Volksaltar
Ein bloßes liturgisches „Weiter so“ wäre die falsche Lösung
Eine große deutsche Tageszeitung veröffentlichte kürzlich einen spektakulären Kommentar: „Es wäre in Benedikts Sinn, wenn der Volksaltar verschwände, sofern er eine historisch gewachsene Bausubstanz verunstaltet.“
Priesterweihe von Christophe Ferey am 10. Juni in der Kathedrale von Coutances.
Priesterweihe von Christophe Ferey am 10. Juni in der Kathedrale von Coutances.
(kreuz.net) Am 15. Januar kommentierte der Journalist Alexander Kissler (38) in der ‘Süddeutschen Zeitung’ die Tatsache, daß der Papst die Messe zum Epiphaniefest am Hochaltar der Sixtinischen Kapelle zelebriert hat.

Kissler ist seit dem Jahr 2002 Kulturjournalist im Feuilleton der ‘Süddeutschen’. Sein Beitrag trägt den Titel „Ende des Volksaltares“.

Dieses Jahr ließ der Papst – so Kissler – für seine Messe „keinen golden bemalten Holztisch“ in die Sixtinische Kapelle tragen: „Der Volksaltar blieb im Depot.“

Damit habe der Pontifex Gerüchten Nahrung gegeben, wonach er bald eine Messe im Alten Ritus feiern werde:

„Dieser zeichnet sich durch Gregorianik und lateinische Gebete aus, durch Mundkommunion und den Verzicht auf die Fürbitten – und eben durch die Zelebrationsrichtung »versus Deum« statt »versus populum«.“

„Die Gemeinde – einschließlich des Priesters – schaut auf das Kreuz des Hochaltares“ – erklärt Kissler.

Messe am Hochaltar der Sixtinischen Kapelle
Einzug in die sixtinische Kapelle.Der Papst taufte dreizehn Kinder von vatikanischen Mitarbeitern.Die Messe zelebrierte er am Hochaltar der Sixtinsichen Kapelle.

Kardinal Ratzinger habe als Präfekt der Glaubenskongregation für die gemeinsame Ausrichtung des Priesters und des Volkes auf den Herrn geworben:

„Diese »Tradition aus apostolischer Zeit« (Ratzinger) hat Benedikt XVI. nun in der Sixtinischen Kapelle aufgegriffen und in den neuen, seit 1970 dominierenden Ritus integriert, in die sogenannte »ordentliche Form«.“

Dadurch gebe er fast ein halbes Jahr nach ‘Summorum Pontificum’ zu verstehen:

„Wer die nachkonziliar reformierte Messe für modernistisch hält, der muß nicht komplett zurückkehren zur tridentinischen Form; eine behutsame Erneuerung ist innerhalb des Ritus von 1970 möglich, wenn man diesen für traditionelle Elemente öffnet.“

Kissler verweist auf das Communiqué des Büros für Päpstliche Zeremonien, wonach sich der Papst zugunsten architektonischer „Schönheit und Harmonie“ entschieden habe.

Für den Journalisten ist das eine „bewußte Abkehr von Johannes Paul II.“:

„Daß die Sistina durch die Verbannung des Holztisches an Klarheit und Eleganz gewinnt, leuchtet unmittelbar ein; nun wäre es in Benedikts Sinn, wenn auch andernorts der Volksaltar verschwände, sofern er eine historisch gewachsene Bausubstanz verunstaltet“ – so Kissler.

In der Aufwertung des Hochaltars sieht der Journalist einen weiteren Beleg für den „frischen Wind“, der mit dem neuen päpstlichen Zeremonienmeister Guido Marini eingezogen ist:

„Seit dessen Antritt im vergangenen September schreitet die Renaissance der klassischen Liturgie in einem Tempo voran, das unter Vorgänger Piero Marini undenkbar gewesen wäre.“

Damit habe Benedikt XVI. in einer hitzigen Debatte „Pflöcke eingeschlagen“.

Besonders in Deutschland würden sich manche Bischöfe viel Mühe geben, durch komplizierte Ausführungsbestimmungen den Sinn des Motu Proprios zur Freigabe der Alten Messe ins Gegenteil zu kehren:

„Sie wehren sich gegen jene spirituelle Frischzellenkur, die Benedikt der neuen Messe durch ihre Gleichstellung mit der alten verordnen wollte.“

Diesen Kräften der Beharrung habe die Messe zur „Taufe des Herrn“ vor Augen geführt, daß ein bloßes liturgisches „Weiter so“ die falsche Lösung wäre.
      
