Kardinal Lehmann
Wo bleiben die nachdenklichen Stimmen?
Man muß nicht Schmidberger heißen, um nicht in das allgemeine Wehgeschrei über den Rücktritt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz einzustimmen. Ein Kommentar.
Kardinal Lehmann und ZDF-Intendant Markus Schächter bei der Einweihung des Prominenten-Weinberges in Mainz.
Kardinal Lehmann und ZDF-Intendant Markus Schächter bei der Einweihung des Prominenten-Weinberges in Mainz.
© Wikipedia-Benützer „Kandschwar“ unter den Lizenzen GFDL und CC
(kreuz.net) Ob es ein Zufall ist, daß die Hochzeit des jahrzehntelang hoch angesehenen Pfarrers von Egelsbach im Bistum Mainz mit dem Rücktritt von Karl Kardinal Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zusammenfällt?

Der abgefallene Pfarrer von Egelsbach war ein brutaler Modernist.

Ungeachtet dessen veröffentlichte der Journalist Erich Michael Lang am 16. Januar ein kritikloses Panegyrikum auf den scheidenden Vorsitzenden.

Der Artikel trägt den an Dramatik und Trost kaum noch zu überbietenden Titel: „Geschenk des Himmels in schwerer Zeit“. Gemeint ist Karl Kardinal Lehmann.

Lang hat sich bei „der katholischen Basis in Mainz“ herumgehört und daraus eine Art lauretanische Litanei gezimmert.

Gelobt wird Kardinal Lehmanns Art, „die vieles zusammenhalten kann“, „er kommt sehr gut an und ist anerkannt“, er sei ein Mann des Ausgleichs und habe stets gute Kompromisse gefunden, „er hat einfach Gutes geleistet“, „die Hauptamtlichen konnten vor allem von seiner Nähe zum Puls der kirchlichen Entscheidungen profitieren“, „was er sagt, hat immer Hand und Fuß“, „der Kardinal hat die katholische Kirche in Deutschland sehr gut vertreten“, „er verbreitet immer Hoffnung und Zuversicht“.

Andere Stimmen ließ Lang in seinem Hurrah-Artikel nicht zu Wort kommen.

Schon im September 2004 äußerte sich der emeritierte Mainzer Kirchenrechtler, Hw. Georg May, vor der Zweimonatszeitung ‘Kirchliche Umschau’ über die Amtsführung des Kardinals als Bischof von Mainz:

„Es ist keine Frage, daß Bischof Lehmann seine Diözese sträflich vernachlässigt.“

Der Kardinal sei wenig in seinem Bistum präsent: „Von einer Seelsorge durch den Oberhirten des Bistums kann kaum die Rede sein.“

Er kümmere sich wenig um seine Priester: „In seiner Diözese ist seit seiner Ernennung zum Oberhirten das kirchliche Leben drastisch zurückgegangen.“

Die kirchliche Disziplin sei weitgehend zusammengebrochen.

Die „schlimmen Verhältnisse“ im Bistum Mainz machte Hw. May damals an den Zuständen im Mainzer Priesterseminar fest: „Als ich 1960 nach Mainz kam, befanden sich im Seminar ungefähr 150 bis 170 Alumnen. Heute sind es noch zwanzig.“

Die gegenwärtige Ausbildung der Seminaristen sei zudem nicht geeignet, Priester nach dem Sinne der Kirche zu erziehen.

Auch die Rolle als Ausgleicher nimmt Hw. May dem Kardinal nicht ab: „Die angebliche Vermittlung, die Lehmann geübt hat, besteht darin, daß er alle an seinen progressistischen Kurs gebunden hat.“

Wie wenig er in Wahrheit entgegenkommend sei, zeige seine hartnäckige Weigerung, den Gläubigen in Mainz eine Alte Messe zuzugestehen: „Von Vermittlung ist nichts zu spüren.“

Ein Bischof müsse seine Diözese durcheilen, die Menschen im Glauben aufbauen, die Sakramente spenden, die Priester aufrichten, trösten und stärken: „Das alles geschieht in der Diözese Mainz nicht.“

Kardinal Lehmann sei unermüdlich tätig bei Vorträgen, Konferenzen und Sitzungen: „Er findet sich ein bei Verabschiedungen oder Empfängen.“

Er schreibt Vorworte – sogar für Kochbücher – oder Artikel für die Kundenzeitung der Bundesbahn, aber die intensive Seelsorge sei nicht seine Sache:

„Papier wird in großen Mengen produziert, Regelungen für Räte und Zusammenkünfte entstehen. Aber Leben ist dadurch nicht geweckt worden.“

Ein Trost bleibt. Nach seiner Verabschiedung als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wird der Kardinal mehr Zeit haben, sich um seine angeschlagene Diözese zu kümmern.
      
