trierer Instituts.
Die Katholische Kirche verfüge in Trier über eine einzigartige Einrichtung für Forschungen zu Themen
wie Kirchenbau, kirchliche Kunst, Geschichte und Gegenwart von Gottesdienst und Frömmigkeit.
Daß dieser
Bibliothek schon bald eine neue Sektion hinzuzufügen ist, erwähnt Kranemann nicht. Sie wird Themen behandeln
wie: Kirchenabriß, das Ende der kirchlichen Kunst, Geschichte und keine Gegenwart von Gottesdienst und
„Frömmigkeit“.
Um die Zukunft des Instituts macht sich der arglose Kranemann trotzdem „keine Sorgen“:
„Die katholische Kirche, die ihre Traditionen gerade in Liturgie und Spiritualität pflegt, wird ein
solches Institut auf hohem Niveau ins nächste Jahrzehnt führen.“
Das Institut wird auch dann noch im
Dienst der Liturgie – oder was von ihr übriggeblieben ist – stehen.
Email-Adressen der Empfänger
83 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Aleph, Steini 1974: liturgisches Institut in Trier Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen. Erfreulich,
daß die Arbeit des Institutes sachlich begründet verteidigt wird. Wie sehr Provisorien zur Tradition
werden zeigt die weitestgehend fehlende Benutzung der laut Freinsberg vorhandenen Vertonung des deutschen
Messpropriums. Selbst das deutsche Ordinarium hört man selten von einem Kirchenchor. Eine rühmliche
Ausnahme ist der Chor von St. Columba in Köln. Ich war selber vor gut 20 Jahren Mitglied des Liturgiekreises
unserer Pfarre. Das liturgische Wissen war, vorsichtig formuliert, unterdurchschnittlich. Mein Vorschlag
einer Teilnahme an einer Wochenendtagung der Freunde des Abt-Herwegen-Institutes wurde mit dem Hinweis
„keine Zeit“ abgelehnt. Wie ein Mitglied des Kreises ausdrücklich zugegeben hat, ging es bei der gestalteteten
Liturgie hauptsächlich um Selbstdarstellung. Mangels Annahme der Ergebnisse seiner Arbeit in der Pfarre
hat sich der Kreis nach wenigen Jahren selbst aufgelöst. Das einzige Positive vom Liturgiekreis verursachte
ist die bis heute gesungene donnerstagabendliche deutsche Choralvesper (nach dem GL) und das seit 1981.
Nur das Canticum wird zumindest gelegentlich geschlabbert.
#84 thaumaturgos 01:43:53 | Montag, 14. Januar 2008
@henggi und ich kenne bk seit studuientagen … ein vortrag gehört, und schon so ein urteil cool, da
kann mann nur hoffen, dass ich meine meinung zum treffen mit dem im moment obersten pius-sektieiere nicht
wie sie als dogma verkünden … tradis entrwickeln sich immer mehr zu idioten, sie haben werde links
noch rechts … schade
@Heggi – Traurig, aber wahr Tatsächlich, er ist ein Meister im Ausblenden der Wirklichkeit. Er sieht
nur seine Wirklichkeit Solchen Leuten verdanken wir, dass die Theologie mittlerweile als Orchideenfach
an fast allen deutschen Universitäten vor sich hindümpelt. Dann wundern sich diese Herrschaften noch,
wenn theolog. Fakultäten dicht gemacht werden. Dann haben natürlich alle anderen Schuld, nur nicht sie
selbst.
Kranemann Ich habe Kranemann vor zwei Jahren auf einer Liturgischen Tagung im Franz-Hitze-Haus in Münster
näher kennengelernt. Tatsächlich, er ist ein Meister im Ausblenden der Wirklichkeit. Er sieht nur seine
Wirklichkeit und so, wie sie in der Liturgie sein soll oder er sie haben will. Alles andere kümmert ihn
wenig oder er polemisiert die wirkliche Wirklichkeit weg.
k.h friedgen von einem menschen wird erwartet, dass er informiert, fakten überprüft und zumindest wahrscheinliches
von unwahrscheinlichem zu trennen. schon als kind lernt man (oder sollte lernen) nicht leichtgläubig
zu sein. wir schütteln oft den kopf, wenn leichtgläubige zu schaden kommen usw. seltsam, wenn man die
aussagen und erklärungen der großen religionen mit all ihren widersprüchlichkeiten und abstrusen „wundern“
hinterfragt und zweifel äußert, ist auf einmal feuer am dach. nicht, dass irgendeiner sachdienliches
beitragen würde, nein, da kommen nur beschimpfungen und aggression… das untrüglichste zeichen des
fanatismus. sie armes schwein! (um bei ihrer terminologie aus dem tierreich zu bleiben)
Gotthard In der hiesigen Gemeinde wird an jedem Wochenende die Kelchkommunion angeboten. Ich weiß nicht
welche Gemeinde Sie meinen. Aber sind Sie froh über das Angebot. Gehen Sie hin, nehmen Sie teil.
#78 Steini1974 16:02:55 | Sonntag, 13. Januar 2008
nur noch Schwarzmalerei Die Liturgie sollte noch etwas empfehlen, das bei keiner liturgischen Feier fehlen
sollte, nämlich das ständige Gebet für Schwarzseher und -maler! Mittlerweile wird bei kreuz.net ja
alles in den Dreck gezogen! Ich finde diesen Beitrag einfach nur haltlos. Er spiegelt höchstens die Meinung
derer, die pharisäerhaft alles beäugen müssen, aber keinesweg die Realität. Mein Achtung und Anerkennung
möchte ich an dieser Stelle dem Liturgischen Institut zollen, das gute Arbeit leistet. Wie schon viele
vor mir es zu Ausdruck gebracht haben, möchte ich dem Nachsruck verleihen. Entscheidend ist, was die
Liturgen davon annehmen. Dafür ist das Institut nicht verantwortlich. Auch nicht dafür, dass Kirchen
geschlossen oder gar abgerissen werden müssen. Wer so etwas behaupten kann nur naiv oder realitätsfremd
sein.
