Kommunismus
Katholischer Erzbischof als kommunistischer Agent
Die Slowakei arbeitet ihre kommunistische Vergangenheit auf. Auf einer Liste kommunistischer Spione soll laut Angaben eines slowakischen Regierungsbeamten auch der Name des Erzbischofs von Trnava genannt sein. Der orthodoxe Patriarch der Slowakei war angeblich ebenfalls ein roter Agent.
(kreuz.net, Bratislava) Ein slowakischer Regierungsbeamter erklärte am Donnerstag, daß der römisch katholische Erzbischof von Trnava, Jan Sokol, zur Zeit des Kommunismus als Spion agiert habe. Trnava (Tirnau) liegt im Westen der Slowakei und ist seit 1978 Sitz eines Erzbischofs. Die slowakische Hauptstadt Bratislava gehört zur Erzdiözese Trnava. Durch die Errichtung der Erzdiözese wurde die Slowakei erstmals zu einer von Ungarn unabhängigen Kirchenprovinz.

Der Erzbischof von Trnava, Jan Sokol (71), soll im Früjahr 1989 als Agent des Geheimdienstes registriert worden sein. Miroslav Lehky vom Institut „Nationale Erinnerung“ sprach darüber am Donnerstag in einem Telefon-Interview. Einige Monate vor seiner angeblichen Rekrutierung, im Juni 1988, wurde Sokol zum Bischof geweiht.

Erzbischof Sokol gilt als sehr konservativ. Er soll zur Bekehrung des verstorbenen ehemaligen Chefs des Zentralkommitees der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, Gustav Husak, beigetragen haben. Husak, der in seiner Jugend Ministrant war, wurde später der erste Mann in der für ihre Brutalität bekannten tschechoslowakischen Diktatur. Vor seinem Tod im Jahre 1991 empfing Husak die Sterbesakrament aus der Hand von Erzbischof Sokol.

Schon vor seiner Registrierung als Spion sei Erzbischof Sokol über Jahre beim Geheimdienst als „Kandidat für eine Zusammenarbeit“ bekannt gewesen. Lehky kündigte an, daß die die Liste des Geheimdienstes, die offenbar zuverlässig ist, die Westslowakei samt der Hauptstadt Bratislava betrifft und in den nächsten Monaten veröffentlicht werden soll.

Durch diese Veröffentlichung wird auch die Akte von Erzbischof Sokol allgemein zugänglich. Man sei allerdings auf zusätzliche Nachforschungen angewiesen, um den genauen Kontext der in der Liste enthaltenen Informationen zu verstehen, erklärte Lehky.

Tibor Hajdu, der Sekretär von Erzbischof Sokol, gab bekannt, daß der Erzbischof im Laufe des Monats eine schriftliche Stellungnahme veröffentlichen werde.

In ihrer Donnerstagausgabe veröffentlichte die slowakische Tageszeitung „Sme“ weiter, daß auch der Name des Oberhaupts der slowakischen orthodoxen Kirche, Metropolit Nikolaj, auf der Liste der kommunistischen Geheimagenten verzeichnet sei. Metropolit Nikolaj soll im Jahre 1984 als Spion registriert worden sein.

Das slowakische Institut „Nationale Erinnerung“ hat im letzten November begonnen, die Namen ehemaliger Agenten des kommunistischen Geheimdienstes zu veröffentlichen. Zugleich werden auch die Namen jener Bürger genannt, die unter dem Kommunismus Verfolgung erlitten haben.
      
6 Lesermeinungen
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#6   GerdEric   22:28:44 | Freitag, 11. Februar 2005
und Seine Kirche ist einziger Mittler zwischen Jesus Christus und den Menschen.
Na, warten wir es doch ab!
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#5   Bruno-Maria Schulz   18:14:31 | Freitag, 11. Februar 2005
Wahrheit finden
Eine gute Tat ist doch beileibe nicht nur
>>> Wenn jemand sich geopfert hat, als Märtyrer<<<
zudem ist das keine positive Tat, sondern ein Schicksal, dem er nicht entging und dem er nicht zu entgehen trachtete durch Verleumdung Gottes; wie er es leicht hätte können.
Und wenn dieser Mensch den Märtyrertod stirbt von ruchloser Hand und Menschen die dem Teufel huldigen
(und nicht etwa weil er wie heute die Islamisten, sich zusammen mit Unbeteiligten tötet)
dann hat er dies getan um seinen Mitmenschen die Unerschütterlichkeit eines Lebens in Gott zu beweisen und eben doch auch im Namen der Kirche, denn die Kirche Jesu Christi wurde gegründet von Jesus Christus dem Sohn Gottes, der ganz Mensch und ganz Gott war und Seine Kirche ist einziger Mittler zwischen Jesus Christus und den Menschen.
Bruno-Maria Schulz
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#4   GerdEric   09:47:24 | Freitag, 11. Februar 2005
Guten Morgen lieber Bruno
Du schreibst: Fehlen einzelne Führer der von Christus gegründeten Kirche, so ist das menschenmöglich, aber es ist nicht „die Kirche“ die da Fehler begeht.
Da gebe ich Dir Recht.
Allerdings ist dieses doch dann logischer Weise bei allen Religionen und selbst bei den Weltanschauungen dann so.
Und umgekehrt,
all die positiven Taten sind doch nur die positiven Taten der Einzelnen.
Wenn jemand sich geopfert hat,
als Märtyrer,
dann hat er dies vor Gott getan,
nicht im Namen der Kirche.
Also können wir die Grösse nicht durch die Taten der Einzelnen bestimmen.
mfg
GerdEric
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#3   Bruno-Maria Schulz   08:12:15 | Freitag, 11. Februar 2005
Welche Wahrheit müssen wir finden?
Fundament der Wahrheit Gottes, ist die Kirche (1.Tim 3,14-16).
Wir müssen um unser Verständnis der Wahrheit Gottes ringen, nicht darum, die Wahrheit über unseren Nächsten herauszufinden, denn der Balken in unserem Auge ist größer als der Splitter in Seinem.
Fehlen einzelne Führer der von Christus gegründeten Kirche, so ist das menschenmöglich, aber es ist nicht „die Kirche“ die da Fehler begeht.
Magnifizieren wir jedoch Fehler einzelner Kirchenführer, so schließen Unbedarfte auf »DIE KIRCHE«, zumal die Welt gierig wartet auf etwaige Fehler, um die Kirche als Ganzes zu diskreditieren.
Um so bedenklicher wird Herausstellen angenommener Fehler, wenn diese noch nicht nachgewiesen sind.
Wir müssen dann die Frage erwarten: WAS HAST DU MIT MEINER KIRCHE GEMACHT? MEINER KIRCHE die dir geschenkt wurde als Mittler und Lehrer und deiner Mitarbeit harrte.
Bruno-Maria Schulz
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#2   Iris   23:27:00 | Donnerstag, 10. Februar 2005
Kommentar zur Anmerkung!
Aber wir muessen doch um die Wahrheit ringen, oder?
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#1   Bruno-Maria Schulz   18:32:08 | Donnerstag, 10. Februar 2005
:-(
es ist nicht gut, wenn Kreuz.net negative Schlagzeilen über Kirchenführer verbreitet, bevor sie gesicherte Wahrheit sind.
Sollte diese Meldung Wahrheit sein, so disqualifiziert sich der Amtsträger vor Gott und der Gemeinde ohnehin – Schadensbegrenzung aber ist angezeigt.
Bruno-Maria Schulz
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