63 Lesermeinungen
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#63   Jörg Guttenberger, Köln   22:25:12 | Samstag, 19. Januar 2008
Landorganist: „es wurde erzählt, daß…“
entspricht den Tatsachen. Sie hätten mich zu recht angegriffen, wenn ich das Verbot Lehmanns als Tatsache hingestellt hätte. In Wirklichkeit weiß ich aber nur, daß das erzählt wurde und habe die Erzählung als solche als Tatsache hingestellt, nicht jedoch den Inhalt der Erzählung. Zum Wahrheitsgehalt der Erzählung habe ich also keine Stellung genommen und das mit dem Hinwes ausgedrückt: „wenn das stimmt…“ d. h., ich habe mich rechtlich einwandfrei ausgedrückt.
Zur Zeit des Kirchenvolksbegehtens und danach haben ich das genannte Predigtverbot mehrfach kritisiert, auch gegenüber Kreisen, die Kardinal Lehmann wohlgesonnen sind. Das Predigtverbot wurde von der Gegenseite jedenfalls mir gegenüber nie abgestritten, sondern -allerdings nicht gerade überzeugend – verteidigt. Auch Sie und die anderen Kritiker meiner Ausführungen haben nicht abgestritten, sondern lediglich meine Meinungsäüßerung kritisiert.
Auch clarissa colonia hat inzwischen keineswegs abgestritten, sondern versucht, zu rechtfertigen, wenn auch nicht gerade überzeugend, siehe meine Stellungnahme hierzu.
Lediglich mein Hinweis auf Lehmanns Behandlung des MP wurde bisher ordnungsgemäß berichtigt.
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#62   dominus vobiscum   21:30:57 | Samstag, 19. Januar 2008
@Gotthard
In diesem Leben würde sie kein Richter verurteilen. Sie werden dem gerechten Spruch aber nicht entgehen!
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#61   Gotthard   21:13:12 | Samstag, 19. Januar 2008
@vobiscum
Lehmann und Co. sind Verbrecher
entweder Du zeigst diese Herren sofort an –-- oder Du entschuldigst Dich für diesen beleidigenden Schwachsinn!
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#60   dominus vobiscum   20:42:37 | Samstag, 19. Januar 2008
Nachdenkliche Stimme
Lehmann und Co. sind Verbrecher, die eine ganze Generation von Katholiken um ihr kulturelles Erbe gebracht haben!
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#59   Strepto von Kokke   12:13:41 | Samstag, 19. Januar 2008
@Expedit
Ein Christ, der jahrelang die deutsche Praxis der Beratungsscheine unterstützt hat, ist für mich unglaubwürdig!
Na, Sie wollen doch Herrn Lehmann nicht etwa etwas unterstellen? Habe ich da ein Wort vergessen? Mir fällt nur gerade nicht ein welches.
Wichtig ist doch nur, dass wir uns alle lieb haben. Wenn ich an die vielen Fernsehauftritte des Herrn Lehmann mit Herrn Huber denke und an die vorbildlich, nur durch Rom noch ausgebremste demonstrierte Einheit wird mir noch heute warm ums Herz. Leider werde ich in Zukunft auf diese öffentliche Herzenseinheit verzichten müssen.
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#58   expedit   11:52:06 | Samstag, 19. Januar 2008
Wenn er Zivilcourage gehabt hätte, wäre er
schon viel früher zurück getreten!
Ein Christ, der jahrelang die deutsche Praxis der Beratungsscheine unterstützt hat, ist für mich unglaubwürdig!
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#57   Jörg Guttenberger, Köln   16:01:05 | Freitag, 18. Januar 2008
clarissa colonia, Benedikt
B.: Herzlichen Dank für die Berichtigung zum MP. Ich habe ausdrücklich keinerlei Tatsachenbehauptung aufgestellt, sondern meinen Eindruck aufgrund der genannten Quellen geschildert, also mein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung genutzt und die Meinungsquellen zwecks Ermöglichung kritischer Auseinandersetzung ordnungsgemäß genannt.
cc: hinsichtlich KVB ist Lehmann aber vermutlich der einzige Bischof, der so denkt. Wie wenig seine Sorge berechtigt ist, zeigt, daß aus Köln und anderen Diözesen die von Ihnen geschilderten Schlägereien nicht bekannt geworden sind. Auch in der Kupfergasse in Köln hat der damalige Pfarrer ausdrücklich dagegen gepredigt und die Unterschriftsliste nicht ausgelegt, hier sind ebenfalls keine gewaltsamen Auseinandersetzungen bekannt geworden. Das von Ihnen genannte und ähnliche Argumente werden in der Kirche gerne benutzt, um Auseinandersetzungen zu verhüten. Schließlich wurde wirklichkeitsfrenderweise auch in Sachen „tridentinische Liturgie“ vor einer wiederzulassungsbedingten Spaltung gewarnt, die gerade durch deren Verbot entstanden ist.
Zu meiner gestrigen Antwort auf Ihre schlechten Erfahrungen mit Kirche sei ergänzt: ich bin Ihnen wohl aufgrund eigener schlechter Erfahrungen, die es aber überall gibt, nichts ist vollkommen, ein wenig auf den Leim gegangen. Wir dürfen nicht pauschalisieren. In der Kölner Innenstadt z. B. gibt es ausreichend glaubwürdige, glaubensstarke, überzeugende Priester, in deren Liturgie wir Erhebung erleben dürfen.
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#56   LandorganistII   08:13:32 | Freitag, 18. Januar 2008
Ach ja Guttenbergers Quellen sind folgende:
„Es wurde erzählt, das…“ passt aber gut zur allgemeinen Berichterstattung auf dieser Seite.
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#55   Benedikt   01:56:48 | Freitag, 18. Januar 2008
@ Guttenberger
Das ist auch mein persönlichr Eindruck von ihm, muß aber fairerweise hinzufügen, daß ich ihn nur von Veröffentlichungen in Presse un Fernsehen kenne.
Das haben Sie mit den meisten hier gemeinsam. Die 25-jährige Tätigkeit als Bischof wird anhand zweier 10 minütiger Auftritte bewertet, die mit dem Amt gar nichts zu tun haben. Und wenn Sie so wenig wissen, wieso behaupten Sie dann folgendes:
