Pfarrer Hendrick Jolie
Viele Pfarrer haben längst resigniert
„Mit dem ‘Netzwerk Katholischer Priester’ zu kontaktieren, ist karrieregefährdend.“ Ein Landpfarrer und Gründer der Vereinigung über den harten Alltag eines deutschen Gemeindepfarrers.
Altarkuß
Altarkuß
© Daniel Deckinger, CC
(kreuz.net) Die Gründung des ‘Netzwerkes Katholischer Priester’ war für ihn persönlich „Rettung in letzter Sekunde“.

Das erklärte Pfarrer Hendrick Jolie (45) am 5. Januar vor der Webseite ‘katholisches’.

Der Geistliche ist seit 1992 Priester des Bistums Mainz und seit zehn Jahren Pfarrer von vier kleinen Diasporagemeinden im vorderen Odenwald in der Nähe von Darmstadt.

„Nicht wenige Pfarrer haben hier leider längst resigniert“ – erklärt Hw. Jolie angesichts der trostlosen pastoralen Situation: Diese Priester seien in Ordensgemeinschaften eingetreten oder hätten sich in die Sonderseelsorge oder in die „neuen geistlichen Bewegungen“ geflüchtet.

Manche würden sich anpassen und ihr Gehalt als eine Art „Schmerzensgeld“ empfinden.

Doch das ‘Netzwerk Katholischer Priester’ will die Gemeindeseelsorge den altliberalen Kräften nicht kampflos überlassen.

Hw. Jolie
Hw. Jolie
Ein Reformpapst

Pfarrer Jolie empfand nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. fast eine gewisse Schadenfreude – „wenn das nicht eine unchristliche Haltung wäre“.

Der Geistliche erinnert daran, daß deutsche Intelligenzblätter während des Konklaves unablässig titelten: „Deutsche wollen einen Reformpapst“.

Hw. Jolies Kommentar: „Nun haben sie einen Reformpapst bekommen – einen, der beispielsweise den neuen Meßritus reformieren will auf dem Hintergrund der überlieferten Messe.“

„Man könnte hier schon sagen: Der Liebe Gott hat Humor.“

Gleichzeit erkennt der Geistliche, daß die Lage vor Ort viel zu verfahren ist, als daß eine Triumphpose angemessen wäre.

In dem Interview kommt Hw. Jolie auch auf die Arbeit des ‘Netzwerkes Katholischer Priester’ zu sprechen.

Dieses trifft sich in regionalen Gruppen, um dem Einzelnen bei praktischen Fragen beizustehen.

Es gibt auch eine Art Materialbörse für die pastorale Praxis: „Wir organisieren theologische und liturgische Fortbildungen in Zusammenarbeit mit anderen Priesterkreisen, außerdem Exerzitien und Wallfahrten.“

Am wichtigsten ist der mitbrüderliche Austausch und die Bereitschaft, füreinander einzustehen: „Hier bieten wir Beratung an – auch im rechtlichen Sinne.“

Diese Arbeit geschieht diskret und hinter den Kulissen: „Aber sie ist unser eigentliches Feld.“

„Ich verschweige auch nicht, daß wir mit den verschiedensten Klerikern, Organisationen und Initiativen vernetzt sind.“

„Der Austausch von Informationen ist in unserer Gesellschaft ein zentrales Element.“

Die meisten Priester des ‘Netzwerkes’ sind – so Hw. Jolie – überraschend jung, kommunikativ und aufgeschlossen – „insbesondere auch was moderne Medien wie zum Beispiel das Internet angeht“.

Seminaristen sind in ihrem Umgang mit dem ‘Priesternetzwerk’ nach Angaben von Pfarrer Jolie in der Regel vorsichtig.

In vielen Seminarien herrsche noch der Geist der 68er: „Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, daß in Kreisen von Jungpriestern die Parole ausgegeben wurde: »Mit dem Netzwerk zu kontaktieren, ist karrieregefährdend«.“

Deswegen kann Hw. Jolie gut verstehen, daß Seminaristen und Kapläne zum ‘Netzwerk’ eher auf Distanz bleiben: „Viele wollen sich erst einmal im Bistum etablieren, bevor sie explizit Farbe bekennen.“

„Aber unser Newsletter, den wir regelmäßig versenden, wird von den unterschiedlichsten Leuten abonniert, da können Sie sicher sein.“

Vorbehaltloser und ideologiefreier

Hw. Jolie glaubt, daß jüngere Menschen mit dem Alten Ritus und den traditionellen Formen des katholischen Glaubens vorbehaltloser und ideologiefreier umgehen:

„Sie wissen nicht, daß man die vorkonziliare Kirche als »böse« einzuordnen hat.“

Allerdings werde diese Tatsache in ihren Auswirkungen auf die konkrete Pastoral überschätzt.

