Italien. Papst Benedikt XVI. wird am Donnerstag die römische Universität ‘La Sapienzia’
besuchen. Kirchenfeinde unter der Leitung des greisen Physikers Marcello Cini (84) haben Demonstrationen
gegen die Visite angekündigt. Wegen der Proteste wurde der Besuch bereits vom 30. November auf den jetzigen
Termin verschoben. Außerdem hält der Papst nicht wie ursprünglich geplant eine Vorlesung, sondern nur
eine kurze Ansprache. Die Papst-Hasser werfen dem Heiligen Vater vor, als Kardinal den vatikanischen Prozeß
gegen den umstrittenen Astronomen Galileo Galilei verteidigt zu haben. Extremisten haben jetzt an der
Universität eine „antiklerikale Woche“ ausgerufen.
Vincenz von Liechtenstein verstorben
Österreich.
Der ÖVP-Politiker und Nationalratsabgeordnete Vincenz von Liechtenstein ist tot. Er verstarb am Montag
völlig unerwartet im 58. Lebensjahr in seinem Heimathaus nördlich von Graz. Die Todesursache ist bislang
unbekannt. ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel würdigte von Liechtenstein als „wertetreuen Politiker“
und „herausragenden Menschen“. Der Verstorbene studierte Rechtswissenschaften und war 1974 Mitbegründer
der JES-Studenteninitiative – einer Unterorganisation der ‘Paneuropa-Bewegung’. Der ‘Österreichische
Rundfunk’ betonte, daß der Verstorbene oft im Trachtenanzug unterwegs war.
Besessen oder Spinner?
Italien.
Viele Menschen mit psychischen Problemen suchen Exorzisten auf. Das berichtete der Erzbischof von Turin,
Severino Kardinal Poletto (74), auf einer psychiatrischen Tagung. Es komme vor, daß jemand von einem
Dämon besessen ist – so Kardinal Poletto – „aber weitaus seltener, als die Menschen glauben“.
Freimaurer
im Staatsfernsehen
Frankreich. Die französischen Freimaurer sollen eine eigene Fernseh-Sendezeit erhalten.
Das berichtete die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’. Vergangene Woche gab Staatspräsident Nicolas
Sarkozy eine entsprechende Zusage. Die Freimaurer hatten dem Präsidenten einen Besuch abgestattet und
dabei seinen Äußerungen über die Bedeutung der Religion bei Sarkozys Vatikan-Besuch widersprochen.
Derzeit moderieren im öffentlichen Fernsehen ‘France2’ Katholiken, Protestanten, Muslime, Juden, Orthodoxe
und Buddhisten eine eigene Sendung.
Motu Proprio ist ökumenisch
Rußland. Der Papst ist ein Vermittler
zwischen der jahrhundertealten Tradition und den Erfordernissen der Moderne. Das erklärte der Patriarch
von Moskau und ganz Rußland, Alexeij II., im Gespräch mit der Monatszeitschrift ‘30 Giorni’. Im Motu
Proprio sieht der Patriarch einen der grundlegendsten Aspekte des Wirkens von Benedikt XVI.
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34 Lesermeinungen
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Ökumene kann nur funktinieren, wenn man sowohl das Gemeinsame, als auch gleichermaßen das Trennende
sieht. Die Auffassung von der einen, aber gespaltenen Kirche sieht das Gemeinsame. Dominus Jesus sieht –
zumindest in erster Linie – das Trennende. Beide Sichtweisen gehören zusammen, wie die beiden Themen
eines symphonischen Satzes.
#31 Pünktchen 11:17:52 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Wolfgang K. dass die Protestanten und die Orthodoxen auch Christen sind, da ist doch die Frage ob wir
Kirche sind oder nicht doch nur sekundär. Das meinen die Protestanten! Ich könnte mich auch auf dem
Standpunkt stellen dass die Katholiken zwar Kirche sind, aber dafür keine Christen Man kann sich auf
viele „Standpunkte stellen“ und dann verkünden: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“. Daß man dies
kann, dafür gibt es traurige historische Beispiele. Ob man dies jedoch – von der zu beurteilenden Sache
her – kann, darf und soll, darüber wird am jüngsten Tag gerichtet.