Sowohl das genannte Predigtverbot als auch seine Weigerung, das MP über die tridentinische Messe entsprechend päpstlicher Vorgaben zu handhaben, zeigt ein hohes Maß an Intolleranz des Kardinals.
In Mainz ist das MP umgesetzt worden, es gibt bereits einen weiteren Messort (Sonntagsmesse + eine Wochentagsmesse) neben dem ohnehin schon bestehenden. Schade, dass selbst Sie sich in die Phalanx der Kritikaster hier einreihen.
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#54   clarissa colonia   01:14:48 | Freitag, 18. Januar 2008
O, George Bonusmontanus,
das mit dem Themenvorschreiben oder -verbieten hat, wie jede Rechtshandlung wohl zwei Seiten. Man kann das sicher als Maulkorberlaß verstehen, müßte dann aber annehmen, daß der Diözesanklerus mehrheitlich dagegen gepredigt hätte. Nimmt man aber an, es wäre zu befürchten gewesen, die Pfarrer hätten das KVB mehrheitlich begrüßt (es ging ja in Hauptsache dabei um die Bischöfe, und da hätten wohl auch viele Pfarrer schon mal „mit den Wölfen geheult“), scheint das Predigtverbot wohl zumindest nicht mehr so ganz abwegig. Nähme mann dann drittens an, der eine Pfarrer hätte es homiletisch begrüßt, während es sein Mitbruder in der Nachbarpfarrei als Satanswerk verdammt hätte, was wäre denn dann zu befürchten gewesen? In der einen Pfarrei prügeln sich die Gläubigen um die Unterschriftslisten und in der Nachbarpfarrei glauben sie deshalb, das Tier der Apokalypse habe die Herrschaft übernommen! Das wäre wohl ein richtiges worst-case-scenario, oder nicht?
Wenn man andererseits als Bischof installierten Pfarrern nicht so wie ein General (positive) Vorschriften machen kann („Ihr müßt dagegen predigen!“), kann man es doch wenigstens generell verbieten. Dann hat man nämlich ggf. eine kirchenrechtliche Handhabe gegen die, die sich nicht an das Verbot gehalten haben!
Viele Postings hier übersehen ja geflissentlich, daß wir ob der Kontingenz dieser Welt meistens nicht wirklich vor der Entscheidung zwischen Gut und Böse stehen, sondern nur vor der Wahl des kleineren Übels; vielleicht wars das?
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#53   Jörg Guttenberger, Köln   01:01:46 | Freitag, 18. Januar 2008
Florian Geyer: Kardinal Lehmann
Das ist auch mein persönlichr Eindruck von ihm, muß aber fairerweise hinzufügen, daß ich ihn nur von Veröffentlichungen in Presse un Fernsehen kenne.
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#52   Florian Geyer   00:50:06 | Freitag, 18. Januar 2008
Wider den tierischen Ernst
Richtig !
der Herr Kardinal ist eine heitere Stimmungskanone die sich nie gerne ein Spässchen verkneift und für die profanen Freuden des allzumenschlichen sehr positiv gegenübersteht. Seine Brüder der profanen Künste werden ihm dies danken. Egal ob als Clown, als Hofnarr es kommt einfach überzeugend von innen und reisst einen mit. Was empfohlen werden könnte wäre ein Fortbildungskurs im Einradfahren und Jonglieren.
Damit gewinnt man heute die Jugend Herr Kardinal. :-)
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#51   Jörg Guttenberger, Köln   00:49:38 | Freitag, 18. Januar 2008
clarissa colonia, Gotthard
cc: herzlichen Dank für Ihren Bericht aus Königsmünster. Die neue Entwicklung unter Abt Dominicus, den ich nicht persönlich kenne (im Gegensatz zu Altabt Stefan Schröer, den ich bei Besuchen in der Abtei, zuletzt 1981, noch persönlich erlebt habe). Interessant in Ihrem Bericht ist insbesondere die Entwicklung nach der Resignation von Altabt Stefan, der ganz im Geiste der 68er aufgewachsen ist. Inwieweit er zu den Anängern dieser Ideologie gehört, ist mir nicht bekannt, aber er hat seine Studien weitestgehend nach 68 gemacht, vorher war er, Dipl.-Volkswirt, bei der Sparkasse Menschede angestellt.
Abt Dominicus löst sich also von 1968 und verlangt Übernahme von Verantwortung, und die jungen Mönche gehen! Interessant! Im Übrigen stimme ich Ihren Ausführungen, die sich iin ihrer Ausrichtung mit den Meinigen vollinhaltlich decken, zu.
G.: Natürlich ist ein Bischof berechtigt, seinem Klerus Predigtthemen vorzuschreiben. Ein nicht näher begründetes willkürliches Verbot führt verständlicherweise zu kritischen Fragen. Gerade das Kirchenvolksbegehren mit seinem undifferenzierten, mich eher an Lieschen Müller erinnernden Niveau fordert Kritik geradezu heraus, und es ist sogar Pflicht der Priester, auf sachliche Fehler und Ungenauigkeiten hinzuweisen, wie es Kölner Priester erfreulicherweise auch getan haben.
Das Predigtverbot von Kardinal Lehmann zu diesem Thema beweist nur dessen abgrundtiefe Intolleranz, zumal er m. W. der Einzige mit einem solchen Maulkorberlaß ist.
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#50   Aleph †   00:38:40 | Freitag, 18. Januar 2008
Missadeangelis
Ihr Vorschlag in Ehren. Zu bedenken ist in dem Fall, dass Kardinal Lehmann auch schon den Orden „wider der tierischen Ernst“ trägt.
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#49   missadeangelis †   00:34:01 | Freitag, 18. Januar 2008
Unterhaltungswert!
kreuz.net gebührt der Orden wider den tierischen Ernst! Aber mehr auch nicht!
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#48   dominus vobiscum   00:25:50 | Freitag, 18. Januar 2008
@ florian geyer
Vielen Dank für die Aufnahme!