Kelchkommunion Seither wird nur am Gründonnerstag die Kelchkommunion ausgegeben. Schade! In der hiesigen
Gemeinde wird an jedem Wochenende die Kelchkommunion angeboten.
Mangelnder Umsetzungswille Worauf führen Sie die allenthalben beklagten liturgischen Mißbräuche zurück
Jörg Guttenberger @ Beim besten Willen kann ich die erhobenen Klagen nicht verstehen. Wenn das Liturgische
Institut Vorschläge gemacht hat, um den liturgischen Erneuerungsprozess in Gang zu setzen, liegt es doch
an den jeweiligen Liturgen in den Gemeinden, sich davon beflügeln zu lassen und für die Gemeinde umzusetzen.
Wenn etwas schlecht umgesetzt wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass das schlecht Umgesetzte nicht
auch die Qualität hätte, sich zu einer Tradition zu festigen. Bekanntlich hält nichts so lange wie
ein Provisorium, das zur Tradition erstarrt und kaum mehr die Chance hat, hinterfragt zu werden. Wenn
das nicht vor Ort im Liturgieausschuss der Gemeinde geschieht, dann doch noch weniger vom Dekanat oder
von der Diözese aus. Ich denke mal, dass sich die Klagen weniger an das Institut richten, sondern an
den mangelnden Umsetzungswillen in den Pfarreien. Ich erinnere mich an eine Situation, wo der Pfarrer
im Pfarrgemeinderat aus heiterem Himmel über die dringende Notwendigkeit der Kelchkommunion referierte.
Sie sollte verstärkt praktiziert werden. Dazu wurden zwei Befragungen der Gemeinde durchgeführt. Die
Antworten waren etwas über die Hälfte „Pro“. Deshalb sollte die Kelchkommunion öfter ausgeteilt werden.
Nach einem halben Jahr war keine Rede mehr davon. Nachfragen wurden abgeblockt. Seither wird nur am Gründonnerstag
die Kelchkommunion ausgegeben. Schade!
Aleph: liturgisches Institut in Trier Mit Interesse habe ich Ihre Verteidigung der Arbeit dieses Institutes
gelesen. Worauf führen Sie die allenthalben beklagten liturgischen Mißbräuche zurück; auf die nicht
genügend erfolgreich vermittelte Arbeit des Ihnen vertrauten Institutes oder auf die Gleichgültigkeit
bzw. ideologische Fehlausrichtung der Zelebranten? In der Kölner Innenstadt wird nach meiner Erfahrung
ausnahmslos eine würdige Liturgie gefeiert. Das spricht sicher auch für die gute Arbeit des genannten
Institutes.
@Florian G.: Wir macht das (Niveau) nur aus Höflichkeit ihnen gegenüber. Man soll die Leute dort abholen
wo sie sind. Ich habe für mich eine Grenze des Anstands gezogen, darunter habe ich mir selbst jede Polemik
verboten. Gute Nacht!
@F. Geyer: Österreich bevorzugt leider rote Bundespräsidenten, durchgehend 1945-1986, bis die ÖVP Ex-UNO-Generalsekretär
Dr. Waldheim aufstellte. Vor 1986 war der letzte schwarze Bundespräsident der Bundespräsident bis 1938!
#72 Florian Geyer 00:23:39 | Sonntag, 13. Januar 2008
Leblhuber Wir macht das (Niveau) nur aus Höflichkeit ihnen gegenüber. Man soll die Leute dort abholen
wo sie sind. Rodolfus: Ich würde keine Sekunde zögern sie als UHBP zu wählen
@Florian G.: Dazu wäre es aber förderlich wenn sie mal einen Abend nicht in ihrem Tetra Pak Weinkeller
saufen würden bevor sie hier posten Dazu kein Kommentar außer: o^/ o^/ o^/
#68 Florian Geyer 00:06:24 | Sonntag, 13. Januar 2008
Leblhuber wenn sie sich bemüßigen kundzutum was genau sie nicht kapieren oder verstehen versuche ich
didaktische Wege zu finden es so zu formulieren dass auch Sie eine Chanze auf ein Verstehen haben. Dazu
wäre es aber förderlich wenn sie mal einen Abend nicht in ihrem Tetra Pak Weinkeller saufen würden
bevor sie hier posten.
#67 k.h. Friedgen 23:02:42 | Samstag, 12. Januar 2008
@crossword Was Sie da wiedergeben, ist ja wohl das Allerletzte. Denken Sie vielleicht, daß es nur das
geben kann, was Sie mit Ihrem Spatzenhirn kapieren können?
Liebes crossword, offenbar haben Sie gar nicht bemerkt, dass Sie dieser (der Philosophie) ebenso wie jener
(der Theologie) einen Fußtritt verpasst haben. Die starre Fixierung auf die Naturwissenschaft mit Experiment
und Versuchen genügt einer Philosophie, die den Namen verdient auch nicht.
floriangeyer die naturwissenschaft des 21 jhdts hat keine „eigenen“ gesetze, sondern (nicht nur im 21.jhdt)
jene gesetze entdeckt, die vorhanden und einer untersuchung zugängig waren. unterstellen Sie der naturwissenschaft
nicht, so dumm zu sein, einen grinsenden bärtigen lieben gott zu erwarten. diese erwartung ist domäne
der katholischen kirche – da beginnt dieser (Ihre worte!) blödsinn schon im kinderkatechismus – und die
kirchen zum bersten voll von bildlichen darstellungen, die nichts anderes reflektieren als wie sich der
brave katholik seinen gott und die armada der heiligen vorstellt… so lange die wissenschaft irgendetwas
beitragen kann, um der kirche in ihrem erklärungsnotstand fakten zu liefern, ist sie ja hochwillkommen
und kirchlicherseits in aller munde.