28 Lesermeinungen
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#28   Pünktchen   17:35:13 | Sonntag, 20. Januar 2008
Danke ichthys,
haben Sie möglicherweise auch eine brauchbare Internetadressse (womögl. mit Bildern), auf die ich verlinken könnte?
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#27   )ichthy's   17:08:01 | Sonntag, 20. Januar 2008
weitere Kirche mit NOM versus apsidem
Göffingen Gde. Unlingen (nicht das Pius-Priorat, sondern die katholische Pfarrkirche).
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#26   Pünktchen   15:51:38 | Sonntag, 20. Januar 2008
Kirchen im deutschsprachigen Raum, in denen
die erneuerte Liturgie (NOM) „versus deum“ zelebriert wird:
St. Peter / München (Homepage d. Stadtpfarre) www.erzbistum-muenchen.de/EMF264/EMF026308.asp
Heilig Geist / München ….heilig-geist-muenchen.de/?c=4
St. Rochus / Wien (A) www.oratorium.at/
Karmelitinnen-Klosterkirche im Mayerling (A) www.karmel-mayerling.org/
Maria Vesperbild / Ziemetshausen www.maria-vesperbild.de/
Pfarrkirche in Altomünster www.erzbistum-muenchen.de/EMF274/EMF027386.asp
Klosterkirche Fürstenfeld (ehem. Zisterzienserkloster) / Fürstenfeldbruck …w.kloster-fuerstenfeld.de/start1024.htm
St. Maria in der Kupfergasse / Köln www.kupfergasse.de/
Maria Rehkogel / Frauenberg (A) www.maria-rehkogel.at/
Wallfahrtskirche Maria Pöllauberg / Pöllauberg (A) (werktags) www.poellau.net/default.asp?action=article…
Die Liste ist sicher nicht vollständig! Weitere Hinweise werden berücksichtigt und sind erbeten als Leserzuschriften unter
>>>>>>diesem www.kreuz.net/bookentry.1183.html<<<<<
Artikel!
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#25   )ichthy's   12:04:25 | Sonntag, 20. Januar 2008
Zelebrationshostie
@Gotthard gibt es neben „Zelebrationshostien“ noch andere Hostien?
Als Zelebrationshostie kann man die Hostie bezeichnen, die der Priester bei der Wandlung in die Hand nimmt und die er nach dem Einsetzungsbericht für das Brot resp. den Leib Christi der Gemeinde zeigt. Daneben gibt es ja normal die kleinen Hostien, die in der Hostienschale liegen bleiben.
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#24   Doriano   04:43:01 | Samstag, 19. Januar 2008
@Jörg Guttenberger, Köln
Es muß heißen ‘Versus Deum’ (gemeinsame Gebetsrichtung
mit den Gläubigen) – hin zu Gott. Die Bezeichnung
‘mit dem Rücken zum Volk’ ist missverständlich und
klingt sehr abwertend – lag wahrscheinlich auch so im
Sinne der Erfinder dieses Ausdrucks.
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#23   Jörg Guttenberger, Köln   00:10:11 | Samstag, 19. Januar 2008
Fürbitten
hat es in den Pfarrkirhen St. Cornelius in 1953 und ab 1954 in „Zum Göttlichen Erlöser“ in Köln Rath schon gegeben. Hier wurde nach Bekanntgabe der Intention allerdings nur derer gedacht, für die die hl. Messe gefeiert wurde. Die Fürbitten schlossen mit dem Psalm „Aus der Tiefe rufe ich zu Dir o Herr“
Außer in der Kupfergasse wird auch in der Sakramentskapelle des Kölner Domes ausschlielich mit dem Rücken zum Volk zelebriert. Diese hl. Messen finden von November bis April werktags und sontags früh bis 8 Uhr statt.
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#22   Gotthard   20:32:23 | Freitag, 18. Januar 2008
@Seminarist
Diese monströsen Zelebrationshostien, wie auf dem Bild zu sehen, ähnelnd dem Fladenbrot in einer Dönerbude – furchtbar.
gibt es neben „Zelebrationshostien“ noch andere Hostien?
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#21   Lorenz   15:38:57 | Freitag, 18. Januar 2008
@ Sirilo, „Favelius“
Was halten Sie für intelligenter: Eine Vollsperrung des neuen Bokrug oder eine Beschränkung auf sagen wir 3000 Zeichen pro Tag?
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#20   maliems   14:27:18 | Freitag, 18. Januar 2008
Bildunterschrift
Der Mond ist aufgegangen, die…
