kreuzmeldungen
Konstruierter Eklat + Dämonen erweckt + Besser für Frauen + Raucherstern + Requiem für den Kardinal
Papst Benedikt XVI. im Juni 2007
Papst Benedikt XVI. im Juni 2007
© Flickr-Benützer „Xtelle_m“, CC
Konstruierter Eklat

Italien. Beim Neujahrsempfang für römische Spitzenpolitiker beklagte der Papst den Zustand einiger Einwandererquartiere der Stadt. Die Opposition benützte diese Worte, um eine „faktische Exkommunizierung“ des ex-kommunistischen Bürgermeisters von Rom, Walter Veltroni, zu behaupten. Die Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’ konstruierte aus den Papstworten sogar ein „kleines Regensburg“. Der römische Bürgermeister habe mehr Geld in soziale Initiativen investiert als seine Vorgänger. Zur Abrundung veröffentlichte der Vatikan eine salomonische Richtigstellung. Darin begrüßte der Papst das Engagement seiner Stadt und erklärte sich von der Opposition instrumentalisiert.

Dämonen erweckt

Polen. Die polnische Kirche soll sich nach dem Zweiten Weltkrieg des Antisemitismus schuldig gemacht haben. Das ist der Tenor des im Jahr 2006 erschienenen Buches „Die Angst“ aus der Feder des umstrittenen Historikers Jan Tomasz Gross (60). Gross ist ein polnischer Jude, der in den USA lebt. Kürzlich erschien eine Übersetzung des Buchs in Polen. Gross beschimpft darin auch den heiligmäßigen Helden-Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski († 1981). Der Erzbischof von Krakau, Stanislaw Kardinal Dziwisz, verteidigte jetzt die Kirche. Er kritisiert, daß der Verlag „Dämonen des Anti-Polentums und des Antisemitismus“ erwecke.

Besser für Frauen

Großbritannien. Zumindest zwei anglikanische Frauenpriesterinnen sind in der Vergangenheit bereits zur katholischen Kirche konvertiert. Das berichtete der ökumenische Berater des Erzbischofs von Westminster/London. Gegenüber der Wochenzeitung ‘Catholic Herald’ sagte er, daß sich viele Frauenpriester in der anglikanischen Kirche Verfolgungen ausgesetzt fühlten. Sie hätten es satt, in ihrer eigenen Kirche wie Dreck behandelt zu werden.

Raucherstern

Deutschland. Als Protest gegen das neue Rauchverbot in Gastronomiebetrieben brachte eine Firma aus Schleswig-Holstein ein T-Shirt mit einem gelben Judenstern und der Aufschrift „Raucher“ auf den Markt. Der ‘Zentralrat der Juden in Deutschland’ ist darüber empört: Es sei „hirnlos, haltlos und geschmacklos“, wenn der Holocaust für die Bedürfnisse von Rauchern instrumentalisiert werde. Die Firma hat die Werbung am Freitag von ihrer Internetseite gelöscht. Der Betreiber der Seite hat sich für die „geschmacklose Schapsidee“ entschuldigt.

Requiem für den Kardinal

Österreich. Am Donnerstag zelebrierten Patres der Priesterbruderschaft St. Petrus in Wien ein Requiem für den am 12. Dezember verstorbenen Kardinal Alfons Maria Stickler. Die Video-Webseite ‘gloria.tv’ filmte die Messe im Alten Ritus. In einer Stellugnahme betont der Zelebrant, Pater Florian Grafl, daß Kardinal Stickler der Petrusbruderschaft über Jahrzehnte sehr verbunden gewesen sei.