Fühle mich unter Ihnen und den von Ihnen genannten Herrschaften in bester Gesellschaft, erachte aber meine Wenigkeit mit ihren geringen Sachkenntnissen für nur allenthalben zur Meinungsbildung berufen. Nichtsdesweniger bleibt Kreuz.net für mich eine informative und wichtige Seite mit nicht geringem Unterhaltungswert.
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#47   clarissa colonia   00:11:20 | Freitag, 18. Januar 2008
clara parva nomine sed fide et in facto obscura sum
Ich richte nicht über die Gewissen anderer, wer bin ich denn? Aber: Ich nehme Anstoß daran, daß es andere hier immer wieder tun, obwohl sie nur über die gleiche kontingente Erkenntnis (-fähigkeit) wie ich verfügen.
Ob Entwicklungen aufhaltbar gewesen wären, ist spekulativ, wie jeder historische Konditionalis. Die Situation aus St. Maria in der Kupfergasse kenne ich nicht. Aus persönlicher Freundschaft mit Dominicus Meier weiß ich aber, daß die in Meschede vermeintlich eröffnete Berufungsquelle bis auf ein mageres Rinnsal versiegte, als der Abt (D. M.) von seinen Mitbrüdern verlangte, die Mönchsgemeinschaft nicht nur als Ermöglichungsgrund der Selbstverwirklichung, sondern als Bewährungsfeld für persönliche Leistungsbereitschaft zu sehen. Da sind die Herren Jungmönche reihenweise ausgetreten!
Natürlich macht es keinen Sinn, die intellektuellen wie spirituellen „Preise“ zu senken, und ich sehe auch, daß inkarnierte Ignoranz, fleischgewordene Langeweile und menschgewordene Einfalt vielfach er sicherste Weg zu kirchlicher „Karriere“ sind. Leider haben wir keine anderen dispensatores mysterii; schade, nicht? Aber: Ist das irgendwo anders als in der vielgeschmähten „Lehmann-Amtskirche“, etwa in der fraternitas marcellina? Ich habe ja schon großen „Driß“ über mich ergehen lassen müssen, als ich religiöse Erhebung suchte. Und das hier wie dort, und ich kann ihnen sagen: Auch die fratres marcelli mögen alles sein, theologische Leuchten sind sie überwiegend nicht, eher Kirchenlichter.
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#46   Florian Geyer   23:58:43 | Donnerstag, 17. Januar 2008
hi Dominus
Wilkommen im Club
„Übrigens bin ein Fan Ihrer oft ziemlich witzigen Kommentare!“
Das freut mich.
Dachte mir schon mir gehts wie Gotthard, Landorganist,
Leblhuber, St Georg die keiner leiden kann :-#
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#45   Jörg Guttenberger, Köln   23:44:18 | Donnerstag, 17. Januar 2008
clarissima colonia
Es ist nicht unsere Aufgabe, über das Gewissen anderer zu richten, das ist alleine der Endabrechnung des Herrn vorbehalten. Maßgeblich alleine, und das gilt sowohl für Lehmann und seine Anhänger, als auch die Piusbrüder und ihren Gründer, ist für uns alleine Verstoß gegen eine objektive Wert- und Rechtsordnung und deren Folgen.
Inwieweit die Entwicklung bis heute aufhaltbar war, ist schwer zu beurteilen. Auf jeden Fall sind latente Priesterberufungen vorhanden, wie der zumindest zeitweise reich sprudelnde Nachwuchs der Benediktinerabtei Königsmünser / Meschede und in Köln die nicht geringe Anzahl von Priestern, die aus der Pfarr- und informellen Personalgemeinde von „Maria in der Kupfergasse“ hervorgegangen sind, zeigen.
Allzu großer Verzicht auf geistliche Ansprüche hat der Kirche noch nie gut getan. Hier dürfte ein wesentlicher Grund für den Rückgang der sonntäglichen Messbesucher liegen, ebenso wie für den sinkenden Zuspruch, den das Bußsakrament findet.
Man hat Schuld weitestgehend wegpsychologisiert. Psychologie ist wichtig, aber wenn man die Schuldfähigkeit des Menschen grundsätzlich leugnet, erzieht man ihn zu infantiler Verantwortungslosigkeit, also zur Unreife, und schießt damit deutlich über das Ziel hinaus.
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#44   Gotthard   23:30:35 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@Jörg Guttenberger
hat Kardinal Lehmann seinem Klerus verboten, gegen das Kirchenvolksbegehren zu predigen.
Kirchenpolitische Auseinandersetzungen können einfach keine Predigtthemen sein … die Pius-Hanseln üben das allerdings.
Die Pius-Hanseln mögen Predigtthemen vorgeben … ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine solche Idee ein Bischof je haben könnte.
Ein Hirtenbrief ist eine klare Äußerung des Bischofs – doch sonst ist der Priester doch frei von bischöflichen Vorgaben für die Predigt – oder irre ich mich da?
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#43   dominus vobiscum   23:18:21 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@Geyer
Meinen Sie das geht so schnell?
Übrigens bin ein Fan Ihrer oft ziemlich witzigen Kommentare! :-)
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#42   clarissa colonia   23:14:12 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Verschiedentlich wurde in diesen Foren
schon die Auffassung vertreten, Marcel Lefebvre habe sich bei den von ihm gespendeten (zumindest unerlaubten) Bishofsweihen in einem rechtfertigenden Irrtum befunden, weil er seinem (vielleicht subjektiv irrigen) Gewissen gefolgt ist.
Müßte man deshalb Lefebvre und Lehmann nicht mit gleichm Maß messen?
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#41   Florian Geyer   23:05:22 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Dominus
Der Umbruch kommt unaufhaltsam !
Nicht nur in der Kirche.
Die bevölkerungszerstörende Generation der Pille, der Abtreibung, des Emanzentums und der Kulturperversion
hat die Gesellschft pervertiert befindet sich nun aber bereits im Wassercloset.