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#19   Benedikt   14:17:20 | Freitag, 18. Januar 2008
@ Sozialkatholisch
die ich im Alten Ritus wirklich gut und schön finde
ist der Asperges, das Stufengebet und die Stille beim Kanon.
Diese drei Sachen gibt es im NOM nicht
Asperges gibt es natürlich im „NOM“. Es wird nur praktisch nie gemacht (leider).
@ Artikel
Sieht fast so aus, also könnte ich Kissler mal zustimmen. Kommt selten vor.
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#18   Sirilo   13:37:54 | Freitag, 18. Januar 2008
Favelius = Bokrug
Nachdem Bokrug hier schon unter mehr als einem Dutzend Namen gesperrt wurde, beginnt er seine Spammer-Arbeit jetzt erneut, und zwar unter dem Namen „Favelius“.
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#17   Genoveva   13:27:29 | Freitag, 18. Januar 2008
@Tilly: Erst lernen, dann denken, dann posten …
Der NOM wird durch Latein nicht besser !
Der NOM ist Häretisch den der Opfergedanke wurde fast vollständig eliminiert die Opferhandlung wurde ersetzt durch eine so genannte Gabenbereitung.
Die Texte dazu wurden wortwörtlich aus dem Jüdischen Berachar Gebet übernommen.
Die Einsetzungsworte Christie wurden gefälscht (mein Blut das für euch uns alle vergossen wird). Staat richtigerweise für viele!
Das 1. Hochgebet ist wesentlich identisch mit dem Canon Missae der alten Messe und bringt natürlich den Opfergedanken zum Ausdruck. Das 3. Hochgebet (Standard für Sonntage) bringt den Opfergedanken ebenfalls sehr exponiert zum Ausdruck.
Offensichtlich verwechseln Sie das alte Offertorium mit der eigentlichen Opferhandlung (Wandlung). Auch in der alten Messe ist dieses ein Gebet mit der Bitte um die Annahme der Opfergaben (das „hanc immaculatam hostiam“ ist proleptisch!).
Das Jüdische Beracha-Gebet wurde auch von unserem Herrn Jesus Christus verwendet, der bekanntlich Jude war.
Im Lateinischen NOM heißt es „pro multis“. Das von Ihnen angesprochene „für viele“ gibt es nur in der Übersetzung (und es ist nicht falsch).
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#16   Burgorus   13:21:48 | Freitag, 18. Januar 2008
Der große Kreisdurchmesser
HBR hat gefragt: Oder was ist so toll daran, der Gemeinde den Rücken zudrehen zu wollen?
Und was ist toll daran, wenn ich einem anderen Kirchenbesucher den Rücken zuwende? Da sehe ich doch lieber den Rücken des Priesters mit seiner barocken Kasel, auf dessen Rückseite z.B. der gute Hirt mit Lämmlein oder ein Herz-Jesu- oder ein Herz-Mariä-Bild abgebildet ist, als den Anorak-Rücken meines vorderen Nachbarn!
Wenn also keiner dem anderen den Rücken zuwenden darf, dann müssen wir eben alle im Kreis stehen. Da hätte es Probleme beim Papstbesuch in München gegeben. Geben wir nur jedem 70 cm Platz, wäre der Kreis der über 250 000 Besucher über 175 km lang gewesen, da hätte man den Papst dann von etwa 28 km Entfernung betrachten dürfen, und so mancher, dessen Augen nicht mehr so gut sind, hätte da sein Fernglas mitnehmen müssen. Ein Radio hätte sowieso jeder gebraucht, um der Messe lauschen zu können. Man hätte aber nicht nach München zum Papst fahren müssen, sondern die Münchner hätten München verlassen müssen, um am Papstbesuch in München teilzunehmen.
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#15   jolie   13:06:22 | Freitag, 18. Januar 2008
wo gibts denn
diese lustigen bilder vom NOM im netz?
fragt
der
freche
jolie
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#14   sacerdos helveticus   13:03:18 | Freitag, 18. Januar 2008
Taufe des Herrn
Die Messe war an Taufe des Herrn.
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#13   LandorganistII   12:50:00 | Freitag, 18. Januar 2008
Wann war denn nun die Messe?
An Epiphanias oder Taufe des Herrn? Ich denke, weil es Tradition ist, an Taufe des Herrn.
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#12   Tilly   12:37:49 | Freitag, 18. Januar 2008
Messe