      
13 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#13   RRR   16:10:56 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Unter Drogen?
Was für ein Gemisch hat denn die Sprecherin von gloria.tv geraucht?
Da muss man ja unter Drogen stehen, um einen Text so dermaßen am Inhalt vorbei zu artikulieren.
Redaktion benachrichtigen
#12   Maurice Corvisier   12:37:44 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Das ganze Getrolle, das dieser Mensch hier
hinmüllt, gibt einem das Gefühl, in Notwehr zu handeln. Mit Stasimethoden hat das nichts zu tun.
Außerdem: wer auf dem Foto ist es denn eigentlich?
Redaktion benachrichtigen
#11   Bernd Stromberg   12:05:33 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Was Du nicht willst…
Man kann durchaus verschiedener Meinung sein, keine Frage. Aber man sollte immer menschlich und respektvoll miteinander umgehen; gerade unter Christen sollte und muss das möglich sein. Sich über das Foto eines Users lustig zu machen, ist sicherlich sehr unschön. Ähnliches ist bei Bildern von Erzbischof Haas gemacht worden. Egal wer solches macht, ob linke oder rechte Agitatoren und/oder Querulanten, es ist der falsche Weg. Man muss die Beiträge von Aleph/Czibo etc. ja nicht toll finden – sie sind m.E. inhaltlich oft, aber nicht immer, recht bescheiden und leider von einer etwas unangenehm süfisant-arroganten Ironie – aber persönliche Angriffe sind für einen Christen der falsche Weg. Es muss immer um die Sache gehen und nie um Personen. Das ist hier im Forum ein generelles Problem, das leider von sehr vielen praktiziert wird. Und da stehen die Linken den Rechten aber auch in gar nichts nach. Also besser mit gutem Beispiel vorangehen als sich im Schlamm der Vulgärtraditionalisten bzw. Vulgärprogressisten zu suhlen.
Redaktion benachrichtigen
#10   Celebration   11:58:42 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Ansbachs Traum(a)
Ansbach.Dragoner: finde es ein Witzhier Phots von Usern zu veröffentlichen. Auch von noch so dämlichen Personen. Das sind linke Stasimethoden. Recht auf Anonymität ?
Hä, wo ist Dein Bild? Will ich sofort sehen :-D
Redaktion benachrichtigen
#9   Pünktchen   11:33:23 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Maurice
der Vergleich mit dem stellvetretenden Chefredakteur vom „Grevenbroicher Tagblatt“ www.youtube.com/watch?v=PfeVeWpCw4U drängt sich doch förmlich auf! :-D
Redaktion benachrichtigen
#8   Ansbach.Dragoner   11:24:41 | Mittwoch, 16. Januar 2008
finde es ein Witz
hier Phots von Usern zu veröffentlichen. Auch von noch so dämlichen Personen. Das sind linke Stasimethoden. Recht auf Anonymität ?
Redaktion benachrichtigen
#7   Maurice Corvisier   10:59:16 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Hallo, Pünktchen,
denkst Du auch die ganze Zeit an dieses [Link zensuriert] Bild?
Himmel aber auch! Der Mann ist dermaßen unmöglich.
Übrigens hat mich der Vergleich mit Horst Schlämmer amüsiert!
Redaktion benachrichtigen
#6   Lorenz   10:51:20 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Raucherstern
Es wundert mich immer wieder, warum sich der ZdJ nicht über eine „Instrumentalisierung“ der Shoah freut. die Shoah heranzuziehen, um Ausgrenzungsphänomene mit Gewaltpotenzial zu kennzeichnen, beschädigt doch die Würde der Opfer nicht.
Als passionierter Nichtraucher, der scheußlich unter Zigarettenqualm leidet, bekenne ich, dass mir das Raucher-Bashing und die Gesundheitsvergottung in Deutschland sehr suspekt und nazimäßig erscheint.
Redaktion benachrichtigen
#5   Dr. Christoph Heger   10:27:11 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Noch’n Heiliger!
den heiligmäßigen Helden-Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski († 1981).
Ich glaub es wohl!
MfG
Christoph Heger
Redaktion benachrichtigen
#4   Pünktchen   09:53:03 | Mittwoch, 16. Januar 2008
@„aleph“ =Tchibo = gilbert …Der Papst
ist – wie alle seiner Vorgänger – zunächst einmal
Bischof von Rom de.wikipedia.org/wiki/Bischof_von_Rom
Als solcher hat er sicher alles Recht, Rom als „seine Stadt“ zu bezeichnen. Es verwehrt Ihnen ja auch niemand, Schweinfurt als „ihre Stadt“ zu bezeichnen, Tchibo-gilbert-aleph-missadeangelis…
Redaktion benachrichtigen
#3   stimme der vernunft †   09:45:00 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Ich muss mich korrigieren
Meine Aussage unten zu Wyszynski ist falsch, ich habe ihn mit seinem Nachfolger Glemp verwechselt.
Glemp war es, der die Existenz deutsche Minderheiten bestritt.
Ich bitte um Entschuldigung.
Redaktion benachrichtigen
#2   Aleph †   09:43:14 | Mittwoch, 16. Januar 2008
„Seine Stadt“?
Darin begrüßte der Papst das Engagement seiner Stadt und erklärte sich von der Opposition instrumentalisiert.
Wie ist denn das zu verstehen: „das Engagement seiner Stadt. Wessen Stadt. Die Stadt des Papstes ist der Vatikan, umgeben von der Kommune der Stadt Rom.
Im Vatikan ist er doch als Monarch Alleinherrscher, wie soll er sich, dem Bericht zufolge, von der Opposition instrumentalisiert erklären. Hat das ein Papst nötig, sich instrumentalisieren zu lassen. Das ist alles ziemlich kryptisch… o^/ o^/ o^/
Redaktion benachrichtigen
#1   stimme der vernunft †   09:33:55 | Mittwoch, 16. Januar 2008
Heiligmässig
heiligmäßigen Helden-Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski
Das ist doch der „in ganz Polen gibt es keinen einzigen Deutschen“-Wyszynski, der noch kurz vor der Wende behauptete, es sei eine Propagandalüge der deutschen Vertriebenenverbände, dass es in Polen noch irgendwelche deutschen Minderheiten gäbe.
Ein paar Monate später hat dann der Bischof von Posen (selber ein Angehöriger der deutschen Minderheit) die ersten deutschsprachigen Messen auf dem Annaberg zugelassen und Wyszynski so Lügen gestraft.
Die meisten katholisch-konservativen Polen sind halt erst ein mal Polen und erst dann Katholiken…
Na, mal sehen, was unsere deutschnationale Front hier macht: Werden sie Wyszynski verteidigen oder sind sie auch zuerst mal Nationalisten und erst dann Katholiken, so wie Wyszynski?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenPapst-Haß + … kreuzmeldungenAuch für den Papst erlaubt + … kreuzmeldungenMit gutem Beispiel voran + … kreuzmeldungenMann und Mann gibt keine Ehe + … kreuzmeldungenPäpstliches Himmelfahrtskommando + … kreuzmeldungenEiner seiner Lieblingskirchenväter + … kreuzmeldungenFrühere Eiligsprechung? + … kreuzmeldungenDer Eckstein + … kreuzmeldungenBitte mäßigen + … kreuzmeldungenVerkürzte Tradition + … kreuzmeldungenGeschenk Mariens + … kreuzmeldungenDenkwürdig + … kreuzmeldungenEs geht nicht ohne + … kreuzmeldungenDie alte Ordnung erwähnt + … kreuzmeldungenEntweihte Leiber + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net