Das liegt nach Hw. Jolie daran, daß neokonservative Veranstaltungen von den neuen Geistlichen Bewegungen geprägt sind, die leicht 50 bis 100 junge Leute auf die Bühne bringen:

„So entsteht der Eindruck, die katholische Kirche fände bei der Jugend und bei jungen Erwachsenen enthusiastische Zustimmung.“

Doch in Wahrheit ist das Werk der Zerstörung, das die 68er Generation im Raum der Kirche angerichtet hat, zu tiefgreifend, als daß schnelle Veränderungen erwartet werden könnten – so Hw. Jolie:

„In den meisten Pfarreien gibt es – vorsichtig gesagt – zur Zeit keinen Überschuß an jungen Leuten.“

An dieser Stelle bedauert der Geistliche, daß in der gegenwärtigen Diskussion über die kirchliche Entwicklung kaum einfache Gemeindeseelsorger zu Wort kommen.

Die Diskussion werde von Priestern geistlicher Gemeinschaften oder Universitätsprofessoren geführt, „die in der Regel nicht wissen, wie das Lebensgefühl eines Landpfarrers mit seinen drei, vier oder fünf Gemeinden ist“.

Das Heer der begeisterten Weltjugendtags-Jugendlichen existiere im Gemeindealltag kaum.

Weltjugentag 2005 in Köln
Weltjugentags-Pilger vor dem Kölner Dom.Zwei Zeugen der Religion.Ein Pilger auf einer Straßenlaterne vor dem Kölner Dom.

Für Pfarrer Jolie sind die geistlichen Bewegungen eher ein Symptom der kirchlichen Krise als deren Heilmittel:

„Es ist psychologisch gut nachvollziehbar, daß sich Jugendliche und auch entsprechend gesinnte Priester lieber in einem geistlich ansprechenden, religiös und kirchlich entschiedenen Klima tummeln als in den extrem verbürgerlichten Niederungen einer normalen Pfarrgemeinde.“

Doch die Krise der Ortsgemeinde werde hierdurch eher noch verschärft.

Auch durch die Wahl Benedikts XVI. sei die Kirchenkrise nicht überwunden, im Gegenteil:

„Unter der Oberfläche einer herbeigeredeten »Wiederkehr der Religion« setzen bestimmte Kräfte ihr Zerstörungswerk fort.“

„Wir können die Verantwortlichen nur anflehen, daß sie sich nicht in trügerischer Sicherheit wiegen, sondern daß sie umkehren und alles in ihrer Macht Stehende tun, um das Priestertum zu erneuern.“