die Wiss.gläubigen sind zu philosophischen Denken garnicht fähig… dabei lieferte uns die seriöse
Philosophie wichtigste Denkansätze. Es ist z.B. garnicht so falsch mich von meinem Denken her selbst
verstehen zu wollen. Aber das schon alleine muss mich zu dem Schluß bringen, dass ich als Wesen bezogen
bin auf ein Absolutes, welches notwendige Voraussetzung und Endzweck, sprich Alpha und Omega dieses Wesens
bedeutet. Die Naturwissenschaft scheint nur zu empirischen und objekthaften Betrachtungen im Stande, auch
den Menschen will sie so betrachten und ist sich dabei je nicht bewußt, wie sich ja der Betrachter seiner
Beschreibung als Objekt entzieht.
@Florian G.: mein abstrakt – theoretisch systematisches niveau reicht jedoch weit über diese prämissen
hinaus und sie kein ausschließunggrund für gültig oder ungültig. wenn in der immanenten seinsphäre
die zeitdimension wegfälllt ist es faktum dass alles immer zu gleicher Zeit in Kraft tritt Die Auferstehung
des Fleisches passiert in der materiellen Späre bei der Wiederkunft, aber in der Immanenz natürlich
sofort so die Zeitlinie wegfällt. Die Reduktion auf die materielle Basis auf dem Umweg eines philosophischen
Scheinkonstrukts ist ein Lumpenhafter Weg um die Unabhängigkeit des Geistes zu leugnen. Fürbitten sind
in der Regel 10 heruntergelesene Sätze von einer dicken Frau mit kurzen Haaren Ich habe zwar HvO versprochen,
mich zu bessern, kann es aber nun doch nicht lassen, mich zu Ihren Postings zu äußern. Das erfordert
meine mentale Gesundheitspflege. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass Ihr letzter Satz, der an Präpotenz
und Einfalt wirklich nichts zu wünschen übrig lässt, derjenige ist, den Sie fehlerfrei geschafft haben.
Gratulation!!! Was nun Ihr „abstrakt – theoretisch systematisches niveau“ betrifft, muss ich eingestehen,
dieser lichten Höhe Ihrer Gedanken, wo die akute Absturzgefahr zu drohen beginnt und der auch der Wahnsinn
immanent zu sein scheint, nicht mehr folgen zu können. Statt dessen biete ich Ihnen Korrekturlesen an!!!
Ob Spinoza, Kant, Heidegger, Wittgenstein …, keine dieser Geistesgrößen erreicht auch nur annähernd
Ihre Unverständlichkeit. Auch dafür Gratulation!!!
Lieber Doppelmax, es ist ja ein Grundmißverständnis, dass die Naturwissenschaft irgend etwas erklären
würde. Sie beschreibt und zwar auf so allgemeine Art und Weise, dass auch Beschreibungen von Ereignissen,
die noch gar nicht stattgefunden haben, möglich sind. Es bleibt aber immer Beschreibung. Ich selbst bin
in einem Gebiet naturwissenschaftlich tätig, in dem die meisten Aussagen nur als Wahrscheinlichkeitsaussagen
möglich sind. Ich beschreibe gar nicht mehr was passieren wird, dazu sind wir nicht in der Lage, ich
beschreibe nur mehr was mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit passieren wird. So leid mir das tut, wir
sind da so hautnah an unseren Grenzen. Ich bin in der Lage Szenarios zu beschreiben, die sicher nicht
eintreten, da gehört nicht viel dazu. Aber zwischen dem „tritt sicher ein“ und „tritt sicher nicht ein“
ist der mir unendlich groß erscheinende Bereich, in dem nur Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich sind.
Und trotzedem ist das ein viele Menschen betreffender Bereich der Naturwissenschaft. Ich weiß, ich kann
Dinge beschreiben, aber ich weiß auch, meine Beschreibung trifft nur in einer bestimmten Anzahl von Fällen
zu. Und nicht weil ich und die Fachkollegen dumm sind, sondern weil immer zutreffende Aussagen möglich
aber trivial sind. Erst wenn wir in den Bereich der Aussagen kommen, die nur mehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
stimmen wird es wirklich interessant und wissenschaftlich. Und die wissenschaftlichen Dispute, Leute wie
crossword haben ja gar keine Ahnung!
#59 Florian Geyer 22:05:13 | Samstag, 12. Januar 2008
diese dummen Menschen meinen wirklich der ewige Gott müsse die Kriterien der Naturwissenschaft des 21.
Jahrhunderts erfüllen und empirisch nachweisbar grinsen.
@crossword Hast du schon mal deinen Verstand gesehen? Den gibt es nicht? Bitte beweise mir mal, dass ein
Apfel vom Baum herunterfällt und nicht morgen in den Weltraum hinaus? Kannst du nicht beweisen? Wir wissen,
dass die Äpfel heruntergefallen sind, daher werden sie auch weiterhin herunterfallen. Wir wissen, wenn
etwas geordnet ist, gibt es jemanden der ordnet: den lieben Gott.