Es ist nur die Spülung noch nicht betätigt worden
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#40   dominus vobiscum   22:50:43 | Donnerstag, 17. Januar 2008
dünne Luft
Vielleicht ist es kein Zufall, dass der Kardinal jetzt als Vorsitzender abdankt. Der heilige Vater leitet vielleicht gerade eine Wende in der Kirche ein. Jedenfalls ist es für mich ein positivies Signal, welches sich nahtlos einfügt in die Zeichen der Zeit. Darum regen sich ja viele Progris hier
so auf! Weil die Luft langsam dünn wird…das hat auch der Kardinal gemerkt…!
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#39   Jörg Guttenberger, Köln   22:41:41 | Donnerstag, 17. Januar 2008
clarissa colonia: KVB
Das hätte gerade noch gefehlt. Die so hoch gerühmte „Dialogbereitschaft“ von Kard. Lehmam bezog sich doch, so weit bekannt, ausschließlich auf seine Gesinnungsgenossen.
Sowohl das genannte Predigtverbot als auch seine Weigerung, das MP über die tridentinische Messe entsprechend päpstlicher Vorgaben zu handhaben, zeigt ein hohes Maß an Intolleranz des Kardinals.
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#38   clarissa colonia   21:04:15 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Na wenigstens hat der Kardinal nicht angeordnet,
für das KirchenVolksBegehren zu werben oder zu predigen! Das ist doch auch schon was!
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#37   Jörg Guttenberger, Köln   20:52:19 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Kardinal Lehmann
Wie damals erzählt wurde, hat Kardinal Lehmann seinem Klerus verboten, gegen das Kirchenvolksbegehren zu predigen. Sofern das stimmt, spricht das nicht gerade für seine allseitige Dialogbereitschaft. Er hinterläßt so mehr den Eindruck eines Maulkorbproduzenten für Konservative.
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#36   Baron Bolligru   18:52:57 | Donnerstag, 17. Januar 2008
missadeangelis ist
wieder nüchtern.
Oder doch noch nicht?
Es klingt so nach schwerem Kater.
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#35   Nachtlaterne   18:52:28 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Der Tag des Herrn ist nahe, der gewaltige Tag, er ist nahe, schnell kommt er herbei. Horch, der Tag
Der Tag des Herrn ist nahe, der gewaltige Tag, er ist nahe, schnell kommt er herbei. Horch, der Tag des Herrn ist bitter, da schreit sogar der Kriegsheld auf. Ein Tag des Zorns ist jener Tag, ein Tag der Not und Bedrängnis, ein Tag des Krachens und Berstens, ein Tag des Dunkels und der Finsternis, ein Tag der Wolken und der schwarzen Nacht, ein Tag des Widderhorns und des Kriegsgeschreis in den befestigten Städten und auf den hohen Zinnen. Da jage ich den Menschen Angst ein, so daß sie wie blind umherlaufen; denn sie haben sich gegen den Herrn versündigt. Ihr Blut wird hingeschüttet wie Schutt und ihr fettes Mark wie Kot. Weder ihr Silber noch ihr Gold kann sie retten am Tag des Zorns des Herrn. Vom Feuer seines leidenschaftlichen Eifers wird die ganze Erde verzehrt.
Denn er bereitet alle Bewohnern der Erde eine Ende, ein schreckliches Ende. Zefanja 1/14-18
Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht bleibt ihr geborgen am Tag des Zorns des Herrn. Zef. 2/3
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#34   Aleph †   18:44:46 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Phrasendreschmaschine
Dazu kann ist nur zu sagen:
Die Büxe der Pandora
ist durchgehend geöffnet.
In der Schädeldecke Loch an Loch und
in den öden Fensterhöhlen wohnt das Grauen…,
arme Pandora
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#33   matt2 †   18:18:42 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@clarissa: Sehen Sie schon durch die rosarote Brille?
ich habe mindestens zwei Fehler gemacht in meinem vorletzten Kommentar. Mir scheint, Sie wollen es mir aus reiner Sympathie nicht vorwerfen.
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#32   clarissa colonia   18:13:10 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Hervorragend,
sehen Sie, Sie können es doch! Damit werden Sie es im Handumdrehen zum Klassenprimus geschafft haben! Ich gratuliere! Und: So schwer war es ja nun nicht, oder?
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#31   Nachtlaterne   18:12:00 | Donnerstag, 17. Januar 2008
„Tobt ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr wer
„Tobt ihr Völker! Ihr werdet doch zerschmettert. Horcht auf, ihr Enden der Erde! Rüstet nur! Ihr werdet doch zer-schmettert. Rüstet! Ihr werdet zerschmettert. Macht nur Pläne! Sie werden vereitelt. Was ihr auch sagt, es kommt nicht zustande. Denn Gott ist mit uns“ Jes. 8/9-10
„Die Vernichtung ist beschlossen, die Gerechtigkeit flutet heran. Ja, Gott, der Herr der Heere, vollstreckt auf der ganzen Erde die Vernichtung, die er beschlossen hat.“
Jesaja 10/23
„Die Erde ist entweiht durch ihre Bewohner; denn sie ha-ben die Weisungen übertreten, die Gesetze verletzt, den ewigen Bund gebrochen. Darum wird ein Fluch die Erde zerfressen; ihre Bewohner haben sich schuldig gemacht. Darum schwinden die Bewohner der Erde dahin, nur weni-ge Menschen werden übrig gelassen.“ Jes. 24/5-6
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#30   matt2 †   18:09:56 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@clarissa: nun gut!
wären Sie nun bitte so freundlich mich auf die Rechtscheib- und Grammatikfehler in meinem letzten Kommentar, sowie dem jetzigen hinzuweisen. :-P