#30 Wolfgang K. 11:01:53 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Filius ecclesiae Entscheidend ist doch, dass die Protestanten und die Orthodoxen auch Christen sind, da
ist doch die Frage ob wir Kirche sind oder nicht doch nur sekundär. Ich könnte mich auch auf dem Standpunkt
stellen dass die Katholiken zwar Kirche sind, aber dafür keine Christen – das wäre für die ökumenische
Diskussion nicht unbedingt hilfreich – und ich würde auch meinen eigenen Glauben verraten. Ihr könnt
ja den Papst haben und das ganze Drumherum. nur anderen Konfessionen ihre Berechtigung abzusprechen und
den Kirchenbegriff nur auf römisch-katholisch zu reduzieren – dann seid Ihr allerdings auf dem Holzweg.
Filius ecclesiae Man kann Ihre Ausführungen durchaus richtig interptetieren, siehe römischer Kanon:
„et omnibus orthodoxis et apostolicae fidei cultoribus“. Sie übersehen jedoch, daß die Entwicklung über
den engen Konfessionalismus, den Sie offenbar vertreten, hiweggegangen ist. Man spricht heute mehr und
mehr von der einen, aber gespaltenen Kirche Jesu Christi. Im wahrsten Sinne rechtgläubig ist die Orthodoxie
der 7 Konzilien auch: das einzig trennende ist das Primatsverständnis des römischen Papstes. Die übrigen
Glaubensinhalte sind deckungsgleich. Dasselbe gilt für die vorchalcedonensischen Kirchen: die unterschiedliche
Auffassungen über die Natur(en) Jesu Christi haben sich als Mißverständnis (griechische und semitische
Sprachen!) erwiesen. Alle diese Kirchen vertreten heute hinsichtich der beiden Naturen Jesu Christi dieselbe
Auffassung, wie Rom. Kirche kommt aus dem Griechischen „Kyriakä“, d. h. zum Herrn gehörig, und das trifft
auf alle Christen zu!
@J. Guttenberger, Köln: Es gibt nur eine orthodoxe Kirche: die römisch-katholische Kirche Die einzige
Kirche Christi ist nur die römisch-katholische Kirche unter dem Römischen Papst, und nur diese ist auch
orthodox. „Orthodoxe Kirchen“ außerhalb der richtigen Kirche gibt es nur der Eigenbezeichnung nach, so
wie sich auch die Protestanten „Evangelische Kirche“ nennen. Keine von beiden gehören zur Kirche Christi!
Concedo, concedo, concedo. Aber der Monarch (Staatsform) der Erblande war nicht nobilitierungsberechtigt;
das war nur der deutsche König, der Franz v. Habsburg-Lothringen nur bis 1806 war. Bis dahin wurde deutscher
Adel nobilitiert. Danach wurden Nobilitierungen nur namens des österreichischen Kaisers, Königs von
Böhmen und Ungarn etc. vorgenommen und waren eben österreichischer Adel.
Vor der Zusammenfassung der habsburgischen Erblande zum „Kaisertum Österreich“, 1804, gab es bereits
jahrhundertelang das „Erzherzogtum Österreich“ mit dem Erzherzog v. Österreich. Auch ein Erzherzog v.
Österreich ist ein Erbmonarch und damit ein Erbadeliger. Es handelte sich dabei um ein quasi-souveraines
Erb-Erzherzogtum innerhalb des Hl. Römischen Reiches (ähnlich der heutigen EU), und um keinen vollsouverainen
Staat. Vollsouveraine Monarchien, die heute existieren, und vom Hl. Römischen Reich verblieben sind,
sind das Erb-Großherzogtum Luxemburg und das Erb-Fürstentum Liechtenstein.