#57 Florian Geyer 21:54:04 | Samstag, 12. Januar 2008
crossword siehaben keinen Funken Ahnung von Erkenntnistheorie. Falsifikationsmöglichkeit und Empirie
ist Werkzeug der Biologie. Dort soll es auch bleiben. Für gesamtrealistische Aussagen hat diese a priori
Methode nur sehr bedingten Wert und Aussagekraft
Liebes crossword, mit gewissem Amusement nehme ich zur Kenntnis, dass bereits Philosopie für Sie keine
Wissenschaft mehr ist. Wie soll man mit so jemandem ernsthaft diskutieren?
florian geyer Wir erfinden und entwerfen Begriffe wie Materie, Evolution und Gehirn, vergessen die Tatsache
unseres Entwerfens und wollen uns schliesslich von diesem Entwurf her selbst verstehen. Der Versuch, uns
selbst zu erklären mittels der von uns entworfenen Einzelwissenschaft, kommt einer Petitio principii
gleich, d.h. das zu Erklärende wird selbst zur Voraussetzung des Erklärens. was Sie schreiben trifft
punktgenau die „wissenschaft“ der theologie – sie brauchen nur ein paar wörter auszutauschen…„wir erfinden
und entwerfen begriffe wie gott, schöpfung und glaube und…so weiter“ so ist es – der mensch entwirft
gott und das himmelreich und möchte sich selbst von diesem entwurf her verstehen und verstanden wissen…
Sie werden es nicht glauben, über dawkins lache auch ich. niemand sonst kann die absurditäten einer
religion so treffend aufzeigen und so gekonnt auf den punkt bringen, dass man nicht anders als schmunzeln
kann. wenn Sie mit humor nicht auf so gutem fuß stehen und es lieber ernster haben, versuchen Sie es
halt mit deschner. haben Sie auf jeden fall noch ein schönes wochenende –
@crossword @Matt @ Crossword: Also einen „empörten Aufschrei“ löst Dawkins bei nicht aus. Wohl aber
ein gelangweiltes Gähnen. Die FAZ hat vor kurzem ganz richtig kommentiert als sie sinngemäß schrieb,
dass die atheistische Religionskritik der christlichen Religionskritik intellektuell meilenweit hinterherläuft.
Die durchschlagendste Religionskritik aller Zeiten stammt doch nicht von Feuerbach, Marx, Nietzsche oder
Freud (Dawkins spielt in einer viel tieferen Liga), sondern von Jesus Christus. @Matt: Ihr Beitrag von
21.28 Uhr ist sehr treffend.
#53 Florian Geyer 21:35:40 | Samstag, 12. Januar 2008
crossword Wissenschaft ist unser Entwurf. Nun behaupten aber viele Reduktionisten man müsse mit den Ergebnissen
der einer von uns entworfenen Einzelwissenschaft, Aussagen über Gott machen können. Diese Behauptung
erweist sich selbst als Zirkelschluss. Wir erfinden und entwerfen Begriffe wie Materie, Evolution und
Gehirn, vergessen die Tatsache unseres Entwerfens und wollen uns schliesslich von diesem Entwurf her selbst
verstehen. Der Versuch, uns selbst zu erklären mittels der von uns entworfenen Einzelwissenschaft, kommt
einer Petitio principii gleich, d.h. das zu Erklärende wird selbst zur Voraussetzung des Erklärens.
(Ps: Über Richard Dawkins lacht mitlerweile sogar auch jeder Atheist schon der ernsthaft ander Thematik
interessiert ist.)
heinrichvonofterdingen naturwissenschaft führt beweise und überprüft gesetzmäßigkeiten und bekennt
sich dazu, wenn etwas noch nicht erforscht ist, statt sich ins übernatürliche zu flüchten, nur um eine
patente erklärung zu haben, die niemand widerlegen kann. im gegensatz dazu religionen, die zu 100% mithilfe
solcher machenschaften entstanden sind. lesen Sie doch mal richard dawkins The God Delusion (der gotteswahn)
oder etwas von deschner (Sie müssen mir nicht antworten, ich höre Ihren empörten aufschrei auch so).
Darum ist die Auseinandersetzung mit Wiss.gläubigen meist so sinnlos… sie dächten man könne ihnen
in ihrer Geisteshaltung Beweise, Fakten auftischen über das Mysterium des Lebens, was sich nur jenen
allmählich und geheim offenbart, die sich in gläubiger Zuversicht und Demut darauf einlassen. Mit so
einer Arroganz und falschen Einstellung kann man sich Gott nicht nähern. Das kann nicht funktionieren,
denn Gott wird sich so nicht preisgeben. Weil Er ist, muss er sich doch den Heiden, die ihn ohnedies ablehnen
nicht plausibel machen. Er bestimmt die Regeln in diesem Spiel und nicht die Wiss.menschen. Wer Erkenntnis
fordert, der muss zunächst einmal Demut zeigen und Bereitschaft sich dem göttlichen Willen zu fügen.
Aber das begreifen sie nicht und deshalb tümpeln sie in ihrem Eigensinn, in ihrer sturen Gesinnung, fragen
nach Fakten, die sie in ihrer Geisteshaltung garnicht wahrnehmen können, weil sie garkeinen Sinn haben
für Gottes Wege. Sie sind einfach heillos abgeirrt.
Liebes crossword, wenn man etwas nicht beweisen kann, sollte man diesbezüglich auch keine behauptung
aufstellen und noch weniger von anderen fordern, daran zu glauben … schreiben Sie das bitte auch den
Evolutionisten und den Demokraten ins Stammbuch! Die werden immer so dogmatisch, wenn es um ihr Allerliebstes
geht. Wenn sie ‘s nicht beweisen können, dann sollen sie das Maul halten!
aleph, florian geyer wenn man etwas nicht beweisen kann, sollte man diesbezüglich auch keine behauptung
aufstellen und noch weniger von anderen fordern, daran zu glauben – bzw. denen mit verachtung und drohungen
begegnen, die nicht daran glauben. florian g. : mir ist das alles zu beliebig – so gesehen könnte man
alles behaupten. so lange niemand beweisen kann, dass es nicht so ist, gilt es dann als richtig. so läuft
es ja derzeit – einfacher kann man sichs wirklich nicht mehr machen, oder?