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#29   clarissa colonia   18:08:02 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Man kann mich auch direkt ansprechen,
ich brauche nämlich keinen Logotheten und spreche von mir ja auch nicht in der 3. Pers. Sg. oder der ersten Plural!
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#28   matt2 †   18:06:15 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Der Hochmut der Weibis begründet sich darin, dass sie in unwesentlichen Dingen auftrumpfen kann…
z.B. in solchen Dingen wie Orthographie (Frage: wieso sagt sie nicht einfach Rechtschreibung? Antwort: weil sie sich so besser vorkommt) Nun ist das aber wahrlich kein Maßstab für die Güte einer Person, dass muss sich das Weibi schon einmal sagen lassen.
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#27   clarissa colonia   17:12:55 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Leber Liebelhuber! Da ich jeden Menschen der Zuwendung für wert erachte,
machen Sie selbstverständlich keine Ausnahme. Allerdings habe ich, das müssen Sie nun aber nicht auf sich beziehen, gewisse Verständnis- wie Verständigungsschwierigkeiten ab einem sprachlichen und inhaltlichen Niveau, auf das ich mich nicht mehr herunterarbeiten kann. Sprachlicher Vulgarismus, sinnentleerte Redundanz und sinnfreier Verzicht auf Orthographie (keine technisch bedingten Flülüchtigkeitsfehler) sind mir ein Grauen.
Das mag nun etwas altjüngferlich scheinen, wäre bei mir aber nicht wirklich unzutreffend.
Aber, ich kann Ihnen nicht versprechen, daß es mir gelingen wird, ein diskutables Schwergewicht wie Sie auf die Schaufel zu nehmen. Vielleicht bedürfte ich da doch der Unterstützung technischer Provenienz, sofern sich hier kein (wirklicher) Chevalier findet.
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#26   matt2 †   17:10:28 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Leblhuber Sie Schleimer…
erkennen Sie nicht den Hochmut des Weibis? Lassen Sie mich Ihnen eines im Vertrauen sagen, mein Bester: Frauen haben auch eine harte Behandlung ganz gerne, auch wenn Sie Sich äußerlich sträuben. Der Rowdy hats ihnen angetan. Erst wenn Du Ihnen Angst machst, gewinnen Sie dich lieb. Das ist womöglich sogar eine alte Bauernregel. Sie sind mir da viel zu charmant.
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#25   Leblhuber   17:00:58 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Liebe Clarissa!
Von Ihnen auf die Schaufel genommen zu werden, ist das reinste Vergnügen. Ich kann es kaum erwarten, dass mir ein Gleiches geschieht. Sie werden mich doch hoffentlich dessen würdig befinden?
„sie sehen mich (erstmals heute) zutiefst sprachlos. Nicht nur der Umfang Ihres Postings (Sie führen doch nicht Buch, oder schreiben darüber ein linguistisches Standardwerk?), sondern auch die Akribie, mit der Sie diese sprachlichen Entgleisungen dokumentiert haben, nötigt mir tiefen Respekt ab.“
Einfach famos!!! :&) :(3
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#24   clarissa colonia   16:45:41 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Wenn Seuchengefahr besteht,
dann achten Sie bitte zuverlässig auf gute intellektuelle Schutzkleidung!
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#23   Pünktchen   16:44:29 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Liebe Clarisse,
ich mußte sogar einige Wörter aus der Liste streichen, weil der Zeichenvorrat erschöpft war!
Ansteckungsgefahr besteht tatsächlich! Danke für diesen Wink…
Grüße
.chen
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#22   clarissa colonia   16:37:22 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Liebe/r/s Pünktchen,
sie sehen mich (erstmals heute) zutiefst sprachlos. Nicht nur der Umfang Ihres Postings (Sie führen doch nicht Buch, oder schreiben darüber ein linguistisches Standardwerk?), sondern auch die Akribie, mit der Sie diese sprachlichen Entgleisungen dokumentiert haben, nötigt mir tiefen Respekt ab.
Ich habe Postings dieses sprachlichen Niveaus immer nur oberflächlich, bestenfalls inhaltlich zur Kenntnis genommen, weil ich befürchtete, solcherart Gossensprache sei ansteckend wie eine Seuche.
Genießen kann ich Ihren interessanten Beitrag aber erst völlig, wenn Sie mir versichern, keine Beeinträchtigungen erlitten zu verspüren oder Ansteckungszeichen zu verspüren.
Mit Respekt und Dank, cc.
Redaktion benachrichtigen
#21   Pünktchen   16:26:12 | Donnerstag, 17. Januar 2008
clarissa, natürlich gibt es eine „progressive“ Phrasendreschmaschine:
„Katholiban“, „Kreuznatter“, „Pius-Hansl“ …
kombiniert mit:
„menschenverachtend“, „hetzend“, „erzreaktionär“ usw.
Hier die Beispielliste von methobelix:
Angstmache
Armesünderabzeichen
Arroganz („Katholische … „)
Brutalo-Katholizismus
Despotie („blutrünstige…“)
Despoten („mörderische …“)
erzkatholisch
erzreaktionär
Ewiggestrige
Frauenfeind
Frauenschlächter
Frauenverächter
Folterkammer
Folteropfer
Fundamentalist
Gegeifer
Gejammer („hysterisches …“)
Gerontokrat
Geschichtsbild („verlogenes …“)
Geschichtsklitterung („katholische …“)
Geschichtsmüll („aufgewärmter …“)
Gotteskrieger
Gräueltaten („katholische …“)
Großinquisitor
Hau-drauf-Katholizismus
Haßpredigten
Heuchelei („katholische …“)
Hexenglauben
Hexen-Holocaust
Hexenjagd
Hexenverbrenner
Hinrichtungsmaschine
Hinrichtungsparagrafen
Höllenangst
Höllenfeuer („ewiges …“)
Höllenqualen
