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Mittwoch, 16. Januar 2008 19:38
Der verbotene Vortrag
Morgen wollte der Papst an der römischen Universität ‘La Sapienza’ eine Rede halten. Auf Druck des linken Pöbels mußte er den Vortrag absagen. Heute veröffentlichte die Tageszeitung ‘Welt’ den deutschen Redetext. Die Kernpunkte.
Benediktoteles
Benediktoteles
(kreuz.net, Vatikan) Zu Beginn seiner Rede wollte der offenbar nichtsahnende Papst erklären, daß es für ihn „ein Grund zu großer Freude“ sei, die Universität ‘La Sapienza’ zu besuchen.

Obwohl die Universität chaotisch ist und keinen nennenswerten wissenschaftlichen Ruf besitzt, erklärt der Papst in seiner Rede, daß dort angeblich die besten intellektuellen Kräfte aller Wissensgebiete am Werk seien.

Die Kirche betrachte die ‘La Sapienza’ seit jeher „mit Sympathie und Bewunderung“ – so die Lobrede des Papstes.

Es habe in der Vergangenheit auch nicht an Augenblicken der Zusammenarbeit mit der Kirche gefehlt.

Ausdrücklich bringt der Papst im Text seine Dankbarkeit zum Ausdruck, daß die Universität ihn zu einem Besuch und Vortrag eingeladen hat.

Die Ausgangsfrage
Im Hauptteil des Textes stellt Benedikt XVI. die Frage: „Was kann und soll der Papst bei der Begegnung mit der Universität seiner Stadt sagen?“

Aus dieser Frage leitet der Papst zwei weitere Fragen ab: Was ist Wesen und Auftrag des Papsttums? Und: Was ist Wesen und Auftrag der Universität?

Wesen und Auftrag des Papsttums
Zur ersten Frage nach dem Papsttum gibt Benedikt XVI. nur einen kurzen Hinweis: „Der Papst ist zuallererst Bischof von Rom und als solcher in der Nachfolge des heiligen Petrus mit einer bischöflichen Verantwortung für die ganze katholische Kirche ausgestattet.“

Der Bischof kümmere sich um die Gläubigen. Er halte sie zusammen, indem er sie auf dem Weg zu Gott führe.

Die Gemeinschaft, um die sich der Bischof sorge, lebe in der Welt und wirke dadurch unweigerlich auf das Ganze der übrigen menschlichen Gemeinschaft hinein.

Benedikt XVI. begegnet in seiner Rede dem Einwand, daß der Papst seine Urteile aus dem Glauben beziehe und seine Aussagen daher keine Gültigkeit für die Ungläubigen haben könnten.

Das Oberhaupt der Kirche spreche als Vertreter einer gläubigen Gemeinschaft – so Benedikt XVI. Diese hüte einen über Jahrhunderte gesammelten Schatz moralischer Erkenntnisse und Erfahrungen, der für die ganze Menschheit von Bedeutung sei.

Man könne die Weisheit der großen religiösen Traditionen nicht ungestraft in den Papierkorb der Ideengeschichte werfen.

Er will wissen
Als Ursprung der Universität nennt Benedikt XVI. den Drang des Menschen nach Erkenntnis: „Er will wissen, was das alles ist, was ihn umgibt. Er will Wahrheit.“

Wahrheit beschreibt der Papst als eine Sache des Sehens, des Verstehens, der „theoría“, wie die griechische Tradition die Betrachtung der Wahrheit nennt.

Doch Wahrheit sei nie bloß theoretisch. Benedikt XIV. zitiert Augustinus († 430): „Bloßes Wissen macht traurig.“

Wahrheit meine mehr als Wissen. Die Erkenntnis der Wahrheit ziele auf die Erkenntnis des Guten.

Das Zwillingspaar des Geistes
Theologie und Philosophie nennt der Papst ein Zwillingspaar, das voneinander nicht gänzlich zu lösen sei. Sie behielten jedoch ihren eigenen Auftrag und ihre besondere Identität.

Die Kirchenväter hätten den christlichen Glauben als wahre Philosophie – verissima philosophia – dargestellt. Als Grund nennt der Papst die untrennbare Verflechtung zwischen Religion und Philosophie in den neuplatonischen Philosophien.

Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin († 1274) habe dagegen die Eigenständigkeit der Philosophie herausgestellt. Er habe zu einem privilegierten Zeitpunkt gewirkt, weil damals die philosophischen Schriften des Aristoteles († 322) zugänglich wurden.

Das Verhältnis zwischen Philosophie und Theologie beschreibt der Papst mit der Formel, die das Konzil von Chalzedon (341) für die Christologie gefunden hatte: „Philosophie und Theologie müssen zueinander im Verhältnis des ‘Unvermischt und Ungetrennt’ stehen.“

Der Papst gesteht ein, daß Theologen im Laufe der Geschichte Dinge gesagt haben, die von der Geschichte falsifiziert worden seien. Sie würden uns heute beschämen.

Benedikt XVI. warnt ferner vor der Gefahr, daß der Mensch angesichts der Größe seines Wissens und Könnens vor der Wahrheitsfrage kapituliere und die Vernunft dem Druck der Interessen und der Nützlichkeit beuge.

Wenn die Vernunft für die große Botschaft des Christentums taub werde, verdorre sie wie ein Baum, dessen Wurzeln nicht mehr zu den Wassern hinunterreichen.

Die ersehnte Antwort
Abschließend beantwortet der Papst die eingangs gestellte Frage, was ein Papst an der Universität sagen solle:

„Er darf gewiß nicht versuchen, andere in autoritärer Weise zum Glauben zu nötigen, der nur in Freiheit geschenkt werden kann.“

Über sein Hirtenamt hinaus müsse ein Papst jedoch das Gespür für die Wahrheit wachhalten.
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Donnerstag, 17. Januar 2008 18:39
Nachtlaterne: Die Rotte der Priester liegt auf der Lauer wie eine Bande von Räubern Hosea 6/9
Die Rotte der Priester liegt auf der Lauer wie eine Bande von Räubern Hosea 6/9

Der Prophet ist ein Narr, der Geistesmann ist verrückt. So große Anfeindung zeigt, wie groß deine Schuld ist.
Hosea 9/7

Sät als Saat Gerechtigkeit aus, so werdet ihr ernten, wie es (der göttlichen) Liebe entspricht. Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und euch mit Heil überschütten. Ihr aber habt Schlechtigkeit eingepflügt; darum habt ihr Verbrechen geerntet und die Frucht der Lüge gegessen.
Hosea 10712-13
Als sie ihre Weide hatten, wurden sie satt. Als sie satt waren, wurde ihr Herz überheblich, darum vergaßen sie mich. Deshalb wurde ich für sie zu einem Löwen, wie ein Panther lauere ich am Weg. Ich falle sie an wie eine Bärin, der man die Jungen geraubt hat, und zerreiße ihnen die Brust und das Herz. Die Hunde fressen sie dann und die wilden Tiere zerfleischen sie. Hosea 13/6-8
Donnerstag, 17. Januar 2008 16:46
crossword: drheger
nein, ich bekenne mich weder zu links
noch zu gesindel, lieber herr doktor
Sie bleiben allein!
Donnerstag, 17. Januar 2008 16:36
Abaelard: Rote Fahne übr Rom!
Und zwar mit Hammer und Sichel! Oder auch Hammer und Zirkel…da sind wir ja tolerant.

Donnerstag, 17. Januar 2008 15:13
stimme der vernunft: Was ist das denn für ein Bild?
Wenn die Schiessbudenfigur, die da abgebildet ist, nicht dem Papst sehr ähnlich sähe, würde ich fast annehmen, die Redaktion hat das Bild zum nächsten radikalen-antikirchlichen-Homoaktivisten-Beitrag versehentlich an diesen Beitrag gelinkt.
Donnerstag, 17. Januar 2008 12:32
Nachtlaterne: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist brei
„Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.“
Matthäus 7/13-14

„Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Matthäus 6

„Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“ Matthäus 6

„In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder wer-det, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ Matthäus 18/1-5
Donnerstag, 17. Januar 2008 08:59
aber ja,so lange man auch mal zu katholiken bigottes gesindel sagen darf,

Aber selbstverständlich! Wer sich zum linken Pöbel bekennt, darf das.

MfG
Christoph Heger
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