Die Anwort auf diese Frage ist doch eindeutig: Einen österreichischen Adel konnte erst geben, seit es
einen östereichischen Monarchen gab. M. W. gab es einen solchen aber erst, nachdem Franz II. die römisch-deutsche
Kaiserkrone niedergelegt und als Franz I. den österreichischen Kaiserthron bestiegen hatte. Bis dahin
konnte er m. W. nur als böhmischer König Böhmen und als ungarischer König Ungaren nobilitieren, während
er ansonsten dazu des deutschen Königs (der er selber war) bedurfte. Natürlich waren auch zuvor die
Erblande, die gefürstete Grafschaft Tirol, die Markgrafschaft Mähren, die Grafschaft Glatz etc. monarchisch
regiert; zur Nobilitierung bedurfte es aber der Rechte des deutschen Königs. Damit ist doch evident,
daß es genuin österreichischen Adel erst seit seiner Thronbesteigung als Franz I. geben konnte. Oder
nicht?
@clarissa colonia: Meinen Sie mit „österreichische Monarchie“ das österreichische Kaiserreich? Seit
wann es eine österreichische Monarchie gibt, ist mir bekannt. Deshalb habe ich ja auch gemutmaßt, daß
es österreichischen Adel erst seit Franz I. gibt. Meinen Sie mit „österreichische Monarchie“ das österreichische
Kaiserreich, gegründet 1804 durch Franz I. als I. Kaiser v. Österreich? War Österreich davor keine
Monarchie?
Byzantner Der Begriff stammt tatsächlich aus dem 19. Jahrhundert. Die Oströmer haben nie von Byzantion,
sondern seit 324 (Beginn des Baues der Stadt, Inaugurierung 330, immer von Konstantinopolis gesprochen!
Das Jahr 1054 bedeutete lediglich ein nicht endgültiges Schisma zwischen Rom und Konstantinopel, nicht
jedoch mit den anderen autokephalen orthodoxen Kirchen! Selbst die damals noch autonome russisch-othodoxe
Kirche hat im Gegensatz zu den Griechen das Fest der Übertragung der Gebeine des hl. Erzbischofs Nikolaus
von Myra in Lykien nach Bari noch übernommen, woraus auf eine noch bestehende Kirchengemeinschaft zwischen
Rom und Moskau geschlossen wird… Seit wann es ein Schisma zwischen Rom und den anderen autokephalen
orhodoxen Kirchen gibt, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Die letzte endgültige Abspaltung war
die des antiochenischen Patriarchates in 1724 oder 1725, das bis dahin zeitweise sowohl mit Rom, als auch
mit Konstantinopel volle Kirchengemeinschaft hatte, von niemandem beanstandet. Der letzte gemeinsame Gottesdienst
von Römern und Griechen war am Abend des 29. Mai 1453 in der Hagia Sophia. Am Tag darauf ist Konstantinopel
von Mehmed II erobert worden. Zum Konzil von Trient sind die griechischen Bischöfe noch eingeladen worden,
aber aus Sorge einer Störung des modus vivendi mit den Türken nicht gekommen. Bis zur Aufklärung hat
es noch eine begrenzte Sakramentengemeinschaft zwischen Rom und Konstantinopel gegeben.
Seit wann es eine österreichische Monarchie gibt, ist mir bekannt. Deshalb habe ich ja auch gemutmaßt,
daß es österreichischen Adel erst seit Franz I. gibt.
@J. Guttenberger: Der Byzantinismus außerhalb der Kirche ist heute eine Konfession Es gibt auch innerhalb
der Kirche die byzantinischen Riten, und alle byzantinischen Riten gehörten formell zur Kirche bis 1054 –
die Abspaltung war lange vor dem Aufkommen einer Byzantinismuswissenschaft. Natürlich sehen sich die
Byzantinismussektierer selbst nicht als Sektierer, aber das ändert nichts daran, daß sie 1054 formell
die Kirche verlassen haben.