#47 Florian Geyer 20:30:47 | Samstag, 12. Januar 2008
crossword durchaus respektiere ich ihre prämissen daer empirischen verifizierung und falsifizierung die
für sie ausschlaggebend sind. mein abstrakt – theoretisch systematisches niveau reicht jedoch weit über
diese prämissen hinaus und sie kein ausschließunggrund für gültig oder ungültig.
crossword Fakt ist dass die Seele vom Leib unabhängig existieren kann, aber nicht umgekehrt. Das ist
ein äußerst fragwürdiger Fakt. Damit sollte manmit Glacéhandschuhen umgehen und besser nicht in einer
Diskussion verwenden, weil man nichts beweisen kann. Noch nicht einmal die Bibel hält einen ihrer bewährten
Sprüche dafür bereit.
florian geyer Fakt ist dass die Seele vom Leib unabhängig existieren kann, aber nicht umgekehrt. darum
ging es himmelreich, auferstehung usw. usw darum geht es auch das sind (für mich und viele andere) absurde
phantastereien – und nicht wir haben zu beweisen, dass es so NICHT ist, sondern Sie (und viele andere),
die das vertreten, haben zu beweisen, dass es so ist. so lange Sie das nicht können, behandeln Sie bitte,
die skeptiker und nichtgläubigen mit dem respekt, den Sie für sich und Ihren glauben beanspruchen. das
wäre ein großer fortschritt, meinen Sie nicht auch?
#44 Florian Geyer 20:14:59 | Samstag, 12. Januar 2008
crossword und ob hier was faktum ist. wenn in der immanenten seinsphäre die zeitdimension wegfälllt
ist es faktum dass alles immer zu gleicher Zeit in Kraft tritt
florian geyer entschuldigung, aber „faktum“ ist hier gar nichts. Ihre ausführungen in ehren, aber es
fehlt der hinweis, dass es um inhalte geht, an die Sie (und andere) glauben. für andere sind das konstrukte,
die an absurdität nicht zu überbieten sind. und nicht letzere sind es, die Ihnen beweisen müssen, dass
Sie unrecht haben. noch immer hat derjenige, der Behauptungen aufstellt, deren unwiderlegbarkeit zu beweisen.
so funktioniert das im allgemeinen und es ist nicht einsichtig, warum für menschen, bloß weil sie religiöses
gedankengut vertreten, andere gesetze gelten sollten. wenn Sie wollen, dass man Ihrer glaubenshaltung
mit respekt begegnet, schulden Sie gleichen respekt skeptikern und nichtreligiösen menschen.
#42 Florian Geyer 19:27:38 | Samstag, 12. Januar 2008
Dualismus hat mit Gnosis gar nichts zu tun. Fakt ist dass die Seele vom Leib unabhängig existieren kann,
aber nicht umgekehrt. Die Auferstehung des Fleisches passiert in der materiellen Späre bei der Wiederkunft,
aber in der Immanenz natürlich sofort so die Zeitlinie wegfällt. Die Reduktion auf die materielle Basis
auf dem Umweg eines philosophischen Scheinkonstrukts ist ein Lumpenhafter Weg um die Unabhängigkeit des
Geistes zu leugnen.
@ Geierfloh Fürbitten für Seelenrettung […] hört man quasi nicht mehr ! Erstens heißt es „um Seelenrettung“,
und zweitens hat sich die Kirche heute eben nun endlich auch verbal von der Gnosis verabschiedet: Wir
beten nicht für Seelen, sondern für Menschen – mit Leib und Seele. Das Christentum glaubt jedenfalls
an die leibliche Auferweckung, und auch an die leiblische Aufnahme Mariens in den Himmel. Warum wollen
Sie denn nur für den halben Menschen beten? Hassen Sie den Leib so sehr, dass sie nicht für ihn beten
wollen?
#39 Florian Geyer 19:04:24 | Samstag, 12. Januar 2008
Fürbitten sind in der Regel 10 heruntergelesene Sätze von einer dicken Frau mit kurzen Haaren wos drum
geht dass der Hunger in der Welt schlimm ist, die Asylpolitik menschlicher werden muss und man überhaupt
lieb und nett zueinander sein soll. Fürbitten für Seelenrettung, Umkehr und Kraft gegen den Widersacher
hört man quasi nicht mehr !
#37 k.h. Friedgen 18:35:43 | Samstag, 12. Januar 2008
Tradition gepflegt? Wo, Herr Kranemann, hat die katholische Kirchen in den letzten Jahren ihre Tradition
gepflegt? Das Gegenteil ist wahr: Alles was mit der Tradition der Kirche verbunden war, wurde verfolgt
und unterdrückt, wo und wie man nur konnte, und daran hatte das sogenannte Liturgische Institut nicht
unwesentlichen Anteil. Sie verstoßen mit Ihrer Aussage eklatant gegen das 8. Gebot!
@Aleph Ich habe in dem Abschnitt („Introitus“) ein Zitat von RRR gebracht, wie Sie erkennen können. Um
17:54 habe ich das Missverständnis klargestellt, dass Sie gar nicht gemeint waren. Wollen Sie eine Entschuldigung
für etwas, was gar nicht an Ihre Adresse gerichtet war, und nur per Missverständnis an Sie ging, und
berichtigt wurde?
Möchtegern-Kathole Im gemeinsamen Introitus haben Sie von polemisieren und beleidigen geschrieben. Da
bekomme ich ziemlich viel ab, unberechtigt. Dagegen verwahre ich mich. Das kann der namentliche Abstz
nicht wieder gut machen…!
@Aleph Ihnen habe ich das nicht vorgeworfen, als „dumm“ hat mich auch nur RRR bezeichnet, nicht Sie. Der
Ihnen geltende Abschnitt war mit „@Aleph“ gekennzeichnet und enthält weder den Vorwurf der Polemik noch
den der Beleidigung.