„Denn ohne eine solche Erneuerung kann es keine Erneuerung der Kirche geben.“
      
18 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#18   Strepto von Kokke   08:38:50 | Freitag, 29. Februar 2008
@- ich hab da auch mal eine Frage!
Für Pfarrer Jolie sind die geistlichen Bewegungen eher ein Symptom der kirchlichen Krise als deren Heilmittel:
Sind es die Anhänger dieser „geistlichen Bewegungen“ die mein scharfes Auge beim „Vaterunser“ immer mit ausgebreiteten Armen wahrnimmt? :-!
Oder ist das irgendeine kirchen- und somit gebetshaltungsspalterische Sondergruppe?
Liebe Brüder und Schwestern möge sich einer von euch/Ihnen meiner Frage erbarmen, damit ich nicht unerleuchtet sterben muss.
Selbstverständlich nur in Bezug auf diese Frage, – meine lieben Freunde des seichten Geblubbers!
Redaktion benachrichtigen
#17   Lieschen Müller   16:30:07 | Sonntag, 20. Januar 2008
Verbürgerlichte Kirchensteur
„Es ist psychologisch gut nachvollziehbar, daß sich Jugendliche und auch entsprechend gesinnte Priester lieber in einem geistlich ansprechenden, religiös und kirchlich entschiedenen Klima tummeln als in den extrem verbürgerlichten Niederungen einer normalen Pfarrgemeinde.“
Ich möchte an dieser Stelle mein aufrichtiges Bedauern ausdrücken, dass Pfr. Jolie sein Gehalt von den Kirchensteuern einer verbürgerlichten Gemeinde bezieht. Das ebenfalls zitierte Schmerzensgeld liegt in der Besoldungsstufe A14, also zwischen EUR 4000 und 4500. Ein Gehalt, das viele verbürgerlichte Gemeindemitglieder 1) nicht verdienen und 2) von ihrem Gehalt finanzieren. Ich schlage daher vor, dass diese Gehälter nicht weiter von diesen Pfarrern akzeptiert werden können und an gemeinnützige Vereinigungen wie Hospize, Kindertagesstätten, Altersheime etc. abgetreten werden müssen. Verbürgerlichte Zahlungen für verbürgerlichte Einrichtungen. Vielleicht sollten sich einige Pfarrer mal daran erinnern, dass ihr Beruf etwas mit dem Dienst am Menschen zu tun hat und kein Selbstzweck ist. Ich frage mich – ganz ohne theologischen Höhenflug – , ob Jesus ebenfalls in den Kategorien Schmerzensgeld und Niederungen gedacht hat. Ich frage mich ebenfalls, ob ein liebender und vergebender Gott in dem Weltbild vieler Pfarrer mit diesen Ansichten überhaupt noch Platz hat.
Redaktion benachrichtigen
#16   Nachtlaterne   12:37:52 | Donnerstag, 17. Januar 2008
„Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht mehr fern vom
„Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht mehr fern vom Reich Gottes.“ Markus 12/34
„Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knir-schen.“ Matthäus 25
„Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“
Markus 14
Redaktion benachrichtigen
#15   Aleph †   12:01:19 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Uralte Devise
Die uralte Devise „Prüfet alles, das Gute“ behaltet ließe sich sogar mit dem neuen Testament begründen.
Redaktion benachrichtigen
#14   Benedikt   11:57:22 | Mittwoch, 16. Januar 2008
@ RRR
Stimmt, das wissen die Jungen nicht, oder wenn doch, dann wissen sie, dass es heute nicht mehr so ist, trotz größerem Raum für die Feier der Messe nach älterem Missale. Ist doch gut und befolt eine uralte Devis: Prüft alles, das Gute behaltet.
Redaktion benachrichtigen
#13   Karl Murx   10:40:28 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Ich habe nie behauptet, daß Herr Jolie das Filioque leugnet
Die Weihe, mit sein Weihevater zum Frank’nchurch-Episkopen ordiniert worden war, die leugnet in ihrer Form das Filioque.
Begründet habe ich das sehr ausführlich, auf dieser Seite hier www.rore-sanctifica.org/, an der ich mitarbeite und deren Inhalt sich über Ihren Horizont geht.
Deswegen zur Einstimmung etwas leichtere Lektüre zur Ungültigkeit der neuen „Krankensalbung“ und der neuen „Firmung“:
www.kreuz.net/book.3.html
Redaktion benachrichtigen
#12   Karl der Fromme   22:24:50 | Dienstag, 15. Januar 2008
@Karl Murx & @RRR
Hallo Karlchen! Murxen Sie doch nicht Ihre Aussagen so einfach hin. Beweisen Sie Ihre Behauptung, Pfr. Jolie habe keine richtige Priesterweihe. Er streite das „Filioque“ ab. und was Sie sonst noch da rein geschrieben haben. Keine Verleumdungen sondern Beweise zählen.
@ RRR