Der NOM wird durch Latein nicht besser !
Der NOM ist Häretisch den der Opfergedanke wurde fast vollständig eliminiert die Opferhandlung wurde ersetzt durch eine so genannte Gabenbereitung.
Die Texte dazu wurden wortwörtlich aus dem Jüdischen Berachar Gebet übernommen.
Die Einsetzungsworte Christie wurden gefälscht (mein Blut das für euch uns alle vergossen wird). Staat richtigerweise für viele!
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#11   HBR   12:33:17 | Freitag, 18. Januar 2008
Bigotterie pur
Was bitte ist am lateinischen Ritus „würdiger“? Oder was ist so toll daran, der Gemeinde den Rücken zudrehen zu wollen? Und dann wieder die Form der Kommunion? Irgendwie kommt mir dies vor, als stünde nicht mehr die Verehrung des Herrn im Mittelpunkt einiger Tradis sondern nur noch eine bigotte Handlungsvorschrift.
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#10   Sozialkatholisch   12:32:25 | Freitag, 18. Januar 2008
Also drei Sachen
die ich im Alten Ritus wirklich gut und schön finde
ist der Asperges, das Stufengebet und die Stille beim Kanon.
Diese drei Sachen gibt es im NOM nicht, weil die verstümmelten, rudimentären Reste ich persönlich nicht mehr dazu zählen kann.
Vom würdigen und dem frevelhaften Empfang erschwerenden Kommunionempfang garnicht zu reden.
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#9   Florianklaus   12:19:17 | Freitag, 18. Januar 2008
Zelebrationsrichtung
an dieser Stelle verdient auch die Kölner Kirche St. Maria in der Kupfergasse Erwähnung, in der der NOM mit viel Latein in äußerst würdiger und feierlicher Weise versus orientum am Hochaltar zelebriert wird.
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#8   Pünktchen   12:04:17 | Freitag, 18. Januar 2008
Was sagt der Papst zur Zelebrationsrichtung?
In einem lesenswerten Artikel auf der Homepage der Wiener Pfarre St. Rochus, die zur Zelebrationsrichtung „versus deum“ zurückgekehrt ist, hat Pater Wodrazka CO die Aussagen des Hl. Vaters zur Frage der Zelebrationsrichtung gesammelt. Ich habe mir erlaubt, diesen Artikel
>>>> hier www.kreuz.net/bookentry.980.html <<<<
einzustellen!
Vom „Volksaltar“ sei auf dem II. Vatikanum keine Rede, stellt auch der Wiener Oberhirte fest. s.
>>>> hier www.kreuz.net/bookentry.1183.html <<<<<
Der NOM wird bereits jetzt in mehreren Kirchen am Hochaltar gefeiert:
St.Peter/München de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Peter_(M%C3%BCnchen)
Heilig Geist/München ….heilig-geist-muenchen.de/?c=4
St. Rochus/Wien www.oratorium.at/
Karmelitinnen-Klosterkirche in Mayerling www.karmel-mayerling.org/
Maria Vesperbild/Ziemetshausen www.maria-vesperbild.de/
Pfarrkirche in Altomünster www.erzbistum-muenchen.de/EMF274/EMF027386.asp
Maria Rehkogel/Frauenberg www.maria-rehkogel.at/
Maria Pöllauberg/Pöllauberg www.poellau.net/default.asp?action=article…
Es kommt hinzu, daß auch Architekten inzwischen den Zusammenhang zwischen Sakralarchitektur und Zelebrationsweise thematisieren und dabei den Hochaltar „virtuell“ wiederbeleben:
s. >>>>>> hier www.kreuz.net/article.3419.html <<<<<!
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#7   Sozialkatholisch   11:55:53 | Freitag, 18. Januar 2008
Da fehlt aber immer noch mehr
Wie wird der würdige Kommunionempfang geregelt.
Mit den Fürbitten, wenn überhaupt werden aber keine freiwählbaren Eigenkomponenten mehr möglich sein.
Messdienerinnen sind auch ein Problem, weil sie die Ministranten immer mehr verdrängen aus denen nunmal der größte Teil des Priesternachwuchs kommt.
Also, wie der Papst es gesagt hat, keine Ritenvermischung und abwarten, die Zeit wird mit Sicherheit für den älteren, schöneren, fruchtbareren Ritus sprechen.
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#6   santa rita   11:55:11 | Freitag, 18. Januar 2008
Wort zum Sonntag
