Italien. Beim Neujahrsempfang für römische Spitzenpolitiker beklagte der Papst
den Zustand einiger Einwandererquartiere der Stadt. Die Opposition benützte diese Worte, um eine „faktische
Exkommunizierung“ des ex-kommunistischen Bürgermeisters von Rom, Walter Veltroni, zu behaupten. Die Mailänder
Tageszeitung ‘Corriere della Sera’ konstruierte aus den Papstworten sogar ein „kleines Regensburg“. Der
römische Bürgermeister habe mehr Geld in soziale Initiativen investiert als seine Vorgänger. Zur Abrundung
veröffentlichte der Vatikan eine salomonische Richtigstellung. Darin begrüßte der Papst das Engagement
seiner Stadt und erklärte sich von der Opposition instrumentalisiert.
Dämonen erweckt
Polen. Die polnische
Kirche soll sich nach dem Zweiten Weltkrieg des Antisemitismus schuldig gemacht haben. Das ist der Tenor
des im Jahr 2006 erschienenen Buches „Die Angst“ aus der Feder des umstrittenen Historikers Jan Tomasz
Gross (60). Gross ist ein polnischer Jude, der in den USA lebt. Kürzlich erschien eine Übersetzung des
Buchs in Polen. Gross beschimpft darin auch den heiligmäßigen Helden-Erzbischof von Gnesen und Primas
von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski († 1981). Der Erzbischof von Krakau, Stanislaw Kardinal Dziwisz,
verteidigte jetzt die Kirche. Er kritisiert, daß der Verlag „Dämonen des Anti-Polentums und des Antisemitismus“
erwecke.
Besser für Frauen
Großbritannien. Zumindest zwei anglikanische Frauenpriesterinnen sind in
der Vergangenheit bereits zur katholischen Kirche konvertiert. Das berichtete der ökumenische Berater
des Erzbischofs von Westminster/London. Gegenüber der Wochenzeitung ‘Catholic Herald’ sagte er, daß
sich viele Frauenpriester in der anglikanischen Kirche Verfolgungen ausgesetzt fühlten. Sie hätten es
satt, in ihrer eigenen Kirche wie Dreck behandelt zu werden.
Raucherstern
Deutschland. Als Protest gegen
das neue Rauchverbot in Gastronomiebetrieben brachte eine Firma aus Schleswig-Holstein ein T-Shirt mit
einem gelben Judenstern und der Aufschrift „Raucher“ auf den Markt. Der ‘Zentralrat der Juden in Deutschland’
ist darüber empört: Es sei „hirnlos, haltlos und geschmacklos“, wenn der Holocaust für die Bedürfnisse
von Rauchern instrumentalisiert werde. Die Firma hat die Werbung am Freitag von ihrer Internetseite gelöscht.
Der Betreiber der Seite hat sich für die „geschmacklose Schapsidee“ entschuldigt.
Requiem für den Kardinal
Österreich. Am Donnerstag zelebrierten Patres der Priesterbruderschaft St. Petrus in Wien ein Requiem
für den am 12. Dezember verstorbenen Kardinal Alfons Maria Stickler. Die Video-Webseite ‘gloria.tv’ filmte
die Messe im Alten Ritus. In einer Stellugnahme betont der Zelebrant, Pater Florian Grafl, daß Kardinal
Stickler der Petrusbruderschaft über Jahrzehnte sehr verbunden gewesen sei.
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13 Lesermeinungen
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Unter Drogen? Was für ein Gemisch hat denn die Sprecherin von gloria.tv geraucht? Da muss man ja unter
Drogen stehen, um einen Text so dermaßen am Inhalt vorbei zu artikulieren.
Das ganze Getrolle, das dieser Mensch hier hinmüllt, gibt einem das Gefühl, in Notwehr zu handeln. Mit
Stasimethoden hat das nichts zu tun. Außerdem: wer auf dem Foto ist es denn eigentlich?
Was Du nicht willst… Man kann durchaus verschiedener Meinung sein, keine Frage. Aber man sollte immer
menschlich und respektvoll miteinander umgehen; gerade unter Christen sollte und muss das möglich sein.