Stellen Sie sich vor sie seien Cowboy und müssten im Sattel kämpfen, würden Sie dann nicht damit warten, bis Sie ganz fest im Sattel sitzen?
Wenn Sie gleich kämpfen, werden Sie kaltgestellt.
So geht es den jungen Priestern auch.
Bis dann.
Redaktion benachrichtigen
#11   carolusmagnus   19:18:19 | Dienstag, 15. Januar 2008
Was herrscht da eigentlich für ein Geist in der Kirche?!
Was herrscht da eigentlich ein Geist in der Kirche und den deutschen Diözesen, wenn Priester und Seminaristen Angst haben müssen wegen Kontakten zu dem besagten „Priesternetzwerk“? Intoleranz, Totalitarismus, Machtbesessenheit der amtierenden Kirchenfunktionäre? Ist da das Wesen der von Christus gegründeten Kirche nicht an vielen Stellen längst verdunstet?
Redaktion benachrichtigen
#10   FiliusEcclesiae   18:22:00 | Dienstag, 15. Januar 2008
@RRR: Wieso sind Sie sich da so sicher darüber, daß das stimmt?
1) Übrigens wissen die jungen, von der 62er-Messe begeisterten Jungkatholiken oft auch nicht, dass man damals noch in Morallehrbüchern gesagt bekam, dass man in die Hölle kommt, wenn man nach 0 Uhr versehentlich einen Regentropfen verschluckt hat und doch zur Kommunion geht.
2) Sie wissen auch nicht, dass die allermeisten Messen vor dem Konzil in schwarzen Paramenten gefeiert wurden, weil ständig Totenmessen abgearbeitet wurden, weil die göttliche Gnade ja in Mengenrabatten gewährt wird.
3) Sie wissen auch nicht, dass die allermeisten Messen eben keine gefeierten Hochämter mit gregorianischem Choral, polyphoner Musik oder Mozartmessen waren, sondern von einem Priester an einem Seitenaltar gegen die Wand geflüstert wurden, während der einzige anwesende Ministrant sich 15 Minuten lang den Schlaf aus den Augen rieb und lateinische Sprüchlein aufsagte, die er nicht verstanden.
1) Ihre erste Behauptung ist allein deswegen schon falsch, weil das eucharistische Nüchternheitsgebot bereits durch Papst Pius XII. geändert wurde – und der verstarb bereits 1958.
2) Die heutigen Armen Seelen im Fegefeuer werden diese Totenmeßopfer, und auch die früher zahlreichen Gebete der Gläubigen, augenblicklich sehr vermissen:
Wie auch wir selbst, wenn wir im Fegefeuer landen, was für die meisten Menschen, die nicht von Gott abgefallen sind, wahrscheinlich ist.
3) Das ist auch heute nicht anders:
Man braucht nur in die Alt-Ritus-Kirchen gehen, um das zu sehen.
Redaktion benachrichtigen
#9   mahner   18:08:56 | Dienstag, 15. Januar 2008
@ RRR
Sie befinden sich auf der gleichen Stufe wie Karl Murx – primitiv verallgemeinernd und verstockt.
Redaktion benachrichtigen
#8   maliems   17:12:24 | Dienstag, 15. Januar 2008
Jolie
macht einen guten Job.
Redaktion benachrichtigen
#7   RRR   15:36:04 | Dienstag, 15. Januar 2008
@ Benedikt
Ihre Analyse ist vortrefflich!
Übrigens wissen die jungen, von der 62er-Messe begeisterten Jungkatholiken oft auch nicht, dass man damals noch in Morallehrbüchern gesagt bekam, dass man in die Hölle kommt, wenn man nach 0 Uhr versehentlich einen Regentropfen verschluckt hat und doch zur Kommunion geht.
Sie wissen auch nicht, dass die allermeisten Messen vor dem Konzil in schwarzen Paramenten gefeiert wurden, weil ständig Totenmessen abgearbeitet wurden, weil die göttliche Gnade ja in Mengenrabatten gewährt wird.
Sie wissen auch nicht, dass die allermeisten Messen eben keine gefeierten Hochämter mit gregorianischem Choral, polyphoner Musik oder Mozartmessen waren, sondern von einem Priester an einem Seitenaltar gegen die Wand geflüstert wurden, während der einzige anwesende Ministrant sich 15 Minuten lang den Schlaf aus den Augen rieb und lateinische Sprüchlein aufsagte, die er nicht verstanden.
Redaktion benachrichtigen
#6   Burgorus   15:00:48 | Dienstag, 15. Januar 2008
Ich halte den Artikel für eine gute Analyse
Besonders der Satz
Für Pfarrer Jolie sind die geistlichen Bewegungen eher ein Symptom der kirchlichen Krise als deren Heilmittel
trifft sehr gut. Diese geistlichen Bewegungen sind eine heile Welt, in die man sich flüchtet, während man die große Masse verkommen lässt. Sie sind ein Zeichen der Resignation gegenüber dem eigentlichen Auftrag, die ganze anvertraute Herde mit der notwendigen Glaubenslehre zu versorgen.
Redaktion benachrichtigen