Möchtegern-Kathole Dass Sie polemisieren, beleidigen, ist nicht so gut Wenn Sie etwas missverstanden
haben, ist das zunächst einmal Ihr Problem. Trotzdem verwahre ich mich dagegen, von Ihnen vorgeworfen
zu bekommen ich hätte polemisiert und irgend jemand beleidigt. Das Missverständnis hätten Sie besser
einmal näher beschrieben. Im übrigen denke ich, sachlich argumentiert zu haben. Das möchte ich auch
für RRR behaupten. Polemisiert und beleidigt haben weder RRR noch ich. Und jetzt entschuldigen Sie sich,
bitte.
@RRR und @Aleph Sie können ja durchaus Argumente vorbringen, das ist richtig gut ;- ) Dass Sie polemisieren,
beleidigen, ist nicht so gut, ich zitiere: „Aber wenn Sie so dumm sind … dann ist Ihnen wohl kaum zu
helfen.“ Da begeben sie sich auf das Niveau von 5t-Klässlern, so spricht man nicht miteinander. @Aleph:
jedoch die Messe ist sehr wichtig. Darin liegt dann durchaus die Aufgabe der Pfarrer oder Laienhelfer,
Mitfahrgelegenheiten usw. zu organsieren. Vielleicht auch mal einen Bus zu nehmen, um die Leute abzuholen.
Aber die Hl. Messe einfach weglassen und durch was anderes ersetzen, das ist zu einfach. Wer wirklich
nicht kommen kann, kann dann auch zu Hause oder in einer Kapelle eine Andacht halten, das ist so gut wie
eine Andacht in der Kirche. Jedoch ist die Abgrenzung zur Hl. Messe nicht klar, und vermutlich – da widerhole
ich mich jetzt – wohl oft auch absichtlich nicht klar. Die von RRR genannten Unterschiede sind jedenfalls
sehr dürftig, insbesondere da die Messe ja auch oft abgewandelt wird. Z. B wird sie von vielen ebenfalls
nicht als Messe bezeichnet, damit eignet sich dieser Name nicht als Unterscheidungsmerkmal, wie von RRR
angeführt. Und beispielsweise haben auch die Leiter8innen) von Wort-Gottes-Feiern sehr feierliche, liturgische
Gewänder, der Laie wird den Unterschied zu einem schlichten Messgewand oft nicht erkennen.
@Gotthard – ja ich sehne mich danach, daß Jesus Christus den ganz NOM & V-II-Häresien ein Ende bereitet!
Und dabei nebenbei noch eine Seele gewinnt: IHRE.
RRR ist ein bisschen plem-plem Frauen, die ihren Kindern ein Kreuz auf die Stirn machen als „Drecksweiber“
zu bez. ist wirklich höchst christlich. Sagen Sie, wohnen Sie vielleicht mit dem Strepto in einer Bude?
Sie scheinen mir aus demselben Dunstkreis zu kommen.
Möchtegern-Kathole Im Zeitalter des Autos reicht auch eine reduzierte Anzahl von Priestern. Wenn vor
500 Jahren die Leute 1 h zur Messe hatten, dann haben sie heute maximal 15 Minuten per Auto. Das sind
Krücken für eine Übergangszeit, aber doch nicht die Lösung des Poblems. Wenn Pkw nicht mehr in gewohntem
Ausmaß wegen zu hoher Benzinkosten bewegt werden, sieht die Sache mit dem Messe-Tourismus schon ganz
anders aus. Wer kümmert sich um Hartz-IV-Empfänger, die kein Auto haben? Wo sind die älteren Personen,
die kein Fahrzeug mehr bedienen können. Jugendliche und junge Familien haben im motorisierten Zustand
kaum Probleme zum Gottesdienst zu kommen. Es sind hauptsächlich ältere Herrschaften, die regelmäßig
zum Gottesdienst kommen. Ich denke mal, dass die Kirche zu den Menschen kommen soll und nicht die Menschen
zur Kirche.
@ möchtegern-kathole Sie haben „Argumente vorgetragen“? Ich zitiere: eine Pseudo-Messe, die keine ist,
aber so tut als ob. Wort-Gottes-Feier – heißt nicht Messe – wird nicht von Priestern geleitet – hat einen
anderen Eröffnungsteil als die Messe – hat kein Eucharistisches Hochgebet – hat das Gloria an anderer
Stelle – hat Friedensgruß und Geldkollekte an anderer Stelle – beinhaltet nicht die dem Priester vorbehaltenen
Gruß- und Segensformeln – wird mit Leiter(innen) ohne priesterliche Kleidung gefeiert – wird nicht vom
Priestersitz aus geleitet – hat andere Auswahlelemente nach der Predigt – hat entweder keine Kommunion
oder aber Kommunion aus dem Tabernakel Also wenn das eine „Pseudo-Messe“ ist, „die so tut, als ob“ (????),
dann werden Sie hoffentlich auch das Verbot jeglicher griechisch-katholischen Präsanktifikatenliturgie
fordern – die ist der byzantinischen Eucharistiefeier nämlich so ähnlich, dass Sie vermutlich keinen
Unterschied feststellen könnten. Und die funktioniert seit 1500 Jahren als fester Teil der byzantinischen
Liturgie prächtig. Aber wenn Sie so dumm sind, dass Sie den Unterschied von Eucharistiefeier und Wort-Gottes-Feier
nicht erkennen können und meinen, das eine sei eine Vortäuschung des anderen, dann ist Ihnen wohl kaum
zu helfen. Ob die griechisch-katholischen Mütterchen, die die Präsanktifikatenliturgie mitfeiern, wohl
in die Hölle kommen, wenn sie den Unterschied zwischen beiden nicht theologisch korrekt benennen können?