Sich über das Foto eines Users lustig zu machen, ist sicherlich sehr unschön. Ähnliches ist bei Bildern
von Erzbischof Haas gemacht worden. Egal wer solches macht, ob linke oder rechte Agitatoren und/oder Querulanten,
es ist der falsche Weg. Man muss die Beiträge von Aleph/Czibo etc. ja nicht toll finden – sie sind m.E.
inhaltlich oft, aber nicht immer, recht bescheiden und leider von einer etwas unangenehm süfisant-arroganten
Ironie – aber persönliche Angriffe sind für einen Christen der falsche Weg. Es muss immer um die Sache
gehen und nie um Personen. Das ist hier im Forum ein generelles Problem, das leider von sehr vielen praktiziert
wird. Und da stehen die Linken den Rechten aber auch in gar nichts nach. Also besser mit gutem Beispiel
vorangehen als sich im Schlamm der Vulgärtraditionalisten bzw. Vulgärprogressisten zu suhlen.
#10 Celebration 11:58:42 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Ansbachs Traum(a) Ansbach.Dragoner: finde es ein Witzhier Phots von Usern zu veröffentlichen. Auch von
noch so dämlichen Personen. Das sind linke Stasimethoden. Recht auf Anonymität ? Hä, wo ist Dein Bild?
Will ich sofort sehen
Maurice der Vergleich mit dem stellvetretenden Chefredakteur vom „Grevenbroicher Tagblatt“ www.youtube.com/watch?v=PfeVeWpCw4U
drängt sich doch förmlich auf!
Hallo, Pünktchen, denkst Du auch die ganze Zeit an dieses [Link zensuriert] Bild? Himmel aber auch! Der
Mann ist dermaßen unmöglich. Übrigens hat mich der Vergleich mit Horst Schlämmer amüsiert!
Raucherstern Es wundert mich immer wieder, warum sich der ZdJ nicht über eine „Instrumentalisierung“
der Shoah freut. die Shoah heranzuziehen, um Ausgrenzungsphänomene mit Gewaltpotenzial zu kennzeichnen,
beschädigt doch die Würde der Opfer nicht. Als passionierter Nichtraucher, der scheußlich unter Zigarettenqualm
leidet, bekenne ich, dass mir das Raucher-Bashing und die Gesundheitsvergottung in Deutschland sehr suspekt
und nazimäßig erscheint.
Noch’n Heiliger! den heiligmäßigen Helden-Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen, Stefan Kardinal
Wyszynski († 1981). Ich glaub es wohl! MfG Christoph Heger
@„aleph“ =Tchibo = gilbert …Der Papst ist – wie alle seiner Vorgänger – zunächst einmal Bischof von
Rom de.wikipedia.org/wiki/Bischof_von_Rom Als solcher hat er sicher alles Recht, Rom als „seine Stadt“
zu bezeichnen. Es verwehrt Ihnen ja auch niemand, Schweinfurt als „ihre Stadt“ zu bezeichnen, Tchibo-gilbert-aleph-missadeangelis…
Ich muss mich korrigieren Meine Aussage unten zu Wyszynski ist falsch, ich habe ihn mit seinem Nachfolger
Glemp verwechselt. Glemp war es, der die Existenz deutsche Minderheiten bestritt. Ich bitte um Entschuldigung.
„Seine Stadt“? Darin begrüßte der Papst das Engagement seiner Stadt und erklärte sich von der Opposition
instrumentalisiert. Wie ist denn das zu verstehen: „das Engagement seiner Stadt. Wessen Stadt. Die Stadt
des Papstes ist der Vatikan, umgeben von der Kommune der Stadt Rom. Im Vatikan ist er doch als Monarch
Alleinherrscher, wie soll er sich, dem Bericht zufolge, von der Opposition instrumentalisiert erklären.
Hat das ein Papst nötig, sich instrumentalisieren zu lassen. Das ist alles ziemlich kryptisch… o^/
o^/ o^/
Heiligmässig heiligmäßigen Helden-Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski
Das ist doch der „in ganz Polen gibt es keinen einzigen Deutschen“-Wyszynski, der noch kurz vor der Wende
behauptete, es sei eine Propagandalüge der deutschen Vertriebenenverbände, dass es in Polen noch irgendwelche
deutschen Minderheiten gäbe. Ein paar Monate später hat dann der Bischof von Posen (selber ein Angehöriger
der deutschen Minderheit) die ersten deutschsprachigen Messen auf dem Annaberg zugelassen und Wyszynski
so Lügen gestraft. Die meisten katholisch-konservativen Polen sind halt erst ein mal Polen und erst dann
Katholiken… Na, mal sehen, was unsere deutschnationale Front hier macht: Werden sie Wyszynski verteidigen
oder sind sie auch zuerst mal Nationalisten und erst dann Katholiken, so wie Wyszynski?