Höllenqualenreligion
Horrorszenario („reaktionäres…“)
Hysterie („schreckliche …“)
hysterisch („vollkommen …“)
Ignoranz („katholische …“)
kaltschnäuzig
Katholenfundi
Kirchenbeamte („katholische …“)
Klemmer („psychischer … beim Sex“)
klerikal-faschistisch
Machtanspruch
Menschenopfer
Menschenverachtung
Millionen Opfer
Moraldiktat
Mordbrenner („katholische …“)
Mordbuben („eine Menge …“)
Neurose („ekklesiogene …“)
Priestergezänk
Rache- und Sündengott
reaktionär
Scheiterhaufen
Selbstbeweihräucherung
sexualfeindlich
Sexualneurose
Sexualneurotiker
Sexualtheologe
Sexualtheoretiker („misogyne …“)
stockkonservativ
verheizen („Frauen …“)
Zombies („katolische“
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#20   clarissa colonia   16:13:05 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Gibt es von dieser „Phrasendreschmaschine“
auch eine „progressive“ Variante, mir gehen nämlich langsam die passenden Attribute und Epitheta aus?
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#19   RRR   15:48:40 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ stimme der vernunft
Die Redaktion besitzt eine sogenannte Phrasendreschmaschine (--> Google).
Danke, wunderbar auf den Punkt gebracht! :(3
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#18   stimme der vernunft †   15:37:36 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@Aleph
Das klingt ziemlich wuchtig „brutaler Modernist“.
Die Redaktion besitzt eine sogenannte Phrasendreschmaschine (--> Google).
Damit werden Begriffe wie „brutal“, „radikal“, „kirchenfeindlich“ usw. mit anderen Begriffen wie „freimaurerisch“, „sodomistisch“, „abgefallen“ usw. kombiniert und die Kombination dann mit weiteren begriffen „Modernist“, Homo-Aktivist“, „Rotarier“ usw. kombinert.
Die Auswahl der Worte geschieht entweder rein zufällig, oder es werden bestimmte Worte je nach Artikelthema gewichtet.
So ist es dann reiner Zufall, ob von einem „brutalen sodomistischen Modernisten“, einem „radikalen, freimaurerischen Homo-Aktivistien“, oder von einem „kirchenfeindlichen, rotarischen Freimaurer“ die Rede ist.
Man versteht die Artikel hier meist besser, wenn man die ganzen Phrasen mit „Typ, den die Redaktion nicht mag“ ersetzt, bzw. das Gegenteil (es gibt natürlich auch eine Phrasendreschmaschien mit positiven Begriffen) durch „Typ, den die Redaktion mag“.
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#17   Pünktchen   15:19:51 | Donnerstag, 17. Januar 2008
lando II und aleph diskriminieren!
lando: Wenn man Schmidberger heißt, sollte man zu kirchenpolitischen Fragen besser den Mund halten
In Deutschland tragen schätzungsweise ca. 2800 Personen www.verwandt.de/…ut/schmidberger.html den Namen Schmidberger. Diesen allen soll also der Mund verboten werden?!!
Beifall bekommt lando von aleph, der erst unlängst (15. Januar 2008 14:28 www.kreuz.net/…ticle.6487-page.html) einen Homosexuellen wegen seines Outing beschimpfte („unterste Schublade“) und sich damit der auf kreuz.net verbreiteten Homo-Hetze angeschlossen hat!
tsss, tsss, tsss … >:)
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#16   Dr. Christoph Heger   15:19:22 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@st.georg: Was sollen solche sinistren Andeutungen?
wollen wir hier mal keine diskussion über die person may führen, das würde für den sehr umstrittenen prof. sicher nicht angenehm…
Entweder Sie sagen etwas oder Sie halten den Mund. Solch linkes Gemunkel ist nicht in Ordnung.
Die „Person May“ ist ein hochangesehener Kirchenrechtler.
MfG
Christoph Heger
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#15   Aleph †   15:02:34 | Donnerstag, 17. Januar 2008
ExBochumer
Können Sie begründen warum das der Landorganist II sollte, was Sie von ihm verlangen?
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#14   ExBochumer †   15:00:15 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ Landorganist
Warum halten Sie eigentlich nicht Ihre Klappe?
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#13   Aleph †   14:55:49 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Brutaler Modernist
Der abgefallene Pfarrer von Egelsbach war ein brutaler Modernist.
Das klingt ziemlich wuchtig „brutaler Modernist“. Was dazu dem einzelnen für eine überfordernde Bilderflut überkommen kann. Alles ist in dieser Kombination enthalten: da darf man nicht nur brutal sein, übrigens wie geht das(?) sondern darf auch Modernist sein. Das ist doch was, das hat was. Mehr braucht es nicht.
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#12   st.georg   14:46:51 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@artikel
…die zitate von may sind aus dem jahr 2001! und nicht 2004 – also sehr aktuell…darüber hinaus wollen wir hier mal keine diskussion über die person may führen, das würde für den sehr umstrittenen prof. sicher nicht angenehm…
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#11   clarissa colonia   14:44:55 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Man mag über Card. Lehmann als Bichof und Bischofskonferenzvorsitzenden
ja persönlich denken, was man will, und man mag sich ja auch privat seine Gedanken darüber machen, wie dessen Leistungsbilanz sub specie aeternitatis wohl aussehen mag.
Aber: Wer hätte je ein Fenster in die Seele eines anderen gehabt? Woher nimmt man die Sicherheit, das Innere eines anderen Menschen sei stumpf und lau? Wer maßt sich an, dem Urteil unseres obersten Richters vorzugreifen?