Filius ecclesiae Herzlichen Dank für Ihre Aufklärung hinsichtlich des Adelstitels. Zu Byzantinistik:
der Begriff stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist eine Wissenschaft, die sich mit der Kultur einschließlich
Geschichte des oströmischen Reiches befaßt und hat mit Religion nur insoweit zu tun, als die Orthodoxie
der beherrschende Konfession von Ostrom war. Die Oströmer haben sich nie Byzantiner genannt, sondern
sich immer als Rhomäer verstanden (von rhomaios = römisch, das ai wurde wie franz. é gesprochen, wie
der französisierte Name der in Frankreich lebenden Nachkommen des letzten oströmschen Kaiserhauses Palaiologos
beweist: Paléologue. Auch der lateinische Titel der Kaiser lautete: Augustus et Imperator Romeorum. Byzantinisch
ist ebenfalls keine Konfession, sondern ein Ritus. Ritus bedeutet die Gesamtheit von Kult, Tradition und
Theologie. Die Konfession ist die Orthodoxie bzw. die Katholizität. So gibt es othodoxe (das ist die
überwiegende Mehrheit), katholische und anglikanische Byzantiner. Byzantinismus ist eine Ideologie, wie
alle ismen. Also: Die Konfession ist die Orthodoxie und der Ritus byzantinisch.
Eine österreichische Monarchie gibt es nicht erst seit der Gründung des österreichischen Kaisertums
Vorher war Österreich immerhin bereits Erzherzogtum, und davor Markgrafschaft, die auch den ersten kanonisierten
Österreichpatron hervorbrachte: Markgraf St. Leopold III. aus dem Hause Babenberg, heiliggesprochen durch
den unheiligen Papst Innozenz VIII.
@J. Guttenberger: In Österreich sind nur österreichische Adelstitel verboten Seit wann dürfen in Österreich
Adelstitel geführt werden? Die Sache ist interessant! Vinzenz v. Liechtenstein hieß aber meines Wissens
nach als österreichischer Staatsbürger offiziell nur „Vinzenz Liechtenstein“. Würde sich ein Nichtösterreichadeliger
mit altadeligem Namen in Österreich einbürgern, so dürfte er den Namen aus dem Herkunftsland übernehmen,
also auch als eingebürgerter, aus der BRD stammender Österreicher, das „von“ als Namensbestandteil führen.
Das Gesetz gilt für den österreichischen Adel.
Byzantinisten sind eben auch die Anhänger des schismatisch-häretischen Byzantinertums, des Byzantinismus.
Viele Worte und Wortbildungen können mehrere Bedeutungen haben. Das Wort „Byzantinismus“ bezeichnet zuerst
einmal die sektiererische Haltung der Byzanzkirche, die 1054 auch formell von Rom abgefallen ist, und
seitdem eine eigenständige Konfession ist. Auch der „Lutheranismus“ hat nicht als eigenständige Konfession
begonnen, sondern als innerkirchliche Bewegung, wieviele Sektierer: Im Gegensatz zum „Lefebvrianismus“,
der seines Wesens nach eine rechtgläubige Reformbewegung ist, und deshalb auch gar nicht die Kirche verlassen
kan. Byzantinisten sind Wissenschaftler, die die Byzantinistik betreiben, d.h. die Erforschung der Geschichte
und auch der Kultur von Byzanz. Sie haben mit der Feier der Orthodoxen Liturgie nichts zu tun.
@RRR ist ein Rassist Mit Ihrer Aussage, daß Orthodoxe „Untermenschen“ sind, haben Sie sich eindeutig
als Rassist und Nazianhänger zu erkennen gegeben. Was suchen Sie noch auf Kreuz.net.? Verschwinden Sie!
Antiklerikale Woche!! Ich liebe diese antiklerikale Tradition der Italiener! Besonders diejenige der Kommunisten,
aber auch die Republikaner (Garibaldi!) haben’s manchmal in sich. Italien ist schon längst kein Hinterland
des Vaikans mehr.
@ RRR Und ganz sicher entsprechen die 15-Minuten-Winkelmessen mit einem flüsternden Priester und einem
nuschelnden Ministranten überhaupt nicht dem, was Russisch-Orthodoxe sich unter Liturgie vorstellen.