@ RRR Ich habe Argumente vorgetragen, Sie nur polemisiert. Insofern: Inhaltliches Argumentieren ist durchaus
mein Niveau. Frage: ist Polemisieren Ihr Niveau? Ja? Machen Sie ruhig weiter so, sie demontieren sich
nur selbst. Nein? Nennen Sie die Argumente, die Ihnen einfallen.
Freinsberg Zunehmend hae ich den Eindruck, dass die derzeitige Entwicklung sehr wohl in der Absicht der
Kirchenleitung ist. Es gäbe genug plausible Gründe, den oder das Zölibat zu modifizieren. Trotzdem
geschieht nichts. Vielleicht auch nur nicht, um dem Vorwurf zu entgehen, viel zu spät eingelenkt zu haben.
Dann do lieber im Bisherigen zu verharren. Es könnte aber auch ganz andere Beweggründe geben, die für
die große Kirchenmasse völlig unerträglich sind. Das ist eben alles offen. Inwieweit das zu verantworten
ist, möchte ich nicht beurteilen.
@ möchtegern-kathole Die Sache ist doch klar: Katholiken muss jeglicher Gottesdienst ohne Priester verboten
werden! Wo kommen wir denn da hin? Ich hab neulich beobachtet, wie eine Mutter ihrem Kind ein Kreuz auf
die Stirn gezeichnet hat! Eine ekelerregende Simulation des priesterlichen Segensgestus, mit der die Protestantisierung
der katholischen Kirche vorangetrieben werden soll! Ich habe das Drecksweib sofort zur Rede gestellt,
und sie hat behauptet, das der Gestus, mit dem ein Priester segnet, doch ein ganz anderer sei. Eine pure
Ausrede! Diese Rabenmutter höhlt das heilige Priestertum der Kirche aus! Sie hat es sogar zur selben
Uhrzeit gemacht, zu der sonst der Priester den Schlusssegen der Messe gibt, nämlich gegen 10 Uhr vormittags.
Deshalb: Sofortiges Verbot jeglichen Gottesdienstes ohne Priester! Kein Rosenkranz mehr (die Vorbeterin
schändet das Priesteramt, indem sie ins Mikrofon spricht!)! Frauenklöstern gehört das Stundengebet
untersagt (da sprechen sogar Frauen den Segen, was ein eindeutiger Protestantisierungsversuch der Kirche
ist)! Und natürlich Verbot des Tischgebets in den Familien! Wo kommen wir denn ja hin, wenn jeder lumpige
Familienvater den Segen Gottes über das sonntägliche Mittagessen herabruft! Abartige perverse Schweine
sind das! Keine Gottesdienste ohne Priester! Privates Bibellesen gehört mit der Exkommunikation belegt
(protestantisches Untermenschentum)! Nur so wird die Kirche gerettet!
@Aleph Im Zeitalter des Autos reicht auch eine reduzierte Anzahl von Priestern. Wenn vor 500 Jahren die
Leute 1 h zur Messe hatten, dann haben sie heute maximal 15 Minuten per Auto. Da braucht kein Mensch Ihre
Wort-Gottes-Feiern. Dass das Liturgische Institut doch daran arbeitet zeigt, dass man eben die Hl. Messe
abschaffen möchte. Dann hängt halt ein Schild „Gottesdienst fällt aus“ an der Türe und die Leute fahren
in die Nachbargemeinde. 1000x besser als eine Pseudo-Messe, die keine ist, aber so tut als ob.
#18 Freinsberg 16:03:57 | Samstag, 12. Januar 2008
@ Aleph Der Priestermangel ist hausgemacht. Schon Rahner / Vorgrimler haben im Kleinen Konzilskompendium
darauf hingewiesen: Die Pflicht der Kirchenleitung, für einen zahlenmäßig ausreichenden Klerus zu sorgen,
ist wichtiger, als am Zölibat festzuhalten.
„Gottesdienst fällt aus“ Eines Tages gab es für die Juden in Ermangelung des Tempels die Notwendigkeit,
auf die Opferdienste in den Vorhöfen des Herrn zu verzichten. Aus diesem Umstand haben sich die Synagogengottesdienste
entwickelt. Lehrhäuser (Synagoge) dieser Art gab es auch vorher schon. Aber der Verlust des Tempels war
signifikant für die grundlegende Änderung des jüdischen Gottesdienstes zum Lese- und Gebetsgottesdienst.
Wenn im Vergleich dazu das Liturgische Institut seit Jahren daran arbeitet, liturgische Formen für die
nachpriesterliche Zeit zu entwickeln, kann man doch nur boshafte Kritik bei dem vermuten, der diese Arbeit
anprangert. Wenn Messen nicht mehr überall angeboten werden können, sind die Wort-Gottes-Feiern eine
gute Alternative. Besser jedenfalls als Schilder an der Kirchentür Gottesdienst fällt aus oder „In den
kommenden Monaten finden hier keine Gottesdienste statt“.
@Freinsberg Faktisch geschieht aber genau das, obwohl es (natürlich) geleugnet wird. Dass hier Betrugsabsicht
vorliegt, kann man an mehreren Dingen erkennen, beispielsweise: man erfindet einen neuen Namen, und nennt
es nicht Andacht – bei „Andacht“ wäre es klarer. Man gestaltet es ganz so, als wäre es eine Hl. Messe.
Man lässt es zu jener Uhrzeit stattfinden, zu der normal eine Messe stattfindet (Sonntag-Vormittag).
Man schickt die Leute nicht zur Messe, auch wenn man weiß, dass die ein Auto haben und ihrer Sonntagspflicht
in der Nachbargemeinde nachkommen könnten. Statt dessen tut man so, als wäre alles in Ordnung. Und wenn
man das schreibt, heisst es, die Leute würden selbstverständlich den Unterschied leicht erkennen, man
würde sie unterschätzen usw.
