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Donnerstag, 17. Januar 2008 08:12
kreuzmeldungen
Die römische Universität beim Papst + Tiefpunkt + Dem Kardinal geisterweise eine runterhauen? + Völlige Überwachung + Instrument der Gleichschaltung?
Studenten der 'Sapienza' bei der Generalaudienz gestern Mittwoch.
Studenten der ‘Sapienza’ bei der Generalaudienz gestern Mittwoch.
Die römische Universität beim Papst

Vatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz in der Audienzhalle Paolo VI. erwähnte Benedikt XVI. die Absage seines Besuches in der römischen Universität ‘La Sapienza’ mit keinem Wort. Dafür bedankte er sich gegen Ende der Generalaudienz auf Italienisch mit den Worten: „Danke für eure Sympathie! Gehen wir zusammen vorwärts.“ Bei der Generalaudienz waren auch Studenten der ‘Sapienza’ anwesend. Sie trugen Transparente mit Schriftzügen wie: „Wenn Benedikt nicht zur Sapienza kommt, kommt die Sapienza zu Benedikt“.

Tiefpunkt

Vatikan. Der Präsident des Päpstlichen Kulturrats, Erzbischof Gianfranco Ravasi, bedauert die Umstände, die Papst Benedikt XVI. zur Absage seines Besuchs an der römischen Universität ‘La Sapienza’ gezwungen haben. Der Erzbischof sieht in dieser Affäre eine „Niederlage der Kultur“ und einen „kulturellen Fundamentalismus“, der sich in der „Dialogverweigerung“ ausdrücke. Für Mons. Ravasi ist die Angelegenheit insgesamt „ein Tiefpunkt in der Kulturgeschichte“.

Dem Kardinal geisterweise eine runterhauen?

Österreich. Die katholische Kirche habe sich nicht deutlich genug von den islamfeindlichen Aussagen der rechtsnationalen Politikerin Susanne Winter aus Graz distanziert. Das erklärte der frühere österreichische Vizekanzler und Bundesparteiobmann der Christdemokraten, Erhard Busek, in der ‘Süddeutschen Zeitung’. Frau Winter hatte Mohammed als „Kinderschänder“ bezeichnet. Busek kritisiert nun den Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn. Dem Kardinal müsse man erst „geistigerweise eine runterhauen“, bis er aufwache und sich eindeutig positioniere.

Völlige Überwachung

USA. Der Softwarenhersteller Microsoft hat in den USA einen Patentantrag für Computersysteme gestellt, die mittels drahtloser Sensoren Leistungszustand und Befindlichkeit von Beschäftigten messen. Das berichtete die britische Tageszeitung ‘The Times’. Automatisch überwacht werden unter anderem Puls, Körpertemperatur, Blutdruck, Mimik und Gehirnimpulse. Das System kann außerdem Alter, Gewicht und Gesundheitszustand erfassen und solle nach Angaben des Herstellers dazu beitragen, Frustration oder Stress zu erkennen und Abhilfe anzubieten. Datenschützer sehen in dem Programm eine ernsthafte Bedrohung der Privatsphäre.

Instrument der Gleichschaltung?

„Lehmann stand in der nachkonziliaren Zeit für eine Linie des deutschen Katholizismus, der bei aller Loyalität zu Rom (wie könnte dies auch anders sein?) Spielräume und Brücken suchte. Spielräume für konkrete Lösungen in dieser deutschen Nachkriegsgesellschaft mit ihrer Quasi-Parität zwischen Katholiken und Protestanten, zwischen Christdemokraten und Sozialdemokraten, und Brücken zu den jeweils anders Denkenden. Lehmann war der Garant dafür, dass alles, was Männer wie Julius Kardinal Döpfner oder Karl Rahner an traditionsgesicherter Modernität verkörperten, in der nächsten Generation fortgesetzt werden könnte.“

Aus dem Artikel „Am Beginn eines post-konziliaren Zeitalters“ von Robert Leicht, Die Zeit
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 16 Lesermeinungen:
Donnerstag, 17. Januar 2008 22:59
Doritta: Busek
Wozu soll sich denn der Kardinal in die Islamaffäre einmischen? Eine Stellungnahme der Kirchen hat es doch gegeben. Wird diese unerquickliche Sache jetzt noch mehr breitgetreten? Herr Busek, treten Sie lieber kürzer,
Ihr Kommentar ist genau so kurzsichtig und wie die Rede von Frau Winter!
Donnerstag, 17. Januar 2008 22:07
FiliusEcclesiae: Busek und Pröll sind die typischen Repräsentanten einer „SPÖVP“-Einheitspartei
Egal, was man wählt, es muß die SPÖVP regieren.
Die Dummköpfe, die so denken, sitzen aber nur in der ÖVP.

In der SPÖ denkt man da schon weiter – und arbeitete immer schon mit der FPÖ zusammen:

Bis zum Jahr 1986, als der erste schwarze Bundespräsident seit 1938 drohte!
Da änderte sich der SPÖ-Kurs „gegen die Rechtsradikalen“:

Siehe das SPÖ-FPÖ-Bündnis 1970-1971
und die SPÖ-FPÖ-Koaltion 1983-1986:
Diese zerbrach erst wegen der Anti-Waldheim-Campagne!

Nur die ÖVP war so dumm, ab 1986 die FPÖ-Ausgrenzung mitzumachen,
als wäre die ÖVP eine SPÖ-Filiale.
Donnerstag, 17. Januar 2008 21:58
Busek der die Internationale singende Großkoalitionär ohne wenn und aber kann es noch immer nicht verwinden, daß ihm der Schüssel gezeigt hat, was man als Bundeskanzler alles gestalten kann, wenn man ein bisserl Hirn hat. er ist der bisher schwächste bundsobmann der övp. busek war es der die övp in grund und boden regiert hat.
Donnerstag, 17. Januar 2008 21:49
FiliusEcclesiae: Und der Superpolitstar Busek ließ ja kürzlich auch noch dem jetzigen ÖVP-Parlamentsclubobmann
Kanzler a.D. Schüssel ausrichten:
„Schüssel soll den Hut nehmen.“

Eine Unverfrorenheit, die sich nur in der ÖVP findet – die gesamte II. Republik hindurch: siehe die ÖVP-Kanzlergeschichte.
Donnerstag, 17. Januar 2008 21:40
Florian Geyer: dieser busek
regt mich irrsinnig auf.

versiebt jede wahl ist unsympathisch bis zur geht nicht mehr und jetzt diese verbalflatulenz

ein parteiparasit und versager
Donnerstag, 17. Januar 2008 18:33
Nachtlaterne: „Mein Volk, deine Führer führen dich in die Irre, sie brin-gen dich ab vom richtigen Weg. Der Herr s
„Mein Volk, deine Führer führen dich in die Irre, sie brin-gen dich ab vom richtigen Weg. Der Herr steht bereit, um Recht zu sprechen; er steht da, um sein Volk zu richten. Der Herr geht ins Gericht mit den Ältesten und den Fürsten seines Volkes: Ihr habt den Weinberg geplündert; eure Häuser sind voll von dem, was ihr dem Armen geraubt habt. Wie kommt ihr dazu mein Volk zu zerschlagen? Ihr zermalmt – Spruch des Herrn der Heere.“
Jes. 3/12-15
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