Die heutige Praxis ist wohl eine andere. Während ich noch nie bei einer Wochentagsmesse im alten Ritus
war, die kürzer war als 40 Minuten (habe drei Zelebranten unterschiedlichster Richtung erlebt), dauernd
eine Wochentagsmesse in der ordentlichen Form in den seltesten Fällen so lange. Und der Vorwurf des Leierns
ließe sich recht leicht auch auf einiges übertragen, was ich in der ordentlichen Form schon an Zelebrationskünsten
erlebt habe (22 min inkl. Kommunionausteilung an 30+ Gläubige).
@FiliusEccl.: „Byzantinisten“ Byzantinisten sind Wissenschaftler, die die Byzantinistik betreiben, d.h.
die Erforschung der Geschichte und auch der Kultur von Byzanz. Sie haben mit der Feier der Orthodoxen
Liturgie nichts zu tun.
@RRR: Die Vorstellung der Byzantinisten ist auch nicht der Maßstab Und ganz sicher entsprechen die 15-Minuten-Winkelmessen
mit einem flüsternden Priester und einem nuschelnden Ministranten überhaupt nicht dem, was Russisch-Orthodoxe
sich unter Liturgie vorstellen.
ich erachte ökumene mit dem protestantismus auch für unmöglich erstaunlich aber dass diese sekte so
lange überlebt hat seit der reformation. naja wahrscheinlich hat der ein bischen mitgehlfen
Endlich Man hätte viel früher die Energien, die man sinnlos in Annäherungen an die Protestanten vergeudet
hat, in die Ökumene mit den Orthodoxen stecken sollen. Mögen unserem großartigen Heiligen Vater noch
viele Amts- und Lebensjahre gegeben sein, auf daß er die alten Wunden zwischen Ost und West weiter heile!
Die Orthodoxen Sind als apostolische Kirche und durch die Sukzession viel näher an der Wahrheit als die
Protestanten und das Byzantinische Ritus ist genauso orthodox wie der tridentinische.
@ Tridentinus Tja, und aus der Tatsache, dass die Neue Messe eher protestantische „Ästhetik“ anspricht,
während die Alte Messe eher orthodoxe „Ästhetik“ anspricht, folgt eben dogmatisch überhaupt nichts.
Im Übrigen beweisen genügend Klöster und Pfarrgemeinden, dass die Neue Messe auch Platz hat für eine
sehr rituelle, „orthodoxe“ Ästhetik. Und die Alte Messe hat davon nicht immer viel – sonst hätte ein
Heiliger wie Alfons Maria von Liguori nicht die Frage behandeln müssen, in wie vielen Minuten sie mindestens
heruntergenudelt werden muss, ohne sündhaft zu sein. Und ganz sicher entsprechen die 15-Minuten-Winkelmessen
mit einem flüsternden Priester und einem nuschelnden Ministranten überhaupt nicht dem, was Russisch-Orthodoxe
sich unter Liturgie vorstellen.
Ökumene! Motu Proprio ist ökumenisch Rußland. Der Papst ist ein Vermittler zwischen der jahrhundertealten
Tradition und den Erfordernissen der Moderne. Das erklärte der Patriarch von Moskau und ganz Rußland,
Alexeij II., im Gespräch mit der Monatszeitschrift ‘30 Giorni’. Im Motu Proprio sieht der Patriarch einen
der grundlegendsten Aspekte des Wirkens von Benedikt XVI. Na dann warte ich schon darauf, dass die „Alte
Messe“ hier schleunigst von den Traids beschimpft und verunglimpft wird! Man überlege sich das einmal:
Der Ritus der Tradis, der doch eigentlich der Verteidigung gegen die Häretiker und Schismatiker dienen
soll, wird plötzlich von einem Untermenschen („Orthodoxen“) gelobt! Was die Neue Messe für die Protestanten,
ist also die Alte Messe für die Orthodoxen! Muss ein echter Tradi jetzt nicht genauso gegen die Alte
Messe wie gegen die Neue hetzen?