Besonders in Deutschland würden sich manche Bischöfe viel Mühe geben, durch komplizierte Ausführungsbestimmungen den Sinn des Motu Proprios zur Freigabe der Alten Messe ins Gegenteil zu kehren:
„Sie wehren sich gegen jene spirituelle Frischzellenkur, die Benedikt der neuen Messe durch ihre Gleichstellung mit der alten verordnen wollte.“
Das Wahre und Aechte würde leichter in der Welt Raum gewinnen, wenn nicht Die, welche unfähig sind, es hervorzubringen, zugleich verschworen wären, es nicht aufkommen zu lassen.
Arthur Schopenhauer
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#5   RRR   11:43:39 | Freitag, 18. Januar 2008
@ HBR
Die Kirche und der Herr haben so eine „Show“ nicht nötig.
Haben die Kirche und Herr denn barocke Bassgeigen, drei Meter Spitzenapplikation, Handschuhe, das Stufengebet, das Schlussevangelium, den geflüsterten Kanon „nötig“?
Der Herr hat überhaupts nichts „nötig“.
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#4   Typ   11:41:37 | Freitag, 18. Januar 2008
@ inkompetenter Seminarist
Diese monströsen Zelebrationshostien, wie auf dem Bild zu sehen, ähnelnd dem Fladenbrot in einer Dönerbude – furchtbar.
EIN Brot ist es, darum sind wir viele EINE Leib.
Je größer die Hostie, umso besser können nach der Brotbrechnung alle an dem EINEN Brot teilhaben.
Nur so erschöpft sich die von der Hl. Schrift vorgesehene Symbolik in ihrer Vollgestalt – im Gegensatz zu kreisrunden Brotscheiben, „ähnelnd den Chips in einem Brettspiel – furchtbar“ (um Sie einmal abzuwandeln).
Sie wissen doch, dass die Feier der Eucharistie schon in der Apostelgeschichte „Brotbrechen“ genannt wird, oder?
Was haben Sie dann gegen großes Brot, das man wirklich so brechen kann, dass nicht nur ein oder zwei, sondern möglichst viele, ja vielleicht sogar alle Kommunikanten an dem EINEN Brot teilhaben?
An der Realpräsenz ändern die kleinen Hostenchips nichts, aber die Symbolik des EINEN Brotes, das GEBROCHEN wird, ist in ihnen nur noch verkümmert vorhanden.
Das müsste doch sogar in Ihren Kopf hineingehen. Oder verachten Sie die Worte des Herrn und des Hl. Paulus?
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#3   HBR   11:40:44 | Freitag, 18. Januar 2008
Volle Zustimmung
Die Kirche und der Herr haben so eine „Show“ nicht nötig.
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#2   RRR   11:37:17 | Freitag, 18. Januar 2008
Unsinn
„Dieser zeichnet sich durch Gregorianik und lateinische Gebete aus, durch Mundkommunion und den Verzicht auf die Fürbitten – und eben durch die Zelebrationsrichtung »versus Deum« statt »versus populum«.“
Gregorianik und lateinische Gebete sind auch im Ritus von 1970 möglich, ja sie bilden sogar die Normalform.
Das war vor dem Konzil auch so, aber auch vor 1970 waren Messen mit Gregorianik deutlich in der Minderheit. Die Mehrheit war privat geflüstert, ohne jeden Gesang.
Die Fürbitten wurden durch das Konzil ausdrücklich namentlich als wiedereinzuführendes Element genannt. Sollte der „alte Ritus“ weiterhin dauerhaft etabliert werden, wird es früher oder später auch in ihm Fürbitten geben.
Weder war vor dem Konzil die Zelebration „versus populum“ verboten noch ist sie nach dem Konzil verpflichtend. In meiner Gemeinde habe ich schon als Kind in einer Nebenkapelle Messen nach dem Ritus von 1970 an einem „Hochaltar“ miterlebt.
Mundkommunion ist ebenfalls im Ritus von 1970 nicht nur nicht verboten, sondern sogar eigentlich als Normalform vorgesehen (was nicht ausschließt, dass sie in vielen Fällen nicht praktiziert wird; wie uns die Geschichte lehrt – siehe Gregorianik! –, ist die theologische „Norm“ nicht immer auch in der Praxis statistisch dominant).
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#1   Seminarist   11:35:57 | Freitag, 18. Januar 2008
Interreligiöses Brot
Diese monströsen Zelebrationshostien, wie auf dem Bild zu sehen, ähnelnd dem Fladenbrot in einer Dönerbude – furchtbar.
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