#5   Benedikt   15:00:14 | Dienstag, 15. Januar 2008
Nicht vorschnell verwerfen
Es kann nicht falsch sein, die Ansichten und Gedanken eines Priesters aus dem Alltag wenigstens mal zu rezipieren. Und einiges scheint mir auch nicht so falsch zu sein.
Hw. Jolie glaubt, daß jüngere Menschen mit dem Alten Ritus und den traditionellen Formen des katholischen Glaubens vorbehaltloser und ideologiefreier umgehen:
Das zB ist auch meine Erfahrung.
„Sie wissen nicht, daß man die vorkonziliare Kirche als »böse« einzuordnen hat.“
Daran liegt es nicht unbedingt. Als Nachgeborenen fehlen ihnen auch die negativen Erfahrungen, die etliche Gläubige in den 40ern und 50ern mit der Kirche, besser gesagt mit den Seelsorgern, Ordenleuten etc gemacht haben. Diese Erfahrungen können nicht geleugnet werden und sind auch mit ein Grund für die praktisch reibungslose Annahme der Veränderungen nach dem Konzil gewesen.
Redaktion benachrichtigen
#4   Müller   14:41:08 | Dienstag, 15. Januar 2008
Schon wieder…
…langsam wird es irgendwie langweilig. Das ist jetzt innerhalb von wenigen Tagen zum dritten Mal der „einzig Aufrechte“. Dabei ist er doch nach Meinung vieler hier sowieso nicht gültig geweiht. Fällt kreuz.net nix mehr ein?
Redaktion benachrichtigen
#3   clarissa colonia   12:40:33 | Dienstag, 15. Januar 2008
So ein
Murx!
Redaktion benachrichtigen
#2   RRR   12:40:29 | Dienstag, 15. Januar 2008
Ach, der Jolie
„Viele wollen sich erst einmal im Bistum etablieren, bevor sie explizit Farbe bekennen.“
Angelina, ist das etwa lobenswert? Lügen, lügen, lügen, sich verstellen, etwas vortäuschen – und wenn man dann endlich einen wichtigen Posten hat, dann „Farbe bekennen“.
Lächerlich. Die Kirche braucht keine Seminaristen und keine Priester, die erst dann, wenn sie eine „Machtposition“ erreicht haben, Manns genug sind, um Farbe zu bekennen.
Gott schütze uns vor solchen Priestern.
Redaktion benachrichtigen
#1   Karl Murx   11:49:08 | Dienstag, 15. Januar 2008
Sehr geehrter Herr Jolie,
ich darf Sie bitten, sich zuförderst eine gültige Weihe zu verschaffen und dann erst als Priester zu reden.
Aber bitte vergessen Sie die Tonsur nicht, denn nur diese macht Sie laut CIC von 1917 zum Kleriker. Andernfalls wären Sie ein Laie, der in unerlaubter Weise mit einem priesterlichen Charakter herumrennt. Und vergessen Sie bitte die anderen niederen Weihen und den Subdiakonat nicht.
Ihr „Bischof“, der Ihnen die Hände aufgelegt hat, hatte sich vorher in einem Ritus der amerikanischen Episkopalkirche „ordinieren“ lassen, der das Filioque explizit in der Form leugnet. Genauso wenig, wie man taufen kann „im Namen des Vaters, des größeren; des minderen Sohnes etc.“, kann man auch keine Bischofsweihe empfangen, welche das Dogma der Allerheiligsten Dreifaltigkeit leugnet; denn ohne Filioque gibt es keine Trinität. Oder könnte ein echter Priester die Lossprechung so erteilen: „Ego te absolvo in nomine Luciferis?“
Wenn auch kein Sakrament das Filioque explizit bekennen muß, explizit geleugnet werden, darf es auch nicht. Kein einziges Sakrament kann im Namen eines Gottes vollzogen werden, den es nicht gibt.
Ihr Weihevater ist also kein Bischof und Sie sind kein Priester. Weiterhin würde ich von Ihnen auch dann keine neue Krankensalbung empfangen, wenn Sie tatsächlich Priester sein sollten:
www.kreuz.net/book.3.html
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
DeutschlandBischof Mixa hat recht – seine Gegner auch Mons. Tebartz-van ElstIn Deutschland melden sich erst einmal alle möglichen Bedenkenträger DeutschlandWeltstadt mit Herz? DeutschlandTreten die Köche ab? DeutschlandWir leisten uns rechtliche Konstruktionen, die zur Heuchelei zwingen DeutschlandEin ganz eigener Sinn für Pragmatismus HerzrhythmusstörungenKardinal Lehmann im Krankenhaus Mons. MarxSozialbischof auf knallhartem Sparkurs DeutschlandKlar statt schwammig DeutschlandGeht hinaus in alle Welt! DeutschlandSie wittern Morgenluft Erzbischof ThissenSport- oder Lachnummer? Kardinal MeisnerWarum gibt es entartete Kunst auch in den Kirchen? DeutschlandAlles seinem Absolutheitsanspruch untergeordnet KommentarKardinal Meisner ist der neue Hitler
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net