#13 Freinsberg 15:44:29 | Samstag, 12. Januar 2008
Wort-Gottes-Feier Alle Verantwortlichen stimmen darin überein, dass die Wort-Gottes-Feier am Sonntag
(nicht die Wort-GottesFeier als solche!) eine Notlösung angesichts des Priestermangels ist. Hier will
keiner die Messe abschaffen oder ihr andere Gottesdienstformen gleichberechtigt zur Seite stellen.
Zumindest … … scheint Kranemann bei jenen mitzumachen, die der Hl. Messe die sogenannten Wort-Gottes-Feiern
zur Seite stellen wollen. Faktisch die Einführung der protestantischen Gottesdienste in der kath. Kirche,
unter anderem Namen (eben „Wort-Gottes-Feier“, statt „Wortgottesdienst“). Langfristig die Ablösung der
Hl. Messe, denn dass der die Priester ausgehen ist jetzt schon klar. Und das ist nicht besonders katholisch.
Auch nicht, wenn man – und das ist sehr einfach zu durchschauen – gelegentlich bemerkt, diese neuen Feieren
wären uralt und nur eine Ergänzung. Damit kann man dann mehrere Dinge durchsetzen: der Gemeindevorsteher
darf Laie sein, denn da die „Wort-Gottes-Feier“ ja keine Hl. Messe ist, braucht man keinen Priester. Damit
muss der auch nicht den Zölibat erfüllen, und Frauen dürfen auch – Priesterweihe ist ja keine Voraussetzung.
Darüber hinaus ist es nicht verboten, normales Brot zu verteilen, und das dürfen die Protestanten auch
empfangen – schließlich ist es ja keine Messe mit Wandlung. Und wiederverheiratete Geschiedene auch.
Und Beichten muss man auch nicht vorher, es ist ja nur normales Brot. Die Gläubigen werden das alles
gar nicht so merken, denn die Wort-gottes-Feiern werden absichtlich nicht als Andacht, sondern so ähnlich
wie eine Hl. Messe gestaltet. Der Durchschnitts-Gläubige, der die Unterschiede so genau sowieso nicht
kennt, wird den Unterschied nicht merken. Daran basteln die Liturgischen Institute und Diözesen schon
seit längerem.
Zum großen Sturm Und jetzt bläst der Marranenjäger hier zum großen Sturm. Immer wieder diese Quereinsteiger…
Die andern bauen die Diskussion sorgsam auf, damit die Quereinsteiger die Krone des Lebens davon tragen,
obwohl sie vorher kaum ein Jota zum bislang guten Diskussionsverlauf beigetragen haben. Aber dann quereinsteigen,
Männchen machen und ordentlich auf die Pauke hauen, immer feste druff…!
Die deutsche … … Kirche ist am Ende und hat es – ihr das nicht zu sagen ist wohl Seine Strafe – gar
nicht kapiert. Sie haben Ohren, und hören nichts, sie haben Augen, und sehen nichts, sie haben Hände,
und spüren nichts. Gestern sah’ich die Gottesdienstordnung in einer katholischen Dorfkirche inmitten
einer seit Jahrhunderten urkatholischen Landschaft: dort ist noch nicht mal mehr jeden Sonntag Heilige
Messe. Die fällt einfach aus. Gibt’s nich mehr weil is’nich mehr. Die Kirchenwände außen sind leicht
vermodert, drinnen sorgt Technik gegen Einbrecher, Menschen gibts nicht mehr. Wenn man reingeht, bleibt
man alleine. Ein paar alte Leute des Wegs wollen gar nicht mehr rein, geniessen nur die Aussicht von der
Bank vor der Kirche. Der letzte dreht das Licht ab. Die deutsche Kirche ist am Ende. Dies zuzugeben steht
am Anfang jeder Erneuerung. Aber dies zuzugeben würde auch bedeuten, Fehler zugeben zu müssen, radikal
nach den Problemen zu forschen und dann womöglich auch noch etwas ändern zu müssen.
r.ruhrgebietler Jetzt soll auch noch Jesus zuschlagen, nach dem was die Altrituellen versaubeutelt haben,
in dem sie sich vehement verweigerten, durch neues Denken zu wandeln.
In der Tat! Falscher Film oder her – ist egal! Offenkundiger Liturgiemissbrauch. Wunderbar im Bild dokumentiert.
Das „Heer der streitenden Kirche“ als Contrapunkt – wie unscheinbar klein ist dieses „Heer“ geworden!
Jesus Christus wird zutiefst betrübt sein darüber. Mehr aber wird er betrübt sein, daß die Sakramente
im V-II offen verschandelt werden! Lieber Jesus: schlag jetzt zu, son sonst ist alles zu spät!
Menschenverachtung An dieser Stelle stellt sich die Frage, ob Kranemann ein praktizierender Katholik ist
oder ob er die Wirklichkeit nur aus beschönigenden Berichten welt- und kirchenfremder Stubengelehrter
kennt. Wer nicht für uns ist, kann ja nur gegen uns sein. Diese Denke spricht aus dem ganzen Artikel
mit dem Titel „Sitzt er im falschen Film?“ Das Liturgische lnstitut in Trier, dessen Arbeit ich aus nächster
Nähe kenne, nicht nur durch die Lektüre der Liturgie-Publikation „Gottesdienst“ (Herder), hat in den
zurückliegenden Jahren gute profunde Arbeit zugunsten der deutschsprachigen Feier der Gemeindemesse geleistet.
Wer das in Abrede stellt oder durch seichte Artikel obiger Machart beabsichtigt, war wohl die ganze Zeit
im verkehrten Film oder ein Brillenglas dessen war während der vergangenen dreißig, vierzig Jahre ständig
beschlagen. Die Arbeit des Instituts derart zu persiflieren, ist ein bedeutsames Stück Menschenverachtung.