Freuen wir und doch darauf, daß Card. Lehmann durch die Resignation vom Amt des Konferenzvorsitzenden vieler öffentlicher Verpflichtungen ledig ist und sic mit verbleibender Kraft ganz seiner Diözese widmen kann. Vielleicht werden wir über seinen apostolischen Eifer erstaunt sein, den Prof. May so schmerzlich vermißte!
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#10   matt2 †   14:43:24 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@georg…
glauben Sie mit diesem „Endspirt-Engagement“ gegen die embryonale Stammzellen-Forschung holt Lehmann die Kohlen noch aus dem Feuer? Schauen Sie, das muss man in Relation setzen zu dem Schaden, den er verursacht hat, teils durch Untätigkeit, teils durch aktive Befürwortung. Da wirkt ja das fast schon wie die Heuchelei eines Versagers.
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#9   Krak des Chevaliers   14:39:22 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Professor May
Die von Professor May am scheidenden DBK-Vorsitzenden geübte Kritik trifft ganz oder teilweise auch für andere deutsche Bischöfe zu.
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#8   st.georg   14:37:15 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@mattII
…heute in der „welt“ – das ist weder lau noch stumpf , sondern klar, eindeutig, unmissverständlich und durch und durch katholische position :
Damit distanziert sich Lehmann auch vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, der eine einmalige Verschiebung des Stichtags zum Import embryonaler Stammzellen befürwortet und in der Debatte „Züge eines Kulturkampfs“ kritisierte. Lehmann bemängelt seinerseits, dass der 2002 gefundene Kompromiss beim Stammzellgesetz nicht lange gehalten habe.Nach den Worten des Kardinals gibt es keinen Moment in der Entwicklung, an dem man sagen könne, erst hier werde der Embryo zum Menschen. Zwar werde immer wieder versucht, das Menschsein erst mit späteren Phasen der Entwicklung wie der Einnistung, der Gehirnreifung oder der Geburt beginnen zu lassen. Aber auch wenn die Entwicklung in Stufen verlaufe, handele es sich in jedem Stadium um einen embryonalen Menschen. Lehmann: „Der Mensch wird nicht zum Menschen, sondern ist von Anfang an Mensch.“ Dafür gebe es gerade von der Embryologie her gute Argumente und Belege.
Der Bischof widersprach insbesondere der Meinung, die wahre Menschwerdung geschehe bei seiner Einnistung in die Gebärmutter.
Zwar sei diese entscheidende Phase der Implantation nicht gering zu schätzen, da der Embryo auf die besonderen Umweltbedingungen durch die Mutter angewiesen sei. Deswegen dürfe das „Eigenpotenzial des Embryos“ aber nicht verschwiegen werden.
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#7   LandorganistII   14:30:17 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Die Überschrift des Kommentars ist falsch!
Es hieße besser: „Wenn man Schmidberger heißt, sollte man zu kirchenpolitischen Fragen besser den Mund halten“.
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#6   matt2 †   14:14:56 | Donnerstag, 17. Januar 2008
das klingt wie eine wahrheitsgetreue und nüchterne Einschätzung…
Lehmann hat der Welt und nicht Christus gedient. Er hat sein Amt mit viel unnützem vertan. Für die dringlichen, geistlichen Problemfelder hat er auch keinen Sinn, dafür ist sein Inneres zu stumpf, zu lau. Er ist so einer, der jetzt die Schultern hebt und meint, er hätte nach Maßgabe eines Menschen getan, was er konnte und Kritik gäbe es immer. So einfach wird er aber nicht davonkommen, denn hier ging es eben nicht um Geld oder Waren, wie in einem x-beliebigen betrieblichen Unternehmen, sondern es ging um Seelen von Menschen und für die wird man Rechenschaft von ihm fordern.
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#5   RRR   14:06:12 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ Sozialkatholisch
Ich passe mich da ganz an kreuz.net als Vorbild an (wie Sie ja offenbar auch). In anderen Internetforen agiere ich durchaus mit meinem echten Namen.
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#4   Sozialkatholisch   14:04:41 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ RRR
So ein Vorbild im bekennen bist du aber nun auch nicht unbedingt.
o.O
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#3   Celebration   14:04:29 | Donnerstag, 17. Januar 2008
ExBochumer
Schade, dass Sie keinen privaten Kontakt wünschen.
Wäre doch ganz prima von Ex-Bochumer zu Ex-Bochumer :-) :)3 ^-^
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#2   RRR   14:00:37 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ ExBochumer
Es wäre schön zu wissen, wer den Kommentar geschrieben hat.
Dazu müsste der Kommentator sich selbst bekennen, und mit dem Bekenntnis haben es die Tradis nicht so. Die bleiben lieber anonym, hetzen hinterrücks – wie sie ja auch ihre Druckschriften grundsätzlich an kirchlichen Schriftenständen auslegen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen (habe erst letzte Woche wieder mal eine Kirche von solchen Flegeleien gesäubert, der dortige Pfarrer hat’s mir gedankt!).
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#1   ExBochumer †   13:53:34 | Donnerstag, 17. Januar 2008
An die Redaktion:
Es wäre schön zu wissen, wer den Kommentar geschrieben hat.
Die fehlende Namensangabe in Kommentaren fiel mir schon häufiger auf.
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